167 Cremifania nigrocellnlata, eine neue Oclitliipliiline. Systematische Stellung und Gattungen-Diagnose der Oehthipliilinen. Von P. Leander Czerny in Kremsmünster, Oberösterreich. \m 15. August 1899 erbeutete ich in der Umgebung Krems-münsters in einem Holzschlage an einem Wassergraben eine Fliege, die ich auf den ersten Blick für eine Sapromyzide hielt, nachhinein alter als eine Oehthiphilide erkannte. Bei sorgfältiger Untersuchung stellen sieh aber auch die Ochthi-philiden als nächste Verwandte der Sapromyziden heraus. Daß man die Ochthiphiliden bisher immer weit getrennt von den Sapromyziden anführte kommt wohl daher, daß man sich einfach dem Vorgange Schiners anschloß. Schiner sagt in der Fußnote S. III der ana-lytischen Übersicht der sog. Muscidae acalypterae: »Die Ochthi-phüinen haben den Vorderast der ersten Längsader ziemlich deut-lich: ich zähle sie aber zur zweiten Abteilung (»erste Flügellangs-a der einfach ). weil der Vorderast nur haardünn ist und wei] er sich stellenweise doch fast ganz an den Hauptast anschließt« and in der Abteilungsdiagnose S. 290: .Erste Längsader unvollständig einfach; der Hauptast fast bis zur Flügelmitte reichend; der obere ist als feine Linie neben dem Hauptaste verlaufend und von dem-selben deutlich getrennt bis dahin, wo sich der Hauptast zum Hände aufbeugt und daselbst an denselben sich anschließend, vor dem Ende aber wieder von ihm abgetrennt und das sog. Randmal einschließend; bei senkrechter Ansicht erscheint die erste Längsader einfach«. Tatsächlich ist der Vorderast in seinem ganzen Verlaufe vom Hauptaste getrennt und selbst bei den Arten, bei denen er sich an den Hauptast stark herandrängt, zeigt sich bei sorgfältiger Betrach-tung noch immer zwischen beiden Asten ein Zwischenraum. ' Versucht man es mit den Ochthiphiliden in der ersten Ab-teilung der Schinerschen Tabelle, so kommt man zu seinen Sapro-myzinae. Von den Sapromyziden im Sinne Loews und Beckers unter-scheiden sich du' Ochthiphiliden mir dadurch, «lall 1mm ihnen an allen Schienen die Praeapikalborsten fehlen, während he, den Sapromyziden entweder all.' Schienen ..der doch wenigstens die vordem mit solchen versehen sind (betreffs der Sapromyziden-Gattungen Xangelina W IL und Ttictya F. s. Lecker. Sapi'omyzidae in Berl. Entomol. Zeitschr. Wiener Entomologische Zeitung, XXIII. Jahrg., Heft VIII (15. Oktober 1904).