Edm. Reitter: Zwei neue Heteromeren-Genera aus Europa. 307 seicht eingedrückt, oben wenig dicht, nicht fein, aber seicht punktirt. Der Hinterleib ist an den Seiten dicht und fein punktirt. Die Beine sind hellgelb. Das merkwürdige Thierchen wurde von Merkl in zwei Exemplaren im Kodscha-Balkan in Gresellschaft von Anoph-thalmen aufgefunden, wie denn auch die kleinen, flachen, der Unterseite des Kopfes näher gerückten Augen auf eine unter-irdische Lebensweise schliessen lassen. Zwei neue Heteromeren-Genera aus Europa. Von Edm. Reitter in Mödling. (Hiezu Tafel IV, Fig. 4—6.) I. Trotommidea, nov. gen. Pedilidarum. Gen. Scraptiae valde swiile, sed 'palporum maxillarium articulo ultimo valde elongato, suhfarallelo , cultriformi , margme externo sulcato ; antennarimi articulo secundo hrevi, tertio valde ahhveviatOy subobsoleto, ceteris elongatis^i subaequalibus ; oculis magnis, subglobosis, vix reniformibiis ; tarsis tenmbus , articulo penultimo indistincte lohato, tarsorum anteriorum articulo tertio indistincto differt. Mit Scraptia und Trotoimna nahe verwandt , von ähn-lichem Körperbau , mit ähnlicher Sculptur und Behaarung ; unterschieden jedoch durch die grösseren Maxillartaster, deren letztes Grlied nicht beilfÖrmig, sondern sehr langgestreckt und messerförmig geformt und innen gefurcht ist. Ferner sind die Augen nicht wie bei den verglichenen Gattungen stark nieren-förmig, sondern fast rund, gross, wenig aus der Wölbung des Kopfes vorragend , endlich sind die Wurzelglieder der Fühler völlig verschieden gebildet. Habituell entfernt sich diese neue G-attung von Scraptia und Trotomma durch den Halsschild, welcher beträchtlich schmäler ist als die Flügeldecken und auf dessen Oberfläche auch die Basalgrübchen fehlen. Wegen des schmalen Halsschildes und der Form der Augen nähert sich Trotommidea der Gattung Steropes und kann als ein Bindeglied zwischen Scraptia und Steropes betrachtet werden. Trotommidea sa/onae n. sp. Tafel IV, Fig. 4, 4 a bis 4f. -^ JVigro-picea, fulvo-pubescens, antennis, palpis jpedihusque testaceis, capite subgloboso, oculis magnis^ fortiter granulatis^ prope anten-narum basin leviter afproxiraatis, parce setulosis^ antice levissime „Wiener Entomologische Zeitung" II. (1883). Heft 12. 24*