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11 Zur Kenntnis der Gattung Fucellia Rob. Desv. Von Prof. P. Stein in Treptow a. R. Die Gattung Fucellia ist von den meisten Autoren bisher so stiefmütterlidi behandelt worden und über die zugehörigen Arten herrscht eine solche Unklarheit, daß ich es für eine dankbare Auf-gabe gehalten habe, mich eingehender mit der Gattung zu beschäftigen, die bekannten Arten sicher zu stellen und die Beschreibung einer Anzahl neuer zu veröffentlichen. Da das mir zu Gebote stehende ]\Iaterial nur dürftig war, kann die Arbeit leider auf Vollständigkeit keinen Anspruch machen, wird aber, wie ich hoffe, zu weiterer Beob-achtung anregen. Die am längsten bekannte und zuerst von Fallen beschriebene Alt ist Scatonnjza fucorimi. Auf dieselbe begründete Haliday im Jahre 1838 die Untergattung Halithea und charakterisierte sie kurz folgendermaßen : Arista subnuda. Alae unguiculatae. Tarsi graciliores. Feraora postica maris basi tuberculo villoso. Da der Name Halithea aber bereits früher an eine Wurmgattung vergeben war, so kann er nicht beibehalten werden. Drei Jahre später beschrieb Bobine au Desvoidy eine neue Art unter dem Namen arenaria und stellte dafür die Gattung Fucellia auf mit folgender Diagnose : „Scatopha-garum characteres: Differt antennis paullo brevioribus, cheto nudo. Epistomate inciso. Apud faeminas femorum posteriorum incisura sub-apicali cum pilis ciliformibus, rigidis, inter quos tribus longioribus." Daß er den Borstenbüschel dem Weibchen beilegt, ist vielleicht ein Schreibfehler, da er doch kaum die beiden Geschlechter verwechselt haben kann. j\Ierkwürdig aber ist der Ausdruck subapicalis für die Basis der Hinterschenkel ; indessen kann man ohne Bedenken an-nehmen, daß Rob ine au diese gemeint hat, da es keine verwandte Art gibt, bei der die Spitze der Hinterschenkel irgend eine Aus-zeichnung trüge. Die Beschreibung seiner arenaria, in der er leider auf die Beborstung der Hinterschenkel nicht wieder zurückkommt, ist zwar ausführlich, aber wenig charakteristisch, macht es aber innnerhin trotz der Angabe eines vierstriemigen Thorax wahi scheinlich, daß die Art mit der Haliday sehen maritima und der M a c q u a r t sehen niarina identisch ist. Ausführliche Diagnosen der Gattung Fucellia gaben von späteren Autoren Schiner und Meade, beide nehmen aber die eigentümliche Beborstung an der Basis der Hinterschenkel des Männchens als Gattungsmerkmal an, während es eine ganze Reihe von Arten gibt, bei denen die Hinterschenkel in beiden Geschlechtem Wiener Entomologische Zeitung, XXIX. Jahrg., Heft I (15. Jänner 1910).

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Zur Kenntnis der Gattung Fucellia ROB. DESV

Paul Stein
Wiener Entomologische Zeitung 29: 11-27 (1910)

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