Ö78 ende verlaufen, sondern mit fast rechtwinkliger Knickung um die Vorderzipfel der Harnblase herum, gleichfalls in den Eaum zwischen ihr und den Längskanälen hinein umbiegen , soll eine baldige ausführ-lichere Publikation berichten, der auch der Vergleich mit der leider so seltenen primären Endproglottis andrer Cestoden Torbehalten bleiben mag. 13. Zur Kenntnis der Schildkrötenfauna der Insel Hainan. Von Kustos F. Siebenrock, Wien. (Mit 2 Figuren.) • eingeg. 7. Juli 1906. Bis jetzt war von dieser Insel nur eine Art bekannt, die Boett-ger (1) als Clemmys schiiiaclîeri sp. n. beschrieben hat. Weder Swinhoe (2), noch Cope (3) und Boulenger (4), denen wir die Kenntnis der Reptilienfauna von Hainan verdanken, berichten über das Vorkommen von Schildkröten auf der genannten Insel. Vor kurzem erhielt die herpetologische Sammlung des Museums durch die Munifizenz des Intendanten, Herrn Hof rat Steindachner, eine Kollektion Schildkröten von Hainan, welche zu 2 Gattungen und drei Arten gehören, und zwar: 1) Ocadia sinensis Gray, 2) Trionyx stein-dachneri sp. n., 3) T. sinensis Wiegm. 1) Ocadia sinensis Gray. Boulen^rer, Cat. 1889. p. 85. — Siebenrock, Sitz.-Ber. Ak. Wien CXII. 1903. S. 334. Fünf Exemplare in verschiedenen Altersstadien von Kau-Kongriver. Länge des Rückenschildes vom größten Exemplar çf^ 138 mm, dessen Breite 95 mm, Höhe der Schale 52 mm; diese Maße verhalten sich beim kleinsten Exemplar wie 43 : 38 : 18. Die lateralen Kiele sind auch beim kleinsten Exemplar nur schwach angedeutet, denn sie bilden auf dem 1. bis 3. Costale unscheinbare, kurze Leisten, die schief nach oben gerichtet sind und daher keine zusammen-hängende Kante darstellen. Hinterrand der Schale beim kleinsten Exemplar deutlich gesägt. Das Plastron der erwachsenen Tiere ist bei beiden Geschlechtern flach. Das kleinste Exemplar von 43 mm Schalenlänge, noch mit der Nabelnarbe versehen, ist auf der Unterseite fast gleichmäßig dunkel-kastanienbraun gefärbt, weshalb man zur Vermutung gelangen könnte, es sei dies die primäre Färbung dieser Art. Bei genauerer Untersuchung des Tieres zeigt es sich aber, daß die genannte Farbe nur von einem Überzug mit Lateriterde herrührt, welche im Wasser aufgelöst vor-handen Avar, in dem das Tier gelebt hatte. Erst wenn man dieselbe