135 Faunistisclie und systematische Notizen über afrikanische Bienen. Von Embrik Strand (Berlin, Kgl. Zoolog. Museum). Im folgenden teile ich einige Ergebnisse meiner Bearbeitung afrikanischer, meistens in der letzten Zeit eingegangener Bienen im Berliner Museum mit. Die Mitteilungen sind etwas fragmentarischer Natur, jedoch dürfte bei der noch höchst unvollständigen Erforschung der Bienenfauna des dunklen Erdteils jeder Beitrag dazu willkommen sein. Die Reihenfolge der Arten innerhalb der Gattungen ist so wie die Arten mir bei der Bearbeitung vorgelegen haben ; tiber die ver-wandtschaftlichen, in den meisten Fällen noch recht problematischen Beziehungen der Arten zueinander soll also damit nichts angegeben werden. Weitere Mitteilungen von mir über afrikanische Bienen sind schon an anderen Stellen erschienen oder im Erscheinen begriffen. Gen. Prosopis F.i) -yl. Prosopis ruhriplagiata Cam. v. (?) rufipedoides Strand n. v. Ob die vorliegende Form mit rubriplagiata Cam. überhaupt spezifisch identisch ist, scheint mir nicht ganz sicher zu sein, denn sie weicht von der Beschreibung ab durch das Vorhandensein von zwei weißgelben Flecken auf dem Scutellum, ferner ist der gelbe Mittelfieck des Clypeus unten nicht „narrowed to a point", wohl aber rundlich verschmälert, der gelbe Fleck zwischen den Antennen ist jedenfalls beim (^ reichlich so lang wie breit, beim 9 zwar um-gekehrt, aber oben abgerundet und insofern nicht ganz „of equal width throughout", nicht bloß Scapus, sondern auch die basale Hälfte des Flagellum einfarbig rot, Pronotum ist mit einer weißgelben statt roten Linie bezeichnet, die Seiten der hinteren Abdominalsegmente nicht oder nur unbedeutend gerötet. Deutliche Haarbinden am Hinter-rande der Segmente finden sich nur am ersten und zweiten Segment, und zwar sind diese Binden oben breit unterbrochen. Die zweite rekurrente Ader ist ganz oder fast ganz interstitial, dagegen mündet die erste bei allen drei vorliegenden Exemplaren unverkennbar in die erste Kubitalzelle ein, wenn auch nicht deutlicher als daß man ^) Der Autor ist nicht Latreille, wie Friese in „Bienen Afrikas", pag. 474, angibt, sondern Fabricius. Wiener Entoraologische Zeitung, XXX. Jahrg., Heft VI u. VH (8. Angust 1911).