Jos. Mik: Einige Worte zu meinem Eeferate etc. 87 Einige Worte zu meinem Referate über Dr. (J. Josepli's Artikel: „lieber Fliegen als Scbädlinge nnd Parasiten des Mensclien." Von Jos. Mik. Herrn Dr. Joseph in Breslau liat es beliebt , sich in einer den Entomologen ferner stehenden Fachschrift, nämlich in der „Deutschen Medicinal-Zeitung" (1887, Nr. 5, Berlin), über mein Referat (in der „Wiener Entomol. Ztng." 1886, pag. 238) , das seinen obencitirten Artikel zum Gegenstande hat , in einer derartig persönlichen Weise auszulassen , dass ich nicht umhin kann, hierüber an dieser Stelle einige Worte zu sagen, mit der Bemerkung , dass ich auch den Lesern der genannten ärztlichen Fachschrift die nöthige Aufklärung nicht schuldig bleiben werde. Schon der Zusatz am Titel des Aufsatzes von H. Dr. J. : „Zugleich Zurückweisung der Ausfälle des H. Gymnas.-Prof. Mik gegen meine Abhandlung: , lieber Fliegen als Schäd-liuge etc."" lässt die subjective Beeinflussung des Verfassers errathen , und Jeder , der mein Referat gelesen hat , möge urtheilen, ob dasselbe „Ausfälle" enthalte? Doch hören wir, auf welche Art H. Docent Dr. J. diese „Ausfälle" abweist? Vor Allem führt er die Autorität „des grössten jetzt lebenden Oestridenkenners", Prof. Brauer's, den er doch in seinem früheren , von mir recensirten Aufsatze gänzlich ignorirt hat*), gegen mein Referat in's Feld. Nach Brauer ist es erwiesen, sagt der Herr Docent, dass Oestridenlarven unter die Haut des Menschen gelangen und hier leben können. Das habe ich aber in meinem Referate ja gar nicht an-gezweifelt ; mir erschien es nur unglaublich, — und auch heute bin ich noch nicht bekehrt — dass die Larve eines europäischen *) Man vergleiclie mein Referat, worin ich sage, dass verschiedene That-sachen, welche 11. Dr. J. in seiner Arbeit über Hautoestrideu (Deutsche Medic. Ztschr. 1885, Nr. 4) „feststellt", längst von Brauer festgestellt worden sind. — Man vergleiche aber auch, was B ran er in der Wien. Entom. Ztng. 1887, pag. 74 sagt: „Ein gewissenhafter Autor oder Compilator hat daher letztere Mittheilung nicht todt zu schweigen und meine Entdeckungen nicht Herrn Goudot zuzuschreiben", eine Mahnung, die sich unzweifelhaft auf dasjenige bezieht, was H. Dr. J. über Dermatobla noxkdis Goud. sich zu erklären erlaubt hat (vergl. auch Entomol. Nachricht. 1885, pag. 19, oben). „Wiener Eutomologische Zeitung" VI. Heft 3. (S. April 1887.)