(i. ßreddin: Plisthenes buraensis, eine neue malayische Tessaratomine. 179 In der Sigi-Höhle in Deutsch-Ostafrika von Dr. Varen- dorff in einem y Stücke aufgefunden und mir von dessen Bruder Herrn Otto von Varendorff, Amtsrichter in Guhrau, dem diese Art dediciert erscheint, zum Geschenke überlassen. Die Gattung Brachynillus scheint in den Höhlen von Deutsch- Ostafrika unsere Anophthalmus zu ersetzen, an die sie auch erinnert. Ich habe das einzige Stück dieses interessanten Tieres dem Wiener Hofmusenm geschenkweise zur Konservierung überlassen. Plistlienes buruensis, eine neue malayische Tessaratomine. Von G. Breddin, Berlin. (Mit '2 Figuren im Texte.) Große Art mit glänzender Oberseite. Fühlerglied .'! ganz schwarz, nur sehr wenig länger als das zweite Glied und etwa gleichlang dem hell rostgelben vierten Glied. Vordere Seitenränder des Pronotums leicht gebogen; die Schulterecken sehr deutlich vorragend, winkelig, leicht nach hinten gebogen. Hinterleib wenig länger als breit, mit stark gerundetem Seitenrand; der Rand des fünften Segments mit wenigen (1 — 4) Sägezähnchen. Schenkel, Schienen und Füße pech- schwarz; die Hinterschenkel in beiden Geschlechtern lang und kräftig entwickelt: die wadenähnliche A^erdickung der Hinterschienen besonders beim Männchen sehr breit. Bauch honiggelb, mit hinten deutlicher, aber nach vorn sich verbreiternder und mehr oder weniger verlöschender pechbrauner Mittelbinde. Auf der Bauchfläche jederseits außerhalb der pechschwarzen Stigmen eine breite, zart-violett opalisierende Längs- binde; die pechschwarzen Randflecke des Bauches außen breiter als innen. Bauchdorn einfarbig hellgelb (ohne jede dunkle Randung), die Vurderhüften erreichend (beim (f ein wenig länger als beim 9)- von unten gesehen ziemlich plump, von der Seite gesehen horizontal nach vorn gestreckt, die Spitze nicht (9) oder nur ganz undeutlich (o*) • lein Körper angebogen. (j*. Siebentes Abdominalsegment ventralseits in der Mitte leicht bogig-lappenförmig erweitert. Seitenfortsätze des Genitalsegments von der Seite gesehen aus breiter Basis sich ganz allmählich und fast gleichmäßig nach dem spitzwinkeligen Ende zu verschmälernd, von oben gesehen nur ganz unbedeutend l einwärts gekrümmt. Das m ediane Dom eben (spinula apicalis [?] mediana Horvaths) ist von dem Wiener Entoinologische Zeitung, XXIII. Jahrg., Heft VIII (15. Oktober 1904). ISO 2 / 3 ~ l^ 2 /s mm. Buru (m. Samml.). Durch die erheblichere Größe, die Bauchfärbung, die Bildung des Anogenitalapparates in beiden Geschlechtern und andere aus obiger Derselbe in der Mitte nur ganz undeutlich niedergedrückt : der dem Seitenrande benachbarte Teil dieses Endrandes meist durch eine eingedrückte Submarginallinie et- was wulstig abgesetzt. Anogenitalapparat diese Ecken nach hinten stärker überragend. Dasselbe erheblich länger, zun- genförmig, mit halbkreisrundem Endrand und deutlichem Furchen- eindruck längs der Mitte. 9. Parasternite bis weit über ihre Mitte hinaus gleichbreit und erst neben der Hinterecke des S. Parasternits nahezu viertelkreis- förmigin den Emirand umbiegend. Der Endrand breit und sehr deut- lich schief von außen-vorn nach innen-hüiten gestutzt. ( Beschreibung nach einer Cotj |»' Kor- vaths.) Plisthenes buruensis, eine neue malayische Tessaratomine. 181 Beschreibung" hervorgehende Zeichen vom nahestehenden Plisthenes confusus Horv. für ein geübtes Auge unschwer zu unterscheiden. Plisthenes confusus Hon. Wie schon früher von mir erwähnt (Abh. Senckenb. naturf. Ges. XXV, pg. 147) findet sich auf Halmahera eine Aberration mit schwärzlicher oder schwarzer Basalhälfte des vierten Fählergliedes. Zahlreiche von Kükenthal gesammelte Stücke dieser Form besitzt das Senckenbergische Museum in Frankfurt a. M. Plisthenes Merianae Fab. Batjan, leg. Kükenthal (Mus. Senckenb.). Notiz. | Am 10. September starb in Wien Herr Magistratsrat Dr. Viktor Plasori. Der Verstorbene war ein eifriger Coleopterologe, dem zu Ehren mehrere Arten seinen Namen tragen. Wiener Entoraologische Zeitung, XXIII. Jahrg., Heft VIII (15. Oktober 1904).