82 Lieber deutsche Gallmücken und Gallen. Pilzfresser sind, wie Eggers (19. S. 88) für Xyleborus cryptographus gezeigt hat. Figuren-Erklärung: Fig. 22. Kissop/mgus hederae Mundteile. 280, 1. Fig. 23. Xyleborus saxeseni Mundteile. 280 1. g. Fig. 24. Ips amitinus Mundteile. 280,1. (Fortsetzung folgt.) 1*^^ Uehev deufsclie Gfilhniicken und Gallen. Von Ew. H. Rübsaamen. Berlin. (Mit Abbildungen.) (Fortsetzung aus Heft 2.) Brachydiplosis n. g. Kralleu alle einfach, wenig länger als das Empodium, an der Spitze stark gebogen, die beiden ersten Drittel fast grade. Flügel und Beine verhältnismässig kurz, autialiend kürzer als bei den verwandten Gattungen Clinodiplusis, Farallelodiplosis und Allodiplosis. Taster viergliedrig, die Geisseiknoten des Männchens abwechselnd einfach und doppelt; Bogen- und Haarwirtel wie bei Clinodiplosis. Basal- und Klauenglied der Zange einfach, das Klauenglied glatt, nur mit einzelnen kleinen Härchen besetzt, plumper als bei Clinodiplosis oder Farallelodiplosis. Die obere Lamelle in der Mitte tief geteilt, die Lappen aber nicht scliief sondern gi-ade abgeschnitten und daher ziemlich kurz (^Bradnjdiplosis) . Die mittlere Lamelle wie bei Clinodiplosis, an der Spitze also ziemlich tief geteilt. Legeröhre des Weibchens kurz, mit drei Lamellen. Die Geissel- glieder lang gestielt; die Haarschlingen besonders an der Spitze des Knotens lose und ziemlich gross, ähnlich wie bei Antichira oder Octo- diplosis. Brachydiplosis caricura n. sp. Die gelbröllichen Larven leben hinter den Blattscheiden abgestorbener Carexblätter, wahrscheinlich von Zersetzungsprudukten. Die Zapfen des Analsegmentes besitzen annähernd gleichlauge doruähnliche kurze Borsten. In der Umgebung der Grätenzähne ist die Haut stark verdickt, so dass zwischen dieser Verdickung und den Zähnen eine ziemlich tiefe Rinne vor- handen ist. An den untersuchten Larveu reicht die Gräte nie bis an den Hinterrand des J. Thoracalsegmentes; sie macht infolgedessen den Ein- druck des Unfertigen, doch wurden Larven mit derartigen, dunkel- honigbraunen Gräten zur Verwandlung gebracht. Die Gesamtlänge der Gräte beträgt daher nur 63 i.i, während sie, wenn sie den Hinterrand des Segmentes erreichen würde, gerade doppelt so laug sein würde. Die Larve ist J.5 — 2 mm laug. Die Masse der Gräte sind die folgenden: I = 63; 11 = 9; III = 15; IV = 24; V = 19; VI = 12. (Fig. 30.) Das Weibchen ist 1,5 mm lang. Augen schwarz; Hinterkopf gelb- weiss; Gesicht und Taster und der kurze, spitze Rüssel gelb. Fühler schwarzbraun mit gelbweissen ßasalgliedern. Die Verhältnisse sind die folgenden: 1=123(84 + 39); 11 = 99(66 + 33); 111 = 93(54+39); IV = 90 «54 + 36); V = 88 (52 + 36); VI = 85 (51 +34); VII = 81 (48 + 33); VIII = 81 (48 + 33); IX = 81 (48 + 33); X = 78 (45 + 33); XI = 76 (46 + 30); XII = 81 (60 + 21). Die Haarschlingen des weiblichen Fühlers sind wesentlich ver- schieden von denjenigen der Gattungen Clinodiplosis und besonders auch Allodiplosis, so dass die Weibchen mit Hilfe dieses Merkmals leicht von den Weibchen der letzt genannten Gattungen unterschieden werden können. lieber deutsche Gallmücken und Gallen. 83 Von Clhiodiplosis unterscheiden sich die Tiere ferner leicht durch die einfachen Krallen der Vorderbeine. Fig. 30. a. Weibchen, b. lyrachydiplosis carium Rübs. Die beiden ersten Geisseiglieder. Der Thorax ist honiggelb, oben mit sehr blassen Striemen, die bei manchen Stücken ganz fehlen. Schildchen honiggelb. Die Hinterschenkel sind bei dieser Art etwas länger als die- jenigen der vorderen ßeinpaare. Das Abdomen ist dunkel citrongelb, ganz ohne Binden. Das Männchen ist ebenso gefärbt wie das Weibchen. Die Haltezange mit den in der Gat- tungsdiagnose angegebenenMerk- malen (Fig. 31). Ich züchtete die Mücken am 8. Februar 1S96 aus Larven, die Haltezange von Brachydiplosis cariann Rübs. ich am 5. November 1895 in der Umgebung von Berlin gesammelt hatte. Allodiplosis n. g. Krallen alle einfach, länger als das Empodium, die beiden ersten 84 Ueber deutsche Gallmücken und Gallen. Geisselglieder verwachsen, Taster vier- gliedrig. Die Geisselglieder des Männchens abwechselnd mit doppelten und einfachen Knoten. Jedes Glied mit drei Bogenwirteln ; der kleinste dieser Wirtel nahe der Basis des Doppel- ^knotens (cfr. ^Fig. 32), die beiden andern Bogen wirtel annähernd gleich lang. Jeder Knoten mit einem Haarwirtel an seiner Basis. Mittlere La- melle der Haltezange verlängert, schmal, an der Spitze nicht ausgerandet. Die obere La- melle tief ge- teilt; jeder Lappen grade Fig. 32. Anodiplosis laevkisculi Rübs. a. die beiden ersten, b. die beiden letzten Geisselglieder. (320/1.) abgestutzt und in der Mitte ge- buchtet. Penis noch länger als die lange mittlere Lamelle. Klauen- giied der Zange schmal, ziemlich lang, platt, nur mit einzelnen Härchen besetzt. (Fig. 33). Legeröhre kurz, mit zwei grossen und einer kleinen Lamelle. Die Geisselglieder des Weibchens Fig. 33. Al/orJiphsis Inemisculi Rübs. Dorsalansicht der Zange. (250/1.) Ueber deutsche Gallmücken und Gallen. 85 uach der Spitze des Fühlers auffallend kurzer werdend; die Haar- sehlingen sehr kurz, dem Fühler dicht anliegend. Allodiplosis laeviusculi n. sp. Anfangs September 1894 fand ich in der Umgebung von Berlin unter den deformierten Gallen von Neurotents laeviusculus rote Gallmiicken- larveu, die ich zunächst für diejenigen von Clinodiplosis (julUperda Fr. Lw. hielt. A's Mitte Juli des folgenden Jahres die Verwandlung zur Imago erfolgte, fand ich zu meiner Ueberraschung, dass die Knoten der Geissel- glieder nicht der Regel entsprechend waren, d, h. dass der einfache Knoten sich nicht an der Basis des Gliedes, der doppelte in der Mitte zwischen den beiden stielartigen Verschmälerungen des Gliedes be- fand, sondern umgekehrt. Obgleich dieses Verhalten bei allen ge- züchteten Männchen dasselbe war, war ich doch anfangs geneigt, diese eigentümliche Bildung der Fühler als Abnormität anzusprechen. Erst im Jahre 1907 war es mir möglich die Zucht zu wiederholen und zwar mit demselben Erfolge. Diese Larven stammten aus der Umgebung von Remagen, also aus einer räumlich sehr weit von Berlin entfernten Gegend. Erst durch diese zweite Zucht wurde ich überzeugt, dass es sich hier um konstante Verhältnisse handle und gelegentlich einer mündlichen Unterhaltung mit Herrn E. P. Feit im Dezember 1909 teilte mir der genannte Forscher mit, dass auch ihm derartige Fühlerformen bei amerikanischen Cecidomyiden bekannt seien. Allodiplosis laeviusculi m. hat im übrigen sehr grosse Aehnlichkeit mit Parallelodiplosis galliperda F. Lw. Von Clinodiplosis unterscheiden sich beide Gattungen durch die Bildung der Krallen der Vorderbeine, die bei Clinodiplosis geteilt sind, durch die Bildung' der mittleren La- melle beim Männchen und durch das ungemein rasche Kürzerwerden der Geisselglieder des weiblichen Fühlers. Zudem sind die Krallen nie so stark gebogen und kräftiger als bei Clinodiplosis. Die gezüchteten Weibchen von Allodiplosis laeviusculi sind wesentlich grösser (2.4 mm), als die mir vorliegenden von Parallelodiplosis galliperda (1.75 mm). Die Färbung ist bei der erstgenannten Art viel frischer als bei P. galliperda., das Abdomen mehr rot als gelb und die Binden dunkelbraun. Das Verhältnis der Fühlerglieder der Weibchen ergiebt sich aus folgender Zusammenstellung : Allod. laeviusculi: Parallelod. galliperda: 1 = 282(177 + 105) 1 = 186(150+36) 11 = 171(126+45) 11= 147 (114+33) 111=156(111+45) IV= 141 (105 + 36) (Fortsetzung folgt.) 86 Beiträge zur Kenntnis der Schildläuse und ihrer Verbreitung. II. Beiträge zur Kenntnis der Schihlläuse und ihrer Verbreitunf/. II. Von Dr. Leonhard Lindinger, Hamburg. (Mit Abbildungen.) (Fortsetzung aus Heft 1.) Aonidia (f) targioniopsis sp. n. Larve jung rötlich, breit oval, 0.2 inm lang, 0.15 mm breit; Anal- segment mit einigen langen Haaren und 2 schräg zusammenneigenden, mehrfach gekerbten, breiten Mittellappen (Abb. 13). Zweites Stadium (Exuvie) braunschwarz, oval, 0.6 mm lang, 0.45 mm breit; Analsegment zugespitzt, mit 3 Paaren unsymmetrischer Lappen. Mittellappen weit hervorragend, einmal gekerbt, dicht bei- sammenstehend, 2. Lappen ähnlich, klein ; 3. Lappen nur aus 2 kegel- förmigen Yorsprüngen bestehend. Platten (an der Exuvie) 0. Mehrere lange, gekrümmte Haare (Abb. 14). Weibchen ad. mit 3 Lappenpaaren, 8 langen dorsalen und 6 ebensolchen ventralen randständigen Haaren und 10 kurzen, dolchförmigen, mit breitem Grund sitzenden, am Ende abgestumpften Platten. Rauddrüsen 5. Lappen braun. An den Rändern der letzten Abdominalsegmente einige Platten gleich den beschriebenen (Abb. 15). Birma: Thabut, auf Miliusa velutina H. f. et. Th.; in Blattachsel am Zweig; 31. V. 1899: 9 9 ad., freie Larven in Ex. 2. Stad. Aonidia viridis sp. n. Schild? Larve jung oval, 0.26 mm lang, 0.21 mm breit, weinrot; Anal- segment gerundet, mit 2 Lappenpaaren, 4 kammförmigen Platten, 6 auf breitkegelförmigen Vorsprüngen sitzenden Haaren und 6 dolchartigen Platten (Abb. 16). Zweites Stadium (Exuvie) breitbirnförmig bis rundlich, 0.8 mm lang, 0.6 mm breit, gewölbt, dunkelgrün, mit welliger Rand- straktur (Abb 19) und annähernd farblosem Analsegment. Dieses (Abb. 18) mit 3 deutlichen inneren, im Umriss dreieckigen, mehrmals gekerbten, und 2 plattenähnlichen äusseren Lappen und 28 Platten, von denen die inneren 12 lang und schmal, nur am Ende in mehrere Zähne aufgelöst, die äusseren im Umriss dreieckig, mit langem Innenzahn sind. 2 Pi, Li, 2 Pg, Ls, 3 Ps, La, 3 P4, L4, 3 Ps, L5, + 3 Pe. Weibchen ad. rot, rundlich mit dreieckig - kegelförmigem Analsegment, 0.45 mm lang und breit. Perivaginal- und Stigmen- drüsen 0. Analsegmeut (Abb. 17) mit 6 rudimentären, gezähnten, + breiten, schwach gelblichen Lappen und langen, anscheinend meist aus mehreren verschmolzenen Platten. 2 Pi, (2) P<, (3) P3, 1 — 3P4, Indien: Travancore (ohne nähere Bezeichnung), auf Aglaia minuti- flora Bedd., Blattoberseite; 29. III. 1896: ^$ ad. mit Ovarial- eiern und Larven in der Exuvie. Aspidiotus corticis-pini Lindgr. Coccidenliste im XL Bericht der Station für Pflanzenschutz zu Hamburg, S. A. 1909. p. 1. — Abb. 21. Japan: Yokohama, auf der Rinde der Zweige von Pinus densiflora; 30. I. 1907: Q'Q ad., s 2. Stad., junge unbeschildete Larven unterm Mutterschild; 11. Y. 1909: 'gg u. dd ad.; 14. IV. 1910: QQ u. 66 ad. Perivaginaldrüsen vom Q ad.: 9 : 9 : 3 : 7 : 11; Beiträge zur Kenntnis der Schildläuse und ihrer Verbreitung. II. 87 Tafel III (Abbildung 21 bis 29) zu L. Lindinger: „Beiträge zur Kenntnis der Schildläuse und ihrer Verbreitung. II." 88 Beiträge zur Kenntnis der Schildläuse und ihrer Verbreitung. II. 4:8:2:6:8; in einem weitereu Fall zählte ich 7:8:(2+l)- 7: (1+6), dazu ausserhalb der normalen Gruppen, in der Mitte zwischen diesen und dem nächsten Segment, auf der einen Seite noch 8 bogenförmig angeordnete Drüsen in folgender Gruppirung: 3:2:3 (St.). ÄspkUotus cryptomerkie Kuw. China: Lung-dung bei Tsingtau, im Tempelhof, in grosser Zahl auf den langen Nadeln von Retiuospora - Trieben des Juniperus chinensis; 22. V. 1909: LQ 2. Stad., QQ ad. in Exuv. 2. Stad., Q ad. Aspidiotus destructor Sign. Himalaja (ohne nähere Bezeichnung), zahlreich auf Gnetum pirifo- iium, Blatt (M.). Japan: Ikeda bei Osaka, auf Evonymus radicans; 30. XII. 1904: Q ad. mit Ovarialeiern (St ). Aspidiotus hederae (Vall.) Sign. Japan: Yokohama, auf Cycas revoluta, Fiederunterseite; 4. I. 1905: QQ ad. mit Ovarialeiern. (St.) Aspidiotus lataniae Sign., Green. Japan (ohne nähere Bezeichnung), auf Cycas revoluta. Ceylon (ohne näh. Bez.), auf Fächerpalme. Beidemal von Reh als Aspidiotus camelliae aufgeführt. (AUgem. Zeitschr. f. Entomol. IX. 1904. p. 174). Aspidiotus Orientalis Newst. Arabien: Maskat, auf Ficus salicifolia, Blatt; 25. I. 1893: £e ad. mit Ovarialeiern (Larven ziemlich entwickelt.) Indien: Cawnpore, auf Dalbergia sissu; XII. 1886: Q 2. Stad., S ad. in der Ex. 2. Stad. — Tincully (Madras), aufSantalum album, Blattunterseite. Aspidiotus transparens Green. Syn. Aspidiotus elaeidis ; Marchai, Bull. Soc. Zool. France XXXIV. 1909. p 69. — Mem. Soc. Zool. France XXII. 1909. p. 179. Indien: Ellichpoor, aufSantalum album L., Blattunterseite; III. 1869: e ad. mit Ovarialeiern, Eier unterm Mutterschild (Larven ent- wickelt). Perivaginaldrüsen des Q ad.: 7:16:12:10. Assam: Chandran, auf Vatica lanceifolia Bl., Blatloberseite; III. 1879: Q ad. mit Ovarialeiern. Asterolecanium quercicola (Bouche) Sign. Asiatische Türkei (Ass^a-ia orientalis): Bei Babatscheschid zwischen Erbil und Riwandous, auf Quercus branti Lindl., Zweig; 27. VII. 1893: u ad. (tot) mit Eiern. Chionasjjis Salicis (L.) Sign. Syn. Chionaspis micropori; Marlatt, U. S. Dep. Agric. Bur. Entomol. Techn.'Ser. 16. IL 1908. p. 25. Kleinasien (Paphlagonia): Kastambuli, Küre-Nahas, auf Vaccinium arctostaphylos L., Zweig; 28. VIII. 1892: QQ ad. mit Ovarial- eiern, Eier unterm Schild, junge unbeschildete Larven. China: Wu-tai-shan (Schansi), auf Populus (Marlatt). Chionaspis striata Newst. Syrien: En-Näsira (Nazareth), auf Juniperus drupacea. Beiträge zur Kenntnis der Scliildläuse und ihrer Verbreitung. II. 89 Chrijsomphulus (lurantii (IMask.) Ckll. ludien, Oiulli: Sirapur, Kheri (Upper Gangetic Plains), auf Olax nana Wall., zahlreich auf dem IJiatt, besonders oberseitig; 6. VI. 1900: Q ad. jung-, c& ad. mit Ovarialeiern. — Kalkutta, botanischer Garten, auf Cocculus laurifolius, Blattoberseite. Siam: Chi eng -Mai, Gipfel des Doi-Sutep, etwa 1700 m ü. M., auf Thea sasangua, Blattunterseite; 11. XII. J904: Q ad. alt (nach Ei- bezw. Larvenausstossung). Philippinen: Insel Luzon, Prov. Tayabas, Lucban, auf Pinanga barnesi Becc, Blattunterseite. ~ Insel Negros, Dumaguete, auf Lo- ranthus cuernosensis Elm., Blatt; III. 1908: junge QQ ad. Japan (ohne näh. Bez.): Auf Podocarpus macrophyllus var. maki, Blatt (M). Chrysumphalus dictyospenni (Morg.) Leon. Assaui: Maküm Forest, auf Vatica lanceifolia Bl., Blattoberseite; IV. 1879: Q ad. Java (ohne näh. Bez.): Auf Oxymitra cuueifolia Zoll., Blatt. Manila: Novaliches, auf Gnetum latifolium; 19. III. 1891: qq ad. mit Ovarialeiern. Chrysoniphalus ficus Ashm. Syn. Chrysoinphalus propsinms; Banks, Philippine Journ. of Science. I. 1906. p. 230. Banks schreibt (1. c. p. 231): „This species is so like C aonidum L , that I hesitated to call it new, but the colour of the puparia and pellicles of the male and, female and the dilference in pygidial characters make the uecessit^^ tor its Separation as a new species quite evident." Der Vergleich von Chr. propsiiiius., den ich an Originalmaterial, von Herrn Banks mir liebenswürdig zugesandt, vornehmen konnte, mit Chr. ficus hat keinen Unterschied zwischen den beiden Arten ergeben. Wenn Banks jenseits des dritten Lappens sechs Platten zeichnet (1. c. PI. II. Fig. 3), so ist das wohl auf ein Versehen zurückzuführen, beim Original- material finden sich nur drei. Manila (Prov. Bulacan): San Miguel de Mayumo, auf Cocos nucifera; 20. X. 1905: ^Q 2. Stad. in der Larvenhaut, QQ ad. jung (Material von Banks). Cryptoparlatorea Lindgr. Zur Gattungsdiagnose ist zu bemerken: Lappenpaare beim 2. Stad. 3 bis 5 (nicht 5). Weibchen ad. mit 4 Gruppen perivaginaler Drüsen. Verbreitung: Subtropisches und tropisches Asien. Cryptoparlatorea aonidiiformis (Gree-n) nom. n. Farlatoria aonidiformis ; Green, The Coccidae of Ceylon. II. 1899. p. 168. Cryptoparlatorea utalantiae (Green) Lindgr. Indien: Hi m al ay a (ohne nähere Bezeichnung), auf (inetum pirifolium, Blatt. (M.) — Durch spitze, lanzettförmige, beiderseits einmal gekerbte Mittellappen beim Q ad. vom Typ abweichend. Cryptoparlatorea leucaspis Lindgr. Japan (ohne nähere Bezeichnung): Auf Chamaecyparis obtusa und Juni- perus chinensis. (M.) Cryptoparlatorea parlatoreoides sp, n. Larve jung rötlich, oval, 0.22 mm lang, 0.14 mm breit, Exuvie breiteiförmig bis rundlich, 0.4 mm lang, 0.33 mm breit, gelb. Anal- segment mit 2 Lappenpaaren. Mittellappen lang, im Umriss dreieckig 90 Biologisches über südafrikanische Hymenopteren. mit breit abgestutzter Spitze, mit breitem Gruud sitzend, au den Seiten mehrmals gekerbt, Mittelläppchen breit gerundet, Seitenlappen etwa rechteckig, länger als breit, klein. Zweites Stadium (Exuvie) breit oval, vf'ie hei Cr. aonidiifoi'mis, in der Mitte der Seiteuränder breit und seicht gebuchtet, 105— 1.07 mm lang, 0.72 — 0.8 mm breit, gelb mit breitem, grünlichem. Ober- und Unter- rand nicht erreichendem in der Mediaue laufenden Längsstreif. Anal- segment deutlich abgesetzt, breit dreieckig, gerundet, mit 4 Lappenpaaren und 21 Platten sowie 8 grossen Randdriisen, Li — Ls annähernd gleich- gestaltet, lang, dreilappig, Mittelläppchen gross, halbeiförmig, Seiten- läppcheu ganz klein. Li halbeiförmig. Platten kammförmig, 2 Pi, 2 Pä, 3 Ps, 3 P4, 3 P5; P5 am breitesten, innerste P3 sehr schmal. (Abb. 24). Weibchen ad. dem von Cr. aonidnformis nah verwandt, mit 5 Lappenpaaren, Li und L» gleichgestaltet, länger als breit, dreilappig, Mittelläppcheu breit gerundet. L3 (entweder gleich La oder) meist breiter als lang. Inuenraud zweimal, Ausseurand mehrmals gekerbt. L4 und L5 rückgebildet, im Umriss dreieckig, in eine scharfe gelbe Spitze auslaufend. Platten kammförmig gezähnt mit ungleich laugen Zähnen (2 Pi, 2 Pa, 3 P3, 3 P4) oder lauggestreckt mit bis über die Hälfte gezähnten Seiten- ränderu (3 von den 4 Fi) oder lang, schmal, ungezähnt, lineal mit ganz- randigem oder ein- bis mehrfach leicht gegabeltem Ende (4. Pi, 5 P5). An den Seiten der nächsten Segmente je 5 Platten wie P5, am dorsalen Gruud einer jeden 1 kleinere Rauddrüse. Aualsegmeut mit 26 Rand- drüsen (L6 grosse, 10 kleinere). Perivaginaldrüseu 8 — 11 : 9 — 13 : 9 — 13 : 8—11. Stigmendrüseu 0. (Abb. 25 u. 26). Das Tier steht der Cr. aonidiifurmis sehr nah, unterscheidet sich aber besonders durch die Form der Lappen und Platten beim £.' ad. Indien: S. E. Wynaad, auf Xanthophj'llum flavescens Roxb., Blatt- oberseite. 3 QQ ad. mit Ovaria!- und ausgetretenen Eiern (Larven entwickelt). (Fortsetzung folgt.) biologisches über südafrikanische Hymenopteren. Von Dr. med. H. Brauns, Willowmore (Kapland). (Fortsetzung aus Heft 1.) Die scliöne Hedychrum coelestinum Spin., von deren Wirten ich Fhüanthus capensis als solchen kenne, ist in Afrika vom Gap bis ius nördliche Transvaal verbreitet und überall uicht selten. Auch diese Art hat eine eigentümliche Art der Nachtruhe. Wenn auch gegen Abeud einzelne Exemplare in hohlen, am Boden liegenden Stengeln gefunden werden, so findet man sie doch häufiger in den Blattwinkelu krautartiger Pflanzen in grösserer Anzahl zur Ruhe vereinigt. Sie beisst sich jedoch nicht mit den Mandibeln fest, sondern vereinigt sich zu dicht aneinander gedrängten Gesellschaften an besagten Orten. Eine hierin bevorzugte Pflanze ist die in der Karroo häufige Gomphocarpus arboresceus. Auch die seltene Holopyga janthina Dhlb. findet sich so einzeln abends auf Pflanzen ruhend, aber uicht festgebissen. Die Holopyga siud in meiner Sammlung aus Südafrika mit 5 Arten vertreten. Hedychrum- Arten sind weniger zahlreich, obgleich coelestinum und Biujnoni Bugu. eine sehr weite Verbreitung besitzen; in meiner Sammlung befinden sich G be- nannte Arten, z T. als Typen. Arten aus der Ellampus-GY\x\}\)e sind mir aus Südafrika noch uicht bekannt geworden Von Chry sog ona- Arten Biologisches über südafrikanische Hymenopteren. 91 kenne ich 6 aus Siidafrika, darunter die europäische pamila. Sie finden sich meistens an abgestorbenem Holz, in welchem andere Hymenopteren nisten. Als typisch s.-afr. Gattung mag noch Bugnonia Dubowskyi Bugn. erwähnt werden, welche ich in Orangia und Kapland in einigen Exem- plaren fing. Wie in einem so trockenen, mit meilenweiten unbebauten und unberührten Steppen, Saudilächen und Düneu-artigen Wüsten gesegnetem Lande zu erwarten, spielen in der Hymenopterenfauna die Grabwespen und Wegwespen eine grosse Rolle und sind verhältnismässig in Gattungen, Arten und Individuen am zahlreichsten vertreten. Zoogeographisch inter- essant ist das Auffinden einer Anzahl solcher Gattungen, welche bisher nur als paläarktische oder nearktische bekannt waren. Ich habe mich, weil für manche Gattungen bereits Monographieen von Kohl, Hand- lirsch etc. vorliegen, ausgiebiger mit dem Studium der Sphegiden Südafrikas beschäftigt und wünsche in Folgendem reihenweise Gattungen aus dieser Familie zu besprechen. Die Gattung Sti.z-us ist durch das ganze Gebiet, meist Steppeutiere enthaltend, mit zahlreichen und teilweise sehr ansehnlichen Arten ver- treten. Von den letzteren sind folgende interessant: Der prächtige Stiz^us imperialis Handl. findet sich nicht selten hier in der Karroo. Er gräbt seine Ni!«thöhlen tief in die vertikalen Wände unserer Regenflüsse ein, mehr oder weniger wagerecht. Die Gänge gehen oft einen Fuss tief in die Erdwand und erweitern sich am Ende zu einer mehr weniger ovalen Bruthöhle. Als Larvenfutter werden in diese die Larven von Orthopteren, meistens Acridier eingetragen Selten findet sich ein er- wachsenes Tier der letzteren unter der Beute, Das Ei wird an der Unterseite zwischen den vorderen Beinpaaren angeheftet. Zur Verpuppung spinnt die Larve einen ovalen festen Pergameutlvokon. Die Wespe hat meistens 2 — 3 Generationen, von denen die letzte überwintert. Doch können die Kokons 2 — 3 Jahre liegen, ohne auszuschlüpfen. Zu gleicher Zeit eingezwingerte Kokons ergaben teils noch im dritten Jahre Wespen oder ihren Schmarotzer, die prächtige Mutilla mei'ope Sm., in beiden sehr dimorphen Geschlechtern. Auch eine Rhipiphoride schmarotzt bei dieser Grabwespenart. Die 6 dieser Art findet man gegen Abend oft in Anzahl zur Nachtruhe zusammen in den Astwinkeln von krautartigen Pflanzen, seltener die ? , diese vermutlich bevor sie befruchtet sind und ihr Brutgeschäft besorgen. Wenn sie mit letzterem beschäftigt sind, kehren sie zur Nacht stets zu ihren Brutgängen zurück und übernachten darin. Es kommen noch drei andere sehr grosse Arten z, T. durch das ganze Gebiet vor. Es sind Stizus Dewitzi Kl., chrysorrhoeus Hdl. und Pentheres Handl. Die letztere, fast ganz schwarze Art, mit gelegentlichen aber sparsamen gelben Zeichnungen, wird wohl schon früher und zwar unter verschiedenen Namen beschrieben worden sein. Doch ist die Synonymie noch nicht geklärt. Diese drei Arten legen ihre Brutgänge in ebenem Boden an, Pentheres besonders gerne im Salzboden nahe der Küste bei Port Elizabeth. Auch chrysorrhoeus bevorzugt solche Boden- beschaffenheit. Ich fand letztere bisher nur im Kapland, während Pen- theres und DeiüifZ'i durchs ganze Gebiet verbreitet sind. Alle 3 Arten tragen ebenfalls Orthopterenlarveu als Larvenfutter ein. Im Grassveldt des Transvaals und Orangias kommen noch 2 Arten grösseren Ausmasses vor: St. feneslratus Sm. und .SV. Junebris Handl. Doch sind sie selten. 92 Caloytenus italiciis L. und Oodipoda coeridescens L. Ich faud sie bisher nur abends und zwar an den Grasähren sitzend zum Uebernachten. Als echter Bewohner der Karroo-Steppen in der Kapkolonie ist Stims clavicornis Handl. zu nennen. Er legt seine Brutgänge ebenfalls in ebener Erde an und zwar in weitläufigen Pseudokolonien, die über grosse bewachsene Sandflächen verstreut liegen. Den Zugang zum Ein- flu<^loche überbaut diese Art mit einem aus Erde gemauerten Tunnel, wie viele Odynerus- Arten. Der Tunnel liegt stets wagerecht der Erde auf, gerade so, wie ich es in vorhergehendem von Ceramius karuoensis und capicola beschrieb, so dass die Erdoberfläche selbst die Unterfläche der Rohre bildet. Auch diese Art übernachtet gesellschaftlich. Zuweilen finden sich kleinere Gesellschaften in den hohlen Stengeln und den trockenen Samenkapseln der oben erwähnten Datura-Art. Viel häufiger jedoch versammeln sich enorm grosse Gesellschaften an geschützten Orten zu Klumpen zusammengeballt an Büschen und niederen Pflanzen. Diese Ansammlungen, zum grössten Teile aus Weibchen bestehend, ähneln in kleinerem Masstabe den Schwärmen von Apis mellifica. Sie können die Grösse von einem kleineren Kindskopf erreichen und zuweilen mehrere tausend Individuen enthalten; es ist wohl anzunehmen, dass diese Schwärme aus kurz vorher ausgeschlüpften und noch unbefruchteten Individuen bestehen. Auch einige verwandte Arten, wie Sliz-us rhopalo- cerus Hndl, St. rhopaloceroide^ i. 1. m., sowie einige noch unbeschriebene Arten welche ich im Transvaal beobachtete, finden sich abends gern in den trockenen Datura- Samenkapseln in grosser Zahl zusammen, während sich St. oxydorms Hndl. hier in der Karroo am Rande von Wasser- tümpeln auf den am Rande stehenden Gewächsen gegen Abend in mehr oder weniger grosser Anzahl versammelt, ohne jedoch dichtere Klumpen zu formen wie St. clavicornis. Zu erwähnen dürfte sein, dass diese Arten auch systematisch zu solchen von Handl ir seh geschaffenen Gruppen gehören, welche nahe untereinander verwandt sind. Südafrika beherbergt eine grosse Anzahl kleiner Arten, welche zur Gruppe von St. tridens gehören und z. T. schwer zu unterscheiden sind. Sie nisten meistens in losem Flugsande. Man findet tagsüber diese Artengriippen an den jungen Schösslingen von Mimosa torrida, die in jungem Wachstum eine klebrige aromatische Substanz absondern, welche auch von vielen anderen Grabwespen, wie z. B. Cerceris, Xysson, Dasyproctus., TrypoxyUm etc., auch von Chrysiden gern aufgesucht und eifrig geleckt wird. (Fortsetzung folgt.) Caloptenus italicus L. und Oedipoda coerulescens L. Beirrende oder schrecher^euf/ende Farben ? Von Dr. A. H. Krausse, Heldrungen. Bei vielen Lepidopteren, Hemipteren und Orthopteren kommen lebhaft gefärbte Unterflügel vor. Diese grellen Farben, behaupten einige, seien Schreckfarben, bei ihrer plötzlichen Entfaltung würde der Verfolger erschreckt, sodass so der Schreckfarbenbesitzer oft schnell entwischen könne. Andere, wie Schaposchnikow und Horvath'), meinen, es handele sich hier um Irrfarben, die Besitzer der grell gefärbten Flügel zögen zunächst während des Fluges eben durch jene Farben die Auf- merksamkeit des Feindes auf sich, plötzlich aber, nachdem sie ihre Ruhe- 1) 0. Horvath, A tevesztö szinek szerepe az ällatvilägban. 1905. CaloitteiHis itdlicus L. und Uedipoda coericlescens L. 93 stelliiu;j,' eingeuoinineu, seien sie uüsiciitbar, weil Irrfarben immer mit Schutzfärbung verbunden sei. Cii. Seil r öd er verwirft diese Irrfarben- ausicht auf Grund genauerer Untersuchungen beim Genus Catoccda Schr.^) Wie jedes Jahr, so gab es auch in diesem Sommer an vielen Lokalitäten Sardiniens die unerfreulichen Heuschrecken, so auch hier bei Asuni in der Provinz Cagliari. Im allgemeinen war wohl Slauronotus niaroccanus Thunb. der grösste Uebeltäter^), in grossen Mengen fand sich bei Asuni indess auch Culoptenus italicus L. und Oedipodu coeru- lescens L. Bei jedem Schritte schwirrten in Massen die Tiere empor, ihre grell rot und blaugrün gefärbten Unterflügel entfaltend.^) Mir fielen natürlich die Sclireck- und Irrfarbenansichten ein. Da ich mich mit diesem Thema noch nicht näher betasst, nahm ich mir vor, die Gelegenheit zu benutzen, um vielleicht einiges durch Beobach- tung zu erkunden. Zunächst schaute ich mich nach den Feinden der Heuschrecken hier um; ich dachte vor allen an Vögel, Aber weit und breit — ich stellte meine Beobachtungen viele Wochen hindurch zu den verschie- densten Tageszeiten au — war nichts zu bemerken als hin und wieder ein Steinhuhn (Perdix petrosa Latham), ein Schwärm Wildtauben (Co- lumba palumbus L., livia Brisson und turtor L.), eine einsame Amsel, einige kleinere Falken, ein Wiedehopf (Upupa epops L.; pubusa im Sndsardischen), ganz in der Ferne nach den Bergen zu ein Geier (Yul- tur auricularis Daud. jedenfalls)-'); sonst nichts. Von diesen aber kommt nur jener kleine Falke in Betracht als eventueller Feind; so schössen wir im vorigen Jahre ein Exemplar, in dessen Krallen ich einen Capris hispanus L. (Col.) fand. Indes auch diese Falken dürften wegen des Be- dürfnisses der Abwechslung nicht Monate lang Heuschrecken fangen. Merkwürdig wenig Gäste bei so reich gedecktem Tische! Von Feinden an anderen Wirbeltieren*')') sah ich nichts; einmal beobachtete ich, wie ein Caloptenus italicus L. einem grossen Dipteron zur Beute fiel, das Herr Prof. M. Bezzi als Heligmoneura c«sifm?'pes Meigen, ?, bestimmte. Bei Oristano fand ich einmal ein Weibchen der Mantis religiosa L., das einen grossen Acridier verzehrte. Das war also wenig. Ich musste demnach versuchen, einige Ex- perimente anzustellen. Durch Zufall hörte ich, dass die Katze des Sindaco Heuschrecken („pipiziris" im Südsardischen) finge und fresse. Da ich selber einen halbwüchsigen Kater besass, beschloss ich, ihm eines Tages etliche Heu- schrecken mitzubringen und vorzulegen. Ich war recht verblüfft über das Benehmen unseres verwöhnten Katers. -) Ch. Schröder, Eine Kritik der Erklärungsversuche der lebhaften Hinter- flügelfärbung iin Genus Catoca/a Sehr. Biol. Centr.-Bl. 1905. ■') G. Paoii, Le cavallette in Sardegna. L'Agricoltura Sarda. 1909. ■*) Die erwähnte Caloptenusart hat rote, die Oedipodaart blaugrüne, der Stauronotus ungefärbte, durchsichtige Unterflügel. Die Tiere war Herr Prof. E. Giglio-Tos so freundlich zu determinieren. "•) G. Cara, Elenco degli Uccelli che trovansi nell' isola di Sardegna etc. Torino 1842. '■) Vosseier, Die Wanderheuschrecke in Usambara 1903 04. Ber. Land- u. Forstwirtsch. Deutsch-Ostafrika 11, 6. •) A. H. Krausse, Entomologisches im Alten Testament. Zeitschr. f. w. Ins.-Biol. 1908, 1 pag. 94 Nestbau von Neocorynura erinnys Schrottky. Der Genauigkeit halber halte ich es für angebraclit, jene Versuche mit dem Kater wenigstens zu einem Teile in den Einzelheiten wieder- zugeben. C. i. bedeutet Cciloptenus italicus L., Unterflügel rot. Oe. c. bedeutet Oedipoda cerulesce7is h., Unterflügel blaugrün. Versuch I. 1. Aug., 9'/« h. a. m. 1. C. i., Elytren ausgerissen: sofort vom Kater gefressen. 2. Oe. c, mit ausgebreiteten Hinterflügeln hingehalten: sofort gefressen. 3. Oe. c, Elytren ausgerissen: sofort gefressen. 4. C. i., unberührt springen gelassen, fliegt nicht: der Kater erwischt ihn, spielt ca. 1 Minute mit ihm, dann gefressen. 5. Oe. c, intact springen gelassen, fliegt, die gelben Farben sind deut- lich zu sehen: sofort erwischt und gefressen. 6. C. L, Elytren ausgerissen, springen gelassen: ca. 2 Minuten damit gespielt, dann gefressen. 7. Oe. c, intact, springt, fliegt nicht: nach 1 Minute gefressen. 8. C. i , „ „ „ „ : ca. Vs Minute gespielt, gefressen. 9. Oe. c, „ „ „ „ : sofort gefressen. 10. C. i., Unterflügel ausgebreitet, hingehalten: wird genommen und ge- fressen. 11. C. i., intact, springt, fliegt nicht: sofort gefressen. IZ. L. ?., ,, ,, ,, ,, . •,-, •)■, Ende des Versuches 9 Uhr 55 Min. Obgleich der Kater um mehr bettelt, breche ich den Versuch ab, um ihm den Magen nicht zu verderben durch allzuviel Chitin. Kurz nach diesem Versuche zeige ich dem Kater einen ausgebreiteten Papilio machaon L,; sofort schlägt er mit seiner Tatze danach. Versuch IL 1. August, 11 Uhr 10 Min. a. m. 1. C. i., hingehalten mit ausgebreiteten Unterflügeln: sofort gefressen. 2. Oe. c, wie bei 1: sofort gefressen. Ende 11 Uhr 13 Min. Versuch III. 1. Aug., 5 Uhr ]0 Min. p. m. 1. Oe. c, fliegt: erhascht, längere Zeit damit gespielt, gefressen. 2. C. i., Unterflügel ausgebreitet: sofort gefressen. 3. Pachytylus nigrofasciatus De Geer, mit grünlich gelben Unterflügeln, letztere ausgebreitet, hingehalten: genommen, ca. \U Minute ge- spielt, gefressen. 4. C. «'., Elytren ausgerissen: gespielt, gefressen. 5. Oe. c, ohne Elytren: sofort gefressen. Ende 5 Uhr 22 Min. — (Schluss folgt.) Westbau von Neocori/nura erinnys Sehvotthy. Von H. Lüderwaldt, Museu Paulista in S. Paulo. (Mit 1 Abbildung.) Die Art wurde von mir am 30. IX. 07 bei Bahnhof Raiz da Serra (Est. S. Paulo), also in der Küsteuregion, aufgefunden und von Herrn Curt Schrottky in Puerto Bertoni (Paraguay) beschrieben*). *) Neocorynura erinnys n. sp. Q. Nigra, clypeo crasse parum dense punctato, antice fulvescenti— fimbriato; scuto nasali eodem modo punctato, carina frontali Nestbau von Nevcorynnra erinni/s Schrottky. 95 Die Nestanlage fand sich im Urwalde, unweit des Randes, unter der Rinde oben auf einem halb vermorschten, umgehauenen Oedern- stamme (Cedrela) und zwar in den Mulm desselben ein- gebaut. Die dünnwandigen Zellen sassen dem Stamme auf, hatten länglich viereckige Form, waren aus dem feuchten, etwas glänzenden, braunroten Mulm der Ceder erbaut, leicht zerbrechlich und wiesen eine Länge von Zwei nebenein- 15 — 16 mm auf, bei einer Breite von 8 mm, während ander liegende die Hohe etwas weniger betrug. Die Wandungen waren Zellen, von innen geglättet und diejenigen Zellen, welche Nymphen geöffnete im ' enthielten, waren daselbst mit einem feinen, seidenartigen DunkeldesHin- Gespinst liberzogen. Solche Zellen, in welchen sich noch tergrundes den unreife Larven oder nur die Pollen vorfanden, waren oben gelblichen sämtlich an demselben Ende in ihrer ganzen Breite nur zeig . ^^^^^ j^_^ ihrer Länge offen, so dass man den Pollen und die etwa daran zehrende Larve deutlich am Grunde unter dem be- dachten Teile erkennen konnte. Es waren zwei Nestanlagen vorhanden, die möglicherweise von zwei Bienenweibchen erbaut worden waren und zwar ca. 2V2 m voneinander entfernt. Die eine Anlage enthielt 3 in einer Richtung liegende Zellen, von denen zwei aneinander stiessen, während sich die dritte in etwa einer Zellenbreite von jenen entfernt vorfand. Die mittelste Zelle war geschlossen, enthielt also noch die Nymphe; die beiden seitlichen waren offen. Die linke enthielt den rundlichen, etw^a 4 mm im Durchmesser haltenden, gelblichen Pollen ohne Larve und Ei; in der andern befand sich eine Larve von T'/ä mm Länge, welche sich am Pollen angesogen hatte und auch nicht losliess, als ich den letzteren mit der Pinzette empor hob. Die zweite Nestanlage bestand aus fünf längs nebeneinander lie- genden und aneinander stossenden Zellen. Zwei der letzteren waren verschlossen. Die eine enthielt die erwachsene, weissliche Larve von 11 mm Länge, die andere eine ausgebildete Nymphe. Von den drei übrigen offenen Kammern enthielt die eine den Pollen ohne Ei und Larve, während die anderen beiden leer waren und nur Kotreste auf- wiesen. brevissima; antennarum scapo elongato, dimidium flagelli superante, articulo seeundo funiculi reliquis breviore, duodecimo apice conico reliquis longiore, scapo nigro. tuniculo ferrugineo. capite reliquo, mesonoto scutelloque creberrime parum subtiliter ruguloso-punctato; pronoti angulis acutis, mesonoti margine antica in medio incisa; segmenti medii area basali triangulär!, subtiliter oblique vel postice transversim ruguloso-striata, caeterum haud conspicue punctulatuin; pedibus nigris, tarsis— praecipue posticis—ferrugineis, femoribus posticis scopulam laxam fulvescentem ferentibus, tibiis nigro-hirtis, calcare quinque-spinoso; tegulis atris, apice fusco, alis nigricantibus venulis testaceis, cellula cubitali tertia nervum recurrentem primum in angulum anticum (fere interstilialem) accipiente; abdomine subtiliter dense punctulato, apicem versus pilis longioribus rufis vestito, rima anali brevi. Long. 9 — 10 mm, lat. abdom. 2.8 mm. Die Gattung Neocoriimmi, auf iV. oiaspeniii m. und Verwandte begründet, hat in der Regel im Q einen 4-zähnigen Tibialsporn; die Arten mit 5-zähnigem Sporne, wie die vorliegende, nähern sich bereits der Gattung Aiujovhlora Sm. (Subgen. F.'