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Sitzung vom 15. März 1881. 49 die letztere Deutung für manche Lumbricarien zutrifft; wo-gegen jedoch die verschiedene Consistenz, Form und Grösse anderer ebenso handgreiflich davor warnt, für alle Lumbri-carien dieselbe Entstehungsweise oder organische Natur in An-spruch zu nehmen. Herr W. PETERS machte eine Mittheilung über das Vor-kommeii schildförmiger Verbreiterungen der Dorn -fortsätze bei Schlangen und über neue oder we-niger bekannte Arten dieser Abtheilnng der Reptilien. Herr E. D. Cope beschrieb im Jahre 1874 (Proc. Acad. Nat. Sc. Philadelphia 1. pag. 71) eine neue Schlangengattung Gerrhosteus *) , deren Dornfortsätze eine schildförmige Verbrei-terung tragen, welche im Querschnitte T-förmig, mit einer mitt-leren Längsfurche erscheint. Er vergleicht dieses mit einer ähnlichen Entwickelung der Dornfortsätze bei der miocenen Urodelengattung Chelotriton und bei der Anurengattung Den-drobates. Bei einer aus Ecuador stammenden Art der Schlan-gengattung Ninia Baird u. Girard {Streptophorus Dum. Bibr.), deren Rückenschuppen z. Th. abgerieben waren, fand ich eine ganz gleiche Bildung, indem jeder Dornfortsatz in eine länglich viereckige, 2 mm lange und 1 mm breite Platte endet, welche eine mittlere Längsfurche zeigt. ^) Bei anderen Arten derselben 1) Gerrhosteus, aus Nauta an dem Peruanischen Amazoneufluss, opisthoglyph, mit verwachsenen Präfrontaha, senkrechter Pupille, glatten porenlosen Schuppen, einfachem Anale, paarigen Subcaudalia. G.prosopis, vom Habitus eines Lycodon., mit 17 Schuppenreihen, 137 Ventralia, 32 Paar Subcaudalia; hellbraun, mit dreieckigen schwarzen Flecken an jeder Seite. 2) Ich halte diese Art für Str. Drozii D. B., obgleich die Exemplare in der Pholidosis des Kopfes sehr variiren. So stossen z. B. bei der einen 3 Supralabialia (das 2., 3. und 4.) an das Auge, bei der anderen das 3. und ein kleiner Theil des 4., während bei dem typischen Exem-plar nur das 3. an das Auge tritt. Das vordere Nasale ist merklich höher als das hintere und ragt mit seinem vorderen unteren Winkel fast bis an den Mundrand. Auch ist kein helles Halsband vorhanden und die Bauchseite dunkel besprengt, so dass ich sie, in der Annahme, dass die Exemplare einer anderen Art angehören, N. spilogaster genannt hatte, ein Name, den ich auch eventuell für sie vorschlagen würde.

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Über das Vorkommen schildförmiger Verbreiterungen der Dornfortsätze bei Schlangen und über neue oder weniger bekannte Arten dieser Abtheilung der Reptilien

Wilhem Carl Hartwig Peters
Sitzungsberichte der Gesellschaft naturforschender Freunde zu Berlin 1881: 49-52 (1881)

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