535 Fragmente zur Mykologie (XXIII. Mitteilung, Nr. 1154 bis 1188) Von Prof. Dr. Franz Höhnel k. ^\. Akad. (Vorgelegt in der Sitzung am 26. Juni 1919) 1154, Über Cladosterigma fusispora Patouill. und Micro-cera Clavariella S p e g a z z i n i. Von Cladosterigma fusispora gab ich in Österr. bot. Ztschr. 1907, 57. Bd., p. 323 an, daß der als Hyalostilbee beschriebene Pilz eine Dacryomycetinee ist. Patouillard's Urstück habe ich nicht gesehen. .Seine Nährpflanze ist an-geblich eine Myrtacee. Auch das untersuchte, von Noak 1898 im südlichen Brasilien gesammelte Stück sollte auf Blättern einer Myrtacee sitzen. Allein die nun vorgenommene Prüfung der Blätter zeigte mir, daß dieselben offenbar von einer Laurinee herrühren, denn sie besitzen Ölschläuche und keine Öldrüsen, Daher ist auch die nicht gut entwickelte Fliyllachora, auf welcher der Pilz schmarotzt, nicht mit P/z. disiingtienda Rehm verwandt, wie in Ann. mycol. 1907, V. Bd., p. 352 angegeben ist. Offenbar schmarotzt die Cladosterigma auf verschiedenen Phyllachora-Arten auf mehreren Nährpflanzen. Patouillard gibt die Sporen 5 bis 6 {X breit an, ich fand sie jedoch nur 2 bis 3 |x breit. Ich fand nun, daß der von Balansa in den Plantes Parag. Nr. 3483 ausgegebene Pilz, der tatsächlich auf Eiigeiiia-Blättern, also auf einer Myrtacee auftritt und als Microceva Clavariella von Spegazzini 1891 beschrieben wurde, mit Cladosterigma fusispora zusammenfällt.