Ueber Halocypriden. Von Dr. Cr. W. Müller in Greifswald. Hierzu Tafel XXVIII und XXIX. Das Material zu den folgenden Untersuchungen stammt zum grössten Theil aus den Sammlungen Chierchia's, dessen Sammeln in Bezug auf Halocypriden besonders erfolgreich war. Ich finde in seiner Sammlung 10 Species, darunter 8 (resp. 7) neue, von denen eine Ver-treterin einer interessanten neuen Gattung. Die an sich kleine Zahl erscheint bedeutend, wenn man bedenkt, dass durch die Challenger-expedition nur 3 Arten zu Tage gefördert wurden. Die Zahl der bisher beschriebenen Species lässt sich , nicht sicher feststellen, doch ist sie ohne Zweifel kleiner als die Zahl der von Chierchia ge-sammelten Arten. Weiter verdanke ich einiges Material dem Berliner Museum, und schliesslich habe ich die im Golf von Neapel von ver-schiedenen Herren gesammelten und in der Zoologischen Station auf-bewahrten Halocypriden zum Vergleich herangezogen. Ich werde mich im Folgenden auf einige Bemerkungen über Lebensweise und Körper-bau beschränken, ohne eine vollständige Darstellung der Anatomie zu geben, verweise übrigens auf Claus (2) und Sars (2). In beiden Be-ziehungen, in Lebensweise und Körperbau, bieten die Halocypriden viel geringere Unterschiede dar als die Cypridinen; sie bilden eine kleine, überaus einheitliche Gruppe. Lebensweise. Soweit bekannt, leben die Halocypriden aus-schliesslich pelagisch, vom Grund sind sie noch nie gefischt worden. Sie gehören zu den schnellsten Schwimmern unter den Entomostraken.