Die europäischen Encyrtiden. Biologisch und systematisch bearbeitet von 33 r. Gustav Mayr. (Vorgelegt in der Versammlung am 1. December 1875.) Den Anstoss zur nachfolgenden Bearbeitung der Encyrtiden, einer Sub- familie der Chalcidier, gab mein werther Freund Dr. Stäl, welcher mir Ge- legenheit gab, die Dalman'schen Typen zu studieren, dazu hatte ich die Encyrtiden v. Heyden's, welcher mir seine schöne Chalcidier- Sammlung, welche meistens aus von dessen Vater erzogenen und von Dr. Förster determinirten Stücken besteht und der auch die Eeissig'sche Sammlung mit Ratzeburg- schen Typen einverleibt ist, seit mehreren Jahren zur Disposition gestellt hat, ferner meine eigene Sammlung und die schöne Collection des hiesigen zoolo- gischen Hof-Cabinetes, welche durch die zahlreichen Zuchten Kollar's, Tsehek's und meines lieben Freundes Eogenh of er eine reichhaltige zu nennen ist, und mir mit grösster Liberalität zur Verfügung gestellt wurde. Nachdem diese Basis geschaffen war, erhielt ich noch viele Encyrtiden von den Herren: Brischke, Dr. Ottmar Hofmann, Dr. Kriechbaumer, Dr. Franz Low, v. Schlechten- dal, v. Vollenhoven, Wachtl und Wullschlegel; ganz besonders sei aber der interessanten und lehrreichen Sammlung des Dr. Reinhard Erwähnung gethan, welcher mich stets mitRath und That unterstützt. Professor Troschel war so freundlich, mir die Untersuchung einiger wichtigen Nees'schen Typen zu ermöglichen. In den meisten dieser Sammlungen fanden sich viele von Dr. Förster determinirte Arten, darunter mit Namen und Gattungen, welche noch nicht publicirt sind. Bei dem Umstände, dass diese Namen bei den Hymenoptero- logen schon seit Jahren eingebürgert sind, Dr. Förster aber sich nicht ent- schliesst, die neuen Arten und Gattungen zu beschreiben, halte ich es für zweckmässig, die Forst er'schen Namen, insoferne sie neu sind, so viel als möglich beizubehalten, doch kann ich nicht umhin, dieselben als nova genera und novae species aufzustellen, da diese Gattungen und Arten eben noch nicht beschrieben sind. Der Umstand, dass Dr. Förster so viele En- cyrtiden determinirt an die Hymenopterologen versendete, veranlasst mich auch, 85* 676 Dr. Gustav Mayr. die Förster'schen Bestimmungen im Nachfolgenden anzuführen, um Jenen, die Förster'sche Bestimmungen haben, die Determination nach meiner Arbeit zu erleichtern. Was nun die Dalman'schen Typen betrifft, so lasse ich hier das Ver- zeichniss der Arten, welche ich untersuchen konnte, in der Reihe, wie sie Dal man in seinem: Försök tili uppställning af Insect-Familjen Pteromalini in Vet. Academiens - Handlingar 1820, Stockholm, anführte, nebst den Namen, welche die Arten in dieser Abhandlung fähren, folgen. Encyrtus scutellaris: Comys scutellata Swed. Weibchen. — Sivederi: Comys Sivederi Dalrn. W. — apicalis: Aphycus apicalis Dalm. W. — punctipes: Aphycus punctipes Dalm. W. — sylvius: Encyrtus sylvius Dalm. W. — lunatus: Encyrtus lunatus Dalm. W. — interpunctus: Encyrtus interpunctus Dalm. W. — barbarus: Encyrtus barbarus Dalm. W. — aeneus: Pkaenodiscus aeneus Dalm. W. — cyanifrons: Encyrtus cyanifrons Dalm. W. — cyaneus: Encyrtus cyaneus Dalm. W. — clavicornis: Bothriothorax clavicomis Dalm. W. — Mrticornis: Comys Sivederi Dalm. Männchen. — brevicornis: Encyrtus brevicornis Dalm. W. — paradoxus: Bothriothorax paradoxus Dalm. W. — obscurus: Comys obscura Dalm. W. — morio: Prionomastix morio Dalm. M. — longicornis: Ericydnus longicornis Dalm. W. — hemipterus : Dinocarsis hemiptera Dalm. W. — zephyrinus: Encyrtus sylvius Dalm. M. — cyanellus: Encyrtus cyanifrons Dalm. oder E. cyaneus Dalm. M. — truncatellus: Copidosoma truncatellum Dalm. W. — chalconotus: Copidosoma chälconotum Dalm. W. — aeruginosus : Encyrtus aeruginosus Dalm. W. — misellus: Encyrtus clavellatus Dalm. M. — tüiaris: Encyrtus tiliaris Dalm. W. — flaminius: Homalotylus flaminius Dalm. W. — chalcostomus : Encyrtus chalcostomus Dalm. W. — tessellatus: Encyrtus tessellatus Dalm. W. — cyanocephalus: Encyrtus cyanocephalus Dalm. W. — melanacis: Encyrtus melanacis Dalm. W. — subcupratus : Encyrtus cyanocephalus Dalm. W. — serratellus : Bothriothorax clavicomis Dalm. M. — flaviceps: Homalotylus -flaviceps Dalm. W. — vinulus: Homalotylus vinulus Dalm. W. — flagellaris: Copidosoma flagellare Dalm. W. Die europäischen Eucyrtiden. 677 Encyrtus filicornis: Copidosoma filicome Dalm. W. — mitratus: Encyrtus müratus Dalm. W. — fuscipennis: Encyrtus fuscipennis Dalm. W. — clavellatus: Encyrtus clavellatus Dalm. W. — herbidus: Encyrtus herbidus Dalm. W. — sericeus: Blastothrix sericea Dalm. W. — atricollis: Molcotlwrax atricöllis Dalm. W. — fuscicollis: Holcotlwrax fuscicöllis Dalm. W. — serrieornis : Copidosoma chalconotum Dalm. M. — , geniculatui: Copidosoma geniculatum Dalm. W. — subplanus: Encyrtus subplanus Dalm. M. — sericans: Blastothrix sericea Dalm. M. — chlorinus: Prionomitus chlorinus Dalm. M. — aestivus: Encyrtus lunatus Dalm. M. — fuscipes: Encyrtus clavellatus Dalm. ? M. — platycerus: Mira macrocera Schell. W. — urocerus: Encyrtus urocerus Dalm. W. Eupelmus? rufus: Ectroma rufum Dalm. W. Der Gattungsname Encyrtus wurde zuerst von Latreille in G-en. Crust. et Ins. IV, p. 31 aufgestellt; die Beschreibung könnte mit einiger Wahrschein- lichkeit auf die Förster'sche Gattung Comys bezogen werden, doch erwähnte Latreille nicht des sehr auffallenden Haarbüschels am Scutellum. Dabei citirt er zu seinem Encyrtus infidm: Ichneumon infidus Rossi und Mira mucora? Schellenberg. Ichneumon infidus Rossi kann ich aber für keinen Encyrtiden halten, da Rossi in seiner Mantissa (1792) Appendix 111 angibt: scutello apice bifurcato, was sich besser auf eine Hoclceria (Halticella) beziehen würde. Da nun Rossi diese Art früher im Jahr.e 1790 in seiner Fauna etrusca II, p. 80 unter dem Namen Chrysis infida beschreibt und daselbst des Scutellum keine Erwähnung macht, in diesem Falle die Beschreibung recht gut auf Comys scutellata und Comys obscura (Weibchen) passt, so mag wohl Latreille nur die Fauna etrusca benützt und eine dieser zwei Arten als Re- präsentanten für sein Genus Encyrtus aufgestellt haben. Die ebenfalls, obwohl fraglich, citirte Gattung Mira hat ihm wohl nicht zur Grundlage für den Gattungscharakter gedient, da er angibt: Caput postice maxime concavum thoracisque segmenti antici partem excipiens. — Abdomen brevissimum, tri- gonum. — Dies passt recht gut auf Comys, aber nicht auf Mira. Latreille's Angabe: Antennae articulis pressis passt wohl auf beide Gattungen, obschon im erhöhten Masse auf Mira. Dahlbom hat in einer Abhandlung: Smä- Ichneumonernas familjer och slagten in der Öfv. af K. Vet. Akad. Förh. 1857, p. 289 (in welcher Dahlbom Genera und Subgenera aufgestellt hat, ohne die dazu gehörenden Arten anzuführen, so dass die Arbeit als unbrauchbar nicht weiter benützt werden kann) ein Subgenus Encyrtus charakterisirt, welches mit Comys übereinstimmt und nimmt daher an, dass Latreille unter Encyrtus diese Gattung verstanden habe. Dal man und Nees haben den Namen 678 Dr. Gustav Mayr. Encyrtus für die verschiedenen Encyrtiden angenommen und Walker hat darauf die Subfamilie Encyrticlae begründet. Walker, Westwood, Förster und Ratzeburg haben sodann verschiedene auffallende Arten als eigene Gat- tungen von Encyrtus abgetrennt, so dass unter Encyrtus Arten zurückgeblieben sind, welche grösstentheils zu einer Gattung gehören, wenn auch manche als eigene Gattungen aufgestellte Arten wieder mit Encyrtus vereinigt werden mussten. Ich halte es für zweckmässig, daran nicht zu rütteln, wenn auch der Vorgang kein ganz correcter ist, denn, da Latreille's Encyrtus infidus sehr zweifelhaft ist, so wäre der Name Encyrtus der ersten von Dal man beschrie- benen Art, dem E. scutellatus als Gattungsname zu belassen, welche aber zur Gattung Comys gehört. — Dr. Förster hat folgende Charakteristik der Sub- familie Encyrticlae gegeben : Fühler mehr als achtgliedrig, der Scheitel hinten scharf gerandet, Mittelbrustseiten nicht durch Gruben oder Furchen getheilt, schildförmig, Mesonotum vor dem Schildchen nicht eingedrückt, Mittelschienen an der Spitze mit einem sehr starken Dorne, Tarsen fünfgliedrig. In Betreff dieser Charakteristik habe ich zu bemerken, dass Dr. Förster in derselben Abhandlung (Hymenopt. Stud. II. 1856) seine Gattungen Anusia, Euryscapus {Mira Schell.) und Aglyptus (Ectroma Westw.) zu den Encyrtiden stellt und doch hat keine dieser Gattungen einen gerandeten Scheitel. Ich kann die Scheitelkante nicht als charakteristisch zur Abtrennung der Encyrtiden von den Eupelmiden betrachten, da die Gattungen Encyrtus und Ericyänus Arten mit und obne, sowie mit stumpfer Scheitelkante enthalten. Die Eupelmiden dürften sich von den Encyrtiden besonders dadurch unterscheiden, dass die Männchen der ersteren keine ungetheilten Pleuralschilde haben. Eine Abgrenzung der Myiniden von den Encyrtiden erscheint mir nicht zweckmässig, da nach meiner Ansicht die geringere Anzahl der Fühlerglieder und der längere Ramus mar- ginalis bei gleichem Körperbau und gleicher Lebensweise nicht als Subfamilien- merkmale gelten können. Ich habe die Myiniden in diese Bearbeitung nicht aufgenommen und die Encyrtiden in dem Umfange, den sie von Dr. Förster erhalten haben, indessen nur desshalb belassen, weil ich von den Ersteren noch ein zu dürftiges Materiale besitze. Die in dieser Abhandlung gegebene Gruppirung halte ich durchaus nicht für unfehlbar, ich bin vollkommen zufrieden, wenn es mir gelungen ist, in den meisten Fällen die wirklich nächstverwandten Arten in Gattungen gruppirt und die zu einer Art gehörenden Männchen und Weibchen richtig zusammengestellt zu haben. So leicht die Arten in den meisten Fällen zu fixiren sind (im Gegen- satze zu den von mir früher bearbeiteten Torymiden), so schwierig ist in vielen Fällen die Gruppirung der Arten zu Gattungen, da oft mehrere Arten in einem Geschlechte einander sehr verwandt scheinen, während das andere Geschlecht grosse Differenzen zeigt. Dies ist besonders bei jenen Arten der Fall, die ich in der Gattung Encyrtus vereinigt habe. Da würde nach dem Weibchen En- cyrtus sceptriger eine ziemlich gut abgegrenzte Gattung geben, ebenso E. cya- neus und cyanifrons, dann E. subplanus (es ist dies Westwood's Cerchysius), die Arten E. melanaris, scaurus etc., sowie die Arten E. lunatus, sylvius und Die europäischen Encyrtiden. 679 die nächstverwandten , so dass mehrere mehr oder weniger gut abgegrenzte Gattungen aufzustellen wären, während die Männchen durch die allmäligsten Uebergänge diese Gruppen verbinden und z. B. das Männchen von E. sceptriger, dessen Weibchen so sehr ausgezeichnet ist, von E. cyanifrons nur durch ganz unbedeutende Merkmale abweicht. Sowie es Gravenhorst mit der Zusammenstellung der Weibchen und Männchen in so vielen Fällen erging, ebenso irrte auch Dr. Förster öfters bei den Bestimmungen der Encyrtiden, da er nach Gutdünken die Weibchen und Männchen zusammenstellte. Bei einem Forscher, wie Förster, konnte ich doch im Allgemeinen annehmen, dass er gewichtige Gründe habe, wenn er ein Männchen und ein Weibchen zu einer Art zusammenstellt, und so habe ich Monate gebraucht, bis ich Förster's Fehler als solche erkannt hatte, indem ich da, wo mir keine Zuchten vorlagen, oft keine festen Anhaltspunkte hatte, um die Zusammengehörigkeit zweier Geschlechter nachzuweisen. Ich möchte wünschen, dass in dieser Arbeit nicht noch einige dieser Fehler vorkommen. Drei Gattungen wurden hier nicht beschrieben, weil sie mir unbekannt sind, nämlich Gercobelus Hai., Metallon Walk, und Tetracnemus Westw. Die erstere Gattung wurde wohl von Haiida y nicht beschrieben, sondern nur in der Figuren erklärung der von Haliday gezeichneten Tafeln in Newman's Entomologist 1840 — 42, p. VI angegeben , Plate Nr. 1 : „Encyrtus Jugaeus (Gercobelus)". Diese Abbildung sowie auch die von Walker in Notes on Cfialcidiae 1872, p. 73 gegebene, zeigen deutlich nur 4 Fadenglieder, während Walker in der Beschreibung von Encyrtus Jugaeus (Ent. Mag. V. p. 48) an- gibt: antennae extrorsum crassiores, corpore breviores, articülus 1. fusiformis, ,3. longi-cyatliiformis , 3. et sequentes oblongo-quadrati, pubescentes, usque ad 8. curtantes et minime latescentes, elava fusiformis, articulo 8. plus duplo longior vix latior. Es sind daher 6 Fadenglieder angegeben und so zeigt sich klar, dass entweder die Abbildungen oder die Beschreibung unrichtig sind, ob- schon noch ein dritter Fall, dass beide fehlerhaft seien, möglich wäre, obgleich ich auf die Haliday'sche Abbildung das meiste Vertrauen habe, da Walker's Arbeiten durchwegs flüchtig und oft fehlerhaft sind und eine Zeile oft der anderen widerspricht. Ueberhaupt hätte ich Walker's Abhandlungen in meinen Arbeiten über die Chalcidier ohne Weiteres todtgeschwiegen, wie ich es in meinen Arbeiten über die Ameisen von jeher gethan habe, wenn nicht Förster dieselben als Basis für seine Arbeiten angenommen hätte, und so durch mein Vorgehen manche Unzukömmlichkeiten entstanden wären. Die Gattung Me- tallon Walk. (List Hym. Ins. Brit. Mus. Chalc. 1848, p. 219) mit der Art M. acacdllis Walk, soll zehngliedrige Fühler mit rudimentären Flügeln haben, so dass zufolge der Beschreibung der Faden fünfgliedrig, wie bei den Weibchen von Bhopus und einer Art von Holcothorax, wäre. Die Gattung Tetracne- mus Westw. (Magazin of natural history Vol. I. New Series 1837 in dem Auf- satze Descr. of a new Genus of Brit. paras. Hym. Ins. p. 257) mit der Art T. diversicornis Westw. ist nach Westwood dadurch ausgezeichnet, dass jedes der drei ersten kurzen Fadenglieder einen sehr langen Seitenast aus- 680 Dr. Gustav Mayr. sendet, wodurch diese Gattung von allen Encyrtiden sehr leicht zu unterscheiden wäre, wenn sie sicher zu dieser Subfamilie gehören würde. Manche Arten oder Gattungen, oder die einzelnen Geschlechter derselben sind durch besonders auffallende Merkmale charakterisirt, und so mögen die auffälligen Formen hier zur Erleichterung der Bestimmung hervorgehoben werden : Die ganzen Fühler sind, ausser dem Wendegliede, ungemein stark flach- gedrückt bei den Weibchen von Cerapterocerus, Anusia und Mira. Lange und dünne Fühler haben die Weibchen von Psilophrys, Liothorax, Leptomastix und von einigen Arten von Copidosoma. Nur zwei Fadenglieder mit einer riesigen Fühlerkeule hat das Männ- chen von Häbrolepis. Nur fünf Fadenglieder finden sich bei den Weibchen von Bhopus und Holcothorax testaceipes (Cercobelus soll nur vier Fadenglieder haben). Das erste Fadenglied ist schwach gekrümmt bei den Männchen mehrerer Arten von Encyrtus, wie E. lunatus, sylvius etc. Eine riesige, cylindrische, mehr oder weniger gekrümmte Fühler- keule, welche wenigstens so lang wie der Faden ist, findet sich bei den Weib- chen von Encyrtus sceptriger und Bothriothorax paraäoxus, sowie bei dem Männchen von Häbrolepis. Die Stirn ist von dem Gesichte durch eine scharfe, quere, bis zu den Augen reichende Kante bei den Weibchen von Cerapterocerus und zwei Arten von Comys getrennt. Stirn und Scheitel sind spitzwinklig geknickt mit einer vor- stehenden queren Kante bei den Weibchen von Häbrolepis. Stirn und Scheitel sind grübchenartig oder sehr grob fingerhut- artig punktirt bei Bothriothorax und Phaenodiscus , beim Männchen der letzteren Gattung viel seichter und viel weniger auffallend. Ein aufrechtes S chüppchenpaar am Scheitelrande und ein solches an der Spitze des Scutellum findet sich bei den Weibchen von Häbro- lepis Dalmanni. Die Scheitelkante fehlt den Gattungen Ectroma, Baeocharis, Anu- sia, Mira, zwei Arten von Ericydnus und mehreren von Encyrtus. Das Mesonotum ist sehr dicht und sehr fein längsgestreift bei Holcothorax und sehr scharf fingerhutartig punktirt mit länglichen Punkten bei mehreren Arten von Copidosoma. Das Mesonotum hat jederseits vor dem Flügels chüppchen ein sehr tiefes Grübchen bei dem Männchen von Prionomitus. Ein in der Mitte breit zusammengeschnürtes Mesonotum findet sich bei dem Weibchen von Mira. Zwei tiefe Grübchen an der Basis des Scutellum hat Ectroma. Das Scutellum hat eine abgesetzte Spitze gewöhnlich bei den Weibchen von Ericydnus longicornis und ventralis. Die europäischen Encyrtiden. 681 Die Vorderflügel sind ungewimpert bei den Weibchen von Psi- lophrys und Bothriothorax Schlechtenddli. Rudimentäre Flügel kommen vor, bei Dinocarsis, Choreia, Eri- eydnus, Eetroma, Baeocharis, Anusia und Mira. In Betreff der nachfolgend eingehaltenen Nomenclatur habe ich einige Bemerkungen zu machen. Die Theile der Fühler habe ich nach Dr. Rein- hardt Vorschlage in der Berl. ent. Z. 1858, p. 315 des von demselben ange- gebenen Grundes wegen: Schaft, Wendeglied, Ringel, Faden und Keule ge- nannt. Unter Stirn verstehe ich hier jenen Theil des Kopfes, welcher zwischen dem vorderen Punktauge, den Netzaugen und dem Hinterrande des Gesichts- eindruckes liegt, wobei ich aber aufmerksam machen muss, dass bei den En- cyrtiden die Stirn nicht selten eingeschrumpft (eingedrückt) ist, so dass die- selbe bei nicht genauer Untersuchung noch für die Gesichtsgrube gehalten werden könnte. Unter dem Ausdrucke: Flügel habe ich der Kürze wegen stets die Vorderflügel gemeint. Auf das Zusammenstossen oder Entferntsein der Achseln habe ich nicht das Gewicht gelegt, wie frühere Autoren, weil bei denselben Exemplaren Ver- schiedenheiten auftreten, je nachdem bei dem todten Thiere der Vorderkörper herabgebogen oder, der Körperaxe entsprechend, gerade gerichtet ist, in dem ersteren Falle sieht man oft deutlich die Achseln zusammenstossen, was im letzten 'Falle dann oft nicht der Fall ist, weil das Mesonotum diesen Theil deckt. Ich hätte gerne in dieser Arbeit die Untersuchung des bei den Hyme- nopteren oft so charakteristischen Clypeus und der Abdominalsegmente durch- geführt, da aber bei den Encyrtiden diese Theile oft sehr schwierig zu erkennen sind, so wurde ich an der Ausführung durch den Umstand gehindert, dass mir von vielen Arten nur Stücke vorlagen, welche nicht mein Eigenthum sind und die ich nicht nach Gutdünken behandeln konnte. Schliesslich habe ich noch zu bemerken, dass ich in den Index auch jene mir unbekannten oder zweifelhaften Arten mit dem Citate aufgenommen habe, welche bei den Beschreibungen keine Erwähnung fanden. Uebersicht der Wirte, in denen die Encyrtiden leben. a) Hymenoptera. Eumenes coarctata: Encyrtus varicomis. b) Coleoptera. Ceutorhynchus assimilis: Rondani beschreibt in Bull. Soc. ent. ital. IV. 1872, p. 207 einen daraus erzogenen Encyrtus Ceutorhynchi. Galleruca (calmariensis) nach Walker: Homalotylus flaminius. Coccinella: Homalotylus flaminius. Z. B. Ges. B. XXV. Abh. s 86 682 Dr. Gustav May r. c) Lepidoptera. a) aus Eiern. JBombyx neustria: Encyrtus tardus. Lasiocampa pini: ? Encyrtus embryophagus. Notodonta: Encyrtus Notodontae. Lepidoptera ohne weitere Angabe: Encyrtus gravis. ß) aus Raupen. Agrotis fumosa: Copidosoma truncatellum. Hadena polyodon Xi.: Copidosoma truncatellum. Leucania albipuncta: Copidosoma truncatellum. Plusia concha, deaurata, moneta, Festucae , Jota: Copidosoma truncatellum. Catocala electa: Copidosoma truncatellum. Geometra: Copidosoma chalconotum. Cidaria variata: Copidosoma Cidariae. Eupithecia centaureata, pimpinellata: Encyrtus scaurus, Copidosoma chalconotum. Eupithecia succenturiata, lariciata: Copidosoma chalconotum. Eupithecia absinthiata: Copidosoma truncatellum. Tort rix auf Tilia: Copidosoma citripes. Carpocapsa splendana: Copidosoma Hartmanni. Hyponomeuta cognatella: Holcothorax fuscicollis. Hyponomeuta evonymella: Holcothorax fuscicollis, Copidosoma Bou- cheanum. Cerostoma auf Buchen: Copidosoma flagellare. Depressaria arenella: Copidosoma Kriechbaumeri. Depressaria Petasitis?: Copidosoma Hartmanni. Gelechia favillaticella: Copidosoma geniculatum. Lita alsinella: Copidosoma filicorne. Tachyptilia populella: Copidosoma hilare, citripes. Coleophora luteipennella, vibicella: Copidosoma Coleophorae. Lithocolletis Cramerella, alniella, quercifoliella, populifoliella: Holcothorax testaceipes. Lithocolletis auf Erlen: Holcothorax fuscicollis. Tischeria eomplanella: Holcothorax testaceipes. Nepticula splendidissimella: Holcothorax Nepticulae. d) Diptera. Anthomyia Ceparum: Bothriothorax clavicomis. Syrphus: Encyrtus aeruginosus. Cecidomyia rosaria (Gallen): Encyrtus strobili. Cecidomyia Salicis (Gallen): Encyrtus clavellatus. Die europäischen Encyrtiden. 683 e) Hemiptera. Aphis auf Ribes aureurn und Rosa centifolia: Encyrtus aphidivorus. Coceiden auf Tilia: Blastothrix sericea, Encyrtus sylvius, Comys scutel- lata, Habrolepis Zetterstedti. Aesculus : Aphycus apicalis, Blastothrix sericea, Schönherri, Encyrtus syl- vius, chalcostomus. Acer: Blastotrix sericea, Comys scutellata. Vitis: Aphycus punetipes, Blastothrix Schönherri, Encyrtus duplicatus, Comys Swederi, Ericydnus ventralis. Pistacia: Aphycus hederaceus, Encyrtus lunatus, Chiloneurus formosus. Prunus: Aphycus punetipes, Blastothrix sericea, Encyrtus sylvius, chal- costomus, Comys scutellata, Cerapterocerus mirabilis, corniger, Phaeno- discus aeneus. Persica: Cerapterocerus mirabilis, Phaenodiscus aeneus. Rosa: Aphycus punetipes, Comys scutellata, Phaenodiscus aeneus. Rubus, wahrscheinlich: Blastothrix Bohemanni. Ribes: Blastothrix Schönherri. Cornus: Aphycus punetipes. Ulrnus: ? Encyrtus machaeras "Walk. (Ent. Mag. IV. 1837, p. 460) nach Walker's Angabe. Populus: Aphycus punetipes. Betula: Encyrtus sylvius. Alnus : Aphycus punetipes. Corylus: Blastothrix sericea, Encyrtus sylvius, Comys scutellata. Carpinus: Aphycus apicalis, Blastothrix sericea, Encyrtus lunatus, cyano- cephalus, Comys obscura. Quercus: Aphycus hederaceus, Blastothrix bifasciata, erythrostethus, En- cyrtus ferrugineus, chalcostomus, Psilophrys longicornis , Chiloneurus microphagus , quercus, Habrolepis Dalmanni und wahrscheinlich Lio- thorax glaphyra. Festuca, wahrscheinlich: Encyrtus Festucae. Brachypodiam: Aphycus hederaceus, Encyrtus cyaneus, Chiloneurus for- mosus. Stipa: Encyrtus cyanifrons, Phaenodiscus cercopiformis. Gräser: Encyrtus cyaneus, Cerapterocerus mirabilis, corniger, Baeocharis paseuorum. Abies, in Coccus racemosus : Bhopus testaceus, Encyrtus lunatus, duplicatus, fuseipennis. Ratzeburg gibt auch Enc. mucronatus Ratz., tenuis Ratz, und cephalotes Ratz, als in diesem Coceiden erzogen, an. 684 Dr- Gustav Mayr. Analystisclie Uebersicht der Gattungen. Weibchen. 1. Der Faden fünfgliedrig, 1 ) die Keule fast so laug als der Faden; der Körper- sehr flach, höchstens 0*8 Mm. lang, gelbbraun, glänzend und fast glatt; die Flügel ziemlich lang gewimpert. 1. Bhopus Forst. sechs gliedrig, nur bei Uolcothorax testaceipes fünfgliedrig, in welchem Falle der Körper nicht flach, grösstentheils duDkel gefärbt, nicht glatt, der Thorax glanzlos oder höchstens schimmernd ist und die Flügel nicht lang gewimpert sind 2 2. Der horizontale Scheitel bildet mit der schief nach unten und hinten ge- richteten Stirn einen spitzen Winkel und ist daselbst von derselben durch eine quere bis zu den Augen reichende Kante getrennt; die vier ersten Fadenglieder nicht compress und dicker als lang; der dicke schwielige Eamus marginalis länger als der R. stigmaticus. 15. Habrolepis Forst Stirn und Scheitel durch keine Querkante getrennt, nicht winkelig . . 3 3. Schaft, Faden und Keule sehr breit flachgedrückt 4 nicht zugleich stark breit gedrückt 6 4. Scheitelkante scharf schneidig, Scheitel und Stirn schief nach vorne und unten geneigt, letztere vorne von der tiefen Gesichtsgrube durch eine bis zu den Augen reichende Querkante getrennt; die Flügel sind ent- wickelt und haben braune Zeichnungen oder sind gebräunt, der Ramus marginalis ist dick- schwielig und länger als der R. stigmaticus. 14. Cerapterocerus Westw. — fehlend, Stirn von der Gesichtsgrube nicht durch eine bis zu den Augen reichende gerade Querkante abgetrennt; die Flügel fast immer rudi- mentär 5 5. Der Kopf dünn, der Gesichtseindruck nicht zwischen die Augen einge- schoben, der Thorax flach. 24. Anusia Forst. — — dick, der Gesichtseindruck bis zwischen die Mitte der Augen ein- geschoben, der Thorax nicht flach, das Mesonotum eingeschnürt. 25. Mira Schell. 6. Scutellum an der Basis mit zwei tiefen Grübchen, die Fühlergelenke sind einander näher wie dem Mundrande, der Schaft überragt den Scheitel, das Wendeglied kürzer als das erste Fadenglied, der Faden fast cilin- drisch, schwach compress, Flügel rudimentär. 22. Ectroma Westw. — ohne Grübchen 7 *) Die mir unbekannte Gattung Cercobelus soll einen nur viergliedrigen Faden haben. Die europäischen Encyrtiden. 685 7. Scutellum fast kreisrund (schön gelb); Schaft nicht verbreitert, der Faden und besonders die Keule deutlich flach gedrückt, die Fadenglieder ziem- lich so lang als breit, das erste das dünnste, die letzteren am breitesten, der Kopf dick, die Scheitelkante fehlt, die Flügel rudimentär. 23. Baeocharis n. g. Das Scutellum, dreieckig mit abgerundeter oder nicht abgerundeter Spitze 8 8. Scutellum mit einem auffallenden, langen, aufrechten Haarbüschel vor der Spitze 9 — ohne Haarbüschel 10 9. Das Wendeglied kürzer als das erste Fadenglied, Mesonotum ohne silber- weisse Haare, der Eamus marginalis deutlich kürzer als der E. stig- maticus. 12. Comys Forst. länger als das erste Fadenglied, das Mesonotum ganz oder wenig- stens nahe dem Hinterrande mit silberweissen, anliegenden Härchen; der Eamus marginalis mindestens ebenso lang wie der E. stigmaticus. 13. Chiloneurus Westw. 10. Der Kopf mit einer sehr auffallenden, dichten und sehr groben fingerhut- artigen Punktirung, wodurch derselbe fast wie mit Edelstein chen besetzt erscheint, das Gesicht schwach eingedrückt, Stirn und Scheitel sehr breit, der Schaft nicht blattartig verbreitert; der Körper ziemlich breit und gedrungen . 11 Der Kopf nicht mit einer solchen Skulptur 12 11. Flügel wasserhell, der Eamus marginalis fehlend oder sehr kurz; Meso- notum und Scutellum mit einer ähnlichen Skulptur wie der Kopf, das Scutellum ziemlich stark quer gewölbt mit stark hinabgebogenen Seiten- rändern; Wangen durch keine Kante getheilt; Keule kürzer als der Faden, oder doppelt so lang wie dieser. 17. Bothriothorax Eatz. — ganz oder theilweise gebräunt, der Eamus marginalis so lang oder etwas kürzer als der E. stigmaticus, nie sehr kurz; Mesonotum und Scutellum massig grob chagrinirt mit zerstreuten groben Punkten, letzteres schwach quer gewölbt mit nicht hinabgebogenen Seitenrändern, die Wangen durch eine mehr oder weniger scharfe Kante in eine vordere und hintere Seite' getheilt. 18. Phaenodiscus Forst. 12. Stirn und Scheitel fingerhutartig punktirt, ohne zerstreute grössere Punkte, Mesonotum ebenso mit rundlichen oder mit länglichen Punkten, selten (bei C. Gidariae und bei weniger entwickelten Exemplaren von C. trun- catellum) ist die Oberseite des Thorax nur chagrinirt; Fübler sehr lang oder auch ziemlich kurz, der Schaft dünn, nicht verbreitert, die Keule entweder lang, so lang wie die 3—4 letzten Fadenglieder zusammen, schwach gebogen und am Ende nicht oder undeutlich gestutzt, oder sie ist mehr weniger dick und sehr stark "schief gestutzt; das Gesicht stark eingedrückt, der Bohrer sehr lang, lang, kurz oder auch verborgen; die Flügel wasserhell, der Eamus marginalis bei den meisten Arten fehlend Dr Gustav Mayr. oder sehr kurz, bei C. truneatellum nur wenig kürzer als der R. stig- maticus. 11. Copidosoma Ratz. Anders beschaffen 13 13. Die Keule sehr schief gestutzt (von der Spitze bis zur Basis oder bis nahe zur Basis), die Fühler nahe dem Mundrande eingefügt, der Schaft nicht verbreitert, der Faden nicht compress, das Gesicht nicht oder schwach eingedrückt, die Augen unten viel mehr von einander entfernt wie oben, die Ocellen bilden ein spitz- oder rechtwinkliges Dreieck, die Hinter- schenkel sind am unteren Rande mit einer, besonders bei grösseren In- dividuen, sehr deutlichen Längsfurche versehen; der Ramus marginalis ist sehr kurz oder fehlend; Körperlänge: 1*7 — 2*6 Mm. 16. Homalotylus n. g. Die Keule nicht sehr schief gestutzt und die übrigen Körpertheile theilweise anders beschaffen 14 14. Die Flügel rudimentär oder entwickelt, im letzteren Falle ist das Scutellum flach oder die Spitze desselben deutlich abgesetzt und blass gefärbt 15 entwickelt, das Scutellum quer gewölbt, dessen Seitenränder hinab- gebogen, mit nicht abgesetzter Spitze 17 15. Der Schaft stark blattartig verbreitert, den oberen Rand des Kopfes über- ragend, der Faden schwach compress und dünn, die Keule nicht dicker als der Faden, die scharf eingedrückten Fühlerfurchen bilden von der Einlenkung der Fühler bis über die Mitte des Kopfes ein stark spitz- winkliges Dreieck, Stirn und Scheitel breit, Scutellum sehr wenig ge- wölbt, dessen Spitze nicht abgesetzt; die Flügel sind meistens rudi- mentär, selten entwickelt, in welchem Falle sie braun gebändert sind, einen kurzen dicken Ramus marginalis, einen sehr langen R. stigmaticus und einen fast fehlenden R. postmarginalis haben. 19. Dinocarsis Forst. Der Schaft nicht blattartig verbreitert ; ... 16 16. Erstes Fadenglied nur so lang als dick, der Schaft reicht nur bis zum oberen Rande der Gesichts grübe, das Wendeglied viel länger als das erste Fadenglied; die Stirn wenig gewölbt, schief nach unten und vorn geneigt, die Scutellumspitze nicht abgesetzt, Flügel rudimentär oder ent- wickelt, im letzteren Falle ist der Ramus stigmaticus sehr kurz. 20. Chor ei a Westw. — — stets deutlich länger als dick, der Schaft überragt bedeutend den Hinterrand der Gesichtsgrube, das Wendeglied ist kürzer oder länger als das erste Fadenglied, die Stirn stark von oben nach unten gewölbt, die Scutellumspitze abgesetzt oder nicht abgesetzt, die Flügel rudimentär oder entwickelt und dann sind alle drei Rann sehr lang. 21. Ericyänus Walk. 17. Mesonotum und Scutellum glanzlos, dicht fingerhutartig punktirt oder sehr fein und sehr dicht gestreift; das Wendeglied länger als dick; der Ramus marginalis kürzer als der R. stigmaticus, oder er fehlt ganz 18 — stets mehr oder weniger glänzend 20 Die europäischen Encyrtiden. 687 18. Mesonotum und Scutellum sehr fein, dicht und scharf längsgestreift; der Körper höchstens l'l Min. lang, der Schaft ist nicht oder wenig hlattartig verbreitert, der Faden fünf- bis sechsgliedrig. 2. Holcothorax n. g. dicht, scharf und fein fingerhutartig punktirt; der Faden sechs- gliedrig 19 19. Die Fadenglieder dicker als lang, die Keule etwas länger als der halbe Faden; der Eamus marginalis fehlt. 3. Aphycus n. g. Die fünf ersteren Fadenglieder länger als dick, die Keule so lang oder etwas länger als die zwei letzten Fadenglieder zusammen, der Eamus mar- ginalis stets deutlich vorhanden. 4. Blastothrix n. g. 20. Vorderfiügel nicht gewimpert; Fühler sehr lang und besonders der Faden sehr dünn, das sechste Fadenglied ist das kürzeste, aber doch noch fünf- mal so lang als dick; der E. marginalis fehlt. 8. Psilophrys n. g. — gewimpert, das sechste Fadenglied viel kürzer 21 21. Eamus marginalis anderthalb Mal so lang wie der E. stigmaticus; die Achseln stossen in der Mitte an ein kurzes Längskielchen; die Fühler fadenförmig, dünn und lang (unbedeutend länger als der Körper). 10. Leptomastix Forst. — — stets viel kürzer, die Achseln stossen innen nicht an ein Längs- kielchen 22 22. Fühler sehr dünn, Wendeglied etwa dreimal so lang als am Ende dick, Keule fast so dünn wie die dünnen eng an einander schliessenden Faden- glieder; Kopf und Thorax fast glatt und stark glänzend. 9. Liothorax n. g. — dicker, der Schaft nicht oder ziemlich stark blattartig verbreitert, das Wendeglied kürzer wie bei der vorigen Gattung, der Faden nicht dünn- fadenförmig, die Gelenke der Glieder deutlich zu erkennen, die Keule gewöhnlich dicker als der Faden; Kopf und Thorax deutlich chagrinirt oder der Kopf dicht punktirt und das Scutellum ebenso oder fein ge- streift. 6. Encyrtus Dalm. Männchen. 1. Der Faden nur aus zwei sehr kurzen Gliedern bestehend, die Keule un- gemein lang, cylindrisch und gekrümmt. 15. Habrolepis Forst. sechsgliedrig 2 2. Mesonotum an den hinteren Seitenecken vor den Flügelschüppchen mit einem sehr tiefen Grübchen; Fadenglieder an der oberen Seite des Fadens sehr stark von einander abgeschnürt (gesägt), zweites bis fünftes Faden- glied, von der Seite gesehen, dreieckig, jedes oben mit sehr langen, ge- krümmten Haaren; der Eamus marginalis fehlend; Kopf und Thorax vorherrschend grün. 5. Prionomitus n. g. — ohne solche tiefe Grübchen; Fadenglieder nicht dreieckig, oben gleich- massig behaart oder mit zwei Halbwirteln 3 Dr. Gustav May r. 3. Alle oder die meisten Fadenglieder oben mit je zwei aus langen Haaren gebildeten Halbwirteln, welche öfters auf höckerartigen Erhöhungen der Fadenglieder entspringen, die Glieder von einander scharf getrennt. (Bei Bhopus, einer sehr kleinen, gelbbraunen Form mit langgewimperten Flügeln sind die Halbwirtel bei weniger gut conservirten Exemplaren manchmal undeutlich) 4 Fadenglieder gleichmässig kurz oder lang behaart, ohne Haarwirtel . . 8 4. Eamus marginalis länger als der Eamus stigmaticus 5 — — deutlich kürzer als der Eamus stigmaticus .6 5. Scutellum mit dichter, feiner, scharfer Skulptur und fast glanzlos, seitlich undeutlich längsstreifig, an der hinteren Hälfte gewöhnlich mit schief nach hinten und oben gerichteten langen Borstenhaaren; Mesonotum mit anliegenden, silberweissen Haaren; Eamus marginalis und E. postmar- ginalis nicht dickschwielig. 13. Chiloneurus Westw. — seicht chagrinirt und glänzend, ohne aufrechte Borstenhaare, Meso- notum mit bräunlich gelben Haaren, Eamus marginalis und E. postmar- ginalis ziemlich dickschwielig. 14. Cerapteroeerus Westw. 6. Kopf und Oberseite des Thorax reichlich sehr grob grubig punktirt, der Eamus postmarginalis sehr kurz, stumpf abgebrochen. 17. Bothriothorax Eatz. - — — — ohne solche Skulptur 7 7. Flügel lang gewimpert, Kopf und Thorax sehr fein und seicht chagrinirt und glänzend; Körper sehr klein und flach. 1. Bhopus Forst. — kurz gewimpert, Kopf und Thorax glanzlos, sehr fein und scharf finger- hutartig punktirt. 4. Blastothrix n. g. 8. Scutellum vor der Spitze mit einem Büschel schwarzer aufrechter Haare. 12. Connys Forst. — ohne Haarbüschel 9 9. Faden stark compress, die Fühler vom Mundrande viel weiter entfernt wie von einander .10 — nicht oder schwach compress 11 10. Schaft an der Unterseite ziemlich stark blattartig verbreitert, Scutellum flach, Mesonotum verkehrt-trapezförmig; der Körper mit weissen, an- liegenden Börstchen; die Flügel rudimentär. 19. Dinocarsis Forst. — nicht compress, Faden an der oberen Seite gesägt und sehr kurz be- haart, das Scutellum stark quer gewölbt, der Metatarsus der Hinterbeine compress, der Eamus marginalis fehlt, der E. postmarginalis dick, mehr wie doppelt so lang als der E. stigmaticus. 7. Prionomastix n. g. 11. Mesonotum, sowie die Stirn und der Scheitel, dicht und scharf fingerhut- artig punktirt, die Fadenglieder ziemlich gleichlang, kurz behaart (die Haare viel kürzer wie die Fadenglieder), der Eamus marginalis ist feh- lend oder sehr kurz. 11. Copidosoma Eatz. — nicht mit solcher Skulptur 12 Die europäischen Encyrtiden. 689 12. Mesonotum glanzlos, bei geringer Vergrösserung scheinbar ohne Skulptur 13 — massig oder ziemlich stark glänzend und meistens mit deutlicher Skulp- tur 14 13. Die Mitte des Gesichts stark quer gewölbt, das Mesonotum und Scutellum zeigen bei starker Vergrösserung eine sehr dichte, scharfe Längsstreifang; das Wendeglied kürzer als das erste Fadenglied. 2. Holcothorax n. g. — — — — schwach gewölbt, das Mesonotum und Scutellum äusserst fein und dicht punktirt; das Wendeglied länger als das erste Fadenglied. 3. Aphycus n. g. 14-. Eamus marginalis deutlich länger als der R. stigmaticus, die langen und dünnen Fühler sind einander und dem Augenrande näher eingelenkt wie dem Mundrande. 21. Ericyänus Walk. — — meist deutlich kürzer wie der Raums stigmaticus, selten ebenso lang wie dieser, oder die Flügel sind rudimentär 15 15. Flügel rudimentär, die Fühler nicht lang behaart, die Gelenke vom zweiten an sehr klein, das erste Fadenglied mehr wie zweimal so lang als dick, das sechste länger als dick 16 — entwickelt ' 17 16. Scutellum gross, sehr flach, hinten an der Basis des ersten Abdominal- Segmentes flach aufliegend, es ist dreieckig mit sehr stark abgerundeter Spitze. 20. Ghoreia Westw. — nicht gross, fast kreisrund, deutlich gewölbt, hinten nicht bis zum ersten Abdominal-Segmente reichend. 23. Baeocharis n. g. 17. Der Kopf reichlich und sehr grob, obwohl seicht, punktirt, überdies dicht fein punktirt, die Fühler vom Mundrande ziemlich entfernt eingelenkt, in gleicher Höhe mit dem unteren Augenrande, sie sind reichlich be- haart, die Haare kürzer als die Fadenglieder; die Beine, die Gelenke und Tarsen ausgenommen, ganz dunkel gefärbt. 18. Phaenoäiscus Forst. — — nicht grob punktirt oder nur mit wenigen zerstreuten Punkten in der Nähe der Augen 18 18. Der Kopf unter den Augen verlängert, von vorne gesehen, trapezförmig, die Wangen so lang wie die Augen und fast gerade in der Längsrichtung; die Fühler auffallend lang, reichlich mit kurzen Haaren besetzt, Ramus marginalis fehlend, der R. stigmaticus weicht stark von der Richtung des Flügelrandes ab. Kopf, Mesonotum und Scutellum seicht chagrinirt. 8. Psilophrys n. g. — — unter den Augen, wie gewöhnlich, nicht verlängert, er ist, von vorne gesehen, rund oder fast quer oval; die kurzen Wangen vom Unteren Augenrande zu den Mundwinkeln gebogen; die Fühler mit langen oder kurzen Haaren, der Ramus stigmaticus bildet mit dem R. marginalis einen spitzeren Winkel. 6. Encyrtus Dalm. Z. B. Ges. B. XXV. Abh. 87 690 Dr. Gustav Mayr. I. Rhopus Forst. Hym. Stud. II. 1856, p. 84. Vollenh. Schets. Tab. VII. 1 ) Weibchen. Der Körper ist sehr flach und sehr klein. Die Fühler ent- springen ganz nahe dem Mundrande, der Schaft ist ziemlich dick, massig coni- press und erreicht fast die Höhe des Kopfes, das Wendeglied ziemlich gross, etwas mehr wie doppelt so lang als dick und am Ende dicker als das erste Fadenglied, das Eingel ist nur an frischen oder feuchtgelegten Exemplaren unter dem Mikroskope zu sehen, der Faden ist nur fünfgliedrig, das erste Fadenglied so lang als dick, das zweite und dritte etwas dicker als lang, das vierte und fünfte so lang als dick, die Glieder nehmen vom ersten zum fünften an Grösse zu, die ziemlich grosse, cilindrische, an der Spitze kegelig endende Keule ist so lang wie die vier letzten Fadenglieder zusammen, kaum dicker als das fünfte Fadenglied und zeigt keine Spur einer Gliederung (selbst bei starker mikroskopischer Vergrösserung). Der Kopf ist sehr dünn, der Clypeus ziemlich gross, massig gewölbt, nicht gekielt und hinten bogig abgerundet, der Scheitel ist sehr breit, die Ocellen stehen in sehr stumpfwinkligem Dreiecke, indem das mittlere Punktauge nur wenig vorgerückt ist; die Scheitelkante ist scharf schneidig, aber meistens nicht sicher zu erkennen, , weil .der Kopf gewöhnlich eingedrückt (eingeschrumpft) ist. Kopf, Mesonotum und Scutellum sind glän- zend, äusserst fein und seicht chagrinirt und fein behaart. Das Scutellum ist ziemlich flach, dessen Seitenränder herabgebogen, die Spitze stark abgerundet und wenig über das Postscutellum erhöht. An der Oberseite des flachen Hinter- leibes sind fünf Glieder zu erkennen, von denen die vier ersteren ziemlich gleich- gross sind, während das Endglied grösser und glatt ist. Die Flügel sind ziem- lich lang gewimpert, der Eamus humeralis ist kurz, so dass etwas mehr als die Endhälfte des Flügels rippenlos ist, der Raums marginalis sehr kurz, der E. stigmaticus länger (oft wegen der hellen Farbe undeutlich), der E. post- marginalis kurz. Der Bohrer ist kaum sichtbar. Männchen. Dem Weibchen sehr ähnlich und (soweit es die Unter- suchung der getrockneten Exemplare zulässt) fast nur durch die Fühler unter- schieden. Diese sind viel länger, der Schaft wie beim Weibchen, das Wende- glied etwa anderthalb Mal so lang als am Ende dick und etwas kürzer als das erste Fadenglied; der Faden ist lang, sechsgliedrig, reichlich lang abstehend behaart, die Haare beiläufig so lang wie die Glieder, an der oberen Seite des Fadens bei sehr gut erhaltenen Exemplaren deutlich an jedem Gliede in zwei Halbwirteln stehend, die Glieder sind scharf von einander getrennt, ziemlich gleichlang, etwa doppelt so lang als dick, die cilindrische, am Ende spitz- gerundete Keule ist nicht dicker als das sechste Fadenglied und etwas kürzer als die zwei letzten Fadenglieder zusammen. Der Hinterleib scheint an der ') Snollari van Vo llenho ven. Sclietsen teu gebruike Inj cle Studie der Hytnmwvitm-a. B'Gravenhage, Marianus Nijhoff. 18G8 -:S73. Die europäischen Encyrtiden. ' 691 oberen Seite nur von zwei grossen Gliedern gebildet zu sein und ist am hin- teren Ende abgerundet. An den Flügeln ist der Kamus humeralis etwas länger wie beim Weibchen. In Vollenhoven's Schetsen ist der Fühler des Männchens in Bezug der Anzahl und Form der Glieder unrichtig gezeichnet, die zwei Furchen an Stirn und Scheitel sind am nicht zusammengeschrumpften Kopfe in dieser Weise weder bei dieser Gattung noch bei einem anderen Encyrtiden vorhanden. 1. JRhopus testaceus Eatz. Encyrtus testaceus Eatz. lehn. d. Forstins. II. 1848, p. 146. - Piso Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 423. Bhopus Piso Forst. Hym. Stud. II. 1856, p. 37; Walk. Notes on Chalc. 1872, p. 78. Weibchen und Männchen. Gelbbraun, bald heller bald dunkler, die Beine, oft auch die Fühler, blassgelb. Länge: 0*6— 0"8 Mm. Die kleinste Encyrtiden- Art lebt in Coccus racemosus auf Fichten, und fliegt Ende Juni und im Juli aus. Unter etwa 150 erzogenen Exemplaren fand ich kein einziges Männchen, auch unter den Batzeburg'schen Typen, von Eeissig erzogen (in v. Heyden's Sammlung), finde ich nur Weibchen. Von Herrn Walker erhielt ich ein Männchen seines Enc. Piso, welches un- zweifelhaft zu den Weibchen von Bhopus testaceus gehört, obschon ich nicht behaupten möchte, dass alle ihm im Jahre 1838 zur Beschreibung vorgelegenen Exemplare nur einer Art angehört haben, weshalb ich dem jüngeren Namen, der sich auch auf erzogene Thiere bezieht, den Vorzug zu geben für richtig halte. Dr. Förster gibt in seinen Hym. Stud. IL 1856, p. 37 an, dass ihm von dieser Gattung bereits neun Arten bekannt seien, doch hat er noch keine beschrieben. Derselbe versendet einen Bhopus debilis Forst, i. 1., von welchem mir neun Männchen aus den verschiedenen Sammlungen vorliegen, welcher sich in den kleineren Exemplaren von dem in meiner Sammlung befindlichen Walker'schen Stücke des B. Piso durchaus nicht unterscheidet, während die grössten Exemplare 0*9 Mm. lang sind und eine dunklere Färbung der Oberseite des Körpers haben; ob nun diese letzteren Exemplare einer anderen Art ange- hören, dürfte wohl nur die Zucht entscheiden. II. Holeothorax n. g. Weibchen. Der Körper ist gedrungen und klein. Die Fühler sind in massiger Entfernung vom Mundrande eingefügt, ihr Schaft ist ziemlich kurz und wenig oder nicht blattartig verbreitert, das Wendeglied ist länger als dick und viel länger als das erste Fadenglied, der Faden ist kurz oder ziemlich kurz, nicht compress, fünf- bis sechsgliedrig, wenn sechsgliedrig, so ist das erste Fadenglied kurz und dicker als lang, die Glieder nehmen an Grösse gegen die Fühlerspitze zu, die Keule ist cilindrisch, länger als die zwei letzten Faden- glieder zusammen und an der Spitze schief gerundet — gestutzt. Das stark ein- gedrückte Gesicht ist nur wenig zwischen die Augen eingeschoben und scharf 87* 692 Dr. Gustav Mayr. von der grossen Stirn abgegrenzt; Stirn und Scheitel sind sehr dicht- und fein fingerhutartig punktirt oder chagrinirt (testaceijpes) , reichlich mit nach hinten gerichteten, massig abstehenden Haaren bekleidet, beide sind breit und gleich- breit. Der Thorax ist dick, oben stark gewölbt und so wie die obere Fläche des Kopfes behaart, Mesonotum und Scutellum sind bei ganz reinen Exemplaren glanzlos, bei feuchtgewordenen schimmernd, scheinbar (selbst mit starken Lupen betrachtet) skulpturlos, bei mikroskopischer Vergrösserung (oder bei feucht- gewordenen oft schon mit starker Lupe) zeigt sich jedoch eine sehr dichte, scharfe Längs streifung, die Seiten und die Spitze des Scutellum stark herab- gebogen, so dass dasselbe ziemlich hoch, aber in der Mitte doch wenig convex ist. Der Hinterleib ist wenig länger als breit, der Bohrer kaum oder wenig vorragend. Der Ramus marginalis ist deutlich kürzer als der R. stigmaticus, welcher in ein wasserhelles, gewöhnlich nicht sehr leicht erkennbares Knöpfchen endet, der R. postmarginalis ist der längste der Rami. Männchen. Dem Weibchen sehr ähnlich, doch durch die Fühler unter- schieden. Das Wendeglied ist so lang als dick, etwas kürzer als das erste Fadenglied, der sechsgliedrige Faden ist oben etwas gesägt, indem die Gelenke der Glieder mehr gegen die Unterseite des Fadens liegen, jedes Glied ist an der oberen Seite (die Fühler nach vorn gestreckt gedacht) und zwar an der Basis abgerundet, am Apicalende eckig, so dass jedes Glied an der Spitze quer gestutzt ist, die Glieder sind, besonders oben, lang behaart, nicht gewirtelt, es nehmen die Glieder (bei H. fuscicollis, denn die von H. testaceijpes kann ich nicht untersuchen, da sie zusammengeschrumpft sind) vom ersten bis zum sechsten allmälig etwas an Länge zu, aber das längste, sechste Glied, ist noch nicht ganz doppelt so lang als dick, die Keule ist gestreckt und etwas länger als die zwei letzten Fadenglieder zusammen. Bei beiden Geschlechtern und allen Arten ist der Schaft schwarz, violet angelaufen, das Wendeglied meistens theilweise braun, Faden und Keule gelb oder braungelb, Gesicht und Pleurae violet, der Thorax oben schwarz oder dunkelbraun, glanzlos oder schimmernd, die Flügel wasserhell. Weibchen. 1. Faden fünfgliedrig, alle Glieder etwas länger als dick; Stirn und Scheitel chagrinirt, glänzend; alle Tibien blassgelb. Länge 0"8 Mm. ... 2 - sechsgliedrig; Stirn und Scheitel scharf fingerhutartig punktirt (bei reinen Exemplaren) glanzlos, blau, selten mehr grün, der Hinterleib schwarz, alle Schenkel und mehr weniger die Basalhälfte der Tibien braun . 3 2. Stirn und Scheitel blau, die Mittelschenkel und oft die Hinterleibsbasis blassgelb. 1. H. testuceipes Ratz. — — — schwarz, etwas purpurfarbig angelaufen, der letztere öfters etwas violet, die Mittelschenkel, mit Ausnahme der gelblichweissen Enden, braun, die Hinterlcibsbasis ohne gelben Fleck an der Basis. 2. H. Nepticulae n. sp. Die europäischen Encyrtiden. 693 3. Erstes und zweites Fadenglied viel dicker als lang, die folgenden so lang als dick. Länge: - 9 — 1 Mm. 3. H. fuscicollis Dalm. Erstes Fadenglied dicker als lang, zweites so lang als dick, das folgende ' länger als dick, die drei letzteren anderthalb Mal so lang als dick. Länge l'l Mm. 4. H. atricollis Dalm. Die Männchen sind mir nur von H. testaceipes und H. fuscicollis bekannt. Beide Arten unterscheiden sich durch die Färbung der Beine wie bei den Weibchen; der Faden ist bei beiden Arten sechsgliedrig. 1. Molcothorax testaceipes Batz. Encyrtus testaceipes Batz. lehn. d. Forstins. IL 1848, p. 146. Mir liegt eine Beihe von Exemplaren vor, welche von Ee issig aus mit Lithocolletis besetzten Eichenblättern erzogen und von Eatzeburg deter- minirt worden sind. Eatzeburg gibt an, dass Beissig sie aus Lithocolletis quercifoliella, cramerella und (Tischeria) complanella erzogen habe. Ferner erwähnt Batzeburg, dass Bouche diese Art aus Lithocolletis populifoliella erzogen habe. Die Angabe, dass Beissig sie aus Coccus racemosus erzog, mag wohl zweifelhaft sein. Von Herrn v. Hey den liegen mir Stücke vor, die derselbe aus Minirraupen der Birkenblätter, dann aus Lithocolletis cramerella, aber auch aus Schildläusen an Juniperus erzogen habe. Dr. Bein- hard erhielt sie in Sachsen aus Lithocolletis dlniella. Von Tschek liegen mir Exemplare vor mit der Notiz: „Weiden, 15. März 1869" und „23. März 1869", doch ist nicht angegeben, ob die Stücke auf Weiden gefangen oder dar- aus erzogen worden sind. 2. Molcothorax Nepticulae n. sp. Herr Hartmann in München erzog diese Art aus Nepticula splen- didissimella. Weitere Zuchten mögen constatiren, ob diese Art nicht etwa doch nur eine Varietät der vorigen Art sei. 3. Molcothorax fuscicollis Dalm. Encyrtus fuscicollis Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 359; Nees Hyw. I. a. M. 1834. p. 236. Pteromalus cyanocephalus Bouche' Naturg. d. Ins. 1834, p. 167. Encyrtus atricollis Batz. lehn. d. Forstins. I. 1844, p. 213. Diese Art kommt insbesondere in den Larven von Hyp onomeuta Arten vor. Aus Hyp. evonymella ist sie schon oft erzogen worden und ich er- hielt Ende Juni aus einer Baupe circa 60 Schmarotzer, auch Ee issig erzog sie daraus und es liegen mir von ihm viele Stücke vor, die aber von Eatze- burg für H. atricollis gehalten wurden. Herr v. Hey den erzog sie in grosser Anzahl aus Hypon. cognatella, welche Stücke von Dr. Förster" ebenfalls E. atricollis determinirt wurden. Auch die Hyp. padella gibt Batzeburg 694 Dr. Gustav Mayr. als Wirt an. Tschek erzog sie aus einer Hyponomeuta mit Masmus nudus Nees, doch auch aus einer Litliocolletis auf Erlen. Es liegen mir wohl auch Männchen vor, die aus Noctua (Plusia) moneta (von Dr. Keinhard) und aus Lithocolletis stettinensis (Brischke) erzogen wurden, doch sind die Exemplare in Betreff der Fühler zu wenig gut erhalten, um nicht auch an- nehmen zu können, dass sie möglicherweise zu der nächsten Art, von welcher die Männchen noch unbekannt sind, gehören. Förster hat diese Art auch unter dem Namen E. holosericeus versendet. 4. Uolcothoraoc atricollis Dalm. Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 358; Nees Hym. I. a. M. 1834, II. p. 237. Von dieser Art kenne ich nur das typische Weibchen aus der Dalman- schen Sammlung. Das typische Stück von Encyrtus nooilis Nees (Hym. lehn. äff. Mon. II. 1834, p. 238) mahnt durch die Skulptur des Mesonotum und des Scutellum an die Gattung Holcothorax, weshalb ich die Beschreibung desselben, ohne über die Gattung Aufschluss geben zu können, hier beifüge. Dasselbe ist theilweise von Fett überzogen, der Kopf ist angeklebt und könnte möglicherweise nicht zu dem übrigen Körper gehören. Die Fühler sind nicht weit vom Mundrande eingelenkt, der Schaft ist dünn, nicht verbreitert und überragt etwas die Ge- sichtsgrube, welche sich zwischen den Augen bis zu deren Mitte einschiebt, das Wendeglied ist ziemlich dünn, doppelt so lang als dick, der Faden dünn, ziem- lich fadenförmig, die Glieder nehmen vom zweiten, welches etwa anderthalb Mal so lang als dick ist, bis zum sechsten an Länge ab und an Dicke sehr wenig zu, so dass dieses nur unbedeutend länger als dick und etwas dicker als das zweite Fadenglied ist, das erste Fadenglied ist etwas länger als dick, deut- lich kürzer und dünner als das zweite Fadenglied; die Keule ist dünn und am Ende spitzig. Stirn und Scheitel sind zusammen etwas länger als breit und schwach gewölbt; die Ocellen bilden ein stumpfwinkliges Dreieck; die Scheitel- kante ist nicht sichtbar, weil gerade an dieser Stelle der Kopf an den Thorax angeklebt ist. Der Kopf ist zwischen den Augen und dem Gesichtseindrucke streifig und an der Stirn seicht fingerhutartig punktirt (genetzt); von der Färbung kann ich nur angeben, dass die Stirn (denn nur diese konnte ich ganz reinigen) erzgrün ist. — Der Thorax ist wohl ziemlich stark gewölbt, aber oben, besonders am Scutellum, flacher wie bei Holcothorax, Mesonotum und Scutellum zeigen, gereinigt, eine Skulptur, welche mit der bei Holcothorax vollkommen übereinstimmt, der Thorax ist schwarz, das Mesonotum zeigt, sehr schief mit einer starken Lupe betrachtet, einen schönen Erzschimmer, das Scutellum ist am Bande erzgrün, die Pleurae sind braun. Der Hinterleib ist oben erzgrün und in der Mitte kupferfarbig. Die Beine sind schwarzbraun, deren Gelenke, die Tarsen, die Apicalhälfte der Vordertibien und der grösste Theil der Mittel- tibien gelb. Der Ramus marginalis der wasserhellen Flügel ist fast so lang wie der kurze B. stigmaticus. Körperlänge: 1 Mm. Die europäischen Encyrtiden. o95 III. Aphycus n. g. Weibchen. Die massig kurzen Fühler sind nahe dem Mundrande ein- gelenkt, der Schaft ist blattartig verbreitert oder stielförmig, das Wendeglied etwa doppelt so lang als dick, die Glieder des sechsgliedrigen Fadens sind dicker als lang und nehmen vom ersten bis zum sechsten allmälig an Dicke zu, die Keule ist etwas länger als der halbe Faden und an der Spitze gerundet- gestutzt. Die Gesichtsgrube ist wenig zwischen die Augen eingeschoben, so dass dadurch die Stirn massig lang ist. Der Scheitel ist breit oder schmal und die Ocellen bilden ein spitz- oder stumpfwinkliges Dreieck. Stirn, Scheitel, Mesonotum und Scutellum sind glanzlos, sehr fein und sehr dicht punktirt, und mit ziemlich anliegenden gelblichen Haaren bekleidet. Der Bohrer ist wohl meistens nicht sichtbar, ragt aber auch (öfters bei apicalis) stark hervor. Der Eamus marginalis ist nicht entwickelt, so dass der R. stigmaticus an der Junctur entspringt. Männchen (punctipes) . Von den Weibchen durch die Fühler unter- schieden. Das Wendeglied ist länger als das erste Fadenglied (bei den meisten Gattungen kürzer wie dieses), der Faden ist reichlich gleichmässig behaart, die ersteren Glieder sind länger als dick, die Keule ist so lang als die zwei letzten Fadenglieder zusammen, an der Spitze abgerundet. Die Arten dieser Gattung schmarotzen in Schildläusen. Weibchen. 1. Flügel in der Mitte mit einem grossen braunen Flecke; Schaft nicht blatt- artig verbreitert, Keule ganz gelbweiss. Körper blassgelb, der Hinterleib braun, die Oberseite des Kopfes und des Thorax rothgelb oder braun mit blassgelben Pronotum, die ersteren (oder alle) Fadenglieder meistens gebräunt, öfters auch der Schaft und das Wendeglied; die Ocellen bilden ein ziemlich gleichseitiges Dreieck. Länge: 0'8 — 0"9 Mm. 1. A. apicalis Dalm. — wasserhell, Schaft an der Unterseite nicht oder kaum blattartig er- weitert, die vier ersten Fadenglieder braun, die zwei letzten meistens gelbweiss, die Keule nicht ganz gelbweiss. Der Körper blassgelb, Me- tanotum und Abdomen dunkel gefärbt, schmal- oder breit- und ver- schwommen gelb gerandet, die obere Seite des Kopfes, des Mesonotum, des Scutellum und des Metanotum rothgelb, die blassgelben Tibien meistens mit zwei braunen Ringen . . 2 2. Scheitel ziemlich schmal, die Ocellen bilden ein spitzwinkliges Dreieck (das vordere Punktauge von den hinteren meistens doppelt so weit entfernt, wie die zwei hinteren von einander), Schaft unten kaum blattartig er- weitert, gelbweiss mit einem schwarzen Längsstreifen, Keule gelbweiss und an der Basis (am ersten Ringel der Keule) schwarz oder ganz schwarz. Länge: 0'9— 1 Mm. 2. A. hederaceus Westw. 696- Dr. Gustav Mayr. Scheitel viel breiter, die Ocellen bilden meistens ein gleichseitiges, seltner ein etwas stumpfwinkliges Dreieck, der Schaft an der Unterseite stark blattartig verbreitert, braunschwarz, an beiden Enden, oft auch am oberen Rande, gelbweiss, die Keule schwarz. Länge: 1 — 11 Mm. 3. A. punctipes Dalm. Männchen. Weissgelb, die Fühler bräunlichgelb, ein Längsstreifen am Schafte, die Basal- hälfte des Wendegliedes, die vordere Hälfte des Pronotum, des Mesono- tum, Scutellum, Metanotum und der Hinterleib braun, Stirn und Scheitel gelbroth, die Flügel wasserhell. Länge: 0'9 Mm. 3. A. punctipes Dalm. 1. Aphycus apicalis Dalm. Encyrtus apicalis Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 153 (29); Nees Hyra. I. a. M. 1834, p. 220. Kollar hat diese Art „e Lecanio eriophoro Aesculi Hippocasiani" im Juni erzogen und unter dem Namen Enc. megalops Koll. i. 1. versendet; Rogenhofe r erzog sie aus einer Schildlaus auf einer Asperifoliacee, die bei Bludenz gesammelt war. Dr. Reinhard hat aus Fichtenzapfen einige schlecht entwickelte Exemplare erzogen und mir als Enc. apicalis gesendet, doch könnten dieselben vielleicht auch einer anderen Art angehören. Walker sandte mir ein richtig determinirtes Stück aus England, v. Heyden fing diese Art auf Eichen. Ein Stück, von Tschek im Mai aus Lecanium Carpini erzogen, ist etwas grösser (1 Mm.), braun gefärbt, mit rothgelbem Gesichte, braunen Fühlern, mit gelbweisser Keule und mit blassgelben, theilweise stark gebräunten Beinen. 2. Apliycus hederaceus Westw. Encyrtus hederaceus Westw. Phil. Mag. X. 1837, p. 441. — fulvifrons Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 109. v. Heyden hat diese Art aus Schildläusen auf Eichen erzogen und ich erhielt ein Stück aus einer Zucht von Gallen der Cynips lignicola, worin ohne Zweifel Schildläuse an einem Stengel waren. Herr Mann erzog diese Art mit anderen Encyrtiden aus einer Cocciden Art, die er bei Spalato auf Pi Sta- da lentiscus gefunden hatte, Kollar erzog sie aus Lecanium Phala- ridis im Juli. Dr. Förster versandte Exemplare mit ganz schwarzer Keule unter dem Namen Aphycus custos. In Heyden's Sammlung findet sich ein Weibchen mit der Notiz: „Schmitte, Pinus picea", von Dr. Förster Enc. unicolor benannt, welches dem A. hederaceus wohl nahe steht, aber ganz bräunlich rothgelb ist, mit schwarzer Fühlerkeule und wasserhellen Flügeln, Stirne und Scheitel sind ziem- lich breit, die Ocellen bilden ein gleichseitiges Dreieck. Die europäischen Encyrtiden. 697 8. Aphycns punctipes Dalm. Enc. punctipes Dalin. Vet. Ac. H. 1820, p. 154 (30), Tab. VIII, Fig. 60; Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 201; Stephens Illustr. Brit. Ent. Suppl. 1846, p. 9 PI. 46, Fig. 4; Katz. Forstins. II, 1848, p. 146. ■ Diese Art lebt in verschiedenen Cocciden Arten, sie wurde erzogen aus Schildläusen an Obstbäumen (Brischke), an Prunus (Reinhard), an Rosa im Juli (ßogenhofer, Reinhard, Tschek), aus Lecanium vitis und Corni (Heyden), aus Cocciden an Populus pyramidalis (Kollar). Nach Ratze- burg hat Reissig diese Art aus Coccus Alni und aus Schildläusen an Aspenzweigen erzogen. Dr. Othm. Hof mann hat sie bei Tombach nächst Coburg gefangen. IV. Blastothrix n. g. Weibchen. Die Fühler entspringen nahe oder ziemlich nahe dem Mund- rande, der Schaft ist an der Unterseite stark oder mittelmässig blattartig er- weitert, das Wendeglied ist anderthalb- bis zweimal so lang als dick, wenig kürzer oder wenig länger als das erste Fadenglied, der Faden ist ganz cilin- drisch oder die letzteren Glieder sind schwach compress, alle Glieder sind länger als dick, oder nur das sechste Glied so lang als dick, die Keule ist mehr oder weniger compress (ob nur im Tode!), so lang oder etwas länger als die zwei letzten Fadenglieder zusammen, in der Mitte breiter wie das sechste Fadenglied, mit abgerundeter oder undeutlich abgestumpfter Spitze. Die Ge- sichtsgrube ist ziemlich gross, oder bildet um die Gesichtsschwiele nur eine hufeisenförmige tiefe Furche; Stirn und Scheitel in der Längsrichtung ge- krümmt; der Kopf, das Mesonotum und das Scutellum sind sehr fein und scharf fingerhutartig punktirt und glanzlos , die beiden letzteren mit anliegenden, kurzen, gelblichweissen Haaren bekleidet, dieselben schliessen mit den Achseln gut aneinander und bilden eine fortlaufende quere convexe Fläche, das Scu- tellum ist dreieckig, oben wenig gewölbt, mit stark herabgebogenen Seiten- rändern. Der Bohrer ist nicht oder sehr wenig vorragend. Der Ramus stig- maticus ist länger als der R. marginalis. Männchen. Der Fühlerschaft ist weniger compress wie beim Weibchen, das Wendeglied kaum länger als dick, viel kürzer als das erste Fadenglied, die Fadenglieder sind an den Gelenken, von der Oberseite her, stark abgeschnürt, jedes Glied trägt an der oberen Seite zwei Halbwirtel langer, abstehender Haare. Die Gesichtsgrube ist massig gross. Die Stirn ist sehr kurz und so- wie der Scheitel sehr breit. Die Ocellen bilden ein stumpfwinkliges Dreieck. Die Skulptur des Kopfes und des Thorax, "sowie die Form des Scutellum und die Rami der Flügel wie beim Weibchen. Die Arten dieser Gattung dürften wohl nur von Schildläusen leben. Z. B. Ges. B. XXV. Abh. i 88 698 Dr, Gustav Mayr. Weibchen. 1. Die wass erhellen Flügel mit zwei schiefen, braunen Binden, deren eine vom Vorderrande des Flügels über den Eamus stigmaticus bis zur Mitte des Flügels zieht, während die andere an der Basalhälfte des Flügels ist. Der braune Schaft ist massig verbreitert, das Wendeglied ist doppelt so lang als dick, an der Basalhälfte schwarzbraun, an der Endhälfte weiss, der Faden ist dünn und lang, das sechste Fadenglied, welches das kürzeste ist, doppelt so lang als dick, die zwei ersten Fadenglieder sind braun, das dritte bis fünfte weiss, das sechste weiss oder braun, die Keule braun; der Körper ist rothgelb, der Kopf mehr gelb, der Hinterleib ge- bräunt, die langen- zarten Beine sind blassgelb und mehr weniger gebräunt. Die Gesichtsgrube tritt fast nur in der Form der jederseits an der Ge- sichtsschwiele liegenden länglichen Fühlergruben auf und ist wenig zwischen die Augen eingeschoben, weshalb die Stirn weit herunter reicht, diese und der Scheitel sind breit, die Ocellen bilden ein stumpfwinkliges Dreieck und die hinteren Ocellen sind dem hinteren Scheitelrande viel näher als den Netzaugen; der Eamus postmarginalis länger als der E. marginalis. Länge: 0*8— 1 Mm. 5, B. bifasciata n. sp. Flügel wasserhell, Körper stets grösser, die Gesichtsgrube stark eingedrückt und viel höher zwischen die Augen eingeschoben . . 2 2. Kopf und Oberseite des Thorax trübgrün oder blaugrün, die Keule schwarz oder braun, die Flügel gross, der E. postmarginalis länger als der E. mar- ginalis 3 — schwarz, gelb oder gelbroth, alle Fadenglieder länger als dick, Keule weiss, gelb oder braun 4 3. Die Ocellen bilden ein stark stumpfwinkliges Dreieck, der Scheitel ist breit und bildet mit der Stirn eine ziemlich quadratische Fläche. Der Schaft der braunen Fühler ist violet-schwarz und massig blattartig verbreitert, das fünfte und sechste Fadenglied (selten nur das sechste) weissgelb, das sechste ist nicht länger als dick; Scapulae violet, am bogigen Hinter- rande breit schmutzig gelbweiss, Flügels chüppchen an der Basis weiss- gelb, am Ende gebräunt, die Pleurae violet, die Beine mehr weniger braun, die Hüften und Schenkel violet angelaufen, die Mitteltibien braun- gelb oder gelb mit zwei braunen Eingeln, die Tarsen gebräunt, an der Basis mehr weniger gelb. Länge: 16 — 2 Mm. 1. JB. sericea Dalm. Die Ocellen bilden ein gleichseitiges Dreieck, Stirn und Scheitel zusammen viel länger als breit. Der Schaft ist schwarz, öfters bronzefärbig ange- laufen, stark blattartig erweitert, meistens vor der Spitze mit einem weissen Flecke, das Wendeglied oben schwarzbraun, an der Spitze und unten weiss, der Faden meistens weiss, die ersteren Glieder gewöhnlich gebräunt, alle Fadenglieder länger als dick, selten das sechste so lang als dick; die Seitentheile und die Unterseite des Thorax, sowie die des Hinterleibes rothgelb, dieser oben braun, bronzefarbig angelaufen mit Die europäischen Encyrtiden. 699 grüner Basis, die Scapulae, Flügelschüppchen und Beine gelbweiss. Länge: 1*7— 1*8 Mm. 2. B. erytlirostethus Walk. 4. Stirn und Scheitel zusammen deutlich länger als breit (bei den verschiedenen Individuen in der Breite wechselnd). Kopf, Thorax und Abdomen schwarz, öfters der Scheitel jederseits an den Netzaugen gelblich roth, die Brustseiten schwarz, oder mit einem gelbrothen Flecke, oder die Pleurae ganz rothgelb, der Fühlerschaft schwarz, vor der Spitze meistens mit einem weissen Flecke, Wendeglied an der Basis schwarz, an der Spitze weiss, die Fadenglieder in der Färbung sehr wechselnd, das erste ist immer schwarz oder braun, gewöhnlich auch das zweite und sechste, das dritte und vierte sind wohl meistens ganz oder theilweise weiss, selten braungelb, das fünfte meistens weiss, selten braun, das sechste seltener weiss, die Keule meistens schwarz oder braun, seltener weiss, die Beine sind blassgelb, die Hüften und Schenkel öfters mehr weniger braun. (Ein Exemplar hat den Kopf schwarzbraun, Stirn und Scheitel gelblichroth, der Thorax gelbroth, das Pronotum vorne schwarz, hinten weiss, seitlich gelbroth, das Scutellum und die Achseln braun gefleckt). Länge: T2 — 1*6 Mm. 3. B. Bohemani Westw. Stirn und Scheitel zusammen breiter als lang oder etwas länger als breit. Gelb, Mesonotum und Scutellum oft mehr röthlich oder bräunlich gelb; selten braun, Abdomen oben braun, der Schaft schwarz oder braunschwarz, an der Basis und vor der Spitze ein schiefes Querband weiss, das Wende- glied braun, am Ende weiss, der Faden braun oder bräunlich gelb, die Keule gelb. Länge: 1*3 — 1*7 Mm. 4. B. Schönherr i Westw. Männchen. 1. Stirn, Scheitel und Oberseite des Thorax grün oder blaugrün; Fühler gelb oder bräunlich gelb, das erste Fadenglied so lang oder kürzer als das zweite Fadenglied 2 — — — — — — schwarz oder braunschwarz, Scapulae gelb ; erstes Faden- glied stets länger als das zweite Fadenglied 3 2. Wenigstens die Vorder- und Hinterschenkel braun (letztere oft violet an- gelaufen), oft alle Schenkel und Tibien braun, die Hüften sind dunkel, die Gelenke der Beine und grösstentheils die Tarsen gelb, das Gesicht goldiggrün oder blaugrün, die Pleurae blaugrün oder violet. Länge: 11 — 1*4 Mm. 1. B. sericea Dalm. Alle Beine weiss oder blassgelb, oder mehr weniger die Mittelhüften und die Hinterbeine dunkel gefärbt, die Pleurae gelb, röthlichgelb oder blaugrün, das Scutellum manchmal bronzefärbig schimmernd, das Gesicht blaugrün. Länge: 1*4 — 1"5 Mm. 2. B. erytlirostethus Walk. 3. Gesicht und Wangen grünlichschwarz oder schwarz, der Schaft schwarz, an der Basis mit einem weissen Pdnge, das Wendeglied schwarz, der Faden und die Keule braungelb, die Beine grauweiss, die Hinterbeine meistens schwärzlich. Länge: 0*9 — 1 Mm. 3. B. Bohemani Westw. 700 Dr. Gustav Mayr. Gesicht und Wangen gelb, Fühler gelbbraun oder braungelb, der Schaft an der Oberseite schwarzbraun, an der Unterseite gelb, die Beine bräunlich gelb. Länge 1— 13 Mm. 4. B. Schönherri Westw. 1. Blastothrix sericea Dalm. Encyrtus sericeus Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 357; Nees Hym. J. a. M. 1834, p. 217; Eatz. lehn. d. Forstins. III. 1852, p. 189. Enc. sericans Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 363; Nees Hym. J. a. M. 1834, p. 247; Eatz. lehn. d. Forstins. III. 1852, p. 193. Kollar hat dies,e Art aus Cocciden an Tilia, an Prtmus do- mestica im Juni, ,an Aesculus Hippocastanum im Juni, an Acer platanoides im Mai und Juni, sowie an Gorylus columa im Juni er- zogen; Dr. Eeinhard erzog sie aus Schildläusen an Pflaumenbäumen und Tschek aus Schildläusen an Garpinus betihlus im Mai. v. Vollenhoven sandte mir ein von Six in den Niederlanden gefangenes Weibchen. Dr. Förster versendete diese Art unter dem Namen Blastothrix sericeus Dalm. 2. Blastothrix erythrostethus Walk. , Encyrtus erythrostethus Walk. Ann. nat. hist. XIX. 1847, p. 228. Aus einem Lecanium an Eichen von Kollar, Brischke und mir im Juli erzogen. Herr v. Hey den hat ein Stück bei Frankfurt a. M. an Eichen gefangen. 3. Blastothrix Bohemani Westw. Encyrtus Bohemani Westw. Phil. Mag. X. 1837, p. 441. Diese Art lebt wahrscheinlich von Schildläusen a,n Bubus caesius, da ich aus einer grösseren Zucht von Gallen der Lasioptera Bubi im Mai des v. J. 11 Exemplare erhalten habe und es nicht wahrscheinlich ist, dass sie aus den Gallen selbst gekommen seien. Die oben beschriebene Varietät habe ich aus derselben Zucht erhalten. Dr. Förster hat diese Art unter den Namen Poliochroma securicomis und Eupatorii versendet. 4. Blastothrix Scliönherri Westw. Encyrtus Schönherri Westw. Phil. Mag. X. 1837. p. 441. Herr v. Hey den hat diese Art aus Lecanium vitis erzogen und Förster dieselbe Enc. pulchricomis determinirt, Kollar erhielt sie aus Lecanium Aeseuli und Herr v. Schlechtendal in Sachsen aus Cocciden an Bibes rubrum. Dr. Eeinhard fing ein Exemplar in Sachsen. Die europäischen Encyrtiden. 701 5. Blastothrix bifasciata n. sp. Aus einer Zucht von Gallen der Cynips cerricola erhielt ich irn Mai zwei Weibchen, welche wahrscheinlich in Schildläusen auf Zerreichen lebten; Dr. Reinhard besitzt ein Stück in seiner Sammlung ohne Angabe. V. Prionomitus n. g. Männchen. Fühler vom Mundrande ziemlich entfernt eingelenkt, der stielförmige Schaft reicht nicht bis zum vorderen Punktauge ; Wendeglied kaum länger als dick, fast nur anderthalb Mal so lang als das erste Fadenglied; die Fadenglieder massig compress, mit kleinen Gelenken, welche zunächst der Unterseite des Fadens liegen, sie sind oben mit sehr langen, abstehenden, schief nach vorne gerichteten und bogenförmig gekrümmten Haaren besetzt, an der Unterseite mit etwas kürzeren, weniger abstehenden und geraden Haaren, das erste Fadenglied ist doppelt so lang als, von der Seite gesehen, breit, an der Basis gerundet, an der Spitze quer gestutzt, zweites bis fünftes Glied, von der Seite gesehen, knotig-dreieckig, so dass der mittlere Theil des Fadens ge- sägt erscheint, das fünfte Glied bildet den Uebergang zum sechsten Gliede, welches so wie das erste Fadenglied geformt und ebenso lang ist, während das zweite und dritte Glied etwas kürzer sind; die dünne, an der Spitze abgerundete Keule ist fast doppelt so lang wie das sechste Fadenglied. Die grosse Ge- sichtsgrube reicht nach oben bis in die Nähe des vorderen Punktauges und in ihr liegt die längliche, mit einem Längskiele versehene Gesichtsschwiele, welche fast dreimal so lang als breit ist. Die sehr kurze Stirn und der Scheitel sind fein chagrinirt - punktirt, massig glänzend, mit zerstreuten gröberen Punkten, sie sind zusammen doppelt so breit als in der Mitte lang, die Ocellen bilden ein stark stumpfwinkliges Dreieck, die hinteren Ocellen liegen der Scheitelkante sehr nahe und sind dieser etwas mehr genähert als den Netzaugen. Das Meso- notum ist fein und dicht chagrinirt-punktirt und massig glänzend, jederseits hat es vor dem Flügelschüppchen ein tiefes Grübchen. Das Scutellum ist scharf chagrinirt, glänzend und stark quer convex. Der ziemlich lange, am Ende ge- knöpfte Ramus stigmaticus entspringt an der Junctur, da der R. marginalis nicht entwickelt ist, der R. postmarginalis ist länger als der R. stigmaticus. 1. Prionomitus chlorinus Dalm. Encyrtus chlorinus Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 364; Nees Hym.J. a. M. 1834, p. 248. Männchen. Glänzend grün, theil weise mit etwas blaulichem Stiche und sehr schwachem Erzschimmer; Scutellum ebenso oder (beim typischen Stücke) bronzefärbig, an den Seitenrändern grün, das Gesicht stellenweise violet, die Flügelschüppchen braun; die Fühler gelb oder bräunlich gelb, mit dunkeln grünlich blauen Mittelhüften und Hinterbeinen, an welchen letzteren die Knie, die Spitze der Tibien und die Tarsen hellgelb sind, die Spitze aller Tarsen bräunlich, die Flügel wasserhell. Länge 1"5 Mm. 702 Dr. Gustav Mayr. Von dieser, durch die schönen Fühler ausgezeichneten Art, sind mir nur zwei Stücke bekannt, nämlich jenes aus der Dalman'schen Sammlung und ein Stück, welches Dr. Reinhard aus einer Zucht von Apion fuscirostre mit Brucltus Spartii in Sachsen erzog, doch glaube ich nicht, dass es ein Parasit der Rüsselkäfer war, sondern sich vielleicht aus einer Schildlaus an Spartium scoparium entwickelt habe. VI. Eneyrtus Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 147 (23); Voll. Schets. Tab. VIII. Cerchysius Westw. Phil. Mag. I. 1832, p. 127; Voll. Schets. Tab. VII. Sceptrophorus Porst. Hym. Stud. II. 1856, p. 34 (theilweise) ; Voll. Sehet. Tab. VII. Weibchen. Die Fühler sind vom Mundrande nicht weit eingelenkt, sie sind nicht auffallend dünn und nicht oder sehr wenig compress, mit Ausnahme des oft ziemlich stark blattartig verbreiterten Schaftes, die Keule ist an der Spitze gerundet oder wenig schief gestutzt. Die Gesichtsgrube ist massig gross und oft ziemlich tief. Das Mesonotura ist quer gewölbt, chagrinirt und mehr weniger glänzend; das Scutellum zeigt eine verschiedene Skulptur und hat stark hinabgebogene Seitenränder. Die Flügel sind stets entwickelt und ge- wimpert, der Ramus marginalis ist deutlich, selten (bei E. müratus) sehr kurz, der R. stigmaticus massig lang. Der Bohrer ist meist nicht, oder wenig, bei einer Art (JE. siibplanus) so lang wie der halbe Hinterleib. Männchen. Die Fadenglieder sind nicht oder wenig compress und gleichmässig, nicht halbwirtelig, behaart. Die Wangen sind vom Mundrande zum unteren Augenrande massig gebogen, der unter den Augen liegende Theil des Kopfes ist kurz. Das Mesonotum hat keine tiefen Grübchen an den hinteren Seitenecken, es ist quer gewölbt und mehr weniger glänzend. Die Flügel sind stets entwickelt. Die Arten, die ich zu dieser Gattung gestellt habe, scheinen wohl ziem- lich heterogen zu sein und es wurden auch auf einzelne Arten eigene Gattungen gegründet, da den Autoren das zweite Geschlecht nicht bekannt war, doch zeigt sich, dass, wenn die Weibchen mancher Arten noch so abweichend gebildet sind, die Männchen sich von jenen der anderen Arten durch kein hervorragendes Merkmal unterscheiden lassen, und so ist es auch umgekehrt mit den Männchen. Auf die Art Enc. urocerus Dalm. (sitibplanus Dalm.) hat Westwood die Gattung Cerchysius basirt, doch sind die Männchen von jenen von Enc. seeptriger und E. strobili durch kein wichtigeres Merkmal zu unterscheiden. Zur Gattung Sceptrophorus hat Förster zwei Arten gestellt, welche sehr bedeutend von einander abweichen, derselbe hat nämlich nur den Scept. ano- malus (Enc. seeptriger) untersucht, während er die Dalman'sche Art nur nach der Beschreibung kannte und durch die Fühlerbildung begreiflicherweise ver- leitet wurde, diese Art mit E. seeptriger zu einer Gattung zu vereinigen; Die europäischen Encyrtiden. (öö obschon nun das Weibchen von E. sceptriger sehr bedeutend von den anderen Encyrtus Arten abweicht, so ist dies durchaus nicht mit dem Männchen der Fall. Weibchen. 1. Bohrer wenigstens so lang wie der halbe Hinterleib; die ersteren Faden- glieder länger und dünner als die letzteren, Stirn und Scheitel fein und dicht runzlig - punktirt, zusammen länger als breit; die Scheitelkante fehlt; der Ramus marginalis kürzer als der R. stigmaticus. Grün, blau- grün, seltner mehr weniger violet, die Fühler schwarzbraun mit blau- grünem Schafte, der Hinterleib erzfärbig, an der Basis grün, die Hüften blaugrün, die Vorder- und Hinterschenkel dunkelbraun, letztere mehr weniger grün angelaufen, Schenkel und Tibien der Mittelbeine gelb oder braun, Vordertibien, alle Gelenke und alle Tarsen gelb, Hintertibien braun; Flügel wasserhell, öfters mit einem bräunlichen Flecke in der Nähe des Ramus stigmaticus. Länge: 1"6 — 2*5 Mm. 1. E. sut planus Dalm. Bohrer viel kürzer oder ganz versteckt 2 2. Alle Fadenglieder kürzer als dick, das sechste doppelt so dick als lang, der Schaft blattartig verbreitert, die Stirn zerstreut oder reihenweise grob punktirt, am Innenrande eines jeden Auges mit einer Punktreihe; die Scheitelkante sehr deutlich 3 Nicht alle Fadenglieder kürzer als dick, und zugleich das sechste Faden- glied doppelt so dick als lang 5 3. Scheitel und Mesonotum grün oder blau, Flügel wasserhell; Scutellum schwach gewölbt, chagrinirt, glänzend und sehr spärlich behaart . . 4 Kopf und Thorax schwarz, schwach bronzefärbig angelaufen, die Flügel in der Mitte schwach, aber deutlich, gebräunt; Fühler schwarzbraun, erstes und zweites Fadenglied gelbbraun, der Hinterleib schwarzbraun, etwas kupferfarbig angelaufen, Beine braun mit braungelben Gelenken, die Tarsen und Mitteltibien an der Endhälfte braungelb; das Scutellum ist ziemlich stark gewölbt und stärker wie gewöhnlich behaart, sammtartig und glanzlos, die Stirn ist ziemlich schmal, der Ramus stigmaticus deut- lich länger als der Ramas marginalis. Länge: 1*2 Mm. 2. E. brevicornis Dalm. 4. Fünftes und sechstes Fadenglied hellgelb, die übrigen Fühlerglieder braun oder braunschwarz, die Keule schwarz; Kopf violet oder blaugrün, Me- sonotum und Scutellum erzgrün, Pleurae schwarzbraun, Beine schwarz- braun mit gelben Gelenken und Tarsen, der Ramus stigmaticus ist so lang als der Ramus marginalis. Länge: 1*5— 1*7 Mm. 3. E. melanacis Dalm. Fühler schwarz oder braun, der Kopf violet, der Scheitel und der obere Theil der Stirn öfters grün, das Gesicht unten grün, das Mesonotum blau oder grün, das Scutellum bronze- oder kupferfarbig, die Pleurae schwarz-violet, die Beine dunkelbraun, die Gelenke derselben und die 704 Dr. Gustav Mayr. Tarsen gelb, die Schenkel und Tibien der Mittelbeine öfters gelb, in der Mitte braun, der Ramus stigmaticus etwas länger als der dicke Eamus marginalis. Länge: P4 — 1*5 Mm. 4. E. scaurus Walk. 5. Fühlerkeule sehr lang und cilindrisch, so lang als der Faden, Schaft nicht blattartig, Wendeglied so lang als dick, erstes Fadenglied doppelt so lang als dick, das zweite Fadenglied anderthalb Mal so lang als dick, das dritte so lang als dick, die folgenden dicker als lang; Stirn und Scheitel breiter als lang, fein chagrinirt mit zerstreuten Punkten und glänzend, Scheitelkante scharf, Mesonotum und Scutellum chagrinirt, der Ramus stigmaticus länger als der R. marginalis. Grün oder blaugrün, manchmal theilwe,ise erzgrün, Fühler gelb mit oben braunem Wende- gliede, Pleurae braun, Flügelschüppchen braungelb, Vorderbeine ganz gelb, Mittelbeine gelb mit dunkeln Hüften, Hinterbeine braun mit gelben Gelenken und Tarsen, Flügel wasserhell. Länge: 1*4 — 1*5 Mm. 8. E. sceptriger Forst. Keule viel kürzer als der Faden, ist sie fast eben so lang, so ist das erste Fadenglied dicker als lang 6 6. Ein oder mehrere Fadenglieder weiss oder gelb, Flügel braun mit hellen Binden oder Flecken, seltener wasserhell; Scheitelkante scharf . . 7 Faden nicht mit einzelnen weiss oder gelb gefärbten Gliedern, Flügel meist . wasserhell (bei E. iifasciatellus , cyaneus und fuscipennis mehr oder weniger braun gedeckt oder gebändert 20 7. Scutellum (wie bei E. cyaneus) auffallend stark gewölbt, besonders in der Längsrichtung erhöht, mit Ausnahme der Spitze glanzlos, sehr dicht und fein scharf punktirt. Die Fühler braun oder braungelb, fünftes und sechstes Fadenglied gelbweiss, die Keule braunschwarz, Kopf, Mesonotum und Scutellumspitze blau oder violet, der grösste Theil des Scutellum matt blauschwarz, Flügelschüppchen dunkelbraun, Pleurae schwarzbraun, Beine dunkelbraun, die Tarsen und theilweise die Tibien gelb, der Hinter- leib erzgrün, Flügel nur schwach getrübt oder bei den grössten Indi- viduen massig gebräunt mit einer sehr undeutlichen hellen Querbinde. Das Wendeglied ist kürzer als das erste Fadenglied, die vier ersten Fadenglieder deutlich länger als dick, die Stirn chagrinirt mit meist zer- streuten, groben Punkten, nur an dem inneren Augenrande mit je einer Punktreihe, der Scheitel ziemlich schmal, das Mesonotum fein chagrinirt. Länge: VI — 2 Mm. 9. E. cyanifrons Dalm. Scutellum weniger gewölbt, besonders in der Längsrichtung bis hinter die Mitte nicht oder sehr schwach gewölbt 8 8. Erstes bis viertes Fadenglied schön weiss, die übrigen Fühlertheile braun, der Schaft an der Spitze etwas heller; Flügel wasserhell; Scutellum glanzlos, äusserst fein und sehr dicht längsgestreift. Der Kopf bronze- färbig, zwischen den Ocellen mehr kupferroth, am Innenrande der Augen grün, das Mesonotum bläulich grün, hinter der Mitte mit einem breiten, Die europäischen Encyrtiden. 705 an den Bändern verschwommenen violetten Querbande , das Scutellum schwarz, bei gewissem Lichte mit schwachem Bronze- oder Burpur- schimmer, an den Seitenrändern blaugrün, die Bleurae purpurroth, vorne etwas violet, die Beine braun, etwas blauschimmernd, mit hellgelben Gelenken und Tarsen. Der nicht compresse Schaft überragt den oberen Band des Gesichtseindruckes, er erreicht aber nicht das vordere Bunkt- auge, das Wendeglied fast doppelt so lang als dick, das erste Fadenglied fast so lang als dick, die folgenden unbedeutend länger als dick, die Stirn massig breit, äusserst fein und seicht chagrinirt, fast glatt und stark glänzend, der Scheitel zwischen den Ocellen mit gröberer Skulptur, die Ocellen bilden ein stumpfwinkliges Dreieck; das Mesonotum massig fein chagrinirt und glänzend; der Eamus marginalis sehr kurz und dick, der B. stigmaticus weicht sehr stark von der Eichtung des Vorderrandes ab. Länge: 0"9 Mm. 7. E. varicornis Nees. Erstes bis drittes Fadenglied gelb oder braun, Scutellum nicht längs- gestreift 9 9. Erstes Fadenglied nur so lang oder kürzer als dick, der Schaft schwach compress, nicht blattartig verbreitert, das Wendeglied doppelt so lang als dick, Flügel wasserhell, der Eamus stigmaticus bildet mit dem B. postmarginalis einen ziemlich spitzigen Winkel, die Ocellen stehen im schwach stumpfwinkligen, fast rechtwinkligen Dreiecke .... 10 — — deutlich länger als dick 11 10. Scutellum ohne Längseindruck an der Basis; Schaft und Wendeglied braunschwarz, Faden braungelb, die zwei letzten Fadenglieder gelb, die Keule braun; der Kopf violet, die Stirn und der Scheitel, sowie die vordere Hälfte des Mesonotum erzgrün, die hintere Hälfte violet, das Scutellum erscheint schwarz, bei gewissem Lichte dunkel purpurfarbig, an den Seitenrändern erzgrün, gegen die Spitze feuerroth, die Bleurae purpur-violet, der Hinterleib bronzefärbig, an der Basis erzgrün, die Beine schwarz, grün angelaufen, die Gelenke der Beine, die Endhälfte der vier vordem Tibien und die Tarsen, mit Ausnahme des schwarzen Endgliedes, gelb. Das erste Fadenglied so lang als dick, die folgenden nehmen an Dicke zu, so dass das sechste anderthalb Mal so dick als lang ist, Stirn und Scheitel glänzend, fein chagrinirt mit Funktreihen, nicht breit; das Scutellum sehr dicht und sehr fein scharf punktirt und glanzlos, an den Seitenrändern und an der Spitze massig glänzend; der Eamus stigmaticus etwas länger als der E. marginalis. Länge: 1/2 Mm. 5. E. hyalipennis n. sp. — an der Basis mit einem sehr deutlichen, kurzen, linien förmigen Längs- eindrucke. Die Fühler braun, das fünfte und sechste Fadenglied gelb- weiss; der Kopf und das Mesonotum violet, das Gesicht erzgrün, das Scutellum schön kupferroth, an den Seitenrändern und an der Spitze blaugrün, das Metanotum und die Bleurae braungelb, letztere mit Z. B. Ges. B. XXV. Abh. 89 706 Dr. Gustav Mayr. schwachem Purpurschimmer, der Hinterleib bronzefärbig, an der Basis mehr erzgrün, die Beine braungelb, die vier hinteren Tibien an der End- hälfte und die Tarsen blasser. Die vier ersten Fadenglieder klein, etwas dicker als lang, das fünfte so lang als dick, das sechste unbedeutend dicker als lang, die Keule länglich- oval, ziemlich gross, fast so lang als der Faden; die Stirn fein chagrinirt mit Punktreihen, der Scheitel schmal, viel schmäler als ein Auge, die Scheibe des Scutellum scharf chagrinirt- punktirt, glänzend, an den Seitenrändern glatt; der Ramus stigmaticus ziemlich kurz, etwa so lang wie der massig verdickte R. marginalis. Länge: 1 Mm. 6. E. lineola n. sp. 11. Flügel braun, an der Basis meist wasserhell, Enddrittel wasserhell mit einer braunen, in der Mitte unterbrochenen, bogigen, schmalen Querbinde. Gelblichroth, zweites und drittes Fadenglied gebräunt, viertes bis sechstes weiss, Keule schwarz, Wendeglied kaum länger als das erste Fadenglied, Mesonotum oft blaugrün schimmernd. Länge: 2 Mm. 11. E. ferrugineus Nees. — gebräunt mit einer oder zwei wasserhellen Binden, oder nur schwach gebräunt ohne Binde 12 12. Flügel mit nur einer wasserhellen bogigen Binde etwas hinter der Flügel- mitte, oder ohne eine solche 13 — — zwei wasserhellen Binden, deren zweite ganz oder unterbrochen ist, die braune Binde zwischen den wasserhellen ist in der Mitte unterbrochen, welcher Zwischenraum einen braunen Punkt trägt, welcher etwas gegen die Flügelbasis geschoben ist 18 13* Scheitel sehr schmal, weniger wie dreimal so breit als der vordere Ocellus, die hinteren Ocellen einander näher als dem vorderen Punktauge (so dass daher die drei Ocellen ein spitzwinkliges Dreieck bilden); drittes bis sechstes oder alle Fadenglieder weiss. Der Kopf gelb mit grünem oder blauem Mundrande, die Stirn sehr fein chagrinirt, glanzlos, mit zwei bis vier nicht sehr deutlichen Punktreihen, der Schaft, das Wendeglied und die Keule dunkelbraun, Mesonotum grün, Scutellum grün oder mehr kupferfarbig, Scapula und Schüppchen bräunlichgelb, Pleurae braun, Beine gelb, mehr oder weniger braun. Länge: 16— 2*2 Mm. 12. E. chalcostomus Dalm. — breiter, erstes bis drittes Fadenglied braun 14 14. Kopf gelb, Thorax gelb oder roth, Mesonotum und Scutellum jedoch grün 15 -- dunkel, Wangen erzfärbig oder violet, Pleurae braun 16 15. Schaft rostroth. Länge 1*4— 2 - 2 Mm. 13. E. lunatus Dalm. — schwarz, mehr verbreitert wie bei E. lunatus. Länge: 2—2*2 Mm. 14. E. sylvius Dalr». Die europäischen Encyrtiden. 707 16. Alle oder wenigstens die vier vorderen Beine gelb, die Mittelhüften oft braun, die Hinterbeine gelb oder mehr weniger braun, die Flügel schwach gebräunt, öfters mit einer ziemlich undeutlichen wasserhellen bogigen Querbinde, Mesonotum fein chagrinirt und stark glänzend, Scutellum gröber chagrinirt und weniger glänzend 17 Alle Beine dunkel gefärbt, die Gelenke und Tarsen gelb; Schaft und Keule schwarz, Wendeglied und die vier ersten Faden glieder braun, fünftes und sechstes gelb, das fünfte öfters theilweise oder ganz gebräunt, Ge- sicht unten erzgrün, selten mit zwei rothgelben Flecken ausserhalb der Fühlergelenke, Stirn, Mesonotum und Scutellum grün, erzgrün oder mehr weniger kupferfarbig, Pronotum meistens blaugrün, Flügelschüppchen braun oder gelbbraun, Pleurae dunkelbraun, Hinterleib kupferfarbig, an der Basis theilweise erzgrün, Flügel am Enddrittel sehr deutlich braun und wasserhell gestreift. Länge: T9— 2*4 Mm. 15. E. cyanocephcdus Dalm. 17. Zweites bis fünftes Fadenglied so lang als dick, das sechste etwas kürzer, der deutlich blattartig verbreiterte Schaft und die Keule braunschwarz, das Wendeglied und das erste bis vierte Fadenglied braun, das fünfte und sechste gelbweiss, der Kopf braun, die Wangen erzfärbig, das Meso- notum blaugrün, das Scutellum mehr kupferroth, der Hinterleib braun, mehr oder weniger kupferfarbig angelaufen. Länge: 1*1 — 1*6 Mm. 16. E. barbarus Dalm. Erstes bis fünftes Fadenglied länger als dick (die ersteren doppelt so lang als dick), das sechste so lang als dick, der Schaft unten sehr schwach blattartig verbreitert und deutlich länger als bei der vorigen Art; Schaft, Wendeglied und die vier ersten Fadenglieder braungelb oder dunkelbraun, fünftes und sechstes Fadenglied gelbweiss, Keule braunschwarz, Gesicht und Wangen erzgrün, Stirn, Scheitel und Mesonotum violet, Scutellum violet oder grün. Länge: 1"5 Mm. (ein Stück aus Ems zeigt eine sehr undeutliche wasserhelle Flügelbinde). 17. E. Rogenhof 'er i n. sp. 18. Die zwei hellen Querbinden in der Mitte nicht unterbrochen, die braune Querbinde zwischen diesen zwei- bis dreimal unterbrochen und in der Mitte ohne einen braun umgrenzten wasserhellen Punkt; die drei bis vier ersten Fadenglieder deutlich länger als dick, fünftes und sechstes Fadenglied blassgelb, Mesonotum und Scutellum fein chagrinirt . . 19 Die zweite helle Querbinde in der Mitte breit unterbrochen, so dass die braune Binde, welche zwischen den zwei hellen Binden liegt, daselbst mit dem braunen Enddrittel des Flügels in Verbindung steht und einen meistens deutlichen wasserhellen Punkt hat; Fühler gelbbraun, viertes und fünftes Fadenglied gelb, Keule schwarz, die zwei (selten drei) ersten Fadenglieder länger als dick; Gesicht erzgrün, öfters theilweise blau- grün, Stirn und Scheitel gelbbraun, erzgrün oder kupferroth angelaufen, mit vier deutlichen Punktreihen, Thorax oben erzgrün oder kupferroth, 708 Dr- Gustay Mayr. Flügelschüppchen braun oder gelbbraun, Pleurae dunkelbraun und un- deutlich violet angelaufen, Hinterleib erzgrün oder kupferroth; die Vorder- beine gelbbraun oder braun, die hinteren Beine braun mit gelben Tarsen und Gelenken. Länge: 1*4 — 1*9 Mm. 18. E. tessellatus Dalm. 19. Pleurae gelb; Schaft, Kopf, Thorax und Beine gelb oder mehr rothgelb, das Wendeglied und das erste bis dritte oder erste bis vierte Faden glied bräunlichgelb, die zwei bis drei letzten Fadenglieder weissgelb, die Keule schwarz, Mesonotum und Scutellum blaugrün oder grünlich blau, öfters mit gelben Seitenrändern, Hinterleib braun, erzfärbig angelaufen, die Hinterbeine mehr oder weniger gebräunt mit oft undeutlichem gelben Ringe an den Hintertibien. Länge: 1*8—2 Mm. 19. E. duplicatus Nees. — dunkelbraun, undeutlich violet angelaufen; Fühler braun, fünftes und sechstes Fadenglied weisslichgelb, Keule braunschwarz, Kopf roth- gelb, Stirn und Scheitel roth, purpurn angelaufen, letzterer hinter den Ocellen mit einem grünen Flecke, Thorax oben erzgrün, Hinterleib dunkel, violet angelaufen, Beine bräunlichgelb, die hinteren mehr braun mit roth- gelbem ziemlich undeutlichem Tibienringe und gelben Tarsen. Länge: 2 Mm. 20. E. interpunctus Dalm. 20. Flügel schön braun und wasserhell quer gebändert, und zwar ist der Flügel am Basalviertel wasserhell, dann bis etwa über die Rami hinaus braun, ■ sodann folgt ein schmäleres wasserhelles Querband und das Endviertel des Flügels ist braun. Körper erzgrün oder blaugrün, Fühler lehmgelb, Faden und Keule mehr weniger braun, Scutellum öfters kupferfarbig, Pleurae und Beine dunkelbraun, Gelenke der letzteren und Tarsen gelb. , Die ersteren Glieder des Fadens länger als dick, die letzteren dicker als lang; Stirn und Scheitel massig breit, wohl etwas breiter als ein Auge, zusammen aber länger als breit, sie sind ziemlich scharf chagrinirt mit etwas unregelmässigen Punktreihen, die Ocellen bilden ein etwas stumpf- winkliges Dreieck, der Scheitel ist hinten nicht gerandet. Länge: 1*7 bis 1*8 Mm. 21. E. bifasciatellus n. sp. — nicht quer gebändert 21 21. Wendeglied kürzer oder höchstens ebenso lang als das erste Fadenglied, die drei ersten Fadenglieder stets länger als dick 22 — länger als das erste Fadenglied, die Scheitelkante sehr deutlich, ausser bei E. meges und öfters bei E. clavellatus 26 22. Mesonotum und Scutellum mit stark verschiedener Skulptur, ersteres cha- grinirt und zerstreut punktirt, letzteres dicht puuktirt, mit Ausnahme der Spitze, glanzlos oder wenig glänzend und ziemlich oder stark ge- wölbt 23 — — — gleich chagrinirt und glänzend, die Ocellen bilden ein stumpf- winkliges Dreieck; Fühler schwarzbraun mit mehr weniger blaugrünem Schafte; Beine braun, theilweise blaugrün angelaufen, deren Gelenke und theilweise die Tarsen gelb 24 Die europäischen Encyrtiden. 709 23. Scheitel viel schmäler als ein Auge, die Ocellen bilden ein spitzwinkliges Dreieck. Die Stirn punktirt-chagrinirt mit vier mehr weniger regel- mässigen Punktreihen, die Scheitelkante sehr deutlich, das Mesonotum mit weissen anliegenden Härchen, das Scutellum reichlicher braun be- haart, wie bei E. cyanifrons auffallend stark gewölbt (besonders in der Längsrichtung), an der Basis und in der Mitte sehr dicht und scharf fein punktirt, die Spitze und die Seitenränder chagrinirt; der Eamus stig- maticus massig lang, etwas länger als der R. marginalis. Die Fühler schwarzbraun mit gelbem Schafte, Kopf und Mesonotum blau, öfters mehr weniger violet, Gesicht meist erzgrün oder bronzefärbig, die Wangen öfters purpurfarbig, Flügelschüppchen und Pleurae dunkelbraun, Scutellum blauschwarz, bei gewissem Lichte sammtschwarz und glanzlos, an der Spitze, sowie an den Seitenrändern blau oder grün und mehr weniger glänzend, der Hinterleib erzgrün, Hüften und Schenkel braun, die Tibien braun oder mehr gelb, die Gelenke der Beine und die Tarsen gelb oder theilweise gelbbraun, die Vorderflügel selten ganz wasserhell, meistens vor der Spitze mit einer stark bogigen rauchbraunen Querbinde, bei stark ausgefärbten Exemplaren ist auch die Mitte des Flügels braun ge- trübt. Länge: 2 — 2*3 Mm. 10. E. cyaneus Dalm. — etwas breiter als ein Auge, die Ocellen bilden ein stumpfwinkliges Dreieck. Stirn und Scheitel scharf chagrinirt - punktirt , fast glanzlos, mit undeutlichen Punktreihen, der Scheitel hinten nicht scharf geran- det, Mesonotum mit gelblich weissen, anliegenden Härchen, Scutellum weniger stark gewölbt wie bei der vorigen Art, ziemlich scharf, dicht und fein punktirt, wenig glänzend und seitlich mit etwas streifiger Skulptur; der Ramus stigmaticus kurz, so lang als der kurze R. mar- ginalis. Die Fühler gelbbraun mit dunkelbraunem Schafte, Kopf, Meso- notum und Scutellum grünblau, Flügelschüppchen dunkelbraun, grünblau schillernd, Pleurae grün, der Hinterleib erzgrün, an der Basis blaugrün, die Beine hell schwefelgelb, die Vordertarsen, die Mittel- und Hinter- hüften, zwei Drittel der Hinterschenkel und die Endhälfte der Hinter- tarsen braun; die Flügel ziemlich wasserhell. Länge: P5 Mm. 23. E. Festucae n. sp. 24. Stirn und Scheitel etwas schmäler als ein Auge, die Scheitelkante sehr deutlich, die Flügel meistens ziemlich stark gebräunt, hinter der Mitte mit einer öfters undeutlichen, ziemlich wasserhellen bogigen Querbinde. Erzgrün oder mehr weniger kupferfarbig, Stirn und Scheitel fein cha- grinirt mit vier Punktreihen. Länge: P7— 2"2 Mm. 22. E. fuscipennis Dalm. deutlich breiter als ein Auge, die Scheitelkante fehlt, die Flügel wasserhell, nur die Rami von einer kleinen braunen Wolke mehr oder weniger umsäumt. Grün oder schwach erzgrün, der untere Theil des 710 Dr. Gustav Mayr. Gesichtes erzgrün, der obere Tbeil und die Stirn blaugrün, Pleurae braun ; Stirn und Scheitel sehr fein chagrinirt mit wenigen groben Punkten. Länge: 1'8— 2*3 Mm. 24. E. strobili L. 25. Die Augen im Tode nicht eingefallen ') 26 — — stets tief eingefallen; Faden und Keule gelb, braun geringelt, Kopf und Thorax oben grün mit mehr weniger Blau untermischt, die Beine braun mit gelben Gelenken und Tarsen; Scutellum ebenso wie das Mesonotum fein chagrinirt und glänzend 35 26. Die Vorder- und Mittelbeine ganz hellgelb, nur die Mittelhüften braun und die Vordertarsen öfters etwas gebräunt. Alle Fadenglieder länger als dick oder wenigstens die ersteren 27 Die Vorderschenkel stets braun ' 28 27. Der Bamus marginalis sehr kurz, der E. stigmaticus entspringt fast an der Junctur. Stirn und Scheitel chagrinirt - punktirt mit vier nicht regel- mässigen Punktreihen, der Scheitel breit, die Ocellen bilden ein stumpf- winkliges Dreieck, Mesonotum und Scutellum chagrinirt. Die Fühler braun mit schwarzbraunem Schafte, der Kopf grün, manchmal mit schwach bläulichem Schimmer, das Gesicht oben mit einer violetten (bei gewisser Beleuchtung theilweise erzfärbigen). Querbinde, welche jederseits bis zu den Augen reicht, der Scheitel manchmal mit erzfärbigen Flecken, das Mesonotum grün, manchmal stellenweise etwas erzfärbig schimmernd, oder mit blauem Schimmer, auch kupferfarbig, das Scutellum kupferfarbig, seltener grün, die Pleurae grün oder bronzefärbig , hinten violet, der Hinterleib grün, mehr weniger erz- oder kupferfarbig, die Hinterbeine mit dunkelgrünen Hüften und Schenkeln, mit dunkelbraunen Tibien, sowie gelben Gelenken und Tarsen. Länge: VI— 1*9 Mm. 25. E. mitratus Dalm. — — — — deutlich, halb so lang wie der Ramus stigmaticus. Der breite Scheitel, sowie die Skulptur des Kopfes und des Thorax wie bei der vorigen Art. Die Fühler gelb oder gelbbraun mit dunkelbraunem Schafte, der Kopf grün mit schwachem Erzschimmer oder blaugrün, der obere Theil des Gesichtes bis zu den Augen bronze- oder kupferfarbig, Meso- notum grün mit Erzschimmer oder blaugrün, Scutellum bronzefärbig, an der Spitze grün oder blaugrün, Pleurae schwarzbraun mit sehr schwachem purpurfarbigen Schimmer, der Hinterleib erzgrün, die Hinterbeine mit grünen oder braunen Hüften und Schenkeln, mit gelben Tibien, die stellenweise schwach gebräunt sind, und gelben Tarsen. Länge: 1"2 bis T3 Mm. Vielleicht Varietät der vorigen Art. 26. E. herb i aus Dalm. 28. Die mittleren Beine gelb mit grünen Hüften; Fühler braungelb mit blau- grünem Schafte und Wendegliede, die zwei ersteren Fadenglieder so lang als dick; Gesicht blaugrün, im oberen Theile mit zwei violetten bis zu J ) Nur bei einem nicht ganz ausgebildeten Stücke von E. elavellatus sind sie eingefallen. Die europäischen Encyrtiden. 711 den Augen reichenden Querbinden, die hinter dem Clypeus verbunden sind, Stirn und Scheitel chagrinirt mit groben Punkten, Scheitel erzgrün, breiter als ein Auge, die Ocellen bilden ein stumpfwinkliges Dreieck, Me- sonotum und Scutellum chagrinirt, erzgrün, Pleurae erzgrün, hinten violet, alle Hüften grün, die Vorderschenkel in der Mitte braun, an den Enden, sowie die Vordertibien und Vordertarsen gelb, die Hinterbeine mit grünen Schenkeln, schwarzbraunen etwas erzgrün schimmernden Tibien, mit gelben Gelenken und Tarsen; der Eamus marginalis sehr kurz, kürzer als der halbe E. stigmaticus. Länge: l - 4 Mm. 27. E. tiliaris Dalm. Alle Schenkel dunkel gefärbt 29 29. Stirn und Scheitel fein und scharf fingerhutartig punktirt, ohne Punkt- reihen; Fühler braungelb mit an den Enden fein braun geringelten Gliedern, der Schaft schwarzbraun, der Kopf violet, am Mundrande grün, der Scheitel und der obere Theil der Stirn erzgrün, Pronotum bronze- farbig, Mesonotum grün mit Spuren von blauem Schimmer, Scutellum kupferfarbig; an den Seitenrändern und an der Spitze erzgrün, Pleurae braun mit purpur- violettem Schimmer, der Hinterleib bronzefärbig, Hüften und Schenkel braun, Tibien braun, an den Enden breit gelb, die Mittel- tibien nur mit braunem Ringe, Gelenke der Beine und Tarsen gelb. Die Fadenglieder so lang wie dick, das sechste etwas dicker, die Keule viel dicker als das sechste Fadenglied, die Stirn ziemlich breit, Mesonotum sehr seicht chagrinirt, sehr schwach behaart und glänzend, Scutellum reichlicher behaart, mit scharfer, feiner Skulptur, ziemlich glanzlos, nur an den Seitenrändern und an der Spitze mit seichter Skulptur und glän- zend, der Ramus stigmaticus ziemlich kurz, so lang als der dicke R. mar- ginalis. Länge: 1-4 Mm. 28. E. Försteri n. sp. — mit Punktreihen, oder mit zerstreuten gröberen Punkten . . 30 30. Scutellum mikroskopisch fein und dicht längsgestreift. Braun mit schwachem Bronzeschimmer, der Hinterleib mehr kupferfarbig, an der Basis erzgrün, die Gelenke der Beine, die Mitteltibien, mit Ausnahme der braunen Mitte, und die Tarsen gelb oder braungelb. Alle Fadenglieder etwas länger als dick, das erste Fadenglied kleiner, als das zweite, das sechste öfters nur so lang als dick, die Keule gestreckt, aber nicht dick, kaum oder nicht dicker als das sechste Fadenglied, die Stirn chagrinirt-punk- tirt, ziemlich breit, das Mesonotum ziemlich scharf chagrinirt, die Scu- tellum-Scheibe schwach gewölbt, der Ramus stigmaticus länger als der R. marginalis. Länge: 1— PI Mm. 29. E. ambiguus Nees. — nicht längsgestreift, höchstens an den Seiten undeutlich gestreift; Ge- sicht violet .32 31. Stirn und Scheitel deutlich schmäler als ein Auge; Scheitelkante scharf, erstes Fadenglied länger als dick 32 ebenso breit oder breiter als ein Auge 33 712 Dr. Gustav Mayr. 32. Sechstes Fadenglied anderthalb Mal so dick als lang. Grün, Fühler gelb, Schaft und Wendeglied braun, Gesicht und Wangen erzgrün, Gesichts- grube oben violet, Abdomen kupferfarbig, die Beine braun mit gelben Gelenken und Tarsen. Der Schaft ist wohl etwas compress, aber nicht blattartig verbreitert, das Wendeglied doppelt so lang als dick, die drei ersten Fadenglieder länger als dick, das vierte fast dicker als lang, das fünfte deutlich dicker als lang, die Keule länglich-eiförmig, an der Spitze etwas schief gerundet- gestutzt; Stirn und Scheitel fein chagrinirt, die Ocellen bilden ein stumpfwinkliges Dreieck, die Flügel sind wasserhell, der Eamus marginalis ist sehr kurz, der E. stigmaticus weicht stark von der Eichtung des yorderrandes ab. Länge: l'l Mm. 34. E. gravis Nees. so lang als dick. Fühler braun oder schwarzbraun mit schwarzem, violet angelaufenem Schafte, Kopf violet, der obere Theil der Stirn und der Scheitel grün oder erzgrün, seltener blau oder mehr violet, die Ocellen stehen in einem gleichseitigen oder etwas stumpfwinkligen Drei- ecke, Mesonotum grün, blaugrün oder öfters mehr weniger violet, Scu- tellum bronze- oder kupferfarbig, am hinteren Theile der Seitenränder und an der Spitze breit grün oder blaugrün, Pleurae violet, Hinterleib erzfärbig, an der Basis blaugrün, die Beine braun mit grün schillernden ■ Hinterschenkeln, die Gelenke der Beine breit gelb, die Mitteltibien, ausser einem breiten braunen Einge an der Basalhälfte, und die Tarsen gelb, Eamus stigmaticus kürzer oder höchstens so lang als der E. marginalis. Länge: 1*5— 1"7 Mm. 31. E. aeruginosus Dalm. 33. Der Eamus stigmaticus nicht länger als der E. marginalis; der kleinste Encyrtus, nur 0"5 — 0*8 Mm. lang. Fühler braun oder braungelb mit braunschwarzem Schafte, Stirn und Scheitel dunkel trübgrün, Mesonotum dunkel grünblau, Scutellum mehr weniger bronze- oder kupferfarbig, an den hinteren Eändern grün, Pleurae violet, Hinterleib dunkel blaugrün, erzfärbig angelaufen, Beine braunschwarz mit gelben Gelenken und Tarsen. Erstes Fadenglied kaum so lang als dick; Stirn und Scheitel kaum oder nur etwas breiter als lang, Stirn und Scutellum nicht sehr fein-, Meso- notum sehr fein chagrinirt, Scutellum mit ziemlich stark abgerundeter Spitze. 33. E. aphidivorus n. sp. — — — länger als der Eamus marginalis, der Körper 1*2— T7 Mm. lang 34 34. Die drei ersten Fadenglieder deutlich länger als dick, der Scheitel an der schmälsten Stelle wenig breiter als ein Auge, Scheitelkante ziemlich un- deutlich und stumpf; Fühler braun mit blaugrün schimmerndem Schafte, Stirn und Scheitel erzgrün, Mesonotum grün, stellenweise kupferfarbig angelaufen, Scutellum kupferfarbig, an den Seiten und an der Spitze grün, Pleurae violet-braun, Hinterleib erzgrün, Beine braun mit gelben Gelenken und Tarsen, sowie schwach grünlich angelaufenen Hinter- Die europäischen Encyrtiden. 713 schenkein. Stirn und Scheitel dicht fein punktirt und mit gröberen zer- streuten Punkten, Scutellum dicht fein punktirt. Länge: 17 Mm. 31. E. meges Walk. Keines der Fadenglieder länger als dick, oder nur das erste Fadenglied; Scheitel sehr deutlich breiter als ein Auge, die Scheitelkante scharf oder stumpf; Fühler gelb- oder schwarzbraun, der Faden selten gelb, Stirn und Scheitel dunkel trübgrün, öfters etwas blau, Mesonotum dunkel trüb- grün oder blaugrün, Scutellum erzgrün oder mehr bronzefärbig, Pleurae braun etwas bronzefärbig schimmernd, Beine dunkelbraun mit helleren Gelenken und Tarsen. Stirn, Scheitel, Mesonotum und Scutellum fein chagrinirt, die zwei ersteren mit groben Punkten. Länge: 1-2— VA Mm. 32. E. clavellatus Dalm. 35. Zweites bis fünftes Fadenglied sehr deutlich länger als dick, das sechste nur sehr unbedeutend länger als dick. Faden und Keule bräunlichgelb, ersterer kaum, letztere deutlich braun geringelt. Die Wangen grün, Stirn und Scheitel blau, etwas erzfärbig, Mesonotum mehr blau als grün, Scu- tellum ebenso, Pleurae braun, violet angelaufen. Länge: PI Mm. 35. E. Notodontae n. sp. Die ersteren Fadenglieder nur unbedeutend länger als dick, die letzteren, besonders aber das letzte, sehr deutlich dicker als lang. Faden und Keule braungelb, deutlich geringelt, Gesichtsschwiele mehr weniger violet, Wangen, Stirn und Scheitel grün, Mesonotum grün, bei gewissem Lichte etwas blau, Scutellum ebenso, nahe der Spitze blau, Pleurae weniger deutlich violet wie bei der vorigen Art. Länge: 0"9 Mm. 36. E. tardus Eatz. Männchen. 1. Wendeglied und erstes Fadenglied ziemlich gleichlang; Körper weniger als 1 Mm. lang; die drei Eami ziemlich gleichlang. Fühler gelbbraun, massig lang behaart, mit dunklem Schafte, Kopf und Mesonotum dunkel blaugrün, Scutellum mehr oder weniger kupferfarbig, Pleurae violet, Beine braunschwarz mit gelben Gelenken und Tarsen. Der Scheitel dicht scharf punktirt mit wenigen gröberen Punkten, die aber selten gut sichtbar sind, da der Kopf im Tode meistens zusammengeschrumpft ist, Mesonotum sehr fein-, Scutellum viel gröber chagrinirt, letzteres hinten stark abgerundet. Länge: - 6— - 7 Mm. 33. E. aphidivorus n. sp. — viel kürzer als das erste Fadenglied, Körperlänge mindestens 1 Mm., Ramus stigmaticus länger als der R. marginalis (nur bei E. aeruginosus meist ebenso lang) 2 2. Die zwei ersten Fadenglieder cilindrisch, jedes derselben etwa dreimal so lang als dick, das dritte anderthalb Mal so lang als dick, die folgenden nehmen allmälig an Länge ab, das sechste ist kaum so lang als dick, das fünfte und sechste haben sehr kleine Gelenke; die Scheitelkante Z. B. Ges. B. XXV. Abh. 90 714 Dr- Gustav Mayr. fehlt. Kopf und Thorax grün oder blau, auch gemischt, Fühler gelb- braun mit dunkelbraunem Schafte, Hüften braun, grün angelaufen, Schenkel und Hintertibien braun, -die Gelenke der Beine, die vorderen Tibien und die Tarsen gelb, die Vordertibien manchmal mit einem braunen Längsstreifen am Streckrande. Scheitel dicht und fein fingerhutartig punktirt mit grösseren Punkten, Mesonotum chagrinirt-punktirt und ab- geflacht, Scutellum chagrinirt. Länge: 1'4 bis 1*7 Mm. 21. E. bifasciatellus n. sp. Die zwei ersten Faden glieder nicht auffallend von den anderen verschieden 3 3. Faden cilindrisch, ziemlich dick, die Glieder stossen an den Gelenken eng zusammen und sind kurz behaart; erstes Fadenglied meistens deutlich gekrümmt, Wendeglied theilweise braun, Faden und Keule gelb oder braungelb, Hinterleib erz- oder kupferfarbig, besonders an der Basis mehr weniger grün oder blaugrün 4 — lang-, oder ziemlich lang behaart 8 4. Erstes Glied des dicken Fadens nur doppelt so lang als dick, kaum mehr wie halb so lang als der Schaft; dieser gelb, am Ende braun, Kopf hell- grün, Mesonotum blaugrün, Scutellum grün mit schwachem Erzschimmer, Flügelschüppchen braun, grün angelaufen, Pleurae kupferfarbig ange- laufen, Hüften braun, ebenso die Schenkel, die an den Enden gelb sind, . Vordertibien gelb, schwach gebräunt, Mitteltibien ganz gelb oder mit einem braunen Längsstreifen, Hintertibien braun, Tarsen gelb, theilweise gebräunt; die Scheitelkante scharf. Länge: 1'4— 2 Mm. 15. JE. cyanocephalus Dalm. — - j - des etwas dünneren Fadens dreimal so lang als dick (oder etwas länger), beiläufig so lang als der gelbe Schaft 5 5. Beine ganz gelb oder nur die Hinterhüften braun, Fühler gelb mit schwarz- braunem Flecke am Wendegliede, Gesicht hellgrün, Hinterleib kupfer- farbig, an der Basis grün; die Scheitelkante scharf 6 Wenigstens an den Hinterbeinen die Hüften und die Mitte der Schenkel dunkel gefärbt; Wendeglied nicht länger als dick; Scheitel sehr fein und dicht chagrinirt-punktirt mit zerstreuten gröberen Punkten . . 7 6. Wendeglied länger als dick, die Hinterhüften gelb; Scheitel und Mesono- tum grün, etwas kupferroth angelaufen, Scutellum kupferroth, an den Seitenländern grün, Pleurae schwarzbraun mit schwachem Purpurschimmer, Flügelschüppchen gelbbraun. Scheitel fein ziemlich seicht chagrinirt und glänzend, mit zerstreuten groben Punkten. Länge: l - 7 Mm. 11. JE. ferrugineus Nees. — so lang als dick, Hinterhüften an der Unterseite gebräunt und grün- schimmernd; Scheitel erzgrüu, Mesonotum blaugrün, Scutellum grün, sehr wenig blaugrün, Pleurae braun, selten gelb, Flügelschüppchen braun- gelb, Scheitel sehr fein und dicht chagrinirt-punktirt mit zerstreuten gröberen Punkten. Länge: 15— P6 Mm. 14. JE. sylvius Dalm. Die europäischen Encyrtide . 715 7. Pleurae braun» Flügelschüppcken bräunlich gelb; Gesicht hellgrün oder blau, Scheitel und Mesonotum erzgrün, Scutellum kupferfarbig oder mehr erzgrün, Beine gelb, die Hüften mehr Aveniger braun, theilweise grün angelaufen, die vorderen mehr gelb, die Vorderschenkel am Beugerande, die Vordertibien am Streckrande mit einem braunen Längsstreifen, die Schenkel und Tibien der Mittelbeine manchmal schwach gebräunt, die Hinterschenkel, besonders aussen, und die Hintertibien braun. Die Scheitelkante scharf, das Mesonotum und Scutellum fein cbagrinirt. Länge: 1 — 1 - 4 Mm. 13. E. lunatus Dalm. — grün, Flügelschüppchen dunkelbraun; der Kopf grün, das Mesonotum erzgrün, das Scutellum mehr blaugrün, in der Mitte erzfärbig angelaufen, die Beine schön hellgelb, die vier hinteren Hüften und die Hinterschenkel grün, die Vordertarsen ganz-, die Mitteltarsen gegen das Ende und die Hintertarsen, ausser dem Metatarsus braun. Der Scheitel, das Mesonotum und besonders das Scutellum scharf, dicht und fein chagrinirt-punktirt ; die Scheitelkante ist stumpf. Länge PI Mm. " 23. Festucae n. sp. 8. Scutellum von einer Seite zur anderen und von vorne nach hinten stark gewölbt, höher als das Mesonotum, dicht und scharf fein punktirt und weniger glänzend als das Mesonotum; das erste Fadenglied drei- bis viermal so lang als dick, die Scheitelkante scharf. Der Kopf grün oder blau, mit oder ohne Erzschimmer, Mesonotum und Scutellum grün oder blau, letzteres öfters mehr- weniger violet und manchmal bei gewisser Beleuchtung schwarz erscheinend, die Pleurae braun, schwach purpur- farbig, die vier vorderen Beine gelb , die Hinterbeine braun mit grün angelaufenen Schenkeln und gelben Gelenken und Tarsen. (Bei einem Stücke sind alle Beine dunkel). Länge: 1*2 — 1*8 Mm. 9. E. cyanifrons Dalm. und 10. E. cyaneus Dalm. Das chagrinirte Scutellum nicht höher als das Mesonotum, meistens wenig gewölbt (nur bei E. sceptriger in der Längsrichtung stärker gewölbt) 9 9. Erstes Fadenglied mehr als viermal so lang wie dick; das Scutellum in der Längsrichtung ziemlich gewölbt, doch ist die Basis des Scutellum der höchste Tri eil, die Spitze der tiefste (bei horizontal gedachtem Körper), Stirn und Scheitel sehr dicht und fein punktirt, die Scheitel- kante scharf, der Ramus stigmaticus länger als der R. marginalis. Kopf und Mesonotum grün, öfters blau oder etwas erzfärbig schimmernd, das Scutellum blau, seltener blaugrün, die Pleurae grün, hinten etwas kupfer- farbig, oder ganz kupferfarbig angelaufen, die Vorderbeine gelb mit ge- bräunten Tarsen , die Hinterbeine braun mit etwas grün angelaufenen Hüften und Schenkeln und mit gelben Gelenken. Länge: P2 — P3 Mm. 8. E. sceptriger Forst. — — höchstens (bei E. subplanus) dreimal s*o lang als dick; das Scu- tellum nicht stark gewölbt ....... . 10 10, Ramus stigmaticus so lang oder kaum läuger als der dicke R. marginalis, die Scheitelkante scharf. Schaft und Wendeglied schwarzbraun, grün 90* 716 Dr. Gustav Mayr. angelaufen, Faden und Keule gelb, Kopf und Thorax grün oder mehr blau, Scutellum erzgrün oder mehr kupferroth, Pleurae schön violet, der Hinterleib kupferfarbig, an der Basis grün, die Beiue dunkel braun, die Hüften und Schenkel grün oder blaugrün angelaufen, die Gelenke der Beine, die Mitteltibien, mit Ausnahme eines braunen Einges, und die Mitteltarsen gelb, die Vorder- und Hintertarsen gebräunt, Stirn und Scheitel dicht und fein, aber nicht scharf, punktirt und massig glänzend, Mesonotum und Scutellum chagrinirt. Länge: 1"4— 1"7 Mm. 30. E. aeruginosus Dalm. Raums stigmaticus deutlich länger als der R. marginalis ..... 11 11. Stirn und Scheitel sehr dicht und fein, aber scharf, punktirt und mit zer- streuten Punkten; 'die Scheitelkante fehlt; erstes Faden glied 2'/ 4 bis 3mal so lang als dick. Blaugrün, Stirn und Scheitel meistens nur grün, Pleurae erzgrün oder blau, die vier Vorderbeine fast ganz, oder theil- weise, oder fast nur an den Gelenken gelb, alle Tarsen gelb mit brauner Spitze, der Hinterleib bronze- oder kupferfarbig mit blaugrüner Basis. Länge: 17—2 Mm. 1. E. suoplanus Dalm. — , Scheitel, Mesonotum und Scutellum uur seicht chagrinirt und mit zer- streuten gröberen Punkten; alle Schenkel dunkel gefärbt .... 12 12. Alle Tibien dunkelbraun, nur an den Enden meistens gelb, das Scutellum grün oder erzgrün, Kopf und Mesonotum grün oder blaugrün, Pleurae - dunkel, schwach purpurviolet • 13 Vorder- und Mitteltibien gelb, die ersteren aussen mit einem braunen Längsstreifen , die letzteren mit einem breiten braunen Ringe au der Basalhälfte, das Scutellum kupferroth, der Kopf bläulich grün mit violetter Gesichtsschwiele, das Mesonotum grün, die Pleurae violet; die Scheitel- kante ist scharf. Länge: 1*3 Mm. 4. E. scaurus Walk. 13. Körperlänge: P8 — 1*9 Mm., die Scheitelkante fehlt. 24. E. strobili L. — 1*4 Mm., die Scheitelkante fehlend oder vorhanden (?). 32. E. clavellatus Dalm. 1. Encyrtus subplanus Dalm. Encyrtus subplanus Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 362; Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 245. Enc. urocerus Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 368; Haliday Entomologist 1840-42. Tab. H., Fig.. 3. Cerchysius urocerus Westw. Phil. Mag. I. 1832, p. 127; Forst. Hym. Stud. II. 1856, p. 36; Walk. Notes on Chalc. 1872, p. 72. Cerchysius stigmaticalis Westw, Phil. Mag. I. 1832, p. 127. Encyrtus caudatus Forst. Beitr. z. Mon. d. Pter. 1841, p. XLIII, Fig. 18. Diese Art ist bisher nur gefangen worden; Dr. Förster hat sie bei Aachen, Dr. Reinhard im Juli und September in Sachsen, Tschek im August bei Piesting und ich im August in Nasswald in Niederösterreich gefangen. Die europäischen Encyrtiden. 717 Die Abbildungen im Entomologist und in Walker's Notes zeigen Stirn und Scheitel zu breit, den Raums stigmaticus zu kurz und der R. postrnarginalis ist gar nicht angedeutet; in v. Vollenhoven's Schetsen Tab. VII ist der Eamus marginalis viel zu lang und zu dünn, der dicke R. postrnarginalis fehlt ganz und die Stirn ist zu breit gezeichnet, die Fühler und der Hinterleib sind misslungen. 2. Encyrtus brevicomis Dalm. Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 162 (38); Nees Hym. I. a. M. 1834,' p. 239. Ich kenne nur zwei Weibchen, eines aus der Dalman'schen Sammlung, und eines wurde von Dr. Reinhard am 30. Juni in Sachsen gefangen. 3. Encyrtus melanacis Dalm. Ene. melanacis Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 345; Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 213. Eric. Jancirus Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 46. Von dieser Art habe ich fünf gefangene Weibchen untersucht, eines aus der Dalman'schen Sammlung, eines erhielt ich von Walker unter dem Namen E. Jancirus Walk., eines fing Tschek bei Piesting und zwei Dr. Reinhard am 1. September in Sachsen. 4. Encyrtus scaurus Walk. Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 45. Dr. Ottmar Hof mann erzog diese Art mit Gopiäosoma chalconotum aus den Larven der Eleinschmetterlinge Eupithecia pimpinellata und E. centaureata, und Custos Rogenhofer aus einer bei Wien gesammelten Tineiden-Raupe, Tschek hat einige Stücke im Juli bei Piesting gefangen. 5. Encyrtus hyalipennis n. sp. Dr. Reinhard hat ein Weibchen in Sachsen gefangen. 6. Encyrtus lineola n. sp. Kollär fing ein Weibchen bei Mödling nächst Wien. 7. Encyrtus varicomis Nees. Hym. I. a. M. 1834, p. 214. Nees hat am 8. September eine Anzahl Weibchen und Männchen in einer Zelle von Eumenes coarctata gefunden. Ich kenne nur ein Weibchen aus der Nees'schen Sammlung. Den Encyrtus hirsutus Ratz. (lehn. d. Forstins. HI. 1852, p. 189), welchen Ratzeburg aus einer Vespa erzogen zu haben glaubt, ist von E. vari- comis N. jedenfalls sehr verschieden, obschon mir jener unbekannt ist. 718 Dr. Gustav Mayr. 8. Encyrtus sceptriger Forst. Enc. sceptriger Forst. Beitr. z. Mon. d. Pter. 1841, p. XLIV, Fig. 26. Sceptrophorus anomalus Forst. Hym. Stud. II. 1856, p. 38. Diese durch das Weibchen höchst ausgezeichnete Art kenne ich nur durch von Dr. Förster bei Aachen gesammelte und durch ihn versendete Exemplare. In Vollenhoven's Schetsen ist die Abbildung dieser Art in allen Details misslungen. 9. Encyrtus cyanifrons Dalm. Enc. cyanifrons Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 159 (35); Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 212. Enc. Stigma Walk. Ann. nat. hist. XIX. 1847, p. 228. Viele Exemplare erzog Kollar im August aus einer Schildlaus auf Stipa pennata, die er am Lichtenstein bei Mödling nächst Wien fand; v. Hey den erhielt sie aus einer Schildlaus auf einem Grase, welche von Goccus PJtalariclis kaum verschieden sein dürfte. Ich bin nicht im Stande, die Männchen dieser Art von denen der nächsten zu unterscheiden, doch scheint es, dass sich das Männchen von E. cyaneus durch reichlichere gröbere Punktirung der Stirn und des Scheitels auszeichnet. Enc- cyanellus Dalm. (Vet. Ac. H. 1820, p. 168 (44) gehört unzweifelhaft zu E. cyanifrons oder E. cyaneus, wahrscheinlich zu E. cyaneus, hat aber dunkle Beine. Enc. Teuteus Walk. (Ent. Mag. IV. 1837, p. 458), welchen ich von Walker in einem männlichen Exemplare erhielt, und Enc. flavipes Nees (Hym. Ich. a. M. p. 247), von welchem ich ein typisches Stück untersuchte, gehören ebenfalls zu einer der beiden Arten. 10. Encyrtus cyaneus Dalm. Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 160 (36); Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 228. Kollar erzog diese Art im Juli aus Goccus Phalaridis L., auf Brachypoäium pinnatum im Prater in Wien gesammelt, v. Hey den und Dr. Kriechbaumer in München aus Cocciden an Gräsern; gefangene Stücke liegen mir vor aus England (Walker) , Aachen (Förster , unter ' dem Namen Ischnophrys cyaneus), und aus Sachsen (Reinhard). Beim Dalman'schen Weibchen bilden die Ocellen ein stumpfwinkliges Dreieck, was bei dieser Art eine abnorme Bildung ist. 11. Encyrtus ferrugineus Nees. Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 205. Herr v. Schlechtendal hat mehrere Weibchen und ein Männchen aus Schildläusen auf Eichen in Sachsen am 21. Juni erzogen; Tschek fing ein Weibchen bei Piesting in Niederösterreich. Die europäischen Encyrtiden. 719 12. Encyrtus chalcostomus Dalrn. Dalm. Vet. Ac H. 1820, p. 341; Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 207. Kollar hat diese Art aus Lecanium Aesculi mit Encyrtus sylvius, ferner aus einem Cocciden an Prunus domestica und aus dem Leca- nium Quercus L. im Juni erzogen. In Bezug der letzteren zeigen bei- steckende Stücke das erbsengrosse kugelrunde gelbe Lecanium mit grossen streifenartig gereihten dunkelbraunen Punkten. Herr v. Heyden hat ein Weib- chen bei Frankfurt auf Eichen gefangen, welches von Dr. Förster: Encyrtus sylvius D. determinirt wurde. 13. Encyrtus lunatus Dalm. Enc. lunatus Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 156 (32); Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 203; Zetterst. Ins. lappon. 1840, p. 431. Enc. aestivus Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 365; Nees Hym. I. a. M. p. 250. Enc. cedrenus Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 112. Enc. cleone Walk. Ann. nat. hist. XIV. 1844. p. 407. Diese Art lebt in Coccus racemosus Eatz. auf Fichten und fliegt im Juni aus (Bartsch, Kollar, Mayr, Tschek); Tschek hat sie auch aus Lecanium Carpini im Juli erzogen; zwei Weibchen erhielt Herr Mann aus einem bei Spalato auf Pistacia lentiscus lebenden Cocciden. Herr v. Heyden hat ein Weibchen bei Frankfurt a. M. zwischen Moos gefangen. Ein Weibchen, von Dr. Förster bei Aachen gesammelt und E. taeniatus benannt (im zool. Hofcabinete), gehört wohl zu dieser Art, nähert sich aber dem E. sylvius. Die oben erwähnten von Herrn Mann erzogenen Weibchen sind desshalb interessant, weil sie, obschon sie sich sonst vollkommen gleichen, so dass eine Artverschiedenheit sicher auszuschliessen ist, in der Breite der Stirn nicht unerheblich abweichen, indem bei dem einen Stücke die Stirn wie bei allen mir bekannten Weibchen von E. lunatus gebildet ist, bei dem anderen dieselbe so schmal wie bei E. chalcostomus ist. 14. Encyrtus sylvius Dalm. Enc. sylvius Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 154 (30); Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 205. Enc. zephyrinus Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 167 (43); Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 249. Aus Coccus Pruni in Sachsen erzogen (Dr. Beinhard), aus Lecanium Coryli anfangs Juli bei Piesting (Tschek), aus einem Cocciden an Tilia im Juni und aus Lecanium Aesculi in Unterösterreich (Kollar). Dalman gibt an, dass er diese Art aus „Coccus Betulae albae" erzogen habe. Bogenhofer hat ein Weibchen anfangs Mai auf der Sophienalpe bei Wien gefangen. 720 Dr. Gustav Mayr. Unter den aus Coccus Pruni erzogenen Stücken findet sich ein Weibchen, welches einen rostrothen Schaft hat und daher zu E. lunatus zu stellen wäre. 15. Encyrtus cyctnocephalus Dalm. Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 344; Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 211. Von Tschek aus Lecanium Carpini anfangs Juni bei Piesting erzogen. E. subcupratus Dalm. dürfte nach dem sehr schlecht conservirten typischen Weibchen zu urtheilen, dem der Hinterleib fehlt, die Flügel zerrissen und beschmutzt sind, und welches mit dem dazu gedachten Hinterleibe wohl nur 1"5 Mm. lang gewesen, sein dürfte, als Synonym zu dieser Art zu stellen sein. 16. Encyrtus barbarus Dalm. Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 158 (34); Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 211. Ausser dem typischen Stücke liegen mir nur zwei Weibchen von Herrn Brischke vor, welcher sie unter dem Namen E. brevnisculus von Dr. Förster erhalten hatte. 17. Encyrtus Mogenhoferi n. sp. Von dieser neuen Art kenne ich nur drei von Dr. Förster E. barbarus determinirte Weibchen, zwei hat derselbe bei Aachen gesammelt und an das zoolog. Hofcabinet gesendet, und eines hat Herr v. Heyden bei Ems ge- sammelt. 18. Encyrtus tessellatus Dalm. Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 342; Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 209. Obschon mir von dieser Art viele Stücke vorliegen, so ist mir doch deren Lebensweise, sowie deren Männchen unbekannt. Ich habe Weibchen untersucht aus Schweden (Dalman), Aachen (Förster), Frankfurt a. M. (Heyden), Sachsen (Reinhard), viele Stücke habe ich im Mai auf Wiesen des Kalenderberges bei Wien geschöpft und auch Tschek hat sie bei Piesting im April gefangen. 19. Encyrtus dupiicatus Nees. Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 204; Ratz. lehn. d. Forstins. I. 1844, p. 211. Herr v. Heyden hat acht Weibchen aus einem Lecanium vitis in der Frankfurter Gegend erzogen; Ratzeburg erhielt diese Art aus Lecanium racemosum, die von ihm angeführte Zucht Reissig's aus einer Syrplms- Larve halte ich jedoch für zweifelhaft. Tschek hat ein Weibchen bei Piesting gefangen. 20. Encyrtus inierpunetus Dalm. Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 157 (33); Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 209. Ich kenne nur ein Weibchen aus der Dalman'schen Sammlung. Diese Art könnte sich vielleicht bei Untersuchung einer grösseren Individuenzahl als Varietät der vorigen Art erweisen. Die europäischen Encyrtiden. i A\ 21. Encyrtus Mfasciatellus n. sp. Ich kenne fünf Pärchen, welche von Dr. Förster bei Aachen gefangen und unter obigem Namen versendet wurden (Dr. Kriechbaumer, Mayr, zoolog. Hofcabinet). Die ausgezeichnete Art ist durch die quergebänderten Flügel des Weib- chens und die Fühler des Männchens leicht von allen Encyrtiden zu unter- scheiden. Eine eigene Gattung darauf zu gründen, schien mir des Weibchens wegen, welches ausser der Flügelfärbung kein ausgezeichnetes Merkmal hat, nicht gerechtfertigt. 22. Encyrtus fuscipennis Dalm. Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 354; Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 243. Tschek hat ein Weibchen aus Lecanium racemosum im Juni er- zogen und zwei im April bei Piesting gefangen. Dalman's Angabe, dass die Glieder der Geissei kaum länger als dick seien, erweist sich auch an dem typischen Stücke als unrichtig, da die meisten Fadenglieder doppelt so lang als dick sind. 23. Encyrtus Festucae n. sp. Ich kenne nur ein Pärchen, welches von Dr. Giraud unter obigem Namen ohne nähere Angabe dem zoologischen Hofcabinete überlassen wurde. Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass Dr. Giraud diese Art aus jenem Cocciden auf Festuca erzogen habe, dessen er im Bull. Soc. ent. Fr. 1867 Erwähnung macht, den er für Coccus Festucae Fonsc. hält und mehrere daraus erzogene Parasiten anführt. 24. Encyrtus strobili Linne. Gynips Salicis strobili Linne Faun. suec. Ed. alt. 1761, p. 388. Nr. 1532. Encyrtus strobili Reinh. Berl. ent. Z. 1858, p. 18. - sitalces Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 47. — eupelmoides Eatz. lehn. d. Forstins II. 1848, p. 148. Diese Art lebt in den Blattrosetten der Ceciclomyia rosaria auf Weiden, verlässt dieselben im Mai des zweiten Jahres, und wurde bereits von vielen Biologen erzogen. Nach Ratzeburg soll sie auch in den verdickten, durch Cecidomyia salicina erzeugten Zweigspitzen der Weiden leben. 25. Encyrtus mitratus Dalm. Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 352; Nees Hym. I. a. M. 1834. p. 242. Dr. Reinhard hat im Mai und Juli drei Weibchen in Sachsen gefangen. Z. B. Ges. B. XXV. Abh. 91 722 Dr. Gustav Mayr. 26. Encyrtus herbidus Dahn. Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 356; Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 216. Ich kenne ausser dem typischen Stücke nur ein von Dr. Reinhard in Sachsen gefangenes Weibchen. 27. Encyrtus tiliaris Dalm. Enc. tiliaris Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 171 (47); Nees flym. I. a. M. 1834, p. 235. Enc. Coniferae Walk. Ent. Mag. IV. 1837, p. 461. Von dieser Art liegt mir nur ein typisches Weibchen aus der Dal man- schen Sammlung vor, auf welches ich obige Beschreibung basirt habe. Der von Dr. Förster versendete E. cupratus stimmt entweder mit der- selben specifisch überein, oder steht ihr mindestens sehr nahe. Mir liegen vier von Dr. Förster stammende Weibchen vor; zwei sind im zoologischen Hofcabinete, eines in Dr. Kriechbaumer's und eines in Herrn Erber's Sammlung. Das letztere weicht von E. tiliaris nur dadurch ab, dass das grüne Mesonotum kupferroth angelaufen ist; ob sich dasselbe von dem Dalm an- sehen Stücke auch durch das Scutellum unterscheide, lässt sich nicht erweisen, da das Scutellum des typischen Stückes von E. tiliaris durch die Nadel, mit Ausnahme der grünen Spitze, zerstört ist; bei dem Förster'schen Stücke ist das Scutellum kupferroth und an der Spitze grün. Die zwei Stücke im Hof- cabinete sind grösser (1*8 Mm. lang) und haben die Oberseite des Kopfes und des Thorax schön kupferroth. Das Kriechbaumer'sche Stück ist ebenfalls gross, Stirn und Scheitel blaugrün, zwischen den Ocellen ein erzfärbiger Fleck, das Mesonotum, besonders mehr seitlich, schön feurig roth angelaufen, das Scutellum vorne roth angelaufen, hinten schön hellgrün. Da nun an der Zu- sammengehörigkeit der vier Förster'schen Stücke nicht zu zweifeln ist, das Stück in Erber's Sammlung nur unbedeutend von E. tiliaris abweicht, und da ausser -dem Angeführten die fünf Exemplare in allen Details (sogar in dem violetten Querstreifen des Gesichtes) übereinstimmen, so kann ich E. cupratus Forst, i. 1. nur für eine Varietät von E. tiliaris halten. 28. Encyrtus Förster* n. sp. Ich besitze nur ein gut conservirtes Stück, welches ich von Dr. Förster unter dem Namen Enc. hospitialis erhielt. 29. Encyrtus ambiguus Nees. Hym. I. a. M. 1834, p. 239. Mir liegen mehrere Weibchen vor aus der v. Heyden'schen Sammlung, von welchen eines die Notiz trägt: „alte Rinden", von Dr. Förster als E. ambiguus Nees und E. aeneiventris Forst, i. 1. determinirt, auch im zool. Die europäischen Encyrtiden. 7 2o Hofcabinete findet sich ein von Dr. Förster stammendes E. aeneiventris be- stimmtes Stück, Dr. Reinhard hat zwei Exemplare im Juli und August in Sachsen und eines in Salzburg gefangen. Nees hielt das von ihm beschriebene Weibchen wohl desshalb für ein Männchen, weil der Bohrer versteckt ist. 30. Encyrtus aeruginosus Dalm. Enc. aeruginosus Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 170 (46); Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 234. Enc. Syrphi Ratz. lehn. d. Forstins. III, 1852, p. 193. Diese Art lebt in /S'yrp/tws-Puppen; v. Schlechtendal hat aus einer solchen in Sachsen gesammelten sieben Stücke, ebenso v. Heyden sieben Stücke, und ich anfangs September fünf Stücke erhalten; Dr. Reinhard hat einige Exemplare im Juni und September in Sachsen und ich ein Stück in Nasswald in Niederösterreich im August gefangen. Dr. Förster hat diese Art unter dem Dalman'schen Namen versendet. 31. Encyrtus meg es Walk. Ann. Nat. Hist. XVII. 1846, p. 178. Ich besitze nur ein von Walker erhaltenes Weibchen. 32. Encyrtus clavellatus Dalm. Enc. clavellatus Dalm. Vet, Ac. H. 1820, p. 355; Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 236. Enc. misellus Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 171 (47); Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 250. Enc. fuseipes Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 365; Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 251 (?). Diese Art lebt in den Stengelgallen von Ceciäomyia Salicis, aus welchen sie von Dr. Reinhard, Wachtl und Walker erzogen wurde; der Letztere sandte sie mir unter dem Namen: E. Tennes Walk., mit dem er auch den Pteromalus Salicis und den Platygaster niger erzogen zu haben angibt. (Ann. nat. Hist. 184-8, p. 218). Dr. Förster versendete sie unter den Namen: E. clavellatus Dalm., Salicetorum , Jwspitialis (Weibchen mit gelben Faden) und agilis. Das typische Stück von Enc. misellus Dalm. ist ein ziemlich schlecht conservirtes Männchen dieser Art. Auch Enc. fuseipes Dalm., von dem mir ein sehr schlecht erhaltenes Männchen vorliegt, scheint zu dieser Art zu gehören. Es wäre interessant, eine grössere Anzahl erzogener, frischer und dann getrockneter Exemplare dieser Art zu untersuchen, um das Verhalten der Scheitelkante und auch der Fühlerkeule zu studieren, denn, wenn ich das 91* 724 Dr. Gustav Mayr. typische Weibchen von Dalman, die von Walker erhaltenen, von demselben aus Gallen von Ceciäomyia Salicis erzogenen Stücke seines Enc. tennes und die Förster'schen E. clavellatus und agilis benannten Weibchen mit den von Dr. Eeinhard erzogenen Weibchen vergleiche, so zeigt sich, dass die ersteren insgesammt eine scharfe Scheitelkante und eine ziemlich dünne Fühlerkeule, während die Reinhard'schen Stücke eine stumpfe oder eigentlich keine Scheitel- kante haben und auch die Fühlerkeule deutlich dicker zu sein scheint, selbst wenn ich in Eücksicht bringe, dass bei diesen getrockneten Exemplaren die Keule flachgedrückt ist und dadurch viel breiter erscheint. Die von Dr. Förster: Eric, salicetorum benannten Weibchen verhalten sich theils ganz so wie das typische Weibchen von Dalman, theils halten sie die Mitte zwischen diesem und den Reinhard'schen Exemplaren. Von den zwei mir vorliegenden, er- zogenen Männchen hat das von Herrn Wachtl stammende Stück keine Scheitel- kante, das Reinhard'sche hingegen, dessen Kopf freilich etwas zusammen- geschrumpft ist, zeigt eine scharfe Scheitelkante, doch dürfte darauf wegen der Einschrumpfung kein Werth gelegt werden. Beim typischen Stücke von E. misellus Dalm. ist der Kopf ebenfalls zusammengeschrumpft, bei dem typi- schen Stücke von E. fuscipes zeigt sich bei nicht eingeschrumpftem Kopfe eine deutliche scharfe Scheitelkante, doch bleibt es zweifelhaft, ob E. fuscipes zu E. clavellatus gehören. Von Enc. mucronatus Eatz. (lehn. d. Forstins. II. p. 148), zu wel- chem' als Männchen nach Ratzeburg E. Parasema Ratz. (p. 149) gehört, liegt mir aus der Reissig'schen Sammlung ein von Ratzeburg determinirtes, schlecht conservirtes Weibchen vor, welches ich von E. clavellatus Dalm. nicht zu unterscheiden vermag. 33. Encyrtus aphidivorus n. sp. Diese kleine Art ist die einzige mir bekannte Art, welche in Blatt- läusen lebt, und zwar habe ich sie anfangs Juli in meinem Garten aus solchen auf Ribes aureum und Rosa centifölia erzogen. Dr. Giraud's Angabe in den Ann. Soc. ent. Fr. 1867, p. LXXV., dass er Enc. atheas Walk, aus Blattläusen erzogen habe, ist wohl jedenfalls unrichtig, wahrscheinlich hat er E. aphidi- vorus erzogen. 34. Encyrtus gravis Nees. Hym. I, a. M. 1834, p. 233. Nees gibt an, dass diese Art in Schmetterling-Eiern lebe; ich kenne nur ein Weibchen aus der Nees'schen Sammlung. Dasselbe hat den Kopf der Länge nach bis zu den Ocellen so stark eingedrückt, dass ich über die Farbe der Stirn und des Scheitels nicht klar wurde. Die Nadel hat das Scutellum so zerstört, dass ich von demselben nur ein kleines Stück, welches fein chagrinirt ist, sehen kann, und es möglich, obgleich nicht wahrscheinlich, wäre, dass das Scutellum in der Mitte eine andere Skulptur habe. Die europäischen Encyrtiden. 725 35. Encyrtus Notodontae n. sp. Ein Stück wurde von Kollar aus einem Ei einer Notodonta (eines Spinners), wahrscheinlich der JV. palpina, erzogen; das Ei liegt bei. 86. Encyrtus tardus Katz. Enc. tardus Ratz. lehn. d. Forstins. I. 1844, p. 214. Pteromalus ovulorum Fonsc. Ann. Sc. nat. T. 26, 1882, p. 303 ('?). Diese Art lebt häufig in den Eiern von Bombyx neustria, erscheint im Mai und wurde schon von vielen Biologen erzogen. Es wäre möglich, dass Cinips Bombyctim Fonsc. (Ann. Sc. nat. T. 26, p. 295) das Männchen dieser Art sei. Encyrtus embryophagus Hart, soll auch in Eiern leben. Ratze-' bürg gibt (in lehn. d. Forstins. I. p. 214) über diesen Encyrten an: „Ge- flügelt, überall, ausser den grossen Augen, mattgelb. Männchen mit braunem Hinterleibsrücken und pinselförmig behaarten Fühlern; Vs - " 1 /.*'" lang. Gesellig zu 4 — 6 in einem Eie des Kiefern Spinners lebend und später, als Teleas, er- scheinend" (Jahresber. p. 250). Hartig's Jahresbericht über die Fortschritte der Forstwirthschaft und forstlichen Naturkunde im Jahre 1836 und 1837, Jahrgang I, Berlin, ist mir nicht zugänglich. VII. Prionomastix n. g. Männchen. Die Fühler sind sehr weit vom Mundrande zwischen die Augen, in ziemlich gleicher Entfernung vom Mundrande und dem vorderen Punktauge und sehr nahe neben einander, eingelenkt, sie sind nur mit sehr kurzen und feinen, fast anliegenden Härchen gleichmässig bekleidet; der nicht verbreiterte Schaft reicht, obschon er kurz ist, wegen der hohen Einrenkung fast bis zum vorderen Punktauge; das sehr kleine Wendeglied ist etwas dicker als lang; der Faden ist, das erste Glied ausgenommen, stark compress, beson- ders in seinen mittleren Gliedern stark und scharf gesägt, die Glieder stehen mit ziemlich grossen Gelenken mitsammen in Verbindung , sie haben einen unteren geraden, und einen oberen gekrümmten Rand, an der breiten Spitze sind sie ausgerandet-gestutzt und daselbst am Rande der Stutzung mit sehr feinen, spitzigen Dörnchen besetzt, die obere Ecke der Spitze der Fadenglieder ist ziemlich scharf und etwas spitzwinklig (von der Seite gesehen), die mittleren Glieder sind etwa anderthalb Mal so lang als breit, das erste und sechste jedoch fast doppelt so lang als dick, das erste Fadenglied ist nicht zusammen- gedrückt, es ist ziemlich cilindrisch, doch an der Basis etwas dünner als an 726 Di'- Gustav Mayr. der quergestutzten Spitze, es ist P/4 so lang als dick und mehr wie dreimal so lang als das Wendeglied und dicker wie dieses; die Keule ist compress, an der Spitze abgerundet, nur so breit wie das sechste Padenglied und anderthalb Mal so lang wie dieses. Die Oberkiefer sind dreieckig mit breitem, geraden und, wie ich glaube, ungezähnten Kaurande. Der Kopf ist vom Mundrande zur Scheitelkante, von einer Seite zur anderen gewölbt; in der Mitte des Mund- randes ist eine scharfe halbkreisförmige Ausrandung, welche von einer schwach concaven, gerandeten, halbkreisförmigen Platte ausgefüllt ist, welche ich für den Clypeus halte, da sich sonst keine mehr weniger abgegrenzte Stelle, die dem Clypeus entsprechen könnte, hinter dieser Ausrandung findet; nahe und etwas hinter demselben ist jederseits ein ziemlich grosser eingedrückter Punkt; hinter dem Clypeus ist der Kopf bis zu den Fühlergelenken massig convex und zeigt weder eine Furche noch einen Kiel; die Fühlergelenke liegen in einer kleinen Concavität (Gesichtsgrube) in der Mitte der vorderen convexen Kopf- fläche und sind von einander nur durch einen Kiel getrennt, welchen ich für die verwachsenen Stirnleisten (laminae frontales) halte. Stirn und Scheitel sind sehr breit und quer concav. Die Ocellen bilden ein stark stumpfwinkliges Dreieck. Die rundlichen, nicht grossen Augen sind von den Mundwinkeln etwa um die Länge ihres eigenen Längendurchmessers entfernt. Die Scheitelkante ist scharf schneidig. Der stark entwickelte Thorax ist von derselben Form wie beim Weibchen von Psilophrys longicornis Walk., das Mesonotum und beson- ders das Scutellum sind stark quer gewölbt, nicht stark längsgewölbt, letzteres mit stark herabgebogenen Seitenränclern und solcher Spitze. Die vier vorderen Beine sind ziemlich zart gebaut, die Hinterbeine stark und massig verbreitert. Der Kamus stigmaticus entspringt an der Junctur (da der K. marginalis nicht entwickelt ist) er ist dick, am Ende nicht geknöpft und weicht nicht stark von der Eichtung des Flügelvorderrandes ab, so dass er mit dem E. postmarginalis, welcher fast doppelt so lang ist, einen nur sehr spitzigen Winkel bildet. 1. PHonomastix morio Dalm. Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 164 (40); Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 229. Männchen. Schwarz, stellenweise mehr braunschwarz, mit kupferfarbig oder violet angelaufenem Abdomen, der Fühlerschaft, die Endhälfte der Vorder- tibien, die Knie der Mittelbeine und die Vordertarsen bis nahe zur Spitze röthlich gelb, der Metatarsus der Mittelbeine schmutzig weiss. Der Kopf und die Oberseite des Thorax sind massig glänzend, fein und ziemlich seicht cha- grinirt, mit zerstreuten, ziemlich feinen Punkten, in welchen die feinen, kurzen, gelblichen, anliegenden Härchen entspringen. Länge: 3 — 3"2 Mm. Von dieser sehr interessanten Art kenne ich nur zwei Stücke, eines aus der Dalman'schen Sammlung, und eines in der Sammlung des Dr. Eein- hard, von Herrn v. Kiesenwetter in der Gegend von Eagaz gefangen. Die europäischen Encyrtiden. 72 i VIII. Psilophrys n. g. Weibchen. Die sehr dünnen und sehr langen Fühler sind in der Nähe des Mundrandes eingelenkt; der lange dünne Schaft reicht bis zu denOcellen; das Wendeglied ist etwas mehr wie doppelt so lang als dick; der lange Faden ist äusserst dünn und fadenförmig, dessen Glieder schliessen so genau an ein- ander, dass, wenn der Faden gerade gestreckt ist, die Gelenke nur schwer zu erkennen sind, die ersteren Glieder sind länger als die letzteren, das erste ist etwa doppelt so lang als das Wendeglied, das sechste, welches das kürzeste ist, aber noch fünfmal so lang als dick; die Keule ist wenig dicker als die Fadenglieder, sie ist länger als das sechste Fadenglied, aber kürzer als das fünfte und sechste zusammen, am Ende quer gestutzt. Der Kopf ist nicht dick (in der Richtung von vorne nach hinten), aber hoch, da der Theil des Kopfes, welcher unter den Augen liegt, gestreckt ist und die Wangen (vom Mundwinkel bis zum unteren Augenrande) etwas länger wie die Augen sind; der Kopf ist etwas schmäler als der Thorax in der Mitte breit ist. Die Gesichtsgrube ist schmal, aber lang, indem sie sich zwischen die Augen bis in deren Mitte ein- schiebt, die schmale kielförmige Gesichtsschwiele setzt sich als allmälig schwächer werdender Kiel bis zum oberen Ende der Gesichtsgrube fort. Der Scheitel und die kurze Stirn sind stark geneigt und massig breit; die Ocellen bilden ein stumpfwinkliges Dreieck, die hinteren Ocellen liegen nahe den Augen und dem scharf schneidigen Scheitelrande. Der Thorax ist stark quer gewölbt, von oben gesehen ziemlich fassförmig, das Pronotum, Mesonotum, die Achseln und das Scutellum schliessen gut an einander; das Mesonotum ist gross, wohl so lang wie das stark quer gewölbte dreieckige Scutellum; die Achseln stossen mit den Spitzen an einander. Die Abdominal- Segmente sind quer und ziemlich gleichlang, der Bohrer ragt wenig vor. Die Vorderflügel sind nicht gewim- pert (Unterschied von allen Encyrtiden, ausser Bothriothorax Schlecht endali) und überragen nur sehr wenig die Spitze des Bohrers; der Bamus stigmaticus ist massig lang und entspringt aus der Junctur, da der R. marginalis nicht entwickelt ist, der R. postmarginalis ist kurz. Männchen. Dem Weibchen sehr ähnlich, mit kleinerem Kopfe, sehr kurz gewimperten Vorderflügeln und viel dickeren, kürzeren und anders ge- bildeten Fühlern. Das Wendeglied ist nämlich nur wenig länger als dick, der Faden ist dicht und kurz- (obwohl viel länger wie beim Weibchen) behaart, das erste Fadenglied ist wohl auch das längste und das sechste das kürzeste, doch ist letzteres nur doppelt so lang als dick (die Fadenglieder schrumpfen im Tode meistens so ein, dass sie compress erscheinen), die Keule ist länger als das sechste Faden glied, an der Basis so dick wie dieses, gegen das Ende all- mälig spitziger mit abgerundeter Spitze. Das erste Abdominal-Segment ist grösser als jedes der folgenden. 728 Dr. Gustav Mayr. 1. JPsilophrys longicomis Walk. Encyrtus longicomis Walk. Ann. nat. hist. XIX. 1847, p. 229. Weibchen. Braunschwarz, Kopf und Mesonotum trüb dankelgrün, öfters mit schwachem Erzschimmer, manchmal undeutlich dunkelblau, Gesicht violet, Abdomen braun mit Bronzeschimmer, der Bohrer gelb, die Beine braun, die vier vorderen Tibien und die Tarsen ganz oder theilweise gelb, manchmal auch die vier vorderen Schenkel braungelb, die Mitte des Flügels braun ge- trübt; der Kopf, das Mesonotum und Scutellum fein chagrinirt und mit sehr zerstreuten Punkten. Länge: 2'1 — 2 - 6 Mm. Männchen. Skulptur und Färbung wie beim Weibchen, nur sind die vier vorderen Beine, mit Ausnahme der Hüften, grösstentheils gelb, und die Fühler braun, die wasserhellen Flügel haben in der Mitte, nahe dem Bamus stigmaticus, nur einen ziemlich kleinen schwach gebräunten Fleck. Länge: 1-6—2 Mm. Kollar hat schon vor vielen Jahren diese Art aus Eichenschild- läusen erzogen und unter dem Namen Sphenolepis longicomis versendet, wo- durch Walker Gelegenheit bekam, diese ausgezeichnete Art zu beschreiben. Ich erzog sie mehrmals im Juli aus einem Lecanium auf Quercus Cerris. IX, Liotliorax n. g. Weibchen. Der Körper ist massig gestreckt. Die Fühler entspringen sehr nahe dem Mundrande, sie sind massig lang (zwei Drittel der Körperlänge) und sehr dünn, der Schaft und das Wendeglied sind etwas dicker als der Faden, der erstere ist ziemlich lang, das letztere gestreckt, etwas mehr wie dreimal so lang als am Ende dick und länger als das erste Fadenglied; der Faden ist lang und sehr dünn, die Glieder sind cilindrisch, gleich dick, gut an einander schliessend, gleichlang und sehr kurz behaart; die Keule ist eben- falls sehr kurz behaart, fast so dünn wie die Fadenglieder, fast so lang als die drei letzten Fadenglieder zusammen und am Ende abgerundet. Die Ge- sichtsschwiele ist oval, quer gewölbt; der Gesichtseindruck ist ziemlich tief und reicht hoch zwischen die Augen hinauf. Die Stirn biegt sich im Bogen zum Bande des Gesichtseindruckes herab, der Scheitel ist horizontal, dieser und die Stirn sind zusammen länger als breit; die Ocellen bilden ein schwach stumpf- winkliges Dreieck. (Der Kopf schrumpft im Tode meistens ein.) Kopf und Thorax sind stark glänzend, fast glatt (nur äusserst fein chagrinirt), die Achseln stossen mit ihren Spitzen fast an einander. Das Scutellum ist in der Quer- richtung ziemlich stark gewölbt, in der Längsrichtung fast gerade, die Scu- tellumspitze ist sehr wenig über das Postscutellum erhöht. Der Bohrer ragt sehr wenig vor. Der. Bamus marginalis ist kurz, halb so lang als der R. stig- maticus, der R. postmarginalis ebenfalls kürzer als der R. stigmaticus. Männchen. Dem Weibchen sehr ähnlich und fast nur durch die Fühler von demselben verschieden. Der Schaft und das Wendeglied sind wie beim Die europäischen Encyrticlen. t 29 Weibchen, der Faden ist etwas länger (obschon relativ zu den Männeben anderer Gattungen ziemlich kurz), er ist behaart, die Haare etwa halb so lang wie die Glieder, welche gleich lang und stark von einander getrennt sind, in- dem die Gelenke der Glieder sehr klein sind und jedes Glied an den beiden Enden stark abgerundet ist, auch sind sie deutlich dicker als beim Weibchen; die Keule ist wie beim Weibchen geformt, aber nur so lang wie die zwei letzten Fadenglieder zusammen. Das Mesonotum und das Scutellum haben eine deut- liche Skulptur (die Skulptur des Kopfes ist mir unbekannt, weil das mir vor- liegende Exemplar den Kopf zusammengeschrumpft hat). 1. Liothorax glaphyra Walk. Encyrtus glaphyra Walk. Ent. Mag. IV. 1837, p. 454. Weibchen und Männchen. Violet, Stirn und Scheitel öfters blau- grün, die Mundgegend und die Kopfseiten gewöhnlich erzgrün, das Mesonotum erscheint bei schwacher Vergrösserung blau, bei stärkerer deutlich violet, die Fühler und Pleurae sind schwarzbraun, der Hinterleib dunkel bronzefärbig und an der Basis grün, die Beine sind dunkelbraun, die Endhälfte der Tibien und mehr oder weniger die Tarsen gelb. Die Flügel sind beim Weibchen gleich- massig schwach angeraucht, beim Männchen nur an der Endhälfte schwach ge- bräunt, an der Basalhälfte wasserhell. Länge des Weibchens: l'l — 1*3 Mm., des Männchens: l'l Mm. Aus zwei Zuchten von Aphilothrix (Cynips) gemmae erhielt ich einmal im Juni des zweiten Jahres vier Weibchen und ein Männchen, ein zweites Mal drei Weibchen, doch mögen diese wohl aus Schildläusen, welche zwischen den Schuppen der Gallen versteckt oder an den Zweigstückchen sassen, ausge- schlüpft sein. Von Herrn Walker erhielt ich unter dem Namen Encyrtus glaphyra Walk, ein Weibchen und ein Männchen, doch gehört nur das Weibchen hieher. Von Dr. Reinhard liegt mir aus Sachsen ein Weibchen vor mit der Notiz: „Aepfelzweige", dann von Tschek ein Weibchen mit der Angabe: „Def. Kätzch. Salix capr. 5. Juni 1868" (wobei das erste Wort wohl „deformirte" heissen soll, doch habe ich aus solchen Kätzchen noch keinen Encyrtiden er- zogen), In der v. Heyden'schen Sammlung findet sich ein von Dr. Förster Enc. chalyhaeus determinirtes Weibchen. X. Leptomastix Forst. Hym. Stud. II. 1856, p. 34; Voll. Schets. Tab. VIII. Weibchen. Die Fühler sind sehr lang, etwas länger als der Körper, dünn, fadenförmig und sehr kurz behaart; das Wendeglied ist doppelt so lang als dick, jedes der drei ersteren Fadenglieder etwa doppelt so lang als das Wendeglied, die folgenden nehmen allmälig an Länge ab, das sechste ist kaum doppelt so lang als dick; die Keule ist wenig dicker als der Faden, am Ende Z. B. Ges. B. XXV. Abh. 92 730 I>r. Gustav Mayr. abgerundet, so lang als die zwei letzteren Fadenglieder zusammen. (Die Ein- lenkung der Fühler kann ich an dem auf eine Papierplatte aufgeklebten Thier- chen nicht sehen). Die Gesichtsgrube ist klein, so dass die grosse Stirn fast bis zum unteren Ende der Augen reicht, die letztere ist senkreeht, von unten nach oben und von einer Seite zur anderen schwach gewölbt und unten etwas breiter als oben; der Scheitel ist breit, hat drei im gleichseitigen Dreiecke stehende Ocellen und ist hinten durch die scharfe Scheitelkante begrenzt; Stirn und Scheitel sind fein genetzt (sehr seicht fingerhutartig punktirt). Der Thorax ist massig gewölbt, das Mesonotum massig glänzend und fein chagri- nirt und mit zerstreuten härchentragenden Pünktchen ; die Achseln stossen in der Mitte des Körpers an ein kurzes Längskielchen; das dreieckige fein ge- runzelte Scutellum hat stark hinabgebogene Seitenränder und eine nicht abge- rundete Spitze. Die punktirt-gerunzelte obere Seite des Abdomen scheint nur aus einem grossen Segmente gebildet zu sein, doch dürfte dies wahrscheinlich nicht der Fall sein und nur die Glieder sehr gut über einander schliessen, wie dies bei Encyrtiden so oft der Fall ist. (Eine genaue Untersuchung ist nicht auszuführen, da der Hinterleib stark eingefallen und die obere Fläche stark quer concav ist.) Die gewimperten Flügel sind so wie bei Ericyänus, der lange Eamus marginalis ist etwas mehr wie anderthalb Mal so lang als der E. stigmaticus, welcher etwas kürzer wie der E. postmarginalis ist. Der Bohrer ist kaum sichtbar. Die Beine sind ziemlich lang. 1. Leptoniastix histrio n. sp. Weibchen. Gelb, der Kopf und die Oberseite des Thorax etwas röth- lich gelb, die Fühler schwarzbraun, der Schaft gelb, oben mit einem schwarz- braunen Längsstreifen, die hintere Fläche des Kopfes von dem oberen Ende der Augen nach abwärts, das Pronotum, mit Ausnahme der gelben Seitenecken, der grösste Theil der Pleurae und das Metanotum, schwarzbraun, die Oberseite des Abdomen und die Tarsen, besonders die vier letzteren Glieder, gebräunt, die Vorderfiügel angeraucht. Körperlänge: VI Mm., die Fühler: VS Mm. lang. Dem Männchen von Ericyänus ventralis ähnlich. Ich kenne nur ein von Haliday in Italien gesammeltes, Leptomastix histrio determinirtes Weibchen, welches Eigenthum des Leydner Museum ist und dessen Untersuchung mir durch die Freundlichkeit des Dr. Vollenhoven ermöglicht ward. In den Schetsen sind die Fadenglieder an der Basis zu dünn, das sechste Fadenglied ist der Keule zu sehr genähert gezeichnet, an der Keule sollte das zweite Glied das kürzeste sein, der Scheitel ist zu breit gezeichnet, der Thorax ist misslungen, an den etwas zu lang gezeichneten Flügeln ist die Abzweigung des Eamus stigmaticus der Flügelbasis viel zu nahe gerückt, denn der E. stig- maticus zweigt sich fast in der Mitte der Flügellänge ab. Die europäischen Encyrtideu. 731 XI. Copidosoma Ratz. lehn. d. Forstins I. 1844, p. 157; Voll. Schets. Tab. VII. Weibchen. Die Fühler entspringen nahe dem Mundrande, der Schaft ist dünn und lang, der sechsgliedrige Faden lang und dünn oder kurz und ver- uältnissmässig dicker, die Keule ist entweder lang, schwach gebogen und am Ende ziemlich abgerundet, oder dicker und stark schief abgestutzt, welche Ab- stutzung dadurch entsteht, dass die Keule nicht ringsum von einer harten Chitinhaut gebildet wird, sondern sich von der Spitze gegen die Basis der Keule ein Streifen weicher Haut vorfindet, welche im Tode eintrocknet, so dass dann bei jenen Arten, wo dieser weiche Hautstreifen nicht bis zur Keulenbasis reicht, die Keule nicht gerundet, sondern schief gestutzt erscheint. Das Gesicht ist stark eingedrückt. Stirn und Scheitel sind dicht fingerhutartig punktirt ohne zerstreute grobe Punkte. Das Mesonotum und oft auch das Scutellum haben bei den meisten Arten eine Skulptur, die von Katzeburg schuppig ge- nannt wurde und in einer dichten Punktirung besteht, wobei die Punkte ent- weder der Länge nach gestreckt oder rundlich sind, welche letztere Art am besten fingerhutartig genannt werden kann; bei Cop. Cidariae hingegen ist das Mesonotum (mit dem Scutellum) nur sehr fein chagrinirt und bei den . weniger ausgebildeten Individuen von Cop. truncatellum ist dasselbe chagrinirt- punktirt oder fast nur chagriuirt. Die Spitze des Scutellum ist nicht abgesetzt. Der Rainus marginalis fehlt, in welchem Falle der R. stigmaticus an der Junctur entspringt, oder er ist nur wenig kürzer als der R. stigmaticus. Die Flügel sind wasserhell. Der Bohrer ist sehr lang oder auch verborgen. Männchen. Diese stimmen mit den Weibchen in der Form der Theile, in der Skulptur, sowie im relativen Verhältnisse der Rami überein, nur die Fühler weichen auffallend ab. Dieselben sind wie bei den Weibchen nahe dem Mundrande eingefügt, ihr Schaft ist lang und dünn, das Wendeglied kürzer als das erste FadeDglied, der Faden ist massig verdickt, gleichmässig kurz behaart (die Haare kürzer als die Glieder), die Gelenke der Glieder klein und nahe der Unterseite des Fadens, so dass die ziemlich gleichlangen Glieder oben durch Einschnitte von einander getrennt sind, und der Faden oben etwas gesägt er- scheint, die Keule ist etwa so dick als die Fadenglieder. Die Basis des Scu- tellum hat ein mehr weniger deutliches Längskielchen, aber keinen Längs- eindruck. Jene Arten dieser Gattung, bei denen das Mesonotum oder Scutellum, oder beide zugleich, eine dichte, aus länglichen Punkten bestehende Skulptur haben, sind sehr leicht als zu dieser Gattung gehörig zu erkennen, was wohl weniger bei jenen Arten der Fall ist, wo das Mesonotum und Scutellum rund- liche Punkte haben (also fingerhutartig punktirt sind); in beiden Fällen zeigt sich bei Anwendung stärkerer Vergrösserung, dass die vertieften Punkte von einander durch erhöhte, unter einander netzartig verbundene Linien oder Leist- chen getrennt sind; nur bei minder entwickelten Exemplaren von C trun- 92* 732 Dr. Gustav M;iyr. catellum verflachen sich die Punkte und die sie trennenden netzartigen Leistchen, wodurch diese Art in dieser Beziehung den Uebergang zu Gop. Cidariae bildet. Weibchen. 1. Die Fühlerkeule lang, schwach gekrümmt und nicht stark schief gestutzt; Mesonotum scharf länglich- oder fingerhutartig punktirt 2 — — sehr schief und stark gestutzt und nicht gekrümmt; Hüften schwarz, mehr weniger grün angelaufen, die Schenkel und Tibien der vier vor- deren Beine braun, die der Mittelbeine oft braungelb, die Hinterschenkel grün, die Hintertibien schwarzbraun, die Gelenke aller Beine gelb, die Tarsen gelb oder braun 9 2. Bohrer wenigstens so lang wie ein Drittel des Hinterleibes, Mesonotum scharf länglich-punktirt, Flügelschüppchen weiss oder gelblichweiss, die hintere Hälfte der Scapula gelbweiss, Hinterleib erzgrün oder mehr kupferfarbig 3 — kürzer, Keule so lang oder fast so lang wie die vier letzten Faden- glieder zusammen 5 3. Hinterleib auffallend lang, länger als der Thorax mit dem Kopfe, Bohrer (0 - 7— 0*9 Mm. lang) viel kürzer als der Hinterleib. Fühler braunschwarz mit grün angelaufenem Schafte, der Faden sehr dünn und lang, dessen erstes Glied doppelt so lang wie das Wendeglied; Kopf und Thorax grün oder blaugrün, Gesicht mehr weniger violet, Pleurae hinten violet; Scu- tellum scharf punktirt; Beine gelb, die vier hinteren Hüften grün oder grünlichbraun, die Hintertibien braun, die Mitteltibien und Hinterschenkel gelb oder mehr weniger gebräunt. Länge: 2"6 — 3"5 Min. 1. C. JBoucheanum Ratz. — so lang wie der Thorax mit dem Kopfe oder etwas kürzer .... 4 4. Bohrer (2 Mm. lang) fast doppelt so lang wie der LI Mm. lange Hinter- leib; Faden kürzer als bei der vorigen Art, erstes Fadenglied wenig länger als das Wendeglied, Keule viel kürzer als die drei letzten Faden- glieder zusammen; Scutellum an der hinteren Hälfte nicht scharf punktirt und stärker glänzend als vorne. Fühler braun mit blaugrünem Schafte und gelbem Wendegliede, Kopf und Mesonotum blaugrün, Gesicht th eil- weise violet, Scutellum erzgrün, Pleurae erzgrün, hinten violet, Beine gelb mit grünen Mittel- und Hinterhüften. Länge: 21 Mm. 2. C. terebrator n. sp. — halb so lang wie der ziemlich kurze Hinterleib; Faden und Keule sehr lang und dünn, erstes Fadenglied doppelt so lang als das Wendeglied, Keule so lang wie die drei letzten Fadenglieder zusammen; die obere Seite des Kopfes, das Mesonotum und Scutellum gleichmässig sehr scharf punktirt und dadurch wie weisslich bereift erscheinend. Fühler braun mit grünem Schafte, Kopf erzgrün, Gesicht oben violet, Wangen unten Die europäischen Encyrtideu. 7 DD feurigroth, Mesonotum und Scutellum erzgrün, Pleurae erzgrün, hinten ebenso oder violet, Beine gelb, Hüften grün, Hintertibien schwarzbraun, Mitteltibien mit braunern Einge, Hintertarsen gebräunt. Körperlänge: 1*8—2 Mm., Bohrerlänge: 04 Mm. 3. C. hilare Ratz. 5. Vorderbeine ganz gelb; erstes Fadenglied so lang als das Wendeglied 6 Alle Schenkel in der Mitte dunkel gefärbt. Erstes Fadenglied IV4 oder iy 2 so lang als dick, kürzer als das Wendeglied, sechstes Fadenglied V/i so lang als dick; Mesonotum in der Mitte mit länglichen, an den Seiten oft rundlichen Punkten, Scutellum scharf längspunktirt. Fühler gelbbraun mit schwarzbraunem, blaugrün angelaufenen Schafte, Kopf und Mesonotum grün oder blaugrün, Gesicht theilweise violet, Scutellum purpur- oder kupferfarbig, Pleurae gewöhnlich vorne violet und hinten kupferroth, Hüften grün, Schenkel dunkel blaugrün, an den Enden gelb, die vier vorderen Tibien gelb, etwas gebräunt, die Hintertibien schwarz- braun, an den Enden gelb, Tarsen gelb oder gebräunt. Länge: 1*1 bis 1\3 Mm. 8. G. Coleophorae n. sp. 6. Scutellum scharf punktirt, glanzlos oder wenig glänzend, Mesonotum mit länglichen Punkten; Keule so lang als die vier letzten Fadenglieder zu- sammen, Fühler braun oder gelbbraun mit grünem oder blaugrünem Schafte 7 — seicht chagrinirt, stark glänzend, an der Basis mit einem zarten, kurzen Längskielchen; Mesonotum mit rundlichen Punkten, Fühler braun oder gelbbraun, Kopf grün oder blaugrün, Gesicht kupferroth, Mesonotum blaugrün, vorne erz- oder kupferfarbig, Scutellum kupferroth, gegen die Spitze hellgrün, die vier vorderen Beine gelb mit grünen Mittelhüften, die Hinterbeine mit grünen Hüften, dunkelbraunen, blau angelaufenen, an den Enden gelben Schenkeln, mit gelben Tibien, welche nahe der Basis ein braunes Ringel haben, und mit gelben Tarsen. Körperlänge: 1*4 — 1*5 Mm., Bohrerlänge gleich ein Fünftel oder Sechstel des Hinter- leibes. 7. C. citripes Ratz. 7. Scutellum mit sehr deutlich länglichen Punkten, die erhabenen Linien zwischen den Punkten in der Längsrichtung schärfer als in der Quer- richtung hervortretend, so dass das Scutellum, schief mit der Loupe be- trachtet, dicht längsgestreift erscheint. Kopf grün oder erzgrün, Gesicht und Wangen mehr weniger kupferfarbig, Mesonotum grün oder blaugrün, Scutellum dunkel kupier- oder purpurfarbig, Flügelschüppchen gelbweiss, Pieurae vorne grün, hinten violet oder (manchmal bei C. geniculatum) vorne violet und hinten bronzefärbig; die vier vorderen Beine gelb mit grünen Mittelhüften, an den Hinterbeinen die Hüften und Schenkel grün, die Tibien in der Mitte und die Tarsenspitze braun, die Gelenke breit gelb 8 — — rundlichen Punkten, das die vertieften Punkte einschliessende erhöhte Netz unregelmässig; sechstes Fadenglied anderthalb Mal länger als dick. 734 £* r - Gustav Mayr. Kopf und Thorax grün oder blaugrün, Gesicht mehr weniger violet, hintere Hälfte der Scapula gelb, Flügelschüppchen gelb, oder vorne gelb und hinten braun, Hinterleib erzgrün und kupferfarbig, Beine gelb, die vier hinteren Hüften grün, Hinterschenkel manchmal in der Mitte bräun- lich. Länge: 1*3 — 1*4 Mm. 6. C. flagellare Dalm. 8. Faden glieder etwas mehr wie doppelt so lang als dick, sechstes Fadenglied kürzer als die anderen. Länge: 1*4 — 1*5 Mm. 4. C. geniculatum Dalm. — nur anderthalb Mal so lang als dick. Länge: 1*3 — 1*4 Mm. 5. C. filicorne Dalm. 9. Erstes Fadenglied deutlich länger als dick 10 — — höchstens so lang als dick, die folgenden etwas dicker als lang, das sechste Fadenglied anderthalb Mal dicker als lang; Scutellum bei grösse- ren Individuen mehr länglich-, bei kleineren mehr rundlich-punktirt, an der Basis mit einem Längseindrucke, Mesonotum rundlich-punktirt, bei kleinen Exemplaren oft mit mehr seichter Skulptur. Blau oder grün, Hinterleib theilweise und das Scutellum öfters kupferfarbig, Hintertarsen braun. Länge: 1 — 1*2 Mm. 13. C. truncatellum Dalm. 10. Scutellum fein und seicht chagrinirt und stark glänzend, an der Basis ohne Längseindruck, hingegen oft mit einem Längskielchen, stark von • einer Seite zur anderen gewölbt; erstes Fadenglied doppelt oder mehr wie doppelt so lang als dick . 11 — mit scharfer Skulptur; erstes Fadenglied anderthalb Mal so lang als dick 12 11. Mesonotum so wie das Scutellum fein und seicht chagrinirt; erstes Faden- glied mehr wie doppelt so lang als dick. Der Kopf blaugrün, das Meso- notum ebenso oder blau, das Scutellum grün, erzfärbig angelaufen. Länge: 1*3 — 1*5 Mm. 11. C. Cidariae'n. sp. — sehr deutlich fingerhutartig- punktirt mit rundlich-polyedrischen Punkten; erstes Fadenglied doppelt so lang als dick. Der Kopf grün oder blau, das Mesonotum grün, das Scutellum schön purpurroth mit grüner Spitze. Länge: 1*3 — 1*7 Mm. 12. C. cJialconotum Dalm. 12. Scutellum scharf streifig punktirt, an der Basis ohne oder mit einem schwachen Längseindrucke. Trüb dunkelgrün oder trüb purpurfarbig angelaufen, die Hintertarsen gelb mit brauner Spitze. Länge: l - 2 bis 1*4 Mm. 9. C. Hartmanni n. sp. — mit einer Skulptur, welche vollkommen mit der des Mesonotum über- einstimmt, es ist nämlich rundlich-punktirt und das erhöhte Netz ist scharf und unregelmässig (durchaus nicht längsstreifig, wie bei der vorigen Art), es hat an der Basis einen starken Längseindruck, welcher bis oder über die Mitte des Scutellum reicht. Der Körper ist erzgrüu, die Hiutertarsen gelb mit brauner Spitze. Länge: L3 Mm. 10. 0. Kriechbaum cri n. sp. Die europäischen Encyrtiden. 7 DD Männchen. 1. Scutellum seicht chagrinirt und stark glänzend; Mesonotnm mit rundlich- polyedrischen Punkten 2 — mit scharfer Skulptur und viel weniger glänzend 3 2. Beine hellgelb mit dunkeln Mittel- und Hinterhüften; Fühler hellgelb, Flügelschüppchen gelb, Kopf und Thorax grün oder erzgrün, Scutellum kupferroth angelaufen, Pleurae mehr weniger violet. Länge: PI Mm. 7. C. eitriges Eatz. — dunkel gefärbt, die vier vorderen Tibien mehr gelb als braun, die vier vorderen Tarsen gelb; Kopf und Thorax grün, Scutellum erz- oder kupferfarbig, an den Seitenrändern und an der Spitze hellgrün, Pleurae hinten violet, Flügelschüppchen dunkelbraun, in der Mitte grün ange- laufen. Länge: 13 Mm. 12. C. chalconotum Dalm. 3. Scutellum ebenso wie das Mesonotum mit rundlich-polyedrischen Punkten, die durch scharfe netzartige Leistchen von einander getrennt sind. Grün, Faden und Keule gelbbraun, Beine braun, Hinterschenkel grün, Gelenke der Beine und mehr weniger die Tarsen gelb. Länge: P4 Mm. 10. G. Kriechbaumeri n. sp. — scharf längspunktirt oder mehr fein genetzt mit länglichen Maschen; Faden und Keule braungelb, Pleurae hinten violet oder mehr purpur- roth . . . . 4 4. Mesonotum nur mit rundlich-polyedrischen Punkten. Trübgrün oder blau- grün, Gelenke der Beine und grösstentheils die Tarsen blassgelb, Tibien bräunlich oder braunschwarz. Länge: 11— 1*2 Mm. 9. C. Hartmaiini n. sp. — wenigstens in der Mitte deutlich längspunktirt. Kopf und Mesonotum blaugrün oder mehr blau, manchmal stellenweise violet 5 5. Alle Schenkel in der Mitte dunkel; Flügelschüppchen bräunlich gelb . 6 Die vier vorderen Beine fast ganz gelb, Scutellum kupfer- oder purpurroth, Flügelschüppchen hellgelb, die vier hinteren Hüften und die Hinterschenkel braun, grünlichblau angelaufen, die Gelenke der Beine und die Tarsen gelb. Länge: PI Mm. 5. C. filicorne Dalm. 6. Scutellum kupfer- oder erzfärbig, fein genetzt, die Maschen länglich, die Flächen (Punkte) in den Maschen glatt und glänzend. Länge: P3 bis 1-4 Mm. 4. G. geniculatum Dalm. — trübgrün oder kupferfarbig, dichter genetzt mit kleineren länglichen Maschen. Länge: PI Mm. (Manche Exemplare sind von der vorigen Art nicht sicher zu unterscheiden). 8. C. Coleophorae n. sp. 736 Dr. Gustav Mayr. 1. Copidosoma Boucheanum Ratz. Copid. Boucheanum Ratz. lehn. d. Porstins. I. 1844, p. 157. Copid. Cercobelus Eatz. lehn. d. Forstins. IL 1848, p. 150, Taf. III, Fig. 17. Bouche hat nach Ratzeburg diese Art aus Hyponomeuta evony- mella erzogen. Mir liegen nur drei Weibchen vor, von welchen zwei Herr v. Kiesenwetter um Ragaz und eines Herr v. Heyden gefangen hat. Diese drei Stücke zeigen auffallende Unterschiede in der Hinterleibslänge. Das Heyden'sche Stück ist 8'5 Mm. lang, wovon der Hinterleib 2'4 Mm. misst der Bohrer ist 1 Mm. lang vorstehend, eines der zwei Reinhard'schen Stücke ist 2"7 Mm. lang mit 1*6 langem Hinterleibe und - 9 Mm. langem Bohrer, das zweite Reinhard'sche Exemplar ist 2"6 Mm. lang, mit 1*4 Mm. langem Hinter- leibe und 0*7 Mm. langem Bohrer. Das Heyden'sche Stück, welches an einem Pappelstamme gefangen und von Herrn Senator v. Hey den Enc. ciütriformis benannt wurde, ist durch den enorm langen Hinterleib ausgezeichnet, doch möchte ich darauf kein besonderes Gewicht legen, weil es scheint, dass der Hinterleib mit der Pincette so lang gezogen wurde. 2. Copidosoma terebrator n. sp. . Ich kenne ein einziges Weibchen aus der v. Heyden'schen Sammlung, welches wohl wahrscheinlich aus der Frankfurter Gegend stammt und von Dr. Förster Encyrtus terebrator determinirt wurde. 3. Copidosoma hilare Ratz, lehn. d. Forstins. III. 1852, p. 191. Reissig erzog nach Ratzeburg diese Art aus Tinea (Trachy- ptilia) populella und Letzterer gibt darüber an: „Innerhalb einer von der Motte verfertigten Blattrolle steckte ein ganzer Ballen kleiner gelblichweisser Cocons, aus welchen die Encyrten ausgekommen waren". Von Herrn Brischke erhielt ich zwei Weibchen mit der Bezeichnung: „Aus Gelechia an Populus pyramidalis", also wohl aus derselben Raupe. Würde nicht die Zucht über- einstimmen, so hätte ich wohl Anstand genommen, die von Herrn Brischke erzogenen Stücke zu dieser Art zustellen, da Ratzeburg des Bohrers, welcher länger als bei C. flagellare Dalm. (Enc. tegularius Ratz.) ist, keine Erwähnung macht. 4. Copidosoma geniculatum Dalm. Encyrtus geniculatus Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 361; Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 245. Encyrtus fdicornis Ratz. lehn. d. Forstins. III. 1852. p. 191. Herr v. Heyden hat diese Art in beiden Geschlechtern aus Kiefern- knospen erzogen, die Männchen stimmen mit dem typischen Männchen von Die europäischen Encyrtiden. i Dl E. geniculatus Dalm. vollkommen überein. Dass Ratzeburg 'diese Art für den E. filicomis Dalm. hielt, gebt daraus hervor, dass die von ihm beschrie- benen Stücke auch aus Kiefernknospen, in welchen Gelechia favillaticella lebte, erzogen sind und die Beschreibung mit den Heyden'schen Stücken ganz über- einstimmt. Dr. Förster hat die Heyden'schen Exemplare E. gemmarum be- nannt, v. Hey den will auch ein Männchen, von Dr. Förster E. Buolianae benannt, aus Tortrix Buöliana erzogen haben, doch möchte ich nicht aus- schliessen, dass dieses Männchen in der Zucht von Tortrix Buöliana wohl ausgeflogen, aber als Parasit einer in einer Knospe steckenden Gelechia favil- laticella vorhanden war. Einige Exemplare, mit der Bezeichnung: „Dürres Holz" in der v. Heyden'schen Sammlung wurden von Dr. Förster E. splen- didus benannt. 5. Copidosoma filicome Dalm. Enc. filicomis Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 351; Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 241. Copidosoma filicome Forst. Hym. Stnd. II. 1856, p. 38. Encyrtus Didius Walk. Ent. Mag. IV. 1837, p. 452. Custos Rogenhofer erzog zwei Männchen und ein Weibchen ans Lita (Gelechia) alsinella, deren Eaupen derselbe in der Umgebung von Raibl an der Grenze Kärntens und des Görzer Gebietes fand. Ferner liegen mir vor: ein Weibchen aus der Dalman'schen Sammlung, eines von Walker, E. fili- comis benannt und eines von Kollar bei Mödling nächst Wien im August gefangen. Das Dalman'sche Stück lässt am Scutellum, durch welches die Nadel gesteckt ist, die Purpurfarbe deutlich erkennen und ist nicht, wie Dalm an angibt, scutellum thoraci concolor, nur am Rande ist das Scutellum t grün. 6. Copidosoma flagellare Dalm. Encyrtus flagellaris Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 350; Nees lehn. H.a. M. 1834, p. 240. Copidosoma flagellare Forst. Hym. Stud. II. 1856, p. 38. Encyrtus Änceus Walk. Ent. Mag. IV. 1837, p. 452. Encyrtus tegularius Ratz. lehn. d. Forstins III. 1852, p. 190. Dr. Kriechbaumer erzog diese Art aus einem auf Buchen lebenden Cerostoma, wahrscheinlich C. radiatella Don. Ratzeburg hat seinen E. tegu- larius, welcher ohne Zweifel zu dieser Art gehört, „am 12. August aus dem kahnförmigen Cocon einer Halias, wahrscheinlich prasinana, von Eichen" er- zogen. Von Walker erhielt ich ein Stück unter dem Namen E. Anceus Walk., und in v. Heyden's Sammlung sind drei -Weibchen, von Dr. Förster E. Än- ceus Walk, determinirt; v. Vollenhoven sandte mir ein Weibchen aus den Niederlanden. Z. B. Ges. B. XXV. Abh. 93 738 Dr. Gustav Mayr. 7. Copiclosoma citripes Ratz. Encyrtus citripes Ratz. lehn. d. Forstins. III. 1852, p. 192. Encyrtus albipes Westw. Phil. Mag. X. 1837, p. 440. Herr Brischke hat diese Art aus Raupen von Trachyptilia popu- lella, welche von den Maden ganz vollgestopft waren, am 27. Mai erzogen; mir liegen einige Exemplare unter dem Namen E. citripes von Herrn Bristhke vor. Die Beschreibung von Enc. albipes Westw. stimmt mit dem Männchen dieser Art vollkommen überein; Westwood gibt an: „Individua 22 e larva Tortricis cujusdam folios invölutos Tiliae habitantis exclusa." 8. Copidosoma Coleophorae n. sp. Diese Art wurde von Herrn v. Hey den aus Säcken von Coleophora luteipennella in vielen Exemplaren erzogen und von Dr. Förster Encyrtus luteipennellae benannt. Dr. Othmar Hof mann erzog viele Stücke vom 9. bis 14. Juli aus Coleophora vibicella; die daraus erzogenen Weibchen weichen von den Hey d en'schen durch eine etwas geringere Grösse und bräunlichgelb gefärbte Flügelschüppchen ab, stimmen aber in allen anderen Eigenschaften vollkommen überein. Da sich auch Exemplare finden, welche den Uebergang bilden, so glaube ich diese nicht für eine andere Art halten zu sollen, auch sind die Männchen ebenso gross wie die Heyden'schen. Das zoologische Hof- cabinet besitzt von Dr. Förster vier Weibchen dieser Art unter dem Namen Psilophanes Eupatorii, es wäre daher vielleicht nicht zu gewagt, mit Rücksicht auf diesen Namen die Möglichkeit auszusprechen, dass diese Art auch in den Larven von Coleophora troglodytella lebe, welche sich von Eupatoriwn canna- binwn ernährt. 9. Copidosoma ILartmanrii n. sp. Herr Hartmann erzog diese Art aus Carpocapsa splendana, Herr Dr. Kriechbaumer war so freundlich, mir die daraus erzogenen Stücke zur Ansicht zu senden. Viele Exemplare hat Herr Mann aus Depressaria Petasitis (?), bei Raibl gesammelt, erzogen. Die aus Depressaria erzogenen Weibchen sind grün, die aus Carpocapsa jedoch fast ganz trüb purpurroth. 10. Copidosoma Kriechhaumeri n. sp. Dr. Kriechbaumer hat aus einer Raupe von Depressaria arenella 120 Exemplare erzogen. 11. Copidosoma Cidariae n. sp. Dr. Kriechbaumer erzog diese Art im Mai aus dem Fichtenspanner Cidaria variata, welchen er bei Tegernsee sammelte. Unter vierzig von mir untersuchten Exemplaren fand sich kein Männchen. Die europäischen Encyrtiden 739 12. Copidosoma chalconotum Dalm. Encyrtus chalconotus Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 169 (45). Tab. VIII, Fig. 61; Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 232 Encyrtus serricomis Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 360; Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 244. Encyrtus mitreus Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 35. Diese Art wurde von Herrn Brischke aus mehren Lepidopteren- Larven erzogen, und zwar aus Eupithecia succenturiata, pimpinellata, cen- taureata und lariciata, aus einer Geometra (galiaria, rubidaria oder sinuaria) und aus einer Tortrix auf Eichen. Dr. Eeinhard erhielt ein Weibchen aus Fichtenzapfen. Walker sandte mir ein Weibchen unter dem Namen: Enc. chalconotus ; Tschek hat viele Weibchen in der Gegend von Piesting in Niederösterreich, v. Hey den eines in der Frankfurter Gegend und Dr. Reinhard mehrere von Juni bis August in Sachsen gefangen; Dr. Vollenhoven sandte mir ein von Herrn. S ix bei Haag gefangenes Weibchen. 13. Copidosoma truncatellum Dalm. Encyrtus truncatellus Dalm, Vet. Ac. H. 1820, p. 168 (44); Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 232; Walk. Ent. Mag. V. p. 37; Ratz. lehn. d. Forstins. I. 1844, p. 213. Cinips Agrotis Fonsc. Ann. Sc. nat. Tom. XXVI. 1832, p. 295. Encyrtus Ätheas Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 37. Diese kleinste und am wenigsten charakteristische aller Copidosoma Arten lebt in verschiedenen Lepidopteren-Larven und Puppen, insbesondere aber in Noctuen, und zwar in Agrotis fumosa Hb. (Rogenhofer), in der Raupe von Hadena polyodon L. (Rogenhofer), in den Raupen von Leucania albipuneta Fb. (Rogenhofer), in der Raupe von Plusia concha Fb. aus Salzburg (zool. Hofcabi- net in Wien), P. deanrata Esp. aus Niederösterreich (Rogenhofer), in P. moneta F. in Sachsen (Reinhard), in P. Festucae L. (Rogenhofer, v. Schlechtendal), in P Jota L. (Rogenhofer), in Catocala electa Bkh. aus der Schweiz (Wullschlegel). Herr Brischke erzog sie aus der Spannerraupe von Eupithecia absin- thiata. Auch Ratzeburg führt sie aus verschiedenen Raupen erzogen an. Gefangene Stücke liegen aus verschiedenen Ländern vor, darunter ein Stück aus England von Walker, E. truncatellus benannt. Dr. Förster hat diese Art mit verschiedenen Namen belegt, wie En- cyrtus cryptobius, sponsus, Plusiae, truncatellus und feeundissimus. Boyer de Fonscolombe gibt an, dass er seine Cinips Agrotis aus einer Agrotis- Raupe erzogen habe. Dass er denselben Encyrtiden auch: „e gemmis seu calyeibus inflatis Verbasci nigri" erzogen habe, möchte ich be- zweifeln, auch habe ich aus den von Asphondylia Verbasci Vall. erzeugten Blüthenanschwellungen noch kein Hymeropteron erzogen, welches dem obigen Encyrtiden ähnlich wäre. 93* 740 Dr- Gustav Mayr. Es verdient hervorgehoben zu werden, dass ich unter der enormen Menge der von mir untersuchten Exemplare — denn es leben oft in einer Raupe Hunderte von diesen winzigen Thierchen — sich kein einziges Männchen ge- funden hat. XII. Comys Forst. Eucomys Forst. Hym. Stud. II. 1856, p. 32, Comys id. p. 144. Voll. Schets. 1871, Tab. VII. Weibchen. Die Fühler entspringen vom Mundrande nicht weit ent- fernt, der Schaft ist nicht blattartig verbreitert, das Wendeglied ist kürzer als das erste Fadenglied, das erste Fadenglied ist stets länger als dick, die End- hälfte des Fadens und die Keule sind ziemlich stark compress. Der Gesichts- eindruck tritt nur als hufeisenförmige Furche um die Gesichtsschwiele auf, oder sie ist (bei carinata) fast nur durch die an den Seiten der Gesichtsschwiele liegenden Fühlergruben repräsentirt, da dieselbe von der Stirn nur durch eine schmale Furche getrennt ist. Die Ocellen bilden ein stumpfwinkliges Dreieck; Stirn und Scheitel sind reichlich grob punktirt. Nahe der Scutellumspitze ist ein Büschel aufrechter, steifer, langer Haare von schwarzer oder schwarzbrauner Farbe. Der Bohrer ist ganz oder fast ganz verborgen. Die Vorderflügel sind an der Endhälfte gebräunt, die mehr oder weniger wasserhelle Basalhälfte hat einen braunen Querstreifen. Der Ramus marginalis ist kurz, der R. postmar- ginalis und R. stigmaticus lang. Männchen. Dem Weibchen sehr ähnlich, doch durch die Fühler unter- schieden. Der Schaft ist nicht blattartig erweitert, das Wendeglied kürzer als das erste Fadenglied, der Faden ziemlich cilindrisch, dessen Glieder von ein- ander gut abgeschnürt, meistens nur anderthalb Mal so lang als dick, selten (bei Swederi) die ersteren Fadenglieder länger, sie sind gleichmässig behaart; die Keule ist nicht dicker als der Faden. Die Stirn ist sehr breit, die Ocellen bilden ein stark stumpfwinkliges Dreieck. Die Flügel sind wasserhell oder weniger gebräunt wie beim Weibchen. In den Schetsen sind besonders die Fühler nüsslungen und die Augen viel zu lang gezeichnet. Weibchen. 1. Die Wangen sind von der Stirn durch eine quere, scharfe Kante getrennt, indem der scharfe vortretende Stirnrand jederseits bis zum unteren Augenrande zieht 2 gehen ohne Grenze in die Stirn über 3 2. Bräunlich- oder rothgelb, die Fühler, mit Ausnahme des Schaftes, und der Hinterleib braun; Mesonotum vorne schwarz-, hinten gelblich weiss be- haart. Länge: 1*5—2 Mm. 1. C. Lecaniorum n. sp. Schwarz, theilweise braunschwarz, Schaft und Beine rotbgelb, die Vorder- und Hinterhüften, die Basis der Vorderschenkel und die Hintertarsen, Die europäischen Encyrtiden. 741 mit Ausnahme der braunen Basis und Spitze, weissgelb, ein Längsstreifen der Mittelschenkel, die Basalhälfte der Hinterschenkel und die Hinter- tibien dunkelbraun, eine breite Querbinde am Scutellum gelblich roth; Mesonotum blassgelb behaart. Länge: 2 — 2*7 Mm. 2. C. albitarsis Zett. 3. Bothgelb, das Fadenende, die Keule, der Streckrand der Hintertibien und meistens der Hinterleib gebräunt. Länge: 2"2 — 2"6 Mm. 5. C. Sivederi Dalm. Kopf, Thorax und Hinterleib schwarz, Scutellum theilweise gelb ... 4 4. Scutellum mit einem grossen, querovalen, gelben Flecke, welcher die Basis und Spitze des Scutellum frei lässt, der Schaft, der grösste Theil der Beine, häufig auch die Fühlergruben, die Seiten des Pronotum und die Pleurae, oder nur der hintere Theil derselben, rothgelb. Länge: 2 - 4 bis 3 Mm. 3. C. scutellata Swed. — — einer schmalen gelben Querbinde, die Beine grösstenteils dunkel- braun. Länge: 2"9— 3 Mm. 4. C. obscura Dalm. Männchen. 1. Scutellum mit einem grossen gelben Flecke; Beine theilweise lehmgelb, Pleurae kastanienbraun, die Flügel an der Endhälfte braun oder wenig- stens in der Umgebung des Bamus stigmaticus gebräunt; der Faden nicht lang behaart, die Haare etwa halb so lang wie die Glieder. Länge: 2— 2 - 4 Mm. 3. C. scutellata Swed. — ganz schwarz 2 2. Flügel wasserhell; Fühler auffallend lang- und reichlich behaart, die Haare so lang oder länger als die Faden glieder; die Beine rothgelb, die Hinter- beine grösstentheils braun. Länge: 2'4— 2"5 Mm. 5. C. Sivederi Dalm. — an der Endhälfte, oder wenigstens um den Ramus stigmaticus herum, gebräunt; die Fühler viel kürzer behaart, die Haare etwa halb so lang als die Fadenglieder. Länge: 2*5— 2'6 Mm. 4. C. obscura Dalm. 1. Comys Lecaniorum n. sp. Diese Art, welche bei oberflächlicher Untersuchung dem Chiloneurus Kollari ähnlich ist, wurde von Kollar aus einer Lecarium Art, die er in den Treibhäusern Schönbrunns bei Wien sammelte, erzogen und E. Lecaniorum benannt. 2. Comys albitarsis Zett. Encyrtus albitarsis Zett. Ins. lappon. 1840, p. 431. Von Dr. Reinhard in Sachsen aus Schildläusen, ohne nähere An- gabe, erzogen. Dr. Vollenhoven sandte mir ein von Meyer-Dür in der Schweiz gefangenes Stück zur Ansicht. 742 Dr. Gustav Mayr. Obgleich Zetterstedt bei dieser Art angibt: „Ne quidem vestigium maculae flavae in scutello nigro detegitur", so glaube ich, in Anbetracht der im Uebrigen völligen Uebereinstimniung der mir vorliegenden Thiere mit der Zetterstedt'schen Beschreibung, dass, da das Zetterstedt'sche Exemplar durch das Scutellum gespiesst wurde, die Mitte desselben mit dem gelbrothen Querbande • dadurch zerstört worden war. 3. Connys scutellata Swed. Pteromahis scutellatus Swed. Vet. Ac. H. 1795, p. 218. Encyrtus scutellaris Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 150 (26), Tab. VIII (II), Fig. 57, 58, 62—64; Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 221; Zett. Ins. lappon. 1840,' p. 431. Die Art wurde aus Cocciden auf Prunus domestica (Kollar), Rosa (Reinhard) auf Tilia (v. Heyden), auf Acer platanoides und Co- rylus avellana (Dalman) erzogen; Kawall (Stett. ent. Z. 1855, p. 230) erzog sie aus Coccus Tiliae. Kollar fing ein Stück auf Pfirsichbäumen, welche mit Schildläusen besetzt waren, sowie auch im Juni bei Mödling und Tschek eines bei Piesting. Von Dr. Förster erhielt ich ein Stück als Comys Swederi. 4. Comys obscura Dalm. Encyrtus obscurus Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 164 (40); Nees Hym I. a. M. 1834, p. 223. Eucomys (Comys) obscurus Forst. Hym. Stud. II. 1856, p. 34. Enc. scutellaris Fonsc. Ann. sc. nat. XXVI, 1832, p. 304. Von Tschek in grösserer Anzahl aus Lecanium Carpini zu Ende April und im Mai bei Piesting in Niederösterreich erzogen. Das mir unter obigem Namen vorliegende Männchen aus der Dalm an- sehen Sammlung gehört nicht dieser Art, sondern der C. Swederi an, wie sich aus der Vergleichung mit Dalman's Beschreibung ergibt. Jedenfalls wurde dieses Stück erst später, etwa von Dalman selbst oder von Boheman, der Sammlung einverleibt, denn es hat unverletzte Fühler, während Dalman an- gibt, dass bei dem Stücke, welches er beschreibt und aus der Gyllenh al'schen Sammlung stammt, „antennae articulis — in nostro speeimine mutilatae u waren. Hingegen passen die von Tschek aus Leeanium Carpini erzogenen Männchen auf die Beschreibung von E. obscurus Dalm. 5. Comys Swederi Dalm. Encyrtus Swederi Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 152 (28); Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 224. Comys (Eucomys) Swederi Forst. Hym. Stud. IL p. 34. Encyrtus vitis Curt. Brit. Eutom. 1832, Tab. 395. Encyrtus hirticornis Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 162 (38) ; Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 223. Die europäischen Encyrtiden. 743 Reissig und v. Heyden haben diese Art aus Lecanium vitis er- zogen; auch Goureau (Bull. Soc. ent. Fr. 1863) gibt an, dass Encyrtus Swederi N. und JEulophus scutellaris N. ihre Eier an die Weibchen von Le- canium vitis legen. Dr. Förster hat sie bei Aachen gefangen und unter obigem Namen versendet; Dr. Reinhard fing sie in Sachsen. XIII. Chiloneurus Westw. Phil. Mag. and Journ. of Sc. III. 1833, p. 343; Voll. Schets. Tab. VII. Sterrhocoma Forst. Hym. Stud. IL 1856, p. 33. ? Weibchen. Die Fühler sind dem Mundrande nahe, oder von demselben nicht weit entfernt eingelenkt. Der Schaft ist nicht oder massig blattartig verbreitert, das Wendeglied länger als das erste Fadenglied, der Faden cilin- drisch oder an der Endhälfte breit plattgedrückt und die Keule spindelförmig oder compress. Die Gesichtsgrube ist meistens massig tief eingedrückt, nur bei einer Art tritt sie nur als eine die Gesichtsschwiele umgebende starke. Furche auf. Stirn und Scheitel sind schmal oder sehr schmal, zusammen stets länger als breit und fein chagrinirt. Das Mesonotum ist ganz- oder wenigstens in der Nähe des Hinterrandes mit silberweissen, glänzenden, anliegenden Här- chen bedeckt. Das Scutellum trägt vor der abgerundeten Spitze ein Büschel schwarzer, steifer, langer und aufrechter Haare. Der Bohrer ragt kaum oder sehr wenig vor. Der Ramus marginalis ist dreimal so lang als der R. stig- maticus oder mindestens (bei C. microphagus) ebenso lang als dieser, der R. postmarginalis ist so lang oder kürzer wie der R. stigmaticus. Männchen. Das Wendeglied ist kaum länger als dick; die Faden- glieder sind lang, dünn, scharf von einander getrennt und, mit Ausnahme des ersten Gliedes, in der Mitte deutlich verdünnt, oben mit je zwei Halbwirteln langer, abstehender Haare besetzt; die Keule ist nicht dicker als das sechste Fadenglied und kürzer als die zwei letzten Fadenglieder zusammen. Der Ge- sichtseindruck ist ziemlich gross und reicht zwischen den Augen etwa bis zur Mitte derselben. Stirn und Scheitel sind zusammen breiter als lang und in der Längsrichtung massig convex. Die Ocellen bilden ein stumpfwinkliges Dreieck. Das Mesonotum ist mit silberweissen anliegenden Härchen besetzt, das Scutellum ist quer convex, dreieckig mit abgerundeter Spitze, an der End- hälfte mit ziemlich langen, schief nach hinten und oben gerichteten, steifen Haaren, die aber nicht, wie beim Weibchen dicht gedrängt sind und ein Büschel bilden, sondern viel entfernter von einander stehen. (Von den neun mir vor- liegenden Männchen hat nur die Minderzahl diese Behaarung, doch dürften ohne Zweifel die starren Haare beim Aufspiessen der Thiere abgebrochen sein, so dass bei einigen keine Spur dieser Behaarung vorhanden ist). Der Ramus stigmaticus ist kürzer als der ziemlich lange R. marginalis. Obwohl sich die Unterschiede zwischen den Männchen von Chiloneurus und Cerapterocerus fast nur auf Skulptur und Behaarung beschränken, so sind diese doch leicht zu unterscheiden, wenn auch die langen steifen Haare am 744 Dr. Gustav Mayr. Scutellura abgebrochen sind, denn, die kürzeren Fadenglieder und die oft un- deutliche Einschnürung der Fadenglieder in deren Mitte abgerechnet, ist die silberweisse anliegende Behaarung des Mesonotum und die höchst feine, scharfe Skulptur des glanzlosen Scutellum bei Ghiloneurus sehr charakteristisch, bei Cerapterocerus hingegen hat das Mesonotum unscheinbare bräunlich gelbe Haare und das glänzende Scutellum ist seicht chagrinirt. Der Eamus marginalis und E. postmarginalis sind bei Cerapterocerus dickschwielig, bei Ghiloneurus jedoch viel dünner, nur bei dem Männchen von Chil. elegans ist die nächste Um- gebung des Eamus marginalis gebräunt, so dass man bei schwacher Vergrösse- rung denselben leicht für dickschwielig halten könnte. Die Abbildung dieser Gattung in den Schetsen ist in allen Details miss- lungen. Die Arten leben in Cocciden. Weibchen. 1. Alle Fadenglieder deutlich länger als dick, durchscheinend und rein weiss; die Endhälfte des Flügels braun, so dass aber ein breiter bogiger Eand an der Spitze des Flügels wasserhell bleibt. Schaft und Wendeglied braungelb, Keule schwarz, der Kopf gelb mit violettem Scheitel, Meso- notum vorne schön grün, hinten violet, die Seiten des Thorax, die Flügelschüppchen und die Achseln ganz oder theilweise gelb, die Pleurae hingegen mehr oder weniger violet oder purpurroth, der Hinterleib braun, erz- oder kupferroth schimmernd, an der Basis violet, der kurze Bohrer gelbweiss, die Beine gelblichweiss, die Endhälfte der Schenkel und die Basalhälfte der Tibien mehr weniger braun. Der Scheitel ist sehr schmal und die Ocellen stehen im spitzwinkligen Dreiecke. Länge: 1*3— 1'5 Mm. 2. C. quercus n. sp. Nicht alle Fadenglieder länger als dick und nicht alle weiss .... 2 2. Sechstes Fadenglied etwas mehr wie doppelt so breit wie lang, die letzteren Fadenglieder und die grosse Keule stark flachgedrückt, letztere so lang als der Faden, weniger dem ersten Fadengliede, und doppelt so lang als breit. Körper gelb, stellenweise schwach gebräunt, die Endhälfte des Fadens und die Keule braunschwarz, die Wangen schwach erzgrün an- gelaufen; Flügel schwach gebräunt, das Basisdrittel und ein kleiner Fleck ausser dem Eamus postmarginalis und E. stigmaticus wasserhell. Kopf ziemlich gross, massig flachgedrückt von vorne nach hinten, die Stirn ist bis knapp zum Hinterrande des Clypeus nicht eingedrückt, so dass die Gesichtsgrube nur als hufeisenförmige Furche um die Gesichts - Schwiele auftritt, diese ist eine fast kreisrunde convexe Scheibe; die Stirn breiter als der Scheitel und nicht stark verengt; die Ocellen stehen im etwas stumpfwinkligen Dreiecke. Länge: 1*9 Mm. 5. C. Kollarin. sp. — — stets viel schmäler, Fadenglieder und Keule nie so stark flachge- drückt 3 Die europäischen Encyrtiden. 745 3. Ramus marginalis nicht oder kaum länger als der R. stigmaticus, Flügel schwach hräunlich getrübt, dunkelbraun, der Faden heller, das Ende des Wendegliedes, sowie das fünfte und sechste Fadenglied, schmutzig blassgelb; Kopf blaugrün oder violet, Mesonotum bei gewissem Lichte blaugrün oder violet, Pleurae violet, Hinterleib etwas bronzefärbig, an der Basis öfters grün, Beine weisslichgelb oder braun. Zweites bis viertes Fadenglied sehr kurz, das erste so lang als dick, das sechste wenig kürzer als dick, die Keule etwa so lang wie die vier letzten Fadenglieder zusammen. Länge: 09 — 1 Mm. 1. C. microphagus n. sp. — — mindestens doppelt so lang als der Ramus stigmaticus, Flügel stark braun getrübt mit wasserhellem Basaldrittel und meistens mit drei wasserhellen Punkten oder FleckeD, und zwar einem unmittelbar hinter dem kurzen Ramus postmarginalis, einem entgegengesetzten am Hinter- rande des Flügels und einem an der Flügelspitze selbst. Kopfseiten grün angelaufen und glänzend, Pronotumam Hinterrande breit gelb. Der Gesichtseindruck tritt nur in der Form eines den Clypeus umgebenden, hufeisenförmigen, starken Eindruckes auf und ist nicht oder wenig zwi- schen die Augen eingeschoben 4 4. Nur das erste Fadenglied länger als dick, die folgenden dicker als lang oder höchstens so lang als dick, Keule deutlich, obwohl nicht stark, compress (ausser, wenn sie nach dem Tode stark eingeschrumpft ist), etwas breiter als das sechste Fadenglied, Schaft unten etwas blattartig erweitert; Stirn und Scheitel sehr schmal, die Ocellen stehen im spitz- winkligen Dreiecke, so dass die hinteren Ocellen nur um den Durch- messer von einer oder höchstens von zwei Ocellen von einander ent- fernt sind. Fühler gebräunt, drei, seltener nur zwei, Fadenglieder schön weiss, Keule und öfters das sechste oder auch das fünfte Fadenglied schwarz; Kopf braun- oder rothgelb, Scheitel manchmal violet ange- laufen oder mit einem grünen Interocellaröecke, Mesonotum violet, vorne oft gelb, Scutellum und Achseln gelb, das erstere an der Spitze und die letzteren manchmal theilweise etwas schwärzlich, Pleurae gelb, violet angehaucht oder dunkel violet, Hinterleib dunkel, metallisch schimmernd, an der Basis meistens grün, Beine gebräunt, Hüften und theilweise die vier vorderen Schenkel weiss, die Tarsen gelb. Länge: l'l — 2 Mm. 4. C. formosus Boh. Die drei bis vier ersten, manchmal alle Fadenglieder länger als dick, die Fühler dünner wie bei der vorigen Art, ebenso auch der Körper gestreckter, und der Kopf vorne mehr convex, Stirn und Scheitel sind breiter, die Ocellen stehen im etwas spitz- oder etwas stumpfwinkligen Dreiecke, die hinteren Ocellen sind etwa um den Durchmesser von drei Ocellen von einander entfernt. Kopf bräunlich gelb, der Scheitel in der Mitte grün, Stirn und Gesicht schwach, selten stark violet angelaufen, Fühler braun oder gebräunt, Schaft bräunlichgelb, sechstes Fadenglied und die Keule Z. B. Ges. B. XXV. Abb. 94 746 Dr. Gustav Mayr. stets dunkelbraun, letztere an der Spitze gelb oder braungelb, die mitt- leren Fadenglieder manchmal bräunlich gelb; Mesonotum blaugrün, hinten violet, Scutellum hellgelb, dessen Spitze und die Achseln gelb- braun, Pleurae grün, hinten violet oder ganz violet, sehr selten hinten gelb; die Beine gelb, die Schenkel und Tibien der Hinterbeine, mit Aus- nahme der Gelenke, ein Ringel der Mitteltibien, öfters auch theilweise die Vordertibien und die Mittelschenkel braun. Länge: 1*8 — 1"9 Mm. 3. G. elegans Dalm. Männchen. Flügel in der Umgebung des Eamus marginalis gebräunt. Erzgrün, das Gesicht mehr oder weniger violet, Mesonotum ganz erzgrün oder dessen hintere Hälfte blau, Pleurae violet, hinten meistens purpurfarbig, Hinter- leib mehr oder weniger kupferroth, an der Basis gewöhnlich grün, Fühler bräunlichgelb, Hüften und Hinterschenkel braun, etwas grün angelaufen, die vier vorderen Schenkel und gewöhnlich mehr oder weniger die Tibien braun, die Gelenke der Beine und die Tarsen gelb ; Kopf und Mesonotum chagrinirt, das Scutellum wenig glänzend, scharf und sehr fein punktirt, an den Seiten mehr längsrunzlig. Länge: l"2-l'4Mm. 3. C. elegans Dalm. — nicht gebräunt, der vorigen Art sehr ähnlich, das Mesonotum in den hinteren Seitenecken violet, die Pleurae in der Mitte violet, hinten bronze- färbig, Beine hellgelb mit etwas gebräunten Stellen, die Hinterbeine hellbraun mit gelben Gelenken und Tarsen; das Scutellum mit schärferer Skulptur und sammtartig glanzlos. Länge: T2 Mm. 4. C. formosus Boh. 1. Chiloneurus microphagus n. sp. Unter dem Namen Encyrtus microphagus finden sich in v. Heyden's Sammlung zwei von Dr. Förster determinirte Weibchen, eines derselben hat Senator v. Heyden aus Schildläusen an Eichenzweigen erzogen, das zweite gefangen. Zwei Weibchen hat Dr. Reinhard im Juni und August in Sachsen gefangen. Dr. Förster hat in seiner Hym. Stud. II, p. 34 diese bis jetzt unbe- schriebene Art zur Gattung Comys gestellt. 2. Chiloneurus quercus n. sp. Vier Weibchen erzog ich aus einem Lecanium an Eichen in der Wiener Gegend. 3. Chiloneurus elegans Dalm. Encyrtus elegans Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 151 (27). Eupelmus ? elegans Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 384. Chiloneurus elegans Westw. Phil. Mag. a. Journ. Vol. III. New Ser. 1833, p. 343. Cleonymus elegans Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 88. Encyrtus argentifer Walk. Ent. Mag. IV. 1837, p. 444. Encyrtus Paralia Walk. Ent. Mag. IV. 1837, p. 446. Die europäischen Encyrtiden. 747 Diese Art liegt mir nur in gefangenen Stücken vor und zwar Weibchen unter dem Namen Chü. elegans Dalm. und Chil. ornatus Westw. von Dr. För- ster determinirt. Männchen, von Dr. Förster als Encyrtus verticillatus und Sterrhocoma histrio determinirt, und die ich oben beschrieben habe, gehören fast zweifellos zu dieser Art. Ein Weibchen hat Kollar bei Mödling nächst Wien im Monate Mai gefangen. 4. Chiloneurus formosus Boh. Vet. Ac. Handl. 1851, p. 183. Herr Mann hat einige Weibchen und ein Männchen aus einer Schild- laus auf Pistacia lentiscus bei Spalato und Kollar einige Weibchen aus Lecanium Phalaridis im Juli bei Wien mit Aphycus custos (und Cocco- phagus xanthostictus Ratz.) erzogen, v. Hey den hat ein Stück bei Strassburg gefangen. Die Färbung der Faden glieder wechselt bei den Weibchen nicht unbe- deutend, denn es sind das zweite bis vierte Glied weiss, das fünfte und sechste braunschwarz, oder das dritte bis fünfte oder auch das vierte bis fünfte weiss und das sechste braunschwarz, oder das vierte bis sechste weiss ; die hier in den einzelnen Fällen nicht erwähnten ersteren Glieder sind braun. Dr. Förster hat diese Art unter dem Namen Chiloneurus ornatus Westw. versendet, doch hat mir Professor Westwood auf meine Anfrage über diese Art das Verzeichniss der von ihm publicirten Encyrtiden gesendet, in welchem aber kein Ch. ornatus notirt ist. 5. Chiloneurus Kollari n. sp. Kollar hat nur ein einziges Weibchen bei Mödling nächst Wien im August gefangen. XIV. Cerapterocerus Westw. Mag. Nat. Hist. VI. 1833, p. 495; Voll. Schets. Tab. VII. Telegraphus Ratz. lehn. d. Forstins. II. 1848, p. 152. Weibchen. Der Körper ist massig gestreckt. Die Fühler sind kurz und sehr breit, der Schaft ist sehr breit blattartig, etwa nur doppelt so lang als breit, das sehr kurze Wendeglied entspringt an der coneaven Aussenfläche des Schaftes, der sehr breit gedrückte Faden hat breite, sehr kurze Glieder, die Keule ist platt. Der Kopf ist, von der Seite gesehen, dreiseitig, mit einer oberen, nach vorne geneigten Fläche, dem Scheitel mit der Stirn, welche Fläche länger als breit ist, dann mit einer schiefen von vorne oben nach hinten unten gerichteten Fläche, dem Gesichte, und der senkrechten, hinteren an den Pro- thorax anstossenden Fläche; das Gesicht ist stark vertieft, hinten und seitlich durch eine Kante scharf begrenzt. Das Mesonotum und Scutellum sind glän- zend und haben eine sehr feine Skulptur. Die Flügel sind nicht wasserhell; 94* 748 i>r. Gustav Mayr. der Ramus marginalis ist dick - schwielig und läHger als der R. stigmaticus. Der Bohrer ist kaum vorragend. Männchen. Die Fühler sind fast so lang als der Körper und ent- springen vom Mundrande massig entfernt, der Schaft ist nicht lang und nicht stark hlattartig erweitert, das Wendeglied ist kurz, kaum länger als dick, der Faden lang, die langen Glieder von einander abgeschnürt, an der oberen Seite mit je zwei Halbwirteln langer abstehender Haare, in der Mitte schwach oder nicht abgeschnürt (zum Unterschiede von Chiloneurus), die Keule ist fast doppelt so lang als das sechste Fadenglied, jedoch nicht dicker. Der Scheitel ist breit und schwach gewölbt, die Ocellen stehen im stumpfwinkligen Dreiecke. Das Mesonotum trägt durikle Haare (bei Chiloneurus silberweisse Haare). Die Achseln stossen an ihrer Spitze zusammen; das Scutellum ist fein chagrinirt und glänzend. Der Ramus stigmaticus ist kürzer als der massig lange R. mar- ginalis, der R. postmarginalis ist kürzer als der R. stigmaticus. Die Abbildung des Fühlers des Weibchens in den Schetsen ist vollkommen misslungen. Lebt in Schildläusen. 1. Cerapterocevus mirabilis Westw. Cerapteroc. mirabilis Westw. Lond. Mag. Nat. Hist. VI. 1833, p. 495; Walk. Notes on Chalc. 1872, p. 73. Encyrtus mirabilis Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 114; Haliday Entomo- logist 1842. Tab. H, Fig. 4. Enc. mirabilicornis Forst. Beitr. z. Mon. d. Pter. 1841, p. XLIII. Telegraphus maculipennis Ratz. lehn. d. Forstins. II. 1848, p. 153. Taf. III, Fig. 19; Boie Stett. ent Z. 1857, p. 194. Weibchen. Die Flügel in der Mitte der Endhälfte braun, mit sechs braunen radienartig ablaufenden, bis zu den Flügelrändern reichenden Bändern; Ramus marginalis schwarzbraun, R. postmarginalis rudimentär. Die obere Kopffläche zwischen den Augen ist fein chagrinirt und glänzend, bei den grösseren Individuen finden sich vor dem vorderen Punktauge zwei feine Punkt- reihen. Zwischen dem vorderen Rande der oberen Kopffläche und der hinteren Gesichtskante liegt eine mit feinen weissen Härchen besetzte Querfurche, die bei den kleinen Individuen jedoch sehr undeutlich ist. Der Kopf ist blaugrün und mehr oder weniger violet, die Fühler sind schwarz, bronzeartig schimmernd. Der Thorax ist oben violet mit einem ziemlich breiten blauen oder grünen Längsstreifen; die Pleurae sind violet. Die Beine sind schwarzbraun mit violettem Schimmer, die Tibien theilweise und die Tarsen, manchmal auch die ganzen Vorderbeine, gelb. Länge des Körpers: P2 — 21 Mm. Männchen. Die Fühler sind braun, oder braungelb mit braunem Schafte und an der Oberseite braunem Wendegliede. Der Kopf ist blaugrün, ebenso die Oberseite des Thorax; die Pleurae sind violet. Die Beine sind schwarz- braun, mehr oder weniger violet angelaufen, die Gelenke der vier vorderen Beine sehr breit, sowie die Tarsen, gelb. Die Flügel sind wasserhell, der Ramus Die europäischen Encyrtiden. 749 marginalis ist dunkelbraun. Die Stirn und der Scheitel sind dicht punktirt- chagrinirt mit zerstreuten Punkten, der Thorax ist oben fein chagrinirt. Länge : 1-3— 1-5 Mm. Aus Lecanium an Pfirsichbäumen im Juni bei Piesting in Nieder- österreich (Tschek), an Pflaumenbäumen (Dr. Franz Low, Rogenhofer) und aus: Cocciden an Gräsern (Kollar, Dr. Kriechbaumer). Dr. Förster ver- sendete bei Aachen gefangene Weibchen unter obigem Namen. Enc. errans Forst, i. 1., von Dr. Förster bei Aachen gefangen und an Herrn Erber gesendet, ist ein Männchen von Cerapt. mirabilis. 2. Cerapterocerus comiger Walk. Enc. comiger Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 114; Haliday Entomologist 1842, Tab. H, Fig. 2; Notes on Chalc. 1872, p. 73. Cerapter. comiger Forst. Hym. Stud. IL 1856, p. 35. Weibchen. Die Flügel sind gebräunt, an der Spitze wasserhell, auch ist zwischen dem Ramus stigmaticus und dem Vorderrande des Flügels ein kleiner unscheinbarer, wasserheller Fleck; der Ramus marginalis ist länger als bei der vorigen Art und der R. postmarginalis ist deutlich. Die obere Kopffläche zwischen den Augen ist massig fein chagrinirt-punktirt mit zwei groben Punktreihen. Der Vorderrand der oberen Kopffläche bildet zugleich den schneidigen Hinterrand der Gesichtsgrube (so dass die quere Furche fehlt). Die Fühler sind dunkelbraun, bronzefärbig schimmernd. Der Kopf und die Oberseite des Thorax sind blaugrün und meistens etwas violet, die Pleurae braun. Die Beine sind braun, die Gelenke und Tarsen gelb. Länge: 1 — 1'4 Mm. Lebt nach Dr. Reinhard in Cocciden auf Prunus; zwei daraus er- zogene Weibchen liegen mir vor, sowie auch drei von Dr. Förster bei Aachen gesammelte Weibchen (zool. Hofcab. , v. Heyden). Dr. Kriechbaumer hat ein Weibchen aus Cocciden an Gräsern erzogen. In Bezug der Abbildungen im Entomologist und in Walk. Notes on Chalc. ist besonders hervorzuheben, dass die Keule nicht aus drei schief-, son- dern wie gewöhnlich quer- an einander stossenden Gliedern zusammengesetzt ist; auch sind die Stirn und der Scheitel zu breit gezeichnet, was auch für die betreffenden Abbildungen der vorigen Art gilt. XV. Habrolepis Forst. Hym. Stud. II, p. 34. Weibchen. Die kurzen Fühler entspringen vom Mundrande massig entfernt, ihr Schaft ist am unteren Rande massig blattartig erweitert, das Wendeglied länger als dick, die vier ersten Fadenglieder sind sehr kurz, viel dicker als lang, das fünfte und sechste grösser und fast so lang als dick, die massig grosse Keule ist länglich- eiförmig, am Ende massig spitzig und (im Tode) compress; der Schaft und das Wendeglied sind schwarz. Der Kopf, welcher dem vieler Cicadellinen ähnelt, ist, von der Seite gesehen, dreieckig, mit einer oberen horizontalen, einer vorderen- unteren und einer hinteren Seite; 750 Dr. Gustav Mayr. die obere Fläche, welche aus dem Scheitel und einem kleinen Stücke der Stirn besteht, bildet mit der vorderen- unteren Fläche, welche aus dem unteren Theile der Stirn und dem Gesichte besteht, einen spitzigen Winkel und ist von der- selben durch eine massig scharfe, quere Kante, welche jederseits bis zu den Augen reicht, getrennt. Vom schneidigen Hinterrande des Scheitels entspringen bei H. Dalmani zwei nach aufwärts gerichtete, schmale, am Ende abgestumpfte oder abgerundete Lamellen, welche leicht abbrechen. Das Mesonotum ist stark glänzend mit seichter chagrinartiger Skulptur, das Scutellum ist sehr dicht, scharf und fein punktirt, nicht glänzend, an den Seitenrändern und an der Spitze jedoch glänzend und ziemlich glatt, es ist massig convex und in der Mitte flach, an der Spitze entspringen bei H. Dalmani zwei grosse, schmale, leicht abbrechbare Lamellen, welche etwa dreimal so lang als breit, nach oben gerichtet und an der oberen Hälfte längsgerippt sind. (Die mir vorliegenden Weibchen von H. Zeiterstedti haben weder am Scheitel noch am Scutellum irgend eine Spur von Lamellen, so dass es wohl möglich wäre, dass sie dieser Art fehlen, doch könnten sie auch bei diesen Individuen abgebrochen sein). Die ziemlich lang gewimperten Vorderflügel haben einen langen, dicken, schwielen- artigen Ramus marginalis, der E. stigmaticus ist nur halb so lang wie dieser und der R. postmarginalis fehlt; sie sind braun (oder schwärzlich) und wasser- hell gefleckt. Der Bohrer ist höchstens ein Dritttheil der Hinterleibslänge vorragend. Männchen (von JEZ". Dalmani). Die kurzen Fühler entspringen, weit vom Mundrande, über der Mitte des Gesichtes (viel höher als beim Weibchen) und haben einen kurzen, massig blattartigen, etwa doppelt so langen als breiten Schaft, das Wendeglied ist länger als dick, dann folgen zwei sehr kurze ringei- förmige Glieder (als nur zweigliedriger Faden) und sodann als Keule ein sehr langes, cilindrisches, kegelig endendes Endglied, welches undeutlich aus meh- reren, mitsammen verwachsenen Gliedern zusammengesetzt erscheint, dasselbe ist dicht kurz behaart und massig säbelförmig gekrümmt. Die Augen sind im Tode eingefallen. Der Scheitel ist breiter als lang, fein und dicht fingerhut- artig punktirt, fast glanzlos und nur die vertieften Punkte glänzen bei der Betrachtung mit starker Vergrösserung. Die Ocellen bilden ein stumpfwinkliges Dreieck. Die dem Weibchen eigenthümliche Stirnkante fehlt, oder, man könnte sagen, an ihre Stelle ist durch Hinaufrücken des Gesichtes die Gesichtskante getreten. Das Mesonotum ist scharf, obwohl sehr fein, länglich-schuppig punk- tirt (ähnlich wie bei mehreren Copidosoma Arten). Die Achseln stossen nicht zusammen. Das Scutellum ist dreieckig, massig gewölbt, scharf- und äusserst fein chagrinirt-punktirt, nicht glänzend, an den Seitenrändern und an der Spitze jedoch glänzend und fast glatt. Der Bamus marginalis und R. stigmaticus sind wie beim Weibchen, doch ist ein R. postmarginalis vorhanden, der sich anfangs verdünnt und in dem Flügelrande verschwindet. Lebt in Schildläusen. Die Abbildung dieser Gattung in Vollenhoven's Schetsen, Tab. VIII, ist in allen Details misslungen. Die europäischen Encyrtiden. 751 1. Habrolepis Dalmani Westw. Encyrtus Dalmani Westw. Phil. Mag. X. 1837, p. 440. Encyrtus nubilipennis Walk. Eni Mag. V. 1835, p. 113; Six Tijdsehr. v. Eni 1867. P. 10, Fig. h. Habrolepis nubilipennis Forst. Hym. Stud. II. 1856, p. 38. Weibchen. Der Schaft und das Wendeglied sind schwarz, die ersteren Fadenglieder gebräunt, die letzteren hellgelb, die Keule ist gelb, an der Basis jedoch braun. Der Kopf ist grün mit blauem oder blaugrünem Scheitel, das Mesonotum und die Pleurae violet ; das Scutellum zeigt sich gewöhnlich glanzlos sammtschwarz , bei gewisser Beleuchtung jedoch etwas grünschimmernd, der Hinterleib ist oben kupfer- oder erzfärbig, an der Basis violet. Die Beine sind schwarz mit violettem Schimmer, die vier vorderen Tibien grösstentheils, sowie die Tarsen weissgelb. Die dunkel gefärbten Flügel sind wasserhell: an der Basis des Flügels, dann ein kleiner Fleck einwärts des Eamus marginalis (gegen die Basis des Flügels), ein grösserer auswärts desselben am Vorderrande des Flügels, demselben entgegengesetzt ein ebensolcher am Hinterrande des Flügels und eine Querbinde vor dem Flügelende. Die obere Fläche des Kopfes zwischen den Augen ist quadratisch, fast breiter als lang, und die Ocellen bilden ein etwas gedrücktes Dreieck. Länge: 1 — 1'3 Mm. Männchen. Die Fühler sind gelb, das Schaftende und das Wendeglied oben gebräunt. Der Kopf ist grün, der Scheitel etwas blauschimmernd, das Gesicht glänzend; das Mesonotum und Scutellum sind kupfer-purpurfärbig, doch erscheint das Scutellum bei verschiedenen Beleuchtungen meistens sammtschwarz und glanzlos; der Hinterleib ist dunkel, purpurfarbig angelaufen und glänzend. Die Beine sind schwarz, mehr weniger violet schimmernd, die vier vorderen Tibien grösstentheils- und die Tarsen blassgelb. Die Flügel sind wasserhell, der dicke schwielenartige Eamus marginalis braun. Länge: 1 Mm. Diese Art wurde von Tschek im Mai aus Cocciden auf Quercus pubescens erzogen, doch fand sich unter den zahlreichen Exemplaren nur ein Männchen, welches auch das einzige ist, welches mir zur Beschreibung vor- lag. Sie scheint in kleinen, unauffälligen Schildläusen zu leben, denn ich er- hielt einmal ein Stück aus einer grösseren Zucht von Gallen des Andricus ramuli, ohne den Coccus finden zu können, und zweimal je ein Stück im Mai aus einer Zucht von Andricus noduli. Dies stimmt mit der Angabe Giraud's im Bull. Soc. ent. Fr. 1867 überein, indem derselbe anführt, dass er an Quercus pedun- culata aus einem sehr kleinen Coccus, den er für Aspidiotus quercicola Bouche halten möchte, den Enc. nubilipennis erhalten habe. Auch Herr v. Schlechte n- dal hat diese Art aus Schildläusen auf Eichen erzogen. Dr. Reinhard hat sie in Sachsen gefangen. Die Abbildung des Flügels von Enc. nubilipennis in Six's Beschrijving van eene nieuwe soort van Eupelmoide zeigt das wasserhelle Querband der Flügelspitze zu breit, auch fehlt der kleine wasserhelle Fleck einwärts des Eamus marginalis. 752 Dr. Gustav Mayr. 2. Habrolepis Zetterstedti Westw. Encyrtus Zetterstedti Westw. Phil. Mag. X. 1837, p. 440; Walk. Ent. , Mag. V. 1838, p. 113. Enc. dendripennis Ratz. lehn, d. Forstins. III. 1852, p. 189. Weibchen. Die Fühler sind braun, mit schwarzem Schafte, das fünfte und sechste Fadenglied gelb und die Keulenspitze gelblich. Der Kopf und die obere Seite des Thorax grün oder blaugrün, die Pleurae braun, der Hinterleib purpurfarbig, die Beine wie bei H. Dalmani. Die Flügel zeigen an der End- hälfte einen braunen Längsstreifen, welcher, nachdem er schon früher Seiten- äste zu den Flügelrändern gesendet hatte, sich vor der Flügelspitze gabelt und diese Gabeläste zum 'Flügelrande beiderseits der nur schwach gebräunten Flügelspitze sendet (so dass keine wasserhelle Querbinde, wie bei H. Dalmani, vorkommt). Die obere Fläche des Kopfes zwischen den Augen ist länger als in der Mitte breit und die Ocellen bilden ein spitzwinkliges Dreieck. Länge des Körpers: LI Mm, Ratzeburg hat diese Art aus Coccus (Aspidiotus) Tiliae erzogen. Mir liegen nur gefangene Stücke aus der Aachener Gegend (Förster) und aus Frankfurt a. M. (v. Heyden) vor. Dr. Förster hat sie unter den Namen Enc. Zetterstedti und Dalmani versendet. Encyrtus Myrlea Walk. (Ent. Mag. V. 1838, p. 112) scheint eben- falls zu dieser Gattung zu gehören, da in der Beschreibung die Stelle: „frons antice producta, aciem quasi fingens, sübtus retracta li vollkommen treffend ist. XVI. Homalotylus n. g. Weibchen. Die Fühler sind nahe dem Mundrande eingelenkt, ihr Schaft ist nicht verbreitert, das Wendeglied etwas länger als das erste Faden- glied, der sechsgliedrige Faden hat cilindrische Glieder, welche gegen die Keule mehr oder weniger an Dicke zunehmen, die Keule ist von der Spitze bis oder nahe bis zur Basis stark schief gestutzt. Der Kopf ist ziemlich dünn (der Durchmesser von vorn nach hinten ziemlich kurz), der Gesichtseindruck ist ent- weder sehr schwach oder er fehlt (bei H. flaminius) vollkommen. Die Augen sind unten viel weiter von einander entfernt als oben (besonders bei H. flami- nius). Die Ocellen bilden ein spitz-, oder ein rechtwinkliges Dreieck. Die Stirn und besonders der Scheitel nicht breit, fein und dicht punktirt, mit in Reihen gestellten oder mehr unregelmässigen gröberen Punkteu. Mesonotum fein chagrinirt und massig glänzend. Die Achseln stossen nur mit ihrer Spitze oder breit aneinander. Der Bohrer verborgen (was wohl Dalman veranlasst hat, die Weibchen für Männchen zu halten). Die Hinterschenkel zeigen, be- sonders bei den grösseren Exemplaren, den unteren Rand zur theilweisen Die europäischen Encyrtiden. 753 Aufnahme der ziemlich breiten Hintertibien mit einer Längsfurche versehen. An den Flügeln ist der Eamus marginalis sehr kurz oder fehlend, der R. stig- maticus ist ziemlich lang. Männchen unbekannt. 1. Homalotylas flaminius Dalm. JEncyrtus flaminius Dalm. 1820. Pter. p. 340. Nees Hym. lehn. äff. M. 1834, p. 220. Enc. Eytelweinii Eatz. lehn. d. Forstins I. 1844, p. 210. Enc. ajoicdlis Eatz. lehn. d. F. IL 1848, p. 145. Weibchen. Kopf und Mesonotum dunkelgrün, manchmal mit Erz- schimmer, Mundrand öfters rothgelb, Fühler schwarzbraun mit gelbweisser Keule (bei einem Stücke auch das sechste Fadenglied gelbweiss), Thoraxseiten ganz rothgelb, oder vorne rothgelb mit blauen Pleuralschildern , oder vorne grün mit mehr weniger blauen Pleuris ; Flügelschüppchen weisslich, braun oder braunschwarz; Hinterleib schwarz, violet-, in der Mitte mehr bronzefarbig schimmernd; Beine blauschwarz oder mehr weniger braungelb, die vier hinteren Tarsen gelbweiss, braun oder braunschwarz; die Flügel in der Mitte mit einem grossen braunen Flecke. Der Schaft ist dünn und lang, die ersteren Faden- glieder etwas länger als dick, das sechste so lang als dick oder etwas kürzer, die Keule ist bis zur Basis selbst sehr schief gestutzt und erscheint daher nur spitz-kegelig; die Ocellen stehen im stark spitzwinkligen Dreiecke; das Scu- tellum ist sammtschwarz und vollkommen glanzlos. Länge: VI— 2"4 Mm. Lebt in Coccinella-L arven. Ein mir vorliegendes Stück erzog Frauen feld im Mai, ein von Ts'chek stammendes Stück trägt die Notiz: „strob. 22. 3. 69", doch dürfte sich in dem Zapfen eine angestochene Coccinella- Larve befanden haben; die übrigen mir vorliegenden Stücke sind in Nieder- österreich (Kollar) und in Sachsen (Reinhard) gefangen. Walker gibt in Entom. Mag. V. 1838, p. 54 an, das er Encyrtus flaminius Dalm. aus der Chrysalide von Galleruca calmariensis (auf Lythrum) erzogen habe. 2. Homalotylus vinulus Dalm. Encyrtus vinulus Dalm. Pter. 1820, p. 349; Nees Hym. I. a. M. 1834, p.231. Weibchen. Braunschwarz, Schaft, Wendeglied, Kopf und Beine braun, die vier vorderen Schenkel mehr weniger gelbbraun, die hintere Hälfte des Pronotum, die Scapulae und die Flügelschüppchen, mit Ausnahme eines hinteren braunen Fleckes, weiss, Mesonotum hinten jederseits mit einem grossen gelben Flecke; Flügel in der Mitte mit einem grossen braunen Flecke. Schaft massig lang und dünn, die ersteren Fadenglieder beiläufig so lang als dick, Keule bis nahe zur Basis schief gestutzt, deren Basis etwas dicker als das sechste Faden- glied, welches etwa anderthalbmal dicker als lang ist; die Ocellen stehen im spitz-, oder rechtwinkligen Dreiecke; das Scutellum ist fein chagrinirt und glänzend. Lauge: 2*3— 2"6 Mm. Z. B. Ges. B. XXV. Abh. 95 754 Dr. Gustav Mayr. Kollar hat diese Art im August bei Mödling nächst Wien und Dr. Reinhard im Juli in Sachsen gefangen. Dr. Snellen van Vollen- hoven sandte mir ein von Herrn Six bei Utrecht gefangenes Weibchen. 3. Homalotylus flaviceps Dalm. Encyrtus flaviceps Dalm. Pter. 1820, p. 348; Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 230. Weibchen. Schwarzbraun mit sehr schwachem Bronzeschimmer, Fühler, Kopf, Hinterrand des Pronotum und des Mesonotum, die Scapulae, der Vorder- rand der Pleurae und die vier vorderen Beine gelb (die Hinterbeine mir unbe- kannt), die Keule lichtbrauh, etwas blaugrün schimmernd, ein Scheitelfleck und die Tarsenspitzen braun, die Flügelschüppchen bräunlichgelb, die Flügel wasser- hell. Der Schaft ist kürzer wie bei den vorigen Arten und reicht nur bis zur Mitte der langen Stirn, erstes Fadenglied etwas länger als dick, die folgenden nehmen allmälig an Länge ab und an Dicke zu, so dass das sechste Faden- glied doppelt so dick als lang ist, die Keule ist so lang (oder etwas länger) wie die drei letzten Fadenglieder zusammen und ist bis nahe zur Basis schief gestutzt, die Basis der Keule ist etwas dicker als das sechste Fadenglied; die Ocellen stehen im etwas spitzwinkligen Dreiecke; das Scutellum ist sehr fein chagrinirt und glänzend. Länge: 2 - 4 Mm. Mir ist nur das Dalman'sche Stück bekannt. XVII. Bothriothorax Eatz. Ratz. lehn. d. Forstins. I. 1844, p. 208; Forst. Hym. Stud. II. 1856, p. 32; Vollenh. Schets. 1871, Tab. VII. Weibchen. Der Körper ist ziemlich breit und gedrungen. Die Fühler sind vom Mundrande nicht entfernt eingelenkt, der Schaft ist massig lang und nicht blattartig verbreitert, das Wendeglied ist so lang oder länger als das erste Fadenglied, dieses ist so lang oder länger als dick, die Keule ist kürzer als der Faden oder (bei B. paradoxus) fast doppelt so lang wie dieser. Das Gesicht ist schwach eingedrückt; Stirn und Scheitel sind sehr breit, die Ocellen bilden ein stark stumpfwinkliges Dreieck. Der dünne, breite Kopf ist dicht und sehr grob, fast grübchenartig, fingerhutartig punktirt, auch das Mesonotum und das Scutellum zeigen eine solche auffallende Skulptur; in der Mitte eines jeden Punktes (oder Grübchens) erhebt sich ein kleines Höckerchen, auf welchem ein Härchen entspringt; überdies findet sich eine lederartige Skulptur. Das Meso- notum und Scutellum sind ziemlich stark quer gewölbt, die Seitenränder des letzteren sind stark herabgebogen. Der Bohrer ragt nicht oder wenig vor. Der Ramus marginalis der wasserhellen Flügel ist sehr kurz oder fehlt, der R. stig- maticus lang, der R. postmarginalis kurz oder sehr kurz. Männchen. Dem Weibchen sehr ähnlich, doch durch die Fühler und durch die weitläufiger gestellten grübchenartigen Punkte am Kopfe verschieden. Das Wendeglied ist kurz, etwas länger als dick, der Faden massig gestreckt, Die europäischen Encyrtiden. 755 die Gelenke desselben stark an die Unterseite des Fadens gerückt und klein, so dass der Faden oben etwas gesägt erscheint, die meisten Glieder mit je zwei Halbwirteln langer Haare, die Keule ist fast so lang als die zwei letzten Fadenglieder zusammen. Dr. Förster's Angabe, dass die Keule des Männchens eine schief ab- gestutzte, fast beilförmige Gestalt habe, wie das Weibchen, ist unrichtig, denn sie ist spindelig-cilindrisch. Weibchen. 1. Keule fast doppelt so lang als der Faden, cilindrisch, sehr schwach ge- krümmt, am Ende schief gestutzt, die Fadenglieder nehmen vom ersten bis sechsten an Länge ab, so dass das erste beiläufig so lang als dick, das sechste doppelt so dick als lang ist; Kopf und Scutellum grün, Mesonotum blaugrün, Pleurae braun, Fühler und Beine gelb mit dunkeln Hüften; die Hintertibien massig compress, ohne schneidigen Streckrand; Pleurae glatt; die Flügel gewimpert. Länge: 1*6 Mm. 1. B. paradoxus Dalm. — kürzer als der Faden, sechstes Fadenglied nicht doppelt so dick als lang 2 2. Die Vorderflügel und der grösste Theil des Bandes der Hinterflügel unge- wimpert; Keule cilindrisch, etwas länger als die zwei letzten Fadenglieder zusammen, am Ende quer gestutzt, erstes Fadenglied fast doppelt so lang als dick; die Hintertibien stark compress, mit scharfem schneidigen Streckrande, die Pleurae vorne glatt, hinten fein längsgerunzelt, Scu- tellum in der Mitte ohne grübchenartige Punkte. Fühler braun, Schaft rothgelb, Endhälfte der Keule gelbweiss, Kopf blau, theilweise violet, Mesonotum grün, stellenweise purpurfarbig schimmernd, Scutellum dunkel gefärbt, ziemlich kupferfarbig, Pleurae violet, Beine schwarzbraun, die Hinterhüften und Hinterschenkel violet angelaufen, die vier vorderen Tibien, das untere Ende der Hintertibien und die Tarsen gelb, ein Fleck an der Basis der Mitteltibien braun. Länge: 2'1 Mm. 2. B. Sohle cht enclali n. sp. Die Flügel gewimpert; die Keule compress, bei den grösseren Individuen in der Mitte am breitesten und von da bis zur Spitze schief gestutzt, bei den kleineren ist sie gleichdick, am Ende schief gestutzt; erstes Fadenglied ziemlich so dick als lang; die Hintertibien massig compress ohne schneidigen Streckrand, Pleurae glatt. Kopf blaugrün mit Erz- schimmer, Mesonotum und Scutellum grün, oder mehr blaugrün, oder mehr weniger kupferfarbig, Fühler gewöhnlich schwarzbraun mit gelbem Schafte, Beine gelb oder rothgelb, oder mehr weniger gebräunt, die Hüften stets dunkel. LäDge: P3— 2'2 Mm. 3. B. clavicornis Dalm, 95* 756 Dr- Gustav Mayr. Männchen. Blaugrün, Pleurae braun, etwas bronzefärbig schimmernd , Fühler und Beine gelb, die Hüften grün oder blaugrün, die vier hinteren Schenkel oder alle, die hinteren Tibien oder auch alle braun, die Gelenke der Beine gelb. Das erste Fadenglied etwas mehr wie doppelt so lang als, dick, das sechste Glied etwa anderthalb Mal so lang als dick. Länge: 1*5 — 1'6 Mm. 3. B. clavicornis Dalm. 1. Bothriothorax paradoxus Dalm. Encyrtus paradoxus Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 163 (39), Tab. VIII, Fig. 59; Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 225. Sceptrophorus paradoxus Forst. Hym. Stud. II. 1856, p. 38. Ich kenne nur das typische Stück aus Schweden. 2. Bothriothorax Schlechtendali n. sp. Herr v. Schlechtendal fing zwei Weibchen im Juni bei Halle a. d. S. mit einem Eccoptogaster an einem absterbenden Rüsterstamme. 3. Bothriothorax clavicornis Dalm. Encyrtus clavicornis Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 161 (37); Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 225. Bothriothorax clavicornis Forst. Hym. Stud. II. 1856, p. 34. Bothriothorax Ältensteini Ratz. lehn. d. Forstins. I. 1844, p. 209. Ratzeburg gibt im ersten Bande der Ichneumonen der Forstinsecten an, dass Herr Saxesen diese Art aus einem Syrphus erzogen habe, im zweiten Bande notirt er, dass sie von Bouche aus Anthomyia Ceparum erzogen sei. Mir liegen nur gefangene Stücke vor, oder wenigstens ist bei keinem der Stücke angegeben, dass sie erzogen seien. Dr. Förster hat sie bei Aachen, v. Heyden bei Frankfurt im Grase, Dr. Reinhard in Sachsen, Ullrich bei Wien gefangen (viele Weibchen und ein Männchen); in der Tschek'schen Sammlung finden sich viele Weibchen und ein Männchen. Encyrtus Eupales Walk. (Eni Mag. V. 1838, p. 51) gehört vielleicht zu dieser Art. Unter den von Ullrich gesammelten Stücken finden sich zwei Männchen, deren Fühler wohl nicht mehr vollständig, aber doch von grossem Interesse sind, denn die vier noch vorhandenen Fadenglieder sind gleichmässig und kurz behaart (fast so kurz wie beim Weibchen), das Wendeglied ist etwa doppelt so lang als an der Spitze dick, das erste Fadenglied länger als das Wendeglied, etwa 2'/2raal so lang als dick, das zweite Fadenglied ist dicker und nur zwei Die europäischen Bncyrtiden. 757 Drittel so lang als das erste Fadenglied, das dritte so wie das zweite, das vierte kaum länger als dick; es ist daher im Allgemeinen der Faden so wie beim Männchen von Phaenodiscus ; die übrigen Körpertheile sind aber ebenso wie bei den Weibchen von B. clavicornis. Sollte da etwa der Fall vorkommen, dass Männchen derselben Gattung die Fadenglieder gleichmässig behaart haben, während andere Haarwirtel haben? XVIII. Phaenodiscus Forst. Hym. Stud. IL 1856, p. 144. Biscodes Forst. Hym. Stud. II. 1856, p. 32; Vollenh. Schets. 1871, Tab. VII. Weibchen. Der Körper ist gedrungen und massig breit. Die Fühler sind vom Mundrande nicht entfernt eingelenkt, der Schaft ist ziemlich kurz, und nicht blattartig verbreitert, das Wendeglied ist kürzer oder länger als das erste Fadenglied, der Faden ist massig compress oder fast ganz cilindrisch, die Keule ist so lang wie die zwei bis drei letzten Fadenglieder zusammen. Das Gesicht ist schwach eingedrückt; die Wangen sind durch eine scharfe Kante (bei P. aetieus am wenigsten deutlich), welche vom unteren Ende der Augen bis zum Mundrande reicht, in eine vordere und hintere Seite getheilt. Stirn und Scheitel sind sehr breit; die Ocellen bilden ein stumpfwinkliges Dreieck; der Kopf ist dicht und sehr grob fingerhutartig punktirt. Das Mesonotum und das Scutellum sind massig grob chagrinirt mit zerstreuten, groben, haartragen- den Punkten, die Pleurae sind chagrinirt, nicht glänzend, nur schimmernd; die Seitenränder des nur sehr schwach gewölbten Scutellum sind nicht herabgebogen. Der Bohrer ist ganz oder fast ganz verborgen. Die Flügel sind ganz oder theilweise gebräunt, der Ramus marginalis ist so lang oder etwas kürzer als der R. stigmaticus, nie sehr kurz, der R. postmarginalis ist in der Länge wechselnd. Männchen. Dem Weibchen ziemlich ähnlich, der Schaft kurz, das Wendeglied so lang als dick, die Fadenglieder und die Keule gleichdick, kurz- und gleichmässig behaart; die Form der Kopftheile und die Skulptur ist wie beim Weibchen, nur ist die fingerhutartige Skulptur viel seichter und weniger dicht, der Thorax ist wie beim Weibchen, doch mit feinerer Skulptur und das Scutellum ist, besonders hinten, stärker gewölbt wie beim Weibchen. Die Flügel sind nicht gebräunt, deren Rami jedoch wie beim Weibchen. Weibchen. 1. Junctur (Gelenk) des Ramus humeralis vom Flügelrande um etwas mehr als die Lärjge des R. marginalis entfernt, der Vorderrand des Flügels daselbst ausgeschnitten, der R. marginalis bildet mit dem R. postmar- ginalis eine starke Krümmung, die Vorderflügel sind braun, gegen die Spitze etwas heller; Faden und Keule sind ziemlich compress, zweites bis sechstes Fadenglied dicker als lang, das Wendeglied länger als das 758 Dr. Gustav Mayr. erste Fadenglied. Kopf grün oder blau, Fühler ganz schwarzbraun, oder der Schaft nahe der Basis und der Spitze gelbbraun, der Thorax blau- grün oder blau und theilweise violet, die Beine dunkel, blau oder grün angelaufen, mit gelben oder bräunlichgelben Tarsen. Länge: L9 Mm. 1. P. fumipennis Ratz. Junctur (Gelenk) des Eamus humeralis am Flügelrande oder sehr nahe demselben (P. intermedius) , Vorderrand des Flügels daselbst massig oder schwach bogig (nicht winklig) ausgebuchtet, Eamus marginalis und R. postmarginalis fast ganz gerade am Flügelrande verlaufend; Faden nur schwach compress 2 2. Flügel ziemlich wasserhell mit braunem Basaldrittel, Junctur etwas, obwohl deutlich vom Flügelrande entfernt; Wendeglied kürzer als das erste Fadenglied, die vier ersten Fadenglieder deutlich länger als dick (das sechste Fadenglied und die Keule fehlen dem von mir untersuchten Stücke). Fühler schwarz mit röthlichgelbem Schafte, der Kopf blaugrün, stellenweise kupferfarbig, der Thorax blauschwarz, die Pleurae violet, die Beine braunschwarz, theilweise mit blauem Schimmer, die Tarsen gelb. Länge: 2 Mm. 2. P. intermedius n. sp. — ganz braun oder nur die Spitze mit breitem wasserhellem Rande ; Junctur am Flügelrande selbst. Der Kopf viulet oder mehr purpurfarbig mit grünen oder grünblauen grübchenartigen Punkten, der Thorax blauschwarz, öfters theilweise etwas violet, die Beine schwarzbraun mit gelben Tarsen 3 3. Die fünf ersten Fadenglieder länger als dick, mit dem Schafte gelb, selten das fünfte und sechste Fadenglied etwas heller, die Keule braun oder schwarz, das "Wendeglied kürzer als das erste Fadenglied; die Vorder- flügel ganz braun. Länge: 1*3 — 1 - 7 Mm. 3. P. cereopiformis Walk. Das erste oder die zwei ersten Fadenglieder länger als dick, die mittleren ziemlich so lang als dick, die letzteren dicker als lang, die Fühler braun- gelb, fünftes und sechstes Fadenglied gelbweiss, die Keule braunschwarz, das Wendeglied so lang oder länger als das erste Fadenglied; die Vorder- flügel braun, ihre Spitze mit breitem wasserhellen Rande. Länge: 1*2 bis 1;7 Mm. 4. P. aeneus Dalm. Männchen. Kopf blaugrün, öfters stellenweise violet, Mesonotum und Scutellum grün oder blau, Pleurae schwarz, Fühler bräunlich gelb, Schaft und Wende- glied theilweise braun, Beine dunkelbraun, Hinterschenkel blau angelaufen, Gelenke der Beine und die Tarsen gelb. Erstes Fadenglied das längste, die folgenden nehmen allmälg an Länge ab, das sechste ist aber noch länger als dick. Länge: LI— 1*2 Mm. 4. P. aeneus Dalm. Die europäischen Encyrtiden. 759 1. Phaenodiscus fumipennis Ratz. Bothriothorax fumipennis Ratz. lehn. d. Forstins. III. 1852, p. 194. Forstrath Nördlinger fand nach Ratzeburg's Angabe diese Art bei Stuttgart im Mai in einem von Anobium pusillum zahlreich bewohnten Lär- chenaste. Ein Weibchen wurde von Tschek bei Piesting und eines von Ullrich bei Wien gefangen; beide Stücke sind im zoologischen Hofcabinete. 2. Phaenodiscus intermedius n. sp. Ich kenne nur ein von Herrn Ullrich bei Wien gefangenes Weibchen, im zool. Hofcabinete. 3. Phaenodiscus cercopiformis Walk. Encyrtus encopiformis Walk. Ann. nat. hist. XIX. 1847, p. 229. Kollar erzog diese Art im August aus einem Cocciden an Stipa penn ata, den er am Lichtenstein bei Mödling, gegen die Klause zu, gesam- melt hatte; v. Hey den erzog sie in Neufchatel aus einem Coccus, den er C. ebumeus nannte; Dr. Förster sammelte sie bei Aachen und versandte sie unter den Namen : Discoäes melanopterus und Phaenodiscus melanopterus Nees. Der Name E. encopiformis ist durch einen Schreib- oder Druckfehler entstanden, da Kollar diese Art als E. cercopiformis versandte. 4. Phaenodiscus aeneus Dalm. Encyrtus aeneus Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 159 (35); Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 218; Ratz. lehn. d. Forstins. IL 1848, p. 145. Discoäes (Phaenod.) aeneus Forst. Hym. Stud. II, 1856, p. 34. Encyrtus melanopterus Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 218. Discoäes (Phaenod.) melanopterus Forst. Hym. Stud. IL 1856, p. 3. ? Encyrtus coecophagus Ratz. lehn. d. Forstins. IL 1848, p. 148. Von Tschek aus Lecanium Persicae und Diaspis Rosae, von Dr. Franz Low in Wien aus einem Lecanium auf Prunus erzogen. Aus der v. Heyden'schen Sammlung liegen mir von Re issig aus einem Coccus an Schwarzdorn erzogen und von Ratzeburg als Enc. aeneus (Weibchen) und Enc. coecophagus (Männchen) determinirte Stücke vor. XIX. Dinocarsis Forst. Hym. Stud. IL 1856, p. 33. Vollenh. Schets. 1871, Tab. VII. Weibchen. Die Fühler sind nicht weit vom Mundrande eingelenkt, der stark blattartig verbreiterte Schaft überragt den oberen Rand des Kopfes, das Wendeglied ist etwa doppelt so lang als dick und kürzer als das erste Faden- glied, die Glieder des schwach compressen Fadens schliessen an den Gelenken eng an einander, das erste Fadenglied ist das längste, das fünfte und sechste 760 Dr. Gustav Mayr. die kürzesten, die Keule ist nicht dicker als der Faden, sie ist schwach com- press und beiläufig so lang als die zwei letzten Fadenglieder zusammen. Der ziemlich grosse Kopf ist dünn. Die Gesichtsgrube tritt nur in der Form von zwei langen, geraden, nach hinten schwach zusammenlaufenden Fählerfurchen auf. Stirn und Scheitel sind breit; die Ocellen bilden ein stumpfwinkliges Dreieck. Der Thorax ist breit und oben schwach quer gewölbt; das Mesonotum ist kurz, das Scutellum flach, mit nicht hinabgebogenen Rändern; die Achseln stossen in der Mitte nicht zusammen. Der Kopf und die Oberseite des Thorax sind scharf dicht punktirt und überdies mit flacheren, grösseren Punkten, aus welchen weisse, kurze Börstchen entspringen, versehen. Das erste und beson- ders das letzte Abdominal-Segment sind sehr, gross, der Hinterleib ist eben- falls mit weissen Börstchen besetzt; der Bohrer ist kaum vorragend. Die Flügel sind meistens rudimentär, sehr selten entwickelt, im ersteren Falle er- reichen sie nur die Basis des Hinterleibes, im letzteren Falle überragen sie wenig die Hinterleibsspitze, haben einen massig kurzen, dicken Ramus margi- nalis, einen langen und dicken R. stigmaticus und einen nur äusserst rudimen- tären -R. postmarginalis. Männchen. Dein Weibchen höchst ähnlich, doch durch die Fühler unterschieden. Diese sind ebenfalls gleichmässig kurz behaart, der Schaft ist wie beim Weibchen, das Wendeglied ist sehr kurz, kaum länger als dick, der Faden ziemlich stark compress, das erste Fadenglied das längste und das letzte das kürzeste, die Keule ist etwas länger als die zwei letzten Fadenglieder zu- sammen. Ich kenne nur Männchen mit rudimentären Flügeln. Die von Dalman und Nees beschriebenen Männchen sind geflügelte Weibchen. In den Schetsen sind das Wendeglied und der Faden zu kurz, das Ende des letzteren und die Keule zu dick gezeichnet. Dinocarsis hemiptera Dalm. Encyrtus hemipterus Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 166 (42) und 371; Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 252. Dinocarsis hemiptera Forst. Hym. Stud. IL 1856, p. 37. Dicelloceras vibrans Six Tijdschr. v. Entomol. 1867. PI. X, Fig. j. Weibchen und Männchen. Schwarz, oft schwach metallisch schim- mernd, die Beine schwarzbraun; die Keulenspitze und die Tarsen röthlichgelb. Die entwickelten Flügel des Weibchens sind an der Basalhälfte ganz braun oder braun gefleckt, an der Apicalhälfte mit zwei bogigen braunen Binden, und zwar einer, welche in der Verlängerung des Ramus stigmaticus einen Halbkreis, und einer zweiten, welche vor der Flügelspitze einen zackigen Bogen bildet. Länge des Weibchens: 1-3-2 Mm., des Männchens: LI— L6 Mm. Ich kenne nur gefangene Stücke, welche meistens Weibchen mit rudi- mentären Flügeln sind. Kollar notirte: „Im Walde auf der Erde hüpfend, August, Hinterbrühl" (bei Wien), Dr. Förster fing diese Art bei Aachen, Tschek im Juni und Juli bei Piesting und v. Heyden bei Frankfurt. Die europäischen Encyrtiden. 761 XX. Choreia Westw. Mag. of Nat. Hist. VI. 1833, p. 122. Choreius Westw. Phil. Mag. X. 1837, p. 441. Choria Vollenh. Schets. 1871, Tab. VII. Crantor Haliday Ent. Mag. I. 1833, p. 268. ^ Weibchen. Die kurzen Fühler sind vom Mundrande nicht weit einge- lenkt, der nicht blattartig verbreiterte Schaft reicht nur bis zum stark geboge- nen hinteren Eande der Gesichtsgrube, das Wendeglied länger als dick und viel länger als das erste Fadenglied, die Glieder des nicht compressen Fadens nehmen vom ersten bis zum sechsten an Grösse zu, das erste ist so lang als dick, das sechste etwas kürzer als dick, die Keule deutlich dreigliedrig, ziemlich cilindrisch, etwas dicker als das sechste Fadenglied und am Ende etwas schief gerundet- gestutzt. Die Gesichtsgrube ist stark eingedrückt und ziemlich gross, in ihrer Mitte liegt die ziemlich grosse, quer gewölbte Gesichtsschwiele, Stirn und Scheitel sind nicht stark nach abwärts geneigt; die ziemlich undeutlichen Ocellen bilden ein stumpfwinkliges Dreieck. Das Mesonotum ist kurz, viel breiter als lang; das Scutellum flach, mit sehr stark abgerundeter Spitze, die Eänder, besonders aber die Spitze, nicht hinabgebogen. . Das erste und letzte Abdominal-Segment sind gross; von dem Bohrer ragt nur die äusserste Spitze hervor. Die Flügel sind meistens rudimentär, hornartig und nicht über das Scutellum nach hinten ragend, bei entwickelten Flügeln sind der Ramus mar- ginalis und der kurze E. stigmaticus gleich lang, der E. postmarginalis kaum länger. Männchen. Von dem Weibchen fast nur durch die Fühler unterschieden. Der Schaft überragt unbedeutend den Hinterrand der Gesichts grübe, das Wende- glied ist länger als dick, jedoch kürzer wie beim Weibchen, der Faden lang, gleichmässig und ziemlich kurz behaart, er ist cilindrisch und an den Gelenken stark eingeschnürt, das erste Fadenglied ist das längste und etwa dreimal so lang als dick, das sechste ist das kürzeste, aber noch etwas länger als dick, die Keule ist cilindrisch, am Ende abgerundet, nicht dicker als das letzte Fadenglied und kaum so lang wie die zwei letzten Fadenglieder zusammen. Stirn und Scheitel sind sehr breit, breiter wie beim Weibchen. Ich kenne nur Männchen mit rudimentären Flügeln. 1. Choreia inepta Dalm. Eneyrtus ineptus Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 367; Nees Hyra. I. a. M. 1834, p. 255. Sphenolepis inepta Nees H. I. a. M. 1834, p. 258. Choreius ineptus Westw. Phil. Mag. X. 1837, p. 441. Choreia inepta Forst. Hym. Stud. II. 1856, p. 35. Choreia nigroaenea Westw. Mag. Nat. Hist. VI. 1833, p. 122. *) Der Name Crantor ist wohl um einige Monate älter als Choreia, doch wurde keine Art dazu angeführt. Z. B. Ges. B. XXV. Abh. > 96 762 Dr. Gustav Mayr. Weibchen und Männchen. Braunschwarz, mehr oder weniger kupfer- farbig angelaufen, der Kopf beim Weibchen oft grün, beim Männchen derselbe und auch mehr weniger der Thorax grün, die Fühler beim Männchen rothgelb, beim Weibchen braun und nur der Faden rothgelb, die Tarsen und theilweise die Tibien rothgelb. Stirn, Scheitel und Oberseite des Thorax fein und seicht chagrinirt und überdies grob punktirt, die Pleurae nur chagrinirt; die Flügel rudimentär, nur ein mir vorliegendes Weibchen hat entwickelte lange Flügel, welche gebräunt und nur an der Endhälfte, besonders in der Nähe des Randes, viel heller sind. Länge: 1 — 1 - 3 Mm. Die Lebensweise dieser Art ist noch unbekannt. Sie wurde gefunden: in England (Westwood), in Schweden (Dalman), bei Aachen (Förster), Frank- furt a. M. (Heyden) , in Sachsen (Reinhard) und in Niederösterreich (Graf Ferrari, Mayr, Rogenhofer, Tschek). Das einzige mir bekannte Weibchen mit ausgebildeten Flügeln erhielt ich von Dr. Förster, welcher es mir mit Phaenodiscus aeneus unter dem Namen Phaenodiscus melanopterus sandte. XXI. Erieydnus Walk. Ent. Mag. IV. 1837, p. 363; Voll. Schets. Tab. VII. Echthroplexis Forst. Hym. Stud. II. 1856, p. 33 (?). ' Pezdbius Forst. Verh. preuss. Rheinl. 1859, p. 129. Weibchen. Die Fühler sind vom Mundrande nicht weit eingelenkt. Der Schaft ist nicht blattartig verbreitert, das Wendeglied kürzer oder länger als das erste Fadenglied, der Faden und die Keule sind lang, fast cilindrisch, nur schwach compress, oder kürzer und ziemlich stark compress. Das Gesicht ist massig stark eingedrückt. Die Ocellen bilden ein gleichseitiges oder ein stumpfwinkliges Dreieck, die hinteren Ocellen stehen dem Innenrande der Netz- augen sehr nahe und sind höchstens um den Durchmesser eines Punktauges von den Netzaugen entfernt. Mesonotum stets fein chagrinirt und glänzend. Das Scutellum ist dreieckig, flach oder schwach gewölbt, mit oder ohne abge- setzter Spitze. Das erste und das letzte Abdominal-Segment sine! sehr gross. Der Bohrer ist meistens verborgen, nur bei E. Reinhardt (wahrscheinlich Förster's Gattung Echthroplexis) stark vorragend. Geflügelt oder mit rudimen- tären Flügeln, im ersteren Falle sind der Ramus marginalis, R. postmarginalis und R. stigmaticus auffallend lang, der erstere ist noch etwas länger als der R. stigmaticus. Männchen (E. ventralis). Das Wendeglied der langen Fühler ist anderthalb Mal so lang als dick, der Faden sehr lang, mit dünnen, cilindrischen, ziemlich gleichlangen Gliedern, welche gleichmässig lang behaart und an den Gelenken stark eingeschnürt siud, die Keule ist so dünn wie der Faden und so lang wie die zwei vorletzten Fadenglieder zusammen. Stirn und Scheitel breit. Das Scutellum ist ziemlich flach. Die Flügel verhalten sich so, wie beim Weibchen beschrieben wurde. Die europäischen Encyrtiden. 763 Eine Art lebt in Schildläusen, von den anderen Arten ist die Lebens- weise unbekannt. Im hiesigen zoolog. Hofcabinete finden sich zwei auf ein Stück Silber- draht übereinander gespiesste Encyrtiden, von Dr. Förster unter dem Namen Baeocharis pascuoruni gesendet; das eine Stück ist ein Weibchen dieser Gattung und Art, das andere ist aber ein - 9 Mm. langes Männchen mit halb- entwickelten Flügeln, von grüner Farbe mit gelben Fühlern und Beinen, welches ich für das Männchen von Erieyänus longicomis halte, aber nicht näher be- schreibe, weil meine Ansicht doch irrig sein könnte. Weibchen. 1. Faden und Keule sehr schwach compress, Wendeglied kürzer als das erste Fadenglied, die Fadenglieder eng an einander schliessend; Bohrer ver- steckt oder kaum vorragend; geflügelt oder mit rudimentären Flügeln: Scutellum mit blasser, bräunlich gelber, meist abgesetzter Spitze . . 2 — — — ziemlich stark compress,' das Wendeglied fast so lang oder länger als das erste Fadenglied, sechstes Fadenglied breiter als lang; die Ocellen stehen fast im gleichseitigen Dreiecke, das Mesonotum mit scharfer, feiner Skulptur und ziemlich glanzlos; Körperfarbe vorherr- schend gelb; die rudimentären Flügel reichen nur bis zum hinteren Thoraxrande 3 2. Mesonotum ganz grün, seltener blau, Flügelschüppchen dunkelbraun, die Bmstseiten dunkel; die Fühler schwarz oder braun mit oft blaugrün schimmernden Schafte, Gesicht mehr oder weniger violet, Stirn und Scheitel grün oder blau (bei einem geflügelten Stücke ist die Stirn vorne bronzefärbig), das Scutellum grün, selten blaugrün oder blau, der Hinter- leib dunkel erzgrün, besonders bei den Geflügelten oft an der Basis, vor- züglich an den Seiten, röthlichgelb, die Beine sind gelb, braun oder dunkelbraun. Bei den Geflügelten sind die Vorderflügel sehr schwach gebräunt, bei den Weibchen mit rudimentären Flügeln ist der Körper mehr flachgedrückt. Die Geflügelten sind 1*8— 1*9 Mm. lang, die mit rudimentären Flügeln messen 1*1 — 1*9 Mm. 1. E. longicomis Dalm. — rothgelb, wenigstens hinter der Mitte des Vorderrandes mit einem blauen Flecke, oder das Mesonotum ist blau oder violet, wenigstens mit je einem rothgelben Flecke in der Nähe des Flügelgelenkes, die Flügelschüppchen gelb oder rothgelb; die Brustseiten gelb oder rothgelb, öfters die zwei hinteren Dritttheile der Pleurae braun. Die Fühler schwarzbraun, der Schaft öfters braun; das Gesicht violet, Stirn und Scheitel blau oder violet, letzterer sehr selten grün, das Scutellum und die Achseln gelb, blau oder violet, das Pronotum schwärzlich-erzgrün, der Hinterleib gelb, oben in der Mitte und hinten dunkel erzfärbig, die Beine gelb, die Tibien und Tarsen der Hinterbeine meistens braun, die Flügel stark gebräunt. Länge: 1'8— 2 Mm. Varietät (biplagiatus Forst, i. 1.): Ungeflügelt, 96* 764 Dr. Gustav Mayr. gelb oder rothgelb, Faden und Keule, oder die ganzen Fühler, braun, das Gesicht violet, Stirn und Scheitel blaugrün, letzterer meistens mehr grün, Pronotum und öfters theilweise das Scutellum gebräunt, sehr selten etwas grün angelaufen, die Pleurae braun, die hintere Hälfte des Abdomen dunkel erzgrün, das Mesonotum sehr selten violet angelaufen.- Länge: 0-9— 1-8 Mm. 2. E. centralis Dalm. 3. Bohrer äusserst wenig vorstehend; Wendeglied länger als das erste Faden- glied, das zweite bis fünfte Fadenglied dicker als lang. Der Körper ist gelb, die Endhälfte des Fadens und die Keule braun mit hellerer Spitze, der Hinterleib an der Oberseite und unten an der hinteren Hälfte erz- grün angelaufen, die Hintertibien gebräunt. Stirn und Scheitel sind fein chagrinirt mit wenigen Punkten, der Hinterleib nicht gestreckt. Länge: 1*7 Mm. 3. E. aeneiventris Walk. — stark vorragend (mehr als ein Drittel des Hinterleibes), das Wendeglied fast so lang als das erste Fadenglied, die drei ersten Fadenglieder länger als dick. Erstes Fadenglied gebräunt, zweites bis fünftes Fadenglied und die Keule dunkelbraun, Stirn und Scheitel schwach purpurfarbig schimmernd und glänzend, Mesonotum schwach blau angelaufen, Hinter- leib bräunlich, oben an der Basis purpurfarbig-, an den Seiten grün an- gelaufen. Stirn und Scheitel sind schmäler als bei der vorigen Art, nur äusserst seicht chagrinirt mit theilweise regelmässigen Punktreihen Scutellum wohl wenig-, aber doch mehr gewölbt wie bei den anderen, Arten, Hinterleib gestreckt und so lang wie der Kopf mit dem Thorax zusammen. Länge des Körpers (ohne Bohrer): 2 - l Mm., des Bohrers: - 4 Mm. 4. E. Meinhardi n. sp. 1. Ericydnus longicornis Dalm. Encyrtus longicornis Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 165 (41); Nees Hyrn. I. a. M. 1834, p. 251. Enc. strigosus Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 227. Ericydnus strigosus Walk. Ent. Mag. IV. 1837, p. 364; Hai. Entomo- logist 1842. Tab. H. Fig. 1; Walk. Notes on Chalc. 1872, p. 72. Enc. Baleus Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 428. Enc. Amnestus Walk. Ann. nat. hist. V. See. Ser. 1850, p. 133. Mir liegen nur gefangene Weibchen vor, und zwar aus England (Walker), aus der Bheinprovinz (Förster), aus Sachsen, im August gefangen (Reinhard), aus Niederösterreich, im April und August gefangen (Kollar, Tschek). Dr. Förster hat die geflügelten Weibchen als Eric, strigosus, die mit rudimentären Flügeln unter dem Namen Enc. apterogenes Forst, i. 1. versendet» von Walker erhielt ich die geflügelten Weibchen als Eric, strigosus, die un- geflügelten, und zwar die grösseren, als E. longicornis bestimmt. Kleine Weib- chen mit rudimentären Flügeln sandte mir Dr. Reinhard unter dem Namen E. Baleus Walk., dieselben stimmen auch mitWalker's Beschreibung überein; Die europäischen Encyrtiden. 765 ein solches Weibchen mit rothgelber Hinterleibsbasis im zool. Hofcabinete stimmt mit der Beschreibung von Eric. Amnestus Walk, überein. K Im Entomologist Tab. H, Fig. 1 sind besonders die Fühler ganz fehler- haft gezeichnet, denn das Wendeglied sollte viel kürzer sein, die Fadenglieder dünner, länger und eng an einander schliessend und auch die Keule sollte viel dünner und länger sein. In Walkers Notes ist der Fühler wohl etwas dünner gezeichnet und die Fadenglieder schliessen besser an einander, aber die Fehler in Bezug auf die Länge des Wendegliedes und der Fadenglieder sind dieselben geblieben. 2. Ericydnus ventralis Dalm. Encyrtus longicornis Var. ventralis Dalm. Pter. 1820, p. 166 (42); Nees Hym. lehn. äff. M. 1834, p. 252. Ericydnus paludatus Walk. Ent. Mag. IV. 1837, p. 364. Ein Weibchen wurde von Herrn v. Heyden aus Lecanium vitis er- zogen und von Dr. Förster Enc. strigosus var. benannt. Gefangene Stücke liegen mir vor aus der Eheinprovinz, von Dr. Förster als E. strigosus er- halten, aus Sachsen (Eeinhard), aus der Wiener Gegend mehrere Weibchen und ein Männchen, von Herrn Ulrich gesammelt (zool. Hofcabinet). Das einzige mir bekannte Männchen im zool. Hofcabinete ist gelbroth, die Fühler sind braun mit gelber Unterseite des Schaftes, der Kopf ist gelb, ein grosser viereckiger Fleck an Stirn und Scheitel braun, der grösste Theil des Pronotum, ein Fleck am Mesonotum, die Achseln und der Hinterleib braun, die Seiten des Thorax gelb, die hintere Hälfte der Pleurae braun, die Beine bräunlich gelb, die Flügel scheinen sehr schwach gebräunt zu sein; Kopf und Thorax sind fein chagrinirt; der Körper ist 13 Mm. lang. Die Farben verthei- lung dürfte bei Untersuchung von mehreren Exemplaren wohl in gewissen Grenzen variabel sein. Von der Varietät (von Dr. Förster unter dem Namen Mic. biplagiatus i. 1. versendet) kenne ich nur Weibchen und zwar mehrere von Dr. Förster bei Aachen gesammelte Stücke, dann solche aus Sachsen, von denen eines im August gefangen wurde (Dr. Reinhard) und eines aus der Wiener Gegend (zool. Hofcabinet). 3. Ericydnus aeneiventris Walk. Encyrtus aeneiventris Walk. Ent. Mag. IV. 1837, p. 447. Pesobius pölychromus Forst. Verh. preuss. Rheinl. 1859, p. 130. Mir ist nur ein am 24. Juli 1856 gefangenes Weibchen aus der Samm- lung des Dr. Reinhard und eines von Dr. Kriechbaumer in Baiern ge- sammelt, bekannt. 4. Ericydnus Reinhardt n. sp. Ich kenne nur ein am 16. Juli 1856 gefangenes Weibchen aus der Sammlung des Dr. Reinhard. 766 Dr - Gustav Mayr. XXII. Eetroma Westw. Phil. Mag. III. 1833, p. 344; Introduct. Ins. IL Synops. Gen. Brit. Ins. p. 72; Voll. Schets. Tab. VIII (?). Äglyptus Forst. Hyrn. Stud. IL 1856, p. 33. Weibchen. Die Fühler entspringen hoch über dem Mundrande zwischen dem unteren Rande der Augen, vom Mundrande mehr entfernt als von einander; der Schaft ist dünn und so lang, dass er den Scheitel überragt, das Wende- glied anderthalb Mal so lang als dick, und kürzer als das erste Fadenglied, der Faden ist fast cilindrisch, schwach compress, alle Glieder gleich breit, das erste Glied ist das längste und etwas mehr als doppelt so lang wie breit, die fol- genden nehmen allmälig au Länge ab, so dass das sechste kaum anderthalb so lang als breit ist, die Keule ist kaum breiter als der Faden, kaum so lang als die zwei letzten Fadenglieder zusammen, mit stark abgerundeter Spitze. Die Mandibeln sind deutlich zweizähnig. Der am Mundrande liegende, sehr kleine Clypeus ist fast halbkreisförmig, deutlich breiter als lang, und mehr als die vordere Hälfte desselben ist eingedrückt und am Vorderrande etwas aus- gerandet. Der untere Rand der Augen und die Gelenke der Fühler liegen so ziemlich in derselben horizontalen Linie, nur sind die Fühler doch etwas höher eingelenkt; die beiden länglichen Fühlergruben sind durch einen Längswulst (die verwachseuen Stirnleisten) von einander getrennt, und sind nur hinter dem Wulste einigermassen vereinigt, so dass die Gesichtsgrube fast nur in der Form der beiden Fühlergruben auftritt. Stirn und Scheitel sind sehr breit, breiter als ein Auge (von vorne gesehen), die Ocellen bilden ein stark stumpf- winkliges Dreieck, die seitlichen Ocellen sind von den Netzaugen nur um den Durchmesser von 1—2 Ocellen entfernt; die Scheitelkante fehlt und der Scheitel geht im stark gekrümmten Bogen in die hintere Kopffläche über. Das Prono- tum ist gross und in der Längsrichtung stark convex; das wenig gewölbte Mesonotum ist auffallend kurz, mehr wie doppelt so breit als lang; die Achseln bleiben mit ihren Spitzen weit von einander entfernt, zwischen diesen finden sich an der Basis des Scutellum zwei tiefe, ziemlich grosse Grübchen (wodurch sich diese Gattung von allen Encyrtiden unterscheidet), das dreieckige Scutellum ist nur schwach gewölbt; der Thorax ist, von oben gesehen, fast rechteckig, hinten nur unbedeutend breiter als vorne, daselbst abgerundet, hinten quer gestutzt. Der Hinterleib scheint an der Oberseite nur aus zwei grossen Segmenten zusammengesetzt zu sein, doch bei genauerer Untersuchung zeigte sich zwischen diesen beiden Segmenten noch ein schmaler Streifen eines sehr kurzen Segmentes, welches jederseits nicht bis zu den Rändern des Hinterleibes reicht und einen bogigen Hinterrand hat. Der kräftige Bohrer ragt wenig vor. Die Flügel sind unentwickelt, die hornigen, sehr kleinen Rudimente reichen nicht bis zum Hinterrande des Thorax. Diese Gattung steht in nächster Verwandtschaft mit Ericydnus und ins- besondere mit JE. Reinhardi und aeneiventris, welche beide Arten, ausser der Die europäischen Encyrtiden. 767 Aehnlichkeit in Gestalt, Farbe und Skulptur, auch durch die nicht scharfe Scheitelkante an diese Gattung mahnen. 1. Ectroma ruf um Dalm. Eupelmus ? rufus Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 383. Ectroma rufus Westw. Introd. Ins. IL Syn. of Gen. Brit. Ins. p. 72. Ectroma fulvescens Westw. Phil. Mag. III. 1833, p. 344. ? Eupelmus rufescens Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 80. Ectroma rufescens Nees id. p. 420. Encyrtus Linäus Walk. Ent. Mag. IV. 1837, p. 451. Aglyptus Linäus Forst. Hym. Stud. II. 1856, p. 36. Weibchen. Rothgelb, Stirn, Scheitel und Oberseite des Thorax grün schimmernd, die Keule gelb, der Hinterleib braun und grün schimmernd. Kopf, Pronotum, Mesonotum und Scutellum stark glänzend, fast glatt, nur sehr fein und sehr seicht chagrinirt, der Hinterleib gröber chagrinirt. Länge: 1"9 — 2 Mm. Mir liegen nur zwei Weibchen vor, das eine ist ein typisches Stück von Dalman, das andere hat Dr. Reinhard bei Berlin gefangen und mir unter dem. Namen Ectroma rufescens Dalm. zur Ansicht gesendet (Siehe Berl. ent. Z. IL 1858, p. 323). XXIII. Baeoeharis n. g. Weibchen. Die Fühler sind vom Munde nicht entfernt eingelenkt, der Schaft ist ziemlich kurz und nicht blattartig verbreitert, das Wendeglied doppelt so lang als am Ende dick, länger als das erste Fadenglied, der Faden und be- sonders die Keule deutlich flach gedrückt, die Fadenglieder ziemlich so lang als breit, das erste das dünnste, die letzteren am breitesten, die Keule etwas länger als die zwei letzten Fadenglieder zusammen, sie nimmt von der Basis gegen die Spitze an Breite ab und ist an der Spitze gerundet abgestumpft. Der Kopf ist dick, stark gewölbt, von der Seite gesehen, ziemlich verkehrt- birnförmig, die Gesichtsgrube massig gross und ziemlich tief; Stirn und Scheitel sind zusammen länger als breit und von vorne nach hinten gleichmässig ge- wölbt; die Ocellen stehen im etwas spitzwinkligen Dreiecke, und die hinteren Ocellen sind vom Hinterrande des Kopfes mehr entfernt wie von einander. Die Scheitelkante fehlt, der Scheitel geht in starker Krümmung in die hintere Kopffläche über. Die Oberseite des Thorax ist von vorne nach hinten ziemlich stark gewölbt, das Pronotum ist ziemlich gross, das Mesonotum kurz, die Achseln stossen nicht zusammen, das Scutellum massig gewölbt und fast kreisrund. Das erste und letzte Hinterleibs- Segment sind gross; der Bohrer ragt nicht oder wenig hervor. Die rudimentären Flügel reichen bis zum hin- teren Thoraxrande. Männchen. Der Schaft ist etwas länger wie beim Weibchen, das Wende- glied kaum länger als dick, der Faden lang, ziemlich kurz- und gleichmässig 768 Dr. Gustav Mayr. behaart, an der Basis ziemlich dünn, gegen das Ende an Dicke zunehmend, die ersteren Glieder schwach-, die letzteren sehr stark von einander abgeschnürt, das erste Padenglied ist etwas mehr wie dreimal so lang als dick, die folgen- den nehmen allmälig an Länge ab, so dass das sechste wenig länger als breit ist, die letzteren Fadenglieder und die Keule sind compress, diese ist etwas kürzer als die zwei letzten Fadenglieder zusammen, sie ist an der Basis nicht breiter als das sechste Fadenglied, nimmt gegen die Spitze allmälig an Breite ab und endet gerundet gestutzt. Die Kopftheile, der Thorax und die rudimen- tären Flügel wie beim Weibchen, nur ist das Scutellum etwas gestreckt; das erste und letzte Abdominal- Segment sind gross. 1. Baeocharis pascuorum n. sp. Weibchen und Männchen. Kopf und Thorax blau oder erzgrün Scutellum schön gelb und glanzlos (bei zwei Männchen ganz braun, bei einem Weibchen hinten braun), die Flügelschüppchen und Achseln braun oder braun- gelb, die Pleurae häufig ganz oder theilweise braun oder gelb, meist mit Erz- schimmer, der Hinterleib glänzend und erzgrün, die Fühler braun mit oft gelbem Schafte, die Beine gelb mit manchmal gebräunten Hinterschenkeln. Der Thorax und Hinterleib mit weissen, ziemlich anliegenden Härchen. Die Stirn, der Scheitel und das Meson otum glänzend und fein chagrinirt mit zerstreuten Punkten, das Scutellum glanzlos, die Pleurae fein chagrinirt. Länge des Weib- chens: 1-2 — 1"5, des Männchens 0"8— 1 Mm. Kollar und Dr. Kriechbaumer haben diese Art aus Cocciden an Gräsern, und zwar ersterer im August, erzogen. Dr. Keinhard fing sie in Sachsen im Mai und Juli, bei Aachen Dr. Förster, der sie auch unter obigem Namen an die Hymenopterologen versendete. XXIV. Anusia Forst. Hym. Stud. II. 1856, p. 32; Verh. nat. Verh. preuss. Rheinl. 1860, p. 132. Weibchen: Die sehr auffallenden, wenigstens im Tode fast papier- dünnen, und relativ zum Körper sehr grossen Fühler sind sehr nahe dem Mund- rande mit kleinen Gelenken eingefügt, sie sind kurz und anliegend behaart, der Schaft ist an der Unterseite sehr stark blattartig verbreitert, er ist (das basale Gelenkstück ausser Acht gelassen) etwa doppelt so lang als breit, das Wende- glied ist so lang oder länger als dick, der Faden ist sehr stark flach gedrückt, nur 2V 2 mal so lang als breit, die Glieder sind doppelt oder etwas mehr wie doppelt so breit als lang, ziemlich gleich gross, nur das erste Fadenglied ist nicht unbedeutend kleiner und kürzer als das Wendeglied, aber breiter wie dieses; die plattgedrückte Keule ist am Ende abgerundet. Der untere Theil des dünnen Kopfes ist gerundet gestutzt, so dass die Mandibeln (den Kopf von der Seite betrachtet) zunächst der hinteren Fläche des Kopfes liegen; der Ge- sichtseindruck umgibt hufeisenförmig die stark gewölbte Gesichtsschwiele und Die europäischen Encyrtiden. 769 ist nicht zwischen die Augen eingeschoben, so dass der hinterste Theil des Gesichtseindruckes mit dem untersten Ende der Augen in gleicher Höhe liegt; in Folge dessen, sowie auch, weil die Augen gestreckt sind, nimmt die Stirn den grössten Theil der Vorderseite des Kopfes zwischen den Augen ein und ist länger als breit. Der Scheitel geht (bei A. Heyäevii wenigstens) mit starker Krümmung in die hintere Fläche des Kopfes über. Der Thorax ist breiter als hoch, das Pronotum ziemlich schmal, hinten' am breitesten, dieses und das Mesonotum sind nur durch eine sehr feine Querfurche getrennt, das Scutellum nicht gross (Förster gibt an, dass es gross sei), etwa so lang als das Meso- notum, mit abgerundeter Spitze ; hinter dem Scutellum liegt als querer Streifen das Metanotum. Die Flügel sind rudimentär. Das Hinterhauptloch liegt bei dieser Gattung viel höher als bei den an- deren Encyrtiden, so dass der untere (vordere) Theil des Kopfes beim lebenden Thiere höchst wahrscheinlich vorgestreckt ist. 1. Anusia fulvescens Walk. Encyrtus fulvescens Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 115. Ectroma fulvescens Haliday Newman's Entomologist 1840—42. Tab. E, Fig. 3 und 2a; Walk. Notes on Chalcidiae 1872, p. 74 und 78. Anusia nasicornis und austriaca Forst. Verh. nat. Ver. preuss. Eheini. 1860, p. 133. Weibchen. Schwarzbraun, der Kopf braun, die Pleurae schwach pur- purn schimmernd, die Beine gelb, die Hinterhüften und Hinterschenkel braun, ein Fleck an der Apicalhälfte der Mittelschenkel und das Basaldrittel der Hintertibien schwach gebräunt. Kopf und Thorax nur mit wenigen Härchen. Wendeglied länger als dick, Keule zwei Drittel so lang als der Faden, Stirn und Scheitel, die bei dem mir vorliegenden Stücke ganz eingedrückt sind, scheinen ganz glatt zu sein und sind stark glänzend, die Stirn ist nicht viel länger als breit, das flache Mesonotum ist sehr fein und sehr seicht chagrinirt und stark glänzend, das Scutellum ist ganz flach. Der Bohrer wird als ver- borgen angegeben. Die rudimentären Flügel reichen nur bis zur Basis des Metanotum, und ich kann, da sie fest anliegen, nichts weiteres unterscheiden. Als Länge des Körpers gibt Dr. Förster 1 — 1*2 Mm. an, bei meinem Stücke, welchem der Hinterleib fehlt, ist die Länge des Kopfes mit dem Thorax 0'6 Mm., es dürfte daher das ganze Thier etwas kleiner als A. Heyäeni sein. Herr Walker sandte mir ein Stück, welchem der Kopf eingedrückt ist und der Hinterleib fehlt, unter dem Namen: Ectroma fulvescens. Von den Ocellen sehe ich an dem Walker'schen Stücke, des stark ein- gedrückten Kopfes wegen, nur das vordere Punktauge vollkommen deutlich, doch scheinen die Ocellen ein stumpfwinkliges Dreieck zu bilden. An diesem Stücke wäre wohl scheinbar eine sehr scharfe Scheitelkante vorhanden, doch ist diese nur durch das starke Zusammenschrumpfen des Kopfes (eigentlich Einsinken der Stirn und des Scheitels) entstanden. Z. B. Ges. B. XXV. Abb.. 97 770 * Dr. Gustav Mayr. Die Abbildung des Fühlers in Walker's Notes on Chalc, p. 74 ist ganz misshingen, da der sechsgliedrige Faden und die Keule nicht ersichtlich ge- macht sind, obschon die Keule sich als dreigliedrig erweist, auch sind die Glieder des Fadens, besonders die ersteren, zu wenig breit, und die Glieder an ihrem Apicalende gerundet, statt scharf quer gestutzt, gezeichnet. Auch der Hinterleib dürfte unrichtig gezeichnet sein, da es wahrscheinlich ist, dass die Segmente bei dieser Art sich so wie bei A. Heyäeni verhalten dürften. Die Abbildung im Entomologist ist richtiger gezeichnet. 2. Anusia Heydeni n. sp. Weibchen. Erzgrün, Thorax stellenweise kupferroth schimmernd, Pleurae grösstentheils violet, Abdomen in der Mitte mehr purpurfarbig, hinten kupfer- oder erzfärbig, Fühler dunkelbraun, purpurn-, bronzefärbig und auch (bei einem Stücke) etwas grün angelaufen, die Beine gelb oder braungelb, die Hüften dunkel, die Hinterbeine braun, erzgrün angelaufen, mit gelben Tarsen. Das Wendeglied so lang als dick, die Keule halb so lang als der Faden, der Kopf deutlich ckagrinirt, mit einzelnen Punkten, die Stirn doppelt so lang als breit, der Thorax fast ganz glatt und stark glänzend, Mesonotum gewölbt, dieses und das Scutellum durch einen ziemlich starken Eindruck sehr deutlich getrennt, das Scutellum ist oben ziemlich abgeflacht, an den Seiten etwas, an der Spitze nicht hinabgebogen. Das erste Abdominal-Segment ist gross, das Endsegment aber .noch viel grösser, indem es fast den halben Hinterleib be- deckt, die zwischenliegenden Segmente treten nur als schmale Querstreifen auf. Der Bohrer ist halb so lang wie der Hinterleib. Die rudimentären Flügel reichen nur bis zum Hinterrande des Thorax, sie sind durchsichtig, wasserhell, vor der Spitze mit einem braunen Flecke, am Ende sind sie quer gestutzt, der Stutzrand ist deutlich bogig ausgerandet; der Vorderrand des Flügels hat einen deutlichen Barnus humeralis. Länge: 1'4— 1"5 Mm. Ein Stück dieser schönen Art hat Herr Senator v. Hey den bei Frank- furt vom Grase geschöpft, ein zweites hat Kollar im Juni in der Brühl bei Wien gefangen. XXV. Mira Schellenberg. Genres des mouches dipt. 1803, p, 69, Tab. XIV. Dicelloceras Menzel Stett. ent. Z. 1855, p. 270; Buthe Stett. ent. Z. 1856, p. 48. Euryscapus Forst. Hym. Stud. IL 1856, p. 32; Vollenh. Schets. 1871, Tab. VII. Weibchen. Die Fühler entspringen in massiger Entfernung vom Mund- rande hinter dem Clypeus, sie sind sehr stark blattartig verbreitert wie bei der vorigen Gattung, der Schaft ist an der Unterseite ungemein stark blattartig verbreitert und wohl kaum anderthalb Mal so lang als breit, das Wendeglied ist Die europäischen Encyrtiden. 771 verkehrt kegelig, kaum länger als am Apicalende dick, der Faden ist sehr stark flach gedrückt, in der Mitte am hreitesten, die Glieder sind ziemlich gleich lang, aber doch ist das erste das längste, das sechste das kürzeste, die mittleren Glieder sind breiter als die ersteren und letzteren, die Keule ist ebenfalls flach- gedrückt, so lang als die zwei letzten Fadenglieder zusammen oder etwas länger und schmäler als diese. Der Kopf ist ziemlich dick, von vorne gesehen breiter als hoch und breiter als der Thorax. Der am Mundrande liegende kleine Clypeus ist halbkreisförmig, äusserst wenig concav; unmittelbar hinter dem Clypeus beginnt die grosse Gesichtsgrube, welche nach oben bis zur Mitte der grossen Augen reicht und von der Stirn bogig abgegrenzt ist, seitlich erstreckt sie sich bis zu den Augen, nahe ihrem vorderen Eande zwischen dem unteren Theile der Augen sind die kleinen Fühlergelenke und zwischen diesen eine kleine längliche Gesichtsschwiele (die verwachsenen Stirnleisten). Stirn und Scheitel ziemlich quadratisch, beiläufig in der Mitte des Quadrates liegt das vordere Punktauge, der Scheitel hat keine Scheitelkante, sondern geht bogig in die hintere Kopffläche über; die Ocellen bilden ein stumpfwinkliges Dreieck. Das Pronotum ziemlich stark convex, die Naht zwischen dem Pronotum und Meso- notum stark bogig, letzteres vorne schmäler als hinten, quer convex und in der Mitte breit zusammengeschnürt; die Achseln stossen mit ihren feinen Spitzen an einander, das Scutellum ist länger als breit, flach und an den Seiten hinab- gebogen. Der Hinterleib ist kurz-spindelförmig, etwas höher als breit, dessen erstes Segment gross, die folgenden allrnälig kleiner, das letzte ist wieder ziem- lich gross, trägt eine quere Afterspalte und hat den Bohrer verborgen. Die mir vorliegenden Weibchen haben nur rudimentäre Flügel; nach Förster sind bei den entwickelten Flügeln die drei Rami ungefähr von gleicher Länge. Das Männchen ist mir unbekannt, wurde aber von Dr. Förster in den Verhandl. d. naturh. Vereins der preuss. Rheinlande 1860, p. 135 beschrieben. 1. Mira macrocera Schellenberg. Mira macrocera Schellenb. Genres d. Mouches dipt. 1803. p. 69, Tab. 14 (im Texte macrocera, auf der Tafel mucora benannt). Encyrtus platycerus Dalm. Vet. Ac. H. 1820, p. 366 ; Nees Hym. I. a. M. 1834, p. 254. Euryscapus platycerus Forst. Hym. Stud. IL 1856, p. 35. Dicelloceras vibrans Menzel Stett. ent. Z. 1855, p. 270. Encyrtus vibrans Ruthe Stett. ent. Z. 1856, p. 46. Weibchen. Erzgrün, besonders das Pro-, Meso- und Metanotum, mehr weniger feurig oder kupferroth angelaufen, die Fühler schwarzbraun, purpur- oder kupferroth angelaufen, das Scutellum glanzlos und meistens sammtschwarz, die Schenkel und Tibien braun, mehr weniger erzgrün oder kupferroth ange- laufen, Gelenke der Beine und Tarsen, mit Ausnahme des braunen Endgliedes, gelb. Der Körper ist scharf chagrinirt und mit kurzen, weisslichen Härchen massig besetzt, das Scutellum sehr fein und sehr dicht längsgestreift, das 97* 772 t)r. Gustav Mayr. Metanotum in der Mitte stark glänzend und sehr seicht chagrinirt. Bei den Weibchen mit entwickelten Flügeln sind diese nach Förster länger als der Hinterleib, haben unter dem Eamus stigmaticus eine breite, braune Querbinde, welche bis zum Innenrande geht, und die Spitze des Flügels ist ebenfalls braun; bei den Weibchen mit rudimentären Flügeln reichen diese höchstens etwas über die Mitte des ersten Abdominal- Segmentes, sind wasserhell und haben einen braungelben Eamus humeralis, welcher an der Basalhälfte des Flügels in massiger Entfernung vom Vorder- (Aussen-) Rande läuft, am Apical- ende jedoch an demselben bis zur Flügelspitze läuft. Ausser 11 von Dr. Förster bei Aachen gefangenen Weibchen liegen mir ein Stück aus Sachsen (Dr. Reinhard) und eines aus der Umgebung von Prag (Rogenhofer) vor. Ich besitze wohl von Dr. Förster ein Männchen, welches mit einem Weibchen an einem Hollundermarkstückchen steckend und von Dr. Förster unter obigem Namen gesendet wurde, doch gehört dieses Männ- chen zur Gattung Encyrtus und weicht von Enc. sceptriger nur durch die gebräunten Schenkel ab. Die europäischen Encyrtiden. 773 INDEX. (Arten, welchen keine Seitenzahl, sondern das Citat beigefügt ist, sind ganz zweifelhaft oder mir unbekannt.) Seite acacallis Walk 679 acratos Walk. List Hym. I. Brit. Mus. Chalc. 1848, p. 221. aeneiventris Walk. .... 765 aenescens Zett. Ins.lappon. 1840, p. 431. aeneus Dalm 759 aeruginosus Dalm 723 aestivus Dalm 719 Aglyptus 766 Agrotis Fonsc 739 Aithyia Walk. Ent. Mag. IV. 1837, p. 458. albipes Westw 738 albitarsis Zett 741 dlcmon Walk. List Hym. Brit. Mus. Chalc. IL 1848, p. 223. alcoeus Walk. List Hym. Brit. Mus. Chalc. IL 1848, p. 220. Altensteini Ratz 756 amathus Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 421. ambiguus Nees 722 amnestus Walk 764 anceus Walk 737 ancharus Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 36. anebus Walk. Ent. Mag. IV. 1837, p. 457. anomdlus Forst 718 anthores Walk. List Hym. Br. M. Chalc. II. 1848, p. 224. antistius Walk. Ann. nat. hist. VII. 1851, p. 215. Seite Anusia 768 aphidivorus n. sp 724 Aphycus . 695 apicalis Dalm 696 apicalis Batz 753 aralius Walk. Ent. Mag. IV. 1837, p. 457. arceanus Walk. Ent. Mag.'V. 1838, p. 52. ardas Walk. Ent, Mag. V. 1838, p. 425. arene Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 429. argentifer Walk 746 arianthes Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 44. aiheas Walk .739 atomon Walk. Ann. nat. hist. XLX. 1847, p. 229, zu Myiniäae. atricollis Dalm 694 atricollis Batz 693 austriaca Forst 769 babas Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 44. Baeocharis 767 baleus Walk 764 barbarus Dalm 720 barca Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 116. batillus Walk. Ent. Mag. IV. 1837, p. 442. belibus Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 49. bifasciata n. sp 701 774 Dr. Gustav May r. Seite bifaseiatellus n. sp. ... 721 Blastothrix 697 Bohemani Westw 700 Bombycum Fonsc 725 Bothriothorax 754 Boucheanum Ratz 736 brevicomis Dalm 717 caeruleus Fonsc. Ann. sc. nat. T. 26. 1832, p. 304. camirus Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 424. caris Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 422. caudatus Porst. 716 cedrenus Walk 719 celadus Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 427. cephalotes Ratz . 683 Cerapterocerus 747 Cerchysius 702 Cercobelus 679 cercobelus Ratz 736 cercopiformis Walk. . . . 759 cervius Walk. Ann. nat. hist. XVII. 1846, p. 177. Ceutorhynchi Rond 681 chaerilus Walk. Ent. Mag. IV. 1837, p. 450. chalconotum Dalm 739 ehalcostomus Dalm 719 Ghermis Fonsc. (Cinips) Ann. sc. nat. 1832. T. 26, p. 297 (?). CMloneurus 743 chlorinus Dalm 701 Choreia 761 Choreius 761 Cidariae n. sp 738 citrip.es Ratz 738 clavellatus Dalm 723 clavicomis Dalm 756 cleone Walk 719 coccophagus Ratz 759 Coleophorae u. sp 738 | Seite comara Walk. Ent. Mag. IV. 1837, p. 446. Comys 740 Goniferae Walk 722 Copidosoma 731 corniger Walk 749 corybas Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 40. Crantor 761 cy (melius Dalm 718 cyaneus Dalm 718 cyanifrons Dalm 718 cyanocephalus Bonche .... 693 eyanocephalus Dalm. . . . 720 cypris Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 419. Dahlbomi Westw. Phil. Mag. X. 1837, p. 441. Dalmani Westw. ..... 751 dendripennis Ratz 752 dercilus Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 43. Dicelloceras 770 didius Walk 737 Dinocarsis 759 Discodes 757 dius Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 39. diversicornis Westw 679 dores Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 419. duplicatus Nees 720 Echthroplexis 762 Ectroma 766 elbasus Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 45. elegans Dalm 746 elpis Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 117. embryophagus Hart 725 encopiformis Walk 759 Encyrtus 702 Die europäischen Encyrtiden. 775 Seite epona Walk. Ann. nat. hist. XIV. 1844, p. 184. ergimts Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 53. Ericydivus 762 erylus Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 518. erythro stethus Walk. . . . 700 Fucomys 740 eupales Walk 756 eupelmoides Eatz 721 euryclea Walk. Ann. nat. hist. XIV. 1844, p. 184. Euryscapus 770 Eytelweinii Eatz 753 fadus Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 429. ferrugineus Nees 718 Festucae n. sp 721 filicorne Dalm 737 filicornis Eatz 736 flagellare Dalm 737 flaminius Dalm 753 flaviceps Dalm 754 flavipes Nees 718 flavomaaüatus Eatz. lehn. d. F. II, p. 147. Försteri n. sp 722 formosus Boh. 747 fulveseens Walk 769 fulvescens Westw. ...... 767 fulvifrons Walk 696 fumipennis Eatz 759 fundulus Walk. List Hym. Br. Mus. Chalc. I. 1846, p. 96. fuscicollis Dalm 693 fuseipennis Dalm 721 fuseipes Dalm 723 gabestus Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 116. #a?wm*s Walk. Ent. Mag. IV. 1837, p. 443. Seite gellius Walk. Ent. Mag. IV. 1837, p. 454. genetyllis Walk. List Hym. Br. M. Chalc. IL 1848, p. 223. geniculatum Dalm 736 genutius Walk. Ann. nat. hist. XVII. 1846, p. 180. glapliyra Walk 729 gravis Nees 724 Habrolepis 749 Eartmanni n. sp 738 hederaceus Westw. . . . . 696 hemiptera Dalm 760 herbidus Dalm 722 Heydeni n. sp 770 hilare Eatz 736 hirsutus Eatz 717 hirticornis Dalm 742 histrio n. sp 730 Holcotlioraoc 691 Momalotylus 752 hyalipennis n. sp 717 hydramon Walk. List Hym. Br. M. Chalc. IL 1848, p. 222. idmon Walk. List Hym. Br. M. Chalc. IL p. 223. idya Walk. List Hym. Br. M. Chalc. IL p. 224. ilithyia Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 418. imandes Walk. Ent. Mag. IV. 1837, p. 449. inepta Dalm. . 761 infidus Ltr 677 intermedius n. sp 759 intermedius Boh. Vet. Ac. Handl. 1851. p. 184. interpunetus Dalm 720 intersectus Fonsc. Ann. sc. nat. T. XXVI. 1832, p. 305. falysus Walk. Ent. Mag. IV. 1837, p. 448. jancirus Walk 717 776 Dr. Gustav Mayr. Seite jophon Walk. List Hyrn. Br. M. Chalc.II. 1848, p. 221. jugaeus Walk 679 Kollari n. sp 747 Kriechbaumeri n. sp. . . . 738 lambinus Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 422. Lecaniorum n. sp 741 Leptomastix 729 lindus Walk 767 lineola n. sp . 717 Liothovax 728 liriope Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 40. longicomis Dalm 764 longicornis Fonsc. Ann. sc. nat. XXVI. 1832, p. 305. longicornis Ratz. lehn. d. Forst- ins. III, p. 192. longicornis Walk 728 lunatus Dalm 719 machaeras Walk 683 macrocera Schellenberg . . . 771 maculipennis Ratz 748 madyes Walk. Ent. Mag. IV. 1837. p. 448. mamertus Walk. Ann. nat. hist. XVII. 1846, p. 180. mamitus Walk. Ent. Mag. V. 1838. p. 50. marsus Walk. Ent. Mag. IV. 1837, p. 444. mattinus Walk. Ent. Mag. IV. 1837, p. 455. meges Walk. ....... 723 melanacis Dalm 717 melanopterus Nees 759 melanopus Walk. Ent. Mag. IV. 1837. p. 453. meon Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 426. Metallon 679 Seite metharma Walk. Ann. nat. hist. XVII. 1846, p. 179. microphagus n. sp 746 Mira 770 mirabilicomis Forst 748 mirabilis Westwood . . . . 748 misellus Dalm 723 mitratus Dalm 721 mitreus Walk. 739 molos Walk. List Hym. Br. M. Chalc. IL 1848, p. 220. morio Dalm . 726 mueora Schellenberg .... 771 mucronatus Ratz 724 myrlea Walk 752 mysus Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 424. nadius Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 423. nasicomis Forst 769 nasidius Walk. ListBr.M. Chalc. I. 1846, p. 95. Nepticulae n. sp 693 nieippe Walk. Ann. nat. hist. IV. 1840, p. 234. nigroaenea Westw 761 nobilis Nees 694 Notodontae n. sp 725 nubilipennis Walk 751 obodas Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 428. obscura Dalm 742 ornatus Nees Hym. I. a. M. IL 1834, p. 219 gehört zu Hemi- ptarsenus nach dem typischen Stücke. ovulorum Fonsc 725 pallidus Ratz. lehn. d. Forstins. IL 1848, p. 149, zu Myiniden. paludatws Walk 765 pappus Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 107. paradoxus Dalm 756 Die europäischen Encyrtiden. 777 Seite paralia Walk 746 parasema Eatz 724 parus Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 48. pascuorum n.,sp 768 pertiades Walk.. Ent. Mag. V. 1838, p. 42. peticus Walk. Ann. nat. hist.XVII. 1816, p. 179. petitus Walk. Ann. Mag. nat. bist. VII. 1851, p. 210. Pezobius 762 Phaenodiscus 757 philotis Walk. List Hym. Br. M. Chalc. II. 1848, p. 222. phithra Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 36. phrosime Walk. List Hyna. Br. M. Chalc. II. 1848, p. 221. piso Walk. . 691 platycerus Dalrn 771 pölychromus Forst 765 polylaus Walk. List Hym. Br. M. Chalc. I. 1846, p. 95. Prionomastix 725 Prionomitus ...... 701 proculus Walk. List Hym. Br. M. Chalc. I. 1846, p. 95. proecia Walk. Ann. nat. bist. XV T II. 1846, p. 178. Psilojthrys 727 punctipes Dalm 697 pyttalus Walk. Ann. nat. hist.XIV. 1814, p. 181. Quercus n. sp 746 Meinhardi n. sp 765 Jühopus 690 Rogenhoferi n. sp 720 rufescens Nees 767 rufum Dalm 767 saceas Walk. Ann. nat. hist. VII. 1851, p. 215. Z. B. Ges. B. XXV. Abb.. sagillus Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 430. scaurus Walk 717 sceptriger Forst. ..... 718 Sceptrophorus 702, 756 Schlechtendali n. sp. . . . 756 Schönherr i Westw 700 scutellaris Dalm 742 scutellaris Fonsc 742 scutellata Swed 742 scylesW&lk. Ent. Mag. V. 1838, p. 49. scyllaeus Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 426. seythis Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 118. sericans Dalm 700 sericea Dalm 700 serratellus Dalm. Männchen von Bothr. clavic 756 serricornis Dalm 739 signatus Nees Hym. I. a. M. 1834. II, p. 203. sipylus Walk. Ent. Mag. IV. 1837, p. 445. sitalces Walk 721 sosares Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 41. sosius Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 39. spherus Walk. Ent. Mag. IV. 1837, p. 459. Statins Walk. Ann. nat. hist. V. 1850, p. 126. Sterrhocoma 743 Stigma Walk 718 stigmaticalis Westw 716 strigosus Nees 761 strobili Liune 721 subcupratus Dalm 720 subplanus Dalm 716 sulphureus Westw. Phil. Mag. X. 1837, p. 441. Swederi Dalm 742 778 Dr. Gustav Mayr. Die europäischen Encyrtiden. Seite sylvius Dalm 719 Syrphi Ratz 723 tanais Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 52. tardus Ratzeb. . . .-■.. . . 725 tegularius Ratzeb 737 Telegraphus 747 telesto Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 425. tennes Walk. Ent. Mag. V.. p. 47. 723 tenuis Ratz. lehn. d. Forstins. II. 1848, p. 149 683 terebrator n. sp 736 tessellatus Dalm 720 testaeeipes Ratzeb 693 testaceus Ratzeb 691 Tetracnemus 679 teuteus Walk 718 thebe Walk. Ent, Mag. V. 1838, p. 418. thinaeus Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 42. Seite thyra Walk. Ent. Mag. V. 1838, p. 427. tiliaris Dalm. ...... 722 truncatellum Dalm 739 tylissos Walk. List Hym. Br. M. Chalc. II. 1848, p. 221. urocerus Dalm 716 varicomis Nees 717 ventralis Dalm 765 vibrans Menzel 771 vibrans Six 760 vinulus Dalm -753 vitis Curt 742 vulso Walk. Ann. nat. bist. XVII. 1846, p. 114. xanthostictus Ratz. lehn. d. F. III, p. 188. 1 ) zarina Walk. Ent. Mag. IV. 1837, p. 447. zephyrinus Dalm 719 Zetterstedti Westw 752 1 ) Ist ein Coccophagns, welchen Dr. Förster unter dem Namen Cocc. polyetenus Forst, i. 1. versendet und den ich ebenfalls im Juni aus Lecanium vitis L. erzogen habe.