550 2. Ein weiterer Bericht über die Mysideen der Deutschen Tiefsee-Expedition 1898—1899. Von Dr. Gr. Illig, Annaberg in Sachsen. (Mit 3 Figuren.) eingeg. 25. November 1906. Euchaetomera merolepis n. sp. Die zwei voiiiandenen Exemplare dieser Art wurden im indischen Ozean erbeutet (Stat. 175, Yertikalnetzfang 2200 m, Lotung 4709 m und Stat. 226, Vert. 2000 m, Lotung 4129 m). Beide sind Weibchen; das eine (Stat. 175) zeigt 2 Paar wohlentwickelte Brut-lamellen, während sie beim andern erst an-gelegt sind. Das erstere mißt 5, das zweite 4 mm. Das charakteristische Merkmal dieser Species ist die Schuppe der 2. Antennen. Sie Fig. 3. Fig. 2. Fig. 1. Euchaetomera mero-lepis n. sp. Q 45/1. Fig. 2. Rechtes Auge von Euehaetomera merolepis, von innen her gesehen, g, geißelartiger Anhang. Fig. 3. Antennenschuppe von Euchaetomera inerolepis. ist gegliedert und auf beiden Seiten beborstet (Fig. 3). Hierdurch unterscheidet sich die neue Art wesentlich von den übrigen Euchaetomera-Arten, deren Schuppe einen kahlen, in einen Dorn auslaufenden Außenrand trägt. Die Länge der Schuppe verhält sich zur Breite wie 6 : 1. Im übrigen zeigt E. merolepis große Ähn-lichkeit mit E. fouieri Holt und Tattersall. Die Augen sind lang, fast walzenförmig und weisen einen Front-und einen Seitenabschnitt auf, welche bei den konservierten Exemplaren