1TS Kin neuer blinder Brachynus aus Deutsch-Ostafrika. Beschrieben von Edm. Reitter in Paskau (Mähren). Brachynillus nov. gen. Carabicidarum. Dem Genus Brachynus verwandt, aber flügellos, der Kopf mit langen, nach hinten allmählich verengten Schläfen, ohne Augen, statt dieser nur eine punktförmige pigmentlose and facettenlose, nicht erhabene Stelle hinter den Fühlerwurzeln. Das vorletzte Glied der Maxillartaster ist mit dem letzten verschmolzen, aber mit deutlicher Ttennungslinie, dieses kaum ein Drittel so lang als das gegen die Spitze verbreiterte vierte Glied. Halsschild normal gebaut, viel länger als breit, etwas herzförmig. Flügeldecken »las Abdomen nicht bedeckend, 2 — 3 Dorsaltergite unbedeckt lassend, mit verrundeten Schult ein. hinten mit besonders stark abgerundetem Innenwinkel an der Naht. Fühler und Beine lang und dünn, Tarsen dünn, die Klauen zart und wenig stark entwickelt. Gelenkgruben der Vorderhüften nach hinten offen. Brachynillus Varendorffi n. sp. Blaß braungelb, mit etwas dunklerem Abdomen, fast matt, undeut-lich, sehr kurz, staubartig, die Flügeldecken deutlicher gelblich behaart. Fühler die Mitte d<>± Körpers überragend, ähnlich wie beiBrachyniis geformt. Kopf etwas länger als der Halsschild und vorne, vor der Fühlereinlenkung ebenso breit als dieser, fast glatt, am Grunde haut-artig reticuliert, neben den Vorderwinkeln mit einigen feinen Längs-stricheln: der Clvpeus abgesetzt, quer, fast schmäler als die Ober-lippe und sammt dem Vorderteile des Kopfes mit zwei Längsfurchen durchzogen, die sich noch auf die Oberlippe eistrecken und sie in der Mitte stumpfgekielt erscheinen lassen. Halsschild viel länger als breit, herzförmig, die Basis fast nur halb so breit als der ausgebuchtete Vorderrand. Oberseite matt, schwer erkennbar punktuliert, die Hinter-winkelrechteckig.Schildchendreieckig.Flügeldecken hautartig genetzt und schwach punktiert, mit Spuren von Längsstreifen, der Seiten-rand sein -schmal und gleichmäßig abgesetzt und von oben durchaus sichtbar. Drei Rückehtergite freiliegend, diese körnig punktuliert, matt. Unterseite ebenfalls nur mit sehr erloschener Punktierung. Tarsen dünn und lang. Lonir. 6*5 mm.