Skizze der Vegetationsverh�ltnisse von Santiago in Chile. Viin Dr. Fr. Meigen. Die folgende kurze Darlegung bezieht sich auf die Vegetationsverh�lt-nisse des Teiles von Mittelchile, der von den Fl�ssen Maipu im S�den undAconcagua im Norden begrenzt wird. Au�er Betracht bleiben allerdingsdie K�ste und das sie begleitende Gebirge, dessen H�he sich stellenweisehis zu 2000 m erhebt, da mir eigene Beobachtungen dar�ber nicht zuGebote stehen. Von geringer Bedeutung f�r die Vegetation des Landes ist die W�rme, soweit es sich nur uni die Wirkungen der blo�en Temperatur�nderungen handelt, nicht aber um den davon abh�ngenden Feuchtigkeitszustand der Luft und des Bodens. Auch in den hei�esten Monaten, Januar und Februar, steigt die Temperatur nirgend so hoch, dass dadurch allein Ptlanzenwuchs ausgeschlossen w�rde. Der Ausschluss vieler Arten des Ilochgebirges von der Ebene und den niedrigeren Bergen d�rfte allerdings teilweise der zu hohen W�rme zuzuschreiben sein. Indessen ist es den regen Bem�hungen von SOEHRENS bereits gelungen, eine gr��ere Anzahl von Arten der Iloch-cordillere im botanischen Garten zu Santiago mit Erfolg zu cultivieren. Da eine der wesentlichen Bedingungen f�r das Gelingen derartiger Culturen die Fernhaltung aller Unkr�uter ist, so m�chte auch der in den unteren Regionen viel st�rkere Wettbewerb um den Platz der Hauptgrund des Fehlens fast aller Gebirgspflanzen in der Ebene und auf den H�geln sein. Dort ist die Erstarkung eine viel gr��ere, so dass die Arten des Gebirges leicht unterliegen, da sie viel specielleren Verh�ltnissen angepasst sind. Es erinnert dies an das �bergewicht europ�isch-asiatischer Arten �ber neuseel�ndische. Von gr��erem Einfluss als die hohe Temperatur des Sommers, die im Schatten 350 C. kaum �berschreitet, sind die geringen W�rmegrade, die im Winter allgemein, im Sommer im Hochgebirge herrschen. Wenn das Thermometer auch nur sehr selten unter den Gefrierpunkt sinkt, so werden doch viele Arten niederer Breiten hierdurch ausgeschlossen und