Nachdruck verboten. Ueberaetxungsreckt vorbehalten. Ein Beitrag zur Kenntniss der Pinnotherinen. Von Dr. Otto Bürger, Privatdocent und Assistent am Zoologisclien Institut zu Göttingen. Hierzu Tafel 9 und 10. Bei den vorliegenden Pinuotherinen, welche einen der werthvollsten Bestandtheile der SEMPER'schen Sammlung ausmachen, war ich zweifel-haft, ob ich die im Nachfolgenden dem Genus PinnotJieres zugetheilten Arten nicht theilweis zu Pinnaxodes Heller und theilweis zu neu zu errichtenden Gattungen stellen sollte. Zur Aufstellung einer neuen Gattung schienen mir Anfangs unbedingt Formen aufzufordern, wie Pinnotheres pälaensis, exiguus und nudifrons, welche durch einen sechseckigen Cephalothorax und längere und mit längern Krallen aus-gerüstete hintere (3, und 4. Paar) Gehbeine ausgezeichnet sind. Nauck, welcher sich bereits mit den nämlichen Pinuotherinen be-schäftigt und verschiedene schriftliche Aufzeichnungen über sie hinter-lassen hat, errichtete für sie das Genus Ärcotheres, welches indessen nur in unsern Katalogen und auf unsern Etiketten figurirt. Ich habe dasselbe schliesslich nicht angenommen, weil es der Uebergänge zwischen dem runden Rückenschild der typischen Pinnotherinen und dem sechseckigen der Arcotheren viele und allmähliche giebt und das Merkmal, welches die Gehbeiue geben, den Arten mit sechseckigen Rückenschild keineswegs allein eigen ist und sie durchgehends charak-terisirt. Hätte ich mich an Ortmann ^) gehalten, so würde ich einen Theil unserer Pinnotherinen, nämlich P. trapeziformis, ßavus, semperi und ortmanni zu Pinnaxodes gestellt haben, denn der Dactylus der 2. Gnathopoden ist bei ihnen nicht „griffeiförmig", sondern „oval oder 1) A. Oetmann, Die Decapoden-Krebse des Strassburger Museums, in: Zool. Jahrb., Abth. f. Syst., V. 7, 1894, p. 691 u. 696.