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82 Lieber deutsche Gallmücken und Gallen. Pilzfresser sind, wie Eggers (19. S. 88) für Xyleborus cryptographus gezeigt hat. Figuren-Erklärung: Fig. 22. Kissop/mgus hederae Mundteile. 280, 1. Fig. 23. Xyleborus saxeseni Mundteile. 280 1. g. Fig. 24. Ips amitinus Mundteile. 280,1. (Fortsetzung folgt.) 1*^^ Uehev deufsclie Gfilhniicken und Gallen. Von Ew. H. Rübsaamen. Berlin. (Mit Abbildungen.) (Fortsetzung aus Heft 2.) Brachydiplosis n. g. Kralleu alle einfach, wenig länger als das Empodium, an der Spitze stark gebogen, die beiden ersten Drittel fast grade. Flügel und Beine verhältnismässig kurz, autialiend kürzer als bei den verwandten Gattungen Clinodiplusis, Farallelodiplosis und Allodiplosis. Taster viergliedrig, die Geisseiknoten des Männchens abwechselnd einfach und doppelt; Bogen-und Haarwirtel wie bei Clinodiplosis. Basal-und Klauenglied der Zange einfach, das Klauenglied glatt, nur mit einzelnen kleinen Härchen besetzt, plumper als bei Clinodiplosis oder Farallelodiplosis. Die obere Lamelle in der Mitte tief geteilt, die Lappen aber nicht scliief sondern gi-ade abgeschnitten und daher ziemlich kurz (^Bradnjdiplosis) . Die mittlere Lamelle wie bei Clinodiplosis, an der Spitze also ziemlich tief geteilt. Legeröhre des Weibchens kurz, mit drei Lamellen. Die Geissel-glieder lang gestielt; die Haarschlingen besonders an der Spitze des Knotens lose und ziemlich gross, ähnlich wie bei Antichira oder Octo-diplosis. Brachydiplosis caricura n. sp. Die gelbröllichen Larven leben hinter den Blattscheiden abgestorbener Carexblätter, wahrscheinlich von Zersetzungsprudukten. Die Zapfen des Analsegmentes besitzen annähernd gleichlauge doruähnliche kurze Borsten. In der Umgebung der Grätenzähne ist die Haut stark verdickt, so dass zwischen dieser Verdickung und den Zähnen eine ziemlich tiefe Rinne vor-handen ist. An den untersuchten Larveu reicht die Gräte nie bis an den Hinterrand des J. Thoracalsegmentes; sie macht infolgedessen den Ein-druck des Unfertigen, doch wurden Larven mit derartigen, dunkel-honigbraunen Gräten zur Verwandlung gebracht. Die Gesamtlänge der Gräte beträgt daher nur 63 i.i, während sie, wenn sie den Hinterrand des Segmentes erreichen würde, gerade doppelt so laug sein würde. Die Larve ist J.5 — 2 mm laug. Die Masse der Gräte sind die folgenden: I = 63; 11 = 9; III = 15; IV = 24; V = 19; VI = 12. (Fig. 30.) Das Weibchen ist 1,5 mm lang. Augen schwarz; Hinterkopf gelb-weiss; Gesicht und Taster und der kurze, spitze Rüssel gelb. Fühler schwarzbraun mit gelbweissen ßasalgliedern. Die Verhältnisse sind die folgenden: 1=123(84 + 39); 11 = 99(66 + 33); 111 = 93(54+39); IV = 90 «54 + 36); V = 88 (52 + 36); VI = 85 (51 +34); VII = 81 (48 + 33); VIII = 81 (48 + 33); IX = 81 (48 + 33); X = 78 (45 + 33); XI = 76 (46 + 30); XII = 81 (60 + 21). Die Haarschlingen des weiblichen Fühlers sind wesentlich ver-schieden von denjenigen der Gattungen Clinodiplosis und besonders auch Allodiplosis, so dass die Weibchen mit Hilfe dieses Merkmals leicht von den Weibchen der letzt genannten Gattungen unterschieden werden können.

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Ueber deutsche Gallmücken und Gallen

H Rübsaamen
Zeitschrift fuer Wissenschaftliche Insektenbiologie Berlin 7: 82-95 (1911)

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