[Berl. Etituinol. Zeitschrift, Band L Jahrgang 1905.] 229 Statistisches über Melolontha hippocastani Fabr. Von Bernhard W an ach, Potsdam, Das Jahr 1905 war für das südlich von Potsdam gelegene Forstgebiet ein sehr reiches Maikäferjahr; am 4. Mai konnte ich auf dem Gebiet des Geodätischen Instituts von einem Baume von ca. 5 m Höhe und 3 m Kronendurchmesser über 200 Käfer schütteln, Und zwar ausschliesslich Mel. hippocastani, was für dieses Gebiet, in dem Mel. vulgaris selten auftritt, charakteristisch ist. Es fiel mir an diesem Tage auf, dass die Varietät mit schwarzen Beinen bedeutend zahlreicher vertreten war als die braunbeinigen; das veranlasste mich, in den folgenden Wochen das unten mitgeteilte statistische Material zu sammeln. Herr Prof, Kolbe, dem ich die Bearbeitung dieses Materials einsandte, verwies mich auf die mir bis dahin unbekannten Abhandlungen von Kraatz in der Deutschen entomologischen Zeitschrift 1885 und 1888 und von Reitter ebenda 1887, in denen manches schon mitgeteilt ist, was ich für neu gehalten hatte, so dass ich mein Material ganz neu bearbeiten musste. Kraatz erwähnt, dass bei Münster auf ca. 100 gelbbeinige 1 schwarzbeiniges Exemplar von Mel. hippoc. kommen soll, während bei Berlin var. nigripes vorherrscht. Genauere Angaben über die relative Häufigkeit macht er nicht; es kann aber vielleicht zu interessanten Resultaten führen, wenn an recht vielen Orten und in verschiedenen Jahren genauere Zählungen ausgeführt werden, wie ich das in diesem Jahre hier getan habe, um eine künftige Entscheidung darüber zu ermöglichen, ob diese lokalen Verschiedenheiten zeitlich konstant sind, oder ob sich vielleicht auch am selben Orte das Verhältnis der Varietäten mit der Zeit verändert. In der folgenden Tabelle gebe ich in den 6 ersten Spalten die Anzahl der erbeuteten d'cf und Q 9 1.) der schwarzbeinigen (n.), 2.) der gelbbeinigen Rasse von Mel. hippoc. (h.) und 3.) von Mel.