[Berliner Entomolog. Zeitschrift Bd. XXXIII. 1889. Heft IL] 347 Beiträge zur Kenntniss der Arten und Gattungen der Libellulinen von Dr. F. Kar ach in Berlin. Brauer hat in den Verhandlungen der k. k. zoolog.-botan. Ge-sellschaft in Wien, Jahrg. 1868, XVIII. Band, p. 364—369 die erste systematische Uebersicht von 40 rezenten Gattungen der Libellulinen gegeben und p. 712 — 738 diese Uebersicht weiter ausgeführt, bei welcher Gelegenheit die Zahl der beschriebenen und der nur benannten Arten auf ungefähr 460 festgestellt ist. Diese sämmtlichen Arten sind dort auf vier Gruppen vertheilt, deren erste die wenigen Arten mit sehr langer, an Aeschniden erinnernder Augennaht bei ko-inzidenten normalen Flügeldreiecken, die Gattungen Zyxomna Rambur und Tholymia Hagen, enthält, deren zweite die Arten mit nicht koinzidenten Flügeldreiecken, die Gattungen Pantola Hagen, Tramea Hagen und Rhyothemia Hagen, umfasst, deren dritte die Arten mit vor dem Nodus eingebuchtetem Kostal-rande des Vorderflügels, die Galtungen Diaatatopa Rambur (die einzige Libellulinengattung mit wie bei Gomphiden getrennten Augen) und Palpopleura aufnimmt, deren vierte endlich den ganzen Rest von 33 Gattungen, von Neurothernia bis Urothemia (als Uebergang zu den Kord uli inen), umschliesst; diese alle stimmen überein durch Besitz einer kurzen Augennaht, koinzidenter Flügeldreiecke und durch den Mangel einer deutlichen Ein-buchtung des Kostalrandes der Vorderflügel vor dem No-dus. Eine weitere Gruppirung der 33 Gattungen dieser letzten Gruppe zu acht Unterabtheilungen wird dann vorzugsweise auf den Bau des Prothorax, der weiblichen Scheide und der männlichen Kopulationsorgane, sowie auf die Form und Stellung der cellula cardinalis besonders im Vorderflügel begründet. Das Studium einer grossen Sammlung, welche, wie die des Königlichen Museums für Naturkunde in Berlin, Typen Hagen's oder Erichson's enthält, ergiebt nun zwar bald, dass in Brau er 's grundlegender Bearbeitung nicht alles und jedes seinen ihm