293 Neue Spinnen aus Amerika. Beschrieben von Engen Graf Keyserling in Glogan. (Mit Tafel IV.) (Vorgelegt in der Versammlung am 7. Mai 1879.) Epeiroidae. Gen. Eurysoma C. K. 1839, 1. E. scufatutn Perty. Taf. IV, Fig. 1. Acrosoma scutatum Perty, Delectus auim. artic. in it. Bras. 194. tab. 38, f. 7. C. Koch, Die Arachniden Bd. 6, p. 117, Fig. 517. Weib: Totallänge ...,.., , 44 Mm. Cephalothorax lang 1*9 „ „ in der Mitte breit 1*9 „ „ vorn breit 1'9 j? Abdomen lang 3-4 „ „ breit 4*0 „ Mandibeln lang 1*0 „ Fem. Pat, Tib. Metat. Tar. Summa 1. Fuss 1-2 0-5 0-8 1-0 - 05 = 40 Mm. 2. „ 1-2 0-5 0-8 1-0 0-5 == 4-0 „ 3. „ 1-0 0-4 0-6 0-6 0-4 = 3-0 „ 4. „ 1-3 0-4 0-8 0-8 0-5 = 38 ,, Der Cephalothorax, die Mundtheile und das Sternum dunkel rothbraun, die Schenkel alle und die Tibien der beiden Vorderpaare ebenso, die anderen Glieder und die Palpen heller gelblich roth. Der Hinterleib ganz hellgelb, durch dunkle gelbe Striche in verschieden gestaltete Felder getheilt, von denen ^94 Eugen Graf Keyserling. die in der Mitte ziemlich gross, die am Rande gelegenen ganz klein sind. In jedem dieser Felder liegt ein kleiner runder brauner Fleck. Bei einem der Exemplare ist jedes der Felder mit einem dunkleren Strich umgeben und das ganze Rückenschild sieht vollständig dem einer Schildkröte ähnlich. Bei dem zweiten grösseren Exemplare ist der Rücken noch mit einem weitmaschigen Netz brauner Bänder geschmückt. Der Bauch in der Mitte ganz dunkelbraun, an den Seiten heller, die Spinnwarzen und die Epigyne dunkel rothbraun. Ein drittes Exemplar in meiner Sammlung, das aus Guyana stammt , hat einen einfarbigen dunkelrothen Rücken, bei dem die Theilung in verschiedene Felder nur schwer zu erkennen ist. Der glänzende, fein runzlige Cephalothorax ebenso lang als breit, vorn auch nicht schmäler, sondern fast breiter als hinten zwischen dem zweiten und dritten Fusspaare, sonst ebenso lang als Tibien -|- Metatarsus I, oben sehr hoch gewölbt, fast ebenso hoch als breit. Betrachtet man ihn von der Seite, ist er oben über dem Rücken gleichmässig gerundet, in der Mitte am höchsten und fällt hinten zum schwach ausgeschnittenen Hinterrande fast ebenso steil ab, wie zu dem Stirnrande. Der Kopftheil wird durch sehr tiefe Seitenfurchen markirt, die aber nicht bis oben hinauf reichen, eine Mittelritze ist nicht bemerkbar. Die vier an einem geringen Vorsprung der Stirn gelegenen Mittelaugen bilden ein ebenso hohes, als hinten breites Viereck, das vorn ein wenig schmäler ist, und sitzen höher über dem Stirnrand, als die Höhe des Vierecks beträgt, das sie bilden. Die hinteren Mittelaugen sind fast um ihren Durchmesser und die gleich grossen unteren nur um ihren Radius von einander entfernt. Die weit kleineren Seitenaugen befinden sich von ihnen weit entfernt, dicht beisammen und dicht über dem unteren Rande an den äussersten Ecken des Kopfes. Die etwas nach hinten gelegenen Mandibeln fast so lang, als die vorderen Metatarsen, vorn ganz flach und an beiden Seiten mit einem erhabenen Kiel versehen. Die massig gekrümmte und ziemlich kurze Klaue legt sich in einen Falz, dessen Vorder- und Hinterrand mit einigen Zähnchen besetzt ist. Die Maxillen etwas länger als breit, au der Aussenseite gerundet, an der Innenseite ausgeschnitten, vorn gerade abgestutzt, umschliessen zum grössten Theil die breitere als lange, vorn gerundete Lippe. Das Sternum herzförmig, flach gewölbt, ebenso lang als breit, vorn sehr breit, und leicht ausgeschnitten, hinten in der Mitte mit einem tiefen spitzen Ausschnitt versehen , in den sich der den Cephalothorax mit dem Abdomen verbindende Theil legt. Die Beine kurz, ziemlich dünn, bieten nichts Besonderes und sind stachellos. Der Hinterleib in der vorderen Hälfte am breitesten, etwas breiter als lang, ist oben nur massig gewölbt, unten fast ganz flach. Das Rückeuschild besteht aus einer weit dickeren und härteren Cbitinhaut als die Bauchbedeckung. Die Verbindungsstelle mit dem Cephalothorax befindet sich in der Mitte des Neue Spinnen aus Amerika. 295 Bauches und daher bedeckt das Abdomen diesen zum grössten Theil. Die Spinnwarzen sind kurz und gleich lang. Mann: Totallänge 3'0 Mm. Cephalothorax lang 1'7 „ „ in der Mitte breit 16 „ „ vorn breit 1*5 „ Abdomen lang 2*5 „ breit 3-2 „ Mandibeln lang 09 „ Fem. Pat. Tit. Metat. Tar. Summa 1. Fuss 1-2 0-5 Ol 1-0 0-6 = 8-4 Mm. 2. „ 1-2 0-5 0-1 10 0-6 = 3-4 „ 3. „ 10 0-3 0-5 0-6 0-4 = 2-8 „ 4. „ 1-3 0-4 0-8 0-9 0-5 =- 3-9 „ Der ganze Vorderkörper, die Beine und die Palpen rothbraun, das Ab- domen oben bräunlich grau mit sechs grossen runden braunen Flecken und vielen kleineren rings am Rande gelegenen, die ebenso, wie beim Weibe den Mittelpunkt von Feldern bilden, deren Umrisse oder Begrenzungen jedoch nur schwer sichtbar sind. Die beiden grösseren vorderen braunen Flecken sind zum Theil weiss umgrenzt. Der Bauch hellbraun. Der glänzende oben gerunzelte Cephalothorax etwas länger als breit, vorn unbedeutend schmäler als hinten zwischen dem zweiten und dritten Fusspaare, oben kaum mehr als halb so hoch als breit, in der Mitte ungefähr am höchsten über den Rücken hin ziemlich gleichmässig gewölbt. Die breite, vorn in der Mitte ziemlich stark vortretende und einen Hügel bildende Stirn, auf der die vier Mittelaugen sitzen, ist hoch und im unteren Theil mit zwei eigen- thümlichen flügelartigen Fortsätzen versehen, zwischen denen in der Mitte ein kleiner Hügel sich befindet und an deren äussersten zur Seite gerichteten Enden die Seitenaugen sitzen. Unterhalb der Mittelaugen bildet die etwas zurück- tretende Stirn eine stumpfe Querleiste, an der in der Mitte unterhalb der beiden unteren Mittelaugen zwei kleine stumpfe abwärts gerichtete Höckerchen sich befinden. Die vier Mittelaugen bilden ein vorn schmäleres ebenso hohes, als hinten breites Viereck, das doppelt so hoch iJber dem Stirnrand sitzt und die beiden vorderen Augen sind etwas weniger weit von einander entfernt, als die hinteren. Die kleinen Seitenaugen sitzen dicht beisammen, wie schon erwähnt, am Ende der flügelartigen Auswüchse. Der vorn breitere als lange herzförmige Hinterleib ist oben ganz flach gewölbt, unten ein wenig gehöhlt. Der Tibientheil der Palpen unbedeutend länger als der Patellartheil, das Endglied sehr gross und dick. 2vt) Eugen üraf Key s erling-. Die Beine ziemlich schlank, nicht sehr verschieden in der Länge, die beiden ersten Paare weit dicker als die anderen, alle dünn behaart und ohne Stacheln. Unten an der Coxa des ersten Fusspaares ein kleiner zahnförmiger Vorsprung. Cayenne, Neu- Granada und Peru. Gen. Paraplectana Cap. 1866. 2. P. peruana n. sp. Taf. IV, Fig. 2. Mann: Totallänge 2-4 Mm. Cephalothorax lang l'S „ „ in der Mitte breit V2 „ „ vorn breit 12 „ Abdomen lang 15 ,, „ breit 1'8 » Fem. Pat. Tib. Metat. Tar, Summa 1. Fuss 10 0-4 0-9 0-7 04 = 34 Mm. 2. „ 10 0-4 0-8 0-6 0-4 = 3-2 „ 3. „ 0-6 0-3 0-4 04 O'S = 2-0 „ 4. „ 0-8 04 0-6 0-6 04 = 2-8 „ Der Cephalothorax schwarzroth, ähnlich die Mundtheile und das Sternum, die Beine röthlich gelb, die Tibien und Metatarseu der beiden Vorderpaare schwärzlich angeflogen, die Schenkel des ersten, zweiten und vierten Paares rothbraun, besonders in der Endhälfte. Der Hinterleib oben bräunlich schwarz, nur der Hinterrand desselben gelb. Von diesem aus steigt in der Mitte ein kurzes ebenso gefärbtes Band eine geringe Strecke aufwärts. Der Bauch und die Spinnwarzen auch bräunlich gelb mit vielen schrägen schwarzen Strichen an den Seiten und drei Querbändern in der Mitte von derselben Farbe, so, dass dieser fast ganz schwarz erscheint. Die beiden Endglieder der sonst gelben Palpen rothbraun. Der Cephalothorax kaum länger als breit, länger als Femur I, vorn ebenso breit als zwischen dem zweiten und dritten Fusspaare, oben sehr hoch gewölbt, fällt vorn recht schräge zu den Augen hin ab, hinten zum Hinterrand aber noch steiler. Der grosse breite Kopftheil ist an den Seiten durch einen Eindruck deutlicher vom Brusttheil gesondert. Die hintere Abdachung ist etwas concav und der Hinterleib legt sich mit seinem vorderen weit vorragenden Theil in diese flache Höhlung. Die vier Mittelaugen liegen an einer geringen Erhöhung der abschüssigen Stirn und der Clypeus ist unterhalb derselben ein wenig nach hinten geneigt. Die beiden unteren sind etwas kleiner als die beiden oberen, kaum um ihren Durchmesser von einander, um diesen vom unteren Stirnrande und etwas weiter Neue Spinnen aus Amerika Z.vT von der biiitereu entfernt, die reichlich una ihren Diirchmesacr auseinander liegen. Die Seitenaugen befinden sich mehr beisammen, ohne sich jedoch zu berühren, an den äussersten Ecken des breiten Kopfes und die vorderen der- selben bilden, von vorn betrachtet, mit den unteren Mittelaugen durch Höher- stehen der letzteren, eine leicht nach oben gekrümmte Linie. Die ein wenig nach hinten gerichteten Mandibeln sind kräftig, vorn der Länge nach nicht gewölbt und ungefähr so laug als die vorderen Patellen. Die Masillen wenig länger als breit, in der Endhälfte am breitesten, vorn und an den beiden Seitenrändern ziemlich gerade abgestutzt, umschliessen zum Theil die ebenso lange als breite, vorn stumpf zugespitzte Lippe. Das Sternum, ungefähr um die Hälfte länger als breit, recht gewölbt und dünn mit feinen lichten Härchen besetzt. Der unbedeutend breitere als lange fast kreisrunde flache Hinterleib legt sich weit auf den Cephalothorax hinauf. Sein oberer, flach gewölbter Theil besteht aus einer ziemlich dicken festen glänzenden Chitinschale, die mit Löchern in Form von Nadelstichen und einzelnen ganz kurzen feinen Härchen überstreut ist. Bings am Vorderrande liegt eine Reihe nur schwer sichtbarer flacher Grüb- chen, und in der Mitte befinden sich noch vier solche, die aber grösser sind. Der nach vorn zu bedeutend breiter werdende Tibialtheil der Palpen ebenso lang als der Patellartheil. Die Decke des Geschlechtsknotens länglich oval, endet vorn mit kurzer, gerundeter Spitze. ä Die Beine schlank, sehr dünn und fein behaart, ohne eigentliche Stacheln, nur mit einzelnen etwas stärkeren Borsten besetzt. In der Sammlung der Universität in Warschau ein Exemplar aus Amable Maria in Peru. Taczanowskia n. gen. Der Cephalothorax breiter als lang, an den Seiten und hinten gerundet, oben hoch gewölbt, steigt hinten recht steil an und senkt sich vorn sanft zu den Augen hin. Der Kopftheil sehr schmal und durch tiefe Seitenfurchen begrenzt. Augen 8. Die vier Mittelaugen bilden ein unten bedeutend breiteres Viereck und sitzen an einem Vorsprung der Stirn. Die Seitenaugen dicht bei- sammen an einem kleinen Hügelcheu, liegen an den Ecken des Kopfes, nahe über dem unteren Rande, nicht weiter von den unteren Mittelaugen als diese von einander. Die Mandibeln kurz und schwach. Die Maxillen etwas länger als breit, vorn leicht gerundet und weit breiter als an der Basis. Die Lippe vorn zugespitzt, doppelt so breit als lang und nur den dritten Theil so lang als die Maxillen. Das Sternum herzförmig, länger als breit, hinten am spitzen Ende gerade abgestutzt. Z, B. Ges. B. XXIX. Abh. 38 298 Eugen Graf Keyserling. Die Beine dünn, fein behaart und stachellos, nur die Schenkel der beiden Vorderpaare, die gleich lang und länger als die anderen sind, ziemlich kräftig. Das dritte Paar das kürzeste. Die Patellen am Anfange ungewöhnlich stark gekrümmt und alle Tarsen auffallend kurz. Am Ende dieser drei gezähnte Klauen, von denen die obere äussere doppelt so lang als die innere ist, ausser- dem noch viele gezähnte Borsten. Das Abdomen etwas breiter als lang und besonders oben recht stark gewölbt, unbehaart und mit dicker fester Haut bedeckt. 3. T. striata n. sp. Taf. IV, Fig. 3. Weib: Totallänge , 5-6 Mm. Cephalothorax lang 2*2 „ „ in der Mitte breit 2'4 „ „ vorn breit 0-8 „ Abdomen lang 40 „ „ breit . . ' 4-7 „ Mandibeln lang 07 „ Fem. Pat. Tib. Metat. Tar. Summa 1. Fuss 33 1-5 1-8 1-3 06 = 8-5 Mm. 2. „ 3-3 1-5 1-8 1-3 0-6 = 85 „ 3. „ 20 1-1 1-3 0-9 0-5 = 5-8 „ 4. „ 2-8 ri 1-5 1-0 0-5 = 6-9 „ Der Cephalothorax röthlich gelb, oben auf der höchsten Stelle des Eückens weisslich, jederseits an den Seiten mit drei schräge nach oben steigenden schmalen schwarzen Bändern, von denen sich die beiden hinteren, hinten an der höchsten Stelle vereinigen, die beiden vorderen kürzeren aber vorn an den Seiten des Kopfes liegen. Alle Augen bernsteingelb, die Mandibeln auch gelb, vorn in der Mitte mit einem schwarzen Bande. Die Maxillen, die Lippe und das Sternum schwarz, die beiden ersteren am Vorder- und Seitenrande roth. Die Beine gelb, und zwar die ersten Glieder recht dunkel und die letzten ganz hell, alle mit rothbraunen Eingeln; die Schenkel der drei hinteren Paare fast ganz roth, nur am Ende gelb; die Palpen ähnlich gefärbt. Der Hinterleib oben gelb, an der vorderen Abdachung roth gefleckt, an der hinteren jederseits mit zwei bis drei grösseren undeutlichen schAvarzen Flecken und ausserdem nach vorn schwärzlich marmorirt. Der Bauch auch gelb, in der Mitte schwarzbraun und hinter der Epigyne ein schwarzes in der Mitte gelbes Viereck. Die Spinnwarzen roth. Der Cephalothorax beträchtlich breiter als lang, in den Seiten gerundet, vorn am Kopf sehr zugespitzt, oben recht hoch gewölbt, steigt hinten steil an, an den Seiten etwas schräger und fällt von der höchsten Stelle, die einen kurzen scharfen Querkiel bildet, und mit zwei Büschelchen weisser Härchen versehen ist, zu den Augen sanft ab. Der schmale Kopftheil wird jederseits von einer Neue Ppiiuien aus Amerilca. 2at) recht tiefen Seitenfurche begi-enzt, die auch nach hinten weit hinaufreicht. Dieser ganze Körpertheil ist glatt, wenn auch nicht glänzend und mit kurzen weissen Härchen dünn bekleidet. Von oben betrachtet ist die hintere Augenreihe etwas und die vordere stark nach vorn gebogen (recurva), dagegen, von vorn gesehen, erscheint die vordere gerade. Die vier gleich grossen Mittelaugen sitzen an einem runden Vorsprung des Kopfes, der die Mandibeln ziemlich stark überragt und bilden ein hinten weit schmäleres Viereck, das vorn etwas breiter als lang ist. Die hinteren Mittelaugen liegen um ihren Radius von einander und um fast das Zweifache ihres Durchmessers von den Seitenaugen. Die vorderen Mittelaugen sind nicht ganz um ihren Durchmesser vom Stirnrande entfernt, um denselben von den hinteren Mittelaugen, fast um das lV2fache desselben von einander und eben so weit von den etwas kleineren Seitenaugen, welche dicht beisammen auf einem kleinen Hügelchen sitzen. Die Mandibeln halb so lang als die vorderen Patellen, schwach, vorn unbedeutend gewölbt und am Ende mit einer kleinen Klaue versehen. Die Maxillen wenig länger als breit, sind vorn ziemlich gerade abge- schnitten und umgeben zum grössten Theil die den dritten Theil so lange vorn stumpf zugespitzte Lippe, die fast doppelt so breit als lang ist. Das Sternum länglich herzförmig, vorn ein wenig ausgeschnitten, hinten zugespitzt, aber am äussersten Ende gerade abgestutzt, an den Rändern ziemlich steil ansteigend, oben flach und etwas rauh. Die Beine an allen Gliedern recht dünn, mit Ausnahme der Schenkel der beiden Vorderpaare, die weit stärker als die der anderen sind. Die verhältniss- mässig langen Patellen am Anfange ungewöhnlich stark gekrümmt, die Tarsen auffallend kurz, nicht halb so lang als die Patellen. Bekleidet sind dieselben nur sehr dünn mit ganz feinen kurzen Härchen. Unten an den Schenkeln der drei ersten Paare sitzt eine dichte Reihe ganz kurzer Dornen, Stacheln sind an keinem der Glieder vorhanden. Von den beiden grossen Klauen am Ende der Tarsen ist die äussere mindestens noch einmal so lang als die ziemlich gekrümmte und mit zwei bis drei Zähnchen besetzte innere. Die lange Klaue ist wenig gekrümmt, weit stärker und mit drei Zähnchen bewaffnet. Die kleine untere Klaue hat nur einen Zahn, und ausserdem sitzen am Ende dieses Gliedes viele gezähnte Borstenhaare. Der Hinterleib ziemlich dick, breiter als lang, vorn stark ausgeschnitten, in der Mitte am breitesten, und da auch am höchsten gewölbt, fällt oben nach vorn und hinten schräge ab. Oben in der Nähe der gerundeten Seitenecken sitzt jederseits ein kleiner stumpfer Kegel. Unten am Bauch, zwischen Epigjne und den am Ende des Abdomens sitzenden Spinnwarzen, befindet sich eine breite runde niedrige Erhöhung, die in der Mitte der Länge nach ein wenig eingedrückt ist. Die Bedeckung des Hinterleibes besteht aus einer glatten, besonders oben recht dicken Chitinhaut. Ein Exemplar aus Amable Maria in Peru in der Sammlung der Universität Warschau. 38* 300 Eugen GrafKeyserling. Gen. Cyrtarachne Thor. 1868. 4. C. cornigera Hentz. Taf. IV, Fig. 4. The Spiders of tlie U. S. of Nie. Hentz edited bei Burgess. Boston 1875. ü. 123. tab. 14. fig. 8. tab. 18. flg. 44. Weib: Totallänge . . . , 145 Mm. Cephalothorax lang 5'0 „ „ in der Mitte breit 5"0 „ „ vorn breit 2-8 „ Abdomen lang 103 „ „ breit 12o „ Mandibeln lang , 2-0 „ Fem. Pat. Tib. Metat. Tar. Summa 1. Fuss 4 2-4 3-6 40 TS = 15-3 Mm. 2. „ 3-2 2-2 2-4 2-6 10 = 114 „ 3. „ 2-8 1-3 1-5 1-4 0-8 = 7-8 „ 4. „ ........ 8-1 20 2-2 2-0 0-8 = lO'l „ Der Cephalothorax dunkelbraun, nur oben an der Spitze der Dornen heller, die Mandibeln auch duukelrothbraun, die Maxillen, die Lippe, das Sternum, die Palpen und die Beine heller braun, die Coxen der letzteren mehr bräunlich- gelb, der Hinterleib gelb mit feinen schwarzen Strichen, die an den Seiten und hinten hinaufsteigen. Die beiden runden Höcker auf dem Rücken sind braun, die vor ihnen liegenden Gruben schwarz und der ganze vordere Theil bräunlich angeflogen. Der Cephalothorax ebenso lang als breit, vorn mehr als halb so breit als hinten in der Mitte zwischen dem zweiten und dritten Fusspaare, oben in der Mitte sehr hoch gewölbt und noch bedeutend erhöht durch die beiden ge- zackten Höcker, die an der höchsten Stelle nebeneinander liegen, vorn zu den Augen hin stark geneigt und auf dieser geneigten Fläche mit runder warzen- förmiger recht grosser Erhöhung versehen. Die vier Mittelaugen sitzen an den Ecken eines kleinen Hügels und die Seitenaugen auf einem Vorsprung an den Ecken des Kopfes. Der Clypeus ist ziemlich senkrecht und etwas höher als die Entfernung der vorderen Mittelaugen von den hinteren beträgt. Die steil ansteigenden Seiten sind grauulirt und hinten am Rande mit grösseren runden Erhöhungen versehen. Die hintere auch recht steile Abdachung ist dagegen glatt und glänzend. Die vier Mittelaugen bilden ein sichtlich breiteres als langes Viereck, das vorn schmäler als hinten ist; die beiden vorderen, etwas grösseren Augen sitzen um ihren doppelten Durchmesser von einander, kaum so weit von den hinteren, und diese ungefähr um ihren dreifachen Durchmesser von einander. Die Entfernung der dicht beisammen sitzenden Seitenaugen, von Neue Spinneu aus Amerika. 301 denen die vorderen etwas grösser sind, von den Mittelaugen ist mindestens dreimal so gross als die der vorderen Mittelaugen von einander. Die vorderen Mittelaugen liegen höher als die Seitenaugen, so, dass eine an dem unteren Eande der ersteren gezogene gedachte Linie mehr als um Augenbreite über der letzteren zu liegen käme. Die Mandibeln etwas kürzer als die vorderen Patellen, so dick als die Schenkel, vorn ziemlich gewölbt und stark granulirt. Die Klaupn am Ende derselben kurz und schwach. Die Maxillen nicht länger als breit, fast viereckig und stark gewölbt. Die Lippe kaum mehr als ein Drittel so lang als die Maxillen, weit breiter als lang und vorn ganz stumpf zugespitzt. Das flache dreieckige Sternum länger als breit, recht rauh und lang behaart. Die Beine kurz, dünn behaart und unbestachelt, das erste Paar bedeutend länger als das zweite und vierte, das dritte nur halb so lang als das erste. Die kurzen dicken Palpen haben am Ende eine kleine Klaue, ob diese mit Zähnchen besetzt ist, kann ich nicht sehen. Der Hinterleib breiter als lang, unten flach, oben sehr gewölbt mit zwei runden niedrigen Höckern. Der Rücken hat keine Ocellen, nur vier kleine Grübchen, vorn in der Mitte. Hentz scheint nur ein ganz junges Thier gesehen zu haben, da das von ihm beschriebene nur 2V2 Mm. misst. Ein Exemplar aus der Umgegend von Neu-Orleans in der Sammlung des Herrn Becker in Brüssel. Gen. Singa C. K. 1836. 5. S, abhreviata ii. sp. Taf. IV, Fig. 5. Weib: Totallänge 3-5 Mm. Cephalothorax lang 1'2 „ „ in der Mitte breit 11 „ „ vorn breit 07 „ Abdomen lang 2*4 „ breit 2-8 „ Mandibeln lang 07 „ Fem. Pat. Tib. Metat. Tar. Summa 1. Fuss 1-1 0-5 0-7 0-8 05 = 3-6 Mm. 2. „ 1-0 0-4 0-6 0-6 0-5 = 3-1 „ 3. „ 0-6 0-3 0-4 0-4 0-3 = 2-0 „ 4. „ 1-0 0-4 0-7 0-7 0-4 = 3-2 „ Der hellgelbe Cephalothorax an den Seiten braun, die Mandibeln gelb, die Maxillen und die Lippe an der Basis dunkelbraun, in der Endhälfte gelblich- 302 Eugen Graf Keyserling. weiss, das Sternum schwarzbraun, am Eande ganz schmal gelb gesäumt. Der Hinterleib oben und an den Seiten weiss mit dunklerem länglicnem Fleck in der Mitte und an den Seiten, der von schwarzen Strichen und Flecken gebildet wird. Der Bauch schwärzlich angeflogen, die Lungendecken ganz schwarz, die Epigyne ganz und die vier grossen Spinnwarzen an der äusseren Seite röthlichbraun. Die gelben Beine haben besonders unten an den Tibien der beiden Vorderbeine und oben an den Schenkeln ein schwärzliches oder bräunliches Längsband, am Ende der Tibien und PateUen einen undeutlichen ebenso ge- färbten Ring, nur das dritte Paar ist ganz gelb. Die Patellen auch gelb mit schwärzlichen Ringen an Schenkel, Tibien und Endglied. Der Cephalothorax unbedeutend länger als breit, vorn fast zwei Drittel so lang als in der Mitte zwischen dem zweiten und dritten Fusspaar, etwas länger als Femur I, oben recht hoch gewölbt, erhebt sich gleich hinter den Augen, ist am Ende des ersten Dritttheils am höchsten und senkt sich recht schräge zum Hinterrande. Die Seitenfurchen am Kopfe sind ziemlich tief, reichen aber nicht bis oben hinauf. Die obere Augenreihe von oben betrachtet, etwas nach vorn gebogen (recurva). Die beiden hinteren Mittelaugen ein wenig grösser als die übrigen, liegen um ihren Radias von einander und reichlich um ihren doppelten Durch- messer von den an einem Hügelchen dicht beisammen sitzenden Seitenaugen. Die vorderen Mittelaugen sind um ihren Durchmesser von den hinteren, fast ebensoweit vom Stirnrande, fast um das lV2fa'Che von einander und kaum weiter von den Seitenaugen entfernt. Die vier Mittelaugen bilden ein vorn etwas breiteres Viereck. Die Mandibeln ebenso lang als die vorderen Patellen, vorn in der obern Hälfte gewölbt, divergiren in der unteren. Die Maxillen ebenso lang als breit, die vorn gerundete Lippe fast doppelt so breit als lang. Das Sternum etwas länger als breit, ziemlich gewölbt, hat eine dreieckige Gestalt und ist an der hinteren Spitze gerade abgestutzt. Die dünnen fein behaarten und ziemlich kurzen Beine haben keine Stacheln, sondern nur einzelne etwas stärkere Borsten. Der etwas breitere als lange dicke Hinterleib bildet ein mit abgerundeten Ecken versehenes Viereck, ist vorn ziemlich gerade und hinten ein wenig aus- geschnitten, so, dass die beiden gerundeten Hinterecken ein wenig vortreten. In meiner Sammlung aus Neu-Granada. 6. S. duodecimguttata n. sp. Taf. IV, Fig. 6. Weib: Totallänge .3-3 Mm. Cephalothorax lang l'ß „ r, in der Mitte breit . . . r4 „ „ vorn breit 07 ,, Neue Spinnen aus Amerika. 303 Abdomen lang 20 Mm. „ breit 1'6 „ Mandibeln lang 07 „ Fem. Pat. Tib. Metat. Tar. Summa 1. Fuss 1-6 0-7 ri 0-9 0-7 = 50 Mm. 2. „ 1-3 0-7 09 0-7 0-6 = 4-2 „ 3. „ 0-9 0-4 0-5 0-5 O'S = 2-8 „ 4. „ 1-2 0-6 0-9 0-7 0-6 = 4-0 „ Der dünne mit feinen weissen Härchen besetzte Cephalothorax, sowie die Mundtheile, das Sternum, die Palpen und die Beine gelblichroth, an den Schenkeln und den Tibien der letzteren zwei breite undeutlicke Einge. Der dünne und kurz behaarte Hinterleib hell röthlichbraun mit zwölf weissen Flecken auf dem Kücken, von denen je vier an den Seiten und vier in der Mitte liegen. Die kleinen paarweisen Grübchen braun. Der glänzende mit kleinen Grübchen versehene Cephalothorax etwas länger als breit, vorn halb so breit als in der Mitte zwischen dem zweiten und dritten Fusspaar, ebenso lang als Femur I, massig hoch gewölbt, am Beginn der hinteren Hälfte am höchsten, zu den Augen hin sanft geneigt, an den Seiten recht schräge und hinten noch etwas steiler abfallend. Die Mittelgrube an der hinteren Abdachung klein und flach, die Seitenfurchen des Kopfes recht tief, reichen aber nicht ganz bis oben hinauf. Die obere Augenreihe, von oben gesehen fast gerade, nur unbedeutend nach vorn gebogen (recurva). Die hinteren Mittelaugen vielleicht etwas kleiner als die vorderen, sind um ihren Eadius von einander uad reichlich um ihren Durchmesser von den wenig kleineren und an einem Hügelchen nahe beisammen sitzenden Seitenaugen entfernt. Die vorderen Mittelaugen liegen nicht ganz um ihren Eadius von einander, etwas mehr als um diesen von den Seitenaugen und um ihren Durchmesser von den hinteren Mittelaugen. Die vier Mittel- augen bilden ein rechteckiges, etwas längeres als breites Viereck. Die Mandibeln ebenso lang, als die vorderen Patellen, vorn wenig ge- wölbt, divergiren am Ende unbedeutend. Die Maxillen ebenso breit als lang. Die vorn ganz stumpf zugespitzte Lippe ein wenig breiter als lang. Das Sternum ebenso breit als lang, vorn gerade, hinten gerundet, massig gewölbt und ebenso, wie der Cephalothorax mit kleinen Grübchen versehen, in denen dunkle Borstenhärchen sitzen. Die dünn und fein behaarten Beine ziemlich kräftig und ganz ohne Stacheln. Der um den fünften Theil länger als breite Hinterleib hat eine eiförmige Gestalt. Ein Weib aus Neu-Granada in meiner Sammlung. 304 Eugen Graf Keyserling. Gen. Epeira W. 1805. 7. JEJ. mactilata Keys. Verh. d. k. k. zool.-botan. Ges. in Wien 1865. p. 827. Fig. 24—27. In der Sammlung des Herrn Dr. L. Koch in Nürnberg befindet sich ein Weibchen dieser Art, das anders gefärbt ist wie die früher beschriebenen. Oben auf dem Cephalothorax befindet sich ein schwarzer Strich, der von den hinteren Mittelaugen bis an die Mittelritze reicht; ebenso haben die Schenkel der beiden Vorderpaare unten in ihrer ganzen Länge einen solchen. Der graue mit kleinen weissen Flecken überstreute Hinterleib hat hinten über der Mitte drei schmale schwarze Längsbänder, die weiter in der Mitte sich in einzelne Flecken auflösen und vorn ganz verschwinden. Der Bauch ist mit einem breiten schwarzen Längsbande geziert und an den Seiten steigen je vier schmale ebenso gefärbte schräge aufwärts. 8. E, punctillata n, sp. Taf. IV, Fig. 7. Mann: Totallänge 29 Mm. Cephalothorax lang 1*6 „ „ in der Mitte breit TS „ „ vorn breit 0'6 „ Abdomen lang 17 „ „ breit . TS „ Mandibeln lang 0*6 „ Fem. Pat. Tib. Metat. Tar. Snmma 1. Fuss 2-0 0-6 1-7 1-7 O'S = 6-9 Mm. 2. „ 1-7 0-6 11 1-2 0-7 = 5-3 „ 3. „ ro 0-3 0-7 0-7 0-5 = 3-2 „ 4. „ 1-0 0-5 1-0 ri 0-6 = 4-7 „ Der Cephalothorax dunkel, die Beine, die Palpen, sowie die Mundtheile und das Sternum hellgelb, der Hinterleib unten gelb mit runden weissen Flecken, oben weiss, bräunlich angelaufen. Die Grübchen in der Mitte und jederseits eine Eeihe kleiner runder Flecken braun. Der Cephalothorax etwas länger als breit, fast ebenso lang als Tibia I, kürzer als Femur I, vorn nicht halb so breit als hinten zwischen dem zweiten und dritten Fusspaare, oben ziemlich hoch gewölbt, etwas hinter der Mitte am höchsten, von da zu den Augen hin sanft, nach hinten sowie zu den Seiten- rändern ziemlich schräge abgedacht. Die schmale Mittelritze und die Furchen an den Seiten des Kopfes flach. Die obere Augenreihe, von oben betrachtet, massig nach vorn gebogen (recurva); die Mittelaugen derselben unbedeutend kleiner als die vorderen, fast um ihren Durchmesser von einander entfernt und fast mehr als um das Doppelte Neue Spinnen aus Amerika. 305 desselben ahih den an einem Hügelchen dicht beisammen liegenden kaum mehr als den dritten Theil so grossen Seitenaugen. Die vorderen Mittelaugen sitzen an einem Vorsprung der Stirn, um ihren Durchmesser von den hinteren und etwas mehr als um denselben von einander sowie von den Seitenaugen entfernt. Die Mandibeln ungefähr so lang als die vorderen Patellen, ein wenig nach hinten geneigt und vorn an der Basis nicht gewölbt. Die Maxillen ebenso lang als breit und die vorn stumpf zugespitzte Lippe ein wenig breiter als lang. Das unbedeutend längere als breite herzförmige Sternum massig gewölbt. Die ziemlich langen Beine dünn behaart und mit ziemlich kräftigen schwarzen Stacheln besetzt. Der Hinterleib dreieckig, vorn am breitesten, in der Mitte des Vorder- randes etwas vorgezogen und ebenso die beiden Vorderecken ein wenig hervor- ragend. In der Sammlung des Herrn Dr. Koch findet sich ein Männchen dieser Art aus Illinois. 9. E. baltimorensis n. sp. Taf. IV, Fig. 8. Weib: Totallänge 6-0 Mm. Cephalothorax lang 2"3 „ „ vorn breit 2'1 „ „ hinten breit 2'0 „ Abdomen lang 4*2 „ „ breit 4"4 „ Fem. Fat. Tib. Metat. Tar. Summa 1. Fuss 2-8 ri 2-2 2-3 10 = 9-4 Mm. 2. „ 2-2 1-0 1-8 2-0 ro = 8-0 „ 3. „ 1-7 0-9 1-0 ri 0-8 = 5-5 „ 4. „ 2-4 1-0 1-6 1-8 0-8 = 7-6 „ Der Cephalothorax, die Mundtheile, Sternum, Palpen und Beine hell röthlichbraun, das Ende der Tibien, Metatarsen und Tarsen dunkler. Der Hinter- leib oben gleichfalls hell rothbraun, ganz bedeckt mit kleinen gelblichweissen Flecken, so, dass nur das Eückengefäss und die paarweise stehenden Grübchen davon befreit bleiben. An den Seiten ein undeutliches dunkelbraunes Band, hinter der Epigyne ein ziemlich grosser, vorn breiter, nach hinten zu schmäler werdender und gerade abgeschnittener weisser Fleck, der hinten und an den Seiten von dem bis an die Spinnwarzen reichenden braunen Mittelbande um- schlossen wird. Einige Exemplare haben oben auf dem Eücken in der hinteren Hälfte mehrere Paare undeutlicher dunkler Flecken und vorn an den Seiten auch jederseits einen nach aussen gekrümmten Strich, zwischen denen ein helles Feld von annähernd viereckiger Gestalt liegt. Der Cephalothorax nur wenig länger als breit, vorn etwas mehr als halb so breit als hinten in der Mitte zwischen dem zweiten und dritten Fusspaare, Z. B. Ges. B. XXIX. Abh. 39 306 Engen Graf Key s erling. ebenso lang als Tibia I, oben ziemlich hoch gewölbt, hinter den Augen eine kurze Strecke etwas ansteigend, dann bis über die Mitte gleich hoch, hinten und an den Seiten recht steil abfallend. Die Seitenfurchen am Kopfe sowie auch die breite an der hinteren Abdachung gelegene Mittelgrube recht tief. Die vorderen Mittelaugen an einem nicht sehr hervorragenden Vorsprung der Stirn gelegen, kleiner als die nicht einmal um die Hälfte ihres Eadius von einander entfernt liegenden hinteren Mittelaugen, sind von einander um das lY2fache und von den dicht beisammen auf einem kleinen Hügel sitzenden etwas kleineren Seitenaugen um das zweifache ihres Durchmessers entfernt. Die obere Reihe ist von oben betrachtet nur unbedeutend nach vorn gebogen (recurva). Die Mandibeln vorn gewölbt, die Maxillen ebenso lang als breit, die Lippe vorn stumpf zugespitzt und kaum halb so lang als die Maxillen. Die Beine massig lang, die Stacheln an denselben sehr schwach und hell gefärbt. Der Hinterleib dick, vorn am breitesten, hinten gerundet und etwas breiter als lang. Diese Art, die sich in der Sammlung des Herrn Dr. Koch in mehreren Exemplaren aus Baltimore befindet, hielt ich früher für identisch mit der in Neu- Granada lebenden E. glöbosa Keyserling (Verh. d. k. k. zool.-botan. Ges. in Wien 1865, p. 820 Fig. 19 — 21), habe mich aber nun überzeugt, nachdem ich die Thiere nochmals genau untersucht, dass sie trotz der grossen Aehnlichkeit in der Gestalt Repräsentanten verschiedener Arten sind. Der s-förmig gebogene und stark quergefurchte Fortsatz am vorderen Fortsatz der Epigyne von E. baltimorensis ist länger und dünner, auch fehlen am Vordertheil desselben die beiden mondsichelförmig gekrümmten erhabenen Leisten, ebenso sind die vorderen Mittelaugen entschieden kleiner als die hinteren, während sie bei gldbosa gleich gross erscheinen und die vorderen auf kleinen cylinderischen Hügeln sitzen, was bei ersteren nicht der Fall ist. 10. E. unanima n. sp. Taf. IV, Fig. 9. Weib: Totallänge • 10*0 Mm. Cephalothorax lang 4'4 „ „ in der Mitte breit 3"5 „ n vorn breit 1'9 „ Abdomen lang 64» „ breit 7-2 „ Mandibeln lang 1'9 „ Fem. Fat. Tib. Metat. Tar. Summa 1. Fuss 4-1 2-0 3-4 3-8 1-5 = 14-8 Mm. 2. „ 40 1-9 2-8 3-2 1-3 = 13-2 „ 3. „ 2-8 1-5 1-5 1-9 10 == 8-7 „ 4. „ 4-0 1-7 2-5 3-2 l'l = 12-5 , Neue Spinnen aus Amerika. dU7 Der ganze Vordertheil des Körpers nebst den Palpen und Beinen röthlich- gelb, das Abdomen unten schmutziggelb, oben grünlichgrau mit einem vorn breiten, nach hinten allmälig schmäler werdenden gelblichweissen Läugsbande über der Mitte, das von dem gleichfalls graugrünen Kückengefässe durchsetzt wird. Die Grübchen auf dem Eücken rothbraun. Der Cephalothorax etwas länger als Femur I, nicht ganz um den vierten Theil länger als breit, vorn wenig mehr als halb so breit als in der Mitte zwischen dem zweiten und dritten Fusspaar, massig hoch, oben auf der Mitte des lang aber nicht sehr dicht behaarten Kopfes am höchsten, hinten und an den Seiten ziemlich schräge absteigend. Die bis hinauf reichenden Seitenfurchen des Kopftheils und die an der hinteren Abdachung gelegene breite Mittelgrube recht tief. Die obere Augenreihe erscheint, von oben gesehen, massig nach vorn gebogen und die auf ganz niedrigen Hügelchen sitzenden Mittelaugen derselben sind um den dritten Theil grösser als die auf einem kleinen Hügelchen dicht beisammen liegenden Seitenaugen. Die vorderen Mittelaugen noch etwas grösser als die hinteren, liegen von diesen um ihren Durchmesser, von einander nicht ganz um das 1 V2fache und von den Seitenaugen fast um das Dreifache desselben entfernt. Die Mandibeln fast ebenso lang als die vorderen Patellen und im oberen Theil vorn ziemlich gewölbt. Die Maxillen ebenso lang als breit, umschliessen zum Theil die etwas breitere als lange, vorn stumpf zugespitzte Lippe. Das flach gewölbte herzförmige Sternum wenig länger als breit. Die Beine dünn behaart und mit ziemlich kräftigen Stacheln besetzt, die an dem ersten Paar folgendermaassen verfcheilt sind. Femur oben 3—4, vorn 3 und hinten am Ende 1; Tibia unten 4 Paar, jederseits 2 und oben 1—2; Metatarsen auch mehrere oben weniger regelmässig stehende. Der Hinterleib sehr dick, vorn breiter als laug, hinten ganz stumpf zugespitzt, die beiden vorderen Ecken gerundet und nicht mit Höckern versehen. Ein Weib aus Neu-Freiburg in der Sammlung des Herrn Dr. Koch. 11. JS. uniforniis n. sp. Taf. IV, Fig. 10. Weib: Totalläuge 117 Mm. Cephalothorax lang 4'9 „ „ in der Mitte breit 3'7 „ „ vorn breit 20 „ Abdomen laug 78 „ „ breit . 7-8 „ Mandibeln lang 2-0 „ 39* 308 Eugen Graf Keyserling. Fem. Pat. Tib. Metafc. Tar. Summa 1. Fuss .50 2-7 4-3 4-6 1-6 = 18-2 Mm. 2. „ 4-3 2-6 3-8 4-0 TS = 16-2 „ 3. „ 8-2 1-7 1-9 2-0 1-0 = 9-8 „ 4. „ 4-0 1-9 2-9 3-3 l'l = 13-2 „ Der Cephalothorax , die Mundtheile, das Sternum, die Beine und die Palpen gelb, der Hinterleib oben und unten gelblichweiss. Der Cephalothorax fast um den vierten Theil länger als breit, vorn wenig mehr als halb so breit als in der Mitte zwischen dem zweiten und dritten Fusspaare, eben so lang als Femur I, oben ziemlich hoch gewölbt, in der hinteren Hälfte am höchsten, hinten und an den Seiten recht steil ansteigend. Der Kopftheil kurz, an den Seiten ganz steil und durch tiefe bis nach oben reichende Seitenfurchen vom Brusttheil getrennt, vorn, wo die beiden unteren Mittelaugen sitzen, stark vorspringend. Die Mittelgrube ist breit und tief und ganz an der hinteren Abdachung gelegen. Die obere Augenreihe ist ein wenig nach vorn gebogen. Die gleich grossen Seitenaugen sitzen auf einer geringen Erhöhung nahe beisammen, ohne sich jedoch zu berühren an den Seitenecken des Kopfes von den reichlich doppelt so grossen Mittelaugen dreimal so weit entfernt, als diese von einander. Die hinteren Mittelaugen, unbedeutend kleiner als die um ihren doppelten Durchmesser von einander entfernten vorderen, sind kaum um ihren Radius von einander und mehr als um ihren doppelten Durchmesser von den vorderen entfernt. — Die Mandi- beln weit kürzer als die vorderen Patellen und vorn sehr stark gewölbt. Die Maxülen ebenso breit als lang, haben eine fast viereckige Gestalt, sind innen ausgeschnitten und umgeben zum Theil die halb so lange Lippe, die etwas breiter als lang und vorn stumpf zugespitzt ist. Das Sternum fast nur um die Hälfte länger als breit, vorn ausgeschnitten, hinten zugespitzt und massig gewölbt. Die Beine ziemlich schlank, sehr dünn behaart und nur mit schwachen Stacheln besetzt. Der Hinterleib sehr dick, wenig länger als breit, hat eine fast runde Gestalt und ist ganz unbehaart. Neu-Freiburg. Ein Exemplar im Besitz des Herrn Dr. Koch. 12. E. venustula ii. sp. Taf. IV, Fig. 11. Weib: Totallänge 9-2 Mm. Cephalothorax lang 40 „ „ in der Mitte breit S'O „ „ vorn breit 19 „ Abdomen lang 61» „ breit 52 „ Mandibeln lang 19 » Nene Spinneu ans Amerika. d09 Fem. 1. Fuss 3-2 2. „ 3-2 3. „ 2-3 4. „ 31 1-6 2-4 2-8 M = 110 ^ Der mit kurzen weissen Härchen bekleidete Cephalothorax rothbraun, oben etwas heller, hinten in der Mitte gelb, die Mittelgrube und die von ihr auslaufenden Striche braun, die Mandibeln dunkelroth, die Maxillen, die Lippe und das Sternum rothbraun, dunkel marmorirt und die beiden ersteren an den Vorderrändern breit weiss gesäumt. Die Beine am Anfange der Schenkel, Tibien, Metatarsen und Tarsen gelb, im Uebrigen dunkel rothbraun, die Palpen ebenso. Das Abdomen unten gelb mit bräunlichem Längsbande in der Mitte, oben auch gelb aber mit ziemlich stark schwarzbraunem Anfluge, vorn ein in der Mitte unterbrochenes schwarzes Band, zwischen den beiden Schulterhöckern und hinten noch vier bis fünf undeutliche und ganz schmale wellenförmige Querbänder. Der ganze Eücken und die Seiten sind dünn besetzt mit kurzen Borstenhärchen , die auch am Bauch nicht fehlen , aber da ganz kurz und fein sind. Der Cephalothorax um den vierten Theil länger als breit, vorn fast zwei Dritttheile so breit als hinten zwischen dem zweiten und dritten Pusspaare, weit länger als Femur I, oben ziemlich hoch gewölbt, erhebt sich hinter den Augen ein wenig, ist am Ende des ersten Dritttheils am höchsten, senkt sich dann erst sehr unbedeutend und fällt hinten ziemlich schräge ab, während er an den Seiten recht steil gewölbt ist. Die Seitenfurchen des Kopfes, die unten recht deutlich vorhanden sind, verschwinden weiter oben fast ganz. Die hintere Abdachung ist zur Aufnahme des Hinterleibes etwas ausgehöhlt. Die obere Augenreihe, von oben gesehen, nur wenig nach vorn gebogen. Die vier Mittelaugen befinden sich an einem niedrigen Vorsprung der Stirn auf vier kleinen runden Hügelchen, die beiden etwas grösseren vorderen sind reichlich um ihren Durchmesser von einander, mehr als das Fünffache von den Seitenaugen und um das Einfache desselben von den hinteren Mittelaugen entfernt, die fast um ihren l'/sfachen Durchmesser von einander abstehen. Das vordere Seitenauge ist etwas kleiner und um seinen Radius vom hinteren entfernt, das halb so gross als das hintere Mittelauge ist. Die Mandibeln wenig länger als die vorderen Patellen, vorn in der oberen Hälfte ziemlich gewölbt und in der unteren an der Innenseite schräge abgeschnitten. Die ziemlich kräftige Klaue legt sich in einen vorn und hinten mit mehreren starken Zähnchen besetzten Falz. Die fast viereckigen ebenso langen als breiten Maxillen umschliessen zum Theil die breitere als lange vorn zugespitzte Lippe. Das länglich herzförmige Sternum massig gewölbt, am Rande weiss be- haart, vorn und oben mit einzelnen Borsten besetzt. 310 Eugen G raf Keyserling. Die Beine auch mit dunkelen Borsten und weissen anliegenden Härchen bekleidet, haben an allen Gliedern mit Ausnahme der Patellen Stacheln. Der Hinterleib kaum um den sechsten Theil länger als breit, ist vorn am breitesten und nach hinten zu allmälig schmäler werdend am Ende stumpf zugespitzt. Die beiden vorderen Seitenecken treten ein wenig vor und bilden stumpfe Höcker. Neu-Freiburg. In der Sammlung des Herrn Dr. Koch. 13. E. veles u. sp. Taf. IV, Fig. 12. Weib: Totallänge 118 Mm. Cephalothorax laug 40 „ „ in der Mitte breit 3"2 „ ,; vorn breit 2"0 „ Abdomen lang 92 „ „ breit 4'2 „ Mandibelu lang 1'9 » Fem. Pat. Tib. Metat. Tar. Summa 1. Fuss 3-6 1-7 31 3-2 IS = 129 Mm. 2. „ 8-2 1-7 2-5 2-9 IB = Wß „ 3. „ 2-7 1-2 1-6 1-7 1-0 = 8-2 „ 4. „ 3-7 1-6 30 3-1 1-2 = 12-6 „ Der Cephalothorax und die Mandibelu gelblichroth, letztere au der Spitze schwarz, die Maxillen, die Lippe und das Sternum schwarz, die beiden ersteren am Rande weisslich, das letztere in der Mitte mit einem kleinen länglichen gelben Fleck. Die Beine und die Palpen gelb, schwarz gebändert und zwar an allen Gliedern mit drei solchen Bändern, mit Ausnahme der Tarsen, die nur in der Endhälfte schwarz sind. Der Hinterleib oben dunkelgrau, stellenweise ganz schwarz mit drei parallelen weissen Längsbändern, der Bauch und die Seiten heller grau, schwarz gefleckt und mit einem massig breiten, stellenweise von Grau unterbrochenen schwärzeren Längsbande über der Mitte, das von der schwarzbraunen Epigyne bis an das die gleichfalls schwarzen Spinnwarzen überragenden Ende des Abdomen reicht. Der Cephalothorax etwas länger als Femur I, um den fünften Theil länger als breit, vorn um den dritten Theil schmäler als hinten zwischen dem zweiten und dritten Fusspaare, oben am Kopf etwas hinter den Augen am höchsten, hinten und an den Seiten schräge abfallend. Der Kopftheil wird durch recht deutliche Seitenfurchen und hinten durch eine kleine Grube begrenzt. Die Augen sind von ziemlich gleicher Grösse, nur die beiden vorderen Mittelaugen etwas grösser als die übrigen und werden alle von einem schwarzen Ringe umgeben. Von oben gesehen ist die obere Augenreihe massig nach vorn gebogen. Die vier Mittelaugen sitzen an einem Vorsprunge in der Mitte und bilden ein regelmässiges rechteckiges Viereck, das ein wenig höher als breit ist. Nene Spinnen aus Amerika. 311 Die Seitenaugen befinden sich weit von den Mittelaugen entfernt an den Ecken des Kopfes dicht beisammen, ohne sich jedoch zu berühren auf einem kleinen ziemlich hervorragenden Hügelchen. Die Mandibeln etwas länger als die vorderen Patellen und vorn an der Basis etwas gewölbt. Die Maxillen ebenso lang als breit. Die Lippe etwas breiter als lang, vorn gerundet, kaum halb so lang als die M&xillen. Das Sternura massig gewölbt, länglich herzförmig und gegenüber der Ansatzstelle der Beine mit geringen Erhöhungen versehen. Die Beine ziemlich schlank, spärlich behaart und aa allen Gliedern mit Ausnahme der Tarsen mit einigen schwachen Stacheln versehen. Der Hinterleib mehr als doppelt so lang als breit, hat vorn drei stumpfe Höcker, von denen der mittelste ziemlich lang ist und bis über die Hälfte des Cephalothorax reicht. Die Seitendornen oben nur ganz klein, werden durch die ein wenig vor- springenden Schulterwinkel gebildet. Nach hinten zu nimmt er, nachdem er in der Itlitte seine grösste Breite erreicht hat, allmälig an Breite ab und endet stumpf zugespitzt. Das hintere Ende überragt ein wenig die Spinnwarzen. Diese Art hat grosse Aehnlichkeit mit E. Grayii Bl. (Ann. and May of Nat. Hist. 1863 t. XI, p. 34 und Keys. : Verh. d. k. k. zool.-botan. Ges. in Wien 1865. p. 809, Fig. 9—10) ist nur doppelt so gross und hat vorn am Abdomen stumpfe Höcker, während E. Grayii ganz spitze besitzt. Neu-Preiburg. Im Besitze des Herrn Dr. Koch. 14. E> alticeps n. sp. Taf. IV, Fig. 18. Weib: Totallänge lO'O Mm. Cephalothorax lang 4"3 „ „ in der Mitte breit 3'5 „ „ vorn breit 2"6 „ Abdomen lang 71 „ „ breit 4'6 „ Mandibeln lang 20 „ Fem. Pat. Tib. Metat. Tat. Summa 1. Fuss 3-4 1-8 2-9 29 VA = 12-6 Mm. 2. „ 3-2 1-8 2-3 26 iS = 110 „ 3. „ 2-4 1-3 1-6 1-6 10 = 7-9 „ 4. „ 3-2 1-7 2-8 2-8 12 = ll"? „ Der Cephalothorax roth, mit langen weissen Haaren dünn besetzt, an den Seitenrändern heller gesäumt, der Kopftheil besonders an der hinteren Ab- dachung weit dunkler, die Augenhügel fast schwarz, die Mandibeln dunkel rotbbraun, ebenso die hellgesäumten Maxillen und die Lippe, das Sternum 312 Engen Graf Keyserling. röthlichgelb, die Beine und die Palpen gelb mit schwarzen Ringen und zwar an Tarsen und Patellen mit zwei und den anderen Gliedern mit drei. Das Ab- domen, bekleidet mit langen liebten Härchen, oben gelb, schwärzlich angeflogen mit fünf Paar schwarzbraunen Grübchen auf dem Eücken und vielen kleinen Flecken. Die Seiten schwärzlichbraun, entsenden einzelne Striche und Flecke, die bis auf den Rücken hinaufragen. Der kleine Höcker vorn in der Mitte ist jederseits mit einem grösseren schwarzen Fleck versehen, hinter dem je noch ein kleiner länglicher liegt. Der Bauch hat in der Mitte einen ziemlich grossen schwarzen Fleck, der jederseits von einem schmalen gebogenen hellen Bande eingefasst wird. Die Spinnwarzen schwarzbraun. Der Cephalothoras fast um den fünften Theil länger als breit, weit länger als Femur I, vorn nur um den dritten Theil schmäler als in der Mitte zwischen dem zweiten und dritten Fusspaare. Der Kopftheil stark erhaben, oben gewölbt, wird durch tiefe Seitenfurchen von dem weit niedrigeren Brust- theil getrennt. Die hintere Augenreihe ist, von oben betrachtet, sehr wenig nach vorn gebogen (recurva). Die gleichgrossen Seitenaugen sitzen an den Seitenecken des Kopfes an einem gemeinschaftlichen ziemlich hohen Hügelchen, nicht ganz um ihren Durchmesser von einander entfernt, recht weit von den fast doppelt so grossen Mittelaugen, die ein rechtwinkeliges etwas höheres als breites Viereck bilden und an dem Winkel einer niedrigen viereckigen Erhöhung sitzen. Die vorderen Mittelaugen ebenso weit als die hinteren von einander entfernt, das heisst: ungefähr um ihren Durchmesser. Die ebenso langen als breiten Maxillen umfassen zum Theil die halb so lange vorn stumpf zugespitzte Lippe, die etwas breiter als lang ist. Die Mandibeln fast länger als die vorderen Patellen und vorn ziemlich gewölbt. Das Sternum herzförmig, etwas länger als breit und massig gewölbt.' Die Beine dünn, oben ziemlich lang behaart und mit wenigen schwachen Stacheln besetzt. Der länglich eiförmige Hinterleib hat vorn in der Mitte eine kleine Hervon-agung. Ein Exemplar aus Neu-Freiburg in der Sammlung des Herrn Dr. Koch. Gen. Cyclosa Menge 1866. 15. C, punctata n. sp. Taf. IV, Fig. 14. Weib: Totallänge 9-0 Mm. Cephalothorax lang 40 „ „ in der Mitte breit Z'O „ - vorn breit 1'2 „ Neue Spinneu uue Amerika,. 313 Abdomen lang 58 Mm. „ breit 47 „ Mandibeln lang VI „ Fem. Fat. Tib. Metat. Tar. Summa 1. Fuss 3-2 1-7 2-5 26 1-3 = ITS Mm. 2. „ 2-9 1-7 2-2 2-3 1-2 = 103 „ 3. „ 21 1-2 1-4 1-4 10 =. 7-1 „ 4. „ 30 1-6 2-2 2-3 11 = 102 „ Der Cephalothorax gelb, die Mittelritze, ein Paar Striche an den Seiten und der Saum der Seitenränder rothbraun , die Augenhügel schwarz , die Mandibeln, die Lippe und die Maxillen röthlichgelb, die beiden letzteren breit weiss gerandet, das Sternum, die Schenkel der Beine und der Palpen gelb, die anderen Glieder mehr röthlich, der Hinterleib dunkelgelb, überstreut mit kleinen rothbraunen Pünktchen, auf denen kurze Härchen sitzen und mit vier Paar grösseren runden Flecken auf der Mitte des Rückens. Der Cephalothorax um den vierten Theil länger als breit, vorn an den Augen sehr schmal, hoch gewölbt, der Rücken in seiner ganzen Ausdehnung ziemlich gleich hoch, fällt hinten und an den Seiten ziemlich schräge ab, der Hinterrand in der Mitte recht tief ausgeschnitten. Der Kopftheil ist an den Seiten, gleich hinter den Augen, bauchig erweitert und wird durch tiefe Seiten- furchen begrenzt, die sich oben vereinigen und so auch seine hintere Grenze deutlich markiren. Die Mittelfurche, oben auf dem Brusttheil, ist flach und liegt noch oben, nicht an der hinteren Abdachung. Die obere Augenreihe, von oben gesehen, recht stark nach vorn gebogen. Die vorderen Mittelaugen ebenso gross, als die hinteren, etwas grösser als die hinteren Seitenaugen und doppelt so gross als die vorderen, liegen um ihren Radius von einander, ebenso weit von den vorderen Seitenaugen und nicht ganz um ihren Durchmesser von den hinteren Mittelaugen, die von einander kaum mehr als um den vierten Theil ihres Radius und um ihren Durchmesser von den hinteren Mittelaugen entfernt sind. Die Seitenaugen sitzen dicht beisammen an den Seiten eines kleinen Hügels. Die Mandibeln ebenso lang als die vorderen Patellen und vorn im oberen Theil massig gewölbt. Die Maxillen viereckig, höchstens unbedeutend länger als breit, hinten um die etwas breitere als lange, vorn stumpf zugespitzte Lippe ausgeschnitten. Die Beine massig lang, das erste Paar nicht ganz dreimal so lang als der Cephalothorax, sind alle mit vielen aber keine dichte Decke bildenden schwarzen Borstenhaaren bekleidet. Die Stacheln an denselben sehr schwach und dünn. Der etwas länger als breite Hinterleib hat eine eiförmige Gestalt. In der Sammlung des Herrn Dr. Koch aus Neu -Freiburg. Z, B. Ges. B. XlIX. Abh. 40 314: Engen Graf Key s erling. Gen. Larinia E. Sim. 1874. 16. L. rubroguttulata n. sp. Taf. IV, Fig. 15. Weib: Totallänge 4-0 Mm. Cephalothorax lang 20 „ „ in der Mitte breit 17 „ „ vorn breit 0"8 » Abdomen lang 2"6 „ „ breit 20 „ Mandibeln lang 09» Fem. Fat. Tib. Metat. Tat. Summa 1. Puss 3-2 10 2-7 2-6 10 = 105 Mm. 2. „ 2-4 0-9 20 2-0 10 = 8-3 „ 3. „ 1-6 0-7 10 1-0 0-7 = 50 „ 4. „ 2-6 0-8 1-7 1-9 0-9 = 7-9 „ Der Cephalothorax gelb, die Seitenfurcben des Kopfes, einige undeutliche, an den Seiten hinaufsteigende Bänder und die Mittelgrube schwärzlich. Die Augen alle tiefschwarz umrandet, die Mandibeln dunkelgelb, die Maxillen, die Lippe und das Sternum schwärzlich, die Beine und die Palpen ganz hellgelb mit dunkelen Ringeln. Der Hinterleib oben dicht, braungelb, roth und weiss getupft, auf der hinteren Hälfte jederseits mit einem wellenförmigen oder zick- zackförmigen schmalen schwarzen Bande, das an der Aussenseite von einem ebenso geformten weissiichen begleitet wird, und ein dunkleres, nach hinten zu schmäler werdendes Peld einschliesst. An den Seiten laufen einige schräge undeutliche dunklere Bänder hinab, der Bauch ist braun, jederseits mit einem gelben Fleck in Gestalt einer Mondsichel, die Umgebung der Epigyne und viele grössere und kleinere Flecke an den Seiten ebenfalls hellgelb. Der Cephalothorax sichtlich länger als breit, hinten gerundet, nach vorn zugespitzt, oben ziemlich gewölbt mit flacher Mittelgrube und deutlichen Seiten- furchen am Kopfe, die bis zu dieser reichen. Die Augen sitzen alle auf kleinen Hügeln und die beiden vorderen Mittelaugen an einem Vorsprung, der die Mandibeln etwas überragt. Von oben gesehen ist die hintere Augenreihe gerade und die vordere stark nach vorn gebogen (recurva), während, von vorn gesehen, letztere auch gerade erscheint. Die vier Seitenaugen sind etwas kleiner als die oberen Mittelaugen und diese wiederum nur halb so gross als die vorderen Mittelaugen. Die vor- deren Mittelaugen liegen mehr als um ihren Durchmesser von einander, kaum um ihren Eadius vom Stirnrande, ungefähr ebenso weit von den dicht bei- sammen liegenden, sich aber nicht berührenden Seitenaugen und fast um das Vjii'dche ihres Durchmessers von den hinteren Mittelaugen, die reichlich um Neue Spinnen aus Amerika. 315 ihren Durchmesser von einander und um das Vierfache desselben von den Seiten- augen entfernt sind. Die Mandibeln schmal und ebenso lang als die vorderen Patellen, oben an der Basis kaum gewölbt. Die Maxillen kaum länger als breit, vorn und an den Seiten ziemlich gerade. Die Lippe kaum halb so lang als die Maxillen, ebenso breit als lang und vorn ganz stumpf zugespitzt. Das Sternum herzförmig, sichtlich länger als breit. Die Beine recht lang, spärlich behaart und an allen Gliedern, mit Aus- nahme der Tarsen, mit einzelnen schwachen Stacheln besetzt. Das erste Paar das längste 5V4nial so lang als der Cephalothorax. Der Hinterleib eiförmig, vorn am breitesten, hinten gerundet zugespitzt, oben und an den Seiten dünn bekleidet mit langen aber feinen Härchen. Ein Exemplar aus Amable Maria in Warschau. Gen. Meta C. K. 1836. 17. M. triangularis n. sp. Taf. IV, Fig. 16. Weib: Totallänge 26 Mm. Cephalothorax lang 14 „ „ in der Mitte breit 1"1 „ „ vorn breit 0"4 „ Abdomen lang 15 „ „ breit 18 „ Mandibeln lang 07 „ Fem. Pat. Tib. Metat. Tar. Summa 1. Fuss 30 0-8 3-2 30 13 = 113 Mm. 2. „ 2-6 0-7 2-3 2-3 12 = 91 „ 3. „ 1-5 0-6 11 11 0-8 = 51 „ 4. „ 20 0-6 1-7 1-7 0-9 = 6-9 „ Der Cephalothorax gelb, mit schwärzlichem vorn breiterem, hinten schmäler werdendem und abgerundetem Längsbande auf dem Eücken, das an den Augen beginnt und nur bis hinter die röthlich gefärbte Mittelritze reicht. Die weissen Augen werden von einem schmalen schwarzen Einge umgeben und die Hügel derselben haben einen röthlichen Anflug. Alle übrigen Theile ganz hellgelb oder weiss. An den Beinen am Ende der Glieder und auch hin und her um die langen Stacheln herum, kleine schwarze. Flecke; das Ende der Schenkel, Patellen und Tibien der beiden ersten Paare roth. Der Hinterleib hat auf dem Kücken vorn in der Mittellinie ein Paar ganz kleine und hinten mehrere grössere nebeneinander liegende schwarze Flecke. Am Bauche liegt in der Mitte ein runder, jederseits desselben eine längliche, schräg nach oben und vorn steigenden und jederseits der Spinnwarze ein kleiner runder ebenfalls schwarzer Fleck. 40* 316 Eugen Graf Keyserl ing. Der Cephalothorax fast um den fünften Tlieil länger als breit, vorn sehr achmal, nimmt nach hinten allmälig an Breite zu, oben massig gewölbt, steigt hinten und an den Seiten nicht sehr steil an und ist oben bis an die Augen hin ziemlich gleich hoch ; nur in der Mitte ein klein wenig gewölbt. Der vordere Theil des Kopfes, an dem die vorderen Mittelaugen sitzen, ragt ziemlich weit über die Mandibeln hervor. Die Mittelaugen gleichgross, etwas grösser als die auf einem gemein- schaftlichen ziemlich vorspringenden Hügelchen sitzenden und sich berührenden Seitenaugen. Von oben gesehen erscheint die hintere Augenreihe gerade und die vordere stark nach vorn gebogen. Die vorderen Mittelaugen liegen reichlich um das 1 '/2fache ihres Durchmessers von einander entfernt, von den Seitenaugen nur um ihren Eadius, die hinteren Mittelaugen sind kaum um ihren Radius von einander und fast um das lV2fache ihres Durchmessers von den Seitenaugen entfernt. Die vier Mittelaugen bilden ein hinten weit schmäleres, vorn aber etwas breiteres als hohes Viereck. Die Mandibeln fast ebenso lang als die vorderen Patellen, schmal, senkrecht abwärts gerichtet, bleiben bis an das Ende gleich breit und sind nur vorn an der Spitze an der Innenseite schräge abgeschnitten. Der Höcker am Ende der- selben kurz und schwach gekrümmt. Die Maxillen doppelt so lang als breit, haben parallele Seitenränder und sind ein wenig gegeneinander geneigt. Die Lippe ebenso lang als breit, vorn stumpf zugespitzt und kaum halb so lang als die Maxillen. Das Sternum bedeutend länger als breit, flach gewölbt, vorn ausgeschnitten und hinten zugespitzt. Die Beine sehr dünn behaart, das erste Paar achtmal so lang als der Cephalothorax, alle Glieder, mit Ausnahme der Schenkel, der beiden Hinterpaare und aller Tarsen mit sehr langen schwarzen Stacheln besetzt, ebenso auch die Glieder der verhältnissmässig langen Palpen. Der Hinterleib etwas breiter als lang, vorn leicht gerundet, hinten zu- gespitzt und in der vorderen Hälfte am breitesten, gleicht daher einem Dreieck mit abgerundeten Winkeln und etwas bauchig hervortretender Vorderseite. Oben auf dem Rücken ist er an der breitesten Stelle der Quere nach am höchsten gewölbt und fällt nach hinten und vorn ab. Ämable Maria. In der Sammlung der Universität zu Warschau. 18. M. nigroventris n. sp. Taf. IV, Fig. 17. Weib: Totallänge 24 Mm. Cephalothorax lang . . V2 „ „ in der Mitte breit 10 „ vorn breit 0*6 „ Neue Spiuneu aus Amerika. 317 Abdomen lang 16 Mm. breit 12 „ Mandibeln lang 06 „ Fem. Pat. Tib. Metat. Tar. Summa 1. Puss 1-8 0-5 1-6 1-7 0-8 = 64 Mm. 2. „ 1-2 0-4 1-0 10 0-6 = 4-2 „ 3. „ 0-8 0-3 0-5 0-6 0-4 -= 2-6 „ 4. „ 10 0-3 0-8 0-8 0-4 = 3-3 „ Der Cepbalothorax bräunlichgelb, die Mandibeln ebenso, das Sternum und die Lippe ganz schwarz, die Maxilleu ein wenig heller, die Beine und die Palpen hellgelb. Der Hinterleib oben silberglänzend weiss, mit schwarzem breitem Längs- bande in der Mitte, das nach hinten zu allmälig schmäler wird und in dem sich in der vorderen Hälfte viele Silberflecken und in der hinteren ebenso gefärbte Querstreifen befinden. Die Seiten und der Bauch schwarz, in der Mitte desselben zwei kleine längliche und jederseits der Spinn warzen ein rundes Fleckchen silberglänzend. Der Cephalothorax um den sechsten Theil länger als breit, vorn mehr als halb so breit als in der Mitte zwischen dem zweiten und dritten Fusspaare, so lang als Femur 11, oben niedrig gewölbt, die Seitenfurchen am Kopftheil flach und nicht ganz bis oben reichend; an der hinteren Abdachung eine flache, oben breite Grube, in die sich das Abdomen legt. Die obere Augenreihe ist, von oben gesehen, ganz gerade und die bei- sammen an einem Hügelchen gelegenen Seitenaugen sind etwas kleiner als die anderen gleichgrossen Augen. Die vorderen Mittelaugen liegen um ihren Durch- messer von einander, von den Seitenaugen und vom Stirnrande, von den hinteren Mittelaugen aber etwas weiter entfernt; der Abstand der Augen der hinteren Reihe ist auch gleich und entspricht dem Durchmesser der Mittel- augen, die daher mit den unteren ein rechtwinkeliges Viereck bilden. Die Mandibeln etwas länger als die vorderen Patellen, sind vorn in der oberen Hälfte etwas gewölbt und divergiren ein wenig in der unteren. Die länger als breiten Maxillen, ebenso wie die etwas breiter als lange, vorn gerundete Lippe, bieten nichts Besonderes. Das stark gewölbte Sternum hat eine herzförmige Gestalt und ist kaum länger als breit. Die langen dünnen Beine sind spärlich behaart und nur mit wenigen und schwachen Stacheln besetzt. Das erste Paar weit länger als die anderen, ist mehr als fünfmal so lang als der Cephalothorax. Der Tibialtheil der Palpen etwas länger als der Patellartheil und beide zusammen ungefähr ebenso lang als das Endglied. Das länger als breite Abdomen hat eine eiförmige Gestalt Neu-Granada. In meiner Sammlung. 318 Eugen Graf Key serling. Gen. Tetragnatha Latrl. 1804. 19. T,.illinoiensis n. sp. Taf. IV, Fig. 18. Weib: Totallänge 71 Mm. Cephalothorax lang 21 „ „ in der Mitte breit 1'3 „ „ vorn breit . . . : 10 „ Abdomen lang 52 „ „ breit 14 » Mandibeln lang 11» Fem. Pat. Tib. Metat. Tar. Summa 1. Fuss 40 10 40 4-2 13 = 145 Mm. 2. „ 30 0-9 2-4 2-6 08 = 97 „ 8. „ 1-4 0-6 10 1-1 0-6 = 4-7 „ 4. „ 31 0-7 2-4 2-5 0-7 = 9-4 „ Der Cephalothorax, die Mandibeln, die Maxillen, die Beine und die Palpen gelb, die Lippe und das Sternum gelblichbraun, der Hinterleib silber- glänzend mit etwas dunklerem undeutlicherem Längsbande am Bauche. Der Cephalothorax fast doppelt so lang als breit, nur halb so lang als Tibia I, vorn wenig schmäler als hinten zwischen dem zweiten und dritten Fusspaare, oben recht flach und niedrig. Der Kopffcheil steigt nach vorn zu allmälig etwas an und wird durch recht tiefe Seitenfurchen begrenzt. Oben auf dem Rücken, gleich hinter dem Kopftheil befinden sich nebeneinander zwei längliche Grübchen. Beide Augenreihen, von oben betrachtet, ziemlich nach vorn gebogen, die beiden vorderen Seitenaugen kaum halb so gi'oss als die übrigen gleich- grossen. Die vorderen Mittelaugen liegen um ihren Durchmesser von einander, um das lY2fache desselben von den oberen Mittelaugen und um fast das Drei- fache desselben von den Seitenaugen, die von den hinteren Seitenaugen fast ebenso weit entfernt sind als die vorderen von den hinteren Mittelaugen. Die hinteren Mittelaugen sitzen um ihren doppelten Durchmesser von einander und kaum weiter von den Seitenaugen. Die senkrecht abwärts gerichteten Mandibeln nur halb so lang als der Cephalothorax, wenig länger als die vorderen Patellen, recht kräftig, im oberen Theil stark gewölbt, divergiren im unteren. Die gekrümmte, nur halb so lange Klaue legt sich in einen Falz, dessen Vorder- und Hinterrand mit sechs Zähnchen besetzt ist, von denen in jeder Reihe die beiden ersten die grössten und weiter von einander entfernt sind, die Entfernung der beiden des Vorderrandes von einander ist doppelt so gross als die der beiden des Hinterrandes. Maxillen, Lippe und Sternum bieten nichts Besonderes, sondern haben die dieser Gattung eigenthümliche Gestalt. Nene Spinnen aus Amerika. ÖLV Die Beine massig lang, das erste Paar siebenmal so lang als der Cepha- lothorax. Der Hinterleib mehr als SVa^al so lang als breit, ist vorn gerade, hinten stumpf zugespitzt und an den parallelen Seiten hin und her ein wenig eingedrückt. Illinois. In der Sammlung des Herrn Dr. Koch. Familie Agelenoidae. Gen. Cyhaeus L. K. 1868. 20. C. varius n. sp. Taf. IV, Fig. 19. Mann : Totallänge 52 Mm. Cephalothorax lang 2'6 „ „ in der Mitte breit 2'0 „ „ vorn breit 10 „ Abdomen lang 3'0 „ „ breit 2-0 , Mandibeln lang • l'O „ Fem. Pat. Tib. Metat. Tar. Summa 1. Fuss 2-4 10 2-4 S'O 16 = 104 Mm. 2. „ 2-2 . 1-0 21 2-6 1-4 = 9-3 „ 3. „ 1-9 09 1-4 2-2 1-0 = 74 „ 4. „ 22 0-9 1-8 2-6 11 = 86 „ Der Cephalothorax röthlichgelb, hat an den Seitenrändern ein schmales und oben auf dem Rücken ein breites, an den Seiten etwas ausgezacktes und im vorderen Theil durch hellere Flecken unterbrochenes schwärzliches Längs- band, das in dem hinteren Theil von einem gelben Längsstrich in der Mitte getheilt ist und den Hinterrand nicht erreicht. Die Augenhügel schwarz, die Mundtheile und das Sternum gelblichroth, letzteres mit braunen Flecken, die an den Eändern breit beginnend, nach der Mitte hin ziehend, sich zuspitzen. Die Palpen und die Beine dunkelgelb, haben an den Schenkeln einige deutliche und an den anderen Gliedern nur wenig bemerkbare schwarze Flecken. Der Hinterleib schmutziggelb, unten jederseits mit einer Reihe kleiner schwarz- brauner Flecken und einem ebenso gefärbten schmalen Ringe um die Spinn- warzen herum. Vorn auf der Mitte des Rückens ein länglicher schwarzer Fleck, über die ganze Länge desselben ein weisses an den Seiten, besonders hinten, stark ausgezacktes Band, das hinten an den Spinnwarzen sich zuspitzt und von schwärzlichen Flecken und Strichen begrenzt wird, deren Grösse sehr zu variiren scheint. Der Cephalothorax etwas länger als breit, vorn nur halb so breit als in der Mitte, etwas länger als Femur I, recht hoch gewölbt, ist oben zu den Augen hin sanft geneigt, steigt vorn und hinten ganz steil und an den Seiten o20 Eugen G-raf K eyserling. auch recht steil an. Die Seitenfurchen des Kopfes wenig bemerkbar, die Mittel- ritze ziemlich flach aber lang. Die obere Augenreihe, von oben gesehen, wenig nach hinten gekrümmt (procurva), besteht aus gleichgrossen Äugen, die kaum mehr als um ihren Radius von einander entfernt liegen. Die vordere, weit kürzere Augenreihe ist, von vorn gesehen, fast ganz gerade, die Seitenaugen derselben ebenso gross als die der hinteren Eeihe, liegen um ihren Durchmesser über dem Stirnrande und kaum um ihren Eadius von den hinteren Seitenaugen, auf cylinderischen Er- höhungen ähnlich wie alle anderen. Die vorderen, ganz kleinen Mittelaugen sind von einander nicht ganz um ihren Durchmesser und von den Seitenaugen noch weniger weit entfernt. Die vier Mittelaugen bilden ein vorn weit schmäleres Viereck, das fast doppelt so hoch als hinten breit ist. Die Mandibeln schmal, so lang als die vorderen Patellen, vorn nicht gewölbt, divergiren in der Endhälfte ein wenig und sind mit einer ziemlich langen, wenig gekrümmten Klaue versehen. Die Mandibeln etwas länger als breit, in der Endhälfte ein wenig breiter und vorn gerundet. Die Lippe auch etwas länger als breit, mehr als halb so lang als die Maxillen und vorn ganz leicht ausgeschnitten. Das herzförmige, längere als breite Sternum ist recht stark gewölbt. Der Pemur der Palpen recht lang und dünn, der Patellartheil nur halb so lang als der gegen das Ende hin sich stark erweiternde Tibialtheil, der vorn an der unteren Seite mit einem breiten kurzen am Ende geth eilten und hinten mit einem dünnen gekrümmten Fortsatz versehen ist, der der Decke des Endgliedes an Länge fast gleichkommt. Die Beine ziemlich lang und dünn, das erste Paar etwas länger als das zweite, viermal so lang als der Cephalothorax und etwas mehr als um seinen Tarsus länger als das vierte, das dritte das kürzeste. An allen Gliedern sitzen recht lange Stacheln; auffallend starke und lange aber befinden sich oben an den Metatarsen des dritten Paares, die in der Mitte, wo die beiden längsten sitzen, einen deutlichen Absatz bilden und in der ersten Hälfte weit dicker sind. Die beiden grossen gezähnten Klauen am Ende der Tarsen sind wenig gekrümmt und die kurze stark gekrümmte dritte mit zwei recht langen Zähn- chen bewehrt. Der Hinterleib länglich eiförmig, vorn gerundet und hinten zugespitzt. Weib: Totallänge * 58 Mm, Cephalothorax lang 2'6 „ „ in der Mitte breit 22 „ „ vorn breit 11» Abdomen lang 3"7 „ „ breit 25 „ Mandibeln lang 1'3 „ Neue Spinnen aus Airierilcu. 321 Fem. Pat. Tib. Metat. Tar. Summa 1. Puss 2-6 10 2-5 2-7 15 = 103 Mm. 2. „ 2-4 10 21 2-5 1-4 = 9-4 „ 3. „ 2-0 0-9 1-5 2-2 TO = 7-6 „ 4. „ 2-4 0-9 1-8 2-6 l'l - 8-8 „ Ist dem Manue sehr ähnlich. Auf dem Rücken des Hinterleihes tritt die Zeichnung mehr hervor, an den Seiten des weissen Mittelhandes liegt in der vorderen Hälfte jederseits ein grosser schwarzer Fleck, und der vorn in der Mitte befindliche reicht auch weiter nach hinten. Der Cephalothorax ebenso lang aber verhältnissmässig breiter, ebenso der Hinterleib ein wenig gedrungener, die Augen stehen vielleicht etwas weniger gedrängt. Die Beine zeigen ungefähr dieselben Längenverhältnisse und sind ebenso mit vielen langen Stacheln be- setzt. Die Metatarsen des dritten Paares haben aber nicht diese eigenthümliche Verdickung und das Paar auffallend langer Stacheln an der oberen Seite. Die Zeichnung des Abdomens der jungen Thiere variirt sehr, einzelne sind ganz hell, andere wiederum fast ganz schwarz. Peru. In der Sammlung der Universität Warschau. Gen. Agröca West. 1861. 21. ^. aureoplumata n. sp. Taf. IV, Fig. 20. Weib: Totallänge 11-0 Mm. Cephalothorax lang 4"6 „ „ in der Mitte breit 3*0 „ „ vorn breit 1'8 „ Abdomen lang 6'2 » breit 4-0 „ Mandibeln lang 2*0 „ Fem. Pat. Tib. Metat. Tar. Summa 1. Fuss ........ 2-9 1-1 2-3 2-2 1-4 = 9-9 Mm. 2. „ 2'9 ri 2-0 2-1 1-4 = 9-5 „ 3. „ 2-8 ri 1-9 2-4 1-3 = 9-6 „ 4. „ 3-7 1-3 3-0 4-0 TG = 13-6 „ Der Cephalothorax schwarz, kurz licht behaart. Die Mandibeln an der Basis röthlich schimmernd, weiter hinab schwarzbraun mit Metallschimmer, ebenso das Sternum, die Maxillen und die Lippe, die beiden letzteren am Vorderrande röthlichgelb gesäumt. Die Schenkel aller Beine und die Palpen schwarzbraun, die übrigen Glieder der letzteren und die der beiden vorderen Beinpaare röthlichgelb, die Patellen, Tibien und Metatarsen der beiden Hinter- paare zum grössten Theil dunkelbraun, nur am Ende und Anfange und die Tarsen ganz röthlichgelb. Z. B. Ges. B. XXIX. Abb. 41 322 EugeuG rat' Keyserling. Der Hinterleib dunkelbraun mit breitem gelbrothem Längsbande über dem ganzen Rücken. Die kurze, aber nicht dichte Behaarung desselben besteht an den dunklen Theilen aus brauneu und auf dem Eückenbande aus rothen Härchen. Die Spinnwarzen in der Mitte braun, an der Basis und am Ende gelb. Am Bauche bemerkt man zwei Läugsreihen kleiner runder gelber Pünkt- chen und ausserdem noch viele zerstreut liegende. Der Cephalothorax um die Hälfte länger als breit, vorn wenig mehr als halb so breit als in der Mitte zwischen dem zweiten und dritten Pusspaare, so lang als Tibia -|- Metatarsus I, oben recht hoch gewölbt. Hinter den Augen steigt der Rücken eine kurze Strecke an, bleibt bis zum hinteren Dritttheil gleich hoch und fällt hinten sowie an den Seiten recht steil ab. Die Mittel- ritze am Bogen der hinteren Abdachung gelegen, ganz kurz, die Seitenfurche am Kopfe sehr flach. Die obere, etwas breitere Augenreihe erscheint, von oben gesehen, ganz gerade, die Augen derselben gleich gross und gleich weit von einander entfernt. Die untere Augenreihe, ist von vorn betrachtet, durch Tieferstehen der Seiten- augen, die fast ebenso gross als die der hinteren Reihe und um ihren Durch- messer von den hinteren Seiten äugen entfernt sind, ein wenig nach oben ge- bogen. Die sichtlich grösseren Mittelaugen liegen fast um das l'/^fache ihres Durchmessers vou den hinteren Mittelaugen und dem Stirnrande, nicht ganz um ihren Radius von einander und noch weniger weit von den Seitenaugen. Die vier Mittelaugen bilden ein vorn wenig schmäleres Viereck, das etwas höher als hinten breit ist. Die kräftigen, vorn stark gewölbten Mandibeln fast doppelt so lang als die vorderen Patellen und kaum dünner als die vorderen Schenkel. Die Maxillen etwas länger als breit, am Aussenrande gerundet, vorn gerade abgestutzt, an der Innenseite vorn ein wenig schräge abgeschnitten und mit langen gelben fransenartigen Haaren besetzt. Die vorn gerundete Lippe etwas breiter als lang und kaum halb so lang als die Maxillen. Das massig gewölbte herzförmige, etwas länger als breite Sternum ist dünn behaart und mit kleinen Grübchen bestreut. Die Beine kräftig, dünn behaart, an den Schenkeln noch Spuren kurzer, anliegender weisser Härchen. Die Bestachelung derselben ist folgendermaassen : Erster Puss: Pemur oben 3, Tibia unten 2. 1. 2 oder 2. 2, Metatarsus unten 2. 2. Zweiter Puss: Femur oben 3, Tibia unten 1 — 2, Metatarsus 2. 2. Dritter Puss : Femur oben 3, vorn 2, hinten 2, Tibia unten 2. 2. 2, jederseits 2 und oben 1, Metatarsus zahlreiche. Vierter Puss: Ebenso. Der Hinterleib hat eine länglich eiförmige Gestalt, die Spinnwarzen sind gleichlang. Ein Exemplar aus Neu-Granada in meiner Sammlung. Neue Spinnen aus Amerika. o2i Familie Drassoidae. Gen. Anyphaena Sund 1833. 22. A. inoUiconia n. sp. Taf. IV, Fig. 21. Weib: Totallänge 7-2 Mm. Cephalothorax lang 2'7 „ „ in der Mitte breit . 2-0 „ „ vorn breit r2 „ Abdomen lang 48 „ „ breit 3-1 „ Mandibeln lang l'l „ Fem. Pat. Tib. Metat. Tar. Summa 1. Fuss 21 11 20 1-7 10 = 7-9 Mm. 2. „ . . . 1-9 11 1-7 1-4 10 -- 71 „ 3. „ 1-6 0-9 11 1-3 0-7 = 5-6 „ 4. „ 2-0 rO 1-6 20 0-8 = 74 „ Der Cephalotliorax gelblich rotli, die kurze schmale Mittelritze braun und einige von ihr an den Seitenrändern hinablaufende undeutliche Bänder schwärz- lich; die feinen dünnen Härchen, die ihn bekleiden, weiss. Die Mandibeln dunkel, die Maxillen und die Lippe hell roth und das Sternum röthlich gelb, die Beine an den Coxen und am Anfange der Schenkel hell gelb, im Uebrigen röthlich gelb mit einzelnen kleinen braunen Flecken, besonders an der Wurzel der Stacheln. Der Hinterleib gelb, an den Seiten dicker, auf dem Rücken dünner röthlich braun gefleckt. In der Mitte des Rückens und über den Spinn- warzen ein grösserer Fleck, der von dicht stehenden kleinen rothen Flecken gebildet wird. Der Cephalothorax mehr als um den fünften Theil länger als breit, vorn etwas mehr als halb so breit als in der Mitte zwischen dem zweiten und dritten Fusspaare, beträchtlich länger als Femur I, massig hoch, über den Rücken hia gewölbt, bald hinter den Augen am höchsten, hinten und an den Seiten gleich- massig schräge ansteigend. Die obere Augenreihe, von oben gesehen, fast gerade, nur wenig nach hinten gebogen (procurva), die untere, von vorn betrachtet, durch Tieferstehen der Mittelaugen unbedeutend nach vorn gebogen. Die vorderen Mittelaugen etwas kleiner als die übrigen gleich grossen, sind von einander nicht ganz um ihren Durchmesser, ebenso weit vom Stirnrande und nur um ihren Radius von den vorderen Seitenaugen entfernt, die von den hinteren ebenso weit abliegen. Die Augen der hinteren, bedeutend breiteren Reihe, sitzen in gleichen Ent- 41* 324 Eugen Graf Keyserling. fernuügen, mehr als um ihren Durchmesser auseinander. Die vier Mittelaugen bilden ein vorn weit schmäleres Viereck, das etwas höher als hinten breit ist. Die Mandibeln ebenso lang als die vorderen Patellen, sehr kräftig und vorn stark gewölbt. Die Maxillen doppelt so lang als breit, am vorderen Theil etwas erweitert, an der Innenseite um die Lippe herum ein wenig ausgeschnitten, vorn an der Aussenseite gerundet und an der Innenseite schräge abgestutzt. Die Lippe unbedeutend länger als breit, mehr als halb so lang als die Maxillen und leicht ausgeschnitten. Das Sternum etwas länger als breit und ziemlich stark gewölbt. Die Beine dünn besetzt mit kurzen lichten anliegenden und einzelnen, auch nicht langen, senkrecht stehenden Härchen. Das erste Paar nicht ganz dreimal so lang als der Cephalothorax. Eine Scopula befindet sich an allen Tarsen, an den Metatarsen nur in der Endhälfte der vier ersten Beine. Die Bestachelung ist folgendermaassen und an allen ziemlich gleich: Femur oben 3 und jederseits am Ende 1, Tibien unten 3 Paar, jederseits 2—3 und oben 1, Metatarsus am Anfange und in der Mitte je 4, am Ende 2. Der Hinterleib etwa um die Hälfte länger als breit, an der hinteren Hälfte am breitesten, vorn gerundet und hinten ganz stumpf zugespitzt. Die Querfalte am Bauche liegt so ziemlich in der Mitte, jedoch der Epigyue ein wenig näher als den gleichlangen Spinnwarzen. St. Fe de Bogota. In meiner Sammlung. 23. A. mandibularis n. sp. Taf. IV, Fig. 22. Mann: Totallänge 48 Mm. Cephalothorax lang 22 „ „ in der Mitte breit 1'8 „ „ vorn breit 0"9 „ Abdomen lang 2'8 „ breit 1'4 „ Mandibeln lang 1'3 v Fem. Pat. Tib. Metat. Tar. Summa 1. puss 2-2 ro 2-2 2-0 l'O = 84 Mm. 2* „ 2-0 ro 1-7 1-6 0-9 = 7-2 „ 3. ^' . ■ 1-6 0-8 1-2 1-4 0-7 ^ 5-7 „ 4. l fehlt. Die Mandibeln, Sternum, Maxillen, Lippe und Cephalothorax oben gelb- lich roth. Letzterer hat einen dunklen Strich auf der Mitte des Kückens und einige undeutlich dunklere Bänder, die von der rothbraun gefärbten Mittelritze aus an den Seiten hinabziehen. Die Augen schwarz umrandet, die Beine und Nene Spinnen aus Amerika. 325 die Palpen gelbbraun gefleckt und geringelt. Der Hinterleib hellgelb mit röth- lichem Anfluge, an den Seiten und hinten schwarz gestrichelt, vorn in der Mitte mit einem kurzen länglichen Fleck, der auch aus schwarzen Stricheln besteht, ebenso wie ein undeutliches Längsband in der Mitte des Bauches. Die gelben Spinnwarzen an der Aussenseite röthlich schwarz. Der Cephalothorax fast um den fünften Theil länger als breit, vorn halb so breit als hinten in der Mitte zwischen dem zweiten und dritten Fusspaare, ebenso lang als Femur oder Tibia I, oben recht hoch gewölbt, in der Mitte am höchsten, fällt von da ziemlich gleichmässig schräg ab, nach den Augen hin allerdings etwas weniger steil als nach dem Hinterrande. An den Seiten ist derselbe ganz dünn mit feinen lichten Härchen bekleidet. Von oben gesehen, erscheint die obere Augenreihe nur wenig nach hinten gebogen (procurva), die untere dagegen ist, von vorn betrachtet, durch Tief er- stehen der Mittelaugen etwas nach unten gekrümmt. Alle Augen gleich gross, bis auf die vorderen Mittelaugen, die sehr klein sind und um ihren Durchmesser von einander, von den vorderen Seitenaugen und vom Stirnrande entfernt liegen. Die Augen der hinteren, bedeutend breiteren Reihe, liegen etwas mehr als um ihren Durchmesser von einander entfernt, die vorderen Seitenaugen von den hinteren nur um ihren Radius. Die Mandibeln dünn, um den dritten Theil länger als die vorderen Pa- tellen, nicht divergirend, etwas nach vorn gerichtet und in der Endhälfte etwas in die Höhe gekrümmt. Die Klaue am Ende sehr lang und ähnlich gekrümmt, wie die bei dem Männchen der Gattung Tetragnatha. Die Maxillen fast mehr als doppelt so lang als breit, vorn gerundet, an der Aussenseite recht stark ausgeschnitten und nicht gegen einander geneigt. Die Lippe kaum länger als breit, halb so lang als die Maxillen und vorn recht tief ausgeschnitten. Das Sternum um den dritten Theil ungefähr länger als breit und ziem- lich stark gewölbt. Die Beine sehr dünn, das erste Paar fast viermal so lang als der Cephalo- thorax. Eine Scopula bemerkt man eigentlich nur an den Tarsen der beiden vorderen Beinpaare, und auch da ist sie sehr dünn. Ausser den feinen an- liegenden lichten Härchen finden sich, besonders an Tibien und Metatarsen der beiden Vorderpaare, lange dünne senkrecht auf dem Gliede sitzende. Die Be- stachelung ist ebenso wie bei den meisten anderen Arten. Der Hinterleib doppelt so lang als breit, vorn ziemlich gerade abgeschnitten und hinten ganz stumpf zugespitzt. Die Haarbekleidung, die fast gänzlich ab- gerieben ist, scheint auch nur eine dünne gewesen zu sein. Am Vorderrande sitzt ein Büschel längerer Härchen. Die recht grosse Querfalte am Bauche liegt halb so weit von der Epigjne als von den Spinnwarzen entfernt, von denen die unteren etwas länger als die oberen sind. St. Fe de Bogota. In meiner Sammlung. 326 Eugen Graf Keyserling. 24. A. furcata n. sp. Taf. IV, Fig. 23. Weib: Totallänge 5*5 Mm. Cephalothorax lang 23 „ „ in der Mitte breit TS „ „ vorn breit 0*8 „ Abdomen lang ; 3'6 „ „ breit 22 „ Mandibeln lang 09 „ Fem. Pat. Tib. Metat. Tar. Summa 1. Fuss 2-0 1-0 1-4 ro 0-7 = 61 Mm. 2. „ 20 10 1-4 ro 0-7 = 6-1 „ 3. „ 1-6 0-9 1-2 1-2 0-6 = 5'5 „ 4. „ 2-0 0-9 1-7 1-7 0-7 =- T'O „ Der Cephalothorax ganz hellgelb mit einem schwarzen Längsstrich jeder- seits etwas über dem Seitenraude und einem über der Mitte, der in seinem vorderen Theil gabelförmig getheilt ist und den Hinterrand nicht ganz erreicht. Die kleinen Hügelchen, auf denen die Augen sitzen, schwarz und ebenso auch kleine Fleckchen um die Wurzeln der Stacheln der Vorderbeine, die sonst ebenso wie alle anderen Theile des Körpers hellgelb gefärbt sind. Die gelben Man- dibeln sind vorn mit einem brauneu Längsstrich versehen. Der weisse Hinter- leib hat oben über der Mitte ein gelbliches, wenig bemerkbares Läugsband, in dem in der Mitte und kurz vor dem Ende je ein Paar braune Fleckchen liegen. Der Cephalothorax fast um den fünften Theil länger als breit, vorn nicht ganz halb so breit als hinten in der Mitte zwischen dem zweiten und dritten Fusspaare, fast ebenso lang als Tibia + Patella I, oben nicht sehr hoch, hinten au den Seiten ziemlich schräge ansteigend, der ganze Eücken gleich hoch und der Clypeus senkrecht abfallend. Dieser ganze Körpertheil ist dünn bekleidet mit ganz feinen weissen Härchen. Die untere Augenreihe gerade und die obere recht stark nach hinten gebogen (procurva); alle Augen ziemlich gleichgross, nur die beiden vorderen Seitenaugen ein wenig kleiner. Die vorderen Mittelaugen sind von einander nicht ganz um ihren Durchmesser entfernt, ebenso weit vom Stirnrande und berühren fast die Seitenaugen. Die hinteren Mittelaugen liegen um ihren Durch- messer von den Seitenaugen und fast mehr als doppelt so weit von einander. Die hinteren Seitenaugen sind von den vorderen etwas weiter entfernt als von den hinteren Mittelaugen. Die vier Mittelaugen bilden ein vorn weit schmäleres Viereck, das weit höher als hinten breit ist. Die Mandibeln fast ebenso lang als die vorderen Patellen und vorn kaum gewölbt. Die Maxillen doppelt so lang als breit, vorn gerundet, an der Aussenseite nur unbedeutend ausgeschnitten und nicht gegen einander geneigt. Neue Spiuneti an« Amerika,. 32 i Die Lippe ebenso lang als breit, vorn gerundet und nur halb so lang als die Maxillen. Das Sternurn länglich und recht stark gewölbt. Die beiden ersten Fusspaare gleich lang, etwas mehr als 2'/2Qial so lang als der Cephalothorax, das vierte Paar mehr als um seinen Tarsus länger als die beiden ersten. Eine Scopula findet sich an allen Tarsen und Metatarsen, nur ist sie au den beiden Hinterpaaren sehr dünn. Die Bestachelung ist folgendermaassen : Erster Fuss: Femur oben 3, vorn 2, hinten 2, Patellen oben 2 Borsten, Tibia unten 3 Paar, von denen das am Ende ganz kurz und schwach ist, vorn, hinten und oben eine stärkere Borste, Metatarsus keine. Zweiter Fuss: Ebenso. Dritter und vierter Fuss: Femur oben 3, vorn und hinten je 1, Patellen oben 2 Borsten, Tibia unten 3 Paar, jederseits 2 — 3 und oben 1 — 2; Meta- tarsus am Anfange und am Ende je 4—5. Das Abdomen mehr als um den di-itten Theil länger als breit, vorn ziem- lich gerade, in der hinteren Hälfte am breitesten, hinten stumpf zugespitzt, oben und an den Seiten sehr spärlich behaart, fast ganz nackt. Die Querfalte am Bauche befindet sich ein wenig hinter der Mitte zwischen Epigyne und Spinnwarzen. Peru: Amable Maria. In der Sammlung der Universität in Warschau. 25. A. pilosa n. sp. Taf. IV, Fig. 24. Weib: Totallänge 64 Mm. Cephalothorax lang 30 „ „ in der Mitte breit 2*0 „ r, vorn breit II „ Abdomen lang 3'4 „ breit 2-0 „ Mandibeln lang Tl „ Fem. Pat. Tib. Metat. Tar. Summa 1. Fuss 2-0 1-0 1-3 1-2 10 = 6-5 Mm, 2. „ 2-0 1-0 1-2 1-1 1-0 = 6-0 „ 3. „ 1-8 1-0 ri 1-2 0-9 ^ 6-0 „ 4 2-2 ro 1-9 2-0 1-0 -^ 8-1 „ Der Cephalothorax gelb, der Saum an den Seitenrändern und jederseits ein Band dunkelbraun, die Area der Augen auch braun, diese selbst mit einem schwarzen Einge umgeben. Die Haarbekleidung dieses Körpertheils scheint eine ziemlich dichte gewesen zu sein und hat an den hellen Stellen aus weissen, an den dunklen aus braunen Härchen bestanden. Das Sternurn röthlich braun; die Maxillen und die Mandibeln gelb bräunlich. Die Lippe etwas duukeler. 328 Eugen Graf Keyserling. Die Beine gelb, braun gebändert und gefleckt , der dicht behaarte Hinterleib unten braun, an den Seiten fast schwarz, oben gelb mit einem ziemlich grossen in der Mitte getheilten braunen Fleck gleich hinter der Mitte und einzelne kleine ebenso gefärbte an den Seiten, sowie auch einzelne längere braune Här- chen, die zwischen den gelben hervorragen. Die Spinn warzen gelb, die oberen an der Aussenseite und die unteren in der Mitte braun. Der Cephalothorax um die Hälfte länger als breit, so lang als Pemur + Tibia I, vorn ungefähr halb so breit als in der Mitte zwischen dem zweiten und dritten Fusspaare, oben nicht sehr hoch gewölbt, steigt hinter den Augen ein wenig an, bleibt oben bis hinter der Mitte ziemlich gleich hoch und fällt hinten und an den Seiten ziemlich schräg ab. Die Mittelritze ganz kurz und die Furchen an den Seiten des Kopfes sehr flach. Die obere Augenreihe ist, von oben gesehen, gerade, die untere, von vorn betrachtet, durch Tieferstehen der Seitenaugen nach oben gebogen. Alle Augen sind nicht gross, aber die beiden vorderen Mittelaugen kleiner als die übrigen. Diese letzteren liegen reichlich um ihren Durchmesser von einander und höchstens um den dritten Theil desselben von den Seitenaugen, die nicht ganz um ihren Durchmesser von den hinteren Seitenaugen und um das Doppelte desselben von dem Stirnrande entfernt sind. Die hinteren Mittelaugen sitzen um das P^f^che ihres Durchmessers von einander und nicht ganz um diesen von den hinteren Seitenaugen. Die vier Mittelaugen bilden ein vorn schmäleres Viereck, das etwas höher als hinten breit ist. Die Mandibeln ungefähr ebenso lang als die vorderen Patellen, vorn ziem- lich gewölbt, kaum dicker als die vorderen Tibien, in ihrer ganzen Länge gleich dick und divergiren etwas. Die Endklaue kurz. Die Maxillen fast doppelt so lang als breit, nicht gegen einander geneigt, vorn unbedeutend breiter und an den Seiten ein wenig schräge abgestutzt. Die ungefähr ebenso lange als breite, vorn gerundete Lippe, halb so lang als die Maxillen. Das glänzende gewölbte Sternum wenig länger als breit. Die Beine kurz aber kräftig und ziemlich behaart. An allen Tarsen eine dünne Scopula, an den Metatarsen jedoch nur an denen der beiden Vorderpaare. Die Bestachelung ist folgendermaassen : Erster Fuss: Femur oben 3, vorn 2, hinten 1—2, Tibia unten 2. 2, Metatarsus unten 2. Zweiter Fuss: Femur oben 3, vorn 2, hinten 1, Tibia unten 1. 2, oder auch nur am Ende 2, Metatarsus unten 2. Dritter Fuss: Femur oben 3, vorn und hinten 1—2, Patellen hinten und vorn 1, Tibia unten 2. 2. 2, hinten 2, vorn 2, Metatarsus am Anfang, Mitte und Ende mehrere. Vierter Fuss: Ungefähr ebenso. Der Hinterleib bedeutend länger als breit, vorn gerundet und ziemlich schmal, in der hinteren Hälfte am breitesten und hinten stumpf zugespitzt. Die oberen Spinnwarzen sind ein wenig länger als die unteren. Die recht lange Neue Spinnen aus Amenka. 0^9 Querfalte am Bauch befindet sich in der hinteren Hälfte des Bauches, nicht sehr weit von den Spinnwarzen. Mann: Totallänge 56 Mm. Cephalothorax lang 28 „ „ in der Mitte breit 21 „ „ vorn breit 10 „ Abdomen lang 30 „ „ breit 18 „ Mandibeln lang 10 „ Fem. Fat. Tib. Metat. Tar. Summa 1. Fuss 2-0 10 1-9 1-8 11 = 7-8 Mm. 2. „ 20 10 1-8 1-7 11 = 7-6 „ 3. „ ........ 1-9 10 1-6 1-8 10 = 7-3 „ 4. „ 2-4 11 2-2 2-3 10 = 90 „ Ganz ebenso gezeichnet, nur weit dunkeler; die Beine und der auch weiss behaarte Cephalothorax bräunlich roth, der braune Fleck auf dem Rücken des Abdomens so gross, dass er ihn fast ganz bedeckt. Der Cephalothorax ver- hältnissmässig breiter und oben höher gewölbt ; Grösse und Stellung der Augen ebenso. Die Beine sind verhältnissmässig länger und mit mehr Stacheln be- setzt, die folgendermaassen vertheilt sind : Erster Fuss: Femur oben 3, vorn 2, hinten 2, Tibia unten 2. 2. 2, hinten und vorn 2 — 8, Metatarsus unten 2. 2 und jederseits 1. Zweiter Fuss : Ebenso. Dritter Fuss: Femur oben 3, innen 2, aussen 1, Patellen hinten und vorn 1, Tibia unten 2. 2. 2, jederseits 3 und oben 2, Metatarsus zahlreiche. Vierter Fuss: Ebenso. Die Scopula ist dünn, findet sich aber an allen Tarsen und den Meta- tarsen der beiden Vorderpaare. Der Tibialtheil der Palpen ebenso lang als der Patellartheil und das Endglied so lang als die drei vorhergehenden zusammen. Unten am Ende des Femuraltheiles an der Aussenseite sitzt ein kleines nach vorn gerichtetes Häkchen, wie bei Ä. citrina L. K. Diese Art hat viel Aehnlichkeit mit A. citrina L. K. (Die Darassiden- Pamilie p. 199, Fig. 133 — 135), ist aber durch die starke Behaarung, Grösse und Stellung der Augen verschieden. Bei citrina sind die Augen alle bedeutend grösser, die vorderen Seitenaugen nur um ihren Durchmesser über dem Stirn- raude und die hinteren Seitenaugen sichtlich grösser als die Mittelaugen , die vorderen Mittelaugen ein wenig kleiner als die Seitenaugen, während bei pilosa diese nur ein Drittel so gross sind. Die Spitze der ringförmigen Leiste am Geschlechtsknoten bei pilosa ist gegen die Ansatzstelle des Einges gerichtet, bei citrina dagegen nach aussen umgebogen. Neu- Granada. In meiner Sammlung. Z. B. Ges. B. XXIX. Abh. 42 330 Eugen Graf Keyserling Gen. Chiracanthium C. K. 1839. 26. Ch, molle n. sp. Taf. IV, Fig. 25. Mann: Totallänge , ... 30 Mm. Cephalothorax lang 1-2 „ „ in der Mitte breit 10 „ „ vorn breit 0'7 „ Abdomen lang 1-7 „ „ breit 0-8 „ Mandibeln lang 08 „ Fem. Fat. Tib. Metat. Tar. Summa 1. Fuss 1-8 0-4 2-6 2-8 1-3 = 8-9 Mm. 2. „ 1-3 0-3 1-4 1-4 0-7 = 51 „ 3. „ 1-0 0-3 10 11 0-5 = 3-9 „ 4. „ 1-6 0-3 1-6 1-7 07 = 5-9 „ Das ganze Thier bellgelb obne irgend eine Zeichnung, die Augen schwarz. Der Cephalothorax um den sechsten Theil länger als breit, vorn mehr als halb so breit als hinten in der Mitte zwischen dem zweiten und dritten Fusspaare, massig hoch gewölbt. Der Rücken ziemlich gleichhoch, hinten und an den Seiten ziemlich steil abfallend, sehr dünn und fein behaart, ebenso wie die anderen Theile des Körpers. Mittelritze fehlt und die Seitenfurche am Kopfe ganz flach, kaum bemerkbar. Die obere Augenreihe durch Tieferstehen der Seitenaugen etwas nach hinten gebogen (procurva) und die untere durch Tieferstehen der Mittelaugen unbedeutend nach unten gebogen (recurva). Alle Augen recht klein, die vorderen Mittelaugen noch etwas kleiner als die übrigen. Die Augen der vorderen Eeihe sitzen in gleichen Entfernungen von einander, etwa um den Durchmesser der Seitenaugen, die von den hinteren Seitenaugen auch ebenso weit entfernt liegen. Die Mittelaugen der hinteren, bedeutend breiteren Eeihe, liegen fast um ihren dreifachen Durchmesser von einander und nur um den doppelten von den Seitenaugen. Die vier Mittelaugen bilden ein vorn schmäleres Viereck, das nicht ganz so hoch, als hinten breit ist. Die Mandibeln doppelt so lang als die vorderen Patellen, etwas nach vorn gerichtet, fast doppelt so dick als die vorderen Schenkel und divergiren ein wenig. Die Klaue am Ende derselben schwach, nicht halb so lang und wenig gekrümmt. Die Maxillen einander parallel, mehr als doppelt so lang als breit, vorn, am leicht gerundeten Ende, etwas breiter als in der Mitte und in der hinteren Hälfte etwas gewölbt. Die Lippe kaum länger als breit, vorn gerundet und etwas mehr als halb so lang als die Maxillen. Das kurz ovale Sternum unbedeutend länger als breit und massig gewölbt. Neue Spinnen aus Amerika. 331 Die Beine lang und sehr dünn, das erste Paar bedeutend länger als die übrigen, alle mit sehr schwachen schwarzen Stacheln besetzt, die folgender- maassen vertheilt sind: Erster Fuss: Femur oben 3, vorn 1, Tibia unten 2. 2. 2, jederseits 2 und oben 2, Metatarsus am Anfange und in der Mitte mehrere. Zweiter Fuss: Femur oben 3; die anderen Glieder ebenso. Dritter Fuss: Femur oben 3, Tibia unten 2, Metatarsus, Mitte und Ende mehrere. Vierter Fuss: Femur oben 3, vorn und hinten am Ende I. Patellen oben 2 recht starke Borsten, die ganz schwach auch bei den anderen Beinen vorhanden sind, Tibia unten, oben und jederseits 2, Metatarsus am An- fange, in der Mitte und am Ende mehrere. Eine Scopula ist an keinem der Beine bemerkbar. Der Tibialtheil der Palpen ist doppelt so lang als der Patellartheil und hat oben in der Mitte einen kleinen Höcker. Der Hinterleib doppelt so lang als breit, vorn gerundet und am breitesten, läuft nach hinten allmälig spitz zu. Die oberen Spinnwarzen sind um das kurze zweite Glied länger als die unteren. , Neu-Granada. In meiner Sammlung. 27. Ch. granadense n. sp. Taf. IV, Fig. 26. Mann: Totallänge 5-5 Mm. Cephalothorax lang 2"5 „ „ in der Mitte breit . 1'9 „ „ vorn breit 1"0 „ Abdomen lang 3*0 „ „ breit 1'6 » Mandibeln lang l'l » Fem, Fat. Tib. Metat. Tar. Summa 1. Fuss 3-2 10 3-7 32 1-7 = 12'8 Mm. 2. „ 2-8 0-9 2-8 2-6 11 = 10-2 „ 3. „ 2-0 0-7 1-6 1-6 0-8 = 6-7 „ 4. „ 3-2 0-9 2-6 3-3 l'O = 11-0 „ Der Cephalothorax gelb, alle übrigen Theile des Körpers ebenso, aber etwas heller, die Augen mit einem schwarzen Ringe eingefasst. Der Cephalothorax etwas länger als breit, vorn halb so breit als in der Mitte zwischen dem zweiten und dritten Fusspaare, oben massig gewölbt, in der Mitte ungefähr am höchsten , von da zu den Augen hin ganz sanft geneigt, zum Hinterrande und an den Seiten auch nicht steil abfallend. Die an der hinteren Abdachung gelegene Mittelritze ganz klein und die Seitenfurchen am Kopfe sehr flach. 42* 332 Engen Graf Keyserling. Von oben gesehen, erscheint die obere Augenreihe etwas nach hinten gebogen (procurva), und die untere nach unten (recurva), aber, von vorn be- trachtet, gerade. Die gleich grossen Augen der hinteren Eeihe sitzen in gleicher Entfernung von einander, ungefähr um das lV2fache ihres Durchmessers. Die Seitenaugen' der vorderen Eeihe sind ebenso gross als die hinteren und nicht ganz um ihren Durchmesser von diesen und dem Stirnrande entfernt. Die vorderen Mittelaugen nur den dritten Theil so gross als die Seitenaugen, sitzen nicht mehr als um ihren Eadius von einander und den Seitenaugen entfernt. Die vier Mittelaugen bilden ein vorn weit schmäleres Viereck, das sichtlich höher als hinten breit ist. Die etwas divergirenden und wenig nach vorn gerichteten Mandibeln wenig länger als die vorderen Patellen und nicht dicker als die Tibien. Die Maxillen ungefähr doppelt so lang als breit, am Ende ein wenig breiter, vorn an der Aussenseite gerundet, an der Innenseite schräge abgeschnitten. Die Lippe etwas länger als breit, vorn ein wenig ausgeschnitten und etwas mehr als halb so lang als die Maxillen. Das Sternum massig gewölbt und etwas länger als breit. Die Beine recht lang, ebenso wie die übrigen Körpertheile, ganz dünn und kurz behaart. Eine Scopula fehlt. Die Stacheln sind folgendermaassen vertheilt: Erster Fuss: Femur oben 3, vorn 1, hinten 1, Tibia unten 2. 2. 2, jederseits und oben 2, Metatarsus am Anfange, Mitte und Ende mehrere. Die Bestachelung der anderen Beine ist ungefähr ebenso, nur haben die Metatarsen der hinteren Paare einige mehr und auch die Patellen derselben sind oben und hinten mit 1 versehen. Der Hinterleib doppelt so lang als breit, vorn gerundet und hinten zu- gespitzt. Die oberen Spinnwarzen etwas länger als die unteren. Der Tibialtheil der Palpen etwas länger als der Patellartheil, hat aussen am Ende einen kleinen stumpfen Zahn und in der Mitte einen recht grossen, flachen und gekrümmten Fortsatz. Die Tasterdecke überragt mit ihrem schmalen Schnabel ziemlich weit den Geschlechtsknoten, an dem vorn ein sehr langer fadenförmiger Fortsatz sich befindet, der am Anfang in einigen kreisförmigen Windungen aufgerollt ist. Der Hinterleib fast doppelt so lang als breit, vorn gerundet und hinten allmälig spitz auslaufend. Neu-Granada. In meiner Sammlung. 28. Ch, Paticalense n. sp. Taf. IV, Fig. 27. Weib: Totallänge 18-2 Mm. Cephalothorax lang ' 9-1 „ „ in der Mitte breit 7"3 „ vorn breit 5'2 „ Nene Spinnen aus Amerika. 333 Abdomen lang 10'6 Mm. „ breit 6"9 » Maudibeln lang 5'0 „ Fem. Pat. Tib. Metat. Tar. Summa 1. Puss 6-7 3-5 55 67 2-9 = 2-r3 Mm. 2. „ 6-0 3-5 5-4 5-8 2-8 = 23-5 „ 3. „ 5-2 3-3 3-9 4-8 22 = 19-4 „ 4. „ 7-1 3-3 5-6 6-G 2-3 = 24-8 „ Der Ceplialothorax dunkel rothbraun, vorn ebenso wie die Mandibeln, Maxillen und die Lippe fast schwarz, das lang aber dünn behaarte Sternum, sowie die Beine und die Palpen bräuulichroth. Der Hinterleib bräunlichgelb, hinten und an den Seiten braun, ziemlich dicht mit hellbraunen Härchen bekleidet. Der glänzend glatte, nur ganz fein gerieselte Cephalothorax mit kurzen anliegenden lichten Härchen bedeckt, so lang als Patelle -{- Tibia I, etwas länger als Patelle -|- Tibia IV, vorn kaum um den dritten Theil schmäler als in der Mitte zwischen dem zweiten und dritten Beinpaare, massig hoch, von den Augen an, eine kurze Strecke ansteigend von da nach hinten erst ganz sanft, dann ziemlich schräge, aber nicht steiler als nach den Seitenrändern hin abfallend; die Seiten des Kopfes weit steiler und die denselben begleitenden Furchen nur unten als ganz flache Eindrücke bemerkbar. Die Mittelritze kurz und ganz flach, sehr wenig sichtbar. Die obere breitere Äugenreihe von oben und die untere von vorn betrachtet, gerade. Die beiden vorderen schwarzen Mittelaugen etwas grösser als die anderen bernsteinfarbigen gleichgrossen, sind von einander wenig mehr als um ihren Eadius, ebenso vom Stirnrande, um ihren Durchmesser von den hinteren Mittelaugen und mehr als das Doppelte desselben von den Seitenaugen ent- fernt. Die hinteren Mittelaugen liegen ungefähr um das Dreifache ihres Durch- messers von einander und um das Fünffache desselben von den Seiteuaugen entfernt, die an dem oberen Ende einer gemeinschaftlichen recht stark vor- springenden Wulst mit den vorderen etwas grösseren Seitenaugen sitzen und nur um ihren Durchmesser von ihnen entfernt sind. Die vier Mittelaugen bilden ein vorn schmäleres Viereck, das hinten weit breiter als hoch ist. Die glänzend glatten Mandibeln fast so lang als die vorderen Patellen, bedeutend dicker als die Vorderschenkel, treten knieartig unter dem Stirnrande hervor und haben vorn an der unteren Hälfte an der Innenseite eine deutliche Querfurche. Die Maxillen in der Endhälfte bedeutend breiter und gewölbt, ohne Quereindruck und an der Innenseite um die Lippe herum, etwas ausgeschnitten. Die Lippe sichtlich länger als breit, vorn etwas schmäler als in der Mitte und leicht ausgeschnitten, hat jederseits einen flachen Eindruck und ist mehr als halb so lang als die Maxillen. Das Sternum verhältnissmässig klein, um den dritten Theil länger als breit. Der Hinterleib um den dritten Theil länger als breit, vorn gerundet, hinten zugespitzt und in der Mitte am breitesten. Das unterste Paar der Spinn- 334 Eugen Graf Keyserling. Warzen etwas dicker und länger als das Basalglied der obersten, diese aber mit dem dünnen Endgliede beträchtlich länger als erstere. Die Beine ziemlich kräftig, haben an allen Tarsen und Metatarsen eine Scopula, die besonders an den vorderen recht dicht ist, an dem dritten und vierten weit dünner und nur kaum bis an die Mitte der Metatarsen reicht. Die Bestachelung ist folgendermaassen : Erster Fuss: Femur oben keine, vorn 1, Tibia unten in der Mitte 1, Metatarsus unten an der Basis 2. Zweiter Fuss: Femur oben 2, vorn 1, Tibia und Metatarsus ebenso wie bei I. Dritter Fuss: Femur oben 2, vorn 2, hinten 1, Tibia unten 2, vorn 2, hinten 2, Metatarsus am Anfange, Mitte und Ende mehrere. Vierter Fuss: Ungefähr ebenso. Diese Art ist in Gestalt und Färbung sehr ähnlich Ch. tropicum L. K. (D. Farn. d. Drassidae p. 239, Fig. 155) und unterscheidet sich nur durch etwas andere Bestachelung der verschieden langen Beine und die wesentlich anders geformte Epigyne. In Warschau ein Exemplar aus Paucal in Peru; gefunden in einer Höhe von 7700 Fuss. Castianeira n, gen. (Nomen propr.) Der Cephalothorax langgestreckt und schmal, fast doppelt so lang als breit, am Hinterrande schmäler als vorn am Kopfe. 8 Augen in zwei parallelen Reihen, die obere etwas nach hinten gebogen (procurva) und nur wenig breiter als die gerade vordere. Die vorderen Mittel- augen bedeutend grösser als die anderen ziemlich gleichgrossen, liegen mehr als um ihren Durchmesser über dem Stirnrande, kaum um ihren Radius von einander entfernt und dicht an den Seitenaugen. Die hinteren Mittelaugen stehen auch weiter von einander als von den Seitenaugen. Die ganze Gruppe der ziemlich gedrängt stehenden Augen nimmt lange nicht die Breite der Stirn ein. Die Mandibeln massig lang, kaum dicker als die vorderen Schenkel, sind senkrecht abwärts gerichtet. Die Maxillen massig gewölbt ohne Quer- oder Längseindruck und etwas länger als breit. Die Lippe etwas breiter als lang und nicht ganz halb so lang als die Maxillen. Die Beine schlank und bestachelt, die Coxen alle recht gross, etwas kugelförmig aufgetrieben, das vierte Paar das längste, dann folgt das erste, zweite und wahrscheinlich das dritte. Eine Scopula fehlt an allen Beinen. Die beiden kurzen Klauen am Ende der Tarsen werden durch das unter ihnen liegende Büschel am Ende dicker werdender Härchen verdeckt. Das Abdomen bedeutend länger als breit, wird auf dem Rücken und an den Seiten von einer festen Chitinhaut bedeckt, die vorn an der Verbindungs- Nene Spinnen aus Amerika. 335 stelle mit dem Cephalothorax eine ringförmige Wulst zur Aufuahme des dünnen Verbindungsgliedes bildet. Die Hautbedeckung des Bauches und des hintersten Theils des Eückens dünner. Vor den kurzen gleichlangen Spinnwarzen, sitzt am Bauche ein kleines Hügelchen. Durch den hinten auffallend schmalen Cephalothorax zeichnet sich diese Gattung vor allen anderen aus, die zu dieser Familie gehören. 29. Gast, rubicunda n. sp. Taf. IV, Fig. 28. Mann: Totallänge 60 Mm. Cephalothorax lang 28 „ „ in Mitte breit 1"6 „ „ vorn breit O'S „ Abdomen lang 3'2 „ „ breit 14 „ Mandibeln lang 09» Fem. Fat. Tib. Metat. Tars. Summa 1. Fuss 1-9 0-7 1-8 1-8 12 = 74 Mm. 2. „ 1-7 0-7 1-6 1-6 rO = 6-6 „ 3. „ fehlt. 4. „ 2-3 0-8 2-2 3-0 1-3 = 96 „ Der Cephalothorax roth, die Mandibeln, Lippe, Maxillen und das Sternum röthlichgelb, die Coxen und Tarsen sowie die Metatarsen, Tibien und Patellen der beiden vorderen Beinpaare gelb, die Metatarsen des letzten ganz und die Tarsen in der Mitte schwarz, die Palpen ebenso röthlichgelb. Die Schenkel alle roth. Der Chitinpanzer des Hinterleibes dunkelroth, die von demselben unbedeckten Theile gelb, und auf dem Bauche ein nicht bis an die Spinn- warzen reichendes rothes Band. Der glänzende, mit ganz kleinen runden Knötchen, auf denen lichte Härchen sitzen, bedeckte Cephalothorax fast doppelt so lang als breit, länger als Tibia -{- Metatarsus I, vorn etwas mehr als halb so breit als in der Mitte, hinten ganz schmal, oben massig hoch gewölbt, am Beginn des hinteren Dritt- theils am höchsten, nach den Augen hin unbedeutend gesenkt, hinten und an den Seiten recht sanft schräge ansteigend. Die Mittelritze ganz schmal und flach, die Seiteneindrücke am Kopfe fehlen ganz und derselbe geht unmerklich in den Brusttheil über. Von oben gesehen ist die unbedeutend breitere hintere Eeihe ein wenig nach hinten gebogen (procurva), die Augen derselben gleichgross, halb so gross als die vorderen Mittelaugen und vielleicht unbedeutend grösser, als die vorderen Seitenaugen, die Mittelaugen derselben liegen mehr als um ihren Durchmesser von einander entfernt, um diesen von den vorderen Mittelaugen und kaum mehr als um ihren Radius von den Seitenaugen. Die untere Augenreihe von vorn betrachtet, ist gerade und liegt reichlich um den l'^fachen Durchmesser der 336 Eugen Graf Keyserling. grossen Mittelaugeu über dem Stirnrande, die kaum um ihren Radius von ein- ander entfernt sind. Die vorderen Seitenaugen sitzen dicht an den Mittelaugen und um ihren Eadius von den hinteren entfernt. Die ganze ziemlich dicht gedrängte Gruppe der Augen sitzt auf einer niedrigen Erhöhung der Stirn und nimmt lange nicht die ganze Breite derselben ein. Die Mandibeln etwas länger als die vorderen Patellen, fast dicker als die vorderen Schenkel, vorn ein wenig gewölbt, fast senkrecht, nur unbedeutend nach vorn geneigt und am Ende mit einer massig langen und ziemlich dünnen Klaue bewaffnet. Die Maxillen massig gewölbt, nicht gegen einander geneigt, etwas länger als breit, an der Aussenseite sanft gerundet, vorn gerade abgeschnitten, am Innen- rande, vorn leicht und hinten um die Lippe herum recht stark ausgeschnitten. Die Lippe vorn gerundet, etwas breiter als lang und nicht ganz halb so lang als die Maxillen. Das Sternum länglich herzförmig. Die Coxen der Beine recht gross und dick, besonders unten am hinteren Ende etwas kugelförmig hervortretend. Die Schenkel gerade und ziemlich kräftig, die übrigen Glieder verhältnissmässig sehr dünn, das hinterste Beinpaar um seine Tibia länger als das erste, fast o^/^xnal so lang als der Cephalothorax. Die Bestachelung folgendermaassen : Erster Fuss: Femur oben 3, vorn 2, Patellen keine, Tibia unten 3 Paar, Metatarsus unten 2 Paar. Zweiter Fuss: Ebenso. Vierter Fuss: Femur oben 3, vorn 2, hinten 2, Patellen oben 1, Tibia unten 2 Paar, jederseits 2 und oben 1, Metatarsus am Anfange, Mitte und Ende mehrere. Am Ende der verhältnissmässig langen und dünnen Tarsen sitzen zwei kleine Klauen, die von den, eine dichte Bürste bildenden, am Ende dickeren Härchen ganz verdeckt werden. Eine Scopula fehlt an allen Beinen. Der Hinterleib dünn und kurz behaart, mehr als doppelt so lang als breit, vorn ganz schmal, vor der Mitte etwas eingeschnürt und hinten am breitesten. Ein glänzender roth gefärbter Chitiupanzer oder Mantel umgibt den grössteu Theil des Eückens, lässt hinten nur eine kurze Strecke desselben frei, reicht au den Seiten ziemlich weit hinab und umschliesst den vor den Lungenöffnungen gelegenen Theil des Bauches ganz. Die in demselben vorn zur Aufnahme des Verbindungsgliedes mit dem Cephalothorax bleibende runde Oeffuung hat einen wulstförmigen Rand. Es muss bemerkt werden, dass dieser sogenannte Panzer sich mehr durch die Färbung als durch einen wirklichen Absatz von den hell gefärbten Theileu des Bauches abhebt, diese aber jeden- falls mit einer dünnen und weichen Haut bekleidet sind. Das rothgefärbte Läugsband am Bauche besteht auch aus einer dickeren Chitinhaut. Die Spinn- warzen kurz, gleichlang, befinden sich am hinteren Ende und vor ihnen lieg-t ein kleines rothbraun gefärbtes Hügelchen, das fast ebenso breit ist, als die beiden unteren Spinnwarzen zusammen. In meiner Sammlung ein Männchen aus Neu-Granada. Nene Spinuen aus Amerika. do7 Familie Ctenoidae. Gen. Caloctenus Keys. 1877. 30. C ^najor n. sp. Taf. IV, Fig. 31. Weib: Totallänge 19-2 Mm. Cephalothorax lang 8'0 „ „ in der Mitte breit 6"5 „ „ vorn breit 3"8 „ Abdonäen lang 12*2 „ „ breit 8'0 „ Mandibeln lang 3"8 „ Fem. Fat. Tib. Metat. Tar. Summa 1. Fuss 9-0 3-6 90 80 2-7 = 323 Mm. 2. „ 8-7 3-5 7-7 7-7 2-7 = 30-3 „ 3. „ 7-4 2-8 7-2 6-7 3-6 = 277 „ 4. „ 9-0 31 7-5 9-8 3-6 = 33-0 „ Der Cepbalotborax vorn und an den Seiten schwärzlichbraun, oben roth, um die braune Mittelritze herum mehr röthlichgelb, die Augenhügel schwarz, die Mandibeln, die Maxillen, die Lippe und das Sternum dunkel rothbraun, die Beine und die Palpen roth, undeutlich dunkel geringelt und gefleckt, nur an den Schenkeln die etwas heller als die anderen Glieder sind, je zwei schwärzliche Eingel deutlicher. Das Abdomen braun, oben auf dem Eücken in der Mitte ein gelber Strich und an den Seiten desselben dunklere Flecken oder un- deutliche schräge Striche. Der Cephalothorax etwas länger als breit, vorn wenig mehr als halb so breit als in der Mitte zwischen dem zweiten und dritten Fusspaare, etwas kürzer als Tibia I, oben massig hoch gewölbt. Der Kopftheil, der durch sehr deutliche Seitenfurchen, die oben bis in die recht vertiefte Mittelritze laufen, begrenzt ist, erhebt sich allmälig von hinten nach vorn, ist an den Augen etwas höher als der Brusttheil. Der Clypeus nur wenig nach vorn geneigt. Die beiden untersten Augen sind ebenso gross als die beiden mittelsten der zweiten Eeihe, liegen kaum mehr als um ihren Eadius von einander, unbedeutend weiter von den Mittelaugen der hinteren Eeihe und reichlich um das Dreifache ihres Durchmessers über dem Stirnrande. Die zweite Eeihe ist durch Tieferstehen der Seitenaugen stark nach oben gebogen, die beiden Mittel- augen sind um ihren Eadius von einander und doppelt so weit von den kaum ein Drittel so grossen Seitenaugen entfernt, hinter denen am oberen Ende eine schräge Wulst, deren unteres Ende sie einnehmen, sich die Augen der dritten obersten Eeihe befinden, die ebenso gi'oss als die Mittelaugen sind, und nicht ganz um ihren Durchmesser von den kleinen Seitenaugen und reichlich Z. B. Ges. B. XXIX. Al)h. 43 338 Eugen Graf Keyserling. um denselben von den Mittelaugen der Mittelreihe entfernt liegen. Die vier gleichgrossen in der Mitte gelegenen Augen bilden ein Quadrat. Die Mandibeln unbedeutend länger als die vorderen Patellen, etwas nach vorn geneigt, vorn ziemlich gewölbt und lang behaart. Die Maxillen fast doppelt so lang als breit, in der vorderen Hälfte etwas erweitert, am Ende an der Aussenseite gerundet, an der Innenseite schräge abgeschnitten und mit röthlichen Haaren besetzt. Die Lippe unbedeutend länger als breit, in der Endhälfte stark gewölbt, vorn ein wenig ausgeschnitten und kaum halb so lang als die Maxillen. Das ziemlich gewölbte Sternum kaum länger als breit. Die Beine massig lang, dünn behaart, das vierte Paar etwas länger als das erste, das dritte das kürzeste. Eine nicht sehr dichte Scopula befindet sich an allen Tarsen und Metatarsen. Die Bestachelung ist folgende: Erster Puss: Femur oben 3, hinten 3 und vorn 3—4, Tibia unten in der Vorderreihe 7, in der Hinterreihe 6, jederseits und oben 1, Metatarsus unten 3 Paar recht lange und jederseits 2. Zweiter Fuss : Ebenso. Dritter und vierter Fuss: Femur oben 3, jederseits 3, Tibia unten 3 Paar, jederseits 2 und oben 3, Metatarsus unten 3 Paar und jederseits 8. Der Hinterleib um den dritten Theil länger als breit , vorn ziemlich gerade, in der hinteren Hälfte am breitesten, am Ende stumpf zugespitzt, oben mit längeren und ganz kurzen Härchen massig dicht bekleidet. Die Spinn- warzen gleichlang. Peru: Pumamarca. In der Sammlung der Universität in Warschau. Gen. Senoculus Taczanowski/) Horae societ. eutom. ross. IX. 1872. p. 106. Der Cephalothorax wenig länger als breit, vorn mehr als halb so breit als in der Mitte, oben sehr flach, mit deutlicher Mittelgrube und Seitenfurchen am Kopfe versehen, der vorn unbedeutend höher als der Brusttheil ist. 8 Au gen 2) in drei Reihen; die beiden Augen der untersten Reihe und die Seitenaugen der mittelsten sehr klein. Die Mittelaugen der mittelsten fast geraden Reihen gross, ebenso die beiden der hintersten. Die vier Mittelaugen bilden ein vorn ganz schmales Viereck, das hinten ungefähr ebenso breit als hoch ist. Die Mandibeln kräftig, massig lang und am Ende mit einer kurzen Elaue bewehrt. Die Maxillen fast doppelt so lang als breit und nur wenig gegen einander geneigt. ") Sollte der Name vergeben, oder weil auf unrichtiger Anschauung hasirt, unpassend sein, schlage ich : Platyctenus vor. '') Nicht 6, wie mich die Ansicht des Originales lehrte. Nene Spinnen aus Amerika. 339 Die Lippe bedeutend länger als breit und mehr als halb so lang als die Maxillen. Das Sternum wenig länger als breit. Beine 1. 2. 4. 3, das zweite und vierte Paar gleichlang, alle dünn behaart und mit sehr langen Stacheln besetzt, die Tibia der beiden Vorder- paare haben unten deren vier Paar. Die Tarsen sind mit drei gezähnten Klauen bewaffnet. Die Klaue der Palpen auch gezähnt. Der Hinterleib hat eine recht langgestreckte Gestalt und ist auch nur ganz dünn behaart. Die oberen Spinnwarzen etwas länger als die unteren. Diese und die folgende Gattung gehören zu der mit drei Klauen am Ende der Tarsen versehenen Gruppe dieser Familie, deren Eepräsentanten bis- her nur aus Australien bekannt waren. 31. iS>. rubromaculatus n. si). Taf. IV, Fig. 30. "Weib: Totallänge 8-5 Mm. Cephalothorax lang 3'6 „ „ in der Mitte breit 3*0 „ „ vorn breit 1*6 „ Abdomen lang 5'0 „ „ breit 2-2 „ Mandibeln lang 1'2 „ Fem. Fat. Tib. Metat. Tar. Summa 1. Puss 4-0 1-5 3-4 3-1 TS = 13-3 Mm. 2. „ 3-5 1-4 3-0 2-8 1-3 = 12-0 „ 3. „ ........ 2-7 1-0 2-0 2-4 1-2 = 9-3 „ 4. „ 3-7 1-2 2-8 3-1 1-3 = 12-1 „ Die Mandibeln und der Cephalothorax orangegelb, letzterer an der Seite schwarz gesäumt, die grossen Augenhügel röthlichschwarz , die Maxillen, die Lippe, das Stemum, die Palpen und die Beine auch gelb, letztere hin und her mit einzelnen kleinen rothen Fleckchen überstreut. Das Abdomen hellgelb, oben in der vorderen Hälfte mit einem bräunlichen, schwarz gerandeten Fleck in der Form einer Lanzenspitze in der Mitte. An den Seiten und hinten sieht man noch schwarze und rothe Strichel und Flecken, der Bauch graugelb, mit zwei Längsreihen, dunkelgelb gefärbter Grübchen, die beiden flach gewölbten Erhabenheiten, von denen die Epigyne gebildet wird, rothbraun gerandet, die unteren Spinnwarzen gelb, die oberen, an der oberen Seite, schwärzlich. Der Cephalothorax etwas länger als breit, denkt man sich den vorsprin- genden und stark nach vorn geneigten Clypeus abgeschnitten, so ist er kreis- rund, vorn etwas mehr als halb so breit als in der Mitte zwischen dem zweiten und dritten Fusspaare, etwas kürzer als Femur I, aber länger als Tibia I, sehr niedrig, oben in der Mitte ein wenig vertieft und mit deutlicher Mittelgrube versehen, in die die Seitenfurchen des nach vorn zu ein wenig ansteigenden 43* 340 Eugen Graf Keyserling. Kopftheils münden. Der Kopftheil ist daher vorn an den hinteren Augen un- bedeutend höher als der Brusttheil. Dieser ganze Körpertheil mit kurzen anliegenden hellgelben Härchen bekleidet. Die Augen bilden drei Reihen zu 2. 4 und 2. Die Seitenaugen der hintersten Eeihe und die Mittelaugen der zweiten sind sehr gross und ziemlich gleich, die Seitenaugen der mittelsten ganz klein und nur halb so gross als die beiden auch recht kleinen der untersten Eeihe, die etwas mehr als um ihren Durchmesser von einander entfernt liegen, ebenso weit vom Stirnrande und um das Vierfache desselben von den Mittelaugen der Mittelreihe, die um etwas mehr als um ihren Durchmesser von einander, um den doppelten von den Augen der hinteren Eeihe und nicht ganz so weit von ihren Seitenaugen entfernt sind, die am unteren Eande des grossen flachen Hügels der hinteren Augen sitzen. Die vier Mittelaugen bilden ein vorn ganz schmales Viereck , das ungefähr ebenso lang als hinten breit ist. Die Mandibeln ziemlich kräftig, etwas kürzer als die vorderen Patellen, vorn ziemlich gewölbt, haben am Ende eine kurze aber starke Klaue, die sich in einen Falz legt, dessen Vorderrand mit langen Härchen und dessen Hinter- rand mit drei Zähnchen besetzt ist. Die Maxillen fast doppelt so lang als breit, wenig gegen einander geneigt, haben fast parallele Öeitenränder und sind vorn gerundet. Die Lippe nicht ganz doppelt so lang als breit, zwei Drittel so lang als die Maxillen, in der Mitte unbedeutend breiter als an beiden Enden, und vorn leicht ausgeschnitten. Das Sternum kaum länger als breit, vorn schmal und gerade, hinten zugespitzt, oben flach gewölbt und dünn behaart. Die Beine nur ganz dünn und fein behaart, das erste Paar das längste, nicht ganz viermal so lang als der Cephalothorax, das zweite und vierte gleich- lang. Die Stacheln an den Tibien und Metatarsen der beiden Vorderpaare sehr lang, einzelne mehr als halb so lang als das Glied, an dem sie sitzen, sind folgendermaassen vertheilt: Erster Fuss: Femur oben 3, vorn 5, hinten 3, Patellen oben 2, Tibia unten 4 Paar, jederseits 1 — 2 und oben 1, Metatarsus unten 3 Paar und jederseits 3. Zweiter Fuss: Ebenso. Dritter und vierter Fuss: Femur oben 3, vorn 3, hinten 1, Patellen oben 2, Tibia unten 1, jederseits 1 — 3, Metatarsus am Anfange, in der Mitte und am Ende 4. Unten an den Tibien dieser beiden letzten Beinpaare sitzen lange lichte Härchen und an den Metatarsen feine schwarze Borsten. Die beiden grossen Klauen am Ende der Tarsen scheinen nur fünf Zähn- chen zu besitzen, während die kurze untere stark gekrümmte zwei sehr lange dünne hat. Die schlanke nur am Ende gekrümmte Klaue der Palpen, deren letztes Glied besonders mit zahlreichen langen Stacheln besetzt ist, hat fünf kurze Zähnchen. Der Hinterleib etwas mehr als doppelt so lang als breit, vorn gerade abgeschnitten und hinten stumpf zugespitzt. Die oberen nait kurzem zweiten Neue Spinnen aus Amerika. 341 Gliede versehenen oberen Spinnwavzen sind unbedeutend länger als die etwas dickeren unteren. Peru : Amable Maria. Ein Exemplar in Warschau in der Sammlung der Universität. Stenocteniis n. gen. Der Cephalothorax lang und schmal, um die Hälfte länger als breit, vorn nur halb so breit als in der Mitte, flach gewölbt; die Mittelgrube und die Seitenfurchen am Kopfe sehr flach. Die 8 Augen in drei Eeihen, die beiden Augen der untersten Reihe und die Seitenaugen der mittelsten geraden Reihe ganz klein. Die Mittelaugen der letzteren und die beiden obersten der etwas breiteren hinteren Reihe recht gross. Die vier Mittelaugen bilden ein vorn schmales, hinten nicht so breites als hohes Viereck. Die Mandibeln massig lang und etwas nach vorn geneigt. Die Maxillen ungefähr doppelt so lang als breit. Die Lippe nicht ganz doppelt so lang als breit und mehr als halb so lang als die Maxillen. Das Sternum weit länger als breit. Die Beine dünn behaart, wie alle anderen Theile des Thieres, 1. 2. 4. 3. besetzt mit sehr langen und kräftigen Stacheln, unten an der Tibia der beiden ersten Paare deren zehn Paar. Die Tarsen mit drei gezähnten Klauen bewehrt, die Klaue am Ende der Palpen nicht gezähnt. Das Abdomen lang und schmal, die oberen Spinnwarzen etwas länger als die unteren. Diese Gattung unterscheidet sich von der vorhergehenden durch die bedeutend gestrecktere Gestalt und die weit zahlreicheren Stacheln an Tibien und Metatarsen der beiden vorderen Beinpaare. 32. St. gracilis n. sp. Taf. IV, Fig. 29. Weib: Totallänge S'O Mm. Cephalothorax lang 3'0 ,, „ in der Mitte breit 2-0 „ „ vorn breit 1-0 „ Abdomen lang 50 „ ,; treit 1-4 „ Mandibeln lang TO „ Fem. Pat. Tib. Metat. Tar. Summa 1. Fuss 3-8 1-2 4-1 3-2 1-1 =-- 134 Mm. 2. „ 3-2 1-1 3-2 2-8 1-0 = 11-3 „ 3. „ 2-0 0-8 1-2 1-4 0-9 = 63 „ 4. „ 3-3 10 2-7 2-5 10 = 105 „ 342 Eugen Graf Keyserling. Der Cephalothorax dunkelgelb, die Mundtheile, Sternum, die Beine und die Palpen hellgelb ; der Hinterleib bräunlicbgelb mit einigen undeutlichen und unregelmässig vertheilten braunen Flecken auf dem Rücken; die Spinnwarzen gelb, das Endglied der oberen ganz und das Basalglied an der Seite dunkelroth. Die Augen alle schwarz, nur die ganz kleinen Seitenaugen der Mittelreihe weiss, die vier obersten sitzen auf breiten schwarzen Hügeln und die beiden vordersten werden von einem schwarzen Ringe umgeben. Der Cephalothorax um den dritten Theil länger als breit, vorn an der Stirn nur halb so breit, als in der Mitte zwischen dem zweiten und dritten Fusspaare, weit kürzer als Femur oder Tibia I, an der Seite leicht gerundet, oben sehr wenig gewölbt, hinten und an den Seiten gleichmässig schräge an- steigend, die Mittelgrube und die Furchen an den Seiten des Kopfes sehr flach, der Clypeus sehr stark nach vorn geneigt. Die Oberfläche dieses ganzen Körper- theils ist spärlich mit kurzen bräunlichen und um die Augen herum einigen feinen weissen Härchen bekleidet. Die Augen sitzen in drei Reihen zu 2. 4 und 2, die Mittelaugen der Mittelreihe und die beiden obersten sind sehr gross, die vier anderen ganz klein und besonders die beiden Seitenaugen der Mittelreihe. Die beiden Augen der untersten Reihe sitzen etwas mehr als um ihren Durch- messer von einander entfernt, kaum mehr als um ihren Radius über dem Stirn- raude und mehr als um das Vierfache ihres Durchmessers von den Mittelaugen der zweiten, von vorn gesehen, geraden Reihe. Diese letzteren liegen etwas mehr als um ihren Durchmesser von einander, um den doppelten von den ganz kleinen Seitenaugen und noch etwas weiter von den hinter den letzten an einem nicht sehr hohen aber breiten Hügel sitzenden Augen der obersten Reihe, Die kleinen Seitenaugen der Mittelreihe befinden sich an der Basis des schwarzen Hügels der Augen der obersten breitesten Reihe. Die vier Mittelaugen bilden ein vorn ganz schmales Viereck, das ein wenig länger als hinten breit ist. Die Mandibeln etwas kürzer als die vorderen Patellen, vorn etwas gewölbt, etwas nach vorn geneigt und am Ende mit einer kräftigen, massig langen Klaue versehen, die sich in einen Falz legt, dessen Hinterrand mit drei Zähnchen besetzt ist. Die Maxillen ungefähr doppelt so lang als breit, an der Aussenseite ganz leicht ausgeschnitten, vorn an der Aussenseite gerundet, an der Innenseite ein wenig schräge abgeschnitten, stehen fast parallel, nur unbedeutend gegen ein- ander geneigt. Die Lippe nicht ganz doppelt so lang als breit, fast zwei Drittel so lang als die Maxillen, in der Mitte wenig breiter als an beiden Enden, vorn ganz leicht ausgeschnitten. Das Sternum weit länger als breit, vorn ziemlich schmal, gerade abge- schnitten, in der Mitte am breitesten, hinten stumpf zugespitzt, massig gewölbt, und mit kurzen Härchen dünn bedeckt. Die Beine fein und dünn behaart, das erste Paar 4V2mal so lang als der Cephalothorax, alle, besonders aber die beiden Vorderpaare, mit sehr langen und kräftigen Stacheln folgendermaassen besetzt: Neue Spinnen aus Amerika. 343 Erster Fuss: Femur oben 2, vorn an der Seite oben 3, unten 5, hinten an der Seite oben 3, Patellen oben 2, hinten und vorn 1 ganz schwacher, Tibia unten 10 Paar, jederseits und oben 1, Metatarsus unten 7 Paar und oben 1. Zweiter Fuss: Ebenso. Dritter Fuss: Femur oben 8, vorn 3, Patellen oben 1 — 2, vorn und hinten 1 schwacher, Tibia unten 3 Paar, jederseits 2 und oben 1, Metatarsus am Anfange und in der Mitte je 4. Vierter Fuss: Ungefähr ebenso, hat aber unten an den Metatarsen und dem grössten Theil der Tibien ein Band recht dicht beisammen stehender starker Borstenhaare, die an den anderen Beinen nicht vorhanden sind. Die beiden grossen Klauen am Ende der Tarsen sind mit acht bis neun Zähnchen bewehrt, von denen die vier letzten recht lang und am Ende nur wenig gekrümmt sind. An der kleinen unten stark gekrümmten Klaue sitzen zwei sehr lange leicht gekrümmte Zähnchen. Am Endgliede der Palpen sitzt eine recht dünne, aber lange und wenig gekrümmte ungezähnte Klaue. Der Hinterleib sehr lang cylinderförmig, vorn gerade abgestutzt und hinten allmälig in eine stumpfe Spitze auslaufend. Die Behaarung ist vollständig abgerieben, scheint aber auch nur kurz und dünn gewesen zu sein. Spinnwarzen 6 am Ende des Abdomens, die beiden unteren nicht ganz doppelt so lang als breit, dicker als die mit kurzem Endglied versehenen und unbedeutend längeren oberen. Peru: Amable Maria. In der Sammlung der Warschauer Universität. Familie Dinopoidae. Gen. Dinopis MacLeay. 1839. 33. D. granadensifi n. sp. Taf. IV, Fig. 32. Weib: Totallänge 16-2 Mm. Cephalothorax lang 45 „ „ vorn breit VA „ „ in der Mitte breit 2-7 „ Abdomen lang ITS „ „ breit 20 „ Fem. Pat. Tib. Metat. Tar. Summa 1. Fuss iro 1-9 10-6 11-3 3-0 = 37-8 Mm. 2. „ 10-3 1-9 8-9 9-5 26 = 33-2 „ 3. „ 80 1-3 5-7 5-3 Tö = 21-9 „ 4. „ 9-8 1-6 8-3 8-0 VI = 29-4 „ Der Cephalothorax gelblichbraun mit gelbem Längsstrich am Kopf zwi- schen den Augen und einem ebensolchen kürzeren in der Mitte am Hinterrande, 344 Eugen Graf Keyserling-. dicht bekleidet mit schmutziggelben, ziemlich kurzen Härchen, die nur vorn um die Augen herum etwas länger sind. Die Mundtheile und das Sternum, ebenso wie die Beine gelb, letztere mit kleinen dunklen Pünktchen an der Wurzel der Stacheln. Der braune Hinterleib hat auf dem Rücken und auf dem Bauch in der Mitte ein dunkeleres ganz schmales Längsband. Der Cephalothorax fast doppelt so lang als breit, vorn wenig mehr als halb so breit als hinten in der Mitte, sehr niedrig gewölbt und oben in seiner ganzen Ausdehnung gleich hoch. Der Kopftheil überrag-t vorn etwas die Man- dibeln, hat parallele steil absteigende Seiten und wird durch flache Seitenfurchen vom Brusttheil getrennt, der an den Seiten gerundet und hinten gerade abge- schnitten ist. Die untere Augenreihe durch Tieferstehen der Seitenaugen etwas nach oben gebogen, sitzt dicht über dem Stirnrande, und zwar die beiden Mittelaugen ungefähr um ihren doppelten Durchmesser von einander auf einem Vorsprung desselben und ihre Entfernung von den etwas grösseren Seitenaugen ist so gross als der Durchmesser der beiden sehr grossen Augen der zweiten Eeihe, die nicht ganz um ihren halben Eadius von einander entfernt sind und noch näher dem Stirnrande sitzen. Die hinterste Augenreihe besteht aus zwei Augen, die doppelt so gross als die Seitenaugen der vordersten kaum breiteren Reihe sind und bildet mit diesen ein rechtwinkeliges etwas breiteres als langes Viereck. Die Mandibeln kurz aber ziemlich breit und vorn nicht gewölbt, mit einzelnen Borstenhaaren besetzt, die Endklaue auch kurz und wenig gekrümmt. Die Lippe etwas länger als breit, in dem Enddritttheil erweitert und vorn gerundet. Das Sternum doppelt so lang als breit, vorn gerade, hinten zugespitzt und wenig gewölbt. Die Beine sehr lang und dünn , das erste Paar mehr als achtmal so lang als der Cephalothorax, alle Glieder bis auf die Tarsen mit Reihen ganz kurzer und schwacher Stacheln besetzt. An den Metatarsen des hintersten Beinpaares befindet sich ein Calamistrum. An den beiden grossen Klauen, am Ende der Tarsen sitzen 6 — 7 und der kurzen 1 Zähnchen. Der Hinterleib fast sechsmal so lang als breit, vorn ziemlich gerade abgeschnitten und hinten gerundet. Von den Spinnwarzen, von denen die vier äusseren gleichlang sind, befindet sich ein recht breites, in der Mitte getheiltes Cribellum. Der Patellartheil und der Tibialtheil der Palpen ziemlich von gleicher Länge, sind dicker als der Femurtheil, das Endglied ist ganz dünn, beträchtlich länger als die beiden vorhergehenden zusammen und am Ende mit einer recht langen Klaue versehen, die mit fünf Zähnchen besetzt ist. Mann: Totallänge 130 Mm. Cephalothorax lang 4"2 „ „ vorn breit 1'3 „ hinten breit 2"6 „ Neue Spinneu aus Amerika. 345 Abdoraeu lang 9'0 Mm. „ breit 1'4 „ Fem. Pat. Tib. Metafc. Tar. Summa. 1. Fass 12-6 20 12-2 17-5 5-0 = 493 Mm. 2. „ 109 2-0 101 11-7 30 = 37-7 „ 3. „ 8-3 1-6 6-3 66 V6 = 244 „ 4. „ 100 1-8 9-2 9-3 l'S = 32-1 „ Dieser ist dem Weib sehr ähnlich. Der Cephalothorax dunkel rothbraun mit gelben in der Mitte durch einen dickeren Strich getheilten Bande über der Mitte und weniger deutlichen an den Seiten. Die Beine auch gelb aber stärker und dichter braun gefleckt. Der Kopftheil des Cephalothorax wird nach hinten zu ein wenig breiter, hat nicht ganz parallele Seiten , daher ist die hinterste Augenreihe auch etwas breiter als die mittelste und ebenso breit als die vorderste, deren Augen auch nicht ganz so weit von einander entfernt liegen. Der Hinterleib ist verhältnissmässig noch schmäler, auch braun, mit schmalem dunklem Längsbande über Bauch und Rücken und einzelnen dunkelbraunen Punkten auf ersterem. Das Calamistrum und Cribellum fehlen bei ihm ganz. Diese Art zeichnet sich durch die etwas grösseren Seitenaugen der vorderen Reihe aus, die bei den anderen bisher bekannten amerikanischen D. Lamia^) MacLeay, D. cylindracius^) C. K. und guianensis^) Taczanowski gleichgross sein sollen. Neu- Granada. Ein Pärchen in meiner Sammlung. Familie Pilistatoidae. Gen. Filistata Latrl. 1810. 34. F» capitata Hentz. Taf. IV, Fig. 33. The arachnol. Writings of Nie. Hentz, edit by E. Burgess, Boston 1875. p. 24. pl. II. Fig. 7. (Teratodes depressus C. Koch, Die Arachniden. Bd. 9, p. 103, Fig. 755. 1842.) Mann: Totallänge . 9-5 Mm. Cephalothorax lang 4'6 „ „ in der Mitte breit 3-5 „ vorn breit l'O ,, 1) Annal. of nat. Hist. 1838. t. I. p. 9. pl. 2, Fig. 3. 2) C. Koch, Die Arachniden. Band 13, p. 17. Fig. 1089. ä) Horae boc. entomol. roseicae Tom. X. 1873, p. 98 (3ep. 43). Z. B. 068. B. XXIX. Äbh. 44 346 Eugen Graf Keyserling. Abdomen lang 50 Mm. „ breit , 21 „ Mandibeln lang l'l „ Fem, Pat. Tib. Metat. Tar. Summa 1. Fuss 8-7 2 1 9-3 100 5-0 = 35-1 Mm. 2. „ . 7-0 2-9 6-6 7-2 3-4 = 27-2 „ 3. ,, 6-2 rs 5-6 6-7 4-2 = 24-5 „ 4. „ 8-2 2-0 7-7 9-3 4-7 = 31-9 „ Palpen 5-6 10 5-1 17 — = 13-4 „ Der Cephalothorax, die Beine, die Palpen, Mundtheile und Sternum gelb, der Kopf vorn zwischen den Augen rothbraun, der Hinterleib grau, unten etwas heller als oben. Die vier Seitenaugen bernsteingelb, die vorderen Mittelaugen schwarz, die hinteren weiss. Der Cephalothorax um den vierten Theil länger als breit, vorn recht schmal und stumpf zugespitzt, die Mittelrinne sehr tief, beginnt am hinteren Enddritttheile und reicht vorn bis an den kleinen, oben hohen und von tiefen Seitenfurchen begrenzten Kopftheil. Dieser ganze Körpertheil ist dünn bekleidet mit feinen Härchen und einzelnen stärkeren Borsten. Die Augen sind in der Grösse nicht wesentlich verschieden von einander, nur die vorderen Seiten- und Mittelaugen, die beide eine runde Gestalt haben, ein wenig grösser als die vier ovalen hinteren. Die beiden vorderen Mittel- augen so dicht neben einander gelegen, dass sie sich fast berühren, sind den vorderen Seitena,ugen ebenso nahe gerückt und sitzen so hoch, dass eine an ihrem unteren Rande gezogene Linie die Seitenaugen in der oberen Hälfte durchschneiden würde. Die Entfernung der vorderen Seitenaugen von ein- ander ist etwas grösser als ihr Durchmesser imd in dem Eaum zwischen ihnen befinden sich mehrere kurze aber starke Stacheln. Die hinteren Mittelaugen sind von einander ebenso weit entfernt als die vorderen Mittelaugen, liegen dicht an den hinteren Seitenaugen und nur in sehr geringer Entfernung von den vorderen Mittelaugen. Der Abstand der vorderen Seitenaugen von den hinteren Seitenaugen ist auch nur ganz klein, ungefähr ebenso gross als der del- vorderen Mittelaugen von den hinteren. Die Mandibeln kurz und schwach, vorn flach, die Klaue am Ende derselben klein und massig gekrümmt. Die Maxillen in der hinteren Hälfte schmal, nehmen allmälig an Breite zu, sind in der Mitte am breitesten und der vordere Theil derselben ist so stark über das Ende der Lippe gebogen, dass beide sich voi'u berühren und die Lippe vollständig umschliessen. Die Palpen setzen sich vorn an der Seite der Maxillen an. Die mit dem Sternum vollständig verwachsene Lippe ist an der Basis etwas schmäler als in der Endhälfte, fast doppelt so lang als in der Mitte breit und vorn gerundet. Neue Spirmen aus Amerika. 347 Das fast kreisförmige Sternum ist wenig gewölbt und besonders rings am Eande mit Stachelborsten besetzt, ähnlich wie die Lippe und die Maxillen. Die Beine dunkel behaart, und nur an den Schenkeln einige ganz schmale unbehaarte Längsbänder. Das erste Paar etwas über siebenmal so lang als der Cephalothorax. Oben an den Trochantern sitzt eine Eeihe stärkerer Borsten. Die Bestachelung ist folgendermaassen : Erster Fuss: Femur oben 4, vorn 5 — 6, hinten 7 — 8 und unten zwei unregel- mässige Eeihen zahlreicher aber ganz kleiner; Tibia unten 4 Paar nicht regelmässig sitzender, vorn und hinten 2 — 3, Metatarsus hat noch mehr aber kleinere und noch unregelmässiger sitzende. Die anderen Beine sind ähnlich bestachelt, die Stacheln aber etwas weniger zahlreich. An den Tarsen befinden sich auch zwei unregelmässige Keihen kleiner Stacheln. Der Hinterleib mehr als doppelt so lang als breit, ist vorn und hinten gerundet, bei dem vorliegenden Exemplar in der Mitte etwas dünner als an beiden Enden, was aber wahrscheinlich nur durch Eintrocknen bewirkt ist. Die Palpen sehr lang, fast dreimal so lang als der Cephalothorax, alle Glieder dünn und cylinderförmig, der Tibialtheil fast ebenso lang als der Femural- theil, am Ende des Tarsalgliedes ein dünner gekrümmter stumpfer Fortsatz. Weib: Totallänge 120 Mm. Cephalothorax lang . 55 „ „ in der Mitte breit 4-0 „ „ vorn breit 1"8 „ Abdomen lang 70 „ „ breit 4-0 „ . Mandibeln lang 1'5 „ Fem. Pat. Tib. Metat. Tar. Summa 1. Fuss 6-7 2-1 6-8 6-0 3-4 = 25-0 Mm. 2. „ 5-2 2-0 4-7 4-2 27 = 188 „ 3. ,, 4-4 1-8 3-8 3-8 2-2 = 16-0 „ 4. „ 6-0 2-1 5-4 50 28 = 21-3 „ Palpen 3-2 TG 20 2-2 — = 90 „ Die Färbung ebenso, nur etwas dunkeler, und das Abdomen hat oben in der vorderen Hälfte einen hellen Längsstrich, die Mittelritze auf dem Eücken des Cephalothorax weit flacher, der Kopftheil etwas länger aber weniger hoch und daher die Seitenfurchen an demselben weniger tief. Die Mandibeln seitlich etwas zusammengedrückt und vorn etwas gewölbt. Die Stellung der Augen ist dieselbe, nur scheinen die vorderen Seitenaugen verhältnissmässig zu den übrigen etwas grösser zu sein, auch sind die ovalen weissen Augen der hinteren Eeihe entschieden länger als die vorderen runden Mittelaugen. Die Bestachelung der Beine ungefähr ebenso wie bei dem Mann, nur weit kürzer und kräftiger, das erste Paar nur 4V20ial so lang als der Cephalothorax. Die drei Klauen am 44* 348 Eugen Graf Key serling. Ende, der auch bestachelten Tarsen, sind kurz und werden von Härchen so sehr verdeckt, dass es nicht möglich ist, die Zahl der Zähnchen anzugeben. Die Palpen sehr dick, noch nicht doppelt so lang als der Cephalothorax, haben^ an allen Gliedern Stacheln und am Ende eine wie es scheint, auch gezähnte Klaue. Am Anfange an der Innenseite der Metatarsen des vierten Beinpaares befindet sich das Calamistrum, eine kurze kammförmige Erhöhung, die mit einer dichten Reihe nicht langer Stachelborsten besetzt ist. Dieses eigen- thümliche Organ fehlt dem Mann ganz. Der Hinterleib länglich eiförmig, hat unten jederseits eine Pulmonarspalte und in der Mitte etwas näher den Spinn- warzen noch eine lange Querspalte für die Tracheen. Die Spinnwarzen kurz, die vier äusseren mit kurzem gerundeten Endglied; die beiden unteren etwas stärker als die oberen und die beiden mittleren nur eingliederigen weit kürzer und schwächer. Dicht vor den beiden unteren Spinnwarzen, oder vielmehr grösstentheils zwischen ihnen, liegt ein in der Mitte getheiltes Cribellum. In der Sammlung des Herrn Becker in Brüssel, aus Pascagonta am Mississippi. 35. Jt\ hibernalis Hentz. Collect, of the arachnol. Writings of N. Hentz, edit. bey E. Bürge ss, Boston 1875, p. 23. pl. 2, Fig. 6. Das vorliegende Thier ist noch sehr jung, schwarzbräunlich behaart; auf den ebenfalls dunklen aber kurz behaarten Beinen haben oben die Schenkel, Patellen und Tibien zwei parallele schmale unbehaarte gelbe Längsstriche. An den Seiten der Schenkel der beiden Vorderpaare liegt auch noch so ein Längstrich. Der Cephalothorax braun, dünn behaart, hat eine ziemlich kurze flache Mittelgrube, daher der Kopftheil niedrig und ziemlich lang. Die runden schwarz gefärbten Mittelaugen der vorderen Reihe kleiner als die übrigen, liegen um den dritten Theil ihres Durchmessers von einander noch unter den Seitenaugen, die auch rund aber kaum grösser sind als die ovalen der hinteren Reihe. Die hinteren Mittelaugen berühren die Seitenaugen, liegen sehr nahe den vorderen Mittelaugen, die hinteren Seitenaugen liegen ebenso weit von den vorderen Seitenaugen. Alle Glieder der Beine bestachelt, auch die Tarsen, an der Innenseite der Metatarsen IV ein Calamistrum. Im Besitze des Herrn Becker in Brüssel, vom Mississippi. Nene Spinnen aus Amerika 049 Erklärung der Abbildungen. Tafel IV. Seite Fig. 1. Eurisoma scutatum Perty, a männliche Palpe, b Kopf von vorne gesehen, c Epigyne 293 „ 2. Paraplectana peruana n. sp., Palpe 296 „ 3. Taczanowshia striata n. sp., a Mundtheile und Sternum, h Augen, c Klaue, d Epigyne 298 „ 4. Cyrtarachne cornigera Hentz, a Kopf von vorn, b Epigyne . . . 300 „ 5. Singa abbreviata n. sp., a Epigyne 301 „ 6. „ diioäecimguttata n. sp., Epigyne von vorn, a von oben . . 302 „ 7. Epeira punctillata n. sp., Palpe 304 „ 8. „ baltimorensis n. sp., Epigyne 305 „ 9. „ unanima n. sp., Epigyne 306 „ 10. „ uniformis n. sp., Epigyne 307 „11. „ venustiäa n. sp., Epigyne 308 „ 12. „ veles n. sp., Epigyne von vorn, a von der Seite .... 310 „ 13. „ alticeps n. sp., Epigyne 811 „ 14. Cyclosa punctata n. sp., Epigyne 312 „ 15. Larinia rubroguttulata n. sp., Epigyne 314 „ 16. Meta triangularis n. sp., Epigyne 315 „ 17. „ nigroventris n. sp., Palpe 316 „ 18. Tetragnatha ilUnoiemis n. sp., Mandibel 318 ,. 19. Cybaeus .varius n. sp., linke Palpe von oben, a Epigyne. . . . 319 „ 20. Ägröca aureophimata n. sp., Epigyne .... 321 „ 21. Änyphaena mollicoma n. sp., Epigyne 323 „ 22. „ mandibularis n. sp., Palpe 324 ,, 23. „ furcata n. sp., Epigyne . 326 „ 24. „ pilosa n. sp., Palpe, a Epigyne 327 „ 25. Chiracanthium mölle n. sp., Palpe 330 , 26. „ granadense n. sp., rechte Palpe von der Seite, a Tibialtheil derselben von unten 331