50Q> r. I Teljer die fossilen Insekten von Aix in der Provence. Von Dr. Oswald Heer. Die Geologen und Palaeontologen arbeiten Hand in Hand um die grossen Umbildungen , welche die Erde in ihrem festen Gerüste, wie in ihren organischen Erzeugnissen erfahren hat, auszumitteln und daraus die ewigen Gesetze kennen zu lernen , welche in der Entwicklungsgeschichte der Erde und ihrer Schöpfun-gen sich offenbaren. Wie man die Aufgabe der Pa-laeontologie so zu fassen anfing, musste sie ihre Un-tersuchungen über alle organischen Körper ausdehnen. Wenn auch die Meeresmollusken, mit welchen sie sich früher vorherrschend beschäftigt hat, ihres häu-figen Vorkommens und ihrer guten Erhaltung wegen, immer das wichtigste Mittel zu Feststellung der geo-logischen Horizonte an die Hand geben werden, so dürfen sie doch keineswegs der einzige Massstab blei-ben, nach welchem die Entwicklungszeiten der Erde bemessen werden. Die Landpfianzen und die Land-thiere sind von ebenso grosser Bedeutung , ja in viel-facher Beziehung noch viel wichtiger, da die Lebens-alter der Species bei ihnen kürzer als bei den Mee-resmollusken, da sie ferner allein uns ein Bild von der Physiognomie der Erde in den verschiedenen Weltaltern geben, sie allein auch uns die Entwick-lungsgeschichte der Schöpfung bis in die höher orga-1