lieber Melanismus bei Tieren im allgemeinen und bei unseren einheimischen insbesondere. Von Prof. Dr. C. B. Klunzinger in Stuttgart. Einleitung. Anfangs August 1901 brachte Herr Sanitätsrat Dr. W. Steüdel in Stuttgart aus seinem Sommeraufenthalt in Kloster-Reichenbach im Murgthal bei Freudenstadt einen eigentümlich gefärbten Frosch mit, der ihm sofort auffiel durch seine gesättigt schwarze Rücken-färbung und orangeroten Flecken an den Seiten. Er fing ihn dort am Walde bei der „Schneewittchenhütte" unter Heidelbeersträuchern, brachte ihn lebend nach Stuttgart, wo ihn Herr Prof. Dr. Vosseler in Pflege nahm. Leider kam, da letzterer bald verreiste, der Frosch in unrechte Hände, starb und konnte nicht mehr lebend abgebildet werden; er wurde dann in Formol konserviert und so erst bekam ich ihn zu sehen. Dieser Fund, in Verbindung mit einigen anderen von mir und anderen beobachteten Fällen auffallender Dunkelfärbung von Tieren in jener Gegend des Schwarzwaldes: Arion empiricorum, Limax einer eo-nig er ^ Helix arhustorum, Vipera preste}\ Eichhörnchen u. s. w., veranlassten mich zu einem Vortrag in einer am 4. Mai 1902 eben in Kloster-Reichenbach unter Vorsitz von Prof. Dr. Blochmann aus Tübingen abgehaltenen Versammlung des Schwarzwälder Zweigvereins für vaterländische Naturkunde über „Melanismus bei Tieren im Schwarzwald" unter Vorzeigung zahlreicher diesbezüglicher Tiere. Ein zweites Exemplar jener Froschabart aufzufinden gelang bis jetzt nicht, obwohl ich am Tage vor der Versammlung fleissig danach fahndete. Doch haben die bei der Versammlung anwesenden Kloster-Reichenbacher auf die Sache acht zu geben versprochen. Die Ausarbeitung dieses Vortrags erweiterte sich dann durch eingehenderes Studium der Litteratur, unserer Vereinssammlung und