53 Zwei neue Botliyiiotineii-Gattuiigen aus Sumatra (Hern., Mirid.). Von B. Poppius (Helsingfors). Von der eigentümlichen Miriden-Unterfamilie Bothynotinae Reut., besonders durch die kurz und fein behaarte Membran aus-gezeichnet, waren früher nur zwei Gattungen bekannt, und zwar Bothynotus Fieb. von der paläarktischen und Dashi/nienia Popp, von der orientalischen Eegion. Von der erstgenannten Gattung kennt man nur eine einzige Art. Die andere hat dagegen mehrere Vertreter, teils auf dem indischen Festlande, teils auf Java. Beide Gattungen sind auch Repräsentanten zwei verschiedener Divisionen : Bothynotoria Reut, und Dashymeniaria Reut. Zu den Dashymeniarien kann ich jetzt zwei neue, unten beschriebene Gattungen hinzufügen, die beide aus Sumatra stammen. Beide sind einander nahestehend, weichen aber von Dashymenia erheblich ab. Es ist wohl wahrscheinlich, daß diese bis jetzt sehr gattungsarme Unterfamilie in der Zukunft zahl-reichere Vertreter erhalten wird, wenn die indische Inselwelt ein-gehender durchforscht sein wird. Dashymeniella n. gen . Der Körper gedrungen, oben glänzend; sehr kräftig punktiert, der Vorderkörper etwas abstehend, die Hemielytren fast anliegend, ziemlich kurz, dunkel behaart. Der Kopf ist fast vertikal, von oben gesehen viel breiter als lang, von vorn gesehen deutlich breiter als lang, von der Seite gesehen kürzer als an der Basis hoch. Die Stirn ist fast flach, an der Basis scharf gerandet, vor der Randung sehr breit und kurz, dreieckig abgeflacht, ohne deutliche Längsfurche, ziemlich kräftig und ganz verworren gerunzelt. Die Augen sind mäßig groß, kräftig hervorspringend, glatt, den Vorderrand des Hals-schildes berührend, von der Seite gesehen rundlich, nicht besonders weit auf die Wangen sich erstreckend, vorn nicht ausgeschweift. Der Klypeus ist ziemlich hervortretend mit gewölbter Basis, etwas nach hinten zu gerichtet, von der Stirn getrennt, die Lorae sind schmal, deutlich abgesetzt, die Wangen sind mäßig hoch, die Kehle stark geneigt, kurz, der Gesichtswinkel ein rechter. Die Mundlappen sind wulstig hervortretend, nicht aber lang. Das Rostrum beim ein-zigen Exemplar nicht ganz zu sehen, das erste Glied kaum die Basis der Vorderhüften überragend. Die Fühler sind gleich unterhalb Wiener Kntomologisclie Zeitung, XXXITI. Jahrg., Heft I u. II (1. Jänner 1914).