261 zu verknüpfen, als die seinerzeit von Herdman auf Grund eines^ ein-zigen Exemplares aufgestellte Familie der Coelocormidae. Die Ähn-lichkeit von Coelocormus mit Pyrosoma ist eine rein äußerliche, indem sie sich auf die becherförmige Gestalt der Kolonie beschränkt. Die Centralhöhe ist in beiden Fällen von ganz verschiedener Natur; sie stellt bei Pyrosoma eine echte gemeinsame Cloake der Kolonie dar, während sie bei Coelocormus nichts andres ist als eine Einbuchtung der Kolonie-Oberfläche, mit der die Cloaken der Einzeltiere durch ein Sy-stem verzweigter Kanäle erst indirekt in Verbindung stehen. Außerdem ist Coelocormus ein echter Didemnide, so daß die Fam. Coelocormidae von den spätem Forschern meist nicht mehr als solche anerkannt wird. Anders steht es mit der Gattung Cyathocormus, die im Bau der Kolo-nie den Luciae entschieden näher steht als den übrigen Synascidien. Meiner Ansicht nach läßt sich die Kolonieform von Cyathocormis ganz ungezwungen von einer solchen Diplosoma-Kolonie, wie sie Seeliger in Bronns Klassen und Ordnungen, Tunicata, S. 184 oder Lahille in seinen Recherches sur les Tuniciers, p. 112 schematisch abgebildet hat, ableiten. Dabei hat man sich nur vorzustellen , daß die Anheftungs-fläche so weit sich verkleinerte, die Cloakenöffnung dagegen so weit sich vergrößerte, bis die Kolonie eine cylindrische Gestalt annahm und die Einzeltiere in die Seitenwände des Cylinders zu liegen kamen. Dann würden die Verhältnisse genau dieselben sein, wie sie bei Cyathocormus tatsächlich obwalten. Daß die Blutgefäße nur in der Längsrichtung verlaufen, scheint auch für diese Auffassung zu sprechen. Auf diesen Punkt sowie die systematische Stellung der neuen Familie gedenke ich in einer späteren Arbeit einzugehen. Von dieser interessanten Synascidie liegen mir zwei Kolonien vor, die beide auf einem Korallenstock festsitzend schon vor mehreren Jah-ren in den tieferen Teilen der Sagamibucht erbeutet wurden. Tokio, Juni 1912. 2. Zur Kenntnis der Zygophthalmen. Über die Gruppierung der Sciariden und Scatopsiden. Von Dr. Günther Enderlein, Stettin. (Mit 15 Figuren.) eingeg. 6. Juli 1912. Schon kürzlich l wies ich auf die nahen Beziehungen der Scato-psiden zu den Sciariden 2 und Cecidomyiiden 2 hin, denen ich dadurch 1 Enderlein, Die pkyletischen Beziehungen der Lycoriiden (Sciariden) zu den Fungivoriden (Mycetophiliden) und Itonididen (Cecidomyiden) und ihre syste-matische Gliederung. Arch. f. Naturgesch. 1911. I. 3. Suppl. S. 116—201. Taf. 1—2 und 2 Textfig. 2 Nach dem Vorschlag der Deutschen Zoolog. Gesellschaft lasse auch ich die