Die Käfer von Neu-Caledonien und den benachbarten Inselgruppen K. M. Heller. I. Allgemeines. Die bisherige Artkenntnis der Käfer von Neu-Caledonien ist mit den Namen verhältnismässig weniger Autoren verknüpft; der Hauptsache nach sind es Montrouzier, Perroud und Fauvel. Kleinere Beiträge zur Artkenntnis lieferten, teils im Rahmen monographischer Studien, teils in Form von Einzelbeschreibungen: Bates, Blandkord, Bourgeois, Chaudoir, Fairmaire, Faust, Fleutiaux, Grouvelle, Rakfray, Reitter, Sharp u. a. A. Montrouzier lebte als apostolischer Missionar des Maristen -Ordens jahr-zehntelang, bis zu seinem 1897 in Noumca erfolgten Tode, in Melanesien und sam-melte mit grossem Eifer die Fauna und Flora der Orte, an die ihn sein Beruf führte, so die von Woodlark, wo er fünf Jaiire weilte , von Ouvea, Art und hauptsächlich von Neu-Caledonien. Hätte sich Montrouzier, statt die gesammelten Tiere selbst zu beschreiben, mit den Erfolgen seiner Sammeltätigkeit begnügt, so wäre sein Verdienst um die Wissenschaft zweifellos ein grösseres, als ihm heute zuerkannt werden kann. Seine Beschreibungen sind ohne Rücksicht auf den damaligen !~tand der Syste-matik, ohne literarische Behelfe, ohne Vergleichsmaterial und mit so wenig Sach-kenntnis, ausserdem oft auch so dürftig abgefasst, dass, da noch dazu den grössten Teil seiner der Universität Montpellier übergebenen Sammlung Anthrenen zerstörten, die systematische Kenntnis gewisser Familien neucaledonischer Käfer (z. B. Curciilioiiidac) geradezu trostlos genannt und nichts Besseres getan werden kann, als die nicht mehr zu deutenden Montrouzier sehen Arten zu annullieren. Dass diese nicht alle Rätsel geblieben sind, ist verschiedenen Autoren (conf. Ann. Soc. Ent. France 1860. p. 230) zu danken, wenngleich die sich oft wiederholende Form der Bemerkung, „nahe ver-30*