49 Fragmente zur Mykologie (XVI. Mitteilung, Nr. 813 bis 875) Prof. Dr. Franz v. Höhnel, k. M. K. Akad. (Mit 32 Textfiguren.) (Vorgelegt in der Sitzung am 12. Februar 1914.) 813. Über Marasmius Rotula und Marasmius Wettsteinii. V. Wettstein hat (in diesen Sitzungsber., 1886, 94. Bd., p. 66) als Marasmius tenevrhnns eine dem M. Rotula Scop. ganz ähnliche Form beschrieben, die bis dahin offenbar mit letzterer Art verwechselt worden war. Da bereits ein M. tener-rimns Berk. et Curt. (Journ. Linn. Soc, X. Bd., 1867, p. 296) existierte, wurde der Name in M. Wettsteinii Sacc. et Syd. (Syll. Fung., 1899, XIV. Bd., p. 117) geändert. Marasmius Wettsteinii soll kugelige oder elliptische, 5 bis 7 [J. große Sporen haben und nur auf morschen Tannennadeln vorkommen. Schröter beschrieb 1889 (Pilze Schlesiens, I., p. 558) von Marasmius Rotula Scop. eine Varietät: phyllophila. »Mut hell ockerfarben, meist nur 5 bis 8 ww breit, im übrigen wie die Stammart«. Im Laufe der letzten 13 Jahre habe ich eine Menge von hierhergehörigen Formen gesammelt und studiert und die Über-zeugung gewonnen, daß Marasmius Wettsieiuii eine gute Art ist, die mit der Schröter'schen Varietät zusammenfällt. Im folgenden gebe ich nur die tatsächlichen Unterschiede zwischen den beiden Arten an. Sitzb. d. mathem.-iiaturw. Kl.; CXXIII. ßd., Abt. I. 4