Beschreibung einiger unzureichend bekannten monaxonen Spongien. Von Joh. Thiele, Berlin. Hierzu Tafel XXI. Der Systematiker wird wolil in allen Thiergruppen eine mehr oder weniger grosse Zahl von Artnamen vorfinden, die zumeist von den ersten Zoologen geschaffen worden sind, die in der Gruppe gearbeitet haben, und die von ungenügenden Beschreibungen be-gleitet sind; man wird infolge dessen den Wunsch haben, dass durch Nachuntersuchung der typischen Exemplare über solche mehr oder weniger unvollkommen beschriebene Arten Klarheit geschaffen werde. Um so dringender wird ein solcher Wunsch, wenn man eine derartige Durcharbeitung einer Gruppe vorhat, wie sie jetzt in dem „Tierreich" geschaffen werden, da sonst eine oft recht be-deutende Artenzahl unter die unsicheren Formen zu stellen sein würde, für die es unmöglich ist, einen bestimmten Platz anzugeben oder gar Bestimmungsschlüssel auszuarbeiten. Leider sind oft die Originalstücke nicht mehr aufzufinden, in solchem Fall werden die Namen für alle Zeiten als unsicher gelten müssen. Der Spongienforscher ist dadurch in einer verhältnismässig günstigen Lage, dass für die Erkennung einer Art in der Regel schon ein kleines Bruchstück genügt, aus dem man Form und An-ordnung der Skelettheile erkennen kann. Herr Professor Weltner hat früher von typischen Exemplaren Schmidt'scher Arten Präparate angefertigt und sie mir freundUchst zur Untersuchung überlassen, sodass er einen nicht geringen Theil an dieser Arbeit verrichtet hat; zum Theil habe ich Schmidt'sche Originale selbst untersucht, die mir von den Vorständen der Sammlungen in Kiel und Graz, sowie aus der hiesigen Sammlung überlassen worden sind. Ich beschreibe im Folgenden die wichtigsten Arten aus der Nord-und Ostsee, sowie aus dem nördlichen Atlantischen Ocean, welche Schmidt (10, 11,