üeber Darwinella aurea, einen Schwamm mit sternförmigen Hornnadeln. ^) Von Frit!» ]flüller. Hierzu Taf. XXI. Am Strande der Praia de fora bei Desterro findet sich äusserst selten an Steinen oder Tangen ein kleiner goldgelber Hornschwamm, der sich dadurch vor allen bekannten Schwämmen auszeichnet, dass er ansehnliche sternförmige Nadeln enthält, die nicht aus Kalk oder Kiesel, sondern aus einem wie es scheint von dem der Fasern nicht verschiedenen, in kochender Kalilauge löslichen Stoffe bestehen. Das Aeussere des Schwammes hat, die schöne Goldfarbe abge-rechnet, nichts Besonderes. Bald sah ich ihn als ganz dünnes Häut-chen einige Quadratlinien bis etwa einen halben Quadratzoll eines Steines überziehen, bald zarte Tange in einer wenige Linien dicken Schicht umwachsen und dann Formen annehmen der ähnlich, die 0. Schmidt von Spongeha incrustans abgebildet hat.-) Möglich, ja wahrscheinlich ist es, dass die Stelle, an welcher der Schwamm so äusserst selten vorkommt, nicht sein eigentlicher Standort ist, und dass er an letzterem zu beträchtlicherer Grösse heranwächst und dann auch in eigenthümlicher bezeichnender Tracht auftritt. Die Spitzen der kegelförmigen Höcker, welche wie bei anderen 1) Max Schultze, dem ich im vorigen Jahre ein Bruchstück des Schwammes raittheilte, nannte ihn Darwinia (Verhandl. d. naturhist. Ver-eins d. Rheinlande und Westphalens, Jahrg. XXII, 1865, Sitzungsberichte p. 6j; da dieser Name seit 1855 von Sjjence Bäte an einen Amphipoden vergeben ist, habe ich ihn in Darwinella geändert. 2) Oscar Schmidt, Spongien des adriatischen Meeres. Taf. III, Fig. 7.