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154 der Wissenschaft überhaupt zu Recht bestehe. Mit andern Worten: ob Darwins geistvoller Gedanke wenigstens in seinen primitivsten Voraussetzungen so weit durch Tatsachen gestützt ist, daß er als wissenschaftlich fundierte Hypothese mit Fug und Recht gelten kann. Nicht jeder geistvolle Gedanke schon ist wissenschaft-liche Hypothese. Eine solche ist erst der Versuch, Gruppen von Erscheinungen, deren Dasein empirisch sichergestellt ist und die bis in die letzten derzeit erforschbaren Bedingungen empirisch genau untersucht sind, in ihren letzten, keiner Em-pirie mehr zugänglichen Zusammenhängen zu verstehen. Ob das Gegebensein eines Wählens der Weibchen aber — die der empirischen Untersuchung überall leicht und offen zugängliche Fundamentalvoraussetzung — empirisch wirklich erwiesen, wahrscheinlich gemacht oder in vielen Fällen auch nur zwanglos denkbar ist — das zu entscheiden mag dem Urteile des objektiv prüfenden Lesers anheimgegeben sein. Mit diesem Urteile aber steht und fällt auch die Lehre von der Sexualselection. 2. Beitrag zur Systematik und Morphologie der Zungenwiirmer (Pentastomida), Von R. Heymons. (Zoologisches Institut der Landwirtschaftlichen Hochschule in Berlin.) (Mit 4 Figuren.) Eingeg. 19. April 1922. Am Körper der Pentastomiden sind zwei Abschnitte, ein Vorder-und ein Hinterkörper, zu unterscheiden. Der Vorderkörper enthält den Mund und zwei Paar Öffnungen, aus denen die Klammerhaken hervorgestreckt werden können. Leuckart (1860), der die Pen-tastomiden zu den Spinnentieren (Milben) stellte, hat für den vor-deren Körperabschnitt der Zungenwürmer den Namen »Céphalo-thorax» eingeführt; hier soll dieser Teil Capitulum genannnt werden. Der Hinterkörper oder Rumpf, das sogenannte »Abdomen«, welches das Capitulum an Länge um das vielfache übertrifft, enthält außer der Geschlechtsöffnung noch den After und zeichnet sich durch eine in der Regel deutlich ausgeprägte Ringelung aus. Die Rumpfringe sind nach der herrschenden Anschauung nicht als Segmente (Meta-meren), sondern als Ausdruck einer sekundär entstandenen Gliede-rung aufzufassen. Über die Zusammensetzung des Capitulums steht nichts Bestimmtes fest. Nach Leuckart soll es aus vier Ringen be-stehen, die Angaben andrer Autoren lauten in dieser Hinsicht meist unsicher. Im folgenden gebe ich die Beschreibung einiger neuer und

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Beitrag zur Systematik und Morphologie der Zungenwurmer (Pentastomida)

Zoologischer Anzeiger Leipzig 55: 154-167 (1922)

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