[Berliner Entomolog. Zeitschrift Bd. XXXIII. 1889. Heft IL] 197 Die Hymenopteren-Gattungen Stenophasmus Smith, Monomachus Westw., Pelecinus Latr. und Megalyra Westw. monographisch bearbeitet ; von August Schletterer in Wien. Hierzu Tafel III. Die vorliegende Arbeit behandelt in monographischer Weise die Hymenopteren -Gattungen Stenophasmus, Monomachus, Pelecinus und Megalyra, welche von den Autoren öfters den Evaniiden zuge-theilt worden sind. Wie sich die Monographie der Gattung Stephanus an meine Evaniiden-Monographie schliesst (Annalen des kaiserl. na-turhistorischen Hofmuseums zu Wien, 1889), so reiht sich diese Abhandlung wieder an meine Stephanus-Arheit. Wie Stephanus so sind auch die vier in dieser Schrift behandelten Gattungen nicht zu den Evaniiden zu zählen, denn ihr Hinterleibstiel entspringt nicht oben am Mittelsegmente nächst dem Hinterrücken, wie dies für die Evaniiden-Gruppe das bezeichnende Merkmal ist, sondern im Gegen-theile ganz hinten am Mittelsegmente nächst dem Ursprünge der Hinterhüften. Was die systematische Stellung der von mir in den drei betreffenden Abhandlungen bearbeiteten Gattungen anbelangt, so wage ich derzeit kein bestimmtes Urtheil zu fällen; es müsste einem solchen jedenfalls ein eingehendes Studium der Ichneumoniden-und Braconiden-Gattungen vorhergehen. Wenn ich schon vorläufig meine Ansicht äussere, so möchte ich etwa folgende Anordnung treffen: Familie der Evaniidae mit den Gattungen Evania, Gasteruption und Aulacus (Hinterleibstiel oben am Mittelsegment nächst dem Hinterrücken entspringend), Familie der Stephanidae mit den Gat-tungen Stephanus und Stenophasmus (Fühler mit zahlreichen — 30 bis 70 — Gliedern, Pelecinidae mit den Gattungen Pelecinus, Ophionellus und Monomachus (Hinterleib im weiblichen Geschlechte dünn und stark verlängert, im männlichen Geschlechte langgestielt und am Ende keulig erweitert — von Ophionellus ist das Männchen