87 4. Bemerkungen zu Naefs 7. Teleologischer Notiz. Von Fritz Levy, Berlin. eingeg. 6. September 1912. Von mir nahestehender Seite wurde ich erst 10 Tage nach dem Erscheinen des Heftes Nr. 2/3 dieses Jahrganges auf die darin erschie-nene weitere Mitteilung des Herrn Naef aufmerksam gemacht, die gegen mich, milde ausgedrückt, den Vorwurf illoyalen Vorgehens ent-hält. Herr Naef schreibt: Levy hat »in Erwartung meiner Pub-likation und Kenntnis ihres wesentlichsten systematischen Inhaltes eine von ihm beabsichtigte , Revision' der Sepiolen früher als ich veröffentlicht. Während nämlich seine Arbeit über Sepiola in dieser Zeitschrift nach der meinigen erschien, gelang es ihm, eine nach-träglich verfaßte französische Bearbeitung derselben früher zum Druck zu bringen«. In Wirklichkeit ist die Vorgeschichte meiner Ar-beit folgende: Im August und September 1911 sammelte ich in Roseoff Material zu histologischen Untersuchungen an Cephalopoden. Ich be-obachtete dabei die Copulation von Sepiola atlantica (D'Orb.), die ich mich zu beschreiben entschloß. Unter einer großen Anzahl von Sepi-olen fand ich dann das Stück, das ich später als Sepiola vulgaris an-sprach und Herr Naef für eine S. auriantiaea hält. Die Bestimmung »aurianiiaca«. schloß ich in Roseoff aus, da Joubin diese Species mit S. rondeletii vereinigt, nahm mir aber vor, m Berlin, an der Hand authen-tischen Negier rondeletii-Materials und der größeren literarischen Hilfsmittel die endgültige Bestimmung vorzunehmen. Schon in Roseoff war die Herausgabe der französischen Mitteilung auf Anregung be-freundeter französischer Fachgenossen verabredet worden. Über den Grund der Herausgabe verweise ich auf die Originalarbeit. Auf der Heimreise konnte ich, dank liebenswürdigem Entgegenkommen, vielerlei Material aus Nord und Süd in Concarneau, Paris, Lüttich und Berlin untersuchen. Die von mir aufgeführten Arten mit den beschriebenen Einzelheiten waren mir also bekannt, ehe ich Herrn Naef kannte. Um meine im wesentlichen druckfertige Arbeit zu beendigen, bat ich die Station Neapel um S. rondeletii. Darauf erhielt ich zwei Gläser, die statt der gewünschten S. rondeletii Sepietta enthielten. In einem Glase lag ein mit Bleistift geschriebenes Zettelchen, dessen Inhalt wört-lich lautet: »Sepiola orbignyana (D'Orb.). Dies ist die in Neapel häu-figste Art und bisher mit rondeletii verwechselt. Die letztere besitzt Leuchtorgane, die erstere nicht. Der Verwechslung entsprechend auch die vermeintlich wechselnde Form des Tintenbeutels (Jatta) Dr. A. Naef.« Auch das zweite Glas enthielt dieselbe Bestimmung! Ich