MCZ SPIXIANA 23 1-14 München, Ol. März 2000 ISSN 0341-8391 UaK 1 ^ ZQüü Trogulus falcipenis, spec. nov., ein neuer Brettkankef' aus den Alpen und dem Dinarischen Gebirge (Arachnida, Opiliones, Trogulidae) Christian Komposch Komposch, C. (2000): Trogulus falcipienis, spec. nov., a new trogulid from the Alps and the Dinaric Alps (Arachnida, Opiliones, Trogulidae). - Spixiana 23/1: 1-14 Trogulus falcipenis, spec. nov., the smallest hitherto known species of the genus, is described. This trogulid is characterized by its small body size (S< 4.7/ 9< 5.3 mm), large interocular distance, dark-brown chelicerae and in males, by the Short penis (< 1.25 mm), the rod-shaped truncus and the sickle-shaped Stylus. Further morphological differences compared to Trogulus tricarinatus (Linnaeus, 1767) and data on the variability of both species are given. Trogulus tricarintus hirtus Dahl, 1903 is closely related to T. falcipenis, spec. nov., but is distinguishable by long, vertical-standing hairs an the legs. T. falcipenis, spec. nov. is known from Austria (Carinthia), Slovenia, Croatia, Yugoslavia (Montenegro, Serbia) and Albania. Par- ticularly in the northern part of its distribution the species inhabits the litter mainly of beech- and mixed forests and seems to occur mainly in the higher montane-zone. The associated harvestmen-fauna is listed and the endangered Status of the species is discussed. Mag. Christian Komposch, Ökoteam - Institut für Faunistik und Tierökologie, Bergmanngasse 22, A-8010 Graz, Austria. E-mail: oekoteam@sime.com Einleitung Brettkaiiker sind aufgrund ihrer gleichförmigen Körpergestalt und ihres Erdmantels an Körper und Laufbeinen merkmalsarme Weberknechte. Die Bedeutung des männlichen Genitalapparates wurde erst in den letzten Jahrzehnten erkannt; darauf aufbauende Revisionen und Neubeschreibungen lieferten erstmals verläßliche taxonomische Grundlagen. In der Folge wurden in den letzten Jahren aus keiner anderen Weberknechtfamilie so viele neue (mittel)europäische Arten beschrieben wie Brettkan- ker (Avram 1971, Martens 1978, Chemini 1983, Chemini & Martens 1988, Martens & Chemini 1988). Dadurch bedingt sind ältere faunistische Angaben zu mittel- und südeuropäischen Troguliden ohne Revision des Materials oftmals schwer interpretierbar; die tatsächliche Verbreitung einzelner Arten ist revisionsbedürftig bzw. ungenügend bekannt (vergl. Chemini 1984, Weiss et al. 1999). Aufgrund der erwähnten äußeren Merkmalsarmut sowie in vielen Fällen sehr diffizilen Unterschieden zwischen nah verwandten Arten gelten die Vertreter der Gattung Trogulus Latreille, 1802 auch heute noch als außerordentlich schwierige und taxonomisch unzureichend geklärte Gruppe. Die hier beschriebene Art ist vor allem aufgrund üirer geringen Körpergröße und Ausdifferenzie- rung des Penis gut charakterisiert und von allen übrigen Arten der Gattung abgrenzbar. Die Zahl der bisher bekannten validen mitteleuropäischen Trogulus- Arien erhöht sich damit auf neun (T. falcipenis, spec. nov; T. tricarinatus (Linnaeus, 1767); T. nepaeformis (Scopoli, 1763); T. closanicus Avram, 1971; r. oltenicus Avram, 1971; T. cisalpinus Chemini & Martens, 1988; T. martensi Chemini, 1983; T. tingiformis C. L. Koch, 1848; T. coriziformis C. L. Koch, 1839). Die Frage nach dem Artstatus von T. oltenicus ist allerdings noch nicht endgültig geklärt (vergl. Weiss 1978). Material und Methoden Falls nicht anders vermerkt, wurden die Tiere mittels Bodensieb bzw. durch Handfang vom Verfasser gesam- melt. Die Belegexemplare befinden sich in der Sammlung des Verfassers am Institut für Faunistik und Tieröko- logie, Graz. Das vermessene und gezeichnete Twgulus tricarinatus-Material stammt aus Deutschland (Sachsen- Anhalt), Österreich (Kärnten, Steiermark, Burgenland, Niederösterreich, Vorarlberg), Italien, Slowenien, Kroa- tien, Bosnien-Herzegowina, Jugoslawien (Montenegro, Serbien) und Mazedonien (unpublizierte Funddaten, Coli. 1. Karaman bzw. Ch. Komposch). Fundortbezeichnimgen sind folgenden Kartengrundlagen entnommen: Österreichische Karten 1:50000 (Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen, Wien), Der große Atlas Slowe- nien 1:50000 (Ljubljana, 2. Auflage, 1992), Kroatien 1:250000 (freytag & bemdt), Jugoslawien - Makedonien 1:300000 (RV Verlag), Albaiüen 1:400000 (Ravenstein). Meßstrecken: Der Meßwert für die Körperbreite wird an der breitesten Stelle des Opisthosoma knapp hinter der Körpermitte ermittelt. Die Länge der Kopfkappe wird vom Vorderrand der Augen gemessen. LB Il-Länge versteht sich als Summe der Längen der Einzelglieder ohne Tarsalkralle. Abkürzungen Trogulus falcipenis, spec. nov. Figs 1, 2, 4-6, 8-9, 12-14, 17-21 T)^en. Holotypus: 6, Österreich, Kärnten, Koschuta, Karawanken, S Zell-Pfarre, zw. Koschutahaus und Gros- alm, 46°27'N, 14°23'E, 1350-1390m, OK 212, 04.07.1995 (PI), BS, Ch. Komposch leg. (Naturhistorisches Museum Wien, Inv.-Nr. 19.105). - Paratypen: 16(?(?, 11$9: Naturhistorisches Museum Bern {16, 1$); Senckenberg- Museum Frankfurt {16, 19); Naturhistorisches Museum Wien {766, 5? 9); Zoologische Staatssammlimg Mün- chen {16, 1?); CoU. Ch. Komposch {^66, 29$); Coli. J. Martens {16, 19); Coli. T. Novak {16). Diagnose. Sehr kleine Art der Gattung (KL 6 bis 4,7/ ? bis 5,2 mm). Penis auffallend kurz (L bis 1,25 mm), charakteristisch ausdifferenzierter Truncus mit sichelförmigem Stylus. Großer Augenab- stand. Dunkelbraxm bis braunschwarz gefärbte Cheliceren. Behaarung der Laufbeine kurz und schräg abwärts gerichtet. Aus den SE- Alpen imd dem Dinarischen Gebirge bekannt. Beschreibung Körperform, Zeichnimg und Färbung (Dorsalseite, Abb 1-2). Gattungstypische Körperform, ähn- lich T. tricarinatus; erdfarben-grau, oftmals mit vereinzelten kleinen schwarzen Flecken, Körpermitte rötlich-braun-(orange) erscheinend (Ränder stärker erdinkrustiert als zentrale Bereiche); frisch gehäu- tete Tiere ohne Inkrustierung einheitlich gelblich-hellbraun gefärbt; dichter Besatz mit Tuberkeln. Bewehrung: laterale prosomale Wulste als Aneinanderreihung von flachen Höckern ausgebildet, median mit oftmals kaum merklicher Aufwölbimg. Schultern abgesetzt und deutlich ausgebildet. Abb. 1. Trogullis falcipenis, spec. nov., S (A: Kärnten, Koschuta). Habitus Dorsalansicht. Niedriger Augenhügel, median leicht gefurcht; große Augendistanz (Tab. 1); Augendurclimesser ca. 65 ^m. Körpermaße (Tab. 1). 6 kleiner und schmäler als 2. Cheliceren. Gattungstypisch ausdifferenziert, auffallend dunkelbraun-braunschwarz gefärbt (bei altem Alkoholmaterial ausgebleicht), Grundglied prolateral hellbraun bis gelblich- weiß. Pedipalpen. Blaß gelblichbraun, selten dunkelbraun gefärbt; Trochanter und Femur meist etwas dunkler, prolateral heller. Laufbeine. Alle Glieder bis auf Calcaneus und Tarsus dicht mit Tuberkeln besetzt, Borstenhaare der Tuberkel kurz und schräg abwärts gerichtet; ausgeprägter Erdmantel; Tarsal-Gliederung der LB I-FV: 2-2-3-3 (selten mit einseitig unvollständig ausgebildeter Segmentierung eines Tarsus); Tarsus II hellbraun bis schwarz gefärbt, mit sehr zarter, graziler Kralle (Abb. 4); Tarsus I, III, IV mit großer Kralle. Laufbein-Längen (Tab. 2). 6 trotz geringerer KL ähnliche LB-L I-IV wie 9; 6 etwas höherer Längenverhältnis-Wert von Grundglied zu Endglied des LB II-Tarsus als 9. Abb. 2-3. Habitus: Kopfkappe und Prosoma dorsal, von ErdiiTkrustierung befreit. 2. Twgulus falcipenis, spec. nov., c5 (SLO: Krn). 3. Trogiihis tricarinatiis (Linnaeus, 1767), 6 (SLO: Breg, NW Ribnica). Abb. 4. Troguhis falcipenis, spec. nov., 3 (A: Kärnten, Koschuta). Tarsus II links, prolateral. Variabilität von Troguhis tricarinatiis (Linnaeus, 1767). Als Ergänzung zu den eigenen Messungen wird im folgenden ein Vergleich mit Literaturdaten vorgenommen: Die von Weiss (1978) für T. tricarinatiis aus Siebenbürgen beschriebene Variabilität der Körperlänge liegt im Mittel für 66 199 bei 4,85/ 5,60 mm; Min /Max-Werte: 4,56/5,13-5,13/5,81 mm. Die von Weiss angegebenen Meßwerte bezüglich der AugendistaiTz weichen von den eigenen deutlich ab. Messungen der KL, KB, LB-Längen und Penis- m W--:M M Abb. 5-7. Penis. 5-6. Trogidus faJcipenis, spec. nov., 6, Holotypus (A: Kärnten, Koschuta); ventral (5), dorsolateral (6). 7. Trogidus tricariiiatiis (Linnaeus, 1767), 6 (A: Kärnten, Eisgraben E St. Veit); ventral. L von T. tricarinatus bei Avram (1971) und Starega (1976) fügen sich gut in dieses Bild. Deutlich größere Tiere müssen Silhavy (1956) vorgelegen haben: er nennt Körperlängen für S6 von 5,4-6,0 mm; ob sich die ?? mit einer KL von 7,0-8,0 mm wirklich auf T. tricarinatus beziehen, bleibt fraglich. Martens (1978) führt für T. tricarinatus 6 einen Maximalwert der Körperlänge von 6,5 mm an; besonderes Augenmerk verdient der Hinweis auf extrem kleine nordgriechische (Chalkidike) T. tricarinatus 66 von 4,4-4,9 mm KL, wobei die Artzugehörigkeit fraglich ist. Das Längenverhältnis Ta-Grundglied zu Ta-Endglied des LB II beträgt für die dem Verfasser vorliegenden T. tricarinatus 66 1,73-2,26 (M = 1,75), für 92 1,55-2,42 (M = l,75). Genitalmorphologie (Tab. 3, Abb. 5-6, 8-9, 12-14). 6: Truncus penis kurz, schlank und +/- parallelran- dig (in der Mitte undeutlich verbreitert), stabartig geformt (Tiefe des Penis nur etwas geringer als die Breite an der schmälsten Stelle nahe der Basis) mit dorsaler und ventraler Längsrinne, basal leicht verengt, Basis mit fliei?endem Übergang zwischen skierotisiertem und häutigem Bereich; Truncus dorsal braun erscheinend, ventral weißlich mit braunen Rändern; Glans mit einzelnen Sinnesborsten besetzt, Stylus skierotisiert und sichelförmig, von ventral stark nach rechts gebogen. - 9: Ovipositor ähnlich T. tricarinatus. Receptacula seminis: jederseits relativ große, vierlappige (je zwei große Säcke), +/- tropfenförmig-längsovale Rezeptakeln (Abb. 13-14). Etymologie. Die Benennung der Art erfolgt nach der charakteristisch sichelförmig gebogenen Glans penis (lat. falx - Sichel). Als deutscher Name wird Zwergbrettkanker vorgeschlagen. Fundorte Österreich (A): Kärnten: Koschuta [Locus typicus], Karawanken, S Zell-Pfarre, E Koschutahaus, 46°27'01"N, 14°23'40"E, 1320-1380 m, tiefgründige Laubstreu eines Rotbuchen-(Fichten, Lärchen) Hangwaldes in Steillage, 27.07.1993 (P6), BS 16; OK 212; ibidem, zw. Koschutahaus und Grosalm, 1370-1410 m, tiefgründige Laubstreu- ansammlungen eines Rotbuchen (Krüppelbuchen )-Hangwaldes in W-Exposition, 04.07.1995 (PI), BS 16; ibidem, 30.07.1999, BS 5??; ibidem, 06.09.1999, BS 266, 19. Slowenien (SLO): Vrsic, Julische Alpen, V. Mojstrovka E, N Trenta, SSW Kranjska Gora, SSE Ticarjev dom (Paßübergang), 46°25'N, 13°4'E, 1600 m, dünne Laubstreu in Rotbuchenwald nahe der Waldgrenze, S bzw. SW Exposition, 07.08.1993 (PI), BS 19; Kobariski Stol Ostseite, NW M. vrh, Julische Alpen, SSW Zaga, SW Srpenica, Tab. 1. Morphometrische Daten von Trogulus falcipenis, spec. nov. und T. tricarinatus (Linnaeus, 1767): Körper- längen (KL), -breiten (KB), Augendistanz, Kopfkappen-Länge und Schulterbreite (B-Schulter) (Abmessungen des Holotypus, Mittelwerte, Minimum- und Maximumwerte). Tab. 2. Morphometrische Daten von Troguliis falcipenis, spec. nov.: Längen der Laufbeine I-IV, Länge der Einzelglieder (Trochanter, Femur, Patella, Tibia, Metatarsus, Tarsus) von LB II und Längenverhältnis des Grundgliedes (G) zum Endglied (E) des LB II-Tarsus (Abmessungen des Holotypus, Mittelwerte, Minimum- und Maximumwerte). 3,45 5,72 3,5 5,18 Holotypus 6 6 Mittelwert 3,20 5,80 3,79 5,10 Variabilität (n=13) 2,77-3,60 5,10-6,76 3,30-4,20 4,52-5,i 2 Mittelwert 3,37 5,81 3,86 5,19 0,44 1,63 0,63 0,94 1,20 0,882 1:1,86/1,91 0,45 1,64 0,63 0,93 1,18 0,989 1:1,90 0,41-0,53 1,50-1,93 0,41-0,73 0,80-1,05 1,02-1,33 0,75-1,19 1:1,72-2,15 2 Mittelwert 3,37 5,81 3,86 5,19 0,47 1,60 0,65 0,94 1,18 0,952 1:1,82 Variabilität (n=8) 3,04-3,62 5,16-6,26 3,62-4,13 4,90-5,56 0,44-0,49 1,32-1,74 0,60-0,70 0,85-1,01 1,08-1,25 0,89-1,01 1:1,64-1,98 Tab. 3. Abmessungen des Penis von Trogulus falcipenis, spec. nov. und T. tricarinatus: Penis-Länge, Penis-Breite an der schmälsten Stelle der Basis, maximale Penis-Breite im ersten Drittel des Truncus und maximale Penis- Tiefe des dreidimensional ausdifferenzierten Truncus (Maße des Holotypus, Mittelwerte, Minimum- und Ma- ximumwerte). Abb. 8-11. Glans penis. 8-9. Twgulus falcipenis, spec. nov., 6, Holotypus (A: Kärnten, Koschuta); ventral (8), lateral (9). 10-11. Twgulus tricarinatus (Linnaeus, 1767), 6 (A: Kärnten, Eisgraben E St. Veit); ventral (10), lateral (11). Abb. 12. Twgulus falcipenis, spec. nov., 6. Truncus perüs, Schema (Anschnitt in Penismitte), dorsal. SW Bovec, Na verilih, S PI. pri Starih Hramih, 46°17'(16')N, 13°28'E, 1300-1480 m, Streuschicht eines Rotbuchen- waldes in Nord-Exposition, 01.08.1993 (P2), BS IcJ; Krn Südseite, Julische Alpen, N PI. Zaslap, ENE Kobarid, NNW Tolmin, 1km S/SSW Gipfel, S Gomisckovo zavetisce, neben Wanderweg, 46°15'N, 13°39'E, 1700-1800 m, unter Stein am Wegrand in subalpinen Rasen, 03.08.1993 (P2), HF 1$; Soca-Tal, SE Kamno, 1,5 km SE Ortschaft, NW Tolmin, Julische Alpen, 46°13'N, 13°39'E, 200 m, feuchte Streuschicht eines Laubmischwaldrandes (Rotbu- chen, Hainbuchen), nahe Straße, 31.07.1998, BS IcJ, L. Slana & T. Novak leg.; Matajurski vrh Südseite, Julische Alpen, E Tolmin, NNE Koritnica, N Rut, NNE Grant, NE Rutarski Gozo, 46°13'N, 13°52'E, 950-1150 m, tiefgrün- dige Fallaubschichten eines Rotbuchen-(Ahorn, Fichten) Waldes, 25.08.1995 (P2), BS Id, (IJuv?); Nanos, W Postojna, Rebmice, E Lozice, 45°46'N, 14°03'E, 25.06.-04.07.? (Nr. 894), U, Ganglbauer leg.; Goteniska Gora, Medvedjek, W Gotenica, W Kocevja, E Forsthaus Zaga, 45°37'N, 14°42'E, 950 m, tiefgründige Streuschicht am Grund einer Doline (Durchmesser 10 m) eines Rotbuchenwaldes, 10.10.1993 (P2), BS US, 2 Juv. Kroatien (HR): Cres (Insel), "nord v nond", 44°58'N, 14°24'E, -200-300 m, Streuschicht unter alten Eichen, 29.10.1980, 1(5, C. Deeleman leg.; Boven Jablanac, Velebit, SE Rab, S Starigrad, ~44°43'N, 14°54'E, 400 m, 18.10.1980, ?, \S, C. Deeleman leg.; Imotski - Zagvozd, Paßstraße zwischen beiden Ortschaften, ESE Split, ~43°26'N, 17°08'E, "Pinus niger", 22.10.1980, 16, C. Deeleman leg. Jugoslawien (YU): Serbien: Tara Mt., Mitrovac, zw. Bajina Basta und Kremna, NW Uzice, 43°52'-44°02'N, 19°15'-19'E, 1300 m, 25.08.1982, 19, I. Karaman leg. (Nr. 255); Montenegro: Sustak, oberhalb Bar, Montenegro- S, Küste, SSW Podgorica, ~42°05'N, 19°07'E, +/- 300 m, Quewus, Carpinus, 14.04.1981, IcJ, 19, C. Deeleman leg.; 100 ym Abb. 13-16. Receptacula seminis. 13-14. Trogulus falcipenis, spec. nov., ? (A: Kärnten, Koschuta). 15-16. Troguhis tricarinahis (Linnaeus, 1767), 9 (A: Steiermark, Mölten NE Graz). Ulcinj, S-Montenegro, SW Shkoder, 41°56'N, 19°13'E, 02.09.1957 (Nr. 283), IS, H. Schweiger leg. Albanien (AL): Vermosa = Vermosh ?, N- Albanien, NNE Shkoder, 42°35'N, 19°42'E, 17.06.1914, BS 266, 19, Denther leg. Zwei fragliche Weibchenfunde von Trogulus sp. nahe falcipenis liegen von Nemila (Reitter leg.) und Korfu, Gasturi (Beier leg., 02.04.1929) vor. Verbreitung. Trogulus falcipenis, spec. nov. (Abb. 17) ist im westlichen Slowenien weiter verbreitet, die stärkste Häufung von Funden liegt in den Julischen Alpen. In Südkärnten dürfte mit den Karawanken die nördliche Arealgrenze erreicht werden. Aufgrund der vorliegenden grenznahen Lokalitäten ist ein Vorkommen in Norditalien zu erwarten; gleiches gilt für Bosnien-Herzegowina. Die bisherigen Funde zeigen eine weite Verbreitung im Dinarischen Gebirge, die südlichsten Nachweise stammen von der montenegrinischen Küste und aus Nord-Albanien. Verbreitungstyp: südost-alpin-dinarisch. Vertikalverbreitung: Zahlreiche Funde von T. falcipenis zwischen 950 und ca. 1600 m deuten auf einen Schwerpunkt der Vertikalverbreitung in der oberen Montanstufe hin; die mittlere Seehöhe liegt sowohl in Bezug auf die Anzahl der Serien als auch Individuen bei 1100 m. Der bislang niedrigste Fundort liegt im Soca-Tal SE Kamno, der höchste am slowenischen Krn zwischen 1700 und 1800 m. Ökologie und Biologie Trogulus falcipenis ist nach bisheriger Kenntnis zumindest im nördlichen Teil des Areals ein Bewohner der mehr oder weniger tiefgründigen Streuschicht von Rotbuchen- und Buchenmischwäldern; neben Hochwaldhabitaten werden an der Waldgrenze auch Krüppelbuchenbestände besiedelt. Davon ab- weichend gelangen Funde in der Streuschicht eines coUinen Buchen-Hainbuchenbestandes (SLO: Soca- Tal), einem Eichen-Hainbuchenbestand (YU: Montenegro) bzw. in einem strukturreichen subalpinen Rasen (SLO: Krn) unter einem Stein. Die vorliegenden Daten zum ökologischen Verhalten in den südlicheren Breiten sind bruchstückhaft. Die Art wurde bislang v. a. in Einzelindividuen gesammelt. Vorzugshabitat zumindest am nörd- lichen Rand des Areals (A: Kärnten, Koschuta) scheinen tiefgründige und feuchte Laubstreuansamm- lungen zwischen Totholz-, Felselementen tmd Wurzeln in Krüppelbuchenbeständen zu sein {4:66, 6??). Zwei 66 tmd 2 Juv. (?) wurden in einer tiefgründigen Streuschicht am Grund einer Doline eines südslowenischen Rotbuchenwaldes festgestellt (Gotensika Gora). Phänologie: Adulte Tiere {6/ 9) liegen aus den Monaten April (1/1), Juni (2/1), Juli (4/5), August (3/2), September (3/1) und Oktober (4/1) vor, Jungtiere von Oktober (2) bzw. August (1), Artzugehö- rigkeit hier fraglich. Entsprechend den Verhältnissen bei den übrigen Troguliden ist Eurychronie anzunehmen. Sex ratio: 1766: 11?$. Begleitfauna Von den österreichischen und mehreren slowenischen Lokalitäten ist die begleitende Weberknechtfau- na bekannt (Tab. 4). In Summe konnten 24 Weberknechtarten in Syntopie mit T. falcipenis gefimden worden, die drei Felsbewohner Gyas annidatus, Leiohumim roseiun und L. rupestre eingeschlossen. Mit hoher Stetigkeit waren der Zwergweberknecht Siro duricorius, die Fadenkanker Nemastoma bidentatum bidentatum und Parmiemastoma quadripiinctatinu, der Brettkanker Anelasmocephalus hadzii und der die Bodenstreu besiedelnde Lophopnlio palpinalis vertreten. Sympatrie mit Trogidus nepaeformis bzw. T. closanicus wurde in mehreren Fällen festgestellt, mit T. tricarinatus nur ein einziges Mal (SLO: Vrsic). Tab. 4. Weberknecht-Begleitfauna von Trogidus falcipenis, spec. nov. (Fundorte in Österreich/ Kärnten und Slowenien, die genaue Lage ist der Fundortliste zu entnehmen. Anzahl (c?/ $/Juv. bzw. Gesamtindividuenzahl bei S. duricorius part.). Arten (Opiliones) ü ^ !>: ^ y, c6 '(C" 00 2i T-i "^ ° c Siro duricorius (Joseph) Holoscotolemon unicolor Roewer Nemastoma triste (C. L. Koch) Nemastoma bidentatum bid. Roewer Nemastoma bid. bidentatum <> sparsum Nemastoma dentigerum Canestrini Paranemastoma quadripunctatum (Perty) Histricostoma dentipalpe (Äusserer) Mitostoma chrysomelas (Hermann) Dicranolasma scabrum (Herbst) Trogulus tricarinatus (Linne) Trogidus nepaeformis (Scopol!) Trogidus closanicus Avram Trogulus sp. Juv. Anelasmocephalus hadzii Martens Ischyropsalis cf. hellwigi (Panzer) Platybunus bucephalus (C. L.Koch) Rilaena triangularis (Herbst) Lophopilio palpinalis (Herbst) Lacinius ephippiatus (C. L.Koch) Mitopus morio (Fabricius) Gyas annidatus (Oüvier) Amilenus aurantiacus (Simon) Astrobunus helleri (Äusserer) Leiobunum roseum C. L.Koch Leiobunnm rupestre (Herbst) 34/26/0 2/2/0 0/0/1 1/1/0 6/10/11 0/1/0 0/1/0 6/4/0 2/5/27 1/0/0 0/0/4 5/4/5 0/2/0 1/0/0 0/1/0 1/1/0 37 430 0/1/0 0/1/0 0/1/0 2/6/0 0/1/0 1/0/0 1/1/0 0/0/3 0/0/13 0/0/12 0/0/1 0/1/0 1/1/0 2/4/0 0/1/0 3/2/0 0/2/0 0/0/1 0/0/2 0/0/2 2/2/3 1/0/0 3/0/0 0/2/0 2/0/0 1/1/0 2/4/0 2/0/0 0/0/1 0/1/0 1/2/0 0/1/0 1/0/0 0/2/2 0/0/2 1/0/0 0/0/1 Abb. 17. Fundlokalitäten und bisher bekannte Verbreitung von Trognlus falcipenis, spec. nov. Differentialdiagnose Trognlus falcipenis, spec. nov. ist von T. tricarinatiis (Linnaeus, 1767) gut abgrenzbar (Tab. 5). Diffiziler erscheint die Unterscheidung zwischen T. falcipenis und T. tricarinatiis hirtns Dahl, 1903, zweier im Habitus und der männlichen Genitalmorphologie ähnlicher Taxa. Die systematische Stellung der von Dahl beschriebenen "behaarten" hirtus-¥orm erscheint bislang unzureichend geklärt. Dahl (1903) beschreibt in einem einzigen Satz seine neue "Variation" hirta aufgrund der senkrecht abstehenden und langen Behaarung auf Schenkeln und Schienen, wobei die meisten Haare mit ihren Tuberkeln länger als der Durchmesser der Schienen sind. Roewer (1923: 641) führt T. tricarinatiis hirtus als Unterart neben der Nominatform T. tricarinatus tricarinatiis; die Unterart hirtus wird im Bestimmungsschlüssel wieder- um ausschließlich über das Merkmal Behaarung abgespalten: "Borstenhaare der Tuberkeln am ersten bis vierten Femur und Tibia senkrecht abstehend und auf der ersten bis vierten Tibia größer als der Tibien-Durchmesser" . Bestes Unterscheidungsmerkmal ist nach bisherigem Wissen neben der Behaarung die Ausdiffe- renzierung des Truncus penis: beträgt die minimale Breite des Penis in Ventralansicht an dessen Basis bei T. falcipenis 70-98 }im, sind es bei T. tricarinatus hirtus lediglich 56-58 jim; der Wert für die Penis- Tiefe liegt bei T. falcipenis zwischen 65-74 }im, bei T. tricarinatus hirtus zwischen 74-84 jim. Im folgenden soll die Abgrenzung von Trogulus falcipenis, spec. nov. zum habituell ähnlichen T. tricarinatus (Linnaeus, 1767) in tabellarischer und grafischer Form gegeben werden (Tab. 5, Abb. 18-21). 10 Verwandtschaftliches Umfeld Rezente Beschreibungen neuer Brettkanker aus der Trogulus nepaeformis-Gmppe basieren auf diffizilen und z.T. schwer abgrenzbaren Merkmalen: ". . . the Situation is complicated and far from being solved" (Chemini & Martens 1988: 80). Die Sichtung umfangreichen Materials von "Trogulus tricarinatus" läßt auch bei diesen Brettkankern einen Artenkomplex vermuten. Neben dem von Martens (1978: 169, Abb. 273-274) abgebildeten T. tricarinatus-Fems fand sich auch die in Abbildung 7 und 10-11 widergegebe- nen Form mit bauchigem Truncus und hakenförmigem Stylus. Auch auf die unklare Situation von Trogulus cf. tricnrinatus in England (Martens 1988) sowie die parthenogenetischen Populationen in weiten Bereichen Deutschlands sei an dieser Stelle hingewiesen. Eine umfassende Revision dieser Artengruppe mit der Abbildung eines "echten" T. tricarinatus aus Dresden zur Festlegung der Identität der Art scheint notwendig (J. Martens in litt.). Demgegenüber ist T. falcipenis, spec. nov. unter anderem aufgrund der Körpergröße, Behaarung und Genitalmorphologie von den bisher bekannten Arten der Gattung i. allg. klar zu unterscheiden (Tab. 5, Abb. 18-21). Einzige Ausnahme dabei ist der revisionsbedürftige T. tricarinatus hirtus Dahl, 1903. Nach Meinung des Verfassers handelt es sich hierbei um keine Unterart von T. tricarinatus, sondern um eine selbständige Art aus dieser Verwandtschaftsgruppe. Voruntersuchungen zeigten eine weitgehende Übereinstimmung im Bau von Glans und Stylus penis zwischen T. falcipenis und T. tricarinatus hirtus, weshalb selbige nach bisherigem Wissen als Schwesterarten aufzufassen sind. Eine Wiederbeschreibung von T. tricarinatus hirtus ist geplant. Hinsichtlich der Grundglied /Endglied-Proportionen des Ta II sollte Trogulus falcipenis in das verwandtschaftliche Umfeld des größeren T. tricarinatus gestellt werden, weiters ist eine entfernte Ähnlichkeit mit der hakenförmigen Glans penis des türkischen T. uncinatus (Gruber 1969) gegeben. Allerdings nimmt T. falcipenis aufgrund des gattungsuntypischen, stabförmigen Truncus penis - der Penis der übrigen Trogw/us-Arten ist stets deutlich dorsoventral abgeflacht - eine isolierte Stellung ein. Folglich bleibt die Zugehörigkeit zur Gattung Trogulus vorerst fraglich. Tab. 5. Abgrenzung von Trogulus falcipenis, spec. nov. zu T. tricarinatus (Linnaeus, 1767). Färbungsmerkmale beziehen sich auf frisches Alkoholmaterial. Merkmal T. falcipenis, spec. nov. T. tricarinatus Körperlänge (cJ/9) (Tab. 1) Körperbreite (6/9), (Tab. 1) Cheliceren-Färbung Pedipalpen-Färbung Penis-Länge / Breite (Tab. 3) Truncus penis Stylus penis Receptacula seminis Augendistanz in Bezug auf Körperlänge Verbreitung Vertikalverbreitung KL < 4,65 /5,22 mm KB < 1,75/2,01 mm dunkelbraun bis braunschwarz gelblichbraun kurz (< 1,24 mm) /schmal (<110/(m) stabförmig mit dorsaler & ventraler Längsrinne (Abb. 5-6, 11) sichelförmig gebogen (Abb. 8-9); stark skierotisiert jederseits große, vierlappige, +/- tropfenförmig-längsovale Rezeptakeln (Abb. 13-14) groß (Abb. 2) SE-Alpen und Dinarisches Gebirge (Abb. 17) Schwerpunkt vermutlich zw. 950 und 1600m; 200-ca. 1700m KL > 4,5 /5,3 mm KB >L75/2,0mm hell, gelblich-braun hell, schmutzig weiß bis gelblich- hellbraun lang (> 1,4 mm) /breit (>125/(m) deutlich dorso-ventral abgeflacht (Abb. 7) Spitze leicht hakenförmig gekrümmt (Abb. 10-11); wenig skierotisiert jederseits dreilappige, kugelige Rezeptakeln (Abb. 15-16) klein (Abb. 3) Europa part. (Martens 1978), revisionsbedürftig Schwerpunkt < 1000 m; 0- 2000 m 11 s |l.6 18 4,5 5 5,5 Körpertänge (mm) 2,2 € & 1.8 OT. feicipenis W AT. tricarinatus W A^ A A 19 Körpertänge (mm) Abb. 18-19. Streudiagramm zur Körpergröße (Körperlänge/ Körperbreite) von Trogtiliis falcipenis, spec. nov. und T. tricarinatus (Linnaeus, 1767); Männchen (18), Weibchen (19). • T. laicipenis ▲ T. tricarinatus A 0.9 1 1,1 1.2 1,3 1,4 1,5 1,6 1,7 1,8 1,9 Penis-Länge (mm) Abb. 20. Streudiagramm zu den Penis-Abmessungen (Penis-Länge /Penis-Breite Basis min.) von Trogulus falci- penis, spec. nov. und T. tricarinatus (Linnaeus, 1767). 12 Penis-Länge T. tricarinatus T. faicipenis 0,80 1,00 1,20 1,40 1,60 1,80 Penis-Breite, Basis min. T. tricarinatus T. faicipenis | — •— 60 Penis-Breite, max. T. tricarinatus T. faicipenis 80 100 120 140 l|m 160 180 200 60 80 100 120 140 160 180 200 Körperiänge • T. faicipenis M OT. faicipenis W AT. tricarinatus M AT. tricarinatus W 3,50 4,00 4,50 5,00 5,50 6.00 6,50 Abb. 21. Morphometrische Daten zur Differenzierung zwischen Trogiihis faicipenis, spec. nov. und T. tricarinatus (Linnaeus, 1767) (Körperlänge, Penis-Breite max., Penis-Breite Basis min., Penis-Länge): Mittelwerte (Dreiecke, Kreise), Minimum- und Maximumwerte {6: n=14, 9: n=10). Naturschutzfachliche Aspekte Aufgrund ihrer geringen Vagilität und Stenotopie sind viele Brettkanker - und generell bodenbewoh- nende Weberknechte - ausgezeichnete Bioindikatoren für die Ursprünglichkeit bzw. anthropogene Veränderung von Landschaftsteilen. Der Erforschungsgrad der Weberknechtfauna Sloweniens und Kärntens kann - abgesehen von Defiziten im Wissen um die Biologie und Ökologie einzelner Arten /gruppen - als gut bzw. sehr gut bezeichnet werden. Für eine Rote Liste gefährdeter Weberknechte Sloweniens wird eine Einstufung in die Kategorie R (extrem selten) vorgeschlagen, in der Roten Liste gefährdeter Weberknechte Kärntens wird Trogulus faicipenis in der Kategorie 1 (vom Aussterben bedroht) geführt (Komposch 1999). Der einzig bekannte Fundort in Kärnten (Koschuta) ist ein Rotbuchen-Niederwald nahe der Waldgrenze, der als Teil des Truppenübungsplatzes Koschuta anthropogenen Einflüssen ausgesetzt ist. Die heutige Seltenheit von T. faicipenis in den Karawanken könnte unter anderem mit der konsequenten Vernich- tung der ursprünglichen Rotbuchen- und Mischwälder dieses Gebirgszuges Hand in Hand gehen. Die größte rezente Gefährdung dieses kleini-äumig verbreiteten Brettkankers dürfte von der Forstwirt- schaft ausgehen; ein Erlöschen der Koschuta-Population im Zuge forstlicher Maßnahmen kami nicht ausgeschlossen werden. 13 Zusammenfassung Trogitlns falcipenis, spec. nov. wird als kleinste bisher bekannte Art der Gattung beschrieben. Sie ist charakteri- siert durch die geringe Körperlänge ((?< 4,7/ $ < 5,3 mm), den großen Augenabstand, die dunkelbraune Färbung der Cheliceren und im männlichen Geschlecht durch den kurzen Penis (< 1,25 mm), den stabförmigen Truncus sowie den sichelförmig gebogenen Stylus. Weitere Unterscheidungsmerkmale zum ähnlichen T. tricarinatus (Linnaeus, 1767) sowie Angaben zur Variabilität von beiden Arten werden angeführt. Das Auftreten von zwei unterschiedlichen Penis-Typen von "T. tricarinatus" lassen eine umfassende Revision der Artengruppe notwen- dig erscheinen. Nächstverwandte Art von T. falcipenis dürfte T. (tricarinatus) hirtus sein, die sich bei ähnlicher Genitalmorphologie v.a. durch die abstehende Behaarung der Laufbeine und des Körpers deutlich unterscheidet. T. falcipenis ist als Bewohner der Streuschicht vorwiegend von Rotbuchen- bzw. Mischwäldern aus Öster- reich (Süd-Kärnten), Slowenien, Kroatien, Jugoslawien (Montenegro, Serbien) und Albanien bekannt. Die selte- ne Art scheint den Schwerpunkt ihrer Höhenverbreitung in der oberen Montanstufe zu haben. Die Weber- knecht-Begleitfauna wird angeführt und die Gefährdung der Art kurz diskutiert. Danksagung Für Exkursionsbegleitung und Sammelhilfen danke ich Herrn Dipl. Biol. Lars Kühne, Mag. Lorenz Neuhäuser- Happe, Mag. Wolfgang Paill, allen slowenischen Freundinnen und meiner Frau Brigitte. Dank schulde ich Clemens Brandstetter, Dr. Christa Deeleman, Dr. Jason Dunlop, Dr. Jürgen Gruber, Mag. Ivo Karaman, Dr. Peer Schnitter, Univ.-Prof. Dr. Reinhart Schuster sowie ganz besonders Frau Ljuba Slema und Herrn Univ.-Doz. Dr. Tone Novak für das Überlassen von Tiermaterial und Funddaten, zumal die beiden letztgenannten die Eigen- ständigkeit der neuen Art bereits erkannt hatten. Weiters gebührt mein Dank den Herren Dr. Martin Baehr, Theo Blick, MMag. Dr. Helwig Brunner, Dr. Jason Dunlop, Dr. Jürgen Gruber, Mag. Dr. Werner E. Holzinger, Univ. Prof. Dr. Jochen Martens und Univ. Prof. Dr. Reinhart Schuster für Literaturhinweise bzw. kritische Durchsicht und wertvolle Anmerkungen zum Manuskript. Eine finanzielle Förderung dieser Arbeit erfolgte dankenswerterweise durch das Amt der Kärntner Landes- regierung, Abt. 20 - Fachlicher Naturschutz, entsprechender Dank gebührt an dieser Stelle Frau Dr. Tusnelda Rottenburg und Herrn Dr. Christian Wieser. Literatur Avram, S. 1971. Quelques especes nouvelles ou connues du geiure Trogiilus Latr. (Opiliones). - Trav. Inst. Speol. (Emile Racovitza) 10: 245-272 Chemini, C. 1983. Troguliis martensi n.sp. dalT Italia settentrionale (Arachnida Opiliones). - Boll. Soc. ent. ital. 115: 125-129 — 1984. Sulla presenza di Trogiilus closanicus Avram in Austria, Baviera e Slovenia (Arachnida: Opiliones). - Ber. nat.-med. Verein Innsbruck 71: 57-61 — - & J. Martens 1988. Trogiilus cisalpimis n. sp. from the Italian Alps (Arachnida: Opiliones: Trogulidae). - Mitt. Zool. Mus. Berl. 64: 71-81 Dahl, F. 1903. Eine eigenartige Metamorphose der Troguliden, eine Verwandlung von Amopaum in Dicranolasma und von Metopoctea in Trogiilus. - SB Ges. naturforsch. Freunde Berlin: 278-292 Gruber, J. 1969. Weberknechte der Familien Sironidae und Trogulidae aus der Türkei (Opiliones, Aradtnida) (Ergebnisse der österreichisch-türkischen Anatolien Expeditionen 9). - Rev. Fac. Sei. Univ. Istanbul B34: 75-88 Komposch, Ch. 1999. Rote Liste der Weberknechte Kärntens (Arachnida: Opiliones). - Naturschutz in Kärnten 15: 547-565 Martens, J. 1978. Spimientiere, Arachnida: Weberknechte, Opiliones. - In: Senglaub, F., H. J. Hannemann & H. Schumanii (eds.): Die Tierwelt Deutschlands 64: 464 pp., Jena — & C. Chemini 1988. Die Gattung Anelasmocephalus Simon, 1879 - Biogeographie, Artgrenzen und Biospezies- Konzept (Opiliones: Trogulidae). - Zool. Jb. Syst. 115: 1-48 Roewer, C. F. 1923. Die Weberknechte der Erde. Jena, 1116 pp, Jena Silhavy, V. 1956. Sekaci - Opilionidea. - In: Fauna CSR 7: 1-272 Starega, W. 1976. Die Weberknechte (Opiliones, excl. Sironidae) Bulgariens. - Ann. Zool. Warszawa 33: 287-433 Weiss, I. 1978. Biometrische und ökologische Untersuchungen der Gattung Trogiilus am Konglomerat von Podu Olt in Südsiebenbürgen (Arachnida, Opiliones). - Studii si Com. Muz. Brukenthal, St. nat. 22: 213-228 -- , T. Blick, H. Luka, L. Pfiffner & B. Walther 1998. Trogiilus martensi Chemini, 1983 im Raum Basel (Arach- nida, Opiliones, Trogulidae). - AracJinol. Mitt. 16: 21-30 14