277 sen. Irgend welche nähere Beziehungen zwischen Leucopternis und Urubitinga sind nicht nachzuweisen ; im Gegentheil steht Leucopternis Buteo sehr nahe (sensu lato) und besonders Asturina; das Verhält-nis zwischen Leucopternis und Asturina läßt sich auf dieselbe Weise bestimmen, wie das Verhältnis zwischen Geranoaëtus und Buteo s. str. : Leucopternis ist eine riesige, extreme Form von Asturina] nur ist Geranoaëtus mit Buteo durch die Untergattung T achy trior chis inniger verbunden, als Leucopternis mit Asturina: Übergangsformen zwischen zwei letztgenannten Gattungen sind nicht bekannt. Im Gegentheil ist Harpyhaliaëtus mit Urubitinga innigst verwandt und in manchen Einzelnheiten, z. B. in der Configuration der Schädelkapsel, des Beckens etc. sind beide Vögel, von der Größe abgesehen, fast iden-tisch; die Unterschiedsmerkmale sind meistens als rein adaptiv zu be-trachten: stärkere Entwicklung des Gesichtsschädels bei Harpyhalia-ëtus, auch längere Flügel und die stets mit der Verlängerung des Flügels verbundene größere Weite des Bogens der Furcula. Engere Beziehungen von Harpyhaliaëtus und Urubitinga zu den anderen Accipitres lassen sich noch nicht mit Sicherheit bestimmen, aber eine Verwandtschaft mit den Circaëtinae scheint mir ziemlich plausibel zu sein. Mit den Harpyien [Thrasaëtinae Gum.) hat weder Urubitinga noch Harpyhaliaëtus zu thun. Villefranche-sur Mer, laboratoire zoologique russe. 3. Über Tiefseemedusen und ihre Sinnesorgane. Von Dr. Ernst Vanhöffen, Kiel, Zoologisches Institut. eingeg. 5. April 1900. Bei der deutschen Tiefseeexpedition wurden 3 Arten von Peri-phylla, P. hyaci?ithi?ia, P. dodecabostrycha und P. regina in 21 Exem-plaren und 5 Arten von Atolla in 52 Exemplaren gefunden. Außer den 3 bekannten Arten A. Bairdi, A. Verrilli und A. Wyvillei sind noch zwei neue vorhanden, von denen A. Chimi sich durch die Radial-furchung der Centralscheibe an A. Verrilli anschließt, und durch Gallertperlen auf den Randlappen characterisiert ist, während A. Val-diviae eine glatte Centralscheibe wie A . B air dibesitzt, sich von dieser aber durch die mächtig entwickelten Septalknoten unterscheidet. Merkwürdig ist, daß die 3 Atolla-Aiten mit gefurchter Centralscheibe eine Spur von bilateraler Symmetrie zeigen, da regelmäßig n — 1 Radiärfurchen bei n Pedalien auftreten. Die einzige Symmetrieebene geht durch 2 Septalknoten, von denen der eine als Richtungsknoten bezeichnet werden kann, weil über ihm eine Radiärfurche ausfällt. An Periphylla schließt sich eine neue Gattung von Tiefseemedu-