Zoologische Miscellen. IV. Von Georg: Ritter von Franenfeld. Vorgeletrl in der Sitzung vom 12. April 1860. 1. Eine neue Trypete. Ich komme rasch iu die Lage, für eine von mir mehrfach ausge-.sprocheiie Ansicht, es sei nicht wohlgethan, neu auftauchende Arten durch unsichere Deutungen auf ältere Benennungen zurückzuführen, ein wesent-liches Faktum beizubringen. Ich habe bei Beschreibung der Tephritis segregata v. Frfld. im 14. Bande unserer Schriften pag. 148, durch das Vaterland derselben, Schweden, wo ich diese Bohrliiege zog, verführt, bemerkt, es könne diese Fliege die von Low in seinem grossen Folio-werke: Die euiopäischen Trypeten pag. 110 vermuthete Linne'sche hyoscyami sein, welcher die Beschreibung Fallen's, M eigenes, Zetter-stedfs angehört. Ich bin nun vollkommen überzeugt, dass diese setyrcc/a^o,, die in jene Abtheiluug ohne Glaspunkt im Randmal gehört, mit der von Low angezogenen Fliege nichts gemein hat, sondern dass ich diese jetzt bestimmt in mehreren hundert Exemplaren, die ich gezogen, vor mir habe. Während meines vorjährigen Aufenthaltes im Sommer bei meinem Freunde Heiser in Gaming sammelte ich an den Ufern des Ganiingbaches unweit dessen Einmündung in die Ei-laf eine grosse Anzahl der Blüthen-köpfe v^n Carduus deßoratus, die überreich mit Trypetenpuppeii besetzt waren. Bald nach meiner Rückkehr nach Wien entwickelten sich die Fliegen in ebenso reichlicher Menge, die aber mit keiner der vier, von 33*