4 F rie dr. Brauer: dicht gedörnelt, hierauf bis zum Ende, d. h. bis zur Mündung der vierten Längsader wieder nackt ist. In der Unterscheidung der beiden Geschlechter der Canace ist Loew's Auffassung, Haliday gegenüber, die richtige; es ist das 9» welches am Hinterleibsende zwei aufwärts ragende, kurzgedornte Zapfen führt; unter der (nicht sichtbaren) Legröhre sind noch zwei, äusserst kleine zweifachgedornte Zipfel wahrzunehmen. In einem hochträchtigen 9 (^^^ derselben Zeit) zählte ich an 20 recht grosse reife Eier, welche madenförmig gestreckt und blutröthlich angehaucht waren, ohne jedoch etwas von der Contour der werdenden Made erkennen zu lassen. — Andere Weibchen enthielten weniger reife, ungefärbte Eier. Das männliche Organ besteht in der Hauptsache aus einer bis an das dritte Leibessegment reichenden, etwas coni-schen Röhre und ist bis auf die äusserste, geknöpfte Spitze, welche sehr wenig zu Tage liegt, verborgen ; die lappigen Arme der Haltezange sind wenig sichtbar und von gewöhnlicher Bildung. Nachträge zur Monographie der Oestriclen. Von Prof. Dr. Friedr, Brauer. 11. Zur Charakteristik und Verwandtschaft der Oestriden-Gruppen im Larven-und vollkommenen Zustande.") Charakteristik der estriden-Larven im reifen Zustande. Da es mir gelungen ist Merkmale aufzufinden, wodurch sich die im Magen und Darm, in den Höhlen des Kopfes und die unter der Haut lebenden Oestriden-Larven in 2 Hauptab-theilungen und vier Gruppen stellen lassen, so gebe ich hier eine kurze Charakteristik der Larven aller Gattungen , ohne jedoch behaupten zu wollen, dass diese Anordnung durch die Entdeckung neuer Larvenformen nicht wieder einer Veränderung unterliegen könnte. Unter den bekannten Larven aber bildet keine eine Ausnahme und darum scheint mir diese Gruppirung eine natürliche zu sein und für die Verwandtschaft der in jeder *) I. Siehe Wien. Entern. Zeitg. 1886, pag. 289.