DIE GATTUNGEN DER PALAEARKTISCHEN TORTRICIDAE. II. DIE UNTERFAMILIE OLETREUTINAE 3. Teil*) VON NIKOLAUS S. OBRAZTSOV Sea Cliff, Long Island, New York, U.S.A. (Mit Abbildungen 64 — 106 und 3 Tafeln) 63. Gattung Pammene Hb., 1825 Lecto-Genotypus: Phalaena Tortrix trauniana Schiff., 1776 (Walsingham & Durrant, 1901, Ent. Mo. Mag,, vol. 37, p. 189). Phalaena Tortrix (part.) LiNNé, 1761, Fauna Suec, edit, altera, p. 342. Phalaena Tinea (part.) LiNNé, 1761, op. cit., p. 362. Tinea (part.) Fabricius, 1775, Syst. Ent., p. 665. Pyralis (part.) Fabricius, 1787, Mant. Ins., vol. 2, p. 229- Tortrix (part.) Haworth, 1811, Lep. Brit., p. 394. Palla Billberg, 1820, Enum. Ins., p. 90 (nom. praeocc). Lecto-Genotypus: Phalaena Tinea rhediella (CL, 1759) L., 1761 (Fernald, 1908, Gen. Tortr., p. 52). Olethreutes (part.) Hübner, 1822, Syst.-alph. Verz., p. 58. Epiblema (part.) Hübner, 1825, Verz. bek. Schm., p. 375. Hemimene Hübner, 1825, op. cit., p. 378. Lecto-Genotypus: Pyralis populana F., 1787 (Walsingham & Durrant, 1901, Ent. Mo. Mag., vol. 37, p. 190). Pammene Hübner, 1825, op. cit., p. 378. Spilonota (part.) Stephens, 1829, Syst. Cat. Brit. Ins., vol. 2, p. 173. Pseudotomia Stephens, 1829, op. cit., p. 175. Lecto-Genotypus: Pseudotomia strobilella Stph., 1829 (non L., 1758) = Olethreutes argyrana Hb., 1822 (Westwood, 1840, Introd. Modern Classif. Ins., Synops. Gen. Brit. Ins., p. 107). Argyrotoza (part.) Stephens, 1829, op. cit., p. 189. Carpocapsa (part.) Treitschke, 1829, Schm. Eur., vol. 7, p. 231. Zeiraphera (part.) Treitschke, 1829, op. cit., vol. 7, p. 231. Grapholita (part.) Treitschke, 1829, op. cit., vol. 7, p. 232. Grapholitha (part.) Treitschke, 1830, op. cit., vol. 8, p. 203. Epinotia (non Hb.) Stephens, 1834, Illustr. Brit. Ent., Haust., vol. 4, p. 93. Heusimene Stephens, 1834, op. cit., p. 96. Lecto-Genotypus: Pamjnene inquilina Fletch., 1938 = Tortrix fimbriana Hw, 1811 (Westwood, 1840, Introd. Modern Classif. Ins., Synops. Gen. Brit. Ins., p. 107). Eudemis (non Hb.) Stephens, 1834, op. cit., p. 98. Aspila (part.), Stephens, 1834, op. cit., p. 104. Commophila (part.) Stephens, 1834, op. cit., p. 174. Ephippiphora (part.) DUPONCHEL, 1835, Hist. Nat. Lép. France, vol. 9, p. 304. Philalcea (part.) Curtis, 1836, Brit. Ent., expl. t. 583. Semasia (part.) GuENéE, 1845, Ann. Soc. Ent. France, ser. 2, vol. 3, p. 179. Coccyx (part.) GuENéE, 1845, ibid., p. 179. *) Mit Unterstützung des National Science Foundation, Washington, D.C. Der 2. Teil dieser Revision erschien in vol. 102, p. 175 — 216, 1959 dieses Zeitschrift. 111 112 Tijdschrift voor Entomologie, deel 103, afl. 1/2, i960 (78) Stigmonota (part.) GuENéE, 1945, ibid., p. 182. ~Pyrod.es GuENéE, 1845, ibid., p. 187 (nom. praeocc). Genotypus (monotypicus): Pha- laena Tinea rhediella (CL, 1759) L., 1761. Paedisca (part.) Herrich-Schäffer, 1851, Syst. Bearb. Schm. Eut, vol. 4, p. 241. Halonota (part.) Stephens, 1852, List Spec. Brit. Anim. B. M., pars 10, p. 45. Hemerosia Stephens, 1852, op. cit., p, 60 (nom. subst. pro Pyrodes Gn.). Genotypus (hereditarius): Phalaena Tinea rhediella (CL, 1759) L., 1761. Phthoroblastis Lederer, 1859, Wien. Ent. Mschr., vol. 3, p. 370. Lecto-Genotypus: Py- ralis populana F., 1787 (Fernald, 1908, Gen. Tortr., p. 38). Asthenia (part.) Stainton, 1859, Man. Brit. Butt. & Moths, vol. 2, p. 246. Endopisa (part.) Stainton, 1859, op. cit., p. 250. Strophosona (err.) Heinemann, 1863, Schm. Dtschl. u. Schweiz, pars 2, vol. 1, div. 1, p. 200. \Steganoptycha (parti) Sorhagen, 1885, Ent. Nachr., vol. 11, p. 284. Sphaeroeca Meyrick, 1895, Handb. Brit. Lep., p. 490 (nom. praeocc). Genotypus (mono- typicus): Pseudotoìnia (Eudemis) obscurana Stph., 1834. Pa?nene Rebel, 1901, Stgr.-Rbl. Cat. Lep. Pal. Faun., vol. 2, p. 123 (? lapsus seu nom. emend.). Metasphaeroeca Fernald, 1908, Gen. Tortr., p. 62 (nom. subst. pro Sphaeroeca Meyr., 1895). Genotypus (hereditarius): Pseudotomia (Eudemis) obscurana Stph., 1834. Ephippiphoridii genus 19 Pierce & Metcalfe, 1922, Genit. Brit. Tortr., p. 91. Eucosma (part.) Meyrick, 1927, Rev. Handb. Brit. Lep., p. 542. Laspeyresia (part.) Benander, 1928, Ent. Tidskr., vol. 49, p. 140. Cydia (non Hb.) Russo, 1947, Anrt. Facolt. Agr. Univ. Pisa, vol. 8, p. 34. Kopf (Abb. 64) rauh beschuppt, Stirn bisweilen ziemlich glatt. Fühler ein- fach oder ganz leicht gezähnt, bewimpert und beborstet, manchmal beim Männ- chen oder in beiden Geschlechtern etwas verdickt. Labialpalpen massig lang, auf- gebogen, dicht beschuppt; Terminalglied sichtbar. Saugrüssel entwickelt. Brust und Beine glatt, die Hintertibien nur ausnahmsweise behaart. Vorderflügel (Abb. 65) glatt beschuppt, ausgezogen dreieckig; Costa sanft ge- bogen; Apex abgerundet; Termen mehr oder weniger schräg, öfters leicht einge- zogen; Tornus breit abgerundet; Dorsum ganz unwesentlich gebaucht. Kein Costalumschlag. 12 Adern, alle getrennt; S fast gerade oder an der Basis leicht gebogen; R 1 entspringt vor der Mitte der Mittelzelle; R 2 der R 3 nicht weniger als zweimal so viel als R t genähert; R 3 bis R 5 an der Basis in etwa gleichen Ab- ständen oder einander paarweise genähert; R 4 führt in die Costa oder den oberen Teil des Apex, R 5 zum Termen; die obere Teilungsader der Mittelzelle ent- springt zwischen R ± und R 2 oder fehlt; M 2 und M 3 entweder fast parallel oder am Termen einander leicht genähert; Q^ aus dem unteren Winkel der Mittel- zelle, von M 3 weit getrennt; Cu 2 entspringt etwa bei zwei Drittel der Mittelzelle; A ± in der Mitte nicht selten unterbrochen; Basalgabel der Ader A 2 +3 etwa ein Viertel so lang wie die ganze Ader. Hinterflügel (Abb. 65) etwa so breit wie die Vorderflügel oder etwas breiter, abgerundet trapezförmig; Costa gleichmässig gebogen oder leicht wellig; Apex abgerundet; Termen samt Tornus und einem Teil des Dorsum einen gemeinsamen Bogen bildend; der basale Teil des Dorsum aufsteigend. 8 Adern; beim Männ- chen S und R distal zusammengeflossen, so das eine gemeinsame Ader die Costa vor dem Apex erreicht und über die Mittelzelle eine lange, schmale Anhangszelle entsteht; beim Weibchen (Abb. 66) sind diese Adern normal entwickelt und R entspringt getrennt aus dem oberen Winkel der Mittelzelle, der M t an der Basis (79) N. S. Obraztsov : Die Gattungen der Palaearktischen Tortriciâae 113 Gattung Vammene Hb.: P. traunìana (Schiff.). Abb. 64: Männchen, Kopf. Abb. 65: idem, Geäder. Abb. 66: Weibchen, Geäder des oberen Teils des Hinterflügels. Abb. 61: Männ- liche Genitalien, Präparat No. 4-Obr., Deutschland; A.M.N.H. Abb. 68: Weibliche Geni- talien, Präparat No. 5-Obr., Deutschland; A.M.N.H. 114 Tijdschrift voor Entomologie, deel 103, afl. 1/2, 1960 (80) ziemlich nahe, wobei R in die Costa führt, M. 1 in das Termen unterhalb des Apex; M 2 der M 3 fast parallel; M 3 und Cu x entspringen dicht aneinander oder aus einem gemeinsamen Punkt am unteren Winkel der Mittelzelle, oder sie sind ge- stielt; Cu 2 entspringt vor zwei Drittel der Mittelzelle; A x meistens schwach; A 2 und A 3 normal; Cubitus behaart. Bisweilen zeichnen sich die Hinterflügel beim Männchen durch eine sexualdimorphe Beschuppung aus. Männliche Genitalien (Abb. 67, 69, 71, 73, Taf. 11) wie bei Laspey- resia Hb. Abdomen bisweilen mit dorsalen Schuppenschöpfen, aber ohne die lateralen Coremata am 8. Segment. Weibliche Genitalien (Abb. 68, 70, 72, 74, 75) auch wie bei Laspeyresia, aber das Gebiet des Ostium bursae stets mit einer mehr oder weniger entwickelten Sterigma. Diese Gattung steht der Laspeyresia sehr nahe, und wenn nicht das eigenartige Hinterflügelgeäder des- Männchens wäre, könnte sie von dieser nicht abgetrennt werden. Das, obwohl selten, beim Männchen beobachtete Auseinandergehen der Hinterflügeladern S und R (Abb. 2) zeigt wohl auf eine verhältnismässig jüngere Abstammung der Panimene vom Laspeyresia-Sta.mm. Vorläufig sehe ich noch keine Möglichkeit Vammene subgenerisch aufzuteilen. Den Schuppenbüscheln am männlichen Hinterleib messe ich keine taxonomische Bedeutung zu, da sie durch keine anderen Merkmale bestätigt werden und bei den einander sonst nahe stehenden Arten stark variieren. Es erwies sich als not- wendig Strophedra Stph. als selbständige Gattung abzusondern, da bei dieser meine Vorgänger wichtige Unterschiede im männlichen Hinterflügelgeäder über- sehen hatten. Strophedra hat ausserdem auch manche Genitalunterschiede im Vergleich zu Vammene, die solche bei den Gattungen Laspeyresia Hb. und Gra- pholitha Tr. erinnern. Die neue Gattung Parapammene, die eine einzige, vormalig zu Pammene gestellte Art einschliesst, hat äusserlich eine grosse Aehnlichkeit mit Pammene, unterscheidet sich aber von dieser genitaliter. Was die Nomenklatur der Gattung betrifft, so gibt es keinen Grund den Na- men Pammene Hb. durch den gleich alten Namen Hemimene Hb. zu ersetzen wie dies Heinrich (1926) vorschlug. Freilich hat Hemimene vor Pammene eine Zei- lenpriorität, aber Ragonot (1894), Meyrick (1895), Walsingham (1900), Rebel (1901: „Pamene") und manche andere Autoren haben den Namen Pam- mene für die Bezeichnung der in Frage stehenden Gattung viel früher als Heinrich den Namen Hemimene gebraucht. Dementsprechend muss der Name Hemimene zurücktreten, desto mehr, da er längere Zeit (dank dem Fernald's Irrtum, der die erste Typus-Selektion für diese Gattung übersah und die Art petiverella L. zum Typus der Hemimene wählte) für die Bezeichnung der ge- genwärtig als Dichrorampha Gn. bekannten Gattung gebraucht wurde. Die Gattung Pammene hat holarktische Verbreitung. Einige Arten aus dem Orientalischen und Neotropischen Gebiet, die zu dieser Gattung gestellt wurden, warten noch auf ihre nähere Untersuchung. (81) N. S. Obraztsov : Die Gattungen der Palaearktischen Tortricidae 115 Genitalien der Panimene juniperana-Gruppe. Abb. 69: P. juniperana (Mill.), Männchen, Pr¶t No. 1-Obr., Gachard, Frankreich; Museum Paris. Abb. 70: idem, Weibchen, Präparat No. 2-Obr., dieselben Lokalität und Sammlung. Abb. 71: P. oxycedrana (Mill.), Männchen, Präparat No. 1-Obr., Cannes, Frankreich; Museum Paris. Abb. 72: idem, Weib- chen, Präparat No. 2-Obr., dieselbe Lokalität und Sammlung. Abb. 73: P. pontica sp. nova, Männchen, Präparat No. 13 2-Obr., Matka, Treska-Schlucht, Mazedonien, J. Klimesch; A.M.N.H. Abb. 74: idem, Weibchen, Präparat No. 154-Obr., Elmali, Türkei, H. Canakcioglu; A.M.N.H. 116 Tijdschrift voor Entomologie, deel 103, afl. 1/2, I960 (82) KATALOG DER PALAEARKTISCHEN PAMMENE- ARTEN P. ? salvana (Stgr.) (1) salvano. Staudinger, 1859, Stett. Ent. Ztg., vol. 20, p. 233 {Grapholitha); plumbatana (non Z.) Lederer, 1859, Wien. Ent. Mschr., vol. 3, p. 374 {Grapholitha] . — Ken- nel, 1921, p. 703, t. 24 fig. 101 (9). — Süd- und Südostdeutschland; Ungarn; Süd- frankreich; Spanien; Nordwestafrika. P. ? hexaphora Meyr. (2) hexaphora Meyrick, 1935, in: Caradja & Meyrick, Mater. Microlep. Fauna chines. Prov., p. 62 {Pammene) . ■ — Ostchina. P. luedersiana (Sorh.) (3) luedersiana Sorhagen, 1885, Ent. Nachr., vol. 11, p. 284 {Steganoptycha); pinetana (non Schi.) Ivaschinzoff, 1932, Notulae Ent., vol. 12, p. 59 {Laspeyresia) . — Kennel, 1921, p. 703, t. 24 fig. 102 (9); Benander, 1950, p. 163, t. 9 fig. 37 (Vorderflügel); Bentinck, 1958, p. 50, t. 1 fig. 2. — Nord-, Mittel- und West- europa; Balkan; Kleinasien. P. oxycedrana (Mill.)* (4) oxycedrana Milliòre, 1874, Mém. Soc. Sci. Nat. Cannes, voi. 4, p. 86 {Grapholitha). — MiLLièRE, 1877, p. 61, t. 1 fig. 12, 13; Kennel, 1921, p. 704, t. 24 fig. 103 {$); diese Arbeit, Taf. 12 Fig. 3—5 ( $ 9 ), Abb. 71—72 ( $ 9 -Genitalien). — Südfrankreich; Ligurien. P. juniperana (Mill.)* (5) juniperana Milliòre, 1858, Ann. Soc. Linn. Lyon, p. 17, t. 1 fig. 1- — 5 {Grapholitha); oxycedrana (part.) Rebel, 1901, Stgr.-Rbl. Cat. Lep. Pal. Faun., vol. 2, p. 121, no. 2185 {Grapholitha); thuriferana Cleu, 1926, Amat. Pap., vol. 3, p. 88, fig. 2 {Va- mene). — Kennel, 1921, p. 704, t. 24 fig. 104 {$); diese Arbeit, Taf. 12 Fig. 6 — 8, (5 9), Abb. 69, 70 {$ 9 -Genitalien). — Südfrankreich; ? Thüringen; ? Rumänien; ? Spanien; ? Dalmatien. P. pontica sp. nova* (6) pontica sp. nova, diese Arbeit, p. (88), Taf. 12 Fig. 9—11 (5 9), Abb. 73, 74 {$ 9- Genitalien) {Pammene). ■ — ■ Mazedonien; Türkei. P. blockiana (HS.)* (7) blockiana Herrich-Schäffer, 1851, Syst. Bearb. Schm. Eur., vol. 4, p. 256 {Grapholitha); Synon. Nov.: cupressana Zerny, 1927, Verh. zool. -bot. Ges. Wien, vol. 77, p. (4) {Pammene). — Kennel, 1921, p. 707. — ■ Deutschland; Lombardei; ? Kilikischer Taurus; ? Armenien. P. splendidulana (Gn.)* ? strobilana Haworth, 1811, Lep. Brit., p. 448 {Tortrix); splendidulana GuENéE, 1845, Ann. Soc. Ent. France, ser. 2, vol. 3, p. 179 {Coccyx); plumbatana Zeller, 1846, Isis, p. 249 {Grapholitha); ? strobilella (part.) Lederer, 1859, Wien. Ent. Mschr., vol. 3, p. 339 {Grapholitha); suberana Constant, 1895, Bull. Soc. Ent. France, p. L {Grapholitha); splendidana (err.) Meyer, 1909, Krancher's Ent. Jahrb., vol. 18, p. 143 {Pammene). — Kennel, 1921, p. 705, t. 24 fig. 105 (9); Pierce & Metcalfe, 1922, p. 89, t. 30 ( $ 9 -Genitalien); Benander, 1950, p. 166, t. 9 fig. 29 (Vorderflügel). — Nord-, Mittel- und Westeuropa; England; Irland; Ostbaltikum; Polen; Balkan. (83) N. S. Obraztsov : Die Gattungen der Palaearktischen Tortricidae 117 P. obscurana (Stph.)* (8) obscurana Stephens [1829, Syst. Cat- Brit. Ins., vol. 2, p. 175, no. 6916; nom. nud.], 1834, 111. Brit. Ent., Haust., vol. 4, p. 98 (Pseudotomia, Eudemis); ravulana (non HS.) Knaggs, 1867, Ent. Mo. Mag., vol. 4, p. 61 (Halonota). — Pierce & Met- calfe, 1922, p. 90, t. 31 ($ $ -Genitalien); Obraztsov, 1951a, p. 321. — England; Irland. P. tomiana (Z.)* (9) tomiana Zeller, 1868, Tijdschr. v. Ent., vol. 11, p. 85 (Grapholitha) [Graaf & Snellen, 1868, ibid., vol. 11, p. 59; nom nud.]', obscurana (part.) Rebel, 1901, Stgr.-Rbl. Cat. Lep. Pal. Faun., vol. 2, p. 113, no. 2013 (Sphaeroeca). ■ — Obraztsov, 1951a, p. 321, fig. 2 ($ -Genitalien); Burmann, 1953, p. 333, t. 20. — Ostdeutsch- land; Oberösterreich; Nordtirol. P. clanculana (Tgstr.)* (10) clanculana Tengström, 1869, Acta Soc. Fauna Flora Fenn., vol. 10, p. 362 (Gra- pholitha); obscurana (part.) Rebel, 1901, Stgr.-Rbl. Cat. Lep. Pal. Faun., vol. 2, p. 113, no. 2013 (Sphaeroeca); phacana (non Wek.) Benander, 1928, Ent. Tidskr., vol. 49, p. 140, fig. 3 (larva) (Las p eyres ia); ravulana (non HS.) Obraztsov, 1951, Tijdschr. v. Ent., vol. 94, p. 323, fig. 1 ( $ -Genitalien) (Panimene, Hemerosia). — Benander, 1950, p. 164, text fig. \4w ( $ -Genitalien), t. 9 fig. 33 (Vorderflügel). — Nordeuropa; Deutschland; Oesterreich; ? Frankreich; ? Italien; ? Spanien. P. agnotana Rbl.* (11) agnotana Rebel, 1914, Verh. zool. -bot. Ges. Wien, vol. 64, p. (58), fig. 5, 6 (Pamene); rivulana (part.) Obraztsov, 1951, Tijdschr. Entom., vol. 94, p. 325 (Pani- mene, Hemerosia). ■ — Oesterreich. P. amygdalana (Dup.)* (12) amygdalana Duponchel, 1843, Hist. Nat. Lép. France, Suppl., vol. 4, p. 157, t. 63 fig. 6 (Grap hol it ha); kokeilana Freyer, 1845, Neuere Beitr. Schm. kunde, vol. 5, p. 60, t. 419 fig- 4 (Carpocapsa); gallarum GRAëLLS, 1858, Mem. Com. Mapa Geol. Es- pana (1855), p. 110, t. 6 fig. 3 (Carpocapsa); lobarzewskii (non Now.) Wocke, 1871, Stgr.-Wck. Cat. Lep. Eur. Faun., p. 259, no. 1192; p. 425, no. 1154 (Phthoro- blastis); zelleri Schulze, 1918, Sitzungsber. Ges. naturi. Freunde Berlin, p. 376 (Pammene). — Kennel, 1921, p. 693, t. 24 fig. 82 ($); diese Arbeit, Taf. 11 Fig. 2 ( $ -Genitalien). — Südostfrankreich; Iberien; Nordwestafrika; Südwestdeutschland; Oesterreich; Balkan; Kleinasien. P. inquilina Fletch.* fimbriana Haworth, 1811, Lep. Brit., p. 446 (Tortrix) (nom. praeocc); dorsana (non F.)) Stephens, 1829, Syst. Cat. Brit. Ins., vol., 2, p. 174, no. 6915 (non bin.); inquilina Fletcher, 1938, Ent. Ree, vol. 50, p. 53 (Pammene). — Als fimbriana: Kennel, 1921, p. 690, t. 24 fig. 77 (?); Pierce & Metcalfe, 1922, p. 89, t. 30 ($ $ -Genitalien). — Nord- und Mitteleuropa; England; Istrien. P. argyrana (Hb.)* (13) atromargana Haworth, 1811, Lep. Brit., p. 446 (Tortrix); argyrana Hübner [1796 — 99, Samml. eur. Schm., Tortr., t. 8 fig. 46; non bin.], 1822, Syst.-alph. Verz., p. 58 (Olethreutes); ? melaleucana Frölich, 1828, Enum. Tortr. Würt, p. 89 (Tortrix); strobilella (non L.) Stephens, 1829, Syst. Cat. Brit. Ins., vol. 8, p. 175, no. 6919 (Pseudotomia); lathyrana (non Hb.) Duponchel, 1835, Hist. Nat. Lép. France, vol. 9, p. 314, t. 251 fig. 6 (Ephippiphora). — Kennel, 1921, p. 690, t. 24 fig. 78 ($); Pierce & Metcalfe, 1922, p. 89, t. 31 ($ $ -Genitalien); Benander, 1950, p. 162, text fig. \4y ( $ -Genitalien), t. 9 fig. 35 (Vorderflügel). — Europa; England. ab. vernana Knaggs, 1867, Ent. Mo. Mag., vol. 4, p. 122 (Coccyx); ? argentimicana Bruand, 1847, Mém. Soc. emul. Doubs, (Cat. Microlép. Doubs), p. 48 (Coccyx). 118 Tijdschrift voor Entomologie, deel 103, afl. 1/2, i960 (84) P. crataegophila Ams. (14) crataegophila Amsel, 1935, Mitt. Zool. Mus. Berlin, vol. 20, p. 292, t. 11 fig. 93 ($), t. 15 fig. 34 ( $ -Genitalien) {'Fammene'). — Palästina. P. ? suspectana (Z.) (15) suspectana Zeller, 1846, Isis, p. 255 {Grapholitba). — Kennel, 1921, p. 691, t. 24 fig. 79 ($). — Finnland; Ostbaltikum; Mitteldeutschland. P. albuginana (Gn.)* (16) argyrana (non Hb.) Duponchel, 1836, Hist. Nat. Lép. France, vol. 9, p. 520, t. 263 fig. 6 (Ephippiphora); albuginana GuENéE, 1845, Ann. Soc. Ent. France, ser. 2, vol. 3, p. 178 (Ephippiphora); gallicolana Zeller, 1846, Isis, p. 255 (Grapholitha); obscu- rana (non Stph.) Stainton, 1859, Man. Brit. Butt. & Moths, vol. 2, p. 241 (Semasia); gailicolana (err. typogr.) Kennel, 1921, Pal. Tortr., p. 692 (Vammene); amygdalana (non Dup.) Kloet & Hincks, 1945, Check List. Brit. Ins., p. 126 (Fammene). — Kennel, 1921, t. 24 fig. 80 ( $ ) (als gallicolana); Pierce & Metcalfe, 1922, p. 90, t. 31 ($ $ -Genitalien); Benander, 1950, p. 163, text fig. I4x ( $ -Genitalien) (als gallicolana); diese Arbeit, Abb. 75 ( 9 -Genitalien). — Europa; England; Kleinasien; Südwestasien; Südostsibirien. ab. fraxinana Peyer., status nov. fraxinana Peyerimhoff, 1871, Mitth. Schweiz. Ent. Ges., vol. 3, p. 415 (Phthoro- blastis); amygdalana (non Dup.) Kennel, 1921, Pal. Tortr., t. 24 fig. 81 ( 9 ) (Fam- mene). — Kennel, 1921, p. 726. P. ? reisseri Rbl. (17) reisseri Rebel, 1937, Z. Oesterr. Ent. Ver., vol. 22, p. 43, t. 2 fig. 4 (Fammene). — Oesterreich. P. ? cocciferana Wlsm. (18) spiniana (non Dup.) Stainton, 1872, Ent. Mo. Mag., vol. 8, p. 233 (Fhthoroblastis); cocciferana Walsingham, 1903, ibid., vol. 39, p. 211 (Fammene). — Nordwest- afrika; Spanien; Südfrankreich. P. spiniana (Dup.)* (19) trigonana Stephens [1829, Syst. Cat. Brit. Ins., vol. 2, p. 176, no. 6939; nom. nud.], 1834, 111. Brit. Ent., Haust., vol. 4, p. 102 (Fseudotomia, Heusimene); ephippana (non Hb.) Stephens, 1834, op. cit., p. 102 (Fseudotomia, Heusimene); spiniana Dupon- chel, 1843, Hist. Nat. Lép. France, Suppl., vol. 4, p. 192, t. 66 fig. 7 (Ephippiphora); spinetorum Herrich-Schäffer, 1851. Syst. Bearb. Schm. Eur., vol. 4, p. 269 (Gra- pholitha). — Kennel, 1921, p. 696, t. 24 fig. 87 (9); Pierce & Metcalfe, 1922, p. 91, t. 31 ( $ 9 -Genitalien). — Mittel-, West- und Südeuropa; England; Nord- westafrika; Polen; Ukraine. P. populana (F.)* populana Fabricius, 1787, Mant. Ins., vol. 2, p. 382 (Pyralis); ephippana HÜBNER [1814 — 17, Samml. eur. Schm., Tortr., t. 39 fig. 246; non bin.], 1822, Syst.-alph. Verz., p. 60 (Olethreutes); sticticana Frölich, 1828, Enum. Tortr. Würt., pv 88 (Tortrix). — Kennel, 1921, p. 696, t. 24 fig. 88 ($); Pierce & Metcalfe, 1922, p. 91, t. 31 ($ 9 -Genitalien); Heinrich, 1926, t. 3 fig. 27 ( $ -Genitalien); Be- nander, 1950, p. 165, text fig. 21 (Geäder), lAv ( $ -Genitalien), t. 9 fig. 34 (Vor- derflügel). — Europa (? mit Ausnahme der Balkanländer); England; Südostsibirien. P. aurantiana (Stgr.)* aurantiana Staudinger, 1871, Beri. Ent. Z., vol. 14, (1870), p. 286 (Fhthoroblastis); (85) N. S. Obraztsov : Die Gattungen der Palaearktischen Tortricidae 119 aurantania (err. typogr.) Kennel, 1921, p. 697 (Vammene). — Kennel, 1921, t. 24 fig. 90 ( 9 ); diese Arbeit, Taf. 11 Fig. 3 ( $ -Genitalien). — Mittel- und Westeuropa: England. P. christophana (Moschi.)* (20) cbristopbana Möschler, 1862, Wien. Ent. Mschr., vol. 6, p. 140, t. 1 fig. 13 (Pbthoroblastis). — Kennel, 1921, p. 697, t. 24 fig. 89 (9); diese Arbeit, Abb. 2 (abnormes Hinterflügelgeäder) . — Griechenland; Transsylvanien; Polen; Ukraine; Ostrussland. P. regiana (Z.)* trauniana (non Schiff.) Haworth, 1811, Lep. Brit., p. AAA (Tortrix); regiana Zeller, 1849, Stett. Ent. Ztg., vol. 10, p. 279 (Grapholitha). — Kennel, 1921, p. 698; Pierce & Metcalfe, 1922, p. 90, t. 31 ($ $ -Genitalien); Benander, 1950, p. 165, t. 9 fig. 38 (Vorderflügel). — Europa (mit Ausnahme von Iberien); England; Klein- asien. ab. honorana Herrich-Schäffer, 1851, Syst. Bearb. Schm. Eur., vol. 4, p. 270 (Gra- pholitha) [1848, Tortr., t. 34 fig. 244; non bin.]; regiana (non Z. ; ) Kennel, 1921, Pal. Tortr., t. 24 fig. 91 ( 5 ) (Pammene). — Kennel, 1921, p. 698. P. trauniana (Schiff.)* trauniana Schiffermiller & Denis, 1776, Syst. Verz. Schm. Wien. Geg., p. 132 (Phalaena Tortrix); floricolana Frölich, 1828, Enum. Tortr. Würt, p. 83 (Tortrix); notata Westwood & Humphreys, 1845, Brit. Moths, vol, 2, p. 126, t. 83 fig. 20 (Pseudotomia); conjugana Zeller, 1849, Stett. Ent. Ztg., vol. 10, p. 278 (Grapholi- tha). — Kennel, 1921, p. 699, t. 24 fig. 92 ($); Pierce & Metcalfe, 1922, p. 90, t. 31 ($ $ -Genitalien); diese Arbeit, Abb. 6A — 68 (Kopf, Geäder, $ $ -Genitalien). — Mitteleuropa; England; Dänemark; Italien; Balkan. P. insulana (Gn.)* insulana GuENeE, 1845, Ann. Soc. Ent. France, ser. 2, vol. 3, p. 178 (Ephippiphora); motacillana Zeller, 1847, Isis, p. 736 (Grapholitha); stragulana Tengström, 1847, Notis. Sällsk. Fauna Fenn. Förh., vol. 1, p. 160 (Grapholitha); ovulana Tengström, 1847, ibid., p. 160 (Grapholitha); strangulana (err. typogr.) Petersen, 1924, Lep. Estl., p. 347 (Pamene). — Kennel, 1921, p. 695, t. 24 fig. 85 (9); Benander, 1950, p. 164, t. 9 fig. 36 (Vorderflügel); diese Arbeit, Taf. 11 Fig. 1 ($ -Genitalien). — Nord- und Mitteleuropa; Südfrankreich; Ostbaltikum; ? Ostrussland; Kleinasien. P. cytisana (Z.) (21) cytisana Zeller, 1847, Isis, p. 735 (Grapholitha). — Kennel, 1921, p. 695, t. 24 fig». 86 ($). — Südfrankreich; Sizilien; Ostrussland. P. fasciana (L.)* (22) fasciana LiNNé, 1761, Fauna Suec, edit, altera, p. 342 (Phalaena Tortrix); ? trinotana Frölich, 1828, Enum. Tortr. Würt., p. 94 (Tortrix); Juliana Curtis, 1836, Brit. Ent., t. 583 & expl. (Philalcea); nimbana Herrich-Schäffer, 1851, Syst. Bearb. Schm. Eur., vol. 4, p. 252 (Carpocapsa). — Als juliana: Kennel, 1921, p. 693, t. 24 fig. 83 (9), text fig. 40 (Geäder); Pierce & Metcalfe, 1922, p. 91, t. 31 ($ 9 -Genitalien) ; Russo, 1947, p. 34, fig. 20 — 26 (allgemeine Morphologie); Benander, 1950, p. 163, t. 8 fig. 28 (Vorderflügel). — Europa; England; Kleinasien. ab. herrichiana Heinemann, 1854, Z. Ent. Breslau, vol. 8, p. 1 (Carpocapsa); nim- bana (non HS.) Heinemann, 1863, Schm. Dtschl. u. Schweiz, pars 2, vol. 1, div. 1, p. 200 (Grapholitha, Strophosona); juliana (part.) Wocke, 1871, Stgr.-Wck. Cat. Lep. Eur. Fauna, p. 259, no., 1194 (Pbthoroblastis). — Kennel, 1921, p. 694, t. 24 fig. 84 (9). 120 Tijdschrift voor Entomologie, deel 103, afl. 1/2, i960 (86) P. querceti (Gozm.), comb, nova* querceti Gozmany, 1957, Acta Zool. Acad. Sci. Hungar., vol. 3, p. 133, fig. 8c (Valva) (Hemimene). — Ungarn. P. ? griseana Wlsm. (23) griseana Walsingham, 1900, Ann. & Mag. N. H., ser. 7, vol. 6, p. 436 (Pammene). — Japan. P. germana (Hb.)* (24) atropurpurana Haworth, 1811, Lep. Brit., p. 467 (Tortrix); germana Hübner, 1822, Syst.-alph. Verz., p. 61 (Olethreutes); ? stagnarla Hübner, [1799 — 1800, Samml. eur. Schm., Tortr., t. 30 fig. 193; non bin.], 1822, Syst.-alph. Verz., p. 65 (Olethreutes); germarana Hübner, 1825, Verz. bek. Schm., p. 376 (Epiblema); puncticostana Ste- phens [1829, Syst. Cat. Brit. Ins., vol. 2, p. 175, no. 6929; nom. nudi.], 1834, 111. Brit. Ent., Haust., vol. 4, p. 102 (Pseudototnia, Heusimene); proximana (non Hw.) Stephens, 1834, op. cit., p. 101 (Pseudotomia); puncticostata (lapsus) Wood, 1839, Ind. Ent., p. 139, t. 31 fig. 927 (Pseudotomia); germmana [HÜBNER, 1796 — 99, Samml. eur. Schm., Tortr., t. 8 fig. 47; non bin!] Duponchel, 1843, Hist. Nat. Lip. France, Suppl., vol. 4, p. 159 (Grapholitha); immaculana GuENeE, 1845, Ann. Soc. Ent. France, ser. 2, vol. 3, p. 184 (Stigmonota); fulvifrontana Zeller, 1849, Stett. Ent. Ztg., vol. 10, p. 255 {Grapholitha); montana (non Sc.) Werneburg, 1858, ibid., vol. 19, p. 154 (Tortrix). — Kennel, 1921, p. 699, t. 24 fig. 93 ( $ ) (als germ- mana); Pierce & Metcalfe, 1922, p. 92, t. 32 ($ 9 -Genitalien) ; Benander; 1950, p. 165, t. 9 fig. 28 (Vorderflügel) (bei den beiden letzteren Autoren als germarana). — Europa; England; Irland; Nordkaukasus; Südostsibirien. P. ochsenheimeriana (Z.)* ? panzerana Frölich, 1828, Enum. Tortr. Würt., p. 78 (Tortrix) ; ochsenheimeriana Zeller, 1846, Isis, p. 249 (Grapholitha); loxiana Herrich-Schäffer, 1851, Syst. Bearb. ;Schm. Eur., vol. 4, p. 273 (Grapholitha) [1848, Tortr., t. 46 fig. 323; non bin.]; luctijerana Herrich-Schäffer, 1851, op. cit., p. 273 (Grapholitha) . — Kennel, 1921, p. 706, t. 24 fig. 108 (9); Pierce & Metcalfe, 1922, p. 89, t. 30 ($ 9- Genitalien); Benander, 1950, p. 66, t. 9 fig. 31 (Vorderflügel). — Europa; Eng- land; Kleinasien. P. pulchella Ams. (25) pulchella Amsel, 1935, Mitt,. Zool. Mus. Berlin, vol. 20, p. 292, t. 11 fig. 108 ($), t. 15 fig. 36 ( $ -Genitalien) (Pamene). — Palästina. P. purpureana (Const.)* purpureana Constant, 1888, Ann. Soc. Ent. France, ser. 6, vol. 8, p. 169, t. 4 fig. 8 (Phthoroblastis). — Kennel, 1921, p. 706, t. 24 fig. 107 (9); diese Arbeit, Taf. 11 Fig. 4 ( $ -Genitalien). — Südfrankreich; Galizien. P. ? ornata Wlsm. (26) ornata Walsingham, 1903, Ent. Mo. Mag., vol. 39, p. 212 (Pammene). — Marokko. P. rhediella (L.)* rhediella [Clerck, 1759, Icônes Ins., t. 12 fig. 12; non bin.] LiNNé, 1761 Fauna Suec, edit, altera, p. 362 (Phalaena Tinea); daldorfana Fabricius, 1787, Mant. Ins., vol. 2, p. 235 (Pyralis); daldorfiana (nom. emend.) Gmelin, 1788, Syst. Nat., edit. 13, vol. 1, p. 2506 (Phalaena Tortrix); dimidiana Donovan, 1806, N. H. Brit. Ins., vol. 11, p. 12, t. 364 fig. 2 (Phalaena Tortrix); aurana (non F.) Hübner [1796 — 99, Samml. eur. Schm., Tortr., t. 4 fig. 22; non bin,], 1822, Syst.-alph. Verz., p. 58 (Olethreutes); rhediana Hübner, 1825, Verz. bek. Schm., p. 376 Epiblema); rediana Zeller, 1846, (87) N. S. Obraztsov : Die Gattungen der Palaearktischen Tortricidae 121 Isis, p. 250 (Grapholitha); rheediana Meek, 1865, Ent. Mo. Mag., vol. 1, p. 192 (Pyrodes); rheediella Stainton, 1876, ibid., vol. 12, p. 253 (Hemerosia); rediella Rodzianko, 1903, Izvest. Obstsh. Lubit. Jestestvozn. Antrop. Etnogr., vol. 98, Zool., vol. 13, Dnievnik, vol. 3, pars 5, p. 28 (Pammene). — Kennel, 1921, p. 706, t. 24 fig. 109 (5); Pierce & Metcalfe, 1922, p. 90, t. 31 (S 9 -Genitalien; als rheediella); Benander, 1950, p. 167, text fig. 14a ( $ -Genitalien), t. 9 fig. 32 (Vorderflügel). — Europa; England; Kleinasien. Species incertae sedis P. ? costipunctana (Hw.) (27) costipunctana Haworth, 1811, Lep. Brit., p. 443 (Tortrix). — Curtis, 1835, expl. t. 551; Wood, 1839, p. 137, t. 31 fig. 907; Westwood & Humphreys, 1845, p. 121, t. 82 fig. 14; Pierce & Metcalfe, 1922, p. 89, t. 31 ($ 9 -Genitalien). — England. P. ? dichroramphana Kenn. dichroramphana Kennel, 1900, Iris, vol. 13, p. 156, fig. 32 (Pammene); dichrorham- phana Kennel, 1921, p. 700, t. 24 fig. 96 ( 5 ) (Pammene). — Mandschurei; ? Süd- ostsibirien. P. ? engadinensis MR. engadinensis Müller-Rutz, 1920, Mitt. Ent. Zürich, vol. 5, p. 340, t. 2 fig. 7 (Pammene). — Schweiz. P. ? nannodes Wlsm. nannodes Walsingham, 1900, Ann. & Mag. N. H., ser. 7, vol. 6, p. 435 (Pammene); macilentana Kennel, 1901, Iris, vol. 13, (1900), p. 302 (Pammene). — Kennel, 1921, p. 707, t. 24 fig. 110 ($). — Syrien; Palästina. P. ? oxystaura Meyr. oxystaura Meyrick, 1935, in: Caradja & Meyrick, Mater. Microlep. Fauna chin. Prov., p. 62 (Pammene). — China. P. ? seminotata Fil. seminotata Filipjev, 1926, Arch. Naturg., vol. 91, div. A. 1, p. 116 (Pamene). - — Ziskaukasien. P. ? snellenana Bent. (28) vernana (non Knaggs) Snellen, 1882, Vlind. Nederl., Microlep., p. 380; snellenana Bentinck, 1947, Tijdschr. v. Ent., vol. 88, (1945), p. 155 (Pammene). — Bentinck, 1958, p. 50, t. 1 fig. L, — Holland. Kommentar zum Katalog der Pammene- Arten 1. Pammene salvana (Stgr.). — Nach ihrem Aussehen erinnert diese Art an die der juniperana-Gruppe. Zu einer Klärung ihrer systematischen Stellung hoffe ich später einmal zu kommen. 2. P. hexaphora Meyr. — In ihrer Originalbeschreibung wurde diese Art als der vorigen verwandt bezeichnet. 3. P. luedersiana (Sorh.). — - Diese mir in Natura unbekannt gebliebene Art ist äusser- licht der oxycedrana Mill, sehr ähnlich, soweit ich dies auf Grund der Abbildungen beur- teilen kann. Vielleicht unterscheiden sich die beiden Arten besser nach ihrem Genitalbau. 122 Tijdschrift voor Entomologie, deel 103, afl. 1/2, I960 (88) 4. P. oxycedrana (Mill.)- — Die KENNEL'sche Figur dieser Art (1921, t. 24 fig. 104) ist ziemlich schlecht und gibt eher eine falsche Vorstellung von oxycedrana. Die Mittel- binde der Vorderflügel ist in der Tat etwas breiter und heller. 5. P. juniperana (Mill.). — Die Figur bei Kennel (1921, t, 24 fig. 104) gibt eher eine falsche Vorstellung von dieser Art. Wie ich aus der Untersuchung eines Kotypus der f. thurif erana Cl eu in der Sammlung Dr. H. G. Amsel schliessen kann, zeigt diese Form keine wesentlichen Unterschiede der namenstypischen Form gegenüber und ist von dieser nicht zu trennen. 6. P. pontica sp. nova (Abb. 73, 74, Taf. 12 Fig. 9— 11). — Fühler dunkel braun, fein gelblich geringelt. Labialpalpen graulich gelb, heller als Kopf, ihr Terminalglied dunkel braun. Kopf und Brust olivenbraun. Vorderflügel mit einem Grund, gebildet aus zahlreichen feinen gelben und dunkel braunen Querstreifen. Wurzelfeld dunkel abgegrenzt. Costa mit sieben kurzen weissen Häkchen und dunkel braunen Zwischenräumen; das erste von diesen Häkchen, welches kurz vor der Costa-Mitte steht, ist zu einer weissen, manchmal leicht rosig schillernden Querbinde verlängert, die etwas nach aussen gebogen verläuft und über dem Dorsum (das sie kurz vor dessen Mitte erreicht) leicht erweitert ist; das zweite Costalhäkchen ist als ein kurzer metallbläulicher Streifen fortgesetzt, der der obigen Binde parallel verläuft und am Dorsum weisslich ist; das dritte Costalhäkchen entsendet einen ähn- lichen Streifen in der Richtung der Spiegelstelle; der fünfte Costalhaken ist mit der äusseren Umrandung des Spiegels verbunden; der Spiegel selbst ist ziemlich breit, schmäler in der Richtung zum Dorsum, und schliesst vier bis fünf kurze schwarze Längsstriche ein; die Spiegelränder rosig schillernd; wenige kurze schwarze Längsflecke an der Aussenseite der inneren Spiegelumrandung, die bisweilen in eine gemeinsame, ziemlich breite schwarze Linie zusammenf Hessen; die meisten der weissen Costalhäkchen und die Mittelbinde basal dunkel braun schattiert; Terminallinie fein, schwarz, manchmal mit einem winzigen hellen Augen- fleck unterhalb des Flügelapex; Fransen glänzend, bleiolivenbraun. Unterseite schwärzlich braun, öfters in und um die Mittelzelle etwas heller, insbesondere beim Männchen. Vorder- flügellänge: 3,5 bis 5 mm. Hinterflügel dunkel braun, beim Männchen hell braun in der Mittelzelle und rundherum; Fransen rauchbraun mit einer feinen schwarzen Basalteilungs- linie. Männlicher Holotypus, weiblicher Allotypus und ein männlicher Paratypus, Matka, Tres- ka-Schlucht, Mazedonien, 19. bis 29. Mai 1955, J. Klimesch (A.M.N.H.). Zwei weitere männliche Paratypen in der Sammlung Dr. J. Klimesch. Es liegt mir noch eine Falterserie aus der Türkei vor (4$ und 4 $; A.M.N.H.); nähere Angaben über diese Falter werden wahrscheinlich von ihrem Sammler, Herrn Hasan ÇanakçiogLU (Büjükdere/Istanbul) ver- öffentlicht. Die neue Art steht der P. juniperana (Mill.) nahe, ist aber grösser und hat sieben weisse Costalhäkchen im Vorderflügel anstatt der sechs bei der erwähnten Art. Zwischen dem Vorderflügelapex und dem Costalhaken, der mit dem Spiegel verbunden ist, hat pontica zwei Costalhäkchen, während juniperana nur einen solchen hat. Von P. oxycedrana (Mill.) unterscheidet sich die neue Art durch eine viel schmälere Mittelbinde der Vorderflügel und einem dunkleren Spiegel, der bei oxycedrana im Vergleich zum Flügelgrund viel heller ist. Ausserdem ist bei oxycedrana der letzte Costalhaken vor dem Vorderflügelapex, der durch eine Linie mit dem Spiegel verbunden ist, nicht der dritte wie bei pontica. Alle erwähnten Arten sind in ihrem Genitalbau stark voneinander verschieden. Von P. salvana (Stgr.) und P. luedersiana (Sorh.) unterscheidet sich die neue Art durch eine gleichmässiger abgerundete Begrenzung des Basalfeldes des Vorderflügels und eine viel schmälere, deutlicher hervortretende Mittelbinde. Die mir unbekannte, aber der pontica an- scheinend ziemlich ähnliche, P. blockiana HS. soll nur vier Costalhäkchen und keine äussere Begrenzung des Vorderflügelspiegels haben. 7. P. blockiana (HS.) — Herr Dr. H. J. Hannemann (Berlin) teilt mir mit, dass laut einer von Herrn Kuznetzov durchgeführten Untersuchung der weiblichen Genitalien eines blockiana-Stiickes, sich eine völlige Uebereinstimmung dieser Art und der cupressana Zerny erwies. Es freut mich sehr die Möglichkeit diese wichtige Feststellung in meiner Arbeit aufnehmen zu können. (89) N. S. Obraztsov : Die Gattungen der Palaearktischen Tortricidae 123 8. P. obscurana (Stph.). — In einem Briefe schreibt mir Herr Ing. N. Wolff, dass die von mir (Obraztsov, 1951a) zu dieser Art gestellten Synonyme zu einer anderen Art an- gehören, nämlich zu der, die ich als P. ravulana (HS.) auffaste. In meinem vorliegenden Kataloge folge ich den Angaben des Herrn Wolff, kann aber mich nicht der Ansicht an- schliessen, dass die von mir als P. tomiana (Z.) bezeichnete Art mit obscurana konspezi- fisch sei. 9. P. tomiana (Z.). — Unter diesem Namen verstehe ich die Art, die sich von P. obscu- rana (Stph.) durch die in meinem speziellen Aufsatz (Obraztsov, 1951a) angegebenen Merkmale unterscheidet. 10. P. clanculana (Tgstr.). — Als ich diese Art als ravulana HS. bezeichnete (Obrazt- sov, 1951a, p. 323), war ich durch die misgelungene Figur dieser letzteren bei Herrich- Schäffer (1848, t. 20 fig. 143) irregeführt. Wie dies bereits Heinemann (1863, p. 148) meldete, passt diese Figur nicht an die Art, welche Herrich-Schäffer ravulana nannte. Herr Dr. H. J. Hannemann (Berlin) teilt mir freundlichst mit, dass ravulana HS. ein Synonym von Epiblema trigeminana (Stph.) sei, wie dies aus einer Typenuntersuchung der ravulana zu ersehen ist. 11. P. agnotana Rbl. — Nach den vom Herrn Ing. N. Wolff erhaltenen Stücken sehe ich, dass eine Einreihung dieser Art in die Synonymie von P. clanculana falsch ist. In seinem geplanten Aufsatz über die Pammene-Arten wird Herr Wolff diese Frage wohl näher besprechen. 12. P. amygdalana (Dup.). — Wie bereits bei der Besprechung von Laspeyresia lobar- zewskii (Now.) erwähnt wurde (Seite 73), wird dieser Name öfters auf eine Pammene-Art übertragen, die mit der obigen Art nichts zu tun hat und P. amygdalana (Dup.) heissen muss. Die, obwohl ziemlich rauh ausgefallene Figur von amygdalana bei Duponchel (1843) lässt keinen Zweifel, dass es sich hier um dieselbe Art handelt, die von Herrich-Schäffer (1848, fig. 231 und 171) als amygdalana und kokeilana abgebildet wurde und mit kokeilana Frr., gallarum Graëlls und loharzeivskii auct. (non Now.) identisch ist. Auf diese Weise erübrigt sich ein neuer Name, P. zelleri Schulze, der für diese Art vorgeschlagen wurde. Von P. albuginana (Gn.) (gallicolana Z.), der amygdalana als Form zugerechnet wurde, unter- scheidet sie sich im Genitalbau und auch äusserlich. Sie hat scharfe schwarze Striche im Aussenteil des Vorderflügels, einen niemals scharf abgegrenzten weisslichen Dorsalfleck und grössere schwarze Costalstriche. 13. P. argyrana (Hb.). — In einer binären Kombination (als Olethreutes argyrana Hb., 1822) wurde diese Art elf Jahre später als Tortrix atromargana Hw., 1811, veröffentlicht. Da der Name argyrana sich in der Literatur fest eingebürgert hat (und es noch nicht allge- mein anerkannt ist, dass die HÜBNER'sche „Samml. eur. Schm., Tortr." eine nicht binäre Publikation darstellt), finde ich es als unzweckmässig eine Namensänderung der in Frage stehenden Art zu unternehmen. Die als selbständige Art aufgestellte vernana Knaggs ge- hört artlich zu argyrana (cf. Bentinck, 1947). Ich fasse sie hier als eine Aberration auf. Mit dieser Form stimmt argentimicana Bruand (nach ihrer Originalbeschreibung zu beur- teilen) ziemlich gut überein. 14. P. cratae gophila Amsel. — Diese provisorisch in die Nähe von Laspeyresia glaucana (Kenn.) gestellte Art hat mit ihr nichts zu tun. Ich glaube, dass ich mich nicht irre, wenn ich in den männlichen Genitalien von crataegophila eine gewisse Aehnlichkeit mit solchen der argyrana Hb. sehe und die beiden Arten nebeneinander einreihe. 15. P. s us pedana (Z.). Auf Grund der in Finnland gesammelten Falter, vermutet Hackman (1947) in suspectana eine „costipunctana Hw." oder albuginana Gn. nahe- stehende Art. 16. P. albuginana (Gn.). — Bei dieser Art erscheint es als zweckmässig, den älteren 124 Tijdschrift voor Entomologie, deel 103, afl. 1/2, I960 (90) Namen wiederherzustellen und durch diesen den eingebürgerten Namen gallicolana Z. zu ersetzen. Das Weibchen dieser Art hat eine halbrunde Ventralplatte mit bogenartig abge- grenzten Analteilen, die etwas tiefer als die übrige Oberfläche der Platte liegen. Auf dem Präparat, das Pierce & Metcalfe (1922) als Original zu ihrer Figur der weiblichen Genitalien der albuginana diente, waren diese Teile anscheinend nach unten umgefaltet, wes- halb der Zeichner sie ganz falsch abbildete. Auf meiner Figur (Abb. 75) stelle ich die Ventralplatte ausgebreitet dar. Ventralplatten einer ähnlichen Form sind mir bei keiner anderen palaearktischen Pammene-Art bekannt. Obwohl Vlach (1935) und Hackman (1947) geneigt sind fraxinana Peyer. als eine besondere Art aufzufassen, kann ich diese nur als eine Aberration von albuginana bezeich- nen. Unter dieser letzteren werden öfters Exemplare gefunden, die als Uebergänge zu fraxinana zu identifizieren sind. Auch im Genitalbau einer extremen fraxiana-Fotm konnte ich keine Unterschiede im Vergleich zu albuginana feststellen. 17. P. reis s eri Rbl. — Nach der Angabe ihres Autors, soll diese Art zur albuginana- Gruppe angehören. Wie ich auf Grund der der Originalbeschreibung der reis s eri beige- gebenen Figuren beurteilen kann, hat diese Art mit der obigen Gruppe wenig zu tun. Bis auf Weiteres erhalte ich trotzdem für reisseri die ihr von Rebel bestimmte systematische Stellung. 18. P. cocci f erana Wlsm. — Die Originalbeschreibung dieser Art betont ihre Aehnlich- keit mit albuginana Gn. 19- P- spiniana (Dup.). — Die erste Beschreibung dieser gewöhnlich als spiniana be- kannten Art stammt von Stephens (1834). Er bezeichnete sie als ephippana Hb., bezweifelte aber die Richtigkeit dieser Bestimmung und führte als Synonym den Namen „Pseudotomia trigonana" (Stephens, 1829) an, der bisher nur als „nomen nudum" veröffentlicht wurde. Obwohl die 1834-Publikation von Stephens durch eine ausführliche Beschreibung der obigen Art begleitet wurde, ist aus dieser nicht ersichtlich, ob der Autor die Absicht hatte den Namen trigonana für die Bezeichnung der obigen Art einzuführen. Aus diesem Grunde scheint es mir unzweckmässig den wohl bekannten Namen spiniana Dup. durch ganz fremden trigonana Stph. zu ersetzen. 20. P. christophana (Moschi.) — Zur Zeit verfüge ich leider nicht über die Genital- präparate dieser Art, die ich noch während meines Aufenthaltes in der Ukraine untersuchte. 21. P. cytisana (Z.). — Obwohl ich diese Art einmal untersucht hatte, bin ich jetzt nicht ganz sicher davon, dass sie wirklich in die Nähe von christophana Moschi, und regiana (Z.) angehört. 22. P. fasciana (L.). — Die Nomenklatur dieser Art gibt Durrant (1920, p. 36). Per- sönlich kann ich diese Aenderung des Namens eines Schädlings, der gewöhnlich als juliana Curt, bekannt ist, nicht billigen, desto mehr, da der Name fasciana L. für die Bezeichnung mancher anderen Arten (z.B. Olindia ulmana Hb., "Erastria fasciana" u.a.) bereits ver- wendet wurde. Es besteht keinen Zweifel, dass herrichiana Hein, nur eine Aberration der fasciana (juliana) darstellt. DiSQUé (nach den Angaben in seiner Sammlung) hat die beiden Formen von den gleichen Pflanzen gezüchtet. 23. P. griseana Wlsm. — Ihr Autor bestimmte die systematische Stellung dieser Art in der Nähe von fasciana L. 24. P. germana (Hb.) Wie auf Grund der mir zugänglichen Literatur festzustellen ist, ist der ältere Name dieser Art atropurpurana Hw. Solange aber der atropurpurana-Typus nicht untersucht ist (und die nomenklatorische Ungültigkeit der Hübner' s „Samml. eur. Schm., Tortr." nicht allgemein anerkannt ist), finde ich es als unzweckmässig diesen Artnamen zu gebrauchen, der nur kürzere Zeit nach seiner Veröffentlichung (hauptsächlich von eng- lischen Autoren) verwendet und dann endgültig durch germarana oder germmana ersetzt wurde. Von allen Varianten dieses letzteren Namens ist die Schreibweise germana anschei- nend die richtigste. (91) N. S. Obraztsov : Die Gattungen der Palaearktiscben T 'ortricidae 125 25. P. pulchella Ams. — Amsel (1935) schlug vor, diese von ihm aufgestellte Art bei purpureana Const, einzureihen. Die Valvenform ist bei diesen beiden Arten wirklich ziem- lich ähnlich. 26. P. ornata Wlsm. — Diese Art wurde von ihrem Autor als eine rhediella L. und purpureana Const, nahe stehende bezeichnet. 27. P. costipunctana (Hw.). — Nach der Angabe von Pierce & Metcalfe (1922) wurde costipunctana nach einem einzigen Stück aufgestellt. Die männlichen Genitalien, die diese Autoren als die von costipunctana abbilden, ähneln denen von albuginana Gn., die weib- lichen erinnern etwas an die von agyrana Hb. Die von verschiedenen Autoren veröffent- lichten Abbildungen von costipunctana stimmen untereinander nicht ganz überein. Eine neue Revision dieser Art würde deshalb sehr erwünscht. 28. P. snellenana Bent. In Ergänzung zu dem von ihm veröffentlichten Photo dieser Art, sandte mir Herr G. A. Graf Bentinck liebenswürdigerweise noch eine farbige Abbildung des Holotypus, der sich in seiner Sammlung befindet. Die Grundfarbe der Vorderflügel ist auf dieser Abbildung ziemlich düster hellbraun, die Zeichnung viel heller bräunlich. Herr Bentinck schreibt, dass sein Wasserfarbenbild dem Original ganz genau entspricht. Man kann aber vermuten, dass dieses alte Sammlungsstück von der Zeit etwas ausgeblichen ist. In seiner Publikation schreibt Bentinck (1947), dass F. N. Pierce die Genitalien der snellenana untersuchte (das von Bentinck 1958 veröffentlichte Photo stellt den Falter un- beschädigt, mit einem Hinterleib, dar und dieses Photo wurde anscheinend noch vor der Un- tersuchung aufgenommen) und nicht imstande war, diese als die einer ihm bekannten Pam- mene-Art zu identifizieren. Da mir das erwähnte Genitalpräparat nicht vorlag, kann ich vorläufig auch keinen Bescheid über die rätselhafte snellenana sagen, die seit ihrer Ent- deckung von Snellen nicht mehr gefangen wurde. Drei weitere snellenana-Stücke befinden sich in den Museen von Amsterdam und Leiden. 64. Gattung Parapammene gen. nov. Genotypus: Grapholitha select ana Chr., 1881. Grapholitha (part.) Christoph, 1881, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou, vol. 56, p. 426. Pamene (part.) Rebel, 1901, Stgr.-Rbl. Cat. Lep. Pal. Faun., vol. 2, p. 125. Pammene (part.) Kennel, 1921, Pal. Tortr., p. 701. Aeusserlich von Vammene Hb. nicht unterschieden. Männliche Genitalien (Taf. 13 Fig. 1 — 2). Achtes Abdominalsegment mit einer halbrunden Ventralplatte und lateralen Coremata mit Büscheln von langen Schuppen. Tegumen bindenartig; Pedunculi breit. Valva länglich mit einem etwas ausgezogenen und vom Basalteil merklich abgesonderten Cucullus, von aussen glatt; Basalaushöhlung ziemlich gross, oval; Sacculus schmal, ausgebogen; Proces- sus basalis klein. Keine Socii; Gnathos bandförmig, mit einer das Analrohr unter- stützenden, schwach skierotisierten Platte. Anelkas typisch "olethreutoid". Aedoe- agus schlank, wellig ausgebogen; Cornuti länglich. Weibliche Genitalien (Abb. 76). Papillae anales ziemlich klein, länglich, weich; Apophyses posteriores kürzer als Apophyses anteriores. Das Ostium bursae liegt an der Grenze einer kragenförmigen Ventralplatte; Antrum klein, abgestumpft kegelförmig; Ductus bursae schmal, leicht skierotisiert, massig lang. Corpus bursae etwa birnförmig, mit einer ziemlich breiten, massig langen Cervix; Fundus bursae mit einem rundlichen Appendix. Diese neue Gattung gibt die sämtlichen äusseren Merkmale der Gattung Pam- mene Hb. wider, die sexuelle Eigentümlichkeit des männlichen Hinterflügel- 126 Tijdschrift voor Entomologie, deel 103, afl. 1/2, I960 (92) 75 geäders einschliessend. Die Unterschiede beider Gattungen liegen im Vorhanden- sein der lateralen büschelartig beschuppten Coremata des 8. Abdominalsegments beim Parapammene-Männchen, die denen bei Grapholitha Tr. und manchen an- deren Laspeyresiini-Gattungen ähneln, und im weiblichen Genitalbau. Parapam- mene ist anscheinend die erste Tortriciden-Gattung, bei welcher eine nachträg- liche Bursa (Appendix bur- sae copulatricis) am Fundus der echten Bursa copulatrix entdeckt wird. Das Ostium bursae wird durch seine La- ge am Postsegmentalrand der Ventralplatte und die Ab- wesenheit der Lamellae va- ginales charakterisiert. Diese weiblichen Genitalmerkmale trennen die neue Gattung auch von Strophedra Stph., bei welcher beim Männchen die Hinterflügelader R mit M 1 , nicht wie bei Pani- mene und Parapammene mit S, anastomosiert. Vorläufig ist die neue Gat- tung als monotypisch zu be- zeichnen. Der Genotypus ist eine Art vom „Amur". Von drei Männchen und einem Weibchen von P. selectana (Chr.), die mir vom Berliner Museum für eine Untersu- chung zur Verfügung gestellt wurden, ist nur ein männliches Stück (Genital- präparat No. 28-Obr.) als „Original" bezettelt. Dieses Exemplar stellt den selec- tana-Typus dar und wurde von Kennel (1921, t. 24 fig. 97) bei seiner Abbil- dung als Weibchen bezeichnet. In den Tat zeichnet sich das selectana- Weibchen (Genitalpräparat No. 29-Obr.) durch etwas dunklere, leicht bräunlichere Vorder- flügelgrundfarbe aus. Weibliche Genitalien der Laspeyresiini. Abb. 75. Pani- mene albuginana (Gn.), Präparat No. M. 570, Speyer, Pfalz; Z.S.M. Abb. 76: Parapammene selectana (Chr.), Präparat No. 29-Obr., Amur; Z.M.B. PARAPAMMENE- AKT selectana (Chr.), comb, nova* selectana Christoph, 1881, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou, vol. 56, p. 426 (Grapholi- tha); selectana (err.) IssiKi, 1957, Icônes Heterocer. Japon., p. 54, t. 8 fig. 241 (Pammene). — Kennel, 1921, p. 701, t. 24 fig. 97 (?); diese Arbeit, Abb. 76, Taf. 13 Fig. 1 — 2 (S $ -Genitalien). — Südostsibirien; Japan. (93) N. S. Obraztsov : Die Gattungen der Palaearktischen Tortricidae 127 65. Gattung Strophedra HS., 1854 Genotypus (hereditarius) : Pyralis nitidana F., 1794. Pyralis (part.) Fabricius, 1794, Ent. Syst., vol. 3, pars 2, p. 276. Tortrix (part.) Haworth, 1811, Lep. Brit., p. 448. Pseudotomia (part.) Stephens, 1829, Syst. Cat. Brit. Ins., vol. 2, p. 176. Aspila (part.) Stephens, 1834, 111. Brit. Ent., Haust., vol. 4, p. 104. ? Ephippiphora (part.) Wood, 1839, Ind. Ent., p. 140. Stigmonota (part.) GuENéE, 1845, Ann. Soc. Ent. France, ser. 2, vol. 3, p. 184. Grapbolitha (part.) Zeller, 1849, Stett. Ent. Ztg., vol. 10, p. 281. Stropbosoma Herrich-Schäffer, 1853, Syst. Bearb. Schm. Eur., vol. 5, p. 8, 29 (nom. praeocc). Genotypus (monotypicus); Pyralis nitidana F., 1794. Strophedra Herrich-Schäffer, 1854, op. cit., vol. 5, p. 94 (nom. subst. pro Stropbosoma HS., nee Billb. 1820). Phthoroblastis (part.) Lederer, 1859, Wien. Ent. Mschr., vol. 3, p. 372. Semasia (part.) WoCKE, 1871, Stgr.-Wck. Cat. Lep. eur. Faun., p. 257. Pamtnene (part.) Ragonot, 1894, Ann. Soc. Ent. France, vol. 63, p. 217. Pamene (part.) Rebel, 1901, Stgr.-Rbl. Cat. Lep. Pal. Faun., vol. 2, p. 125. Der Vammene Hb. ähnlich. Kopf (Abb. 77) anliegend, doch etwas locker beschuppt. Fühler leicht ver- dickt. Labialpalpen dünn, aufgebogen. Vorderflügel (Abb. 78) breit lanzettförmig; Costa gebogen; Apex abgerundet, doch ziemlich scharf hervortretend; Termen gerade, sehr schräg; Tornus breit ab- gerundet; Dorsum ganz leicht, an der Basis stärker ausgebogen. Kein Costalum- schlag beim Männchen. 12 Adern, alle getrennt; S ganz sanft gebogen; Rj^ ent- springt vor der Mitte der Mittelzelle; R 2 etwa fünfmal so nahe zu R 3 wie zu R x ; R 3 weit von R 4 entfernt; R 4 führt in die Costa, R 5 in den Apex; obere Teilungs- ader der Mittelzelle entspringt zwischen R 1 und R 2 ; M 2 und M 3 (die letztere entspringt aus dem unteren Winkel der Mittelzelle) etwas näher zueinander als M 3 zu Cu 1? die kurz vor dem unteren Winkel der Mittelzelle entspringt; Cu 2 entspringt kurz hinter der Mitte der Mittelzelle; A 1 in der Mitte unterbrochen; Basalgabel A 2 -\- 3 etwa ein Drittel so lang wie die ganze Ader. Hinterflügel (Abb. 78) etwa so breit wie die Vorderflügel, subtrapezförmig; Costa bis zur Mitte sanft gebogen, dann allmählich herabsteigend und im äusseren Teil gerade; Apex abgerundet; Termen leicht eingezogen; Tornus samt Dorsum bildet einen starken Bogen; Cubitus behaart. Beim Männchen sieben Adern (R und M x zusammenfallend), beim Weibchen acht; S der Mittelzelle parallel, dann plötzlich herabsteigend; R und M x beim Weibchen an der Basis einander ge- nähert, dann divergierend; M 2 der M 3 parallel; M 3 und Cu x entspringen gestielt aus dem unteren Winkel der Mittelzelle, Cu 2 bei drei Viertel; A x bis A 3 fast in gleichen Abständen, A 2 mit kurzer Basalgabel. Männliche Genitalien (Abb. 79) wie bei Fammene, aber mit lateralen, lang be- schuppten Coremata am 8. Abdominalsegment. Weibliche Genitalien (Abb. 80) auch wie in der erwähnten Gattung, aber die Ventralplatte mit einem kleinen mittleren Vorsprung, der das unmittelbar unter diesem liegende Ostium bursae bedeckt. Zwei palaearktische Arten, die zu dieser Gattung angehören, wurden längere Zeit mit Fammene- Arten zusammengeworfen, obwohl bereits Pierce & Metcalfe (1922) auf die Genitalunterschiede der beiden Gattungen verwiesen haben. Es 128 Tijdschrift voor Entomologie, deel 103, afl. 1/2, I960 (94) Gattung Strophedra HS.: S. weirana (Dgl.). Abb. 77: Männchen, Kopf. Abb. 78: idem, Geäder. Abb. 79: Männliche Genitalien, Präparat "6/28 1958-Obr.", Hannover, Deutsch- land; U.S.N.M. Abb. 80: Weibliche Genitalien, Präparat „6/28 1958-Obr.", Europa; U.S.N.M. ist besonders merkwürdig, dass alle Schriftsteller, die über nitidana F. und weirana Dgl. schrieben, nicht bemerkt haben, dass bei diesen Arten das Verschwinden einer Ader im männlichen Hinterflügel auf eine andere Weise entsteht als es bei den Pammene- Arten, bekannt ist. Vorläufig ist die Gattung Strophedra als ein palaearktischer Endemismus zu bezeichnen. STROPHEDRA-ARTEN S. weirana (Dgl.)* weirana Douglas, 1850, Zool., vol. 8, p. 2806 (Stigmonota); flexana (part.) Lederer, 1859, Wien. Ent. Mschr., vol. 3, p. 372 (Phthoroblastis). — Kennel, 1921, p. 701, t. 24 fig. 98 ($), 99 (9); Pierce & Metcalfe, 1922, p. 83, t. 29 ($9- (95) N. S. Obraztsov : Die Gattungen der Palaearktischen Tortricidae 129 Genitalien) (als flexana); Benander, 1950, p. 165, text fig. l4z ( $ -Genitalien), t. 9 fig. 30 (Vorderflügel); diese Arbeit, Abb. 77 — 80 (Kopf, Geäder, $ 9 -Genitalien). — Nord- und Mitteleuropa; England; Frankreich; Kleinasien. S. nitidana (F.)* nitidana Fabricius, 1794, Ent. Syst., vol. 3, pars 2, p. 276 (Pyralis); ? parvulana Frölich, 1828, Enum. Tortr. Würt, p. 80 {Tortrix); redimitana GuENéE, 1845, Ann. Soc. Ent. France, ser. 2, vol. 3, p. 184 {Stigmonota); flexana Zeller, 1849, Stett. Ent. Ztg., vol. 10, p. 281 (Grapholitha); vigeliana Herrich-Schäffer, 1854, Syst. Bearb. Schm. Eur., vol. 5, p. 94 {Strophedra) [1848, op. cit., Tortr., t. 27 fig. 195; non bin.]; jungiella (part.) Werneburg, 1864, Beitr. Schm.kunde, vol. 1, p. 467, 558 {Tortrix); nitidulana (lapsus calami) Benander, 1930, Ent. Tidskr., vol. 51, p. 270 (Pammene); nitidiana (lapsus calami) IssiKi, 1957, Icônes Heterocer. Japon., p. 54, t. 8 fig. 240 (Pammene). — Kennel, 1921, p. 702, t. 24 fig. 100 (9); Pierce & Metcalfe, 1922, p. 83, t. 29 ( $ 9 -Genitalien); Benander, 1950, p. 166, text fig. l4â. — Nord- und Mitteleuropa; England; Frankreich; ? Italien; Polen; Ukraine; Kleinasien; Südostsibirien; Japan. 66. Gattung Leguminivora gen. nov. Genotypus: Grapholitha glycinivorella Mats., 1900. Grapholitha (part.) Matsumura, 1900, Ent. Nachr., vol. 26, p. 197. Laspeyresia (non Hb.) Kuwayama, 1928, J. Coli. Agr. Sapporo, vol. 19, p. 261. Kopf (Abb. 81) rauh beschuppt; Stirn glatt. Fühler ganz 'leicht gezähnt, dicht bewimpert und beborstet, beim Weibchen mit einer etwas schwächeren Bewimpe- rung. Labialpalpen länger als der Kopf, leicht aufwärts gebogen, dicht anliegend beschuppt; Terminalglied dick. Saugrüssel entwickelt. Brust beim Männchen mit schwachem Hinterschopf, beim Weibchen glatt. Beine glatt, die Hintertibien des Männchens am Unterrand massig behaart. Vorderflügel (Abb. 82) glatt beschuppt, länglich und breit; Costa massig ge- bogen; Apex abgerundet, unbedeutend hervortretend; Termen fast senkrecht, unterhalb des Apex leicht, beim Weibchen stärker eingezogen; Tornus abgerundet; Dorsum fast gerade, nur an der Basis leicht gebogen. Beim Männchen kein Costal- umschlag. 12 Adern, alle getrennt; S ganz unwesentlicht wellig; R± entspringt bei oder leicht vor der Mitte der Mittelzelle; R 2 mehr als zweimal so nahe zu R 3 als zu R x ; R 3 und R 4 fast doppelt so nähe wie die letztere und R 5 ; R 4 führt in die Costa, R 5 in das Termen; die obere Teilungsader der Mittelzelle entspringt zwischen R x und R 2 , die untere von nahe der Basis und führt zu M 2 und M 3 ; M 1 bis Cu x am Termen merklich einander genähert; Cu x entspringt aus dem unteren Winkel der Mittelzelle, ist stark ausgebogen und erreicht das Termen viel höher als dies bei den meisten Laspeyresiini-Gattungen der Fall ist; Cu 2 entspringt bei zwei Drittel der Mittelzelle, ist gebogen und erreicht das Termen oberhalb des Tornus; A 1 schwach, deutlich meistens nur an der Mitte des Tornus; Basalgabel A2 + 3 etwas länger als ein Drittel der ganzen Ader. Hinterflügel (Abb. 82) breiter als die Vorderflügel, abgerundet trapezförmig; Costa stark gebogen; Apex abgerundet; Termen sanft gebogen; Tornus breit ab- gerundet; Dorsum im äusseren Teil flach, basal gebogen und beim Männchen mit einer behaarten Falte; Cubitus behaart. 8 Adern; S fast gerade; R und M 1 an der Basis etwas auseinandergestellt, dann einander leicht genähert und nach aussen stark divergierend; R führt zum Apex; M 2 und M 3 deutlich parallel; M 3 und 130 Tijdschrift voor Entomologie, deel 103, afl. 1/2, i960 (96) Gattung Leguminivora gen. nov.: L. glycinivorella (Mats.). Abb. 81: Männchen, Kopf. Abb. 82: idem, Geäder. Abb. 83: Männliche Genitalien, Präparat No. 2 (2/4 1958-Obr.), Taikyu, Korea; U.S.N.M. Abb. 84: idem, 8. Abdominalsegment. Abb. 85: Weibliche Genitalien, Präparat No. 1 (5/3 1958-Obr.), Kotoni, Sapporo, Japan; UJS.N.M. Cu x entspringen gestielt aus dem unteren Winkel der Mittelzelle; Cu 2 etwa bei zwei Drittel der Mittelzelle; A x weich; A 2 mit einer kurzen Basalgabel; A 3 beim Männchen zu ihrem grössten Teil mit der Dorsalfalte zugedeckt. Männliche Genitalien (Abb. 83, 84). Achtes Abdominalsegment mit skieroti- sierten Platten; Dorsalplatte breit und verhältnismässig kurz, kopfwärts mit einem verdickten Rand; Ventralplatte mit langen seitlichen Vorsprüngen, mit einer durch (97) N. S. Obraztsov : Die Gattungen der Palaearktischen Tortnadae 131 verdickte modifizierte Schuppen dicht bedeckten Membran verbunden, die ausser- dem noch zwei laterale Coremata mit grossen, stark erweiterten Schuppen trägt. Tegumen einfach, ziemlich breit, mit einem winzigen Uncus-förmigen Höcker- chen in der Mitte; Pedunculi allmählich nach unten verjüngt. Valva verhältnis- mässig kurz; äussere Oberfläche ohne Stacheln, nur mit leicht herabfallenden Schuppen; Cucullus erweitert; Sacculus stark verdickt; Processus basales kurz; Basalaushöhlung breit. Socii als laterale Borstengruppen am Tegumen entwickelt; Gnathos weich, membranös. Anelkas typisch „olethreutoid"; Caulis stark erweitert. Aedoeagus lang, schlank, rechtwinklig geknickt, im Basalteil bedeutend breiter; Coecum penis nicht abgesondert, abgerundet; Cornutus eine feine, lange Nadel. Die weiblichen Genitalien (Abb. 85) bilden einen leicht ausgezogenen Ovi- positor. Papillae anales ziemlich klein, länglich, weich; Apophyses posteriores etwas länger als die Apophyses anteriores. Ostium bursae liegt am Postsegmental- rand des 7. Abdominalsternits; Antrum schwach skierotisiert, länglich trichterför- mig; Lamella postvaginalis nur als ein schwach skierotisierter Fleck angedeutet; Ventralplatte ebenfalls schwach. Ductus bursae schmal, ziemlich lang. Cervix bur- sae viel breiter, nimmt lateral und distal den Ductus seminalis ein; Corpus bursae länglich, ganz membranös; Signa zwei starke, an der Basis erweiterte Dorne. Nach dem Vorderflügelgeäder erinnert diese neue Gattung etwas an Lathronym- pha Meyr., von welcher sie sich aber durch den Verlauf der Vorderflügelader Cu 2 sowie in den übrigen Merkmalen sehr stark unterscheidet. Mit den Gattungen Laspeyresia Hb. und Grapholitha Tr., bei welchen der Typus der neuen Gattung gewöhnlich eingereiht wurde, hat sie nichts zu tun und ist von diesen sowohl nach den äusseren Merkmalen als auch im Genitalbau sogleich zu unterscheiden. Die einzige Legnm'mivora- Art, L. glycinivorella (Mats.) ist als ein bedeutender Schädling von verschiedenen Leguminaceen bekannt. Ihre geographische Ver- breitung beschränkt sich auf den Fernen Osten der palaearktischen Region. LEG UMIN IV O RA - ART L. glycinivorella (Mats.), comb, nova* glycinivorella Matsumura, 1900, Ent. Nachr., vol. 26, p. 197 {Grapholitha). — Matsumura, 1931, p. 1072, fig.; Esaki, 1932, p. 1465, fig.; Issiki, 1957, p. 248, t. 8 fig. 248; diese Arbeit, Abb. 81 — 85 (Kopf, Geäder, $ 9 -Genitalien). — Japan; Korea; Südostsibirien. 67. Gattung Matsumuraeses Issiki, 1957 Genotypus (monotypicus): Semasia phaseoli Mats., 1900. Se?nasia (non Stph.) Matsumura, 1900, Ent. Nachr., vol. 26, p. 197. Eucelis (non Hb.) Walsingham, 19O0, Ann. & Mag. N. H., ser. 7, vol. 6, p. 407. Eucosma (part.) Meyrick, 1908, J. Bombay N. H. Soc, vol. 18, p. 613. Laspeyresia (part.) Inoue, 1954, Check List Lep. Japan, pars 1, p. 91- Lathronympha (non Meyr.) Inoue, 1954, op. cit., p. 95. Kopf (Abb. 86) dicht sammetartig, ziemlich anliegend beschuppt; Stirn glatt. Fühler beim Männchen leicht gesägt, dicht kurz bewimpert. Labialpalpen lang, nach vorn gestreckt; 2. Glied breit lanzettförmig erweitert; Terminalglied dick, stumpf, zu seinem grössten Teil in der Beschuppung des vorigen Gliedes ver- 132 Tijdschrift voor Entomologie, deel 103, afl. 1/2, I960 (98) steekt. Saugrüssel kurz. Brust glatt. Beine des Männchens mit kurzer Haarbürste am unteren Rand. Vorderflügel (Abb. 87) glatt, länglich; Costa sanft gebogen; Apex ziemlich scharf, beim Weibchen etwa sichelförmig; Termen leicht schräg, gerade oder flach eingezogen; Tornus breit abgerundet; Dorsum fast gerade, an der Basis gebogen. Kein Costalumschlag beim Männchen. 12 Adern, alle getrennt; S an der extremen Basis gerade, dann gebogen; R x entspringt etwa bei der Mitte der Mittelzelle; R 2 etwa zweimal so nahe zu R 3 wie zu R x ; R 3 und R 4 etwa zweimal so nahe zu- einander wie R 4 und R 5 ; R 4 führt in die Costa, R 5 zum Termen; obere Teilungs- Gattung Matsumuraeses Issiki: M. pbaseoli (Mats.). Abb. 86: Männchen, Kopf. Abb. 87: idem, Geäder. Abb. 88: idem, 7. und 8. Abdominalsegmente (Dorsalansicht), Präparat „16.4 1957-Obr." (Wlsm. 4631), Matsukuri, Japan; U.S.N.M. Abb. 89: Valva desselben Exemplares. Abb. 90: Männliche Genitalien, Präparat „C.H., 16.10 1923", Japan; U.S.N.M. Abb. 91: Cornutus. (99) N. S. Obraztsov : Die Gattungen der F alae arktischen Tortricidae 133 ader der Mittelzelle entspringt zwischen R t und R 2 und führt unterhalb R 5 ; die untere Teilungsader führt oberhalb M 3 ; M 2 und M 3 sind mehr auseinander ge- stellt als die letztere Ader und Cu^ diese entspringt aus dem unteren Winkel der Mittelzelle, verläuft zunächst ziemlich nahe zu M 3 , biegt dann aber plötzlich nach unten und ist weiter der M 3 fast parallel, dabei von dieser mehr als zweimal als an der Basis entfernt; Cu 2 entspringt etwa bei zwei Drittel der Mittelzelle; A 1 deutlich nur basal und tornai; Basalgabel der A 2 + 3 etwa ein Drittel so lang wie die ganze Ader. Hinterflügel (Abb. 87) trapezförmig, breiter als die Vorderflügel; Costa an der Mitte leicht gebaucht, dann plötzlich nach unten geknickt und in der äusseren Hälfte fast gerade; Apex abgerundet; Termen flach eingezogen; Tornus breit ab- gerundet; Dorsum gerade, zur Basis hin stark gebogen und etwa vertikal; Cubitus behaart; Dorsalteil des Hinterflügels beim Männchen etwas rauh beschuppt und leicht nach unten gebogen. 8 Adern; S zunächst der Mittelzelle sehr nahe, dann schräg zur Costa gerichtet; R und M 1 entspringen getrennt, dicht beisammen, dann divergieren sie stark auseinander; M 2 der M 3 parallel; M 3 und Cu x entspringen dicht nebeneinander oder aus einem Punkt am unteren Winkel der Mittelzelle; Cu 2 entspringt etwa bei der Mitte der Mittelzelle; A 1 weich; die übrigen zwei Analadern normal, A-l mit einem Haarpinsel an der Basis. Männliche Genitalien (Abb. 88 — 91). Zwei laterale Coremata mit langen Schuppenbüscheln am Postsegmentalrand des 8. Abdominalsegments; eine läng- liche intersegmentale Dorsalplatte zwischen diesem und dem Genitalapparat, die caudal viel schmäler als oral ist; Ventralplatte breit, schwach skierotisiert. Tegumen ziemlich erweitert; Pedunculi lang, massig breit; Uncus nicht vorhanden. Valva länglich, an der Mitte rechtwinklig gebogen; Cucullus breit spateiförmig, distal etwas erweitert und an der inneren Seite mit langen Stacheln besetzt; sein aussen- rand gerade abgeschnitten; Sacculus rechtwinklig geknickt, etwa ein Drittel so lang wie die ganze Valva; Basalaushöhlung gross; Processus basalis kurz. Socii lang behaart, in ein gemeinsames Kissen verschmolzen; Gnathos besteht aus zwei schwach skierotisierten Lateralarmen, die die Ränder einer das Analrohr unter- stützenden membranösen Platte bilden. Anellus typisch „olethreutoid"; Caulis lang, einfach. Aedoeagus lang, schlank, an der Basis erweitert; Cornuti einige Stacheln, jeder mit einem kurzen seitlichen Befestigungsauswuchs. Weibliche Genitalien blieben ununtersucht. Soweit ich nach dem japanischen Text der Matsumuraews-PubVikation beur- teilen kann, hat Issiki diesen Gattungsnamen nur als eine Kombination mit dem Artnamen phaseoli Mats, veröffentlicht, ohne eine besondere Beschreibung der Gattung zu geben. Die Verwandtschaft von Matsumuraeses und Grapholitha Tr. ist ziemlich klar und zeigt sich in erster Linie im Vorhandensein der lateralen Coremata hinter dem 7. Abdominalsegment. Als wichtige Unterschiede erscheinen bei Matsumuraeses ihre wohl entwickelten Socii und die viel breiteren und mehr nach vorn gestreckten Labialpalpen. Das erste Merkmal zeigt wohl auf die phy- letischen Beziehungen zwischen dem L^j^jr^j/tf-Gattungskomplex und den mehr spezialisierten Gattungen Pseudophiaris gen. nov. und Eucosmomorpha Obr. Die orientalische und ostpalaearktische Gattung Matsumuraeses ist vorläufig als monotypisch aufzufassen. Der Artname phaseoli Mats. (Juli 1900) ist einige Monate älter als f alcana Wlsm. (Oktober 1900). 134 Tijdschrift voor Entomologie, deel 103, afl. 1/2, I960 (100) MATSUMURAESES-ART M. phaseoli (Mats.)* phaseoli Matsumura, 1900, Ent. Nachr., vol. 26, p. 197 (Semasia); f alcana Walsing- ham, 1900, Arm. & Mag. N. H., ser. 7, vol. 6, p. 407 {Eucelis); ochreocervina Wal- singham, 1900, ibid., p. 407 (Eucelis); trophiodes Meyrick, 1908, J. Bombay N. H. Soc, vol. 18, p. 613 (Eucosma). IssiKi, 1957, p. 57, t. 8 fig. 257, 258; diese Arbeit, Abb. 86 — 91 (Kopf, Geäder, $ -Genitalien). — Indien; Ceylon; Kaschmir; Japan; Formosa. 68. Gattung Collicularia gen. nov. Genotypus: Catoptria micro grammana Gn., 1845. Catoptria (part.) GuENéE, 1845, Ann. Soc. Ent. France, ser. 2, vol. 3, p. 188. Grapholitha (part.) Herrich-Schäffer, 1851, Syst. Bearb. Schm. Eur., vol. 4, p. 257. Semasia (part.) WoCKE, 1871, Stgr.-Wck. Cat. Lep. Eur. Faun., p. 257. Laspeyresia (part.) Meyrick, 1895, Handb. Brit. Lep., p. 514. Rhyacionia (part.) Pierce & Metcalfe, 1922, Genit. Brit. Tortr., p. 81. Dichrorampha (ex err.) Osthelder, 1939, Schm. Südbayerns, vol. 2, p. 108. Enarmonia (part.) Lhomme, 1939, Cat. Lép. France et Belg., vol. 2, p. 454. Emarmonia (part.) Kloet & Hincks, 1945, Check List Brit. Ins., p. 126. Kopf (Abb. 92) rauh beschuppt. Fühler leicht doppelt sägezähnig, dicht kurz bewimpert, beim Weibchen nur kurz beborstet. Labialpalpen deutlich aufsteigend; 2 Glied distal erweitert; Terminalglied dick, stumpf, hervorgestreckt. Saugrüssel entwickelt. Brust glatt. Vorderflügel (Abb. 93) lang trapezförmig; Costa sanft gebogen, distal fast gerade; Apex abgerundet, beim Männchen ganz unbedeutend hervortretend; Termen massig schräg, leicht flach eingezogen; Tornus breit gerundet; Dorsum sanft gebraucht. Kein Costalumschlag beim Männchen. 12 Adern, alle getrennt; S ziemlich gerade; R x entspringt von der Mitte der Mittelzelle; R 2 mehr als zweimal so nahe zu R 3 wie zu R^ R 4 führt in den oberen Teil des Apex, R 5 in das Termen unterhalb dieses; obere Teilungsader der Mittelzelle entspringt zwischen R 1 und R 2 , untere nahe der Flügelbasis; die Adern R 5 bis Oi^ fast in gleichen Abständen voneinander und die letzten vier verlaufen etwa parallel zu- einander; Cuj^ entspringt aus dem unteren Winkel, Cu 2 etwa bei zwei Drittel der Mittelzelle; A 1 weich, nun mehr an der Basis und tornai erkennbar; Basalgabel A 2 4. 3 etwas länger als ein Drittel der ganzen Ader. Hinterflügel (Abb. 93) substrapezförmig, breiter als die Vorderflügel; Costa sanft gebogen, nahe der Basis leicht eingezogen; Apex abgerundet; Termen leicht flach eingezogen; Tornus samt Dorsum bildet einen gemeinsamen Bogen. 8 Adern; S nahe der Mittelzelle basal, dann schräg zur Costa gerichtet; R und M t an der Basis dicht nebeneinander, dann divergierend und den Apex von beiden Seiten umfassend; M 2 und M 3 parallel; die letztere und Cu 1 entspringen ge- stielt aus dem unteren Winkel, Cu 2 etwa bei drei Viertel der Mittelzelle; Cubitus behaart; alle drei Analadern entwickelt, A 2 mit einer kurzen Basalgabel. Männliche Genitalien (Abb. 94). Tegumen bandartig; Pedunculi schmal; das ganze Vinculum ziemlich breit. Valva ausgezogen, ziemlich schmal; Oberseite glatt; Cucullus schmal, parabolisch; Sacculus an der Basis erweitert, dann schmal, vor dem Cucullus ein stumpfes Hügelchen bildend; Basalaushöhlung tief und (101) N. S. Obraztsov : Die Gattungen der Palaearktiscben Tortriadae 135 Gattung Collicularia gen. nov.: C. micro grammana (Gn.). Abb. 92: Männchen, Kopf. Abb. 93: idem, Geäder. Abb. 94: Männliche Genitalien, England. Abb. 95: Weibliche Genitalien, England. 136 Tijdschrift voor Entomologie, deel 103, afl. 1/2, I960 (102) breit, bis zur Mitte der Valva reichend; Processus basalis klein, frei. Keine Socii und Uncus; Gnathos bandartig, membranös. Anellus typisch „olethreutoid"; Cau- lis hoch und breit. Aedoeagus sehr lang und schmal, ausgebogen, in der Richtung zur Spitze stark verjüngt; Coecum penis breit abgerundet; keine Cornuti. Weibliche Genitalien (Abb. 95). Papillae anales weich, länglich; Apophyses posteriores länger als diese, mit den Apophyses anteriores gleich lang. Ostium bursae liegt intersegmental, ist kanneförmig, von der Dorsalseite etwas skieroti- siert; keine Lamellae vaginales; Ductus bursae sehr lang und breit, mit zwei schmalen, langen Colliculi, oral einen grossen blinden Sack bildend. Cervix bursae viel kürzer und schmäler als der Ductus bursae, oral erweitert und mit einer un- deutlichen Sklerosierung; Corpus bursae abgerundet, caudal mit einem kleinen blinden Auswuchs; Signa zwei Dorne mit ganz schwacher Basalsklerotisierung. Diese monotypische Gattung steht der Laspeyresia Hb. sehr nahe und ist äusser- lich von dieser kaum zu trennen, nur das Terminalglied der Labialpalpen ist etwas dicker und die Mittelzelle der Hinterflügel kürzer. In den männlichen Genitalien fallen als Unterschiede der Laspreyresia gegenüber eine eigenartig gestaltete Valva mit ihrer tiefen Basalaushöhlung und der lange, schmale Aedoeagus mit einer sehr breiten Caulis auf. Bei dem Weibchen besonders für Collicularia typisch ist ihr langer, oral blinder Ductus bursae mit zwei langen Colliculi. Da bei den Laspey- resia-Artea alle diese Merkmale nicht angedeutet sind, scheint eine generische Absonderung von Collicularia ganz gerechtigt zu sein, desto mehr, da die Vorder- flügelzeichnung in beiden Gattungen ziemlich verschieden ist. Mit Rbyacionia Hb., zu welcher micro grammana Gn. von Pierce & Metcalfe (1922) gerechnet wurde, hat diese Art nichts zu tun weder äusserlich, noch genitaliter. COLLICULARIA- ART C. microgrammana (Gn.), comb, nova* micro grammana GuENéE, 1845, Ann. Soc. Ent. France, ser. 2, vol. 3, p. 188 (Catop- tria); microgammana (err. typogr.) Petersen, 1924, Lep. Estl., p. 346 (Grapbolitha); cinerosana (part.; err. det.) Osthelder, 1939, Schm. Südbayerns, vol. 2, p. 108 (Di- chrorampha); macm grammana Zerkowitz, 1946, J. New York Ent. Soc, vol. 54, p. 142 {Laspeyresia). — Kennel, 1921, p. 659, t. 24 fig. 7 (9); Pierce & Metcalfe, 1922, p. 81, t. 28 ($ $ -Genitalien); Benander, 1950, p. 154, text fig. lAq ( $ -Geni- talien), t. 9 fig. 7 (Vorderflügel); diese Arbeit, Abb. 92 — 95 (Kopf, Geäder, $ $- Genitalien). — Europa; Kleinasien; Armenien; Nordpersien; Palästina; Nord- und Südafrika. 69. Gattung Lathronympha Meyr., 1926 Genotypus (monotypicus designatus): Tortrix hypericana (Hb.) Hw., 1811 = Pyralis strigana F., 1775. Pyralis (part.) Fabricius, 1775, Syst. Ent., p. 254. Pbalaena Tortrix (part.) Schiffermiller & Denis, 1776, Syst. Verz. Schm. Wien. Geg., p. 129- Tortrix (part.) Haworth, 1811, Lep. Brit., p. 458. Olethreutes (part.) Hübner, 1822, Syst.-alph. Verz., p. 61. Epiblema (part.) Hübner, 1825, Verz. bek. Schm., p. 375. ? Pseudotomia (part.) Stephens, 1829, Syst. Cat. Brit. Ins., vol. 2, p. 175. Semasia (part.) Stephens, 1829, op. cit., p. 179. Grapholita (part.) Treitschke, 1829, Schm. Eur., voh 7, p. 232. (103) N. S. Obraztsov : Die Gattungen der Palaearktischen Tortricidae loi Grapholitha (part.) TreitSCHKE, op. cit., vol. 8, p. 205. Carpocapsa (part.) Curtis, 1831, Brit. Ent., expl. t. 352. ? Heusimene (part.) Stephens, 1834, UI. Brit. Ent., Haust., vol. 4, p, 101. Enarmonia (part.) Stephens, 1834, op. cit., p. 121. Catoptria (part.) GuENéE, 1845, Ann. Soc. Ent. France, ser. 2, vol. 3, p. 188. Paedisca (part.) Lederer, 1859, Wien. Ent. Monatschr., vol. 3, p. 332. Ephippiphordidii genus 22 Pierce & Metcalfe, 1922, Genit. Brit. Tortr., p. 93. Lathronympha Meyrick, 1926, The Ent., vol. 59, p. 27. Kopf (Abb. 96) rauh beschuppt. Fühler kurz bewimpert. Labialpalpen länger als der Kopf, leicht aufwärts gebogen, dicht beschuppt, distal und am unteren Rand ziemlich lang behaart; Terminalglied ziemlich lang, aber zu seinen grössten Teil in der Beschuppung des 2. Gliedes versteckt. Saugrüssel entwickelt. Brust glatt. Hintertibien ziemlich glatt, beim Männchen nur mit einem massig langen Haarkamm an der oberen Kante. Vorderflügel (Abb. 97) glatt beschuppt, länglich; Costa gleichmässig, ziem- lich sanft gebogen; Apex etwas zugespitzt; Termen schräg, leicht eingezogen; Tor- nus abgerundet; Dorsum ganz sanft gebogen oder fast gerade. Beim Männchen kein Costalumschlag. 12 Adern, alle getrennt; S fast gerade; R t entspringt gleich hinter der Mitte der Mittelzelle; R 2 viel näher zu R 3 als zu R x ; R 3 näher zu R 4 als zu R 2 ; R 4 führt in die Costa, R 5 in das Termen; die obere Teilungsader entspringt zwischen R x und R 2 , die untere fast an der Flügelbasis und führt zu M 3 ; M 2 , M 3 und Cu 1 an der Basis fast gleich weit auseinander gestellt, am Termen sind die beiden ersten einander etwas genähert; Cu t entspringt aus dem unteren Winkel, Cu 2 kurz vor zwei Drittel der Mittelzelle; A i rudimentär, im Basalteil zur Mittel- zelle stark genähert, distal nur am Tornus angedeutet; Basalgabel A 2 ^ 3 etwa ein Drittel so lang wie die ganze Ader. Hinterflügel halbrund oder etwa subtrapezförmig, beim Männchen (Abb. 97) viel breiter, beim Weibchen (Abb. 98) fast gleich breit wie die Vorderflügel; Costa sanft gebogen; Apex ziemlich scharf, obwohl abgerundet; Termen unterhalb dieses flach, beim Weibchen flach eingezogen; Tornus breit abgerundet, beim Männ- chen bildet er eine gemeinsame Kurve mit dem Dorsum; das letztere beim Weib- chen gerade distal, abgerundet basal. 8 Adern; S fast gerade oder ganz leicht wellig; R und M 1 an der extremen Basis leicht auseinander gestellt, dann ge- nähert oder sogar einander berührend, weiter divergieren die beiden Adern aber weit auseinander und umfassen den Apex von beiden Seiten; ganz selten sind diese Adern von der Basis an gestielt; M 2 beim Männchen der M 3 parallel, beim Weibchen ihr an der Basis leicht zugeneigt; M 3 und Cuj entspringen aus einem Punkt am unteren Winkel der Mittelzelle, bisweilen sind sie ganz kurz gestielt; Cu 2 entspringt bei oder kurz vor zwei Drittel der Mittelzelle; Aj und A 2 ziemlich weich, A 3 normal. Cubitus behaart. Männliche Genitalien (Abb. 99). Tegumen einfach, bandartig, mit einem win- zigen Uncus-förmigen Höckerchen in der Mitte; Pedunculi schmal. Valva stark ausgezogen, fast gleichmässig breit; äussere Oberflache ohne Stacheln; Basalaus- höhlung nicht tief sondern breit: Cucullus von der übrigen Valva fast nicht ab- gesondert; Sacculus kurz; Processus basalis am inneren Rand der Valva ange- wachsen. Keine Socii; Gnathos bandartig, membranes. Anelkas normal „oiethreu- 138 Tijdschrift voor Entomologie, deel 103, afl. 1/2, i960 96 (104) Gattung Lathronympha Meyr.: L. strigano. (F.). Abb. 96: Männchen, Kopf. Abb. 97: idem, Geäder. Abb. 98: Weibchen, Hinterflügelgeäder. Abb. 99: Männliche Genitalien, Präparat No. 13-Obr., Deutschland; A.M.N.H. Abb. 100: Weibliche Genitalien, Präparat No. l4-Obr. England; A.M.N.H. (105) N. S. Obraztsov : Die Gattungen der Palaearktischen Tortricidae 139 toid"; Caulis kurz. Aedoeagus kurz, dick, distal plötzlich in ein Röhrchen ver- jüngt; Coecum penis stark erweitert; keine Cornuti. Weibliche Genitalien (Abb. 100). Papillae anales ziemlich gross, länglich, weich; Apophyses posteriores fast vollständig von diesen bedeckt, nur im äusser- sten Teil sichtbar; Apophyses anteriores massig lang. Ostium bursae liegt inter- segmental, gleich nach dem Caudalrand der Ventralplatte; Antrum ganz kurz, membranös; Lameila antevaginalis bedeutend skierotisiert, schmal, mit scharfen, caudal gerichteten Winkeln; Lameila postvaginalis ganz schwach skierotisiert, lateral zugespitzt. Ductus bursae massig lang, breit, bildet oral einen Blindsack und ist von einem breiten, schwach skierotisierten Ringband umfasst. Cervix bur- sae breit, etwas länger als der Ductus bursae; Corpus bursae rundlich, wie die Cervix fein raspelartig skulpturiert; Signa zwei lange, dicke Dorne. Dem Geäder nach steht Lathronympha der nearktischen Gattung Corticivora Clarke ziemlich nahe. Die Genitalien dieser beiden Gattungen sind aber so stark verschieden, dass kein Zweifel in ihrer Selbständigkeit besteht. Vorläufig ist Lathronympha als eine ausschliesslich palaearktische Gattung bekannt, deren Artbestand wenig geklärt wird. Ausser der L. strigarla (F.), für welche diese Gattung aufgestellt wurde, beschrieb Meyrick noch eine weitere Art (L. irrita Meyr.), die er auch zu Lathronympha stellte. Es ist durchaus möglich, dass noch manche wenig untersuchte Arten, die vorläufig in anderen Gattungen untergebracht sind, auch zu Lathronympha gehören. Insbesondere verdächtig ist in dieser Hinsicht die kleine Gruppe der Arten (urbana Kenn., glebana Snell., telif erana Chr. u.a.), die provisorisch der Untergattung Phaneta Stph. der Gat- tung Eucosma Hb. (Eucosmini) zugerechnet werden. LAT H RONY MP HA- AKTEN L. strigana (F.)* strigano. Fabricius, 1775, Syst. Ent., p. 254 (Pyralis); politana Schiffermiller & Denis, 1776, Syst. Verz. Schm. Wien. Geg., p. 129 (Pbalaena Tortrix); ? pusillana Schiffermiller & Denis, 1776, op. cit., p. 129 {Pbalaena Tortrix); hohenwartiana (part.) Illiger, 1801, Syst. Verz. Schm. Wien. Geg., vol. 2, p. 58 (Pbalaena tortrix); hypericana Hübner [1796 — 99, Samml. eur. Schm., Tortr., t. 4 fig. 23; non bin,], 1822, Syst.-alph. Verz., p. 61 (Olethreutes); hypericano Hübner, 1825, Verz. bek. Schm., p. 375 (Epiblema). — Kennel, 1921, p. 528, t. 20 fig. 30, 31 (9$); Pierce & Metcalfe, 1922, p. 93, t. 32 ($ 9 -Genitalien); Benander, 1950, p. 148, text fig. 14a ($ -Genitalien) (bei allen Autoren als hypericana); diese Arbeit, Abb. 96 — 100 (Kopf, Geäder, $ $ -Genitalien). — Europa (mit Ausnahme von Iberien); England; Transkaukasien; Kleinasien; Sibirien. L. ? irrita Meyr. irrita Meyrick, 1935, in: Caradja & Meyrick, Mater. Microlep. chin. Prov., p. 61 (Lathronympha). — Ostchina. 70. Gattung Selania Stph., 1834 Lecto-Genotypus: Carpocapsa leplastriana Curt., 1831 (Fernald, 1908, Gen. Tortr., p. 27). Carpocapsa (part.) Curtis, 1831, Brit. Ent., expl. t. 352. Selania Stephens, 1834, 111. Brit. Ent., Haust., vol. 4, p. 121. 140 Tijdschrift voor Entomologie, deel 103, afl. 1/2, I960 (106) Ephippiphora (part.) DuponcfìEL, 1836, Hist. Nat. Lép. France, vol. 9, p. 512. ? Semasia (part.) Wood, 1839, Ind. Ent., p. 146. Grapholitha (part.) Herrich-Schäffer, 1851, Syst. Bearb. Schm. Eur., vol. 4, p. 265. Stigmonota (part;) Stainton, 1859, Man. Brit. Butt. & Moths, vol. 2, p. 245. Laspeyresia (part.) Meyrick, 1895, Handb. Brit. Lep., p. 511. Eucelis (non Hb.) Walsingham, 1903, Ent. Mo. Mag., vol. 39, p. 213. Cydia (part.) Walsingham, 1914, Biol. Centr. Amer., Lep. Het., vol. 4, p. 262. Enarmonia (part.) Lhomme, 1939, Cat. Lép. France et Belg., vol. 2, p. 457. Ernarmonia (part.) Kloet & Hincks, 1945, Check List Brit. Ins., p. 126. Kopf (Abb. 101) mit glänzender, flach anliegender Beschuppung, die ein über das Gesicht herabhängendes Schild bildet. Fühler ganz kurz bewimpert, von oben nach unten abgeflacht, beim Männchen leicht verdickt. Labialpalpen leicht aufgebogen, distal vortretend; 2. Glied lang, distal etwas erweitert; Terminal- glied klein, sichtbar. Saugrüssel entwickelt. Brust und Beine glatt. Vorderflügel (Abb. 102) glatt beschuppt, länglich; Costa sanft gebogen; Apex abgerundet; Termen schräg; Tornus stumpf, abgerundet; Dorsum leicht gebaucht. Kein Costalumschlag beim Männchen. 12 Adern, alle getrennt; S fast gerade; R 1 entspringt etwa von der Mitte der Mittelzelle; R 2 dreimal näher zu R 3 als zu R x ; R 3 etwas näher zu R 4 als zu R 2 ; R 4 und R 5 fast ebenso weit auseinander ge- stellt wie R 3 und R 4 ; die letztere führt in die Costa, R 5 in das Termen; obere Teilungsader entspringt zwischen R 1 und R 2 , untere nahe der Flügelbasis; M 2 fast in der Mitte zwischen M t und M 3 ; die letztere dicht bei Cu t , die aus dem unteren Winkel der Mittelzelle entspringt; Cu 2 bei zwei Drittel der Mittelzelle; A 1 in ihrem mittleren Teil ganz weich oder unterbrochen; Basalgabel A 2 _|_ 3 etwas länger als ein Viertel der ganzen Ader. Hinterflügel (Abb. 102) subtrapezförmig, breiter als die Vorderflügel; Costa wellig; Apex abgerundet; Termen leicht konvex; Tornus ganz unbedeutend her- vortretend, gerundet; Dorsum fast geradwinklig gebrochen, im äusseren Teil etwas wellig. 8 Adern, alle getrennt; S leicht eingebogen, im äusseren Teil bisweilen mittels einer Querader mit der Mittelzelle verbunden; R und M x entspringen dicht beisammen, dann divergieren sie und umfassen den Apex von beiden Seiten; M 2 der M 3 parallel; die letztere und Cu-l dicht beisammen am unteren Winkel der Mittelzelle; Cu 2 entspringt bei zwei Drittel der Mittelzelle; A 2 mit einer kurzen Basalgabel; der innere Rand des Dorsum beim Männchen leicht verdickt. Cubitus behaart. Männliche Genitalien (Abb. 103, Taf. 13 Fig. 3). Tegumen bandartig, mit einem flach abgerundeten Uncus-Höckerchen; Pedunculi stark nach unten ver- jüngt. Valva nach aussen erweitert; Oberseite einfach; Cucullus abgerundet, von der übrigen Valva nicht abgesondert, mit einem kleinen aber starken Analdorn; Sacculus ziemlich schmal; Basalaushöhlung verhältnismässig gross; Processus ba- salis klein, frei. Keine Socii; Gnathos bandartig, membranes, leicht winklig hervor- tretend. Anellus typisch „olethreutoid"; Caulis hoch. Aedoeagus dick, ausgebogen, die untere Spitze scharf; Coecum penis abgerundet; lange starke distale Cornuti und zahlreiche, viel schwächere, leicht herabfallende proximale (Abb. 104, 106). Weibliche Genitalien (Abb. 105). Papillae anales weich, länglich, ziemlich schmal; Apophyses posteriores bedeutend kürzer als die Apophyses anteriores. Ostium bursae breit, liegt am Postsegmentalrand des 7. Sternits; keine Lamellae (107) N. S. Obraztsov : Die Gattungen der Palaearkti sehen Tortricidae 141 Gattung Selania Stph.: S. leplastriana (Curt.). Abb. 101: Männchen, Kopf. Abb. 102: idem, Geäder. Abb. 103: Männliche Genitalien, Präparat No. 156-Obr., Brighton, Essex, England; A.M.N.H. Abb. 104: Vesica mit Cornuti (dasselbe Exemplar). Abb. 105: Weibliche Genitalien, Präparat No. 157-Obr., Brighton, Essex, England; A.M.N.H. Abb. 106: S. vana (Kenn.), Cornuti, Präparat No. 11-Obr., Chiclana; Typus, Z.M.B. vaginales; Antrum gross; Ductus bursae ziemlich breit, schwach skierotisiert. Cor- pus bursae rundlich, mit zwei kurzen kegelförmigen Signa; Cervix bursae nicht abgesondert; zwei breite, bandartige Cesti liegen am Corpus bursae. Der Ductus seminalis bildet eine grosse Bulla seminalis, die wie ein Seitenanhang der Bursa 142 Tijdschrift voor Entomologie, deel 103, afl. 1/2, i960 (108) copulatrix aussieht. Ventralplatte des 7. Sternits ziemlich schmal, mit oralen La- teralfortsetzungen. Die gewöhnlich zu Laspeyresia Hb. gestellten S elania- Arten unterscheiden sich von dieser Gattung durch längere und etwas anders gestaltete Labialpalpen und abgeflachte Fühler. Im Genitalbau besonders typisch für Selania ist der Analdorn der Valva und das Vorhandensein der breiten Cesti. Bisher sind nur vier Arten dieser eigentümlichen palaearktischen Gattung be- kannt, die anscheinend mediterraner Herkunft sind. KATALOG DER SELANIA-AKTEN S. leplastriana (Curt.)* leplastriana Curtis, 1831, Brit. Ent., t. 352 & expl. (Carpocapsa); gueriniana DupON- CHEL, 1836, Hist. Nat. Lép. France, vol. 9, p. 512, t. 263 fig. 2 (Ephippiphora); cariosana (Mann in litt.) Barrett, 1873, Ent. Mo. Mag., vol. 10, p. 148 (Stigmo- nota); leplastrierana (nom. emend.) Walsingham, 1914, Biol. Centr. Amer., Lep. Het., vol. 4, p. 262 (Cydia). — Kennel, 1921, p. 666, t. 24 fig. 23 (?); Pierce & Met- calfe, 1922, p. 93, t. 32 ($ 9 -Genitalien) ; diese Arbeit, Abb. 101 — 105 (Kopf, Ge- äder, $ $ -Genitalien). — Mittel- und Südeuropa; England; ? Nordwestafrica; ? Klein- asien. S. maderae (Wölk), comb, nova* maderae Wollaston, 1858, Ann. & Mag. N. H., ser. 3, vol. 1, p. 120 (Ephippiphord) . — Kennel, 1921, p. 665, t. 24 fig. 21 (5). — Madeira; Kanarische Inseln. S. vana (Kenn.), comb, nova* vana Kennel, 1901, Iris, vol. 13, (1900), p. 294 {Grapbolitha). — Kennel, 1921, p. 665, t. 24 fig. 20 ($); diese Arbeit, Abb. 106, Taf. 13 Fig. 3 ( $ -Genitalien). — Andalusien. S. malcolmiae (Wlsm.), comb, nova „n. sp." Stainton, 1872, Ent. Mo. Mag., vol. 8, p. 233 {Grapbolitha); malcolmiae Walsingham, 1903, ibid., vol. 39, p. 213 (Eucelis). — Kennel, 1921, p. 723. — Marokko; ? Südspanien; ? Südfrankreich; ? Palästina. Anmerkung Die Art maderae unterscheidet sich von der leplastriana durch das Vorhandensein von einem kurzen und zwei langen fixierten Cornuti. Die äusseren Unterschiede dieser beiden Arten sind sehr gering. Für malcolmiae sind ihre nach unten ausgebogenen Valvae so typisch, dass die übrigen Merkmale an dieser Stelle kaum erwähnungswert wären. Es wird beabsich- tigt, nähere Angaben über maderae und malcolmiae, zusammen mit Fotografien ihrer Genitalien, nachträglich zu veröffentlichen. Das von Kennel (1901) als ein Weibchen beschriebene und später (1921, t. 24 fig. 20) auch abgebildete einzige Exemplar von S. vana ist in der Tat ein Männchen von Chiclana m., 26.4.1880, ex coli. Stgr. (Typus; Genitalpräparat No. 11-Obr.; Z.M.B.). Diese Art ähnelt stark der S. leplastriana sowohl äusserlich als auch nach dem Genitalbau. Ein Vergleich beider Arten auf den von Kennel (1921) gegebenen Figuren und deren Beschreibung in seinem Werk erübrigt jede weitere Besprechung ihrer äusseren Unterschiede. Im Genital- bau unterscheidet sich S. vana von der S. leplastriana durch zwei weitere starke, obwohl ziemlich kleine Stacheln am Cucullus, die bei der S. leplastriana fehlen. Ausserdem hat S. vana einen langen und einen kurzen fixierten Cornutus, während bei S. leplastriana drei solche gleich lange Cornuti vorhanden sind. Die zahlreichen verlierbaren Carnuti sind bei S. vana etwas schmäler als bei S. leplastriana. (109) N. S. Obraztsov : Die Gattungen der Palaearktischen Tortricidae 143 Erklärungen der Tafeln Tafel 11 Männliche Genitalien der Pammene-Aiten 1. P. insulana (Gn.), Präparat No. M. 576, Europa; Z.S.M. 2. P. amygdalana (Dup.), Präparat No. M. 575, Europa; Z.S.M. 3. P. aurantiana (Stgr.), Präparat No. M. 577, Speyer, Pfalz; Z.S.M. 4. P. purpureana (Const.), Präparat No. M. 574, Siidf rankreich; Z.S.M. Tafel 12 Laspeyresiini-Falter 1. Laspeyresia resedana Obr., Männchen, Holotypus; Noli (Savona), Ligurien, e.I. 28. Oktober bis 5. November 1951, J. Klimesch; A.M.N.H. 2. Idem, Weibchen, Paratypus; dasselbe Datum; A.M.N.H. 3. Panimene oxycedrana (Mill.), Männchen; Cannes, Frankreich; Museum Paris. 4. Idem, Weibchen; dieselben Lokalität und Sammlung. 5. Idem, Weibchen; Noli (Savona), Ligurien, J. Klimesch; A.M.N.H. 6. P. juniperana (Mill.), Männchen; Gachard, Frankreich; Museum Paris. 7. Idem, Männchen; dieselbe Lokalität und Sammlung. 8. Idem, Weibchen; St. Crepin, Hautes Alpes; Paratypus der f. thuriferana Cleu, Sammlung H. G. Amsel. 9. P. pontica sp. nova, Männchen, Holotypus; Matka, Treska-Schlucht, Mazedonien, J. Klimesch; A.M.N.H. 10. Idem, Weibchen, Allotypus; dieselbe Lokalität; A.M.N.H. 11. Idem, Männchen; Acipatam, Türkei, H. ÇANAKÇIOGLU; A.M.N.H. Tafel 13 Männliche Laspeyresiini-Genitalien 1. Parapammene selectana (Chf.), Präparat No. 28, Amur; Typus, Z.M.B. 2. Idem, achtes Abdominalsegment. 3. Selania rana (Kenn.), Präparat No. 11, Chiclana; Typus, Z.M.B.