Edm. Reitter: Bemerkung z. neuest. Ausgabe d. „Catalogus etc." 239 Bemerkuiigen zur neuesten Ausgabe des „Catalogus Coleopterorum Europae et Caucasi". Von Edm. Reitter in Mödling. Unter dem gleichen Titel brachte Herr Baron von Harold in der Berliner Ent. Zeit. 1884, pg. 121—131 eine Reihe höchst werthvoller , meist nomenclatorischer Berichti-gungen, für die wir demselben umso mehr dankbar sind, weil sie in durchaus objectiver und gleichförmiger "Weise begründet werden , wodurch sie sich von anderen vortheilhaft unter-scheiden. Ein Theil derselben wurde von den Autoren des Kataloges bereits früher erkannt und in der Wiener Ent. Zeit. 1884, Heft VI. und VII. richtig gestellt. Es bleibt uns nur mehr die Pflicht übrig, in einigen wenigen Punkten unsere Ansicht zu vertreten, in welchen diese von den Ausführungen des Herrn von Harold differirt. In nach-folgenden Zeilen werden nur jene Corrigenda besprochen, welche ich glaube selbst vertreten zu sollen. 1. Carabus hiseriatus Chaud. gehört zwar in die Convexus-Gruppe , welche sich von den verwandten Arten durch das schmächtige Endglied der Maxillartaster auszeichnet , ist aber sehr von convexus verschieden. Die Massenzusammenziehungen Brülerie's bei den Carabicinen haben sich, wie jene Fauvel's bei den Staphyliniden, nicht immer bewährt, 2. Es liegt mir ferne, die Anordnung der Garalndae, welche Herr Dr. v. Heyden ausführte und auf die ich keinen Einfluss nahm, zu vertheidigen ; doch möchte ich meiner Meinung dahin Ausdruck geben, dass die auf itae auslautenden Abtheilungs-namen, welche glücklicherweise nur bei den Carabiden und den Curculioniden angewendet wurden, wohl kaum geeignet sind, eine verfehlte systematische Reihenfolge zu illustriren. Schon der Uniformität des Kataloges wegen wäre es besser gewesen, diese Abtheilungsnamen nicht anzuwenden, und wenn dieselben gestrichen und gleichmässig durch die üblichen Gruppennamen ersetzt würden, so würde sich gegen die systematische Reihen-folge der Carabiden, abgesehen von einigen schwachen Stellen, wenig einwenden lassen. Mir scheinen die Truncatipennen am Schlüsse der Carabiden gegenwärtig besser am Platze und die Subulipalpen zwischen den Elaphrini und den Trechen in „Wiener Entomologische Zeitung" III. (30. September 188.4). Heft 8.