275 Die Myrmeleoniden Japans. Von Nogakushi H. Okanioto in Sapporo (Japan!. Mit 7 Ficriiron im Text. Die Myrmeleoniden Japans sind noch niclit eingehend studiert worden. Die folgenden fünf Arten sind bis jetzt aus Japan bekannt : Acanthaclisis japonica (Hg.) Mac Lachlan. Dendroleon japonicus (Mac Lachlan). Formicaleo contuhernalis Mac Lachlan. Myrmeleon micans Mac Lachlan. Myrmeleon formictrius Linne. Nach genauer Untersuchung habe ich noch zehn neue Arten gefunden, deren Beschreibung ich hier veröffentlichen möchte. Sie zerfallen in acht Gattungen, von denen zwei {Epacanthaclisis und Glenuroides) für die Wissenschaft neu sind, und gehören vorwiegend dem paläarktischen Faunengebiet an. Im Jahre 1866 hat H. Hagen in der Stett. Ent. Zeitung Bd. 27, pag. 289 eine Art, Acanthadisis jaijonica aus Japan, wie folgt beschrieben : „Ich besitze ein Weibchen aus Japan (Jeddo, Juli, v. Osten- Sacken), Acanthaclisis japonica mihi, das nur wenig durch größere, stärker gefleckte Flügel und breitere dunkle Streifen auf dem Rücken abweicht. Es wird die Kenntnis des Männchens und mehrerer Stücke nötig sein, um sicherzustellen, ob A. japonica eine Abart von A. baetica Rbr. sei.^' Im Jahre 1875 wurden von R. Mac Lachlan einige japa- nische Myrmeleoniden in dem Beitrage: „A sketch of our present knowledge of the Neuropterous Fauna of Japan", Trans. Ent. Soc. London, pag. 174 — 177 publiziert, darunter sind vier Arten neu. nämlich : Glenuriis japonicus^ Acanthaclisis japonica^ Formicaleo contuhernalis, Mi/rmeleon micans^ deren erste Ai't aber einer besonderen Gattung, Dendroleon Brauer, angehört. Acanthaclisis japonica hat er in folgender Weise beschrieben : Wiener Entomologisohe Zeitung, XXIX. Jahrg., Heft IX tiud X (15. Dezember 1910). 276 H. Okamoto: ,,I have a (^ without any distinction of special localit}. No doubt it is the same as the species recovered (but not described) by Hagen under the above name. He queries it as perhaps identical with the spanish A. haeiica Rbr., but I doubt not that, although allied, the two are distinct/' Ich füge hinzu, daß diese beiden Arten sich durch den Bau des Genitahmhangs unterscheiden. Dr. A. G erst a eck er hat in den ..^Nlitt. nat. Ver. Neu-Vorp. und Rügen", pag. 121 (1893) noch eine andere japanische Art (Glenums pupillaris) beschrieben ; diese Art scheint mir aber mit Dendroleon japonicus (M'L) synonym zu sein. Im Jahre 1904 hat Prof. Dr. S. Matsumura in Vol. I von seinem Werke : .,Thousand Insects of Japan" sechs Myrmeleoniden- arten veröffentlicht und abgebildet, nämlich: Glenurus japonicus M'L. Glenurus pupillaris Gerst. Mi/rmeleon confuhenviUs Wh. Mynneleon micans M'L. Mynneleon formicarius L. Acanthaclisis jnponicn Hag. Kürzlich hat Prof. Dr. S. Matsumura einen Katalog der nützlichen Insekten Japans (Nippon-ekichü-^NIokuroku) veröffentlicht, in welchem elf Arten von Myrmeleoniden enthalten sind, darunter sind fünf, nämlich : Acanthaclisis moiivasana, Myrmeleon nigrivenosus^ Myrmeleon parvnlus^ Glenurus jezoensis, Glenurus acicminatus, als neue Arten angegeben, aber noch nicht wissenschaftlich beschrieben. Die erste Art ist der Vertreter der neuen Gattung Epacatithaclisis, die dritte gehört in die Gattung Myrmecaelurus Costa, die vierte in die Gattung Dendroleon Brauer und die fünfte ist ein echter Formicaleo Leach, die zweite Art ist synonym mit Myrmeleon formicarius L. Die mir vorliegenden jMaterialien gehören meistens Herrn Prof. Dr. S. ]\I a t s u m u r a, welcher mich bei diesem Studium herzlich und freundlich geleitet und mir die Insekten und die Literatur zur Ver- fügung gestellt hat. wofür icli ihm hier meinen besten Dank abstatte. Die Myrmeleoniden Japans. 277 Aus Japan sind uns folgende Myrmeleonidenarten bekannt: I. (jattung. Dendroleon Br. 1. D. jezomsis (Mats.) n. sp. 2. D. japonicus (M'L.). II. Gattung. Creagris Hg. o. C. Matsiiokae n. sp. III. Gattung. Acanthadisis Rbr. 4. Ä. japonica (Hag.) M'L. IV. Gattung. Epacanthaclisis n. g. 5. E. moiwasana (Mats.) n. sp. V. Gattung. Formicaleo Leach. 6. F. nigricans n. sp. 7. F. eontubernalis WL. 8. F. aciiminatus (Mats.) n. sp. 9. F. formosanus n. sp. VI. Gattung. Myrmecaelurus Costa. 10. M. parvulus (Mats.) n. sp. MI. Gattung. Glenuroides n. g. 11. G. communis n. sp. 12. G, ofi inawensis n. sp. VII. Gattung. Myrmeleon L. 13. M. Asakurae (Mats.) Msc. n. sp. 14. M. formicarius L. 15. M. micans M'L. IT b e r s i c b t d e r G a 1 1 u n g e n : 1. Der Radialraum im Vorderflügel bis zur Wurzel des Radial- sektors mit mehr als fünf Queradern ; Prothorax breit 2. Der Radialraum im Vordertiügel bis zur Wurzel des Radial- sektors mit weniger als fünf Queradern ; Prothorax schlank. Dendroleon Br. 2. Der hintere Kubitus des Vordertiügels dem Hinterrande parallel. Creagris Hg. Der hintere Kubitus des Vorderflügels dem Hinterrande nicht parallel 3. 3. Die Schienensporne sehr kräftig, stark gebogen oder fast rechtwinklig geknickt. Acanthadisis Rbr. Die Schienensporne fein, schwach gebogen 4. Wiener Entomologische Zeitung, XXIX. Jahrg., Heft IX und X (15. Dezember 1910). 27^ H. Okainot o: 4. Die !Schienensporne so hiiii»- oder fast so lang wie die vier ersten Tarsenglieder 5. Die Schienensporne kürzer als die vier ersten Tarsenglieder 6. 5. Flügel breit ; der hintere Kubitus des Hintertiügels vereinigt sich mit der Vena analis. Epacanthcalisis n. g. Flügel langgestreckt ; der hintere Kubitus des Hinterflügels ver- einigt sich mit der Vena analis nicht. Formicaleo Leacb. 6. Die Schienensporne länger als das erste Tarsengliod. Myrmecaelurus Costa. Die Schienensporne so lang oder kürzer als das erste Tarsenglied 7. 7. Fühler länger als Kopf und Thorax zusammen; Flügel meist gefleckt. Glenuroides n. g. Fühler kurz, so lang oder kürzer als Kopf und Thorax zu- sammen: Flügel nicht gefleckt. Myrmeleon L I. Gattung. Dendroleon Br. Brauer, Verh. zool.-bot. Gesellsch. Wien, XVHI. 1868, pag. 396. Rostock, Neuropt. Germ., 1888, pag. 99. Banks, Can. Ent., 1899, pag. 68-69. Körper sehr schlank ; kurz und fein behaart. Labialta,ster fast so lang oder etwas länger als die Maxillartaster, das Endglied des ersteren spindelförmig. Antennen schlank, fast so lang wie Kopf und Thorax zusammen. Prothorax zylindrisch. Beine sehr schlank; die Schienensporne so lang wie die zwei ersten Tarsenglieder ; das erste Tarsenglied so lang wie die folgenden drei Glieder zusammen und etwa so lang wie das fünfte; die Fubklauen lang, an der Basis etwas erweitert. Vorder- und Hinterflügel fast gleichlang, breit. Vorder- flügel in der Mitte des Hinterrandes meist mit einem großen Flecke. Die Vena analis des Vorderflügels endet meistens außer dem Trennungs- punkte des ersten schrägen Nebenastes des Piadialsektors. Der Ra- dialraum im Vorderflügel bis zum Ursprung des Radialsektors mit weniger als fünf Queradern. Der hintere Kubitus des Hinterflügels ist sehr kurz und vereinigt sich mit der Vena analis. In Japan kommen zwei Arten vor. Ü b e r s i c h t der Arten: Das Apikaifeld des Hinterflügels mit einer sehr breiten dunkel- braunen, in der Mitte unterbrochenen Querbinde, japonicus (M'L.) Das Apikaifeld des Hinterflügels ohne dunkelbraune, in der Mitte unterbrochene Querbinde, jezoensis (Mats.) n. sp. Die Myrmeleoniden Japans. 279 1. Dendroleoii japonicus (Mac Lachl.) Glenunis (':') japonicus iNFL., Linn. Journ. Zool., 1867, IX, pag. 248. Glenurus japonicus Mats., Thous. Ins. Japan., 1904, Vol. I, pag. 174, PL XI, Fig. 8, (S. Glenurus (Dendroleon) pupillaris Gerst., Mitt. nat. Ver. X"eu-Vorp. Rüg., 1893, pag. 121, 1 9. Körper fast einfarbig rostrot und matt. Kopf zwischen den Augen mit einer breiten, tief peclischwarzen Querbinde. Antennen hellrötlichbraun, 8 mm lang; drei Basalglieder und die Keule tief pechschwarz. Taster hellgelb. Thorax an den Seiten mit je einer breiten und pechschwarzen Pleuralbinde. Prothorax zylindrisch, zwei- mal so lang wie breit, in der Mitte des Hinterrandes mit einem kleinen dunkelbraunen Flecke ; spärlich schwarz behaart. Meso- und Metathorax mit einem zentralen dunkelbraunen Streifen. Abdomen schlank, sehr kurz, dunkelbraun, dicht behaart. Beine blaßgelb; Schenkel oben, die Basis ausgenommen, Vorder- und Mittelschienen außen in der Mitte und die drei Endglieder der Tarsen pechschwarz ; die Beborstung überall schwarz; die Fußklauen und Schienensporne hellgelb-lichtbraun, die letzteren sehr schlank und über das Ende des zweiten Tarsengliedes hinausreichend. Flügel hyalin, die vorderen und hinteren gleichlang, an der breitesten Stelle 11 mm breit; das Geäder vorwiegend braun, auf den Längsadern jedoch weißlich gescheckt. Vorderflügel : Radialsektor fast am Ende des ersten Sechstels des Flügels entspringend, die dem Innenrande parallel verlaufende Vena analis dagegen am Ende des ersten Drittels des Flügels unter rechtwinkliger Umbiegung in den Hinterrand ausmündend. Das Apikaldrittel und der Zwischen- raum zwischen dem vorderen und hinteren Kubitus mit zahlreichen dunkelbraunen Pünktchen gesprenkelt. Pterostigma durch eine breite dunkelbraune Hallxjuerbinde vorn begrenzt. Am Hinterrande in der Mitte eiix großer, halbkreisförmig umschließender, dunkelbrauner Fleck, dessen Mittelraum mit einem dunkelbraunen Punkte. Die Analzelle fast in der Mitte mit einem dunkelbraunen Flecke. Pterostigma weiß. Hintertiügel : An der Spitze mit drei (zuweilen vier) dunkelbraunen Flecken, von denen der Mitteltleck am größten ist. Am Apikalfelde eine sehr breite, dunkelbraune, in der Mitte unterbrochene Quer- binde, welche am Hinterrimde mit drei Vorragungen versehen ist. Membran des Vorder- und Hintertlügels grün bis rot irisierend. Körperlänge 32 mm. Flügellänge 35 mm. Wiener Enlomologische Zeitung, XXIX. Jahrg., Heft IX und X ilö. Dezember IfllO). 280 H. Okamoto: Fundort: Tokyo (am 23. Au<>iist 1908). gesammelt in einem Exemplar von Herrn Prof. Dr. S. Matsumura. Der Form und Färbung nach der europäischen Art Dendr. pantherinus (F.) nahestehend, sie unterscheidet sich jedoch von der- selben durch die dunklen Flecken des Flügels. 2. Dendroleon jezoensis (Mats.) n. sp. (Fig. 5 u. 5 a). Glenurus jezoensis Mats., Nippon-ekichu-Mokuroku, 1908. pag. 41 (keine Beschreibung). 2 ^c^, 2 99. Kopf mit einer breiten, tiefpechschwarzen Querbinde, hell- orangegelb. Taster braun bis dunkelbraun. Antennen 5— G mm \. / Fig. 5 a. W Fig. 5. lang, hellrostrot; das Basaldrittel und die Keule tiefpechschwarz. Scheitel vorgewölbt, mit zwei braunen Punkten. Hinterkopf, die Mitte ausgenommen, dunkelbraun. Thorax an den Seiten mit je einer ziem- lich breiten schwarzen Pleuralbinde, gelblich. Prothorax fast zylin- drisch, länger als breit, oben mit einem sehr schmalen schwärzlichen Mittelstreifen, der lappenartige Vorderteil mit zahlreichen braunen Pünktchen besät; schwarz behaart. Antedorsum des Mesothorax mit zwei schwarzen, fast rundlichen Pünktchen; Dorsum mit je einem "Y-förmigen schwarzen Flecke, an der Sutur schwärzlich gesäumt. Metathorax mit einer sehr breiten, schwarzen Zentralbinde. Abdomen schlank, dunkelbraun, an der Spitze dunkler ; das erste und zweite Seg- ment mit einem schwärzlichen Zentralstreifen, gelb ; das dritte bis sechste oder siebente Segment in der Mitte hellgelb und jedes Segment hellgell)- lich schmal gerandet. (renitalanhänge des Männchens wie bei Fig. 5 a, der obere Anhang sehr dick, an der Basis des Hinterrandes mit einem kurzen Zähnchen, an der Spitze abgerundet; die hinteren Anhänge i Die Myrmeleoniden Japans. 281 subzylindriscli, ziemlich laiij^'. nacli innen konvergierend, gelbhi'aun, an der Spitze schwarz ; ziendicli hing, dicht beliaart. Beine gelblich ; nahe an der Basis und an der Spitze der Schenkel und Mittel- und Hinterschienen so wie auch die Vorderschienen nahe an der Basis schwärzlichbraun bis schwarz, ziemlich dicht, schwarz behaart, be- sonders an den Tarsen ; die Fußklauen und Schienensporne gelbbraun, die letzteren sehr schlank und über das Ende des zweiten Tarsen- gliedes hinausreichend. Beide Flügel fast gleichlang, an der breitesten Stelle 8 mm breit, die hinteren schmäler und lanzettlich, glashell ; das Geäder vorwiegend dunkelbraun, auf den Längsadern, die Media ausgenommen, weißlich gescheckt, die (>)ueradern, besonders die des Innenrandes, fast farblos. Vorderflügel : Iladialsektor fast am Ende des ersten Fünftels des Flügels entspringend, die dem Innenrande parallel verlaufende Vena analis fast am Ende des ersten Drittels des Flügels unter recht- winkliger Umbiegung in den Hinterrand ausmündend. Das Apikal- feld mit zwei Gruppen von zahlreichen dunkelbraunen Pünktchen, von denen eine am Vorderrande, die andere am Hinterrande sich befindet. Am Innenteile des Ptero.'stigmas ein fast rechteckiger, dunkelbrauner Fleck, welcher nicht über den Radius reicht. Am Hinterrande nahe der Ausmündungsstelle des hinteren Kubitus ein rundlicher, großer, dunkelbrauner Fleck und an der Außenseite ein ebensolcher kleiner. Die Analzeile fast in der Mitte mit einem dunkelbraunen Flecke. Das Mittelfeld, den Kostalraum ausgenommen, bräunlich gesprenkelt. Pterostigma weiß. Hinterflügel: An der Apikaispitze mit einer dunkel- braunen, ziemlich breiten Querbinde, welche in der Mitte nach innen gebogen ist, ein hellbrauner Fleck am Innenrande des Pterostigmas und am Hinterrande nahe der Spitze eine breite, kurze, dunkelbraune Querbinde, welche fast die Hälfte der Flügelbreite einnimmt. ^Membran des Vorder- und Hinterflügels rot, stark purpurn und grün irisierend. Körperlänge 23 mm ((J' und 9)- VQrderflügellänge 28 mm ((^ und 9)- Hinterflügellänge 21 mm {r^ und 9)- Fundort: Ziozankei (am 8. Sept. 1904. 1 (^l Nikko (am 3. Sept. 1904, 1 c^) und Ata go in Kyoto (am 8. Sept. 1908. 1 (^ und 1 9)i gesammelt von den Herren Professor Dr. S. Matsumura, S. Uchida und M. Suzuki. Diese Art steht dem Dendr. japonicus (M'L.) nahe, unter- scheidet sich jedoch von demselben durch die ungleichen Flecken- und Bindenzeichnungen beider Flügel sowie auch durch die kleinere Form. Wiener Kntoraologische Zeitung, XX[X. Jahrg., Heft IX und X (15. Dezember 1910). 282 I^- Okamoto: II. Gattung. Creagris Hg. Hagen, Stett. Ent. Zeitg., XXI.. 1860. pag. 364; XXVH., 1866, pag. 372. Brauer, Verli. zool.-bot. Gesellsch. Wien, XVIII., 1868, pag. 396. Körper sehr schlank; lang, dicht behaart, Labialtaster etwas länger als die Maxillartaster, das Endglied der ersteren fast spindel- förmig. Antennen lang, etwas länger als Kopf und Thorax zusammen, deutlich gekeult. Prothorax fast viereckig, etwas länger als breit. Beine ziemlich dick; die Schienensporne schlank, gerade, so lang wie das erste Tarsenglied; das erste Tarsenglied sehr lang, länger als die drei folgenden Glieder zusammen und so lang wie das fünfte; die Fuß- klauen nahe an der Spitze mit einem stumpfen Zähnchen. Flügel lang, beide fast gleichlang. Der hintere Kubitus des Vordertlügels läuft mit dem vorderen parallel und vereinigt sich mit der Vena analis (welche sich außer dem Trennungspunkte des ersten schrägen Nebenastes des Radialsektors befindet). Der Radialraum im Vorderflügel bis zum Ursprung des Radialsektors mit mehr als fünf Queradern. Der hintere Kubitus der Hinterflügel ist sehr kurz und vereinigt sich mit der Vena analis. In Japan kommt nur eine Art vor. Creagris Matsuokae n. sp. (Fig. 2.) 9 Kopf gelb, mit einer sehr breiten, über die Fühlerinsertion quer verlaufenden schw^ärzlichbraunen Binde. Scheitel in zwei Reihen (vorn 4, hinten 6) mit zehn schwarzen Punkten. Taster mit dunkel- braunem Endglied, bräunlich. Antennen schwärzlich, etwa 6 mm lang, zwei Basalglieder gelblichbraun. Thorax dunkelbraun, oberhalb schwärz- lich, fein, unterhalb lang weißlich und dicht behaart. Beine orange- gelb ; weiß und dunkelbräunlich, lang, dicht behaart ; Hinterschenkel, Innenseite der Vorder- und Mittelschenkel, Schienen nahe an der Basis und an der Spitze und das zweite bis vierte Tarsenglied, sowie auch die Spitze des ersten und fünften Tarsengliedes schwarz; die Schienensporne und Fußklauen rötlichbraun, die ersteren schlank, gerade, die letzteren dick und nahe an der Spitze mit einem stumpfen Zähnchen. Abdomen länger als die Vorderflügel, schwarz, sehr kurz bräunlich und weißlich behaart. Beide Flügel fast gleichlang, an der breitesten Stelle fast 6 tum breit, lanzettlich zugespitzt, glashell ; das Geäder vorwiegend gelb, auf den Längs- und Queradern schwärzlich gescheckt. Pterostigma farblos, fast undeutlich. Vorderflügel: An der Innenseite des Ptero- stigmas ein schwarzer kleiner Punkt. Radialsektor schon vor dem Die Myrmeleoniden Japans. 283 Ende des ersten Drittels des Flügels entspringend; die dem Innen- rande parallel laufende Vena analis vereinigt sich fast in der Mitte des Flügels mit dem hinteren Kubitus. An der Spitze der Media und an der Vereinigungsstelle des hinteren Kubitus und der Vena t\ ■^'^'^. Fig. 2. analis je ein kleiner, undeutlicher, dunkelbrauner Punkt. Membran grün bis rötlich schwach irisierend. Körperlänge 31 mm. Vordeiüügellänge 24 mm. Hintertiügellänge 23 mm. Fundort: Bingo (am 16. August 1906), gesammelt in einem 9 Exemplar von Herrn R. Matsuoka. Diese Art benenne ich zum Andenken an Herrn Matsuoka. HI. Gattung. Acanthaclisis Uhr. Rambur, Hist. nat. Ins. Xeuropt., 1842, pag. 378. Hagen, Stett. Ent. Zeitg., XXL, 1860, pag. 360; XXVII, 1866, pag. 372. Brauer, Verh. zool.-bot. Gesellsch. Wien, XVIII.. 1868, pag. 385. Rostock, Xeuropt. (Term., 1888, pag. 100. Banks, Can. Ent., 1899, pag. 68. Kr)rper sehr dick. Thorax und Beine robust, zottig behaait. Antennen ziemlich dick, kürzer als Kopf, Pro- und Mesothorax zu- sammen. Unterlippe herzförmig. Labialtaster sehr lang, das zweite Glied etwa so lang wie der Maxillartaster, das Endglied sehr lang Wionor Enfnmologisclie Zeitung, XXIX. Jahrg., Heft IX und X (15. De^ember 1910). 284 JI Okamoto: und keulenförmig. Prothorax last viereckit«-. Das erste Tarsenglied kürzer als die zwei folgenden Glieder zusammen. Die Schienensporne sehr kräftig, in der Mitte fast rechtwinklig geknickt, sehr lang, über die Spitze des vierten Tarsengliedes hinausreichend. Die P'uljklauen an der Basis mit einer hervorragenden, rundlichen Erweiterung und sehr stark geknickt. Flügel breit und lang. Die Vena analis des Yordertlügels endet vor dem Trennungspunkte des ersten schrägen Nebenastes des Kadialsektors. Der Kadiali-aum im Vorderllügel bis zum Ursprung des Kadialsektors mit mehr als sechs Queradern. Das Kostalfeld des Vorderflügels mit zwei Reihen von regulären, wink- ligen Zellchen. Der hintere Kubitus des Hinterflügels ist kurz und vereinigt sich mit der Vena analis. ^'orderttügel immer länger als die Hinterflügel. In Japan kommt nur die folgende Art vor. Acaiithaclisis Japonica (Hagen) ^IL. AcanthacUsis japonica Hagen, Stett. Ent. Zeitg. 1866, XXVH.. pag. 289 und 378 (u. 1.). A. japonica (Hagen) M'L., Trans. Ent. Soc. London, 1875, pag. 174 A. japonica S. Mats., Thous. Ins. Jap., 1904, Vol. I, pag. 176, PI. XIII, Fig. 4, 9- 2 (5'(^ und 3 9 9- Körper matt, schwärzlich; das Gesicht (Stirn, Klypeus, Oberlippe), die zwei Basalglieder der Fühler und die Taster (das Endglied des Labialtasters mit Ausnahme der Endspitze dunkel- braun) gelb. Antennen 10 mm lang, an der Basis weißlich, ziemlich lang behaart; jedes Glied am Ende schmutziggelblich schmal gesäumt. Scheitel mit acht glänzenden, gewölbten Wärzchen, Thorax oben (mit Ausnahme des Hinterrandes von Meso- und Metathorax) schwarz behaart, unten und an den Seiten lang und dicht weißlich behaart. Prothorax an der Basis so breit wie Kopf und Prothorax zusammen, nach vorn ziemlich stark verjüngt, mit einer ziemlich breiten gelbbräunlichen Binde, welche oft in zwei geteilt wird. IMesothorax oben mit vier schmutziggelblichen Flecken. Beine sehr kräftig, lang und l)uschig weiß behaart, mit schwarzen Borsten vermischt; Schenkel bräunlich, Trochanter, die Wurzel der Schenkel und Hinterschienen außen gelb- lich, Vorder- und Mittelschienen in der Mitte mit je drei gelblichen Flecken ; die Fußklauen und Schienensporne pechbraun. Abdomen mit sehr schmalen, gelblichen Segmenträndern, an der Unterseite mit einer gelben, unterbrochenen jMittellinie; beim Männchen das vierte und fünfte Glied (an der Basis) mit sehr kurzen, silbernen Härchen dicht bekleidet, an der Abdominalspitze mit zwei fast ovalen dicken Die Myrmeleoniden Japans. 285 und kurzen, schniutzigbraunen bis schwarzen Anhängen, welche mit zahlreichen kleinen Wärzchen besetzt und dicht und lang schwärz- lich beborstet sind. Flügel hyalin ; das Geäder vorwiegend gelb, schwarz gescheckt. Vorderflügel : liadialsektor am Ende des ersten Drittels des Flügels entspringend. Der hintere Kubitus vor dem Ende des ersten Drittels des Flügels in den Innenrand ausmündend. Pterostigma weißlich gelb, etwas undeutlich, an der Innenseite des Pterostigmas ein kleiner schwarzer Punkt. Der Kostalraum mit zwei Reihen von regulären, fünfeckigen Zellchen, von denen die der vorderen Reihe etwas kleiner sind; die Basalzellen (die 1. bis 7. oder 8.) einfach. Fitigelfeld mit zahlreichen undeutlichen dunkelbräunlichen Flecken. Hinterflügel nicht gefleckt. Körperlänge 40 — 45 mm ((^ u. 9)- Vorderflügellänge 55 — 60 nun ((^ u. 9)- Hinterflügellänge 50 — 55 mm (q u. 9)- Fundort: Aomori (1 cJ) ; Hakodate, 28. Aug. 1906(2 9) und Sapporo, 25. Aug. 1906 (1 c? u. 1 9)? gesammelt von Herrn Prof. Dr. S. Matsumura und dem Autor. Diese Art steht der europäischen ÄcantJi. haetica Rbr. nahe, unterscheidet sich jedoch von derselben' durch die Zeichnung des Prothorax und den Bau des Genitalanhangs. IV. Gattung. Epacanthaclisis n. g. Type: ÄcanthacJisi.s moarasana (Mats.) (n. 1.) Körper ziemlich dick. Thorax und Beine etwas zottig behaart. Antennen ziemlich dick und lang, so lang wie Kopf und Pro- und Mesothorax zusammen. Unterlippe lang herzförmig. Labialtaster etwas länger als die Maxillartaster, das Endglied des ersteren spindel- förmig, das Endglied des letzteren sehr lang, etwa doppelt so lang wie das nächste. Prothorax deutlich länger als breit. Das erste Tarseyglied länger als die zwei nächsten Glieder zusammen. Die Schienensporne ziemlich fein, fast gerade, so lang wie die drei ersten Tarsenglieder. Flügel kurz und breit. Die Vena analis der Vorder- flügel endet vor dem Trennungspunkte des ersten schrägen Xeben- astes des Radialsektors. Der Radialraum im Vorderflügel bis zum Ursprung des Radialsektors mit mehr als sechs Queradern. Das Kostalfeld des Vorderflügels wie bei Acanthadisis mit zwei Reihen von regulären, winkligen Zellchen. Der hintere Kubitus des llinter- flügels ist ziemlich lang und vereinigt sich mit der Vena analis. Die beiden Flügel gleich lang, an der Spitze fast abgerundet. Wiener Entomologische Zeitung, XXIX. Jahrg., Heft IX und X (15. Dezember 1910). 2S6 H. Okamoto: Diese Gattung steht den Gattungen Arai/fharlisis Rbr. und Fornikah'O Leach sehr nahe, unterscheidet sich jedoch von Acantha- flisis durch den Bau des Endgliedes des Labialtasters und die Schienensporne und von Formicaleo durch den Bau der Flügel und den hinteren Kubitus des Hintertiügels. In Japan kommt nur eine Art vor. Epacanthaclisis moiwasana (Mats.) n. sp. (Fig. 1.) AcanthacUsis mokvasana Mats.. Xippon-ekichü-^Mokuroku, 1908, pag. 40 (keine Beschreibung). ^^^^P^^4^.> ^.>^^^^p^-C, Fi-. 6. vorgewölbt, am \'orderrande mit je einer schwärzlichen Querbinde und in der ]\Iitte mit einer Querreihe von drei gleichfarbigen Punkten. Die Myrmeleoniden Japans. 291 von denen der in der .Mitte behndliche am größten ist. Antennen 9 mm lang, rostgelb, jedes Segment an der Basis dunkelbräunlich schmal gesäumt. Thorax hellrostgelb. oben mit zwei unregelmäßigen, dunkel- braunen, fast parallelen Längsstreifen, oberhalb schwarz und kurz, unterhalb weiß, lang und dicht behaart. Beine hellgelbbraun, an der Spitze des ersten bis vierten Tarsengliedes dunkelbraun, das fünfte an der Spitze schwarz, Vorder- und INIittelschienen außen mit zwei dunkelbraunen Flecken, die Vorderschienen zuweilen mit nur einem; Behaarung fein, lang und weißlich, an den Vorderbeinen mit schwärz- lichen Härchen vermischt ; Schenkel und Schienender Mittel- und Hinter- beine schwarz und fein beboi'stet, an der Basis der Borsten dunkelbraun. Die Fußklauen und Schienensporne rostbraun, die letzteren sehr stark, etwas gecknickt. Abdomen schwärzlich, das dritte bis siebente Segment oben mit je einem großen, orangegelben Fleck ; oberhalb dunkelbraun, sehr kurz, unterhalb w'eiß, ziemlich dicht behaart. Flügel sehr schmal und lang, an der breitesten Stelle nur 7 mm breit, die hinteren schmäler und schmal lanzettlich zugespitzt, etwas länger als die vorderen, glashell ; das Geäder vorwiegend gelb- lich, auf den Längsadern schwärzlichbraun gescheckt. Pterostigma fast farblos. Vorderflügel : Der Radialsektor entspringt schon vor dem Ende des ersten Drittels des Flügels. Die Vena analis ist gerade und vereinigt sich am Ende des ersten Drittels des Flügels nahe dem Innenrande mit dem hinteren Kubitus. Das Flügelfeld mit zwei kleinen, dunkelbraunen Flecken, der eine befindet sich an der Spitze der Media, der andere am Vereinigungspunkte der Vena analis mit dem hinteren Kubitus. Das Apikaldrittel des Vorder- und Hinter- tlügels am Innenrande mit sehr kleinen, zahlreichen, helldunkelbraunen Pünktchen gesprenkelt, nur beim Vordertlügel zuweilen undeutlich. Am Innenrande des Apikalfeldes des HinterÜügels ein dunkelbrauner, langer Fleck. ]\Iembran des \^order- und Hinterflügels rot bis grün ' irisierend. Körperlänge 31 mm. Vofderflügellänge 36 mm. Hinterflügellänge 37 mm. F u n d r t : Ins. Y a y e y a m a, Aug. 1 903 (19); Ins. g a s a v a r a, 20. Aug. 1905 (1 9K gesammelt von Herrn Kuroiwa und Herrn Prof. Dr. S. Matsumura. 4. Formicaleo forniosaiius n. sp. 1 9- Kopf gpll>' "lit einer breiten, (luer über die Fühlerinsertion verlaufenden schwarzen Binde. Oberlippe und Taster heller, das Wiener Katoniologische Zeituiifj, XXIX. Jahrg., Heft IX und X (15. Dezember 1910). 292 H. Oka meto: Endglied des Labialtasters mit Ausnahme der äußersten Spitze dunkel- braun. Scheitel vorgewölbt, am Vorderrande beiderseits mit je einer schwarzen (juerbinde und am Hinterrande mit je einem halbkreis- förmigen, schwarzen Flecke und einem gleichfarbigen Punkte. Antennen fast 11 mm lang, dunkelbraun, jedes Glied an der Spitze schmal, hellgelb gesäumt, die zwei Basalglieder hellgelb. Thorax bräunlich- grau, oberhalb dunkelbraun, kurz und fein, unterhalb weiß, lang und dicht behaart. Prothorax mit einer schmalen, gelben Mittellinie, an den Seiten mit je einem breiten, gleichfarbigen Längsstreifen. Meso- thorax mit siel)en bis neun, jMetathorax mit zwei gelben Punkten. Beine hellgelb, mit zahlreichen dunkelbraunen Pünktchen gesprenkelt; Vorder- und Hinterschenkel außen hellbräunlichgrau, die Spitzen der Tarsenglieder schwärzlichbraun, Vorder- und ^littelschienen außen mit einem schwärzlichbraunen Flecke ; die Behaarung sehr lang, weiß und dunkelbraun; die Fußklauen und Schienensporne hellrostbraun. Ab- domen bräunlichgelb, mit schmalen hellgelben Segmenträndern ; ober- halb dunkelbräunlich, unterhalb weißlich, sehr kurz behaart. Flügel ziemlich breit, an der breitesten Stelle 97^ wni. breit, glashell, das Geäder vorwiegend hellgelblich, auf den Längs- und Kostalqueradern dunkelbraun gescheckt. Pterostigma fast farl)los und undeutlich. Der Radialsektor der VorderÜügel entspringt fast am Ende des ersten Drittels des Flügels. Die Vena analis des Vorder- tiügels vereinigt sich am Ende des ersten Drittels, nahe am Innen- rande des Flügels, mit dem hinteren Kubitus. An der Vereinigungs- stelle von Media und Kubitus mit einem sehr kleinen, dunkelbraunen Pünktchen. Hinterflügel nicht gefleckt. Körperlänge 37 mm. Vorderflügellänge 41 mm. Hinterflügellänge 41 mm. Fundort: F o r m o s a ( Horisha), gesammelt in einem 9 Exeni- plar von Herrn Prof. Dr. S. Matsumura. Diese Art steht dem Fonnicaleo coiitubemalis M'L. nahe, unter- scheidet sich jedoch von demselben durch die Zeichnung des Körpers. VL Gattung. Myrmecaelurus Costa. Costa, Fn. Nap. Myrm., 1855, pag. 10. Hagen, Stett. Ent. Zeitg., 1860, XXI, pag. 42; 18G6, XXVH, pag. 372. Brauer, Verh. zool.-bot. Gesellsch. Wien, 1868. XMII, pag. 396. Körper sehr schlank, kurz behaart. Labialtaster etwas länger als die ]\Iaxillartaster, das Endglied der ersteren spindelförmig. An- tennen kürzer als Kopf und Thorax zusammen, deutlich gekeult. Die Myrmeleoniden Japans. 293 Prothorax. fast viereckig, etwas breiter als lang. Beine ziemlich schlank; die Schienensporne schlank, die Hinterschienensporne so lang wie die zwei ersten Tarsenglieder (die Vorderschi enensporne so lang wie die drei ersten Tarsenglieder); das erste Tarsenglied etwas länger als die zwei folgenden Glieder zusammen, kürzer als das fünfte : die Fußklauen fast gerade. Flügel breit; beide Flügel fast gleich- lang. Die Vena analis des VorderÜügels endet etwas vor dem Tren- nungspunkte des ersten schrägen Xebenastes des Radialsektors und vereinigt sich mit dem hinteren Kubitus am Hinterrande. Der Radial- raum im Vorderflügel bis zum Ursprung des Radialsektors mit mehr als fünf Queradern. In Japan kommt nur eine Art vor. Myrmecaeluriis parvulus (Mats.) n. sp. (Fig. 7.) Mijrmeleon parvulus Mats., Nipon-eckichü-Mokuroku, 1908, pag. 41 (keine Beschreibung). 1 9 Körper schwärzlich ; weiß, kurz behaart. Stirn und Klypeus blaßgelb, Taster hellgelblichbraun. Antennen 4 mm lang, mit schmalen, Fig. 7, gelben Segmenträndern, schwarz ; die Keule an der Innenseite gelb- lich. S(3heitel ziemlich vorgewölbt, mit zahlreichen tiefschwarzen Fleckchen besät. Prothorax mit einer feinen, gelben jMittellinie, an den Seiten mit je einem fast dreieckigen, gelben Längsflecke, der an der breitesten Stelle mit einem schwärzlichen Tunkte besetzt ist. j\Ieso- und Metathorax oben mit zwei feinen, gelben Längslinien. Beine hellgelblichbraun; A'order- und j\Iittelschenkel außen, in der Mitte und an der Spitze, Hinterschenkel an der Basis, Vorderschienen an der Basis, an der Spitze und in der ]\Iitte und Mittelschienen und Hinterschienen an der Spitze, sowie auch jedes Tarsenglied an Wiener Kntomologische Zeitung, XXIX. Jahrg., Heft XI und X (l.j. Dezember 1910). 294 H. Okamoto: der Spitze braun bis schwärzlichbraun ; Schenkel schwarz^ lang struppig, aber dünn behaart; die Schienensporne und Fußklauen rötlichbraun. Abdomen mit schmalen, gelben Segmenträndern. Beide Flügel fast gleichlang, an der breitesten Stelle 6 mm breit, die hinteren etwas schmäler und schmal lanzettlich zugespitzt, glas- hell; das Geäder vorwiegend dunkelbraun, auf den Längsadern hell- gelblich gescheckt, Pterostigma fast undeutlich. \'ordertiügel : Am Innenrande mit zahlreichen, sehr kleinen dunkelbraunen Pünktchen gesprenkelt. An der Vereinigungsstelle von Subkosta und Radius mit einem sehr kleinen dunkelbraunen Pünktchen und am Apikai- felde auch mit einem gleichfarbigen Pünktchen. Der Radialsektor entspringt am Ende des ersten Drittels des Flügels. Die Vena analis etwas außen am Ende des ersten Drittels des Flügels und sich mit dem hinteren Kubitus nahe am Hinterrande vereinigend. Am Hinter- rande des Apikaifeldes der Hinterflügel mit zahlreichen sehr kleinen, dunkelbraunen Pünktchen gesprenkelt. Membran der Vorder- und Hinterflügel grün bis rot stark irisierend. Körperlänge 22 mm. Vorderflügellänge 23 mm. Hinterflügellänge 23 mm. Fundort: Okinawa, im Aug. 1905 (l 9)^ gesammelt von Herrn K. Kuroiwa und in der Sammlung des Herrn Prof. Dr. S. Matsumura. Vn. Gattung. Gleiiuroides n. g. Type : Glenuroides communis n. sp. Körper schlank, kui'z und fein behaart. Labialtaster so lang oder etwas länger als die Maxillartaster, das Endglied der ersteren spindel- förmig. Antennen sehr lang und schlank, länger als Kopf und Thorax zusammen, deutlich gekeult. Prothorax fast viereckig. Beine schlank; die Schienensporne dünn und kurz, so lang wie das erste Tarsenglied, an der Spitze ziemlich stark geknickt; das erste Tarsen- glied kürzer als die zwei folgenden Glieder zusammen; die Fuli- klauen lang und dick, fast gerade. Beide Flügel ziemlich lang, mit Flecken. Hinterflügel so lang oder etwas länger als die vorderen. Die Vena analis des Vorderflügels endet etwas vor dem Trennungs- punkte des ersten! schrägen Nebenastes des Radialsektors. Der Radialraum im Vorderflügel bis zum Ursprung des Radialsektors mit mehr als sieben Queradern. Der hintere Kubitus des Hinter- flügels gerade, der Hinterrand verlängert. Diese Gattung ähnelt durch die dünnen, verlängerten Beine und Antennen dem Glenurus Hg., sie unterscheidet sich jedoch J Die Myrmeleoniden Japans. 295 durch den Bau des viereckigen Prothorax und durch die Längen- verhältnisse der Schienensporne und Tarsenglieder. In Japan kommen zwei Arten vor. Übersicht der Arten: Antennen länger als 10 mm. communis n. sp. Antennen kürzer als 10 mm. okinawensis n. sp. 1. Glenuroides communis n. sp. (Fig. 4 und 4a). Körper dunkelbraun ; weiß bis dunkelbraun kurz behaart. Kopf mit einer breiten, quer über die Fühlerinsertion verlaufenden, tief- Fis. 4 a. Fig. 4. schwarzen Binde, Hinterkopfrand auch mit einer breiten gleich- farbigen Querbinde. Scheitel mit einer schwärzlichen Querbinde, welche zuweilen undeutlich ist. Antennen sehr lang (11—12 mm), helldunkelbraun bis schwärzlich, jedes Glied an der Spitze hell- gelblichbraun, schmal gesäumt; die Keule schwarz. Prothorax mit 2 gelben Punkten, Mesothorax mit 7 und Metathorax mit 3 gleich- farbigen kleinen Fleckchen. Beine hellgelb bis hellschmutziggelb, mit zahb-eichen. sehr kleinen, braunen Pünktchen gesprenkelt; Koxen und Trochanter gelb, Schenkel braun, Hinterschenkel an der Spitze dunkelbraun, jedes Tarsenglied an der Spitze bräunlich, das fünfte Tarsenglied an den Seiten schwarz, sehr dick und dicht behaart, wo- durch das fünfte schwärzlich erscheint; die Fußklauen und Schienen- sporne rötlichbraun, die letzteren relativ schlank; die Behaarung km'z und dunkelbraun. Abdomen mit schmalen, gelblichen Segment- rändern, (las dritte und vierte (zuweilen das fünfte) Segment in der Mitte mit je einem gelben Flecke. Genitalanhang wie bei Fig. 4a, stark abstehend, schwärzlich behaart, der obere Anhang sehr dick, Wiener Entomolosische Zeitung, XXIX. Jahrg., Heft IX und X (15. Dezember 1910). 296 H. Okamoto: am Hinterrande mit einer Ausrandimi? ; die unteren Anhänge in der Mitte nach oben rechtwinklig' geknickt. Beide Flügel gleichlang, an der breitesten Stelle 9— 97^ w^;J^ breit, die hinteren schmäler und lanzettlich zugespitzt, glashell; das Geäder dunkelbraun, auf den Längsadern, mit Ausnahme der Media und Vena analis, gelb bis hellgelbbraun gescheckt. Pterostigma weil! Vorderliügel : Der Radikalsektor entspringt am Ende des ersten Drittels des Flügels. Die Vena analis vereinigt sich fast am Ende des dritten Siebentels des Flügels mit dem hinteren Kubitus nahe am Innenrande. Ein großer, fast farbloser Fleck am Apikalfelde, die Adern auf diesem Flecke weißlich ; an der Innenseite dieses Fleckes zwei dunkelbraune Punkte, der an der Spitze des Radius befindliche ist sehr klein und zuweilen undeutlich, der andere an der Spitze der Media groß. An der Innenseite des Pterostigmas ein dunkel- brauner Fleck und an der Vereinigungsstelle des hinteren Kubitus und der Vena analis eine ziemlich lange und schräge, dunkelbraune Binde. Hinterflügel : Am Apikalfelde mit einem großen, weißen Flecke und an der Innenseite dieses Fleckes ein sehr großer, dunkelbrauner Fleck ; an der Außenseite des Pterostigmas ein kleiner, dunkelbraunei Fleck. Membran rot, purpur und grün stark irisierend. Körperlänge 30 — 35 mm {(^ u. 9). Vorderflügellänge 35 — 37 mm {(^ u. 9)- Hinterflügellänge 36—38 mm {(^ u. 9)- Fundort: Ilokkaido (Sapporo, Iwanai, Geb. Makkarinupri) Honshu (Nakano nahe Tokyo, Takasago, Daisenji, Kyoto und Geb. Atago bei Kyoto), gesammelt in zahlreichen Exemplaren von den Herren Prof. Dr. S. Matsumura, M. Suzuki und dem Autor. 2. Glenuroides okiiiawensis n. sp. 1 (^. Der Form und der Zeichnung der beiden Flügel nach dem G. communis n. sp. sehr ähnlich, er unterscheidet sich jedoch durch den dunkelrostbraunen Kopf und die nur 8 mm langen Antennen. Thorax rostbraun, an den Seiten mit je einem breiten, schwärzlich- braunen Längsstreifen; unterhalb gelb. Prothorax ohne Flecken. Ab- domen schwärzlich, nicht gefleckt; die unteren Anhänge der Genital- klappen lang und dünn, nach oben ziemlich stark geknickt. Beine gelb; Mittel- und Hinterschienen an der Spitze schwarz. Am Hinter- rande der Apikaihälfte der beiden Flügel hellgrau bis grau getrübt ; an der breitesten Stelle des Vorderflügels 6 mm breit. Körperlänge 23 mm. Vorderflügellänge 24 mm. Hinterflügellänge 25 mm. Die Myrmeleoniden Japans. 297 Fundort: k i n ;nv a, gesammelt von Herrn K u r o i w a in einem (^ Exemplar und in der Sammlung von Herrn Prof. Dr. S. jMatsumura. VIII. Gattung. Myrmeleon L. Linne, Syst. Nat. Fabricius, Ent. Syst. II, 1793, pag. 92. Rambur, Hist. nat. Ins. Neuropt. 1842, pag. 382. Walker, Cat. Brit. Mus., Neuropt. 1853, pag. 300. Brauer, Neuropt. Austr. 1857, pag. 64. Hagen, Stett. Ent. Zeitg., XIH, pag. 92; XIX, pag. 22; 1860, XXI, pag. 359. Rostock, Neuropt. Genn., 1866, pag. 99. Körper schlank, fast nackt. Labialtaster zwei- bis viermal länger als die jMaxillartaster, das Endglied der ersteren spindelförmig. An- tennen relativ kurz, so lang wie Kopf und Thorax zusammen oder etwas kürzer, an der Spitze fast gekeult. Prothorax fast viereckig, viel breiter als lang. Beine ziemlich dick; die Schienensporne fast gerade, kürzer als das erste Tarsenglied oder fast so lang ; das erste Tarsenglied etwas länger als die zwei folgenden Glieder zusammen, viel kürzer als das fünfte Tarsenglied; die Fußklauen ziemlich dick und ziemlich stark reflektiert. Flügel breit, ohne Flecken. Hinter- flügel meistens kürzer als die vorderen. Die Vena analis der Vorder- flügel endet weit vor dem Trennungspunkte des ersten schrägen Neben- astes des Radialsektors. Der Radialraum im Vorderflügel bis zum Ursprung des Radialsektors mit mehr als fünf Queradern. Der hintere Kubitus des Hinterflügels ist kurz und vereinigt sich mit der Vena analis. In Japan kommen drei Arten vor. Übersicht der iVrten; 1. Pterostigma klein, eiförmig 2. Pterostigma groß, nicht eiförmig. Asakurae Mats. MS. 2, Adern schwarz. formicarius L. Adern blaßgelblich l)is dunkelbräunlich. micans M'L. 1. Myrmeleoii Asakurae ^lats. iMS. n. sp. 2 d" cJ- 1 9- Körper einfarbig schwarz, unterhalb gelblich. Klypeus, Oberlippe und Taster hellgelblichbraun. Antennen 7 mm lang, schwarz, das zweite Basalglied an der Spitze und das dritte Glied an der Basis rostgelblichbraun. Prothorax am Vorderrande mit Ausnahme der Glitte gelblich ; schwarz und lang behaart. ^leso- und Metathorax braun, etwas kurz behaart, Beine hellgelblich ; die Apikal- Wiener Kntomologische Zeitung, XXIX. Jahrg., Heft IX und X (15. Dezember 1910). 298 ^^- Okamoto: hcälfte der ^littel- und Hiiitersclienkel und Vorder- und Mittelschienen außen, sowie die Innenseite der Hinterschienen dunkelbraun, Tarsen- glieder rostbraun; die J'ußklauen und Schienensporne rötlichbraun. Abdomen beim Männchen an der Spitze oben mit einem dicken großen Anhang, unten mit vier zylindrischen Anhängen ; ziemlich lang und dick, dicht behaart. Beide Flügel fast gleichlang, an der breitesten Stelle 12 mm breit, die hinteren schmäler; das Geäder schwarz, Subkosta und Radius schmutziggelbbraun, jedoch dunkelbräunlich gescheckt. Ptero- stigma sehr groß, fast viereckig, milchweiß. liadialsektor des Vorder- tlügels fast am Ende des ersten Fünftels des Flügels entspringend. Die Vena analis des Vordertlügels mündet fast am Ende des ersten Viertels des Flügels in den Innenrand. Die Pterostigmagegend des Vordertlügels und das Apikaiviertel des Hinterliügels grau an- geraucht. jMembran purpurn, grün und blau, sein* stark irisierend. Körperlänge 34 vwi ((J u. 9)- Vorderflügellänge 42 nnn ((^ u. 9)- Hinterflügellänge 43 mm {(^ u. 9)- Fundort; F o r m o s a (Horisha), Juli 1909, gesammelt in drei Exemplaren von Herrn K. Asakura, und in der Sammlung von Herrn Prof. Dr. S. Matsumura. 2. Myrmeleon formicarius L. Hemerobius formicaleo L. Syst. Nat. ed. X, 1758, pag. 550, 4 Mijrmeleon formicarius L. Syst. Nat. 2, 914, 3; Faun. Suec. 1761, pag. 383, 1509; Fab. Mant. Ins. 249, 5; Ent. Syst. II, 1793, pag. 93, 5; Rambur, Hist. Nat. Ins. Neuropt., 1842, pag. 401, 25; Walker, Cat. Brit.Mus., Neuropt. 1855, pag. 368. Rostock, Neuropt. Germ. 1888, pag. 99; S. Mats. Thous. Ins. Jap., 1904, Vol. I, pag. 173, PI. XIIL Fig. 3, 9- Myrmecoleon formicarius Burm., Handb. Ent. II, 1839, pag. 996, 15. Körper einfarbig schwärzlich. Klypeus an den Seiten und am Vorderrande, die Fühlerinsertion und der Augenrand gelblich, Ober- lippe gelblichbraun, Taster glänzend schwärzlichbraun bis schwarz (zuweilen an jeder Gliedspitze gelblichbraun). Antennen kurz, etwa 6 mm lang, schwarz; die zwei Basalglieder mit gelblichbraunen Segmenträndern. Prothorax am Vorderrande, die Mitte ausgenommen, und an den Seiten weißlichgelb gesäumt. Beine orangegelb ; dunkel- braun bis schwarz sind: Koxen, Vorderschenkel innen, Mittel- und Hinterschenkel an der Apikaihälfte, Vorderschienen, Mittel- und Hinterschienen innen und an der Spitze, sowie auch die Tarsen- Die Myrmeleoniden Japans. 299 glieder; die Fußklauen und Schienensporne rötlichbruun, die letzteren schlank und so lang oder etwas kürzer als das erste Tarsenglied. Abdomen mit sehr schmalen, rostbräunlichen Segmenträndern, bis- weilen manche undeutlich gerandet. Fitigel an der breitesten Stelle 9 — 11 mm breit, glashell; das Geäder vorwiegend schwarz, auf den Längsadern gelblich gescheckt. Pterostigma weiß, im Vorderflügel fast doppelt so groß wie im Hinter- tiügel, eiförmig. Kadialsektor des Vorderflügels fast am Ende des ersten Drittels entspringend. Die Vena analis des Vorderliügels mündet am Ende des ersten Drittels des Flügels in den Innenrand. Hinter- Hügel etwas kürzer als die vorderen. Membran grün bis rot stark irisierend. Körperlänge 25 — 32 mm ((j" u. Q). Vorderflügellänge 26 — 40 mm {(^ u. Q). Hinterflügellänge 24—38 mm ((^ u. 9). Fundort: Sapporo, Mororan, Urakawa, Homori, Maiko, Takasago, gesammelt in zahlreichen Exemplaren von Herrn Prof. Dr. S. Matsumura und dem Autor. 3. Myrmeleou micans ML. 31. micans M'L., Trans. Ent. Soc. London, 1875, pag. 176. M. micans S. Mats. Thous. Ins. Jap., 1904, Vol L, pag. 174, PI. XIII, Fig. 1, 9. Körper dunkelbraun bis schwärzlich. Kopf glänzendschwarz, Klypeus, Oberlippe, Taster und Scheitelnaht gelblichbraun. Antennen tiefschwarz, etwa 8 mm lang. Scheitel vorgewölbt, Scheitelnaht sehr tief ausgeschnitten. Thorax mit gelbbräunlichen, zerstreuten Flecken ; unten blaßgelb. Prothorax in der Mitte mit einem schmalen, gelben Streifen und am Vorderrande an den Seiten gelblich. Beine mit langen, schwarzen Haaren, gelb, an den Tarsen schwärzlich; die Fußklauen und Schienensporne rötlichbraun, die letzteren so lang wie das erste Tarsenglied. Abdomen beim Männchen an der Spitze mit drei schwärzlichbraunen Anhängen, der vordere sehr dick, der mittlere etwas kleiner als der vordere und der hintere dünn, zylin- drisch, an der Basalhälfte gelblich, etwas lang, dicht schwärzlich behaart. Flügel an der breitesten Stelle 13 mm breit, glashell; das Geäder blaßgelb bis dunkelbraun, Subkosta und Radius gelblich. Pterostigma weiß, eiförmig, im Hinterflügel kaum von halber Größe des vorderen. Der Radikalsektor des Vordei-flügels entspringt schon vor dem Ende des ersten Viertels des Flügels. Die Vena analis des "Wiener Eutomologische Zeitung, XXIX. Jahrg., Heft IX und X (15. Dezember 1910). 300 1^' Okamoto: Die Myrmeleoniden Japans. Vorderriüi?els miindet fast am Ende des ersten Drittels des Flügels in den Innenrand. Membran purpurn bis rot stark irisierend. Körperlänge 35—38 mm ((J' u. 9)- Vordertiügellänge 36 — 45 mm {(^ u. 9 )• Hintertiügellänge 36—45 tnm ((j' u. 9)- Fundort: G i f u, X a k a n o bei Tokyo, T a k a s a g o. A o m o r i, A k i t a und Ins. k i n a w a, gesammelt in zahlreichen Exemplaren von den Herren Prof. Dr. S. Matsumura, l\ Miyagi und dem Autor. Erklärung der Figuren. Fig. 1. Epacanthadisis moiwasana (Mats.) n. g. n. sp. r5 : 1. Fig. 2. Creagns Matsuokae n. sp. 2*5 : 1. Fig. 3. Formicaleo nigricans n. sp. 1"5: 1. Fig. 4. Glenuroides commiums n. g. n. sp. 1'5 : 1. Fig. 4 a. Hinterleibsende des (^ von Glenuroides communis Tl. g. n. sp., von der Seite. 20: 1. Fig. 5. Dendroleon jezoensis (Mats.) n. sp. 2:1. Fig. 5 a. Hinterleibsende des (^ von Dendroleon jezoensis n. sp., von der Seite. 20 : 1 . Fig. 6. Formicaleo acuminatus (Mats.) n. sp. 1*5 :1. Fig. 7. Myrmecaeluriis parvulus (Mats.) n. sp. 2 : 1. Bembidion (Pliilochthiis) blaüdicoUe n. sp. Von Dr. Fritz Netolitzky, Czernowitz. In der Größe und Färbung mit 1». vicimtm übereinstimmend, von diesem aber durch den ganz glatten, chagrinfreien Halsschild verschieden. Sein Rand ist schmäler abgesetzt und überall fast gleich breit, vor den Hinterecken weniger scharf ausgeschweift. Einen cha- grinfreien Halsschild besitzen in der Untergattung nur noch B. lunulatum, iricolor und ein dem inoptatum nahe verwandtes Tier, das Herr Apfelbeck zu beschreiben beabsichtigt. Zwei Stücke von Asuni (Cagliari). Sardinia. leg. Krausse, in meiner Sammlung.