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Aimierkungen zu Herrn Em. Pokorny's Aufsatz iii den Verliandliingen der k. k. Zoologisch-Botanischen Gesellschaft in Wien, Jahrg. 189S. pag. 536—544. Von Prof. Gabriel StrobI in Adnunt. Herr E. Pokorny veröffentliclite loc. cit. eine Reihe von Bemerkungen und Zusätzen zu meiner in demselben Jahrgänge der genannten Verhandkmg-en pag. 217—276 erschienenen x\rl)eit: „Die Anthomyinen Steiermarks". Diese Bemerkungen sind im allg-emeinen in einem wohlwollenden Tone g-ehalten und über-schreiten selten die Grenzen einer erlaubten Kritik, so dass ich wenig Ursache habe, mich über den Autor zu beklagen. Doch hat das Bestreben desselben, seinen Aufsatz möglichst umfang-reich zu machen, ihn öfters verleitet, mir Fehler vorzuwerfen, Avo keine Fehler vorliegen, oder mir bald vorzuwerfen, dass ich einem früheren Autor gefolgt bin, bald wieder, dass ich dem-selben nicht gefolgt bin, oder meinen Deutungen andere, min-destens ebenso ungewisse entgegenzusetzen, oder endlich g-ar, dass ich es gewagt habe, eine mangelhalt beschriebene Art zu deuten ! Vor allem hat es mich — und ich glaube mit Recht — befremdet, dass er mehrmals erklärt, ganz in Unkenntnis zu sein, was ich unter dieser oder jener Art verstehe, während ich ilim doch im Sept. des Jahres 1892 — also lange bevor meine Arbeit erschien, an der doch Herr Pokorny selbst mit-gewirkt hat und von deren baldigem Erscheinen er überzeugt sein musste — eine grössere Zahl von Coenosien im Tauschwege zugesendet habe; aus seiner ganzen Arbeit geht hervor, dass er diese ihm von mii' zugesendeten Arten, deren Empfang er mir am 14. Sept. 1892 selbst bestätigt hatte, gar nicht untersucht hat. Ich hal)e ihm gleich nach Empfang seiner Gegensendung meine abweichenden Ansichten über seine Determinirung einiger .\rten schriftlich mitgetheilt, und es wäre auch mir viel lieber gewesen, wenn Herr Pokorny mir gegenüber das Gleiche gethan hätte, statt die Sendung ganz zu ignoriren und mir jetzt coram publico etwaige fehlerhafte Bestimmungen nachzuweisen. Er hätte auch bedenken sollen, dass er bei einer Polemik in einer weitaus günstigeren Lage ist, als sein Gegner. Er als Bewohner der Gross-stadt und als specieller Freund des Custos kann jeden Tag die Musealsammlung besuchen, kann sich über jeden auftauchenden Zweifel ftist augenblicklich Ratlis erholen, kann jedes beliebige Wiener EutomologiäcUe Zeituug, X1£I. Jahrg., II. Heft ('8. Februar 1894). 5

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Anmerkungen zu Herrn Em. Pokorny's Aufsatz in den Verhandlungen der k.k. Zoologisch-Botanischen Gesellschaft in Wien, Jahrg. 1893, pag. 526-544

Gabriel Strobl
Wiener Entomologische Zeitung 13: 65-76 (1894)

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