Der Organismus der Phronimiden. Dr. C. Claus. Mit Tafel I bis VIII. Wenn wir den reichen Inhalt der vielgestaltigen Hyperinen systematisch zn ordnen , die zahlreichen Gattungen und Arten derselben in natürliche Gruppen zu bringen versuchen, so werden wir immer noch am besten nach dem Vorgange von M i 1 n e Edwards verfahren und die merkwürdigen, durch den ausge-prägten Geschlechtsdimorphismus sowie durch die zickzackförmig zusammengelegten Antennen des Männchens ausgezeichneten Ty-phi den oder Platyseeliden (Hyperines anormales) den Hype-rinen mit normal gebildeten Antennen gegenüberstellen. Im Kreise der erstem werden wir die Familien 1 ) der Ty-phiden, Sceliden, Pronoiden, Lycaeiden und Oxy ce-phaliden, innerhalb der letzt ern die Familien der Phronimiden Hyperiden und Vibiliden unterscheiden. Im letztern Kreise sind die Vibiliden leicht an der Gammariden ähnlichen Körper-form, der geringen Grösse des Kopfes und der Augen, sowie an den kurzen kolbig angeschwollenen Vorderantennen zu erkennen, während sich die grossköpfigen Hyperiden und Phronimiden minder leicht in scharfer Grenzlinie abheben. Während Dana zur Charakterisirung der letztern vornehmlich die Gestaltung der Thora-calbeine des 5. und 6. Paares berücksichtigte, welche bei den Hyperiden nicht auffällig vergrössert und von dem nachfolgenden Extremitätenpaare nicht wesentlich verschieden sind, bei den Phro-nimiden dagegen durch ihre bedeutende Stärke oder Länge, sowie durch die Umgestaltung zu Greiforganen hervortreten, hat neuer-dings Spence-Bate mit vollem Recht auf die Bildung der ') Nach eingehenden noch nicht veröff entlichten Untersuchungen des Verf. 151»)