Sitzung vom 15. Mai 1888. 75 Nach schriftlichen Mittheiliiiigen des Herrn Professors IIklm in Zürich liegt die Höhle in der untersten Kreide (Valengien). in welclier Formation auch an zalilreichen an-deren Orten der Schweiz, z. B. am Saleve. am Stockhorn. an der Oltscherenalp. am Brienzer Rothliorn ähnliche, stets grüne Flussspathe sich linden, während die Flussspathe ans den krystallinischen Silicatgesteinen der Schweiz durch-gehends andere Farben zeigen oder farblos sind. Herr REINHARDT legte Helix (Campißaea) cinyiilata Stud. vom Staffelberge in Oberfranken vor. Das schon von Clessin (Malakol.. Bl. 11. 1880, p. 203) signalisirte Vorkommen dieser in Südtirol und Oberitalien lebenden Sclmecke an einem von ihrem Verbreitungsbezii-k so weit abgelegenen Fimdorte ist eine so auffallende That-sache, dass man geneigt ist, an eine künstliche Verpflan-zung zu denken; doch soll die Schnecke nach Angabe des Sammlers. Herrn Lehrer Kaulfuss in Michelau. in sehr zahli'eichen lebenden Exemplaren vorhanden sein. Bemer-kens werth ist auch der Umstand, dass in nicht allzu grosser Entfernung an einem noch nördlicher gelegenen Fimdort, bei Rudolstadt in Thüringen, eine andere Art Campylaeaj H. ichthi/omma Held, in einer besou deren Varietät (D uff tu KoB.). jedoch nm* in sub fossilem Zustande gefunden wor-den ist. Die Campylaeen gehören fast alle dem Alpen-gebiete und Südeuropa an.; in den deutschen Mitteige bii-gen findet sich nur IL faustbm Zgl. als Ausläufer von den Karpathen her im südlichen Theil der Sudeten. Der nächste Fundort einer lebenden Canipi/laea ist Ober baiern, wo eine nahe Verwandte der oben genannten Art, Helix Preslü Schmidt, vorkommt. Herr F. HiLGENDORF legte vor Fische aus dem Vic-toria-Nyanza (Ukerewe-See). gesammelt von dem verstor-benen Dr. (i. A. Fischer. Diese Sammlung besteht aus 15 Arten, von denen 7 bis 8 neu sein dürften; sie ist überhaupt die erste ichthyo-