Drei neue Mycetophiliden aus der deutschen Mittelgebirgsregion*'* (Diptera, Nematocera) Von Norbert Caspers Institut für Landwirtschaftliche Zoologie und Bienenkunde der Universität, Bonn Abstract Three new species of fungus-gnats (Diptera, Nematocera, Mycetophilidae) are described here: Allodia (Brachycampta) westerholti sp. n., Zygomyia matilei sp. n., Zygomyia pseudohumeralis sp. n. All these species were caught by means of an emergence trap according to ILLIES (1971) at a small woodland stream near Bonn (West Germany) in 1976. Im Rahmen produktionsbiologischer Untersuchungen zur Erfassung der Emergenz (Illies 1971) eines kleinen Waldbaches der Mittelgebirgsregion bei Bonn waren in den Jahren 1976 und 1977 einige Dipteren-Gruppen des semiaquatischen, bzw. hygrophilen Faunenelementes besonders stark vertreten. Allein aus der Familie der Mycetophilidae (sensu lato), bzw. Pilzmücken konnten im ersten Untersuchungsjahr (1976) 227 Arten in der Emergenzfalle erbeutet werden, von denen 34 Arten Erstnachweise für den Be-reich der Bundesrepublik Deutschland darstellen. Eine ausführliche Darstellung der Artenliste der Mycetophiliden, einiger autökologi-scher, bzw. phänologischer Details sowie eine Diskussion methodischer Aspekte wird an anderer Stelle gegeben (Caspers, 1980). Hier sollen lediglich 3 für die Wissenschaft neue Arten aus dem Fangmaterial des Annaberger Baches bei Bonn beschrieben werden. Wei-tere 4 neue Arten werden in Kürze von anderen Autoren beschrieben werden. Die Holotypen der neuen Mycetophiliden-Arten werden in der Zoologischen Staats-sammlung, München, deponiert, die Paratypen verbleiben in meiner Sammlung. Herrn Dr. L. Matile (Paris) bin ich für die Bestätigung der vorliegenden neuen Arten zu Dank verpflichtet. Allodia (Brachycampta) westerholti sp. n. (Abb. 1) Holotypus Cf, Annaberger Bach bei Bonn, 11.7. 1976, leg. N. Caspers. Paratypus: Icf (in coli, mea), Annaberger Bach bei Bonn, 11.7. 1976, leg. N. Caspers. Kopf dunkelbraun; Taster, Fühlerbasis und proximale 3 Geißelglieder gelb; die fol-genden Geißelglieder sind sukzessiv dunkler gefärbt; die Fühlerspitze ist intensiv braun Mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft und Forschung NRW 141