213 Die Anthomyinen Steiermarks. (Mit Berücksichtigung der Nachbarländer.) Von Prof. Gabriel StroM in Adinont. (Vorgelegt in der Versammlung am 1. März 1893.) Grössere Arbeiten der neueren Literatur benützte icb folgende: Rnd. = Rondani, Prodromus, Vol. VI, 1877. Meade = in The Entomolog. Month. Mag., 1881—1889 (23 Fortsetzungen unter dem Titel: Annotated list of British Anihomyidae). Schnabl, I, III = Contributions ä la Faune dipterologique, Petersburg, 1887 und 1889. — II, Addition« aux descriptions etc. (Besitze noch von Schnabl: „Aricia vagans Fall.", „Caracteres essentiales etc.", „Subgenus Caricea R. D. s. Sehn.", doch folgte ich in der Begrenzung der Gattungen lieber Rondani.) Kowarz, 1880 = Die Dipterengattung Lasiops Mg. ap. Rnd. (Mittheilungen des Münchener entom. Vereins, S. 123—140). — 1891 — Die europäischen Arten der Gattung Eustalomrjia m. (Wiener ent. Zeit., S. 101—106). — 1892 = Die europäischen Arten der Gattung Lispa Ltr. (Wiener ent. Zeit., S. 33—54). Kleinere Arbeiten citire ich an der betreffenden Stelle. Anmerkung. Da bei den äusserst schwierigen Anthomyinen die genaue Angabe der Beborstung sehr wichtig ist, brachte ich sie in allen zweifelhaften Fällen ; doch, um möglichst kurz zu sein, benützte ich folgende Abkürzungen : V., M., H. = Vorder-, Mittel-, Hinterschiene. H. : 1 : 2 : 3 = Die Beborstung von H. ist dreireihig; in der vordersten (— vorde- ren Aussenreihe) steht 1, in der mittleren (= hinteren Aussenreihe) stehen 2, in der hintersten (= Rückenreihe) stehen 3 Borsten; fehlt eine Reihe, so Z. B. Ges. B. XLIII. Abh. 28 214 Gabriel Strobl. wird eine gesetzt. Ausserdem können an H. noch Vorderborsten (Vb.) und Innenborsten (Ib.) vorkommen. An den Vorder- und Mittelschienen finden sich gewöhnlich nur 2 Reihen, z. B. 2:3 = 2 vordere (Rücken-), 3 hintere (Hinter-) Borsten; wenn 3 Reihen, so dieselbe Bezeichnung wie bei den Hinterschienen, ebenfalls in der Richtung von vorn nach rückwärts. Die Apical- oder Subapicalborsten wurden dabei nie mitgezählt. Uebrigens ist die Beborstung der V. und M. ziemlich einförmig, daher meist von ge- ringem Werthe. Dors. -Borsten 3 = hinter der Quernaht stehen 3 Dors.-Borsten. Die Ausdrücke : hintere Querader auf (oder vor) der Mitte bedeuten, dass sie auf (oder vor) der Mitte des letzten Abschnittes der 4. Längsader steht. Stirn = 72 Auge bedeutet: Stirn von halber Augenbreite etc. Stirn > Auge = Stirn von mehr als Augenbreite; umgekehrt: Stirn <; Auge. S. = Schiner 's Fauna. SS.! = Seh in er 's Fauna und Sammlung. * bedeutet, dass Schiner die Art nicht aus Oesterreich kannte. Polyetes Rnd. {Aricia Schin. pr. p.). lardaria Fbr., Mg., Zett. 1387, SS. 601!. Rnd. 109, Meade. Auf Blumen, Gesträuch, besonders aber auf Kuhdünger bis in die Alpenregion nicht selten: Schafferweg, Pitz, Kalbling (bis GSüo'i um Admont; Reiteralm des Hoch- schwung, Trieben, Hohentauern. St. Lambrecht; Wechsel (log. Pokern v). Juni bis August. Besitze sie auch aus Tirol, Seitenstetten und den Karpathen. cUbolineata Fall., Mg. V 83, Zett. 1388, SS. 601!, Meade. (Rnd. 141 hatte eine andere Art vor sich, da er den Thorax vierstriemig und die Quer- adern gesäumt nennt.) Auf Pferdedünger im Gesäuse einmal in grosser Meuge angetroffen; sonst nur noch auf Dolden um Mariahof. Juli. Aricia Dst., Schin., Meade, Schnabl I (Yetodesia Rnd.). (Hieher auch die von Schnabl nachträglich abgetrennten Gattungen Al- laeostyluB und Hera, wenigstens pr. p.; einige [z. B. nigrita] gehören zu Spilo- gaster, hirsatulus aber zu Trichopticus.) A. Beine ganz schwarz (oder selten die Schienen theilweise licht). — 1. Hinterleib — wenigstens beim cT — deutlich gefleckt. lucorum Fall., SS. 600!, Mg. V 85, Zett. 1391 und 0197, Rnd. 143, Schnabl I 43, II 70, Meade. Auf Laub an Wald- und Buschrändern im Früh- jahre wahrscheinlich häufig, da sie um Melk und Seitenstetten fast gemein ist; bisher nur um Admont einige cf und um Mürzhofen (leg. Pokoruy). Die Anthomyinen Steiermark*. 215 dispar Fall., SS. 600!, Meade, Schnabl I 84, III 83, nivalis Zett., 1393, End. 143. Auf Dolden und blühenden Eainen selten: Bei Obdach (leg. Schiner, 1. c), Krumau bei Admont, Sunk bei Hohentauern, zusammen 3 cf. Juli, August. Um Innsbruck häufiger. obscurata Mg., Zett. 1394, 6199, S. 600, Schnabl I 75, II 81, Meade. Auf Bachwiesen der Scheibleggerhochalpe Ende Juli 2 cf, Krummholz- wiesen des Natterriegel Ende August 1 Q. Auch um Melk und Seitenstetten einige <$. Anmerkung. 1 cT besitzt ungesäumte Queradern und ziemlich breite Stirn, das andere gesäumte Queradern und sehr schmale Stirn, beide aber keine Mittelborste der Vorderschienen (wodurch sich obscurata hauptsächlich von foicorum unterscheidet); letzteres cT könnte auch als htcorum var. (ohne Mittelborste) be- trachtet werden, das erstere tf aber ist jedenfalls die echte obscurata und unter- scheidet sich von lucorum auch durch schlankeren Bau, besonders den länglich- eiförmigen Hinterleib; das Q stimmt genau mit Zett. 1394 $. *Van der Wulpii Schnabl II 10 und 108 (nur 1 tf" aus Holland). Das zweite Fühlerglied ist ganz schwarz, sonst stimmen einige Exemplare genau mit der Beschreibung. Variirt aber bedeutend. Das $ variirt mit 3, 4, sogar 5 Dors. -Borsten, ferner mit ziemlich gerader oder stark geschwungener hinterer Querader, mit nur am Enddrittel oder Endviertel rothen Hinterschienen (var. 1). Das Q unterscheidet sich vom cf auffallend durch eine ziemlich helle, gelblich- graue Färbung, die gelbgraue Stirn von mehr als Augenbreite mit tief gespaltener mattschwarzer Mittelstrieme, sparsam behaarte Augen, gelbgrauen ungefleckten, bloss am 2. und 3. Ringe schillerfleckigen Hinterleib. Die Färbung der Beine ist entweder wie beim tf oder (var. 2) die Schenkel sind an der Spitze, die Schienen an der Basis breit rothgelb, die Hinterschienen aber mit Ausnahme der Basis ganz rothgelb, oder (var. 3) die hinteren Schienen sind fast ganz, die Vorder- schienen an Basis und Spitze rothgelb und die Schenkelspitzen sehr breit roth- gelb. Dazwischen Uebergänge. Auf Bachwiesen der Scheibleggerhochalpe Ende Juli 2 cT, 1 9 (normal). 2 $ (var. 1), 5 $ (var. 2 und 3). 2. Hinterleib auch beim d* höchstens mit Schillerflecken. *Goberti Mik, z.-b. G. 1881, S. 599, Schnabl II 50, dubia Meade (von ihm selbst nachträglich als Goberti erklärt). Bisher nur um Seitenstetten !, in Böhmen etc., aber wohl auch bei uns. * alpicola Zett. 1401, Schnabl I 155. Auf Waldlaub um Admont 1 (f, Mai. Um Seitenstetten im Frühjahre <$ und 9 nicht selten. serva Mg., SS. 601!, Zett. 1397, Meade, Schnabl I 117, II 90. Variirt mit bald intensiv gelber, bald fast glasheller Flügelbasis, mit ungesäumten oder deutlich gesäumten Queradern, die hintere bald ziemlich gerade (besonders bei kleineren Exemplaren), bald deutlich geschwungen; sie steht bald vor., bald fast genau in der Mitte. Die Färbung ist bald dunkelgrau (besonders bei alpinen Exemplaren), bald gelbgrau; auch die Grösse variirt nicht unbedeutend, bisweilen 28* 216 Gabriel Strobl. nur 6 Wim. annosa Zett. 9> von Zetterstedt durch die breitere Stirn, von Schnabl durch die stärker geschwungene hintere Querader und die fast in der Mitte stehende Querader unterschieden, ist nur eine der zahlreichen Formen der serva; als typische annosa $ nehme ich die Form mit 4 Dors.-Borsten (während serva in der Eegel nur 3 besitzt), gelblichgrauer Färbung, stark ge- schwungener, deutlich gesäumter hinterer Querader und breiterer Stirn an-, doch kann ich sie wegen der Uebergänge in Färbung, Geäder, Stirn und Dors.-Borsten (öfters links 4, rechts 3 etc.) nur für eine Varietät halten. Die ± typische serva ist auf Blättern und Blumen sowohl des Ennsthales, als auch der umliegenden Höhen (Scheibleggerhochalpe, Kalbling. hier öfters -ehr dunkel oder auffallend klein) sehr häufig; auch im Gesäuse, Triebeuthal bei Hohentauern, um Mariahof. St. Lambrecht, am Sirbitzkogel. Die Form mit ge- schwungener und gesäumter Querader im Gesäuse und auf der Flietzen bei Johns- bach. Var. annosa (Zett. 1393 9> Schnabl I 154. als Art) auf Wiesen und Rainen der Eichelau, Kaiserau, Scheibleggerhochalpe, um Hohentauern, Mariahof. Lutrenberg (9 9; um Seitenstetten auch 1 cf). Im Hofmoore bei Ad- mont 1 9 ganz ohne Schillerflecke, sonst aber von serva nicht unterscheidbar. Mai bis August. marmorata Zett. 6197, SS. 601!, Schnabl I 120, II 92, Meade. Auf Blumen und Blättern in ganz Obersteiermark verbreitet, zumal in der Alpen- region : Um Admont ziemlich häufig, auf Krummholzwiesen des Kalbling und der Scheibleggerhochalpe sogar gemein; im Gesäuse, Wolfsgraben und Sunk bei Trie- ben. Hochschwung, Griesstein, Sirbitzkogel (bis 6000'), Turrach, Mariahof, Frohn- leithen; Aussee (leg. Wagner!), Spital (leg. Pokorny). Juni bis August. Das 9 besitzt dieselbe auffallende zottige Behaarung der inneren Endhälfte der Vorderschienen wie das ^T und meist ebenso dicke, oft fast zusammengeflossene Mittelstriemen des Thorax; selten sind sie etwas schmäler und stehen dann fast ebenso weit von einander ab, als von den Aussenstriemen. Das äusserst ähnliche 9 von morio lässt sich unterscheiden durch weit getrennte schmälere Rücken- striemen, den noch länger rüsselförmig vorgezogenen Mundraud und die fehlen- den Zottenhaare der Vorderschienen ; letztere mit 2 Aussenborsten. aber auch bei ma/rmorqta oft 2. Dors.-Borsten bei beiden 4, doch ein Exemplar von morio mit nur 3, und eine marmorata mit links 3, rechts 4. Von lugubris unterscheidet sich morio besonders durch 4 (nicht 3) Dors.-Borsten und das 9 durch kurz und sparsam behaarte Augen. * morio Zett. 1399. Schnabl I 104, cT, 9- Auf Quendelblüthen um den Kalkofen, auf Krummholzwiesen des Kalbling und der Scheibleggerhochalpe je 1 9. auf Laub im Gesäuse und Sunk 3 fj\ Spital (leg. Pokorny). Mai bis Juli. litaubi'is Mg., S. 601, Zett. 1400, Meade Nachtr. 1888, Schnabl I 114, II 89. Auf Alpenanemonen um den Scheiplsee des Bösenstein Ende Mai 2 rf. Auch um Seitenstetten 1 <$. * consobrina Zett. 1401, Schnabl I 156, II 57. Von lugubris ver- schieden durch ganz weisse Schüppchen, deutlich und ziemlich weit getrennte Die Anthomyinen Steiermarks. 217 Augen des cf, deutlich weissgrau und schwarz gewürfelten Hinterleib; sonst fast identisch; auch 3 Dors. -Borsten. Sehnabi gibt 4 an, doch ist dieses Merkmal etwas variabel, daher ich an der Identität nicht zweifle. Auf Voralpenwiesen des Kalbling Ende Juli 1 <$, auf Alpenanemonen um den Scheiplsee zugleich mit lugubris Ende Mai 1 $ und 1 9 . incana Wied., SS. 601!, Zett. 1389. Mg. V84, Rnd., Meade. Sehnabi, I 112, II 87. Auf Wiesen und blühenden Rainen bis in die Hochalpenregion nicht selten: Admont und umliegende Berge fz. B. Kaiserau, Kalbling); Hohen- tauern, Bösensfein. Juni bis August. longipes Zeit. 1403, SS. 602!, Meade (= atra Fall., Z. 1404 sec. II i, Schnabl I 87. Auf Voralpen- und Alpenwiesen bis 7000' im Kalk- und Tauern- zuge äusserst gemein (z. B. Natterriegel, Kalbling, Hohentauern, Bösenstein, Gumpeneck), aber auch in der Ebene des Enns- und Paltenlhales auf Blumen und Gesträuch ziemlich häufig; ferner um Mariahof, Turrach etc.; am Wechsel, um Spital (leg. Pokorny). Juni bis August. variabilis Fall., SS. 602!. Zett. 1402, Mg. V 87. Meade, Rnd. 139, Schnabl I 90. Auf Blumen und Gesträuch fast ebenso gemein und oft zugleich mit longipes: Im Ennsthale und auf den umliegenden Bergen bis 6000' fast überall. Tauernzug: Wolfsgraben, Sunk, Hohentauern, Bösenstein; ferner: Tur- rach, Mariahof, Sirbitzkogel; „bei Obdach sehr häufig" fLoew, N. Beitr. 1856, S. 19), Schneealpe lieg. Pokorny). umbratica Mg. V88. Zett. 1405, S. 605, Meade, Rnd. 139, Schnabl I 102, II 84. carba Schin. 602 und Sammlung! Auf Waldbachsteinen, Krumm- holzwiesen des Natterriegel und der Scheibleggerhochalpe, um Hohentauern und Mariahof nicht selten. Um Seitenstet ten tf und 9 häufig. semicinerea Wied., Rnd. 136. Schnabl I 99, Meade, Zett. 1500, SS. 606! (als Spilogaster, weil Augen oft, besonders beim $, beinahe kahl), sub- hyalina Rnd., 137 (eine Varietät, bei der die Beine oder wenigstens die Schienen nicht schwarz, sondern nur dunkel rothbraun und die zwei letzten Segmente seli warzbraun sind). Auf Dolden, Adlerfarren und überhaupt grossblätterigen Waldpflanzen, in Bachschluchten und Waldhohlwegen bis 5500' sehr häufig, aber meist 9= Ueberall um Admont, am Pyrgas, Natterriegel. Scheiblstein etc.; Tauern- zug: Sunk, Strechengraben bei Rottenmann, Schwarzensee bei Kleinsölk; Maria- hof, Sirbitzkogel; Mürzhofen (leg. Pokorny). Var. subhyalina: Um die Moseralm des Natterriegel 19; ich besitze auch aus Prag durch Schmidt-Göbel ein Pärchen. Juni bis September. B. Beine ganz oder wenigstens die Schienen grösstentheils rothgelb. 1. Thorax und Hinterleib schwarz, höchstens Schultern und Schildchen roth. * lasiophthalma Macq., Rnd. 126, Mg. VII 314, Zett. 4737, Schnabl I 55, tf, II 73; pertusa Mg.?, SS. 623! (nur 1 Exemplar), Zett. 218 Gabriel Strobl. 1671. Die Beschreibungen Me igen 's und Zetterstedt's sind bis auf die nackten Augen so übereinstimmend mit lasiophthalma, dass beide fast zusammenfallen, doch besitzt lasiophthalma 2 starke Rückenborsten der H., pertusa aber nur 1. Auf Laub um Seitenstetten 3 c? mit behaarten, um Melk 1 9 m it nackten Augen; wohl auch im Gebiete. laeta Fall., S. 603, End., Schnabl etc. Von Schiner auf der Sau- alpe in Kärnten gesammelt, daher gewiss auch im Gebiete; ich besitze cT und $ aus Lemberg (Schmidt-Göbel). fuscata Fall., Rnd. 132. Schnabl I 69, II 79, Zett., Mg., Meade, S. 609 (als Spilogaster). An Baumstämmen um Admout, Juni, 2 9 . Um Seiten- stetten cT und $ häufig. *trtgonalis Mir., S. 612, Schnabl II 55 (1 cT). An Eichenstämmen, um Seitenstetten im Mai 2 <$ , daher wohl auch bei uns. 1 cf hat ganz schwarze Schenkel, das zweite hat nur die Vorderschenkel ganz, die Mittelschenkel in der Basalhälfte und auf den Hinterschenkeln eine breite Rückenstrieme schwarz; beide sind sonst identisch und unterscheiden sich von fuscata leicht durch die schön blaugraue Färbung des ganzen Körpers etc. Die Behaarung der Augen ist so schwach, dass man sie gleich fuscata auch zu Spilogaster stellen könnte; die Stirn ist so breit wie bei fuscata und laeta, während das Exemplar Schnabl 's zusammenstossende Augen besass. laeta $ besitzt am Hinterleibe nach jeder Richtung sich verändernde Schillerflecke, eine in Folge dichter Bestäubung fast weisse Stirnstrieme und ziemlich breite, ganz schwarze Rückenstriemen; trigonalis hat durchaus gleich bleibende braune Hinterleibsflecke, eine schwarze, nur wenig bestäubte Stirnstrieme und zwei feinere braune, etwas näher beisammen stehende Rückenstriemen; ist also nicht, wie Schiner vermutlut. = laeta. signata Mg., SS. 603!, Zett. 1360 und 1638, Meade, Rnd. 119, Sehnabi I 61, II 75. Auf Dolden im Gesimse selten: Mürzhofen, Wechsel (leg. Pokorny). Auf Laub um Seitenstetten, Juni, Juli, ziemlich häufig. *fulici'iu , a Rnd. 131, Schnabl I 161. Auf Voralpenwiesen der Kaiserau am (i. August 1 9- Stimmt genau mit den Beschreibungen, nur ist der Hinter- leib deutlich gewürfelt; von tinctipennis verschieden durch rothe Vorderschenkel. ganz graues Schildchen mit schwarzem Basalpuukte. *erronea Schnabl I 73. „Ein einziges cf, das ich von F. Kowarz unter dem Namen crrans Mg. aus Obdach in Steiermark, August 1855, erhielt". Schnabl, 1. c; jedenfalls von Loew oder Schiner gesammelt. er raus M&., SS. 604!, Zett. 1360, 1637, Meade, Rnd. 119, Schnabl I 125, II 97. Auf Dolden und Baumstämmen um Admont einige 9 ( var - 2 Zett.); Spital lieg. Pokorny). Um Melk und Seitenstetten vom Mai an nicht selten. Variirt: a. Normalform: Vorderschenkel grösstentheils (9) oder ganz schwarz (tf), auch die Basalhälfte der Mittelschenkel. Var. 1, cf : Vorderschenkel ganz schwarz, Mittelschenkel zu 2 / 3 schwarz, Hinterselieukel mit schwarzer Rückenstrieme. Var. 2 Zett., 9 : Alle Schenkel roth (die häufigste Form). Die Authomyinen Steiermarks. 2 Li) evratica Fall., SS. 604!, Mg., Zett.. Meade, Rnd., Schnabl! Um Graz (leg. Schieferer) 3 $, am Wechsel (leg. Pokorny). vagans Fall., Zett. 1638, SS. 604!, Schnabl I 108; basalis Rud. 130, Schnabl II 85 und 109. Schnabl erklärt die zuerst als vagans be- schriebenen später als basalis Zett. 1695, ich nehme aber mit Zetterstedt die grössere Form als vagans, die kleinere als basalis an. Variirt (ausser der roth- beinigen gelbgrauen Normalform): 1. Beine zwar ganz roth, aber der ganze Körper bläulich schiefergrau bestäubt; 2. cf. Färbung normal, aber Vorder- und Mittelschenkel schwarz. 3. alpina Rud. 135, Schnabl I 165. cT- Färbung wie bei var. 1, aber alle Schenkel mit Ausnahme der Spitze oder auch der Basis schwarz, Schienen an der Basis ziemlich breit verdunkelt; stimmt in allen plastischen Merkmalen mit der Normalform. Das $ stimmt auch in der Färbung mit der Normalform, nur sind alle Schenkel schwarz oder (Uebergangsform) die 4 hinteren theilweise schwarz, theilweise rothbraun. Auf Gesträuch und Blumen, besonders Dolden, die Normalform sehr häufig, z. B. überall im Ennsthale und seinen Bergwiesen bis 5500' (Natterriegel, Scheibleggerhochalpe, Kalbling), ebenso im Gesäuse. Tauernzug: Rottenmann. Wolfsgraben, Sunk, Hohentauern, Scheiplsee; ferner um Mariahof, am Sirbitz- kogel; var. 1 häufig, var. 2 selten mit der Normalform; var. 3: Wolfsgraben, Sunk, Sirbitzkogel (5 cf), Gesäuse (mehrere $ nebst Uebergängen). Juni bis August. '"basalis Zett., Meade, S. 605 (fehlt in der Sammlung), non Schnabl II. Bisher nur um Seitenstetten ein Pärchen; wohl auch bei uns. perdita Mg. 604, Zett., Schnabl! Besitze bisher nur aus Seiten- stetten und Lemberg (leg. Schmidt-Göbel) einige $ und $. * Zugmayeriae Schnabl II 34 und 108 (nur 1 tf). Normalform: Prothoraxstigma rothgelb, Schulter nur wenig roth durchscheinend. Stimmt genau mit Schnabl, nur gibt er — wohl Schreibfehler — das Verhältniss des vorletzten zum letzten Abschnitte der 4. Längsader 1 : 2 x / 2 an. während es stets 1 : P/2 ist. — Var. 1, cf : Schulter ganz rothgelb, nur die Vorderschenkel schwarz. die übrigen ganz rothgelb. Das Schnabl unbekannte $ stimmt in der Färbung ganz mit var. 1, cf , nur sind die hinteren Schienen meist bedeutend dunkler als ihre Schenkel, das Schildchen bisweilen roth, nur mit schwarzem Basalpunkte. Augen sehr deutlich — aber nicht dicht — behaart. Stirn = Auge, gleich breit; die schwarze Strieme meist fast bis zum Grunde gespalten; Stirnleisten vorn weiss, hinten gelblich- oder schwärzlichgrau. Auf Dolden im Gesäuse, Sumpfwiesen des Kalbling und um Hohentauern, Grünerlen um den Scheiplsee (5000'), Bachschluchten um Cilli je 1 $; $ (Normalform und Varietät) sammelte ich nur um Seitenstetten (als scutellata, Progr., 22 und 62). Juni bis August. * tinctipemiis Rud. 120!, Schnabl I 160, cT. Auf Dolden im Ge- säuse, 16. Juli, 1 cf. 2. Hinterleib oder auch Thorax ± roth. scutellaris Fall., S. 605, Rnd. 121, Zett. 1743, Schnabl I 131, II 101. Variirt: «. Normalform = populi Mg., SS. 605!; ß. stolata Rud. 123 = 220 Gabriel Strobl. scxh'Uaris S. = popnli Zett. 1742. «.: Mürzhofen (leg. Pokorny als scutellaris) ; ich traf sie nur um Seitenstetten ; ß.: Auf feuchten Waldstellen der Keniaten und des Lichtmessherges bei Admont 3 9, am Schlossberge bei Cilli 1 c r. Juli, August. pallida Fbr., S. 604, Meade, End. 124, Schnabl I 142, II 104. Mürzhofen (leg. Pokorny); auf Bergwiesen um Steinbrück, Juli, 29- cT um Melk etc. selten. diaphana T\ Tied., SS. 623!, Zett. 1786, varians Zett. var. «. 1784, acu- leata Loew, Berl. ent. Zeit., 1873, Schnabl I 140, flaveola Fbr.?, non Fall, (die zu Pegomyia gehört). Im Johnsbacbgraben auf Salvia glutinosa 1 <$, in Hohlwegen und Bachschluchten der Keniaten, des Lichtmessherges 4 cf, 1 Q> Kaiserau (leg. Wagner 1 $), auf Alpenwiesen des Sirbitzkogel 1 cf. Juli, August. Spilogaster Mcq. (incl. Mydaea K. D., Meade). A. Fast ganz schwarze oder schwarzgraue, schwarzbeinige Arten. notata Fall., S. 608, Zett. 1412, Rnd. 100, Meade. Mürzhofen (leg. Pokorny); auf Dolden der Krumau bei Admont Mitte August 1 cf. carboneOa Zett. 1414, SS. 608!, Rnd. 102. In Holzschlägen, Berg- schluchten, auf Wiesenblumen bis 5500' um Admont ziemlich häufig, z. B. Licht- messberg, Kaiserau, Kalbling, Natterriegel; Wirthsgraben bei Hohentauern, Maria- hof, Sirbitzkogel; 9 selten. Juli, August. nigrinervis Zett. 1407, 6202, SS. 608!, Meade, fehlt Rnd. Auf Laub und grossblätterigen Waldpflanzen in Lichtungen und Bergschluchten häufig, auch bis :>000'. Um Admont: Rötheistein, Lichtmessberg, Kematen, Kalbling etc. Tauernzug: Hochschwung, Sunk, Wirthsgraben bei Hohentauern, Scheiplalm des Bösenstein. Zu 30 cT nur 2 9- Aar. minor mihi. Bloss 4 (nicht 5 — 5'5) mm, Thorax matter, Borsten von M. und H. kurz, fein; sonst = Normalform. Auf Wassersteinen des Kematen- baches Mitte Juli 2 cf . vesprituta Fall., SS. 408!, Mg. V 107, Zett. 1406, Rnd. 93, Meade (als Mydaea). Mürzhofen, Wechsel (leg. Pokorny). Auf Laub an Waldbächen und in Holzschlägen ziemlich selten: Schafferweg, Veitlgraben, Keniatenwaid bei Admont, Laubhölzer um Eadkersburg. Um Melk und Seitenstetten vom Mai an häufig. Anmerkung. Das äusserst ähnliche 9 der Aricia nmbratica ist heller grau, Augen deutlieh behaart, hinterer Quernerv meist etwas geschwungen. nigritella Zett., SS. 608!, Zett. 1409, 6202, Meade (als Mydaea). Am Almsee bei Turrach 1 $ , auf Krummholzwiesen des Kalbling 3 cT > um Radkers- burg und Luttenberg auf Waldgesträuch 1 cT, 1 9- Juli, August. nigrita Fall., S. 609. Auf Waldpflanzen und Bergblumen bis 4000' selten: Veitlgraben bei Admont. Sunk, Wolfsgraben bei Trieben, Wirthsgraben bei Hohen- tauern zusammen 4 9; 3 cT um Seitenstetten. Die Anthomyinen Steiermarks. .221 Anmerkung. Die 9 unterscheiden sich von vespertina 9 durch fast glas- helle Flügel, viel schmäler weisse Stirn mit tiefschwarzer Strieme und weisse Schüppchen. (divisa und ambigua, in Schiner bei Spilogaster, gehören zu Hydrophoria.) B. Graue Arten mit dunklen Fleckenpaaren des Hinterleibes. maculosa Meig., S. 608, sigillata Rnd. 99. Auf lehmigen Murauen bei Radkersburg und Sumpfwiesen bei Luttenberg Ende Juli 3 9 . duplicata Mg., Zett. 1410, 6202, SS. 607!, Rnd. 101, Meade, nigripes R. D., communis Dsv. (nach Schnabl, Wiener ent. Zeit. 1890, S. 180. die roth- schienige Abart); auch duplaris Zett. 1411, ebenfalls von Meade gleich commwnis als Art angeführt, ist sicher nur eine Varietät; meine cf, die genau mit Zetter- stedt stimmen, unterscheiden sieb meist durch dunkler graue Körperfarbe, breiter getrennte Augen, gewöhnlich auch durch fünf oder mehr ziemlich lange, borsten- artige Wimpern auf der Mitte der Innenseite der Hinterschienen, die bei der Normalform kaum angedeutet oder doch nicht regelmässig gestellt sind; aber diese Unterschiede sind äusserst variabel; auch die hintere Querader ist bei beiden bald fast gerade, bald ziemlich geschwungen. Die Färbung der Beine variirt sehr; beim tf sind meist nur die Kniee, besonders der Hinterbeine, bisweilen auch ein Streifen gegen die Spitze der Hinterschienen roth. Beim $ sind entweder die Hinterschienen in der Mitte oder gegen die Spitze roth, oder sie sind ganz roth, oder es sind auch die Mittelschienen ganz rothgelb (var. communis). 4 Dors.- Borsten, keine deutliche äussere Mittelborste der Vorderschienen. Die Normalform ist auf Sumpfwiesen der Eichelau, Krumau, Kaiserau bei Admont nicht selten, meist $, auch um Steinbrück 1 q; var. communis: In der Eichelau und auf Steinen beim Mühlauerfalle 2 $; var. duplaris: Auf Krummholzwiesen des Kalbling und der Scheibleggerhochalpe 5 4 $, von a. 2 9 beobachtet. Mai bis Juli. 2. Hinterschienen des c? nicht gewimpert, aber bei cf und 9 gleich den Mittelschienen ziemlich reichlich und stark be- borstet. — a) Beine ganz schwarz. compuneta Wd., S. 622, Zett, 1457, Rnd. 106, Meade. Auf Sumpf- wiesen um Hohentauern, 3. August, 1 9 ■ V. 1 Mittelborste, M. 2 : 3 (einreihig), H. 4 : 3, alle stark. Ausserdem durch weisse Schüppchen und dunkler graue Färbung des Thorax von brunneisqueimci verschieden. * brunneisquama Zett. 1162. Auf Blumen und Gesträuchen an Vor- alpen- und Alpenbächen ziemlich verbreitet, aber selten: Um Strechau bei Rotten- 226 Gabriel Strobl. mann 1 9. am Hochschwung 1 $. im Sunk und Wirthsgraben bei Hohentauern 2 cT, um den Scheiplsee des Bösenstein 2 9- Juli» August. V. des 9: 2:1, M. 2:5—6 (zweireihig, stark), H. 4—5:4—5 (stark), ausserdem 3 — 4 kurze Innenborsten. Körper gelblichgrau. V. des cT " oder 1 feine, M. 2 : 4—5 i zweireihig), H. wie beim 9- (Borsten schwächer als beim Q .) Körper- farbe und Flügel so dunkel wie bei compuncta tf, aber Schüppchen wie beim 9> intensiv rostroth. Uttorea Fall., SS. 622!, Zett. 1473!, Rnd. 106. Aeusserst ähnlich der tricmguligera, aber grösser (ca. 6*5 mm), Flügel heller, Schienen reichlicher beborstet. V. des rj" und 9: 1—2 (fein); M. 1—2:2; H. 2—3:2. Rückenschild mit drei einfachen schmalen braunen Striemen oder die Aussenstriemen noch mit braunem Aussenschatten. Die Gebirgsexemplare viel dunkler grau, als die mehr gelbgrauen Exemplare der Niederung. An Bachrändern auf Gesträuch und Bachsteinen, auch auf Sumpfwiesen: Kematenbach und Scheibleggerhochalpe, Wirthsgraben bei Hobentaue rn cT und 9 nicht selten; um Luttenberg und Steinbrück 2 9- J un > August. Cm Seiten- stetten vom Mai an. h. Beine ± rothgelb. *alMfr a "f Krumm- holzwiesen des Kalbling 1 cf, 1 $ . Juli, August. * argyrata Zett. 1443. Auf Blumen des Hochschwung (ca. 6000') am 19. August 1 (f. Anmerkung. Stimmt genau mit Zetterstedt, nur ist der Hinterleib mehr eiförmig als kegelförmig. Diese Art ist jedenfalls eine Limnophora und sieht der tristis Schin. G23 so ähnlich, dass sie leicht damit verwechselt werden kann. Als Unterschiede fand ich: bei tristis ist die Fühlerborste nackt, bei argyrata deutlich flaumhaarig. Bei tristis ist die Stirnstrieme = 1 / 2 Auge, bei argyrata — 1 \ i Auge. Die Beine der tristis sind ganz schwarz, bei argyrata die Kniee rothgelb; die Beborstung des Thorax und der Schenkel, besonders der Hinterschenkel, ist bei argyrata ganz auffallend lang, bei tristis aber, obwohl reichlich, doch nur von gewöhnlicher Länge; die Körperfarbe der argyrata ist dunkler schwarz, glänzender; das untere Schüppchen ist grösser, deutlich vorstehend und beide intensiver gelb; bei tristis sind beide Schüppchen gleich gross ; endlich ist die 6. Längsader bei tristis bis zum Rande deutlich; sie gehört daher gar nicht zu Limnophora, sondern zu Hylephila Rnd. * foveolata Zett. 1587, cT- Auf Laub im Sunk bei Hohentauern, 25. Mai, 1 cf, am Griesstein bei 6000' am 20. August 1 $. Stimmt genau mit dem einzigen <$ Zetterstedt's, nur sind die Schüppchen deutlich gelb (nicht schmutzig weisslich) und die — gewiss nur individuellen oder durch das Eintrocknen entstandenen — Grübchen der Hinterleibssegmente fehlen. Der Kopf ist genau der einer Homalomyia, das Geäder aber das einer Limno- phora, wohin sie auch am besten gestellt wird. Die Augen des $ sind zwar sehr dünn und spärlich behaart, daher man sie auch zu Trichopticus bringen könnte; diese Gattung ist aber ohnehin sowohl von Aricia, als auch von Limnophora nur sehr schwach geschieden, da die Behaarung der Fühlerborste und der Augen mannigfache Uebergänge zeigt. Am schwarzen Thorax sind vor der Quernaht durch zwei sehr schmale graue Linien drei breite schwarze Striemen angedeutet. Der Kopf glänzt silberweiss, die dreieckige Stirnstrieme hört in der Mitte auf, so dass hier die Augen nur durch die silberweissen Nähte getrennt sind. Der 2. Ring nur mit Rand-, der 3. und 4 auch mit zahlreichen Discalborsten. Vorder- Z. B. Ges. B. XLIII. Abh . 30 230 Gabriel Strobl. schienen ohne Mittelborste, Hinterschienen mit 2 Aussen- und 2 Bückenborsten. Hinterschenkel unten lang gewimpert, nur vor der Spitze mit 3 — 4 deutlichen Borsten. — Trichopticus cunctans Schin. 618 (wohl = äecolor Fall = innocens Zett.) unterscheidet sich nach der Beschreibung durch kurze Fühler; bei foveolata ist das 3. Glied wenigstens doppelt so lang als das 2., schmal und reicht fast bis zum Mundrande. Das $ stimmt in Thorax, Fühlern, Flügeln, Schüppchen, Schwin- gern. Hinterscheukeln und Körperform vollständig mit dem cT (nur ist der Band- dorn deutlicher). Stirn = Auge, ganz schwarz; die schmalen, etwas leisteuförmig erhabenen Augenränder nur durch den starken Glanz von der matten Stirnstrieme unterseheidbar. Hinterleib eiförmig, metallisch grünschwarz, nur schwach bestäubt. Beborstung: V. 1 Bücken- und 1 Aussenborste, M. 1 Bückenborste, H. 4 vordere, 3 hintere Aussen- und 1 Bückenborste. Hinterleibsborsten wie beim tf, aber stärker. atrametitaria Mg., S. 623. cT- Aeusserst ähnlich der tetra Mg., die wegen der abgekürzten 6. Längsader und der vorstehenden unteren Schüppchen ebenfalls zu Limnophora gehört; aber durch den kürzeren, breiteren, länglich eiförmigen (bei tetra fast walzenförmigen), glänzend schwarzen, nirgends grau bestäubten Hinterleib, die fast zusammenstossenden Augen (bei tetra ziemlich breit getrennt) und die Hinterschienen leicht unterscheidbar. Bei tetra sind sie reich beborstet, aber ohne Wimpern; bei atramentaria stehen innen circa zehn sehr lange, regelmässig gereihte, feine Wimpern, aussen aber kürzere, doch immer noch ziemlich lange, sehr dichte. Die Borsten sind ebenfalls ziemlich laug und zahlreich, aber wenig dicker als die Wimpern. Die Vorderschienen tragen innen einige feine Borsten, die Mittelschienen am Bücken 4 — 5, hinten 3 — 4 starke Borsten. Das $ stimmt ganz mit dem ^f, aber Stirn mindestens = Auge, mit tief gespaltener Strieme, vorn weissen, hinten grauschwarzen Augenränderu. V. innen zweiborstig, M. und besonders H. dreireihig stark und reichlich beborstet. Flügel bedeutend lichter tingirt, mit ebenfalls fast nacktem Vorderrande. Hinter- leib genau eiförmig, tetra $ unterscheidet sich durch den deutlich grauschim- mernden, schlankeren Hinterleib, durch kurze, aber deutliche Borstenbüschel am Ende der zwei ersten Glieder der dicht bürstenartig gewimperten Vordertarsen, durch stellenweise (besonders an der Quernaht) grau bestäubten Thorax. Die Beborstung der Schienen aber ist identisch. „Ich fing bei Obdach am Wege zum Sirbitzkogel 5 cT", Schin. 623. Auf Blättern und Blumen (4—7000') c? und $ nicht selten: Kalbling, Scheiblegger- hochalpe bei Admont, Sunk, Hohentauern, Griesstein, Strechen bei Botteumann, Gumpeueck. Juli, August. tetra Mg. V 158, S. 639 (als Anthomyia), obscuripennis Zett. 1439, (j\ fuscinervis Zett. 1439, 9 • Auf Baiuen der Krumau, Eichelau, im Hofmoore o 1 und $ häufig, am Lichtmessberge, Voralpenwiesen der Kaiserau, des Kalbling; Sumpfwiesen um Hohentauern, Spitze des Gumpeueck (7029'). „Bei Obdach sehr häufig" (Loew, N. Beitr. 1856, S. 19, als Anthomyia obscuripennis). Mai bis August. IMp Anthomyiaen Steiermark*. 231 Trichopticus Rncl. VI 145, Meade, Mik (Hernstein, S. 533); Lasiops Mg., S. pr. p. Mrsutufots Zett. 1494, SS. 619! (2 Exemplare!), Schnabl I 97 (als Aricia). Das 9 hat gelbe (selten braune) Schwinger und gleicht ausserordentlich dem 9 der Aricia umbrat ica; aber die Fühlerborste ist nur kurz befiedert, die Stirn schmäler, die Augen fast kahl, der Rückenschild ganz ungestriemt, der Hinterleib länger, schmäler, die Beborstung der Hinterschienen reichlicher; die Flügel meist, wenigstens um die Adern, deutlich getrübt, die hintere Querader meist nur so lang als das Endstück der 5. Längsader, cf und 9 variiren: Fühler- borste bald nur deutlich flaumig, bald kurz gefiedert. Stirn des cT bald sehr schmal, bald die Augen deutlich trennend. Mundrand bald gar nicht, bald etwas vorgezogen. Hinterleib des cT bald mit gleichbreiter, bald mit auf jedem Segmente dreieckig nach rückwärts erweiterter Rückenstrieme. Geäder bald ganz schwarz, bald an der Flügelwurzel gelb. Auch der Abstand der hinteren Querader vom Ende der 4. oder 5. Längsader ist etwas variabel. Bei einigen 9 ( var - 1) ist die Färbung fast ganz grau. Bei einigen <$ und 9 ( vai '- 2) sind die Schienen und Tarsen rothbraun. Auf Laub, Farren und Holzschlagblumen der Krumau, Pitz, des Schaffer- weges. Kematenwaldes etc. bei Admont ziemlich selten ; äusserst gemein hingegen auf Krummholzwiesen der Scheibleggerhochalpe, des Kalbling, Natterriegel, Damischbachthurm. Auch im Tauernzuge sehr häufig: Sumpfwiesen um Hohen- tauern, Scheiplalm bis zur Spitze des Bösenstein, Almsee bei Turrach. Var. 1 auf Sumpfwiesen der Kaiserau; var. 2 auf der Scheibleggerhochalpe und am Sirbitz- kogel. Juli, August. * innocuus Zett. 1493, cT, 9- I° ü besitze nur 9> die in Grösse, Kopf- bildung und Färbung fast vollständig mit hirsutulus übereinstimmen, aber durch den bis zur Mündung der 1. Längsader ziemlich lang, von da an kurz gedörnelten Vorderrand der Flügel (besonders 4 — 6 Dornen auffallend), durch die bloss sehr kurz flaumige Fühlerborste, durch eine deutliche Innenborste der V. und 2 bis 3 vordere Aussenborsten der H. (die bei hirsutulus fehlen) sich unterscheiden. Schwinger und Schüppchen rein gelb, letztere bisweilen weisslich. Auf Alpenblumen (5 — 7500') nicht selten : Scheibleggerhochalpe, Scheiplalm und Bösenstein, Hochschwung, Spitze des Gumpeneck (zusammen 20 9)- Juli, August. * depressiventris Zett. 1524, cT. non Anthomyza depressiventris Zett. 1688. Auf blumigen Bachrändern der Scheibleggerhochalpe Ende Juli 2 9 • Stimmt mit dem cf Zetterstedt's, soweit 9 stimmen können. Stirn = Auge, mit breiter, schwarzer, grau schimmernder Strieme. Wangen sehr schmal, Backen breiter, Mund nicht vorgezogen. Hinterleib schwarzgrau, Thorax noch etwas dunkler, einfarbig. Schüppchen und Schwinger intensiv gelb. Randader wehrlos, auch ohne Randdorn, hintere Querader fast gerade. Mittelborsten: V. 0, M. 1, H. 2:1:1. Von der äusserst ähnlichen, in Kopfform identischen hirsutulus durch die fast nackte, nur äusserst kurz flaumige Fühlerborste, die längere, etwas gebogene, mehr gegen die Mitte der Discoidalader gerückte hintere 30* 232 Gabriel StroM. Querader (dann wohl auch durch die Färbung der Schwinger und Schüppchen) sicher verschieden. * rostratus Meade (1881). Auf Alpenwiesenblumen (5—7500') tf und 9 nicht selten: Kalbling, Scheibleggerhochalpe, Scheiplsee, Bösenstein, Gumpeneck, Almsee hei Turrach; 1 cf auc ^ ™ Gesäuse. Juli, August. Stimmt vollkommen mit Meade. nur etwas kleiner (<$ ca. 6, 9 5mm). cT. Wieder äusserst ähnlich dem hirsutulus in Grösse, Färbung und Geäder, nur ist der Hinterleib etwas schlanker. Aber bei Itirsutulus ist das Gesicht ziemlich senkrecht und der Mundrand nicht oder wenig vorgezogen; bei rostratus verläuft das Gesicht schief, fast in einer Richtung mit der Stirn, und der Mundrand ist scbnabelartig vorgezogen; ferner sind die Fühler nur sehr kurz flaumig. Die Hinterschienen sind hinter der Basis verdickt, dann wieder verdünnt und ziemlich deutlich zweimal gebogen; bei hirsutulus aber mit Ausnahme der etwas schmäle- ren Basis überall gleich dick und nur einmal schwach gebogen. Die feine, lange zottige Behaarung derselben ist bei rostratus viel schütterer, mehr wimperartig, zeigt sich innen nur in der Basalhälfte, aussen allerdings längs des ganzen Randes; die Wimpern nehmen gegen die Mitte an Länge zu. dann wieder bedeutend ab; die Vorderseite ist nackt. Bei hirsutulus stehen die fast gleich langen Zottenhaare auf allen drei Seiten fast der ganzen Länge nach. Der Endsporn ist bei beiden gleich. Auch das 9 unterscheidet sich leicht von liirsutulus durch Gesichtsbildung und Fühlerborste des c ■', durch den heller grauen, fast striemenlosen Thorax und Hinterleib und die braunen Schwinger. Augen des cT viel dichter und länger behaart als beim $. Schüppchen rein weiss bis gelblich. * subrostratus Zelt. 1496 und 6227, tf\ Rnd. 147. Auf Alpenwiesen- blumen (5—7500') nicht selten: Kalbling (9 cf, 5 9). Scheibleggerhoehalne, vom Scheiplsee zum Bösenstein, Spitze des Gumpeneck, Sirbitzkogel, Rothkofel bei Turrach. Juli, August. cf. Wieder äusserst ähnlich dem hirsutulus, aber etwas grösser, Fühle r- borste bedeutend kürzer flaumig, Augen breiter getrennt, Mund deutlich vorge- zogen, Hinterschienen ohne dicken abgestutzten Enddorn, sondern mit langen, feinen angedrückten Apicalborsten, Flügel fast glashell, Schüppchen fast weiss. Hinterleibsstrieme nicht lineal. sondern ± erweitert und oft schwärzliche Hinter- randsäume bildend. Beborstung: V. ohne, M. mit 3 — 1 hinteren, H. mit einigen langen feinen Rückenborsten und ausserdem innen, vorn und aussen lang und fein zottig gewimpert. Das 9 Zetterstedt's gehört wegen der gelben Schwinger wohl zu hirsu- tulus. Das richtige 9 stimmt in Färbung, Flügeln. Schüppchen und Schwingern genau mit dem auen am Gumpeneek und Sirbitzkogel bei 7000' einige $. Juli, August. Sammelte sie noch auf den Innsbrucker Alpen und besitze aus Prag 1 rf (leg. Schmidt-Göbel). Sehr leicht zu verwechseln mit Drymeia, die sich aber durch die nicht verbreiterte, sondern hakenförmig zurückgeschlagene Spitze des übrigens gleich langen Rüssels, den Mangel der aufgerichteten Backen- borsten und den Mangel der langen Innenwimpern der Hinterschienen unter- scheidet. V. innen mit mehreren längeren Borsten, M. vierreihig beborstet (2:2:5:5), H. wie bei Limnophora atramentaria, aber die feinen Wimpern spärlich und die 4 Rückenborsten auffallend lang. Hinterleib deutlich grau gewürfelt, alle Ringe ziemlich dicht mit langen Rand- und Discalborsten be-. setzt. Das 9 besitzt nur wenige aufgerichtete Backenborsten; Stirn r> Auge, dunkelgrau mit breiter, tiefschwarzer, nur hinten gespaltener Mittelstrieme. M. und H. dreireihig beborstet, aber sonst nackt. Vordertarsen unten dicht und fein, aber ziemlich kurz bürstenartig gewimpert, nur die Wimpern am Beginn und Ende der Ferse etwas länger {Drymeia ganz ähnlich, aber auch an der Ferse überall gleich kurz gewimpert). Färbung und Rüssellänge wie beim c? . Efiphia Mg', (non Schin. 625). * cinerea Mg. V 206, Rnd. 31. In der Wald- bis Hochalpenregion (3500—7000') auf Blumen und Gesträuch selten: Kalbling l rf, 19, ™ den Scheiplsee des Bösenstein 2 cT, Spitze des Griesstein 1 tf, von Mariahof auf den Sirbitzkogel 3 rf. Juli, August. Die Anthomyinen Steieraarks. 235 Das unbekannte $ : Schüppchen, Schwinger, Fühlerborste, die kurzen dicken Fühler und die Flügel genau wie beim cf, nur letztere fast glashell mit an der Basis gelben Adern. Die aufgerichteten Backenborsten ziemlich spärlich; die Wangen-Backenfurche wie beim cT blutroth schillernd. Gesicht und Stirn bei meinem noch nicht ganz ausgereiften $ mehr goldgelb als grau. Stirn = Auge, mit dunkelrother (bei reifen wahrscheinlich schwarzer) Strieme und ziemlich breiten goldgelben Stirnleisten. Eüssel wie beim tf dick mit sehr dicker Saug- scheibe. Thorax vorn schwarz mit grauen Schultern und zwei feinen grauen Mittelstriemen, so dass man ihn auch grau mit drei sehr dicken, fein getrennten Längsstriemen nennen könnte; hinter der Quernaht schwarz, unregelmässig grau bestäubt. Schildchen schwarz. Hinterleib länglich eiförmig, einfarbig dunkel- grau. V. innen mit einigen Borsten, M. und H. mehrreihig dicht beborstet. Mittelschenkel einfach. — Ist äusserst ähnlich Pogonomyia alpicola $, aber verschieden durch den kürzeren dickeren Eüssel mit viel dickerer Saugscheibe, durch den Mangel der Wimpernbürste der Vordertarsen, die breiteren Fühler- glieder, den goldgelben Kopf seh immer, die vor der 1. Hauptader stehende kleine Querader, den fast unbewehrten, nur an den Seitenrändern der Ringe mit ziemlich langen, aber feinen Borsten versehenen Hinterleib. Mydrotaea \\. D. A. Onodonta Rnd. (Augen wenigstens beim c deutlich be- haart.) ciliata Fl>r., SS. G14! Auf Laub um Admont und Radkersburg nicht selten; Mürzhofen (leg. Pokorny). Um Melk, Seitenstetten (Mai, Juni) sehr gemein, gewiss auch bei uns. cyrtoneurina Zett. 1486, End. 29, sylvicöla Lw. Mg. X 241, S. 615. Nach Schiner sehr gemein, daher wohl auch im Gebiete; bisher nur um Melk 2 ö\ oeculta Mg., Zett. 1486, 6224, S. 614. Auf Bachwiesen der Scheiblegger- hochalpe Ende Juli 1 $. Auf Laub um Melk, Mai, cT und $ selten. 9- Augen nackt oder kaum behaart. Von meteorica 9 durch geringere Grösse (3'5 mm), die fast gerade hintere Querader und den fast unbestäubten, tiefer schwarzen Körper unterscheidbar. (jlabricula 9 ist noch kleiner (2'5mm), rein schwarz und der Hinterleib glänzt sehr. Sonst fand ich zwischen diesen 3 9 keinen Unterschied, auch nicht in der äusserst spärlichen Beborstung der Beine. *glabricula Fall., Zett. 1435, 6209, floralis E. D., 9; parva Meade 1889, p. 448, ist nach Meade selbst wahrscheinlich identisch. In der Sautratte bei Admont 1 $ und an Stiftsfenstern 2 9 • J uü > August. B. Hydrotaea End. (Augen beim im Hofmoore 1 $. Juli, August. Auch um Innsbruck, Melk etc. nur vereinzelt, vom Mai an. armipes Fall., Rnd. 23, SS. 616!, floccosa Mcq., Mg. VII 325. Auf Laub und Blumen um Melk und Seitenstetten tf und 9 nicht selten; im Gebiete bisher nur 5 $: Sunk, Scheiplsee, Krummholzwiesen des Kalbling. Mai bis Juli. Das 9 unterscheidet sich von meteorica $ leicht durch rückwärts ziemlich dicht zweireihig beborstete Hinterschienen (meteorica hat nur wenige Borsten), die ziemlich gegen die Mitte gerückte hintere Querader, die vier deutlichen schwarzen Thoraxstriemen. Schwinger bei beiden schwarzbraun (cf, 9)- * velutina Dsv., Rnd. 22, Zett. 1432, 6209, Mg. VII 325, S. 617, im- pexa Lw. Mg. X 243, Meade. Mürzhofen (leg. Pokorny); auf Krummholz- wiesen des Kalbling 1 q, 19- «fäK- Auch am Sonntagberge 1 Pärchen. Die hintere Querader steht bei (f und 9 fast genau auf der Mitte, bei brevipennis <$ und 9 bedeutend vor der Mitte; die übrigen Unterschiede siehe Loew, 1. c. (* palaestrira Mg. V 135, Zett. 1428, Stein und Mik, Wiener ent. Zeit,, 1888 und 1889. Bisher nur auf Gesträuch bei Melk im Frühjahre einige <$ und 9-) dentipes Fbr., SS. 615!, Rnd. 21, Zett. 142t;. Auf Laub und Dolden wohl überall gemein: häufig um Adinont, im Gesäuse, um Mariahof, Cilli, Stein - brück, Radkersburg; Mürzhofen, Wechsel (leg. Pokorny); sogar noch bei 5000' am Bösenstein. Mai bis August. irritans Fall., Rnd. 24, Zett., Mg. V 134, SS. 617! Auf Laub und Dolden bis 6000' gemein und zudringlich, z. B. um Adinont, im Gesäuse, am Kalbling, Scheibleck, Hochschwung, Sirbitzkogel, um Turrach. Juni bis August. Anmerkung. dentitiKina Mg. V Im». SS. 617! ist jedenfalls, wie auch Meade mit ? annimmt, nur eine Varietät der irritans, da die plastischen Merk- male (z. B. die Bürste der Mittelferse, die Form der Hinterschenkel, die Innen- haare der Hinterschienen) durchaus dieselben sind; meist sind es nicht ganz ausgefärbte Exemplare mit braunrothen Schenkeln; ich sammelte am Lichtmess- berge vier unter Bäumen schwebende cT (auch um Innsbruck etc. 4 cT) und im Mühlauerwalde 1 9'- s i e entsprechen der Beschreibung Meigen's, sind nieist auch etwas grösser als irritans, lassen sich aber nicht specifisch trennen. curvipes Fall., Zett, 1433, Mg, Rnd., SS. 616! Mürzhofen, Spital (leg. Pokorny); ich traf sie nur um Seitenstetten. Ophyra Dsv. leucostoma Fall., Zett,, Mg., Rnd. 35, SS. 620! Auf Blumen, Laub und unter Bäumen schwebend nicht selten: Mürzhofen (leg. Pokorny), Graz (leg. Schieferer), Admont, Gesäuse, Radkersburg. Cilli; auch noch auf Krumm- holzwiesen des Natterriegel 1 il ^ er S( dteu. festiva Zett. 1424. SS. 627!, Kow. 104. Auf A>H)elica-J)oMeii im Gesäuse, Juli, 1 9. histrio Zett., Kow. 103. Mürzhofen (leg. Pokorny). Hydrophoria Dsv., Rnd. {Hylemyia Schin. pr. p.). Wii'd wühl besser als Section zu Hylemyia gezogen, da sie sich nur durch vorstehende untere Schüppchen unterscheiden lässt. *ambigua Fall., Zett. 4719, S. 612, Rnd. 175. Ennsufer bei Ad mout, Alpenblumen des Natterriegel. Sirbitzkogel, vom Scheiplsee auf den Bösenstein, hier bis 7500', 1 tf, 6 Q, sonst vereinzelt. Juli, August. Die Antliomyinen Steiemiarks. 243 Wird von Rondani für = divisa Mg. gehalten; die R eiu bei Graz, September, 1 tf. * frontata Zett. 1453, Rnd. 174. Auf Laub im Veitlgraben bei Admont 1 cT. Juli. * socia Fall., Zett. 1680, Rnd. 173, Anthomyia varipes Strobl Progr., p. 25. Auf Laub des Lichtmessberges und Gesäuses cT und 9 selten (!, leg. Becker!), auf Kalkbergen um Steiubrück 3 cT; Mürzhofen (leg. Pokorny). Juni bis August. Um Melk und Seitenstetten nicht selten. Die Anthomyinen Steiermarks. 245 {flavipennis Fall., Zett., Schin., non Rnd., sammelte ich bisher nur um Melk. Gehört wegen der Schüppchen auch zu Mydrophoria; ich stellte sie aber wegen ihrer nahen Verwandtschaft mit piiella zu Hylemyia.) Hylennyia R. D. A. Borste lang oder ziemlich lang gefiedert; Hinterleib des d 1 (mit Ausnahme von lasciva) kegelförmig. — 1. Beine schwarz, höchstens die Schienen beim c? und 9 rothgelb. vaHata Fall., Zett. 1418, SS. 628!, Rnd. 188, Meade. Beborstuug: V. 1 : 1, M. 1 : 1 : 2, H. vierreihig mit je 3 — 4 Borsten, nur die Vorderseite nackt; eine bürstenartige Bewimperung fehlt ganz. Variirt: a) ruralis Mg. V 101, $. Entweder alle Schienen oder die vier oder nur zwei bintere Schienen ± roth oder braun; Beborstung genau die der Normalform, b) Stirndreieck des $ ± roth, Stirnstrieme des 9 entweder nur vorn roth (Normalform) oder fast ganz roth. c) Körperfarbe in den Hochalpen nicht selten blaugrau. Auf Laub und Blumen bis 7000' eine der gemeinsten Arten: Ueberall um Admont bis auf den Kalbling, Natterriegel, Tamisehbachthurm etc., Gesäuse, Johnsbach, Hohentauern, Griesstein, Bösenstein, Hochschwung, Mariahof, Stein- brück etc. Mürzhofen, Wechsel (leg. Pokorny). Var. ruralis: Auf Dolden um Admont und Hohentauern einige tf und 9 (auch um Melk und Seitenstetten). Var. b): Um Bösenstein 2 cf; 2 mit fast ganz rother Strieme ziemlich häufig. Var. c): Um den Scheiplsee des Bösenstein mit der Normalform 2 cT und 4 9> Scheibleggerhochalpe 1 cT. Mai bis August. * lasciva Zett. 1419, S. 631, Meade. Von der gleich grossen variata leicht unterscheidbar durch den nicht walzen-, sondern streifenförmigen Hinter- leib des cT und den nicht gedörnelten Vorderrand der Flügel ; besitzt aber eben- falls sparsam und gleichmässig lang gewimperte Innenseite der Hinterschienen, so dass vier Borstenreihen vorhanden sind; die Unterschiede von seticrura siehe bei dieser. Auf Gesträuch um Admont und in der Kematenbachschlucht 2 cT, 1 $, um Seitenstetten 6 cf, 1 9- Mai bis August. * grisea Fall., Zett. 1421, Mg. V 94, Rnd. 181; Anthomyia buccata Samml. Schin. pr. p.! Mürzhofen (leg. Pokorny); besitze sie nur aus Nieder- österreich. virginea Mg. V 96, S. 628, Meade. Nach Schiner von puella Mg. nur durch die ganz schwarzen Beine verschieden, meine Exemplare aber zeigen noch zahlreiche andere Unterschiede, virginea tf ist ganz blaugrau oder gelblich- grau, die Schüppchen und Schwinger sind rein weiss oder weissgelb, die Beine schwarz mit schmal rothgelben Kniespitzen und besonders unterseits deutlich rothgelben Schenkelspitzen ; die Hinterschienen zeigen aussen nur eine Borste und hinten — wie bei flavipennis — nur zwei Borstenpaare, öfters auch in der Mitte eine unpaarige Borste. Die Taster sind keulenförmig, der Rüssel sehr dick, die Z. B. Ges. B. XLIII. Abb. 32 246 Gabriel Strobl. laug gefiederte Borste ist entweder ganz schwarz oder am Grunde schwarz, dann roth. Das $ besitzt genau die Beborstung und eigenthüinliehe Kniefärbung des cf , auch Bussel, Taster, Fühler, Schwinger, Schüppchen und Körperfärbung sind identisch. Der Bückenschild ist ziemlich gelbgrau mit den zwei breiten Schulter- striemen uud einer undeutlichen Mittelstrieme des <$; vorn und ausserhalb der Schulterstrieme schimmert er weissgrau. Der graue Hinterleib ist ziemlich eiförmig mit undeutlich dunklerer Mittelstrieme und einigen undeutlichen dunklen Schillerflecken. Stirn = Auge, der ganze Kopf silberweiss; selbst die vorn etwas röthliche Stirnstrieme mit silbergrauer Bestäubung. Die sehr deutlichen Kreuz- borsten stehen weit vorn. Wangen und Backen wie beim cT schmal, nicht auf- geblasen. Bei puella ist die Borste kürzer gefiedert, die Taster nicht deutlich keulen- förmig, Stirn des $ ohne Kreuzborsten, Schwinger gelb, Schüppchen des tf deut- lich gelblich (beim 9 mehr weiss), die Mittelsehienen. welche bei virgvnea nur drei ziemlich lange Borsten zeigen, besitzen rückwärts ungefähr sechs kurze Borsten ; die Hinterschienen sind plumper, bedeutend länger anliegend flaumig borstig und besitzen ausser der Aussenborste 4 — 5 nicht paarig angeordnete Bücken- borsten. Die hintere Querader ist deutlich und jedenfalls stärker geschwuugen als bei virginea. Auf Dolden um Admont und Sumpfwiesen um Luttenberg c? und 9 selten. Mai bis August. Auch um Seitenstetten 3 cf . puella Mg., S. 629, Meade. Auf Dolden und Gesträuch c? und $ selten: Gesäuse, Tamischbachthurm, Admont, Steinbrück. Juli. August. Um Melk schon im Mai. flavipenitis Fall., Zett. 1420, SS. 628! (nur 1 Exemplar), Meade, crassirostris Mg. V 107, $ . Auf Gesträuch bei Melk 1 cT, wohl auch im Gebiete. Mein cT stimmt vollkommen mit Zetterstedt und Schiner, nur sind die Taster gegen die Spitze deutlich verdickt. Der Hinterleib ist zwar nieder- gedrückt, aber doch deutlich kegel-, nicht streifenförmig. Mit Rnd. VI 182 stimmt es aber nicht, denn er nennt die Art braungrau, während sie fast ganz schwarz ist; nennt die Beine sehr borstig mit eigenthümlicher Behaarung der Hinterschienen, während die Hinterschienen ganz nngewimpert und nur wenige Borsten vorhanden sind. V. 1+2, M. 1 + 3 (durchaus klein), H. 1:2:2 (paarig); ferner stehen die unteren Schüppchen vor, daher flavipennis vielleicht besser zu Hydrophoria gehört, doch steht sie in nächster Verwandtschaft zu den zwei vor- ausgehenden Arten. A. 2. Schienen und wenigstens beim $ auch die Schenkel grösstenteils rothgelb. strigosa Fbr., SS. 630!, Zett. 1654, Rnd. 191. Meade, vulgaris Pz. Auf Laub und Blumen bis 7000' sehr gemein: Ueberall um Admont bis hoch in die Alpen, ebenso im Tauernzuge, ferner um Aussee (leg. Wagner), Mariahof, Pie Anthomyinen Steiermark« 24-7 am Sirbitzkogel, um Graz (leg. Schieferer), Cilli, Radkersburg, Luttenberg und wohl im ganzen Gebiete. Mai bis August. Anmerkung. Vorderschenkel des 9 stets schwarz, bei nigrimana 9 aber ganz rothgelb oder nur mit breiter schwarzer Rückenstrieme; Stirnstrieme bei beiden ganz roth oder bei nigrimana hinten schwarz. nigrimana Mg., SS. 630!, Zett. 1656, Rnd. 192, Meade. Auf Laub und Blumen mit der vorigen und fast ebenso gemein, z. B. um Admont überall bis auf die Alpenwiesen, im Gesäuse, um Hohentauern bis auf den Bösenstein, Wechsel (leg. Pokorny), Graz (leg. Schieferer), Cilli. Mai bis August. * sericata Mg. V 124. Auf Dolden im Gesäuse (und um Seitenstetten) 9 • Mai bis August. Anmerkung. Aeusserst ähnlich der nigrimana, Beine ebenfalls ganz rothgelb, nur die Vorderschenkel mit ± breiter schwarzer Strieme; aber nur 5 — 7 mm gross. Stirnstrieme schwarz, nur in der Mitte dunkel braunroth; die Mittelstrieme des Thorax fehlt, dafür sind zwei schmale genäherte Innenstriemen ziemlich deutlich; die hintere Querader ist kaum merklich gebogen. — Durch die Färbung der Beine und die gleich grossen Schüppchen auch von conica leicht unterscheidbar. praepotens Wied., SS. 630!, Rnd. 192, Zett. 1701. Bisher nur aus Niederösterreich einige <$; gewiss auch einheimisch. B. Fülilerborste kurz gefiedert, Hinterleib «los cT platt- gedrückt, streifenförmig. * seticrura Rnd. VI 183, Meade. Auf Sumpfwiesen der Krumau 2 c? un ^ 9 von a - un( l ß- sammelte ich nicht selten um Melk Hnd Seitenstetten. Mai bis Juli. Vittigera Zett. 1788!, S. 641, 9, Rnd. 165, Meade. Nach Rondani ist die Spitze der Taster schwarz, Zetterstedt nennt aber die Taster, wie auch Die Anthorayinen Steiermarks. 2ol bei meinen Exemplaren, ganz weissgelb. Ein zugleich mit dem 9 gefangenes <$ besitzt ausser der Mittelstrieme auch noch breite, damit fast zusammengeflossene Seitenstriemen, so dass der grösste Theil des Thoraxrücken (nebst Metathorax und einem Theil der Brustseiten) verdunkelt ist; von ephippium unterscheidet es sich noch durch die schwarzen Hinterleibseinschnitte; doch zweifle ich nicht, dass ephippium nur eine Varietät der vittigera ist; bei reichlichem Materiale dürften wohl alle Uebergänge von der lichtesten Form (gilva Zett. 1789) bis zur dunkelsten vorkommen. An feuchten Waldstellen, auf Gebüsch und an Bächen nicht besonders selten: Veitl-, Keniaten-, Mühlauergraben, Lichtmessberg, Kaiserau, Tamischbach- thurm bei Admont, aber fast nur 9- J u l>> August. var. ephippium Zett. 1790, S. 642 (fehlt gleich vittigera in SS.), und. 106, Meade. — Neuberg (leg. Pokorny); ich fand nur um Melk und Seiten- stetten, Mai bis Juni, einige tf. *zonata Zett. 1768, 9, 6299. An feuchten Waldstellen bei Admont und von Hohentauern zum Scheiplsee einige 9; August. Auch bei Prag auf der Unterseite eines Agaricus (leg. Schmidt-Göbel!). * transversa Fall., Zett. 1752, Mg., Meade, Bnd. 160! (Stimmt ganz genau mit Rondani und ist auch bedeutend grösser als die wohl zunächst ver- wandte flavoscutellata Zett. 1765; ulmaria Rnd. ist wohl nur eine dunklere Varietät.) Auf Krummholzwiesen des Kalbling 1 9» Waldrändern im Gesäuse 1 9 (gelbgrau, 5 mm), Bergwiesen bei Steinbrück 1 9 (aschgrau, 7 mm, schon fast = ulmaria, nur sind Prothorax, Schulter und ein Fleck der Brustseiten noch deutlich roth). latitarsis Stg., Zett. 1754, 4749, S. 635, Rnd. 161, Meade. Mürz- hofen (leg. Pokorny); ich traf nur um Melk $. B. Thorax ganz oder fast ganz grau, Hinterleib wenigstens theilweise roth. bicolor Wied., SS. 635!, Zett. 1773, 6301, Rnd. 205, Meade. Eine Varietät davon nach Meade und Zetterstedt 1774 ist mitis Mg., SS. 634!, wahrscheinlich auch strigipes Zett. 1775. Auf Laub und Blumen um Melk und Seitenstetten beide Varietäten ziemlich häufig; im Gebiete bisher selten: Admont, Frohnleithen. Mai bis August. nigritarsis Zett. 1778, 4751, SS. 635!, Rnd. 163. Eine Varietät mit grösstentheils dunklen Basalgliedern der Fühler ist fulgens SS. 634!, non Mg. (die nach Meade eine Limnophora ist); nach Rondani aber ist fulgens S. = fulgens Mg. = limbatella Zett. 1781 ; auch exilis Mg., S. 636 stimmt bis auf die ganz schwarzen Taster so vollkommen mit nigritarsis, dass ich sie nur für eine Varietät halten kann. Das 9 der Normalform sammelte ich auf Blumen in der Alpenregion des Sirbitzkogel und Gesträuch um Radkersburg; auch um Melk und Seitenstetten; das 9 von fulgens im Hofinoore bei Admont und aufwiesen um Hohentauern; das ^ von exilis bei Seitenstetten. Mai bis August. 252 Gabriel StroM. Damianitschi Schill, z.-b. G. 1865, p. 998; besitze nur aus Nieder- österreich durch Erber 1 9- versicolov Mg. V 184, S. 036, End. 206, Meade. Auf Waldblättern um den Kalkofen bei Admont, Juli, 1 9; auch aus Prag (leg. Schmidt-Göbel) und Melk nur $. flavipes Fall., Zett, 1764, S. 642, Mg., Meade (nicht Macquart nach Meade). Auf Erlengesträuch und grossblätterigen Waldpflanzen des Schafferweges und Veitlgraben bei Admont ziemlich häufig, auch auf Sumpfwiesen der Kaiserau und im Wolfsgraben bei Trieben, aber stets nur cf. Juli, August. Der Hinter- leib ist bisweilen nur au den Seiten der Basis roth. vufipes Fall., Zett, 1751, S. 642, Meade, Winthemi var. Strobl Progr.. p. 24, non Mg. In feuchten Bergschluchten <$ und 9» aber sehr selten: Kematen- schlucht bei Admont, Strechengrahen bei Rottenmann. Wirthsgrahen bei Hohen- tauern. — Das 9 ist äusserst ähnlich der maculipes 9, aber Schenkel ganz roth, nur die vordersten mit schwarzem Spitzenflecke; Hüften braun, die vordersten mehr rothgelb. (Bei maculipes alle Hüften und Schenkelspitzen schwarz.) C. Auch der Hinterleib ganz oder doch grösstenteils grau. * maculipes Zett. 1708, 9, 3316, tf, 9, Bogenhoferi Strobl Progr., p. 25. -Auch seitenstettensis Strobl. Progr., p. 25 kann ich jetzt nur für eine dunklere Varietät halten. Variirt ausserdem: var. a) Zett. Gesicht roth (jeden- falls nur eine unreife Form) und var. b) Zett. Kopf weiss (die reife Form). Im Mühlauerwalde bei Admont, 1. September, 1 normales 9- Um Seiten- stetten im Mai, Juni <$ von allen Varietäten. haemoirhouni Zett. 1691, 9» 6283, J 1 , S. 636. Bisher nur um Melk 9. * palliceps Zett. 1692! Auf Gesträuch um Turrach 1 9» Juli- Um Melk im Mai 9- Stirn ohne Kreuzborsten. * Salicis Zett. 1709, cf, fehlt bei Rondani und SS., setaria Strobl Progr., p. 24 var. (mit Beschreibung des 9). non ^g- Das sonst nirgends erwähnte 9 gleicht ganz dem c? bis auf die Geschlechtsunterschiede : spitz eiförmiger Hinterleib; Stirn = Auge, ohne Kreuzborsten, ziemlich grauweiss mit breiter, entweder ganz oder nur vorn rother Mittelstrieme. Vorderschenkel — wie beim cf — mit schwarzer Rückenstrieme. H. 1:2:2, alle sehr lang. Die <$ variiren: 1. Augen ziemlich getrennt; 2. Augen zusammenstosseud, Schüppchen gelb; 3. wie var. 2, aber Vorderbeine ganz schwarz, hintere Schienen an der Basis verdunkelt. Auf Sumpfwiesen der Krumau und Eichelau bei Admont tf und 9 ( va1 '- 1), Bachweiden der Scheihleggerhochalpe tf (var. 2 und 3). Juli. Um Melk und Seitenstetten vom April an selten. Die Anthomyinen Steiermarks. 253 EL. Section: Anthomyia i. sp. Rnd., Meade. Grundfarbe schwarz, untere Schüppchen wenigstens beim cT vorstehend, beim 9 allerdings oft ganz bedeckt. pluvialis L., Zett. 1558, SS. 647!, Rnd. 155 (nebst procellaris Rnd. \ind imbriäa Rnd., die auch nach Meade nur Varietäten sind und Uebergänge zur Normalform aufweisen). Auf Dolden und Laub um Admont, Trieben, St. Lam- brecht, Graz, Radkersburg, Steinbrück; am Wechsel, Mürzhofen (leg. Pokorny); meist die Normalform, selten die var. procellaris (um Cilli und Admont). Mai bis August. albicincta Fall., Zett. 1601, Mg., SS. 648!, Rnd. 156, Meade. An Zimmerfenstern um Admont, Rainen um Radkersburg, Steinbrück; Mürzhofen (leg. Pokorny). Auf Laub und Dolden in Niederösterreich vom Mai an häufig. pratincola Pz., Zett. 1559, S. 648 etc. Nach Schiner gemein, daher gewiss auch in Untersteier; ich traf sie bisher nur um Melk. radicum L., Mg., Zett. 1582, 6252, Rnd. 157!, S. 645. Auf Laub und Blumen, besonders Dolden, bis 6000' gemein, z. B. überall um Admont, am Rottenmanuer Tauern, um Turrach, St. Lambrecht, Mariahof, Cilli, Steinbrück, Radkersburg; am Wechsel, Mürzhofen (leg. Pokorny). Juni bis August. Beborstung des <$ und 9 fast identisch: V. 1 : 2, M. 1 : 1 : 3, H. 1 : 5— 8 (kurz) : 3 (lang, fein); keine Innen- und Vorderborste; beim 9 d' e Borsten länger und stärker. Schüppchen des 9 nicht oder kaum vorstehend. Die sehr ähnliche fugax unterscheidet sich besonders durch nicht vorstehenden Mundrand, das cf auch durch nicht vorstehende Schüppchen und 4—5 feine Innenwimpern der Hinterschienen. sulciventris Rnd. 158, Meade, wahrscheinlich auch Zett. 1451, mus- caria SS. 644! (da Schiner ausdrücklich hervorhebt, dass die unteren Schüppchen vorstehen und die Beschreibung genau mit Rondani stimmt), non Mg. sens. Rnd. Von humerella Zett., die ebenfalls keinen Randdorn, ganz ungewimperte Hinterschienen, kurze Fühler etc. besitzt, in beiden Geschlechtern besonders durch vorstehenden Mundrand und Schüppchen verschieden. Unreife tf besitzen rothes Untergesicht und Stirndreieck. Beborstung des cf und 9 f ast gleich; V. oder 1 : 1 (äusserst schwach), M. 1:1: 2—4 (letztere schwach), H. 1—2:2:2 (paarig), keine Ib. und Vb. Auf Hochalpen findet sich nicht selten var. alpina m. tf : Hinterleib fast ganz schwarz; Flügelbasis geschwärzt. 9 g anz braunschwarz mit schwarzer Stirnstrieme; Beborstung genau die der Normalform. Die normalen 9 haben eine vorn oder mitten oder ganz rothe Stirnstrieme, einfarbig schwärzlich olivengrünen, ziemlich glänzenden Thorax und Hinterleib, nicht oder wenig vor- stehende untere Schüppchen. Auf Laub und Blumen bis auf die Hochalpen sehr gemein: überall um Admont bis 6000', im Tauernzuge bis 7000', Sirbitzkogel, Mariahof, St. Lambrecht, Almsee bei Turrach, Radkersburg; var. alpina: Mariahof, Natterriegel, Scheiblegger- hochalpe etc. zugleich mit der Normalform. Die Normalform auch in Nieder- österreich gemein. Z. B. Ges. B. XXIII. Äbh. 33 254 Gabriel Strobl. HI. Öection: Ghortophila Macq. sens. Meade 1882, p. 145. (Körper und Beine dunkel, untere Schüppchen auch beim c? ganz bedeckt ; Hinterleib des cT walzenförmig oder nur wenig depress, Wangen und Backen deutlich vorstehend.) varicolor Mg., Bnd. 224!, S. 637 (fehlt in der Sammlung). Auf Laub und Blumen um Mariahof <$ und $; um Seitenstetten nicht selten. Mai bis Juli. * impiidica Rud. 223, Meade. Auf Laub und Blumen selten: Kaiseran. Sunk, Hohentauern, cf, Scheibleggerhochalpe (ein Ihmm gi - osses $); am Wechsel (leg. Pokorny). Um Melk und Seitenstetten vom Mai an nicht selten. cT, 9 : H. 3:4:4, das grosse 9 sogar 3:5:5, alle lang und stark, das cf auch meist mit 4 — 5 sehr kurzen starken Ib., die bei varicolor gänzlich fehlen, auch haben die H. von varicolor nur: 2 — 3:3—4:2 starke Borsten. Meine Exemplare stimmen genau mit Kondani, sind aber nicht 4, sondern 6 — 7 mm gross. Die 9 besitzen eine ganz schwarze Stirnstrieme mit etwas weisslichem Schiller, bläulichgrauen Thorax mit Spuren von braunen abgekürzten Längslinien, grünlichgrauen Hinterleib mit dunkler Rückenlinie und Schillerflecken. tvapezina Zett. 1513, S. 038, Meade (Verrall nimmt sie irrig = strio- lata Fall. an). Bei 6000 ' auf Blumen des Hochschwung 1 cf , A August. Auch um Melk anfangs Mai 1 (j\ (Die nahe verwandte piltgertt Zett. 1438, 3281 erhielt ich bisher nur aus Villach durch Prof. Tief, tf.) * atronitens u. sp. cf 6, 9 4'5 mm - Atra, nitida, fronte et ore dis- tincte porrectis, antennis brevibus, abclomine subcylindrico, paidlo depresso; squamis jjrtrm, albidis, halteribus brunneis; alae cinereae, basi infuscatae, mar- gine antico inermi, nervo transverso postico recto. cf. Oculis approximatis, hypopygio maximo, nitida, lamellis 2 magnis, atris suffnlto. 9- Fronte modice lata, nigrocitierea, vitta rufescente (immatura). Ganz glänzend schwarz, auch Brustseiten, Hinterleib und Beine; nur das Gesicht schillert je nach der Richtung bald schwarz, bald silberweiss. Wangen und Backen etwa von 1 / 3 Augenbreite, Mund sehr deutlich vorgestreckt. Augen des cf durch eine schmale schwarze Strieme und dunkle Nähte deutlich getrennt. Taster etwas gegen die Spitze verdickt, Rüssel lang und schmal. Fühler kurz, das dritte Glied breit, etwa um die Hälfte länger als breit. Borste fast nackt, im Basaldrittel verdickt. Thorax massig glänzend, schwarz, nur Schulter und Vorderbrust kaum merklich grau bestäubt. Schüppchen weissgelb, klein, sich vollständig deckend. Schwinger rothbraun, der Stiel mit schwarzem Basalflecke. Hinterleib ganz schwarz, stärker glänzend als der Thorax, kurz, dick und breit, sehr kräftig gebaut, niedergedrückt cylmdriscb, aber in der Mitte deutlich ver- breitert. Die schwarze Behaarung der Ober- und Unterseite meist anliegend, zwar ziemlich lang, aber wenig auffallend. Hypopygium dichter behaart, dick kolbig. sehr glänzend schwarz, dreiringelig, das letzte Glied mit Längsspalte und zwei Endhöekern; seitwärts von zwei sehr grossen, breit lanzettlichen, glänzend Die Anthomyinen Steiermarks. 255 schwarzen Lamellen umschlossen. Flügel graulich, aber gegen die Basis gebräunt und die erste Längsader braun gesäumt; alle Adern dick, schwarz. Kleine Quer- ader gegenüber der Mündung des ersten Hauptnerves; hintere Querader senk- recht, gerade, etwas vor der Mitte der Discoidalader; Vorderrand nackt mit sehr kleinem Banddorne. Beine normal, einfach, massig behaart. V. 1 : 2 (alle sehr klein). M. 2:2 und 4 Ib., alle klein. H. 3 (kurz) : 4—5 : 4 : 5 (alle lang) und 2 — 3 lange feine Ib. Das nicht ganz ausgereifte 9 gleicht ganz dem tf, ist aber kleiner; Stirn etwas schmäler als 1 Auge, Stirnseiten und Scheiteldreieck glänzend grauschwarz, Stirnstrieme hinten schwarz, vorn dunkelroth (bei ganz ausgereiften wohl eben- falls schwarz); Flügel an der Basis und dem kurz gewimperten Vorderrande kaum getrübt. Färbung, Beborstung etc. ganz wie beim <$ , Hinterleib ebenfalls kurz und breit, Afterende stumpfspitzig. — Steht wohl am nächsten der luciäiventris Zett. 1554, 9, 6295, <$. Auf Blumen um den Scheiplsee des Bösenstein (5000') Ende Mai ein Pärchen. * transversalis Zett. 1538, tf\, Meade als PJwrbia. Auf Dolden im Gesäuse 3 cf, 1 9» au ch im Stiftsgarten von Admont 1 9- Juli, August. Auch um Seitenstetten selten. Das cT stimmt genau mit Zetterstedt. Hinterleib zwar deutlich nieder- gedrückt, aber nicht streifenförmig, dunkelgrau oder blaugrau. Augen bald fast zusammenstossend, bald deutlich getrennt. Schienen nur kurz und sparsam be- borstet. V. 0:1, M. 3:2, H. 1—2:2—3:1, alle klein und schwach. Klauen und Haftläppchen klein. Das 9 durchaus gleich dem cT gefärbt und beborstet; nur ist die Hinter- leibsstrieme undeutlich; die Borsten sind etwas stärker und die Hinterschienen besitzen um eine Rückenborste mehr. Kopf ebenfalls nicht buckelig, aber Wangen und Backen etwas breiter. Stirnstrieme durchaus schwarz, Kopf silberweiss, nur die Stirnleisten hinten gelbbraun. sepia Mg., Zett. 1537, SS. 638!, Rnd. 222, Meade. Auf Laub und Blumen um Admont und Radkersburg cT und 9 nicht selten, auch um Hohen- tauern und auf Alpenwiesen des Kalbling einige c?. Um Melk und Seitenstetten vom Mai an sehr häufig, besonders cf . Beborstung: V. 1, M. 1:3, H. 2:3—5:3 (9 5—6), cf ausserdem mit 3—5 sehr feinen Ib. 9 : Kopf ziemlich buckelig, Mundrand deutlich vorgezogen, Flügelrand deutlich gedörnelt mit 2 — 3 grösseren Randdornen; liumerella 9 ist ohne Dörnchen und Randdorn. cinerella Fall., Zett. 1611, Rnd. 220, Meade (non Mg.), pusillaMg., SS. 638! Auf Dolden, Löwenzahn etc. bisher ziemlich selten: Gesäuse, Scheibl- eggerhochalpe, Hohentauern, Steinbrück. Mai bis August. Anderswo bis Dal- matien häufig. longula Fall., Zett. 1565, Rnd., S. 636. Auf lehmigen Saanufern bei Cilli 1 9. Juli. 33* 256 Gabriel Strobl. IV. Section: Phorbia R. D., Meade. (Wie III., aber Hinterleib des J 1 bandförmig.) 1. Ruckenschild des cT ganz schwarz oder braunschwarz, ungestriemt oder kaum mit Spuren von Striemen. Hinter- schienen nur sparsam und fein beborstet, ausser den Apical- borsten höchstens 9. (Nur pratensis hat stärkere Borsten.) * stygia Mg. V 155, $, Zett. 1560, 9- In Gräben der Tauernstrasse bei Trieben Ende Mai 1 9 (3"5 mm, ganz schwarz, äusserst glänzend, auch die Brustseiten. V. 0, M. und H. nur mit einigen wenigen, sehr kurzen Börstchen). * parva Macq., Zett. 1617, exigua Meade ('?, da er parva mit ? eitirt). H. gar nicht beborstet, sondern nur aussen mit einigen sehr kurzen und rück- wärts mit drei langen feinen Wimpern. Auf Mursand bei Brück und blühenden Weiden der Enns bei Admont <$ und 9 häufig. Auch um Melk auf Sand und Weidenblüthen der Donau massen- haft. April. humereUa Zett. 1613, 6257, SS. 644! tf, 9: H. 1—2:2:2 (ziemlich lang, aber sehr fein), ohne Vb. und Ib. Stirn und Mundrand des cf fast nicht vorstehend, beim 9 etwas vorstehend; Wangen und Backen des 9 — 1 U Augen- breite. Stirnstrieme schwarz oder ganz vorn röthlich. Flügel ungedörnelt und ohne Kanddorn. Fühler kurz. Auf Laub und Blumen nicht häufig: Admont, Scheibleggerhochalpe, Tauern- strasse, Strechengraben bei Rottenmann. Um Seitenstetten häufig. Mai bis Juli. * trapezoitles Zett. 1554, sens. Rnd. 221! Stimmt fast durchaus mit ßondani und ist von der höchst ähnlichen Immerella durch die ziemlich breiten Wangen und Backen, deutlich getrennte Augen, bedeutendere Grösse (4 mm) gleich zu unterscheiden. V. 1 : 1, M. 1— 2 : 2 : 2, H. 2 : 2—3 : 3, vorn nackt, innen öfters mit zwei feinen Borsten. Flügel meist intensiv braun, wie bei sepia. Ein mit cT gefangenes 9 stimmt in Beborstung und Flügelfärbung (nur mehr gelblich) mit dem tf , die Randader ist kurz gedörnelt mit Randdorn, Stirnstrieme vorn roth, der Körper einfarbig dunkelgrau. Auf Blumen der Eichelau, des Hofmoores, der Scheibleggerhochalpe bei Admont 4 tf , Dolden bei Radkersburg <$ und 9 • J"h, August. aestiva Mg. V 169, S. 644 (fehlt SS.). An Bächen, Wassergräben, auf Sumpfwiesen und Waldblättern um Admont, Kaiserau, Hohentauern nicht häufig. Mai bis August. Um Melk und Seitenstetten häufig. Die Art, die ich für aestiva halte, ist äusserst nahe verwandt mit hirti- crura Rnd., aber kleiner, der Kopf nicht buckelig, die feinen Wimpern der Innen- seite der Hinterschienen sind ungleich lang ohne regelmässige Anordnung und nicht der ganzen Länge nach vorhanden, sondern fehlen an beiden Enden (nur 8 bis 10); ferner besitzt aestiva 3 vordere und etwa 12 kurze, regelmässig gereihte hintere Aussenborsten, hirticrura aber 4:5; die Fühlerborste ist im ganzen Basal- Die Anthomyinen Steiermarks. 257 drittel (nicht Viertel) verdickt, der Thorax schwärzlich, fast striemenlos, der graue Hinterleib breiter, die kleine Querader steht etwas vor der Mündung der 1. Längs- ader und die zwei letzten Abschnitte der 5. Längsader verhalten sich etwa wie 1 : IV2, bei hirticrura wie 1 : 2 1 l 2 - Der Eanddorn fehlt fast ganz. pratensis Mg. V 158, S. 643. Auf Laub und Blumen um Admont, Trieben, auf der Scheibleggerhochalpe und Scheiplalm des Bösenstein 5 9 > cT bis- her nur um Seitenstetten. Juni bis August. cf, §: H. 2 — 3:3—4:2—3 (ziemlich stark). 9 : Kopf etwas aufgeblasen, Wangen und Backen = 1 / 3 Auge ; Thorax und Hinterleib eigenthümlich braun- schwarz, ersterer mit schwachen Spuren dunklerer Striemen; Eandader etwas gedörnelt mit 1 Banddorn. lactucae Beb., SS. 643, Meade, Stein Wiener ent. Zeit. 1888, p. 292, obscura Mcq., Zett. 1553 (nach der Beschreibung identisch). Um Melk, Seiten- stetten etc. häufig, im Gebiete bisher nur bei Trieben und Mariahof vereinzelt. Fühlerborste kurz-, aber deutlich flaumhaarig. Wangen und Backen des <$ 1 / 5 , des 9 1 U Augenbreite. Stirnstrieme des a her ziemlich selten. Mai bis Juli. 9- Die Beschreibung Zetterstedt's weicht ab durch ungefleckten Thorax und weissliche Flügel, stimmt aber sonst recht gut. 3'5 — 4 mm. Schieferblau, Thorax mit sehr deutlicher brauner, durchgehender Mittelstrieme oder auch zwei genäherten Seitenstriemen. Wangen = 1 / i , Backen = 1 / 3 Augenbreite. Mund nicht vorgezogen. Stirnstrieme schwarz oder vorn roth. Flügel glashell, alle Adern dunkel, Bandader fein gedörnelt mit einem kurzen Eanddorn. V. 1, M. 1:2, H. 2—3 : 3—5 : 3. Das von Zetter stedt fraglich dazu gestellte c? gehört wegen des glänzend schwarzen Körpers und der weissen Flügeladern jedenfalls nicht zum 9; mein tf ist ebenfalls bläulichgiau, besonders auf den Brustseiten und am Thoraxvorder- rande; hier mit fünf undeutlichen schwärzlichen Striemen, der übrige Thorax- rücken ist ziemlich schwarzgrau. Hinterleib bläulichgrau, sehr kurz, breit gedrückt, mit durchgehender, an den Vorderrändern erweiterter Bückenstrieme (ohne Quer- binden), ganz schwarzem After und zwei kleinen breiten, gelbbraunen, schief nach hinten abstehenden Lamellen auf der Bauchseite. Augen zusammenstossend, Stirn kaum, Mund nicht vorstehend. Ib. nur 1:3:3, sonst dem 9 vollkommen analog. 258 Gabriel Strobl. * coerulescens n. sp. 4—5 mm. Simillima muscariae Mg. ; differt cor- pore coerulescente, alis hyalinis, tibiis posticis crebrius spinosis, (f femonbus posticis non villosis, $ vitta frontali antice determinate rubromarginata. cf 1 . Aeusserst ähnlich der muscaria, aher kleiner. Kopf identisch gebaut, mit schwarzem, in gewisser Richtung silberweissem Gesichte ; Wangen und Backen etwa von halber Augenbreite, Mund stark vorgezogen. Färbung sehr schön dunkel schieferblau, matt; Thorax fast ganz einfarbig blaugrau; Behaarung der Hüften, Schenkel und des Hinterleibes viel sparsamer, Hinterschenkel nicht zottig, sondern mit vollständiger Borstenreihe der Unterseite. H. 2 : 5—6 : 3—4 (alle ziemlich lang), V. zwei sehr kurze Hinterborsten, M. 1:1:3 (sehr kurz). Fühlerborste kurz, schwach flaumig, fast bis zur Mitte massig verdickt; 3. Fühlerglied kaum länger als breit. Schüppchen weiss, Schwinger gelb. Hinterleib bläulich, etwas schwarz schillernd mit ziemlich undeutlicher schwarzer Rückenlinie und Ein- schnitten. Flügel ganz glashell mit nacktem Vorderrande. Die hintere Querader ist schief, etwas gebogen und steht etwas vor der Mitte der Discoidalader. 9- Ebenso schön schieferblau und fast einfarbig, nur der Hinterleib mit deutlicher Rückenlinie, Thorax kaum mit Spuren von Striemen. Kopf, Fühler und Borste genau wie beim ^f . Stirnstrieme mattschwarz, etwas grau schim- mernd, vorn mit schmalem halbmondförmigen, scharf begrenztem rothen Quer- bande. Kreuzborsten knapp vor dem Ocellendreiecke. Flügel identisch, eben- falls ohne Randdorn; Adern nur am Grunde etwas gelblich. Beine identisch, H. 2:5:3. Auf Voralpenwiesen der Kaiserau, Alpenwiesen des Kalbling uud Hoch- schwung 1 cT, 2 $. Juli, August. * muscaria Mg., Rnd. 219!, Zett. 1549, Meade, non S. 644. Mürz- hofen (leg. Pokorny); bei 7000' am Bösenstein 1 $, August. Um Melk im März, April cf und $. c? 5'5 mm. H. 1:2:3, aber fein und ziemlich kurz, sonst nur sehr kurz flaumhaarig; aber Hüften, Hinterschenkel und Hinterleib dicht langzottig mit borstenartigen Haaren dazwischen. Das 9 kann ich nur durch die Beborstung der Hinterschienen (= cf), drei ziemlich deutliche genäherte Thoraxstriemen und die vorn unbestimmt rothbraune Stirnstrieme von coerulescens unterscheiden. * promissa Mg. V 166, 9> S. 649. Die von mir mehrmals um Melk und Amstetten gefangenen, gewiss auch einheimischen 9 stimmen genau mit Meigen, sind in Kopfbildung, Stirnstrieme, Beborstung (H. 2 : 4 : 3) und Flügeln fast identisch mit floralis 9, fallen aber durch blaugrauen Thorax und Hinter- leib auf. 7 mm. Ein 6 mm langes <$ hat denselben blaugrauen, aber bedeutend dunkleren Grundton, dieselbe gelbliche, aber mehr bräunliche Färbung der Flügel, ebenfalls deutlich gedörnelte Randader mit Randdorn und die beim 9 «kaum bemerkbaren dreieckigen Rückenflecke" sind sehr deutlich; man könnte den Hinterleib auch gestriemt mit an der Basis der Segmente dreieckig erweiterter Strieme nennen. Der 1. Ring und der massig grosse, kolbige After sind ganz schwarz. Gesicht silberweiss, Wangen und Backen = 1 [ i Augenbreite, Mund nicht vortretend, Augen schmal getrennt. Fühler stark, das dritte Glied um die Hälfte Die Anthomyinen Steiermarks. 259 länger als das zweite, Fühlerborste sehr undeutlich flaumhaarig. Rückenschild blaugrau, aber stellenweise verdunkelt, so dass drei undeutliche, entfernte schwarze Striemen, die seitlichen vor der Flügelwurzel, erscheinen. Hinterleib lang streifen- förmig, allmälig verschmälert. Hinterschenkel nicht zottig, unten mit langer dornartiger Borstenreihe. H. 2:5:4 (stark), ausserdem noch ungefähr neun feine, ziemlich lange Innenwimpern. Kleine Querader — wie beim 9 — vor der Mündung der ersten Längsader, letzter Abschnitt der fünften wenig länger als der vorletzte. 3. ± graue oder gelbgraue Arten mit wenigstens vorn ziemlich deutlich gestriemtem Bückenschilde. — a) H. des d 1 und 9 nur sparsam und schwach beborstet (höchstens 9 Borsten ausser den Apicalborsten), cf ohne oder nur mit 2 — 3 Wimpern. ruftpes Mg., SS. 644! Auf Dolden bei Admont selten. Auch um Seiten- stetten mehrere cT, darunter auch eine Varietät mit ganz schwarzem Gesicht und Stirndreieck. H. 2 (sehr kurz) : 3 : 3 (lang, paarig). Von unreifen Exemplaren der platura fast nur durch sparsamere Beborstung verschieden; Varietät der- selben? — Das 9 kenne ich nicht. spreta Mg. V 171, S. 644. Auf Sumpfwiesen der Kaiserau 1 cT. Juli. 4 mm. Wangen und Backen von 1 / 3 Augenbreite. Fühlerborste am Grunde kurz und stark verdickt. Rüekenschild von vorn betrachtet schwarzgrau mit undeutlichen Striemen, von rückwärts betrachtet weissgrau mit drei sehr deutlichen Striemen (eine schmale Mittel- und zwei sehr breite Seitenstriemen). Flügel- rand wehrlos, auch ohne Banddorn. H. 2:3:4, auch zwei feine Ib. Das Uebrige siehe in Meigen und Schiner. brevicoi'nis Zett. 1534, S. 646. Bisher nur um Melk 1 9- Fast identisch mit candens Zett., aber H. nur kurz und sparsam beborstet (1:3:3); grösser, einfarbig gelbbraun, nur vorn am Thorax drei undeutliche entfernte Striemen. Fühlerborste fast nackt, im Basaldrittel sehr stark verdickt. Fühler besonders kurz; Wangen 1 / 3 , Backen 1 / 2 Augenbreite. Stirnstrieme vorn unbestimmt rothbraun mit weissem Schimmer, Stirn breiter als Auge. Wangen neben der Fühlerwurzel mit grossem, schwarz schillerndem Fleck, wie bei Hylemyia grisea. Eandader ganz ungedörnelt. b) Hinterschienen des d" innen oder vorn mit ziemlich zahl- reichen feinen Wimpern. * angustifrons Mg. V 146, End. 216, var. fuscipes Zett. 1552 (eine Jugendform mit rothen Wangen und Stirndreieck, pechbraunen Schienen). H. des cf und 9 2:3:4— 5, cT ausserdem mit circa neun feinen abstehenden Innen- wimpern, auch aussen in der Oberhälfte mehrere feine Wimpern; die sonstige flaumige Behaarung sehr unscheinbar. Von der äusserst ähnlichen, ebenso gelb- grauen candens Zett. verschieden durch die Wimpern, wehrlose Bandader ohne 260 Gabriel StroM. Randdorn, ganz durchlaufende, aber etwas abgesetzte Hinterleibsstrieme. — Q: Hinterleib und der ungestriemte Thorax ziemlich bläulichgrau. Gesicht und fast die ganze Stirnstrieme roth. Schienen und Vorderhüften bald theilweise roth- braun, bald ganz schwarzbraun, Kniee aber stets — wie beim cf — auffallend rothgelb. Flügel besonders an Basis und Vorderrand stark gelblich, Randader schwach gedörnelt mit kleinem Randdorn. Auf Dolden, Laub, in Bachschluchten um Admont, im Gesäuse, auf der Scheibleggerhochalpe selten. Juli, August. * cilicrura Rnd. 213!, Meade, platura SS. 645 pr. p.!, wohl auch Meigen pr. p. Auf Laub und Blumen bis 6000' um Admont gemein, auch um Johnsbach, im Tauernzuge, am Sirbitzkogel, um Mariahof etc.; Schneealpe (leg. Pokomy). Mai bis August. Auch in Niederösterreich, Tirol und im Küsten- lande häufig. cTf 9 = V. 0—1 : 1, M. 1:1:3, H. 3—4 (kurz) : 3—4 (lang), J" ausserdem vorn der ganzen Länge nach gleichmässig fein abstehend gewimpert. Vorder- ferse des cf an der Basis mit längerem "Wimperbüschel. Mund nicht vorstehend. Rückenschild gelbgrau mit drei entfernten braunen Striemen (beim Q oft nur die Mittelstrieme deutlich). Hinterleib des <$ entweder nur mit an den Vorder- rändern erweiterter Rückenstrieme oder auch mit wirklichen Vorderrandsbinden ; 9 mit nur am Vorderrande jedes Ringes deutlicher Rückenstrieme. Unreife <$ besitzen ein rothes Stirndreieck; Stirn des $ breit mit vorn rother Strieme. Randader auch beim 9 ungedörnelt mit kleinem Randdorn. * hirticrura Rnd. 214. (Vide aestiva.) Auf Sumpfpflanzen der Kaiserau 1 cT- J"li- * trichotlactyla Rnd. 213, Meade. Auf nassen Wiesen um Admont, Kaiserau, der Scheibleggerhochalpe, des Bösenstein ziemlich selten, häufig um Cilli, Steinbrück, Radkersburg. Juni bis August. Auch um Melk, Seitenstetten etc. V. 1 : 1, M. 1 : 2, H. 2 : 5—6 (kurz) : 2—3 (lang), c? ausserdem wie cilicrura bewimpert, aber kürzer. Mittelferse am Rücken mit langen Borstenhaaren; dadurch, sowie durch die nur undeutlichen Rückenstriemen von cilicrura leicht unterscheidbar; auch Wangen und Backen breiter, Hinterleib länger, schmäler, mit schmaler Rückenstrieme und Vorderrandsbinden. Das $ ist von cilicrura kaum zu unterscheiden, ausser durch die lichter graue Färbung und die fast fehlenden Thoraxstriemen. intersecta Mg. V 175, die sich durch breitere Gestalt, 3 mm Grösse, ganz grauen oder nur am Bauche etwas gelbliehen Hinter- leib, grösstentheils graue Hüften, schwarze Tarsen und Vorderschenkel und meist einen dunklen Wisch auf der Oberseite der Hinterschenkel unterscheiden, sonst aber vollkommen mit den cT übereinstimmen ; auf diese 9 passt die Beschreibung der genitalis Rnd. 9 263, aber auch die der pumila var. c) 9 Zett. vollständig; ein weiterer Grund, infantula und pumila zu identificiren. Bei zwei 9 aus dem Gesäuse (var. d.) sind die Hüften grösstentheils und die Hinterschenkel ganz licht. Um Steinbrück sammelte ich 2 cT (var. a. infantula), 1 9 n*M zwei ganz rothgelben Basairingen (= var. b., tf) und 4 9 nu t Uebergängen in den ganz grauen Hinterleib der var. c. genitalis; um Radkersburg 9 der var. c. und var. a. (nur der 1. und der Vorderrand des 2. Ringes trüb gelb, also analog der var. a. infantula, cf). Die Vorderschenkel des 9 sind bisweilen ganz gelb oder nur mit dunkler Rückenstrieme. Abstand der hinteren Querader von der kleinen bald fast doppelt, bald kaum gleich gross dem Abstände von der Mündung der 5. Längsader; dazwischen allerlei Uebergänge — also ein wenig brauchbares Merkmal. — Auch nigrimana Mg. V 215, 9 kann ich nur als Varietät der pumila mit undeutlichen oder fehlenden Hinterleibsflecken betrachten. geniculata Fall., Zett. 1720, J 1 , 9, S. 665, Rnd. 263, Meade. Variirt: a) Normalform. tf. Aeusserst ähnlich der albicornis Mg., aber stets bedeutend kleiner, alle Hüften, Vorderschenkel, beinahe die Spitzenhälfte der Mittel- und Hinterschenkel schwarz, Hinterschienen an Basis und Spitze oder fast ganz verdunkelt; Thorax mehr grau, nicht oder undeutlich gestriemt. Das 9 stimmt in Hüften, Vorderschenkeln, Hinterschienen, Flügeln etc. ganz mit dem $; der Rückenschild ist etwas lichter, oft mehr braungrau; der ziemlich breit eiförmige Hinterleib dunkelgrau, mit viel schwächeren Fleckenpaaren und die hinteren Schenkel sind nicht regelmässig ringförmig, sondern mehr streifenförmig, oft bis gegen die Basis hin geschwärzt, pumila 9 unterscheidet sich besonders durch die ganz lichten Hinterschienen. * var. b) pygmaea Fall, tf, Zett. 1721, 3321. Unterscheidet sich von a) nur dadurch, dass die Mittelschenkel ganz licht sind, die Hinterschenkel bloss einen kleinen schwarzen Spitzenring, der sich oft nur auf einen dunklen Seiteufleck beschränkt, tragen und die Hinterschienen ganz gelbroth sind. * var. c) nigrifemuv Zett. 1732, q (kaum 9. das wegen der zwei braunen Rückenstriemen zu bilineata gehören dürfte). Vorderhüften und Hinter- Die Anthomyinen Steiermarks. 269 Schenkel ganz gelb; sonst = var. b). Kann nicht als Zwergform der albicornis betrachtet werden, weil es sich durch bedeutend kleineres, stark grau bestäubtes, nur wenig vortretendes Hypopygium unterscheidet. Auf Sumpfwiesen der Krumau, Eichelau, Kaiserau, an der Enns und ihren Zuflüssen um Admont c? aller Varietäten und $ der Normalform gemischt nicht selten; Mürzhofen (leg. Pokornyj, aucb um Melk, Amstetten var. a) und b) Mai bis August. albicornis Mg. V 220, S. 665. — Von bilineella verschieden durch die weiss schimmernden Fühler, die fast nackte Fühlerborste, die viel dunklere Körper- farbe, besonders den fast schwarzgrauen striemenlosen Thorax; nur die Vorder- hüften sind gelb, die Mittel- und Hinterhüften ganz oder grösstenteils schwarz ; auch das Hypopygium ist viel dunkler, schwärzlich oder nur schwach grau bestäubt. Von pumila ausser den Angaben Schiners noch verschieden durch meist weiter auseinander stehende Queradern, die gegen das Ende stark gebogene 4. Längs- ader, silberweiss schimmernde Vorderhüften. Das 9 unterscheidet sich von bilineella schwer, am besten noch durch die Fühlerborste und den dunkleren Thorax mit zwei undeutlichen schwarzen Striemen (bei bilineella aschgrau oder blaugrau mit zwei braunen Striemen). Auf Mooren und Sumpfwiesen um Admont, Kaiserau, Hohentauern tf häufig, 9 selten; auch 1 cT der var. b): Hinterschenkel an der Spitze, Hinterschienen an Basis und Spitze verdunkelt. Um Melk, Seitenstetten cT und $ häufig. Juni bis August. * bilineella Zett. 1719, cf, 9 (9 wahrscheinlich auch = nigrifemur Zett. §, non cT). cf . Von sexnotata verschieden durch schlankere Gestalt, silber- weiss schimmernden Kopf, bloss zweistriemigen Thorax, meist kleinere Schüppchen, deren untere oft nur wenig über die oberen vorragen, ganz gelbe Hüften und Schenkel, kürzere Vordertarsen, welche die Schienenlänge kaum übertreffen und deren 4 Endglieder fast gleich lang sind, während sie bei sexnotata allmälig abnehmen. Als 9 betrachte ich häufig mit dem ^f gefangene Exemplare, die in Kopf, Beinfärbung, zwei braunen Thoraxstriemen vollkommen mit den c? (und auch mit nigrifemur Zett. 9) stimmen; nur haben die Vorderschenkel eine schwarze Bückenstrieme oder sind fast ganz schwarz. Die Hinterleibspunkte des 9 sm d schwach, fehlen bisweilen vollständig und dann lassen sich die 9 nur durch den mehr dunkelgrauen, nicht gelblichgrauen Hinterleib von tarsella Zett., die wohl nur eine Varietät ist, unterscheiden; zumal ich von tarsella zahlreiche 9, aber kein punktloses cf fand. Auf Sumpfwiesen um Admont, auch an Waldbächen tf und 9 sehr häufig, seltener im Gesäuse, um Badkersburg. — Var. tarsella Zett. 1736. Mit der Normalform um Admont, Kaiserau 32 9 > aucn au ' Krummholzwiesen des Natter- riegel 5 9 • ^ a i ws August. * rufipalpis Mg. V 222. Auf Mursand bei Badkersburg <$ und 9 • Auch um Melk ziemlich häufig. Aeusserst ähnlich der bilineella und vielleicht nur eine lichtere Varietät derselben; aber durch gelbe Taster, theilweise gelbes 3. Fühler- glied, gelbe Bauchbasis und theilweise gelbes Hypopygium verschieden. Ebenso Z. ß. Ges. B. XLI1I. Abb. 35 270 Gabriel Strobl. schön licht aschgrau; Eückenstriemen 2 — 3 oder undeutlich; Tasterspitze ge- wöhnlich schmal dunkel; Hüften und Beine rothgelb, nur die Tarsen und beim 9 bisweilen auch eine Strieme der Vorderschenkel schwärzlich. Hinterleib des 9 gefleckt oder ungefleckt. * lineatipes Zett. 1676, 9 • Auf Laub am Sonntagberge und bei Am- stetten, Mai, Juni, 2 $ ; gewiss auch in Steiermark. Gehört wegen der ziemlich schmalen Stirn und der Beborstung jedenfalls zu Coenosia; <$ leider noch unbekannt. Von der äusserst ähnlichen sexnotata verschieden durch bläulich- (nicht braun-)graue Färbung, kürzer flaumige Fühler- borste, kürzeren, breiter eiförmigen Hinterleib mit grösseren rundlichen, deutlich begrenzten Punkten, schwärzlich gestriemte Mittel- und Hinterschenkel, ganz graulich glashelle (nicht an den Längsadern bräunlich gesäumte) Flügel. sexnotata Mg. V 213, Zett. 1718, S. 665, End. 260, Meade. H. 1 : 2 (selten 3) : 1, alle sehr stark. Hintertarsen beiderseits ziemlich lang gewimpert. Vordertarsen auffallend lang, Vorderferse des q am Grunde mit einer dreieckig vorspringenden Partie längerer Wimperborsten. Variirt: a) (Normalform Zett.). cf. Alle Schenkel und Hüften ganz gelb. — b) Zett. Vorderschenkel des <$ mit schwarzer Kückenstrieme ($ ebenso oder bis ganz schwarz), die übrigen ganz gelb oder mit schmal schwarzen Knieen; alle Hüften grau oder stark grau gefleckt. — c) cingulipes Zett. 3320, 9 (als Art). Wie b), aber Mittel- und Hinter- schenkel mit breiter schwarzer Strieme. — d) 9- Hinterleibsflecke fehlen ganz; durch die einzelne Rückenborste der Hinterschienen von intermedia sicher zu unterscheiden. Auf Gesträuch und sumpfigen Wiesen um Melk, Seitenstetten häufig, im Gebiete bisher ziemlich selten. Var. a) im Gesäuse; var. b) im Hofmoore etc. um Admont, Hohentauern; Wechsel (leg. Pokorny); var. c) Veitlgraben; var. d) Sumpfwiesen der Kaiserau. Juni bis August. * decipiens Mg. V 218, Zett. 1735, 3322, 6293, SS. 667! Eine Varietät des 9 mit deutlich rother Basis der Schenkel und rotheu Schenkelringen ist pedella Fall., Zett. 1734, Mg. V 216, S. 667 (fehlt SS.); doch auch bei decipiens 9 fehlt das Roth daselbst nicht gänzlich. Diese Varietät steht auch der humilis Mg. ausserordentlich nahe und unterscheidet sich nur durch ungefleckten Hinter- leib, mehr gelbliche Bestäubung und wie mir scheint, mehr abschüssige Stirn; ich fing sie zugleich mit humilis bei Seitenstetten; tf sind noch unbekannt — ein Grund mehr, sie für eine Varietät der decipiens oder vielleicht auch der humilis zu halten. Auf Schilfwiesen um Admont selten, Hohentauern cT und 9 häufig, auch auf Alpenwiesen des Natterriegel und Bösenstein vereinzelt. Juni bis August. b) Alle Schenkel des d* und 9 ganz oder fast ganz schwarz, Schienen gelb oder doch mit gelber Basis. *humiHs Mg. V 220, Zett. 1732, 6292, SS. 667! (1 J 1 ), Meade, nana Rnd. 274 (Rondan i hat humilis und nana mit einander verwechselt, wie aus Die Anthomyinen Steiermarks. 271 der Beschreibung der Fühlerborste deutlich hervorgeht). Variirt sehr: Thorax bald grau, bald mehr braun, bald schwarzgrau. Brustseiten bald rein grau, bald bläulichgrau, bald bläulichgrün. Hinterleib bald grau, bald braunschwarz, seine Flecke bald deutlich, bald sehr undeutlich. Schienen bald rotbgelb, bald die hintersten, bald auch die vordersten oder sogar alle verdunkelt, aber nie glänzend schwarz und stets mit rothgelber Basis. Ebenso wechselt die Stellung der hinteren Querader. Bei der gewöhnlich 4 mm grossen Normalform a) ist der Abstand von der kleinen Querader meist halb so gross als von der Mündung der 4. Längs- ader, und grösser bis doppelt so gross als von der Mündung der 5. Längsader; Schienen meist ganz rothgelb, nur die hintersten oft ± verdunkelt; Bückenschild grau bis schwarzgrau. Bei der nur 25 — 3 mm grossen var. b) ist die 4. Längs- ader 1 :3 und die 5. 1:1 durch die hintere Querader getheilt; der Thorax meist ± braun, oft zimmtbraun ; Schienen wie bei a). Bei der ebenso kleinen var. c) pulicaria Zelt. 1733 ist Geäder und Thorax bald wie bei var. a), bald wie bei var. b), aber alle — oder doch die Vorder- und Hinterschienen — stark verdunkelt ; natürlich auch Mittelformen. — Das 9 der äusserst ähnlichen, aber etwas grösseren (3'5 — 4 mm) und heller grauen bis gelbgrauen oder braungrauen sexmaculata unterscheidet sich von allen Varietäten der humilis sicher durch die mit Aus- nahme der gelben Basis wirklich schwarzen und ziemlich glänzenden Schienen, die ganz oder fast ganz schwarzen Schenkelringe, die etwas deutlicher flaum- haarige Fühlerborste ; durch die Schienenfarbe auch von der sonst fast identischen nana Zett. An Bachufern, auf Mooren und Sumpfwiesen um Admont, Kaiserau, Hohen- tauern $ aller Varietäten gemein, cT sehr selten; um Seitenstetten <$ und 9 nicht selten. Bei manchen 9 SU1 ^ a U e Schenkelringe, Basis und Spitze der Schenkel schmal gelb und diese dürften vielleicht als dunkle Varietät der rjcni- culata Fall, zu betrachten sein. *nana Zett. 1716, 9, 6288, cf, S. 667; humilis Rnd. 274, uon Mg., Zett. In Sümpfen etc. um Melk, Seitenstetten cT und 9 nicht selten; gewiss auch im Gebiete. * sexmaculata Mg. VII 335, Zett, 1717!, S. 666 (fehlt SS.), Meade, sexpustulata Rnd. 266. Auf Sumpfpflanzen des Hofmoores, der Krumau und an Bachufern um Admont 9 9 ; cf nur um Seitenstetten. Juni bis August. * articulata Zett. 1530, 9' Ist em e echte Coenosia sens. Rnd.; sieht zwar der Chelisia remotella täuschend ähnlich, unterscheidet sieh aber durch nicht auffallend gebildetes, viel kleineres Hypopygium, vorstehende untere Schüppchen, nicht vorragende Stirn uud Mundrand, an der Basis breiter gelbe Schienen uud ist grösser (cf 3'5— 4, 9 5 mm); das noch nicht beschriebene cf unterscheidet sich vom 9 durch den ziemlich lang walzenförmigen Hinterleib, das kolbig ver- dickte Hypopygium, durch zwei oft undeutliche braune Flecke auf dem vorletzten Ringe. cT, 9 : H. 1 : 2 : 2, wie bei Macrorchis intermedia gestellt. Auf Sumpfwiesen und an Bächen der Tiefregion um Admont sehr selten, sehr häufig hingegen in der Berg- und Alpenregion bis 6000', cf und 9 : Kaiserau, 272 Gabriel StroM. Kalbling; Sank. Hohentauern, Bösenstein, Hochschwung, Almsee bei Turrach. Juli. August. pictipennis Loew, SS. 664! Auf trockenen Eainen bei Steinbrück (21. Juli) 1 c? (eine Form mit fast ganz grauem Hinterleibe; nur Bauch und Seiten der Basis gelb. H. 1:3:1). III. Section: Körper plump, breit und kurz, an Limnophora erinnernd. Beborstung der Hinterschienen sehr spärlich und kurz (Pseudo-Limnophora in.). triangula Fall., Zett. 1482, Mg. V 148, SS. 664!, nigripes Macq., Und. 267! H. 1:1 — 2:0, alle sehr klein; sonst nackt; auch die Aussenborsten nicht immer vorhanden; Dors. -Borsten 3, sehr selten 4. An Bachufern um Admont fast überall, häufig auch um Radkersburg, Luttenberg, Steinbrück, Cilli; Mürzhofen (leg. Pokorny); noch bei 5000' am Scheiplsee des Bösenstein. Mai bis September. Auch um Melk, Seitenstetten gemein. pacifica Mg. V 140. S. 664. triangula Rnd. 268, non Fall. Von der äusserst ähnlichen, aber viel dunkleren und kleineren triangula verschieden durch die ± silberweisse Stirn mit grau bestäubter Stirnstrieme, die fast oder ganz fehlenden Thoraxstriemen, die bläulich- oder weisslichgraue Körperfarbe; H. eben- falls 1:1:0. <$ und 9 se hr ähnlich der Limnophora solitaria, aber Stirn des CJ* gleich breit, Dors. -Borsten nur drei. Auf lehmigen und sandigen Flussufern bei Radkersburg, Cilli $ und 9 nicht selten. Juli. * ruft/mana n. sp., $. Smm. Simillima triangulae; differt tarsis anticis rufis, seta fere nuda, scutello nigro, fronte bruvmea, anticc angustata, thorace subimmaculato, äbdomine octomaculato. Gleicht so vollkommen der triangula in Grösse, Tracht. Farbe, Geäder, Beborstung der Schienen, dass sie sich nur mit Mühe unterscheiden lässt. Doch sehe ich folgende auffallende Unterschiede: Bei triangula sind alle Tarsen schwarz, bei rufimana die vier letzten Vbrdertarsenglieder rothbraun. Bei trian- gula ist die Stirnstrieme ziemlich tief gespalten, die Stirnleisten mehr grau. nach vorn etwas erweitert, daher die Stirn gleich breit. Bei ruf/mann ist die schwarze Strieme nur wenig gespalteu, der Ocellenfleck nebst den überall gleich schmalen Stirnleisten braun, die Stirn daher nach vorn deutlieh verschmälert. Der Rückenschild von triangula ist breit dreistriemig mit bis zum Schildchen sichtbaren oder hinten zusammengeflossenen Striemen; bei rufimana ist der Rückenschild vor der Quernaht grau und nur mit sehr schmaler dunkler Mittel- strieme; erst hinter der Quernaht zeigt er drei breite, theilweise zusammen- geflossene Striemen. Endlich ist bei rufimana das Schildchen ganz schwarz, der Hinterleib aber heller weissgrau mit je zwei grossen dreieckigen Flecken auf dem 1. — 4. Ringe; die Flecke nur durch eine breite graue Mittelstrieme getrennt; Die Anthomyinen Steiermark?. 273 die des 4. Ringes bedeutend kleiner. Stirn etwas schmäler als Auge; Fühlerborste noch unscheinbarer flaumig, so dass man sie beinahe nackt nennen kann. An lehmigen Ennsufern bei Admont Ende August 1 cf . * obscuripes Rnd. 267! cf 25mm, 9 3mm. H. 2—3:2—3:0 und 1 Innenborste, aber alle sehr klein. Bedeutend kleiner als triangula, mit viel kleineren Hinterleibsflecken; eine dunkle Rückenstrieme zwischen denselben bald deutlich, bald fehlend. Stirnstrieme tief gespalten, stark grau schimmernd. Kopf und Rückenschild grau, gewöhnlich ohne Spur von Striemen. Dors. -Borsten 3. Die ganz gerade hintere Querader steht der kleinen oft sogar etwas näher als dem Ende der 5. Längsader. Beine auch bei den (j 4 stets einfarbig schwarz (ohne lichte Kniee, wie Rondani angibt); cf nur durch etwas geringere Grösse und den kolbigen After vom 9 unterscheidbar. An lehmigen Ennsufern der Krumau bei Admont nicht selten. Juli, August. * nigra Mg. V 216, Zett. 1603, Rnd. 269!, luctuosa Mg. V 156 (von Meigen selbst VII 334 für = nigra erklärt). H. 1—2:1 (unterhalb der Mitte) : 1 (vor der Spitze), alle sehr klein. Auf Wassersteinen des Mühlauerbaches bei Admont 1 cf, 2 9- August. * fflobuliventris Zett. 1603! Höchstwahrscheinlich = palustris Dsv., Mg. VII 336, Rnd. 270 = atra 9 Mg. VI 377, obwohl diese Autoren die bei cf und 9 weiss bereiften Brustseiten und Hinterleibsbasis nicht erwähnen. Auf Alpenwiesen des Pyrgas (5000'), Gesträuch um Admont selten, häufig auf Murauen bei Radkersburg und Rainen um Steinbrück, meist $. Juli, August. Bis Dalmatien verbreitet. IV. Section: Caricea Dsv., Rnd., Meade (als Gattung). (Fühlerborste wenigstens am Grunde gefiedert, V. und H. mit 4 — 5 starken Apicalborsten ; Körper robust, ziemlich kurz. Ist durch Uebergänge mit Arten der Section I und II, z. B. mit verna, humilis verbunden.) tifjrina Fhr., Zett, 1712, 3319, SS. 663! (non Mg., die nach Meade = ciliatocosta Zett. 1713 = pantherina Rnd. 276 ist). Variirt: a) tigrina Rnd. 275 und b) leonina Rnd., je nachdem die Innenseite der Vorderschienen ohne oder mit braunem Flecke ist; Meade zieht beide sonst identische Formen mit Recht zusammen. H. stets 1:2:2. Mürzhofen, Wechsel (leg. Pokorny); Admont selten, Murauen von Radkers- burg, Raine bei Steinbrück häufig, meist var. b). Juni bis October. In ganz Österreich häufig. * obtusipennis Fall., Zett. 1425. Auf Blumen, Bachrändern und Sumpfwiesen (3500 — 6000' ) nicht sehr selten: Hohentauern, Bösenstein 1 cf, 4 9; Hochschwung 4 9> von Mariahof auf den Sirbitzkogel 2 cf, 19- J ll l'> August, 274 Gabriel Strobl. Anmerkung. Auch peregHna Mg. V 187, 9 (Beschreibung der Fühler fehlt) gehört hieher; bisher nur um Seitenstetten 1 (j\ H. 1 : 2 : 2. V. Section: 3IacrorcMs Rnd., Meade. intermedia Fall., Mg. V 214, Zett. 1723, 6290, SS. 666!, Meade. H. 1 : 2 : 2 (paarig), alle stark. Das 9 variirt: b) die vier hinteren Schenkel an der Spitzenhälfte mit schwarzer Kückenstrieme. Auf Laub, Blumen, besonders aber auf sumpfigen Wiesen bis 5500' häufig, wenigstens im Ennsthale, am Kalbling, Natterriegel, um Hohentauern; var. b) Kaiserau und Natterriegel selten. Juli. August. meditata Fall., Mg. V 219, Zett. 1715, 4744, SS. 666!, Rnd. 281, Meade. (H. 1:2:1, alle stark.) Mürzhofen (leg. Pokorny). Mühlau und Gesäu-e bei Admont, Sumpfwiesen um Hohentauern, selten. An Bächen um Seitenstetten, Mai bis August, sehr häufig. Mycophaga Rnd. fungorum Dsv., Mg., Zett. 1739, SS. Wol, Rnd. 243. Mürzhofen (leg. Pokorny). Ich traf sie nur um Seitenstetten. Chirosia Rnd. (Chiastochaeta Pok.). * Trollii Zett. 1609. In den Blüthen des Trollius europaeus am Semmering (Mik in Wiener ent. Zeit., 1891, p. 139 als Chirosia). (* albimana Wahlb., Rnd. 238 = albitarsis Zett. besitze ich nur aus Prag von Schmidt-Göbel, 1 <$. Coenosia albimana Loew in Wiener ent. Zeit., 1858 aus Sicilien scheint mir identisch zu sein.) * (Chirosia) fusca u. sp. <$. 4 mm. Capite, thorace pedibusque fuscis, abdomine cinerea linea dorsali nigra, aus cinereolvjaloiis; antcnnis et palpis nigris, fronte lata. Gleicht sehr der albimana, stimmt im Bau des Kopfes, der Fühler, in Schüppchen und Geäder vollkommen, unterscheidet sich aber leicht durch die schmutzigbraune Körperfarbe und die ganz dunklen Vordertarsen. An Wieseti- rainen bei Melk Ende Mai 1 <$ . Kopf ganz schmutzig lichtbraun, auch die Stirnleisten. Stirnstrieme schwärzlich, aber mit dunkelrothem Schimmer (vielleicht noch nicht ganz aus- gefärbt), so breit als die Stirnleisten. Stirn so breit als ein Auge, in der Mitte weniger verschmälert als bei albimana rf . Wangen und Backen etwa = 1 / 8 Augenbreite. Taster und Fühler schwarz, letztere ganz wie bei albimana, ziemlich kurz, das dritte viereckige Glied kaum um die Hälfte länger als breit; Borste nur sehr kurz flaumig. Thorax ganz schmutzigbraun; der Rücken dunkler, fast schwarzbraun, fettartig glänzend, sehr lang beborstet. Schüppchen sich deckend, nebst den Schwingern schmutzig rothgelb. Hinterleib fast streifenförmig, nieder- Die Anthomyinen Steiermarks. 2 i gedrückt, grau mit schwarzer Rückenlinie und unbestimmten schwärzlichen Schillerflecken, oben und unten lang und reichlich abstehend borstenhaarig. After etwas kolbig, die ersten Glieder grau bereift, das letzte glänzend schwarz, dick, hakenförmig, an den Bauch eingeschlagen. Beine ganz einfach, durchaus schmutzig dunkelbraun, reichlich beborstet ; die Borsten der Schenkel wimperartig gestellt, nirgends büschelförmig zusammengedrängt. Ausser den Apicalborsten tragen die V. 2, M. 4, H. 2 : 5 : 3, ausserdem noch zwei feinere innere Wimpern. — Bei albimana sehe ich an H. drei Paar Rückenborsten und weiter oben eine unpaarige und eine vordere Aussenborste (also 1:4:3), aber keine Innenwimper. Flügel ganz graulich glashell; Randader kurz gedörnelt mit starkem Randdorn; die kleine Querader etwas hinter der Mündung der 1. Hauptader, die hintere Querader etwas vor der Mitte der Discoidalader, etwas länger als der Abstand von der Mündung der 5. Längsader. — Sehr ähnlich dürfte Aricia moriens Zett. 1505 sein, doch zählt er sie zu den Arten mit cylindrischem Hinterleibe, nennt sie dunkelgrau mit gelber Makel oberhalb der Fühler und leicht gebräunten Flügeln. Miyopinaa R. D. {Melanoclielia Rnd., Meade). HpaHa Fall., Zett. 1584, SS. 658!, Rnd. 104. Mürzhofen (leg. Pokorny); ich sammelte sie nicht selten auf Bachsteinen um Melk und in Dalmatien. Mai bis Juli. Dialyta Mg. * erinacea Fall., Zett. 1370, Mg. V 208, S. 657. Auf Sumpfwiesen um Hohentauern Ende Mai 3 cT. Lispe Latr. (Monographie von Kowarz in Wiener ent. Zeit., 1892, p. 33 — 54.) tentaculata Deg., SS. 661!, Rnd. 289, Kow. p. 38. Auf lehmigen und sandigen Flussufern um Admont, Cilli, Radkersburg nicht selten ; Mürzhofen Wechsel (leg. Pokorny). Mai bis Juli. consanguinea Loew, S. 661, Kow. p. 40. An lehmigen Ennsufern bei Admont selten, an der Mur bei Radkersburg und Saan bei Cilli häufig; hier auch eine var. b) cf und $ mit fast ganz schwarzen Hinterschienen. Juli, August. * tenuipalpis Zett., Kow. 37. Auf lehmigen Murauen bei Radkers- burg cf und 9 nicht selten; auch au Bächen bei Steinbrück; Mürzhofen (leg. Pokorny). Juli. * flavicincta Loew. Am feuchten Sande der Mürz bei Mürzhofen (leg. Pokorny). Athevigona Rnd. ([uadripunctata Rss., Rnd. 251; varia Mg., S. 669. Auf Dolden und blumigen Rainen um Radkersburg, Luttenberg, Steinbrück. Juli. 276 Gabriel Strobl. Die Anthomyinen Seiermarks. Schoenomyza Hai., find. 239. *Uttorella Fall., Zett. 1951, 2720, Schin. in z.-b. Ges., 1867, p. 325, Rnd. 240, Litorella ochthiphilina Kiid. ol. — Eine Varietät ist fasciata Mg. VI 19 (vide Strobl in Wiener ent. Zeit.. 1893). An Bächen, Teichen, in Sumpfwiesen bis 5000' nicht selten: Ennsnfer, Kaiserau, Scheibleggerhochalpe, Kalbling bei Admont; Trefneralm bei Johnsbach ; Tauernstrasse, Scheiplalm des Bösenstein, Hochschwung; Mürzhofen (leg. Po- korny). Die Varietät selten mit der Normalform. Mai bis August,