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582 sich die Seitenzweige desto kräftiger entwickeln, je mehr Platz ihnen dargeboten wird. Was die Kragenmuskulatur betrifft, so zeigt diese freilich bei einigen Formen, wie z. B. Ech. büobum und Ech. ramosum eine so viel stärkere und mehr komplizierte Ausbildung als bei der großen Mehrzahl 11 , daß ihr die Möglichkeit einer ganz neben-sächlichen systematischen Bedeutung nicht völlig abzuleugnen ist; bei der großen Mehrzahl der Echinostomiden ist indessen diese Muskulatur so schwach und wenig differenziert, daß sie gewiß nicht viel Licht über die Verwandtschaftsbeziehungen innerhalb der Gruppe zu werfen ver-mag. Der einzige Weg zu einem natürlichen System dieser so überaus formenreichen Familie ist und bleibt deshalb meines Erachtens der von mir 1910 eingeschlagene. 2. Ein thecenloser Hydroid, der mit einer Leptomeduse in Generations-wechsel steht. Von Dr. E. Stechow, München. (Mit 1 Figur.) eingeg. 14. Januar 1913. Unter altem Material, das sich in dem Münchener Zoologischen In-stitut vorfand, war eine kleine Tube, die einige wenige ziemlich kleine athecate Hydroiden enthielt und in der ein Zettel lag nur mit der kurzen Angabe »Polyp von Octorchis«. Diese Tube soll von dem frühe-ren Assistenten des Zoologischen Instituts, Dr. Scheel, herrühren, der vor nunmehr 10 Jahren hier abging. Etwas Bestimmtes ließ sich jedoch über ihre Herkunft nicht mehr feststellen. Es ist hiernach anzunehmen, daß die wenigen Polypen aus den Eiern der Meduse » Octorchis« gezüchtet worden sind. Nach A. Gr. Mayer (Medusae of the World, 1910, Bd. 2, S. 299, 302) ist hiermit wohl die heute Eutima campanulata (Claus 1876) genannte Meduse gemeint, die an den Küsten Europas von der Nordsee bis zum Mittelmeer eine weite Verbreitung hat. Octorchis gegenbauri (Claus, Arb. Zool. Inst. Wien Bd. 4 Heft 1, S. 89, Taf. 1 Fig. 1—10, Taf. 2 Fig. 10—20, 1881) gilt als Synonym von 0. campanalatus. Die zweite Octorchis genannte Art, Eutima [Octorchis] orientalis (Browne 1905), die in Ceylon gefun-den wurde, kann um so mehr außer Betracht bleiben, als es sich bei un-serm Material um eine Züchtung handelt, zu der sicher europäisches Material benutzt wurde, und als diese noch dazu nur eine Varietät der ersteren zu sein scheint. 11 Daß solche kräftigere Kragenbildungen unabhängig voneinander entstehen können, erkennt man daran, daß Ech. bilobum und Ech. ramosum mit Ech. echina-tum nächstverwandt sind, während die Gattung Drepanoccphalus Dietz in sehr nahen Beziehungen zu Paryphostomum Dietz steht.

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Ein thecenloser Hydroid, der mit einer Leptomeduse in Generationswechsel steht

Zoologischer Anzeiger Leipzig 41: 582-586 (1913)

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