Beiträge zur Kenntnis der Curcnlioniden-Gattung Acicnemis Lacordaire (CoL). Von Wilhelm Hubenthal in Bufleben bei Gotha. 1. Einleitung. Dejean führt in seinem Catalog (3. ed. p. 300) den Gattungsnamen Oflocnemus Dejean mit der Art mucronatus Buquet aus Java an. Beide sind unbeschrieben. Fairmaire be-schrieb die erste Art variegatus (Rev. Zool. 1849 p. 511) und änderte den Gattungsnamen in Acicnemis, um eine Verwechselung mit Äoplo-cnemis Schönherr zu vermeiden. Auch Fairmaire gibt keine Gattungs-beschreibung. Als Autor der Gattung ist daher Lacordaire zu zitieren, welcher (Genera des Coleopteres VII 1866 p. 31—32 Atl.VIII t. 73 f. 3, a — b) die erste Beschreibung verfaßte. Weitere Arten wurden von Pascoe, Chevrolat^ Mac Leay, Fairmaire, Gahan, E-oelofs, Faust, sowie von den lebenden Curculionidenspezialisten Hartmann und Heller beschrieben. Die Zitate sind bei den be-treffenden Arten zu ersehen. Die Beschreibungen der drei ersten Autoren sind teilweise schwer zu deuten, weil zu kurz und allgemein gehalten. Sie sind im Folgenden nach Möglichkeit, in den meisten Fällen wohl richtig, auf vorliegendes Material bezogen worden, in der Erwägung, daß es besser ist, eine alte Beschreibung zu deuten, auch auf die Gefahr hin, daß diese Deutung später mit Hilfe von Typen geändert werden muß, als zu viele neue Namen zu schaffen. — Pascoe hat ( Journ. Linn. Soc. XI. 1872 p. 463 und 464) die beiden unhalt-baren Gattungen Be/ethia und Semelima geschaffen, über welche später das Nötige gesagt werden wird. Chevrolat hat (Pet. nouv. 1878 p. 269) eine Verteilung der damals bekannten Arten in diese drei Gattungen vorgenommen, wonach elf Arten zu Acicnemis Pascoe, neun zu Berethia Pascoe und zwei {triangulum Pascoe und Tnonili-fera Chevrolat) zu Semslima Pascoe gehören. • — Lacordaire hatte (1, c.) Acicnemis auf fünf bis sechs Arten aus Java, Indien und Ceylon, sowie auf die einzige beschriebene Axt variegata Fairm. begründet. Von dieser sagt er, daß sie abweichend sei, indem ihre ,, allgemeine Gestalt von der der indischen Arten ziemlich differiert." Lacordaire hat offenbar gestreckte Arten aus Asien vor sich gehabt, während