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310 paarigen Extremitäten am hinteren Körperende. Es zeigt sich dies in der Familie der Aglaspidae, die von vielen Forschern, offenbar wegen dieses Charakters, unter die Merostomen gestellt wird, ob-gleich zwei der wichtigsten Kriterien, das Vorhandensein von Scheren an den Extremitäten und das Fehlen der Fühler, fortfallen. Eine verhältnismäßig gut erhaltene Aglaspide ist uns in Emeraldella brocki von Wale Ott bildlich dargestellt Fig. 2 (Smithsonian Miscellaneous Collections v. 57 Washington 1914, pi. 30 f. 2). Sie besitzt fünf stärker entwickelte prosomale Extremitätenpaare, Avie die genannten drei Tiergruppen im Silur, vor diesen aber keine Scheren, sondern Fühler, Da die Aglaspidae in den späteren Formationen verschwunden sind, soweit ich sehe, schon im Obersilur, da die genannten drei Gruppen also gleichsam an ihre Stelle treten, erscheint die Abstam-mung derselben von den Aglaspiden in hohem Grade gesichert. Der Stachel am Ende des Körpers besitzt mehr die Form wie bei den Xiphosuren. Der gestrecktere Körper aber neigt sich mehr der Körperform des Urskorpions zu, so daß sehr wohl beide von der-artigen Tieren abstammen können. Die am Präabdomen vorhandenen Beine, die namentlich hei Molarla sjiinifera (Walcott, Taf. 29, Fig. 1) wohl erhalten sind, fehlen allerdings allen echten Merostomen. In der Fühlerform des zweiten Extremitätenpaares stehen die Aglas-piden auch den Trilobiten gegenüber und nähern sich den Mala-kostraken. — Wollen wir die Abstammung noch weiter verfolgen, so bleiben nur noch die Trilobiten als mögliche Stammformen. Und in der Tat stehen die Aglaspiden den Trilobiten offenbar schon äußerst nahe, so nahe, daß ich sie lieber den Trilobiten und damit den echten Krebsen als den Merostomen und damit den Arach-noiden (s. 1.) angliedern möchte. Noch weniger haben die Limulava Walcotts mit den Merostomen gemein. Auf S. 20 seines Werkes liefert Walcott selbst, ohne es zu wollen, den Beweis dafür, indem er sie den Eurypterida, denen er sie sonst als Unterordnung unterordnet, gegenüberstellt, an der Hand ausschließlich abweichender Merkmale. Ist unsre Auffassung richtig, so würden sich die Cheliceren der Arachnoiden aus den Fühlern der Trilobiten entwickelt haben. 4. Beitrag zur Kenntnis der Höhlenfauna. Ergebnis einer faunistischen Untersuchung der Höhlen Schlesiens. Von Dr. med. et phil. Walther Arndt, Breslau. Eingeg. 26. November 1920. Sieht man von den auch in bezug auf ihre Tierwelt eingehend untersuchten Grotten des mährischen Devonkalks ab, so ist unsre

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Beitrag zur Kenntnis der Hohlenfauna. Ergebnis einer faunistischen Untersuchung der Hohlen Schlesiens

W Arndt
Zoologischer Anzeiger 52: 310-315 (1921)

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