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DEC 1 6 1953 BEMERKUNGEN ZUR LEBENSWEISE EINIGER HOLLÄNDISCHEN WANZEN (HEMIPTERA-HETEROPTERA) VON R. H. COBBEN Laboratorium voor Entomologie der Landhouw-Hogeschool, Wageningen Einleitung Mit dieser Veröffentlichung hoffen wir einen kleinen Beitrag zur Kenntnis der Faunistiek und Biologie der holländischen Wanzen zu liefern, mit teilweiser Berücksichtigung der Faktoren der Umgebung. Diese Beobachtungen sind nicht vollständig; mögen sie andere Sammler anregen eigene Beobachtungen anzustel-len und zu veröffentlichen. In den letzten Jahren hat unsere Kenntnis von der Faunistiek unserer Wanzen sich stark ausgebreitet, infolge intensiver Sammel-tätigkeit von verschiedenen Spezialisten und Naturfreunden, sowie namentlich durch die bahnbrechende Arbeit von Dr. A. Reclaire. Zur Orientierung über die Bio-logie besitzen wir u.a. ausgezeichneten Arbeiten von Butler (1923) und Kul-LENBERG (1946). In unserem Lande mit seinen verschiedenartigen Bodentypen und Pflanzengemeinschaften sind kleine Lokalfaunen erwünscht um eine gründ-liche Synthese der holländischen Wanzen aufzubauen. Es gibt Arten, welche im Süden unseres Landes ihre nördlichste Verbreitungsgrenze erreichen und die hier in ihrer Lebensweise und Nahrungswahl Unterschiede mit ihren mehr südlich vor-kommenden Populationen aufweisen. Die intensive Benutzung des Bodens durch Land-und Gartenbau schafft stets wechselnde künstliche Zustände, wodurch für die Oekologie gewisser Wanzenarten interessante Probleme entstehen können. An manchen Orten, wo der Mensch eingegriffen hat, ist die Arten-und Individuen-zahl beträchtlich grösser wie dies unter ursprünglichen Umständen der Fall ge-wesen wäre. Das Brachland mit seiner sparsamen Unkrautbewachsung bildet im Anfangstadium ein wahres Dorado für viele Wanzen. Mit der Bebauung des Brachlands verschwindet diese Zustand wieder. In dieser Veröffentlichung werden auch die Larvenstadien einzelner Arten be-schrieben. Über die Jugendzustände der Wanzen ist bisher nicht viel publiziert, und doch ist die Kenntnis dieser Stadien für die angewandte Entomologie von grosser Wichtigkeit. Je jünger die Stadien sind, desto geringer sind die Unter-schiede, sogar bei nicht verwandten Arten. Es empfielt sich daher soviel wie möglich verwandte Arten vergleichsweise zu studieren und zu beschreiben. Auf diese Weise lernt man auch die kleinsten Unterschiede kennen. Hierunter folgt eine Liste der holländischen Arten, von denen die Larven-stadien mehr oder weniger eingehend in der ausländischen Literatur beschrieben worden sind. 169

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Bemerkungen zur Lebensweise einiger Holländischen Wanzen (Hemiptera-Heteroptera)

R H Cobben
Tijdschrift Voor Entomologie 96: 169-198 (1953)

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