Beitrag zur Kenntniss der Gattung Serolis und einer neuen Art derselben. Von Prof. Dr. Ed. Grube. Hierzu Tafel V u. VI. Die Gattung Serolis, deren Körper durch seine Breite und Flachheit, die Grösse des Kopf-und Schwanzschildes und die durch die abgesetzten Epimeren so in's Auge fal-lende Dreitheilung der zwischenliegenden Segmente an die Trilobiten erinnert und schon Fabricius zu dem Zusatz „an protypon Entomolithi paradoxi ? u veranlasste, erweckt eben dadurch ein allgemeineres Interesse und hat noch ganz neuerlich zu einer durch die Tagesblätter verbreiteten Mittheilung Anlass gegeben, nach welcher L. Agassiz bei seiner Umschiffung von Südamerika bei Patagonien auf trilobiten-artige Thierformen gestossen sein sollte. Diese Mittheilung sollte einen neuen Belag dafür geben, dass die grösseren Meerestiefen Geschöpfe beherbergen, die man bisher für ausgestorben gehalten. Jene Thiere, von denen ich einige Exemplare der grossen Freundlichkeit des bei der Agassiz'schen Expedition sich betheiligenden Herrn Dr. Steindachner verdanke, waren nichts anderes als eine echte Serolis, die S. Orbignyana. Von dieser Gattung war mehrere Jahrzehnte hindurch 1) Archives du Museum d'hist. nat. II. 1841.