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-321 — Pammene (Hemerosia) tomiana (Z.) und andere ihr ähnliche Arten (Lepidoptera, Tortricidae) von N. OBRAZTSOV, München (Aus der Entomologischen Abteilung der Zoologischen Sammlung des Bayerischen Staates) Von Herrn K. Burmann (Innsbruck) erhielt ich zur Bestim-mung 3 $ $ und 1 9 einer Art, in welcher ich die gewöhnlich als ein Synonym zu „Sphaeroeca obscurana Stph." gestellte Grapho-litha tomiana Z. vermute. Eine aufmerksame Untersuchung der ganzen mir vorliegenden Serie und ihr Vergleich mit den Lirbe-schreibungen der verwandten Arten und dem mir zugänglichen Material hat mich überzeugt, dass nun die Möglichkeit vorliegt in die von Rebel 1901 (p. 113, No 2013) falsch zusammengestellte Synonymie von obscurana Stph. etwas Licht zu bringen. Was die echte Pseudotomia obscurana Stph. ist, blieb lange nicht klar. Meyrick 1895 (p. 490) hat für diese Art eine beson-dere Gattung gegründet, die er wie folgt charakterisierte : ,,Sp/zae-roeca, n.g. Characters of Epiblema, but hindwings in $ with a long hair-pencil from base lying along costa beneath forewings." Später hat Meyrick 1927 diese Art in die Gattung Eucosma (Hb.) Meyr. versetzt und erwähnte nichts mehr von seinem Versuch die Art als Genotypus einer besonderen Gattung aufzufassen. Was dieser ,,hair-pencil" sein soll, erfahren wir bei Kennel 1916 (p. 544), der schreibt: „an der Costa haben die Hinterflügel einen Umschlag, welcher lange Haarschuppen bedeckt, ähnlich wie bei Thiodia."i) Rebel 1914 (p. 60) gibt an, dass der Haarpinsel von obscurana schwarz sein soll. Auf Grund eines eingehenden Literaturstudiums ist es mir ge-lungen festzustellen, dass dieser Haarspinsel bei obscurana in der Tat nicht existiert und eine „Erfindung" der späteren Autoren ist. Die erste Erwähnung des Haarpinsels bei der gemeinten Art fin-den wir bei Barrett 1873 (p. 38). Er nannte diese Art ravulana HS. und schrieb : „Prof. Zeller says that it has (in the $ ) a thick pencil of hairs on the anterior margin of the hind-wing, and concealed by the fore-wing. Thinking it a novelty, he described it in the „Tijdschrift voor Entomologie" under the name Tomiana." 1 ) Es sei hier erwähnt, dass auch Thiodia Hb. (Genotypus : citrana Hb.) keinen Hinterflügelcostalumschlag hat und dass der bei ihr wirklich vorhandene Haarpinsel an der Basis des oberen Randes der Mittelzelle der Hinterflügel sitzt. Meine frühere Angabe eines Hinterflügelumschlages bei dieser Gattung (Obraztsov 1946, p. 41) ist auf schlecht gespannte Falter begründet, bei denen der Hinterflügelcostalrand (anscheinend wie auch bei den KENNEL'schen Exem-plaren) unnormal nach oben aufgeklappt war.

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Pammene (Hemerosia) tomiana Z. und andere ihr ähnliche Arten (Lepidoptera, Tortricidae)

N Obraztsov
Tijdschrift Voor Entomologie 94: 321-326 (1951)

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