297 Lippen hat. Myxöbolus pfeifferi wurde bis jetzt nur im Neurilemm (?) der Aesche gefunden. Es ist nach der Gestalt der Sporen nicht aus-geschlossen, daß wir es hier mit derselben Art zu tun haben, was nicht ohne theoretisches Interesse wäre. Die Sporen von M. pfeifferi werden allerdings größer angegeben. 7. Zwei neue javanische Physapoden-Genera. Von H. Karny. eingeg. 24. Juli 1912. Gleichzeitig mit dem reichhaltigen Material gallenbewohnender Physapoden, das ich in der »Marcellia« publiziert habe, sandte mir Herr Dr. van Leeuwen auch einige blütenbewohnende Thysanopteren aus Java ein, und zwar handelt es sich dabei um zwei Arten, deren jede gleichzeitig auch als Vertreter einer neuen Gattung angesehen werden muß. Ich gebe im nachfolgenden die Beschreibungen dieser beiden Formen. Mhynchothrips nov. gen. Kopf deutlich breiter als lang. Fühler neungliedrig; Stylus deut-lich kürzer als das sechste Glied. Ocellen deutlich. Mundkegel auf-fallend lang und sehr schmal, bis zum Vorderrand des Mesosternums reichend, viel länger als der übrige Kopfteil. Maxillartaster sehr lang und dünn, dreigliedrig. Prothorax breiter und viel länger als der Kopf, an seinen Hinterecken jederseits mit zwei kurzen Borsten. Vorder-schenkel auffallend stark verdickt. Vorderschienen und Vordertarsen mit je einem Zahn bewehrt. Vorderflügel mit ziemlich spärlichen und nicht sehr kräftigen Borsten besetzt. Körper ohne netzförmige Struktur und ohne seidenartigen Glanz. Hinterleibsende zugespitzt, nicht dornig, aber mit kräftigen Borsten besetzt. Die neue Gattung würde durch die neungliedrigen Fühler neben Heterothrips verwiesen, durch den auffallend schmalen und langen Rüssel erinnert sie aber an Myeterothrips, ist jedoch von diesem Genus ohne weiteres durch die stark verdickten Vorderschenkel, die bewehrten Vordertibien und -tarsen, die Zahl der Fühlerglieder und die spärlicher beborsteten Flügel zu unterscheiden. Species typica: Rhynchothrips tenirirostris n. sp. Braun, Hinterleib etwas heller. Kopf kurz, deutlich breiter als lang, nach hinten nicht verengt. Netzaugen groß , etwa 4 / 5 der Kopf-länge betragend. Nebenaugen groß und deutlich. Fühler neungliedrig, fast viermal so lang als der Kopf. Erstes Glied kurz-cylindrisch, die übrigen eiförmig; Stylus spitz-kegelförmig, seine beiden ersten Glieder